Kapitel 20: Just you and me...maybe someday
Shizuo hatte genug gesehen.
Er wollte sich dies keine Sekunde länger ansehen. Mit voller Kraft riss er die Tür aus den Angeln und schlug damit den Typen nieder, der sich an Izaya vergehen wollte.
Vollkommene Überraschung legte sich über den ganzen Raum, während Izaya sich ein heiseres Shizu-chan abrang. Das Lächeln auf seinen Lippen war echt, er freute sich wirklich darüber ihn zu sehen.
Doch noch war es zu früh.
Unglaublich schnell hatten sie sich wieder aus ihrer Starre gelöst und gingen zum Angriff über. Shizuo ließ sich davon jedoch nicht stören. Er hatte genug von diesen Leuten, die glaubten, dass sie sich alles erlauben konnten und sich dabei nicht scheuten, über Leichen zu gehen.
Wie viele Leute hatten sie wohl inzwischen schon auf dem Gewissen?
Nein, keiner von ihnen hatte es verdient, dass man sie mit Samthandschuhen anfasste. Und er würde dafür sorgen, dass sie diesen Tag nicht mehr vergessen würden!
Aus allen Richtungen wurde geschossen und Izaya blieb nichts anderes übrig, als sich mit samt des Stuhles auf den Boden zu werfen, um etwaigen Querschlägern auszuweichen, die ihn sonst wahrscheinlich getroffen hätten.
Shizuo hingegen ließ sich davon nicht stören. Er erinnerte an einen Berserker, als er diese Leute niedermähte. Einige Schusswunden prangten an seinem Körper, aber er schien es überhaupt nicht mitbekommen zu haben.
Ein richtiges Monster...dachte Izaya, sprach es aber nicht laut aus. Selbst er, der ihn regelmäßig auf die Palme gebracht hatte, hatte noch solch eine Raserei erlebt. Shizu-chan war nicht einfach nur wütend, er befand sich in einem regelrechten Blutrausch.
Es war wirklich seltsam, aber das war das erste Mal das er wirklich Angst Shizuo gegenüber hatte.
Wenn das hier schief ging, würde auch er diese Nacht höchstwahrscheinlich nicht überleben...
Diese Gedankengänge blieben Shizuo natürlich verborgen, während er seine Faust auf einen seiner Gegner niederschlug. Für ihn zählte nur noch eine Sache: Diese Typen, die so mit den Leben unzähliger Menschen gespielt hatten, unschädlich zu machen.
Zum ersten Mal machte er sich keine Gedanken was seine übermäßige Kraft mit diesen Leuten anstellte. Selbst wenn sie sterben sollten, wäre es ihm egal gewesen.
Und so war es keine große Überraschung, dass er mit ihnen kurzen Prozess machte. Keiner von ihnen schaffte es auch nur annähernd den Raum zu verlassen, nicht dass es für sie angenehmer wurde, wenn sich ergaben.
Selbst wenn sie schon am Fußboden lagen, prügelte er immer noch auf sie ein. Nur Izaya´s leise Stimme, die von seiner rechten Seite kam riss ihn aus seiner Raserei heraus, bevor von dem Typen zu seinen Füßen nur noch Matsch übrig war.
Wahrscheinlich befürchtete er nur, dass er versehentlich hier reingezogen wurde, trotzdem wandte er sich ihm zu.
„Was ist?"
Der Informant zuckte unweigerlich zusammen, scheinbar sah er wohl doch furchteinflößender aus, als er gedacht hatte.
„Tut mir leid...also was ist?" versuchte er es noch einmal.
„Ich weiß, dass du wütend auf diese Typen bist, aber das hier sind nur kleine Fische...überlass sie einfach der Polizei. Viel wichtiger ist, dass wir uns umgehend auf die Suche nach den Bomben machen. Denn während ich verhört wurde, war eine andere Gruppe damit beauftragt diese zu installieren."
„Verdammt, diese Typen verlieren echt keine Zeit!"
„Ja...und wenn wir uns nicht beeilen, fliegt uns wahrscheinlich die ganze Stadt um die Ohren."
Izaya versuchte wieder auf die Beine zu kommen, aber genau dabei blieb es auch, einem Versuch.
„Ich glaube kaum, dass du dafür momentan in der Lage bist," meine Shizuo nur, als er dem Informanten auf die Beine half.
„Ach ja? Sag bloß, du weißt wie man Bomben entschärft. Ohne mich wüsstest du doch gar nicht, was zu tun wäre."
Shizuo blickte ihn grimmig an: „Und wenn du weiterhin so mit mir redest, lasse ich dich wirklich hier, um der Polizei zu erklären was hier vorgefallen ist. Wie das wohl aussieht, wenn sie dich hier mit diesen Terroristen vorfinden? Ich wette, dass ist genau das, worauf sie gewartet haben."
„Schon gut...shon gut, du musst es mir nicht unter die Nase reiben..."
„Gut dass wir uns verstehen."
Shizuo stützte ihn und half ihm dabei, das Haus zu verlassen.
„Okay, wo müssen wir zuerst hin?"
