Vielen Dank für die lieben Reviews. Bin immer noch ganz gerührt wenn wer was nettes über meine Geschichten sagt.
Ich wünsch euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr!
lg Gaby
21 Er ist sterblich
Er apparierte mit ihr zu seinem Anwesen. Wie stolz es dastand im beginnenden Dämmerlicht. Es wurde bereits dunkel. Bewusst hatte er bis zum Abend gewartet. Er wollte sicher sein nicht gesehen zu werden, oder erst wenn er es wollte. Er hatte dem Tod getrotzt und nun würde er diese Schlange die Gift in sein Herz gestreut hat, aus seinem Haus werfen, aber vorher würde er ihn noch töten und zwar für immer. Hermione hielt er fest am Arm und zog sie mit sich.
Was er mit ihr vorhatte, wusste er noch nicht, aber er konnte sie schlecht im Haus zurück lassen, sie würde sofort Alarm schlagen. Später konnten sie ihn wieder fangen, später, doch vorher verlangte er Genugtuung für alles was er und seine Familie erdulden mussten. Er zwang sie stehen zu bleiben und erlaubte sich in Ruhe den Anblick seines Zuhauses in sich aufzunehmen. Wie viele Jahre war er in Askaban gewesen? Zu viele! Ausgiebig ließ er den Blick über sein Haus schweifen. Seit Generationen gehörte es den Malfoys, bis Voldemort kam und es an sich riss. Nun hauste diese unmenschliche Kreatur in seinem Haus.
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Hermione blickte verblüfft auf ihr Ziel. Sie hätte gedacht er schleppte sie nach Hogwarts. Sie dachte sein Ziel war ihr Severus, aber nein. Sie waren bei Malfoy Manor gelandet. Wenn wollte er eigentlich töten? Sie fühlte große Angst in sich emporsteigen. Wahrscheinlich würde sie diese Nacht nicht überleben. Denn weder Voldmort noch Malfoy waren für ihre Gnade bekannt. Mit aller Macht unterdrückte sie die aufsteigende Panik in sich.
Sie hatte nicht einmal mehr ihren Zauberstab um sich zu verteidigen. Sie war selber eine Gefangene. Automatisch glitten ihre Gedanken zu Severus. Werde ich dich jemals wieder sehen? Ich will nicht sterben ohne dein Gesicht noch einmal gesehen zu haben! Sie sah über die Schulter zurück in die Richtung wo sie Hogwarts vermutete, auch wenn sie wusste er war nicht dort, so gab es ihr doch Trost. Sie ging mit Lucius unbewusst jenen Weg, den damals Severus in jener unseligen Nacht beschritt, einzig begleitet von Sturm und Regen.
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Ein grausiges Kichern entrang Voldmorts Kehle.
„Schon bald wirst du an der Seite deines Vaters sein! Das hast du doch gewollt, oder?" fragte er lauernd nach.
Er genoss es seinen letzten Trumpf gegen Draco auszugeben und diesen damit unsägliches Leid zuzufügen. Irritiert sah Draco ihn an.
„Was meint ihr damit?" keuchte er.
Seine Arme waren taub und jeder Muskel in seinem Körper brüllte vor Schmerzen. Was konnte ihm dieses Monster den noch antun? All zu bald sollte er es erfahren.
„Dein Vater ist" Voldemort machte eine künstliche Pause, es bereitete ihm so was wie eine perverse Freude Draco leiden zu sehen. „tot!" zischelte er und trat dicht an Draco heran.
Dieser sprach kein Wort, nichts, so als hätte er dieses eine Wort nicht gehört. Aber in seinen Augen tobte ein Sturm und alles in ihm schrie. Gebrochen sackte er in seinen Ketten zusammen. Er war zu spät. Er war zu spät gekommen.
Sein Vater war tot und er konnte genau sehen, dass ihn Voldemort nicht belügte. Zu sehr ergötze er sich an seinem Leid. Draco biss sich stumm auf seine Lippe. Kein Laut war von ihm zu hören. Niemals würde er dieser Bestie diese Genugtuung geben. Niemals.
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Harry blickte immer noch auf den Zauberstab. Er verstand vielleicht nicht viel von der Erzeugung von Zauberstäben und doch konnte selbst sein ungeschultes Auge erkennen, das dieser etwas Besonderes war und Draco hatte ihn erschaffen.
Er schwang ihn ein-zweimal und fühlte dass er für ihn wie geschaffen war. Was auch so war, wenn er Lunas Worten glauben schenken wollte.
„Was ist mit dem Pergament?" fragend blickte er auf Ginny.
„Es wird einige Zeit dauern bis ich es übersetzt habe…" meinte sie zögernd.
Sie kannte die meisten Wörter, doch das war ein sehr komplexer Text. Wenn nur ein Wort falsch übersetzt wurde, oder eine Silbe falsch betont, bekam das Schriftstück sofort eine neue Bedeutung.
„Um was geht es eigentlich?"
„Das Schriftstück kann Voldemort unsterblich machen. Der erste Teil hat sich bereits erfüllt. Er lebt immer noch. Doch weiter unten sind die Wörter geschrieben, die ihn für alle Zeit unverwundbar machen. Nun Snape wusste das zu verhindern. Er gab ihm nur ein kleines Stück davon, hielt ihm aber den wichtigsten Teil vor. Ich denke dadurch das es sich nun in unserm Besitz befindet haben wir die Möglichkeit zu siegen!" Erklärte Neville triumphierend.
„Wie meinst du das?" Harry verstand wie Draco kein Wort.
„Ganz einfach. Der erste Teil läst sich, dadurch das wir es haben, wieder rückgängig machen. Er wird verwundbar! Und der zweite Teil hat sich noch nicht erfüllt. Er ist immer noch sterblich!"
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Severus bewegte sich schnell und lautlos durch das Schloss. Er wollte niemanden begegnen und er hatte Glück. Keine Menschenseele trieb sich in auf den Gängen herum. Er schaffte es ungesehen bis vor das Portal. Doch dann verließ ihn sein Glück.
„Wo bei Merlin willst du den hin!" fragte ihn eine nur leider all zu bekannte Stimme.
Leicht erschrocken blieb Severus stehen und wandte sich ärgerlich dem Besitzer dieser Stimme zu.
„Heulst du den Mond an, oder warum treibst du dich hier draußen herum?" fuhr er Remus grob an. Er wollte das dieser verschwand und ihn in Ruhe ließ.
„Ich schlepp dich hier her, wohl des Wissens das du kurz davor stehst zusammen zu brechen und darum wirst du mir auf der Stelle sagen wohin du um diese Uhrzeit hin willst!" verlangte Remus streng von ihm. Severus Mund verzog sich verächtlich.
„Was ich tue oder wohin ich gehe, geht dich nichts an!" fauchte er ihn an. Remus schloss kurz die Augen. Ja er war fast wieder ganz der Alte.
„Okay noch mal ganz langsam und zum mitschreiben: Du gehst nirgendwo hin, oder…….." Plötzlich brach Remus ab, ihm kam eine verrückte, nein eine völlig absurde Idee. Er runzelte die Stirn und beobachtete Severus Gesicht ganz genau.
„Du willst zu Hermione, habe ich Recht?" Ein kaum merkliches Zucken zeigte sich in Severus Gesicht und hätte Lupin ihn nicht genau auf so ein Zeichen gewartet, er hätte es wahrscheinlich nicht gesehen, aber so.
„Genau so ist es! Sie ist dir doch nicht egal!" trumpfte er auf, aber weiter kam er nicht. Severus streckte ihn mit seinem Zauberstab nieder, dieser hatte genug von Remus gequatschte und außerdem war er in eile.
„Tut mir leid, alter Freund, aber ich hab leider noch was vor und dabei kann ich dich nicht brauchen!" zischte er auf Remus hinab, stieg dann über diesen hinweg und verschwand in der Dunkelheit.
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„Barty!" kreischte Voldemort durch das Schloss und schon kam dieser ins Verlies angewuselt.
„Dieser Elende hat uns verraten! Er hat Neville zur Flucht verholfen! Bring ihn mir wieder her und auch alle anderen denen du habhaft werden kannst!" befahl er diesem.
Er wollte ihn und die Anderen aus dem Schloss haben. Er hatte noch sehr viel vor und dazu brauchte er seine Ruhe. Draco hob bei diesen Worten ruckartig den Kopf was Voldemort nicht entging.
„Machst du dir Sorgen um deine Freunde? Zurecht, den keiner von denen wird mit dem Leben davon kommen!" Voldemorts Gesicht verzehrte sich zu einer hässlichen Fratze und verlieh ihm so ein noch geisterhaftes Aussehen.
Luna!
Luna war ihn Gefahr. Heftig begann er an seinen Ketten zu zehren. Dieser Bastard darf ihr kein Leid krümmen, eher brachte er ihn mit bloßen Händen um.
„Habe ich deine Schwachstelle gefunden? Bist du ein genauso erbärmlicher Verlierer wie Potter? Tust du auch alles für deine Freunde?" Ein zufriedenes Leuchten stand in den kalten toten Augen Voldemorts.
Dracos Hände ballten sich zu Fäusten und öffneten sich wieder, aber das reichte um Voldemorts Aufmerksamkeit auf dessen Hände zu lenken und auf die dünne blasse Linie an dessen rechten Ringfinger.
„Du bist verheiratet!" Rief er überrascht aus.
„Hast du Angst das wir deine Frau erwischen? Wer ist es? Kenne ich sie?"
Ein weiteres heftiges zehren an den Ketten war die einzige Antwort die von Draco kam.
„Ich kenne sie!" Freudig wandte er sich Barty zu.
„Sieh zu das du mir alle Frauen bringst, die sich in der Nähe von Potter aufhalten und vergiss mir Neville nicht!" befahl er ihm und entließ ihn dann mit einem Winken seiner Hand.
„Nein!" schrie Draco gellend, von seinen Handgelenken tropfte Blut, aber die Ketten hielten ihn fest in ihrem eisernen Griff.
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„Komm schon!" herrisch trieb er sie vor sich her.
Er wollte so schnell wie möglich beim Schloss sein. In seinem Zuhause. Knapp vor dem Tor gelang es ihm sich gerade noch im letzten Moment vor Barty zu verbergen, der wütend fluchend aus dem Schloss gestürmt kam.
„Das ich mich immer um die Drecksarbeit kümmern muss!" murmelte er laut vor sich hin und verschwand in der Dunkelheit.
Lucius sah ihm einen Weile nach, nicht das dieser überraschend wieder zurück kam und überlegte zugleich fieberhaft welschen Auftrag Voldemort diesem gegeben haben könnte. Alles was im Zusammenhang mit diesem Monster stand konnte ihm von nutzen sein.
„Hast du eine Ahnung wo der hinwollen könnte?" fragte er leise Hermione.
Stumm schüttelte sie ihren Kopf. In ihren Augen stand ein trotziger Glanz, der ihm sagte: Und selbst wenn ich es wüsste, dir würde ich es bestimmt nicht verraten!
„Es ist nicht klug mich zu reizen!" warnte er sie und funkelte sie dabei böse an.
Grob stieß er sie durch das Tor. Sie mussten nur noch einen steinernen Gang überwinden um zur Haupttür zu gelangen. Malfoy Manor war ein typisches Schloss. Früher gab es sogar einen Schlossgraben, der jetzt natürlich zugeschüttet war. Einzig die hohen Mauern, die das Schloss komplett umgaben, waren noch da und warfen nun lange, unheimliche Schatten in den Innenhof.
„Was haben sie jetzt vor? Ohne Plan hineinstürmen in der Hoffnung sie erwischen ihn zuerst, bevor es ihm gelingt sie zu töten?" Aus ihrem Mund klang sein ursprünglicher Plan albern.
Ungern gab er es zu, aber sie hatte Recht. Wie wahrscheinlich war das er siegte? Voldemort war nicht dumm und er besaß außergewöhnliche magische Fähigkeiten. Außerdem war es bisher noch niemandem gelungen ihn zu verwunden, geschweige den zu töten. Nachdenklich starrte er zu den Zinnen nach oben.
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Voldemort verließ Draco sobald Barty verschwunden war. Mit ihm würde er sich später beschäftigen, er konnte ihm nicht entkommen. Doch nun würde er endlich seine Armee erschaffen. Der Trank war soweit und dieses mal würde er nicht nur eine Alraune verwenden, oh nein, dieses mal würde er so viele wie möglich in den Trank werfen.
Die Alraunen schrieen entsetzlich als er sie beim Schopf packte. Eine um die andere verschwand in dem scheußlichen Gebräue einzig von Voldemorts gemurmelten Worten begleitet. Der Kessel drohte überzugehen, so viele hatte er hinein gegeben. Jetzt brauchte er nur noch die Knochen hinzugeben und dann kam die wichtigste Zutat. Entschlossen rollte er seinen Ärmel in die Höhe und verpasste sich mit einer langen Klinge einen großen Schnitt am Unterarm.
Sein Blut vermengte sich mit dem Gebräue. Wie beim ersten mal entstieg schwarzer Rauch dem Kessel und nahm ihm die Sicht. Als er sich verzogen hatte lagen vor ihm an die dreißig Geschöpfe. Ein Anfang. Der erste Stein zu seiner unbesiegbaren Armee war gelegt.
