Hallo liebe Leser,

ach du grüne Neune" werdet Ihr Euch denken, „schon wieder ein Kapitel von Legi!"

Keine Angst, es ist nur im Augenblick so gehäuft, weil Neville einfach so viel zu tun hat. Und heute sind es auch nur vier Drabbles. Im weiteren Verlauf der Story werden übrigens auch meine Kapitel immer länger.

Ihr wollt wissen, wie lange die Kapitel gegen Ende des Krimis werden? Nun ja, Schätzings „Limit" erscheint dagegen wie ein Taschenbuch.

NEIN, war ein Scherz! Soooo lang dann auch wieder nicht!

Vielen Dank an Minikissgirl und Drachentochter für die reviews!

Keine Angst, Hermine taucht bald wieder auf und wird noch für EINIGE Überraschungen sorgen! Und auch Narzissa wird natürlich nicht vergessen, das ist klar.

Los geht`s!

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Legi

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21. Kapitel 2.11.2005 14.00 Uhr

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Neville hatte Hunger. Den ganzen Tag war er noch nicht zum Essen gekommen und nun biss er endlich in das Sandwich, das er sich aus der Kantine geholt hatte.

Es klopfte an seiner Bürotür.

Super timing!

„Hewwein!" Er kaute und schluckte gerade rechtzeitig hinunter, bevor ein großer, asketisch wirkender Mann in eleganter Kleidung eintrat.

Dunkle Augen musterten Neville durch eine randlose Brille aufmerksam.

Ich habe dieses Gesicht schon mal gesehen, die grauen,kurzen Haare, die Adler-Nase. Aber ich komm nicht drauf! Wo nur?

Der Auror erhob sich und trat dem Besucher entgegen. „Kann ich Ihnen helfen?"

„Davon gehe ich aus!"

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Der raubvogelartige Gesichtsausdruck verschwand und wurde durch ein etwas aufgesetzt wirkendes Lächeln abgelöst.

„Mein Name ist Menacio Moraless von der Kanzlei Moraless und Rossi."

Neville verschluckte sich an einem letzten Brotkrümel und musste kurz husten.
Ach du Scheiße! Der Staranwalt! Der fehlt mir noch!

Moraless sah ihn ungerührt an und meinte „Ich bin hier im Auftrag von Lucius Malfoy."

Hätt ich mir gleich denken können!
Der Anwalt fuhr fort: „Meinem Mandanten ist nicht ganz klar, auf welcher Grundlage man ihm den Zauberstab entzogen hat. Vielleicht hätten Sie die Güte, uns aufzuklären?"

Weil er sonst schon lange einen Abgang gemacht hätte!

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Neville richtete sich zur vollen Größe auf. „Das ist Standard-Prozedur im Falle einer behördlich angeordneten Quarantäne, Paragraph 16/2, wenn ich mich nicht irre. Im Übrigen sind alle Quarantäne-Patienten magielos, Sie sehen, es liegt keinerlei nachteilige Behandlung oder Willkür vor."

Moraless ließ sich keine Reaktion anmerken. „Außerdem ist die Unterbringung meines Mandanten in einem so kleinen Zimmer absolut inakzeptabel. Er besteht auf angemessene Räume und Personal."

Das kann er vergessen!

„St. Mungos ist im Moment heillos überfüllt. Ich könnte natürlich zehn andere Patienten zusammenlegen lassen, damit Ihr Mandant seine Suite bekommt. Wenn die Presse allerdings erfährt, dass Mr. Malfoy Schwerkranken ihre Einzelzimmer wegnimmt…"

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Der Anwalt sah ihn mit ruhiger Miene an. „Sie bluffen."

„Glauben Sie wirklich, die Öffentlichkeit würde eine Sonderbehandlung mit Personal et cetera gutheißen?"

Moraless schien den Auror von oben bis unten zu mustern. „Wie lange sind Sie schon selbständig im Einsatz?"

Neville schluckte. „Lange genug."

„Ihr erster Fall?"

Dieser schleimige Rechtsverdreher!

„Ich versichere Ihnen, der Fall ist bei mir in kompetenten Händen!"

Nun folgte ein erneutes Lächeln zur ausgestreckten Hand. „Gut. Ich freue mich schon auf unsere Zusammenarbeit, Mr. Longbottom. Wir werden sicher noch oft miteinander zu tun haben."

Soll das eine Drohung sein?

Verdammt, hat der Mann einen festen Händedruck!

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(legilimens)