Heaven & Hell Teil 2 Kapitel 12: Begegnungen
"I think you're trying to make me crazy" Harry continued, "I think I prefer you trying to kill me. It's less disturbing."
"Ich glaube, du willst mich verrückt machen.", fuhr Harry fort, „Ich mochte es lieber, als du mich noch umbringen wolltest. Das war weniger beunruhigend."
– Harry zu Voldemort in der FF "Dark Phoenix" von Diamond Phoenix
An diesem Tag war Harry zu nichts mehr zu gebrauchen. Die Tatsache, dass seine Freunde ihn praktisch in das Zimmer verbannt hatten, solange die restliche schwarze Energie noch in seinem Körper verweilte, wurde von ihm stillschweigend hingenommen.
Er war noch zu mitgenommen von den Auswirkungen der letzten Nacht. Blaises Versuche, mit ihm darüber zu reden, ignorierte der Ex-Gryffindor geflissentlich. Erst als am späten Abend ersichtlich wurde, dass die schwarze Magie nicht annähernd so schnell aus ihm heraus tröpfelte, wie es sein sollte, wandte er sich an die beiden Slytherins.
„Laut eurem Scan-Zauber", Harry verwies auf eine magische Anzeige, die Draco herbeigezaubert hatte. Sie nahm die Schwingungen von Harrys magischer Aura auf und maß den Wert der Schwarzmagie darin. „habe ich immer noch einen viel zu hohen Wert. Was ist, wenn die schwarze Magie auch morgen noch nicht komplett aus mir heraus ist?"
Über dieses Problem hatten auch die Blonden sich schon Sorgen gemacht. Draco insbesondere hatte sich den Kopf darüber zerbrochen. „Wir greifen auf das zurück, was auch mein Vater benutzt, um nicht aufzufallen.", meinte der junge Aristokrat und zückte seinen Zauberstab. „Und zwar fangen wir jetzt gleich damit an. Ich bin zwar immer noch der Meinung, dir so etwas beizubringen heißt nur, dich eher in Probleme rennen zu lassen, aber bestimmte Personen", an dieser Stelle sandte der Malfoy Blaise einen bösen Blick, „sind der Ansicht, dass du diesen Zauber früher oder später sowieso lernen würdest und er dir helfen könnte."
Harry richtete sich in seinem Bett auf. Die verschmutzten Sachen vom Vortag hatte er bereits gewechselt und sich auch – von Blaise eskortiert und mit Schirmzaubern bedeckt – geduscht. Momentan sah er wieder einigermaßen akzeptabel aus, wenn man natürlich von seiner für normale Zauberer ungewöhnliche Kleidung absah.
„Moment mal – was für ein Zauber?"
Blaise schaltete sich in diesem Augenblick ins Gespräch ein. „Wie du weißt, kann man Schirmzauber eigentlich nicht direkt auf Menschen anwenden, weil sie die gesamte magische Energie eines Lebewesens durcheinander bringen. Einen Raum abzuschirmen – kein Problem, der Zauber verteilt sich auf die Fläche. Ein Lebewesen? Schwerer, weil der Zauber direkt die magische Aura ‚attackiert'."
Harry rollte mit seinen Augen. „Ja, ja. Und sehr kleine Flächen wie eine Schachtel kann man auch abschirmen, aber ein Zauberer, der aus welchem Grund auch immer in der Schachtel wäre, würde ebenfalls Probleme mit seiner Magie haben. Das ist mir alles bekannt."
Draco grinste. „Harry, du denkst doch wohl nicht, dass in den vielen Jahrhunderten, in denen es schon Zauberer gibt, noch keiner eine Möglichkeit gefunden hat, dieses kleine Problem zu umgehen?"
Jetzt war der Schwarzhaarige hellhörig geworden. Man konnte seine eigene Aura also doch so abschirmen, dass andere Zauberer es einem nicht direkt ansahen, ob man vorher schwarze Magie praktiziert hatte! Nun gut, nicht jeder erkannte einen Schwarzmagier sofort anhand von dessen Aura… aber dummerweise waren viele der Professoren dieser Schule stark und geschult genug um eben die schwarzmagischen Schwingungen zu erkennen.
„Und was für ein ausgefallener toller Zauber ist das jetzt?", wollte Harry wissen.
„Zi Tahanis."
„Bitte was?" Verwirrt starrte der Schwarzhaarige Draco an.
„Zi Tahanis. Der Zauber heißt so." „Wurde von einem Halb-Drachen entwickelt. Niemand weiß, was die Worte eigentlich heißen sollten, aber man kann lernen, sie richtig auszusprechen und den Zauber anzuwenden…", fügte Blaise hinzu und runzelte dann seine Stirn. „Ob Arkandor uns vielleicht den Zauber übersetzen würde...?"
Draco schüttelte seinen Kopf. „Das bezweifle ich. Was ihre Sprache angeht sind Drachen genauso geheimniskrämerisch wie ihre Namen. Es soll nur sehr, sehr wenige Menschen geben, die je Drakonisch gelernt haben."
Das weitere Gesprächsthema war jedoch nicht die Sprache der Drachen oder Arkandor, sondern der Zauber. Draco hatte die richtige Aussprache und die nötigen Bewegungen des Zauberstabes schon in Kindertagen von seinem Vater gelernt und brachte diese Harry in kürzester Zeit bei. Nach nur einer halben Stunde konnte der Grünäugige den Zauber gut genug ausführen, um seine jüngsten Aktivitäten zu verschleiern. Auch der Scan-Zauber zeigte wieder ‚normale' Werte an.
Beruhigt fuhr der Schwarzhaarige sich durch die Haare. „Wunderbar. Ich hatte schon befürchtet, hier drin festzustecken." Draco zog eine Augenbraue hoch und schnitt eine ärgerliche Grimasse. „Meiner Meinung nach sollte man dir dauerhaft mindestens zwei Leibwächter verpassen – nicht nur damit du vor anderen geschützt bist, sondern auch vor dir selbst!"
Das war das Falscheste gewesen, was der junge Malfoy hätte sagen können und Blaise, der dies wusste, wandte sein Gesicht schnell ab, damit keiner der beiden anderen Jungen die Grimasse sehen konnte, die er schnitt.
„Ich brauche keine Leibwächter und bin sehr wohl in der Lage, auf mich selbst aufzupassen!", herrschte Harry den Blonden an. Dann zog er ruckartig die Vorhänge um sein Bett zu und das letzte, was von den beiden anderen Jungs gehört wurde, waren ein Stille- und ein Privatsphärenzauber. Der Schwarzhaarige hatte sie sozusagen ausgeschlossen.
„Super gemacht, Dray.", murmelte Blaise und erntete erneut einen giftigen Blick. „Was denn? Du weißt, dass der Kommentar berechtigt war. Niemand kann so schnell Ärger anziehen wie Harry!"
„Erstens hört besagter Harry uns sicherlich noch zu und zweitens ist er bis jetzt aus jeder gefährlichen Situation noch herausgekommen."
„Das tut nichts zur Sache! Eines Tages kommt er da vielleicht nicht wieder heraus!"
„Er hat einen Basilisken getötet, Dray. Irgendwie glaube ich, dass alleine das ihn dazu berechtigt, mehr Risiken als andere einzugehen."
Das stellte den Malfoy erst einmal ruhig. Verärgert und auch ein wenig beleidigt verließ dieser das Zimmer.
Blaise seufzte. „Bis später, Harry.", rief er dann noch, bevor auch er das Zimmer verließ.
Zurück blieb der innerlich in sich hinein grummelnde Ex-Gryffindor, der die Bewegungen des neu erlernten Zaubers noch einmal probte.
Leibwächter würde er nicht brauchen, sagte er sich.
HRHRHRHRHRHR
Die Bibliothek war ruhig und fast leer, was wohl daran lag, dass die meisten Schüler die letzten zwei Stunden vor der Ausgangssperre nicht damit verbrachten, ihre Köpfe in Bücher zu stecken. Selbst Madam Pince achtete nicht ganz so versessen auf die Schüler und ihre Bücher.
Harry hatte sich aus dem Slytherin Territorium geschlichen – das war harte Arbeit gewesen! – und sich im hinteren Teil der normalen Bibliothek niedergelassen. Natürlich gab es in der normalen Abteilung der Bibliothek nichts über Dämonenbeschwörungen, aber es gab Bücher, in denen magische Wesen beschrieben wurden. Nun hoffte er, dass es auch ein Buch gab, in dem verschiedenen Dämonen oder ähnliches beim Namen genannt wurden. Er wollte Severus nur sehr ungern erklären müssen, warum er unbedingt eine Erlaubnis für die verbotene Abteilung brauchte, falls dies nicht der Fall war.
Aus den Regalen, in denen die Bücher über magische Wesen standen, hatte er sich alles mitgenommen, was irgendwie mit Dämonen verbunden sein könnte. Höhere magische Wesen; Nicht-Menschliche empfindsame Wesen; Elfen, Werwölfe und andere magische Völker… Der Bücherstapel erschien ihm riesig und das Spektrum an magischen Wesen ebenfalls. Gab es davon wirklich so viele? Anscheinend ja.
Seufzend machte er sich ans Werk. Einige Bücher sortierte er nach einem Überfliegen der Inhaltsangabe aus, da sie nichts über Dämonen enthielten. Andere ordnete er in drei Stapeln an: Solche, die Dämonen aufführten; solche, die böse Wesen aufführten und solche, die Wesen anderer Ebenen aufführten. Beim letzteren war er sich zuerst unsicher gewesen, was das sein sollte, doch ein kurzer Blick in eins der Bücher hatte Aufschluss gebracht: ‚Ebene' war ein Ausdruck für andere Realitäten, die neben dieser existierten. Die meisten von Zauberern erforschten waren jedoch klimatisch äußerst feindlich für Menschen und gefährlich. Da Dämonen, so das Buch, aus einer oder vielen dieser Ebenen stammten, würde er wohl auch Abigor dort irgendwo auffinden.
Nach einer halben Stunde haarsträubender Arbeit und weiteren fünfzehn Minuten hin- und hergehen hatte er dann endlich alle unbrauchbaren Bücher entsorgt und noch einen erträglichen Stapel übrig. Jetzt hoffte er nur noch, dass er innerhalb einer knappen Stunde auch noch etwas finden würde, ansonsten würde er der guten Mrs. Pince wohl einen Herzkasper verpassen, wenn er diesen Bücherhaufen ausleihen wollte.
Fünf Minuten vor der Sperrstunde saß er immer noch, ohne neue Informationen, vor den Büchern. Mrs. Pince war aufgestanden und ging durch die einzelnen Bücherreihen, um die letzten Schüler heraus zu jagen.
Wieso stand da nichts über Abigor drin? Harry hatte mehr als genug Informationen über Dämonen im Allgemeinen und ihre verschiedenen Heimatebenen gefunden. Nur einen Dämon namens Abigor fand er nirgends. Das war frustrierend.
„Sie kommen bitte auch zum Schluss, Mr. Potter.", tönte da schon Mrs. Pince. Der Schwarzhaarige nickte grimmig und verstaute die Bücher wieder in den Regalen. Die Titel, welche er noch nicht gründlicher durchsucht hatte, hatte er sich aufgeschrieben und den Zettel in eine seiner Taschen gesteckt. Morgen würde er wieder kommen und weiter suchen.
Der Gemeinschaftsraum der Slytherins war in Aufruhr, als er wiederkehrte. In der Mitte des Raumes war ein mehr als miesgelaunt aussehender Severus Snape, flankiert von Draco und Blaise. Die anderen Slytherins redeten aufgeregt untereinander und schienen etwas zu organisieren.
Schlagartig wurde es still, als Dominik ihn bemerkte und rief: „Da ist er doch!"
Warum nur wurde ihm plötzlich flau in der Magengegend?
Innerlich aufstöhnend gab Harry sein bestes, möglichst verwirrt und unschuldig auszusehen. „Guten Abend?"
Severus Mund war nur noch eine dünne Linie in seinem Gesicht und der Blick in seinen Augen sprach Bände. „Wo warst du!?", donnerte der Professor auch schon los.
„In der Bibliothek.", war Harrys unschuldige Antwort. „Recherche. Wieso?"
Der Zaubertrankprofessor trat in wenigen langen, ausfallenden Schritten an den Schwarzhaarigen heran. „Weil deine beiden Schergen dort drüben dich gerade suchen lassen wollten." Draco, der mit Blaise noch in der Mitte des Raumes stand, protestierte lautstark darüber, ‚Scherge' genannt worden zu sein, fand jedoch wenig Beachtung.
So gut er konnte hielt Harry dem stechenden Blick Severus stand. „Ich war nur kurz in der Bibliothek. Ich wusste nicht, dass ich neuerdings den Gemeinschaftsraum nicht mehr verlassen darf."
Ein Teil der Wut schwand aus Severus Augen. Wie es schien war der Professor vor allem darüber wütend, zu so später Stunde noch ‚mobilisiert' worden zu sein. Gefasst atmete er einmal ein und wieder aus. Als dann wieder sprach, war seine Stimme so gesenkt, dass wahrscheinlich nur Harry sie hören konnte. „Meinetwegen darfst du tagelang in der Bibliothek sitzen. Aber wenn Draco und Blaise sich Sorgen machen, gehe ich dem erst einmal nach. In diesem Falle wusste niemand, wo du warst." Snape hielt kurz inne. „Und Ron Weasley ist momentan dein kleinstes Problem, Harry. Ich möchte, dass du ab sofort immer mindestens zwei Leute bei dir hast. Nicht als Aufpasser für dich," wandte Severus schnell ein, als er sah, dass Harry sich wieder aufregen würde, „sondern als Rückendeckung. Der Plan des Schulleiters mit seiner Therapeutin ist fehlgeschlagen und ich bin mir sicher, dass der alte Kauz mit seiner Exkursionswoche noch etwas ausheckt. Ich will, dass du immer und überall auf der Hut bist."
Der Schwarzhaarige nickte schweigend. Wenn Severus es so darstellte, blieb ihm ja nichts anderes übrig. Außerdem wurde ihm richtig warm ums Herz, wenn der ältere Mann sich so um ihn sorgte. „Gut, werde ich machen."
„Noch zwei Dinge Harry. Erstens: Pass bei dem Romanov-Jungen auf. Er ist gefährlich… und ich vertraue ihm kein Bisschen. Und zweitens: Da du ja morgen… frei hast," hier erlaubte der Slytherin sich ein wenig Ironie in der Stimme, die Harry vermuten ließ, dass Severus an seiner Krankheit zweifelte, „werden wir beide nach Hogsmeade gehen. Dort ist zur Zeit jemand, der dich sehr gerne wiedersehen würde."
Das brachte ein Lächeln auf Harrys Gesicht. Sirius und Remus waren in Hogsmeade! Und Percy natürlich auch… er fragte sich, wo sie sich denn versteckten und ob die anderen Weasleys ihren Bruder auch mal besuchen könnten. Das würde er morgen mit seinen Paten abklären.
„Und jetzt beruhig deine Lakaien, bevor dem jungen Malfoy vor Stress die Haare ausfallen." Dieser Satz war wieder laut gesprochen und erzeugte ein weiteres entrüstetes Aufrufen besagten Malfoys sowie einiges Gekicher unter den Slytherins.
Während Severus wohl wieder in seine Quartiere verschwand, grinste Harry seine ‚Schergen' frech an. Das Grinsen starb jedoch ab, als er mit Dracos finsterer Miene konfrontiert wurde.
„Haben wir über so etwas nicht vor wenigen Stunden gesprochen? Harry!", zischte der blonde Slytherin.
Blaise schubste seinen Freund zur Seite und lächelte. „Hast du was gefunden in der Bibliothek?"
„Blaise!"
Harry schüttelte den Kopf. „Noch nichts aussagekräftiges. Nur allgemeine Informationen, aber nichts, dass mir wirklich weiterhilft."
Blaise nickte nachdenklich. „Vielleicht findet sich erst in der verbotenen Abteilung etwas Brauchbares."
„Blaise!", fauchte Draco erneut.
Harry zuckte mit den Schultern. „Ich hoffe ja, dass sich doch noch etwas in der normalen Bibliothek finden lässt. Das wäre weitaus weniger Aufwand."
Blaise nickte erneut. „Wir könnten vielleicht auch Marcel fragen, ob er was weiß oder uns helfen kann. Viele der Ravenclaws haben dauerhafte Erlaubnisse für die verbotene Abteilung."
„BLAISE!"
Harrys Stirn legte sich in Falten. „Vielleicht…" Severus Worte hallten noch in seinen Ohren: Der Romanov wäre gefährlich… Im Hinblick auf seine jüngsten Erlebnisse mit Lucard, vor dem ihn Severus auch schon gewarnt hatte, maß er dieser Warnung größere Bedeutung bei.
„Oder Carmen könnte uns helfen. Manchmal hat sie einfach Eingebungen, wo etwas zu finden sein könnte.", schlug Blaise vor.
„BL- Ich geb's auf. Ich geb's auf!" Verärgert verschränkte Draco seine Arme und wandte sein Gesicht demonstrativ von den beiden diskutierenden Jugendlichen ab. So entging ihm das Grinsen, welches Harry und Blaise kurz teilten.
Die restlichen Slytherins hatten wieder ihre verschiedenen Tätigkeiten aufgenommen, denen sie auch nachgegangen waren, bevor ihr Hauslehrer herein gestürmt war. Nur der kleine Dominik lungerte noch in der Nähe der drei ‚Anführer' des Hauses herum und lauschte dem Gespräch mit einem Ohr. Er blieb in ihrer Nähe, während Harry Blaise alles berichtete, was er über Dämonen und Abigor herausgefunden hatte und als die beiden Jungen, gefolgt von einem fast schmollendem Draco, auf ihr Zimmer gingen, schlich er sich leise aus dem Gemeinschaftsraum.
Dominik kannte so gut wie jeden Geheimgang im Kerker und wenn er ein festes Ziel vor Augen hatte, konnte er eine unglaubliche Portion des Slytherin-Ehrgeizes entwickeln. Just in diesem Augenblick hatte er ein festes Ziel vor Augen: Alles herauszufinden, was es über einen Dämon namens Abigor zu wissen gab…
HRHRHRHRHRHRHR
Freitagmorgen war Harry noch vor seinen beiden Mitbewohnern wach und gewaschen. Gutgelaunt zerrte er dann zwei blonde Slytherins unter die Dusche und zum Anziehen, bis er sie dann vor sich her zum Frühstück scheuchte.
Seine gute Laune und Hektik brachte einige Slytherins zum Grinsen oder Schmunzeln. Nur seine beiden Freunde fanden es nicht so toll.
Noch halb am Schlafen setzten die beiden sich an ihre angestammten Plätze am Slytherintisch und kurzzeitig schien es so, als würde Blaise gleich vornüber in sein Frühstück fallen.
Schlagartig waren jedoch alle wach, als Dumbledore an ihren Tisch trat.
„Guten Morgen, Mr. Potter, Mr. Malfoy, Mr. Zabini."
Misstrauisch grüßte Harry den alten Mann zurück und wartete ab. „Mr. Potter, es tut mir Leid, ihre gute Laune stören zu müssen, aber Professor Snape möchte, dass sie ihn heute auf einem Besorgungsrundgang nach Hogsmeade begleiten. Da er nicht alle Bestellungen alleine tragen kann und Sie heute eh freigeschrieben sind, spricht da ja eigentlich nichts dagegen."
Schnell brachte Harry sich dazu, zu nicken. „Natürlich, ich begleite den Professor gerne."
Das schien die Angelegenheit auch schon beendet zu haben in den Augen des Schulleiters, denn dieser schritt zurück zum Lehrertisch.
Warum war der alte Mann überhaupt hierher gekommen? Severus hätte das genauso gut selbst ausrichten können. Innerlich den Kopf schüttelnd richtete Harry seine Aufmerksamkeit auf sein Frühstück und sah erst wieder auf, als Severus ihn abholen kam.
Den ganzen Weg nach Hogsmeade verbrachte Harry mit stiller Vorfreude. Schließlich hatte er seine beiden ‚Onkel' seit etlichen Monaten nicht mehr gesehen und musste ihnen einiges Neues berichten.
Kurz bevor sie die Ortschaft dann erreichten, zog Severus ihn zur Seite.
„Die beiden Flohpelze und ihr Begleiter sind im ‚Governor's Inn' auf der anderen Seite der Stadt (1). Ihre Decknamen sind Marcus, Chris und Jimmy Shanton (2). Frag einfach bei dem Besitzer des Gasthauses nach, ihm wurde gesagt, dass ein junger Mann mit deiner Beschreibung und dem Namen ‚Jamie' erwartet wird. Um exakt 12 Uhr erwarte ich dich vor der kleinen Apotheke südlich der Hauptstraße. Verstanden?"
Eifrig nickte Harry. Wenige Minuten später durchquerte er dann die relativ leeren Straßen Hogsmeades, um den ‚Governor's Inn' zu finden. Severus hatte ihm noch eine ungefähre Wegbeschreibung gegeben.
Nach zwanzig Minuten Fußmarsch konnte er auch endlich das Aushängeschild des Gasthauses sehen. Bald darauf war er in der warmen Wirtsstube des Gebäudes und sah sich um.
Nur wenige Gäste schienen anwesend zu sein und von ihrer Kleidung her waren es eher ‚respektable' Mitglieder der Zauberergesellschaft. Eine Frau am anderen Ende des Raumes runzelte bei seinem Anblick die Stirn und zog ihre beiden kleinen Kinder näher an sich heran. Harry rollte bei diesen Reaktionen nur die Augen und steuerte den Tresen an. Seine schwarze Winterrobe, die er draußen geschlossen hatte, öffnete er jetzt wieder und brachte das Shirt des Tages ans Licht: ‚Lasst Euren Geist nicht wandern, er ist zu klein, um allein gelassen zu werden.'
Als er am Tresen ankam beäugte der Zauberer in der sanftbraunen Robe ihn misstrauisch. „Entschuld'gen Sie, sin' drei Herren mit dem Namen Shanton hier abgestieg'n?" Aus purem Spaß – und um nicht offensichtlich zu machen, dass er von der Schule kam, denn dort gab es nur einen Jungen mit seiner Beschreibung – versuchte er sich an seinem besten Gossenakzent.
An dem misstrauischen Blick des Mannes änderte sich nichts, jedoch beantwortete er die Frage: „Ja, gestern Abend. Soll ich ihnen etwas… ausrichten?"
Harry nickte und lächelte. „Sag'n den Herrn, dass Jamie hier is', bitte? Sie wür'n mir'n
großen Gefall'n tun."
Der Mann rang mit sich selbst, zuckte dann aber letztendlich die Achseln. „Natürlich, gerne. Du kannst dich solange da vorne hin setzen."
„Danke!"
Harry sah dem Zauberer nach, während er auf dem angewiesenem Stuhl Platz nahm. Leicht fröstelnd rieb er sich die Hände und fragte sich stirnrunzelnd, warum es hier drinnen nicht wirklich wärmer war als draußen.
Als die Hand sich auf seine Schulter legte, wäre er beinahe vor Schreck aufgesprungen. Stattdessen wirbelte er nur auf dem Platz am Tresen herum und packte das Handgelenk desjenigen, der ihn da störte.
Der schwarzhaarige junge Mann kam ihm irgendwie bekannt vor. Dem Mann selbst musste es genau so gehen, denn einige Sekunden lang starrten sich beide nur perplex an. Dann dämmerte es ihm langsam.
„Oliver Wood?" Die Frage kam leise heraus und sofort ließ Harry seinen Blick durch das Gasthaus schweifen, als wenn überall noch andere ehemalige Gryffindors zu finden wären.
Der Athlet zog seine Hand aus Harrys erschlafftem Griff und setzte sich neben ihn hin. „Harry? Harry Potter?", fragte er dann ebenso leise zurück.
Der Grünäugige nickte vorsichtig. „Wie er leibt und noch immer lebt." Nach einer kurzen Pause fügte er hinzu: „Wie kommt's, dass du hier bist?"
Der andere schüttelte nur ungläubig seinen Kopf. „Ich… ich bin hier wegen dem Brief… der Brief… der Brief…warte kurz, Harry, den sollte ich dir zeigen…"
Aufgeregt kramte der Quidditchspieler durch die Taschen seiner Robe und zog dann ein säuberlich zusammengefaltetes Stück Pergament hervor. „Hier, deswegen bin ich hier… ich wollte mich hier mit… nun, du weißt angeblich- wahrscheinlich mit wem… also, mich treffen. Dabei sollte ich nach einer Person mit deiner Beschreibung Ausschau halten… Hier, les den Brief."
Komplett verwirrt ob dieser konfusen Erklärung des Ehemaligen nahm Harry das Pergament entgegen und entfaltete es sorgfältig. Sofort erkannte er die enge und säuberliche Schrift Percy Weasleys – die hatte er früher schon mehrfach gesehen.
Oliver
Ich
bin sehr froh darüber, dass du auf meinen Brief geantwortet
hast. Wie ich bereits sagte, war es nicht einfach für mich, ihn
dir zu schicken. Umso mehr freue ich mich darüber, dass du dich
nicht von mir abwendest wie der Großteil der Welt.
Wie du ja
schon gesagt hast, solltest du diese Briefe niemandem zeigen. Die
meisten Leute würden… unschön darauf reagieren.
Wie
ich bereits sagte, geht es mir gut, sehr gut sogar, wenn man die
Umstände bedenkt. Ich habe seit meiner ‚Enttarnung' als
Priester mehr echte Freunde gefunden als in meinem gesamten
vorherigen Leben – und deinen schlauen Kommentar kannst du stecken
lassen. Ich weiß genau, was du sagen willst.
Jetzt zu etwas
ernsterem… Es gibt vielleicht eine Möglichkeit, wie du mich
treffen kannst. Ich werde dir noch einen weiteren Brief mit dem
genauen Datum schicken, aber ich werde bald in Hogsmeade sein. Nein,
es ist nicht zu gefährlich, du brauchst dir keine Sorgen zu
machen. Mein Deckname wird – voraussichtlich – Jimmy Shanton
sein. Alle genauen Daten etc. schicke ich dir wie gesagt noch, aber
so wirst du mich kontaktieren können:
Es wird eine zweite
Person da sein, die von mir weis, und sich mit meinen Begleitern und
mir treffen wird. Du wirst diese Person leicht am Aussehen erkennen:
Such nach einem jungen Mann oder Jugendlichem, der aussieht, als wenn
er gerade aus der Knockturn High kommt und den Unterricht schwänzt
(3). Damit er weis, dass der Brief auch wirklich von mir ist und du
Bescheid weist, sag ihm: ‚Einmal besoffen und danach nie
wieder.'
Ich hoffe, dass du an dem Tag Zeit hast.
Grüße,
Percy
Harry schüttelte amüsiert und etwas überrascht seinen Kopf. „Deswegen bist du also hier." Der Schwarzhaarige grinste breit. „Dann kannst du gleich mitkommen."
„Perce ist hier?", flüsterte der Athlet nervös und Harry nickte. „Ja, und soweit ich weis ist er wirklich vollkommen sicher. Solange er keine Dummheiten anstellt, heißt das."
Oliver schnaubte daraufhin nur und meinte trocken: „Das sollte bei ihm kein Problem sein."
Sie verstummten beide, als der Besitzer des Gasthauses wieder die Treppe herunterkam, welche wahrscheinlich zu den Zimmern führte. Der Zauberer nahm seinen Platz hinterm Tresen wieder ein und sah abschätzig zu den beiden herüber. „Die Herren Shanton haben Suite 17 gemietet. Erster Stock, linke Seite." Naserümpfend wandte der Mann sich dann von ihnen ab, offensichtlich desinteressiert und brüskiert darüber, so etwas in seinem Etablissement zu haben.
Dankend erklomm Harry die Treppenstufen, Oliver an seinen Fersen. Suite 17 zu finden war einfach und bald klopfte der Schwarzhaarige zaghaft an die schwere Eichentüre.
Die Tür wurde aufgerissen, Harry an den Schultern gepackt und ins Zimmer gezogen, wo ein großer, hagerer Mann mit braunen Haaren ihn grinsend umarmte und nicht mehr loslassen wollte. Neben ihm stand ein etwas kleinerer, blonder Mann, der dem ganzen Spektakel ruhig und eher amüsiert zuschaute. Im Hintergrund, hinter den beiden, stand noch ein dritter, etwas jüngerer Mann mit tiefschwarzem Haar und Sommersprossen. Dieser Mann war es auch, der lächelnd auf die Tür zuschritt und den nervösen Oliver ins Zimmer zog.
Nachdem die Tür hinter dem ehemaligen Gryffindor ins Schloss gefallen und von dem Blonden einige Schutzzauber ausgesprochen wurden, lies der Braunhaarige wieder ab von Harry.
„Du glaubst gar nicht, wie froh ich bin, dich zu sehen, Kiddo." Selbst die Stimme klang nicht nach Sirius, auch wenn dieser Mann eindeutig Sirius war.
„Ich bin auch froh, Sirius – nur sehe ich dich nicht wirklich.", jappte der Ex-Gryffindor daher, als er endlich wieder Luft holen konnte.
„Oh, natürlich – der Raum ist sicher, oder Remy? Wir können die Projektionen abschalten?" Der ‚Blonde' nickte und drehte dabei an einem unscheinbar wirkendem Ring an seinem Finger. Die beiden anderen taten es ihm gleich und kurz darauf standen wieder Remus, Sirius und Percy in dem Raum.
Harry grinste. „Das ist mal sehr nützliche Magie." Sirius grinste ebenfalls und umarmte seinen Patensohn nochmals kurz. Remus schüttelte amüsiert seinen Kopf. „Jetzt, wo er dich gesehen hat, wird er hoffentlich endlich wieder etwas ruhiger werden, Harry. Sein nervöses Getue kann einen um den Verstand bringen." Der Werwolf lächelte, als sein schwarzhaariger Freund in böse anstarrte. „Stimmt überhaupt nicht, Remy. Ich bin bloß besorgt gewesen. Das ist ja wohl erlaubt, oder?" „Natürlich, natürlich."
Während die beiden Erwachsenen ihren Neffen begutachteten, zog Percy Oliver beiseite. „Ich werde Oliver alles in Ruhe erklären… in Ordnung?" Remus nickte dem nervösen Rothaarigen zu und die beiden jungen Männer verschwanden durch die Tür zu einem der Nebenzimmer.
„Setz dich." Sirius deutete auf einen der im Raum stehenden Sessel.
Nachdem die drei Zauberer gegenüber voneinander Platz genommen hatten, kehrte eine bedrückende Stille in den Raum ein. Harry begann, nervös seine Hände aneinander zu reiben und eine seiner Haarsträhnen, die in letzter Zeit immer mehr wuchs, aus seinem Gesicht zu pusten.
Irgendwann dann räusperte sich Remus.
„Normalerweise wäre das jetzt die Stelle, an der wir uns aufregen, eine Moralpredigt halten und dir Dampf unterm Hintern machen.", erklärte der Werwolf in einem trockenem Ton.
Der Grünäugige verzog seinen Mund in Scham. „Ich weiß, dass ich Scheiße gebaut hab.", murmelte er dann irgendwann und sah zu Boden.
Darauf hatte er sich nicht gefreut: Die Standpauke wegen seinem Trankkonsum. Sirius und Remus waren noch das nächste, was er an Familie hatte und sie zu enttäuschen bedrückte ihn schon. Auch wenn er insgeheim immer noch dachte, dass er eigentlich nur gute Absichten mit der ganzen Tranksache gehabt hatte – schließlich hatte er nur mehr Arbeit schaffen wollen.
„Gut, dass du das weißt. Und wahrscheinlich auch gut für dich, dass wir nicht in deiner direkten Nähe waren, als wir davon erfuhren." Remus rieb sich die Nase. „Aber nach einem langen Gespräch haben Sirius und ich uns darauf geeinigt, dass eine Standpauke wahrscheinlich kaum nützen würde. Potter-Dickschädel reagieren da meistens nicht gut drauf." Der Werwolf schmunzelte und Harry lächelte leicht. „Draco meint auch immer, ich hätte eine ‚Mit-dem-Schädel-durch-die-Wand-Mentalität'."
Remus unterdrückte ein lautes Lachen und Sirius grinste schelmisch. „Das musst du von Sirius geerbt haben, Harry.", brachte der Werwolf schließlich heraus, wofür er von dem besagten Schwarzhaarigen einen bösen Blick bekam.
Jetzt, wo einmal die unangenehme Atmosphäre durchbrochen war, entstand schnell ein angenehmes Gespräch zwischen den dreien. Sirius und Remus wollten hauptsächlich wissen, wie es in der Schule lief, was so in Harrys Leben passierte… die allgemeinen Fragen der Verwandtschaft halt eben.
Bald schon stellte sich Harry jedoch die Frage, wie er die beiden Erwachsenen auf den Stillen Fürsten ansprechen sollte. Wie arbeitete man so ein Thema in ein allgemeines Gespräch ein? Draco hätte das sicherlich gewusst… Blaise auch… Aber seine beiden Freunde waren nicht hier und konnten ihm dementsprechend auch nicht helfen. Nein, diesmal war er wirklich vollkommen auf sich allein gestellt.
Diese Überlegungen machten ihn etwas nervös und so schreckte er lieber davor zurück, seine Fragen zu stellen. Nach einem inneren Zwiegespräch entschied er sich, zuerst mit Percy darüber zu reden. Der Priester-Weasley würde ihm alleine schon deswegen mehr Glauben und Gehör schenken, weil sie beide Priester waren. Da er auch ansonsten nur noch sehr wenige Möglichkeiten und Freunde in der Zaubererwelt hatte, war Harry sich sehr sicher, den Rothaarigen für seine Sache gewinnen zu können.
Die Tür zum Nebenzimmer schwang auf und der besagte junge Mann trat mit Oliver wieder ins Zimmer. Der Ex-Gryffindor wirkte beruhigter als vorher, hatte aber einen ernsten Ausdruck auf seinem Gesicht.
„Vielen Dank, Mr. Lupin, Mr. Black. Percy hat mir erklärt, was sie für ihn getan haben und… vielen Dank auf alle Fälle!" Den etwas verdutzt aussehenden Männern wurde vom Sportler kräftig die Hand geschüttelt und Sirius sogar kurz umarmt. Percy, dem das Ganze wohl etwas peinlich war, wandte sein Gesicht ab.
Harry nutzte den Moment, um ihm zu signalisieren, dass er gerne unter vier Augen reden würde und stand auf. „Wenn ihr drei uns kurz entschuldigt, ich würde auch gerne noch mit Percy reden und muss schon gegen Mittag hin wieder am Treffpunkt sein, sonst krieg ich Ärger."
„Was nichts Neues für dich wäre.", war Sirius Kommentar, den ein Grinsen begleitete und der von Remus mit einem bösen Blick quittiert wurde. „Harry, geh bitte rechtzeitig wieder los in Richtung Treffpunkt, dein Pate hier will dich nur zum Unsinn anstiften."
Schmunzelnd zerrte Harry Percy hinter sich her ins Nebenzimmer.
Kaum war die Tür hinter ihnen ins Schloss gefallen, redeten auch schon beide drauf los.
„Percy, ich muss dringend mit dir etwas-"
„Harry, ich habe da ein wenig-"
Sie stockten und sahen sich kurz an. Percy gewährte schließlich Harry den Vortritt mit seinen wichtigen Neuigkeiten, aber dieser brachte ihn dazu, seine zuerst zu erzählen. Schließlich konnte der Schwarzhaarige sich nicht sicher sein, wie Percy auf sein Angebot reagieren würde.
„Also…" Percy rieb sich den Nacken, während er Harry an das Bett in dem kleinen Schlafgemach winkte und sich hinsetzte. Der Grünäugige tat es ihm gleich und lauschte den Worten des Älteren.
„Ich habe in Kvirasim einige Nachforschungen angestellt, was diese Priester-Geschichte betrifft… deine beiden Onkel wissen davon, nur habe ich ihnen nicht wirklich viel über meine Ergebnisse erzählt…" Er stoppte kurz. „Wusstest du eigentlich, dass Mr. Snape eine unglaubliche Menge an Büchern zu den komischsten Themen hat? Priester waren da leicht zu finden."
Harry zuckte mit den Schultern. Severus war halt ein Mann mit vielen Interessen. Es wunderte ihn nicht wirklich, dass man in seiner privaten Bibliothek kuriose Bücher finden konnten.
Percy fuhr fort: „Von dem, was ich bisher weiß, gab es drei Phasen, in denen Priester sozusagen 'erschaffen' wurden: Die ersten, als es die ersten Zauberer, Hexen oder Wesen gab, die sich selbst zu Göttern erklären konnten und ihre Priester als eine Art Machtbasis gebrauchten. Während dieser Zeit waren die Mitglieder dieses Kreises wenige Ausgewählte. In der zweiten Phase waren die meisten dieser selbsternannten Götter soweit etabliert, dass ihre Priester auch aus nicht ganz so loyalen Kreisen kommen konnten, da man ihnen eh alle Rechte einräumte. Aus dieser Phase stammen die meisten Priester und wahrscheinlich auch noch die meisten heute noch existierenden…"
Der Rothaarige pausierte kurz, um sich sammeln zu können und Luft zu holen. Harry hatte ja schon immer vermutet, dass der stille, ordnungsliebende Weasley eine Menge erzählen konnte, sobald er das richtige Thema und Zuhörer hatte, aber die Geschwindigkeit, mit der er diese Informationen hervor brachte, war schon erstaunlich. Vor allem, wenn man dabei bedachte, dass er während des Redens nicht erstickte.
„Die dritte Phase war die schlimme. Mit der Zeit hatten sich immer mehr Leute zu Göttern ernannt und andere getötet, ein ziemliches Wirrwarr und Chaos war entstanden. Die stärksten dieser sogenannten Götter verfolgten in der dritten Phase dann eine Taktik der Unterdrückung und Gewalt." Percy seufzte. „Zusammen mit den Religionen der Muggel, die Magie meistens als Werk irgendwelcher bösen Gottheiten gleichsetzten führte das dann wohl letztendlich dazu, dass man bis heute bei uns in der Zaubererwelt allem aus dem Weg geht, das irgendwie mit einem dieser Dinge zu tun haben scheint."
Harry nickte nachdenklich. Soweit konnte er das verstehen – auch wenn die Angst der Zauberer absolut unbegründet und unlogisch war. Nun gut, vielleicht nicht komplett unbegründet… aber sicherlich konnten sie doch nicht ernsthaft annehmen, nur weil jemand ein gewisses magisches Zeichen trug, war dieser ein tödlicher Feind?!
Obwohl, es wurde ja auch allgemein hin angenommen, Gryffindors seien gut, nur weil diese in das besagte Haus einsortiert worden waren. Irgendwie war es also doch nicht überraschend, dass man bereitwillig glaubte, Percy Weasley sei ebenso gefährlich und schlimm wie Voldemort.
Und das war doch mal ein amüsanter Gedanke. Ob der liebe Voldie sich wohl geärgert hatte, als man wegen Percy mehr Aufhebens machte als um ihn?
„Hast du was genaueres zu den Zeichen herausfinden können?", wollte der Schwarzhaarige dann schließlich wissen.
Percy schüttelte seinen Kopf. „Vergiss es. Diese verschiedenen angeblichen Götter haben immer wieder die gleichen Tiere und Zeichen als ihr Zeichen benutzt. Je nachdem, aus welcher Phase unsere Zeichen stammen, gibt es mindestens zwanzig verschiedene ‚Gottheiten', denen sie gehören könnten."
Harry stutzte. „So viele? Bei dieser Menge allein bei unseren Zeichen sollte man annehmen, dass es weitaus mehr Priester gäbe."
Percy nickte. „Sollte man. Aber diese Magie – und auch ein Großteil der Magie dieser ‚Götter' – beruhte auf magischen Quellen, welche sie für sich nutzbar gemacht hatten. Von dem, was ich heraus bekommen habe, sah das ganze so aus: Es gab diese magischen Quellen – ein besonderer Gegenstand, ein besonderer Ort, vielleicht auch ein besonderes magisches Wesen. Durch irgendwelche Verfahren, die wir heute nicht mehr kennen, wurden die ‚Götter' und ihre Priester mit dieser Quelle verbunden. Jedes mal, wenn wir also unsere Kräfte als Priester einsetzen, ziehen wir der Quelle etwas magische Energie ab. Woher die Quelle diese Energie hat, weiß ich nicht."
Erneut musste Percy kurz Luft holen.
„Der Grund dafür, dass es heute nicht Hunderte von Priestern gibt, so wie damals, ist ganz einfach: Viele Quellen sind mit der Zeit einfach zerstört worden. Dadurch hatten natürlich auch die eigentlich als Priester Gezeichneten keinerlei Kräfte mehr und die Magie – war halt einfach weg. Futsch. Puff, sozusagen." Bei diesem Punkt gestikulierte Percy ausladend, um seine Worte zu unterstreichen.
„Bis heute sind wahrscheinlich nur noch sehr wenige dieser Quellen erhallten geblieben – Merlin weiß wo, wie oder was die Quelle oder Quellen für uns beide schon ist, aber sie existiert halt und erlaubt uns, aus ihr Energie abzuzapfen."
Leicht erschöpft, aber offensichtlich zufrieden mit seiner Recherchearbeit, verschränkte Percy seine Arme vor der Brust und lächelte Harry an. Dieser musste zustimmen, dass der Rothaarige einige Fragen für ihn hatte beantworten können. Seine Erklärungen brachten etwas Licht ins Dunkel, warfen aber eine neue, sehr wichtige Frage bei dem Schwarzhaarigen auf:
„Percy… wenn diese Quelle noch existiert und wir mit ihr verbunden sind… was passiert, wenn sie zerstört wird? Ich meine, verlieren wir dann nur unsere Kräfte, oder…?"
Der Gesichtsausdruck des Rothaarigen verriet, dass er darüber noch gar nicht nachgedacht hatte.
„Da… keine Ahnung, dazu stand nichts in den Texten. Das… oh nein. Was ist, wenn unser Leben von dieser Quelle abhängt?!"
Grimmig runzelte Harry die Stirn. Diese Idee gefiel ihm überhaupt nicht und erinnerte ihn an diese Cartoons, die Dudley früher immer geguckt hatte. Da hatte jeder Held und jeder Bösewicht auch immer diese eine Schwachstelle gehabt…
Gab es so etwas wie Potter-Kryptonit? Würde es schon ausreichen, wenn Voldemort oder Dumbledore oder irgend ein unvorsichtiger Muggel, der nicht mal wusste, was er tat, einen alten Kelch fallen ließ, beschädigte oder zerstörte – und er, Harry, war ebenfalls dahin; tot?
Nein, das war überhaupt keine schöne Idee. Viel mehr sehr beängstigend.
„Kannst
du versuchen, irgendwie herauszubekommen, welche dieser Quellen heute
noch existieren könnten? Wenn unser Überleben davon
abhängig ist, wäre es vielleicht besser, diese Dinger in
unsere Hände zu bekommen."
Der Rothaarige wirkte
unschlüssig. „Ich kann es versuchen, Harry, aber versprech dir
nicht zu viel Erfolg… darüber gibt es allgemein wenig
Informationen. Es würde mich wundern, wenn ich irgendwas Genaues
dazu herauskriege."
„Versuch es bitte trotzdem."
Percy nickte und eine unangenehme Stille trat ein. Beide hangen fürchterlichen Vorstellungen darüber nach, was passieren könnte, wenn jemand ihre Quelle in die Finger bekäme und Dummheiten damit anstellte. Aber, sagte Harry sich, vielleicht würde ja auch gar nichts mit ihnen passieren. Schließlich mussten die Priester von damals ja überlebt und Kinder bekommen haben – Percy und er waren der Beweis dafür.
Und außerdem gab es da noch ein anderes, sehr wichtiges Thema, das er mal ansprechen musste.
Tief Luft holend sah er den anderen Priester an.
„Percy, ich habe lange darüber nachgedacht, wie ich dir das Folgende erkläre und ich bin dazu gekommen, es einfach kurz zu machen. Bitte höre mich nur bis zum Schluss an und urteile nicht vorschnell."
Verwirrt nickte der Weasley.
„Du hast sicherlich schon vom Stillen Fürst gehört?"
„Natürlich, wer hat das nicht?" Harrys Gegenüber war noch mehr verwirrt als vorher.
„Gut. Du hast vielleicht eine Menge Dinge gehört, die nicht stimmen und vielleicht auch etwas, das stimmt… Also." Nur um sicher zu gehen sprach Harry schnell einen Privatsphärezauber aus. Sie hatten zwar die ganze Zeit über eher leise geredet, aber jetzt konnte er nicht vorsichtig genug sein.
„Ich bin der Stille Fürst, Percy und ich würde es gerne sehen, wenn du meiner… Organisation beitreten würdest."
Einige Sekunden lang passierte gar nichts, so geschockt und überrumpelt war Percy. Dann bewies er jedoch sein altbekanntes Gefühl für Gesetze und seine logische, fast schon emotionslose und trotzdem manchmal etwas merkwürdige Denkweise: „Wenn du dann schon illegales tust und meine Existenz laut Recht illegal ist, verdoppelt sich dann die Illegalität deines Unternehmens oder sind wir einfach allgemein illegal?"
Harry, der daraus beim besten Willen nichts Gescheites machen konnte, sah den Weasley einfach nur doof an. Diesen schien das nicht großartig zu stören, da er – wahrscheinlich mehr zu sich selbst sprechend – fortfuhr: „Aber da du ja auch ein Priester bist, trifft dieser Falle ja sowieso ein, also würde sich am Illegalitätsstand eh nichts mehr ändern, womit auch die mögliche Bestrafung im Falle eines Scheiterns nicht großartig anders ausfallen würde…"
Harry, dem der Kopf so langsam davon rauchte, Percys bizarrem Gedankengang folgen zu wollen, brachte den Weasley wieder ins Hier und Jetzt. „Ist das jetzt ein ja oder ein nein?"
Der Rothaarige blinzelte. „Ein ja natürlich. Ich hatte sowieso gedacht, dass wir irgendwie gemeinsame Sache machen würde – also, eigentlich hatte ich angenommen, dass ich dir irgendwie hinterher trotten würde, wenn du verstehst, was ich meine. Wenn du der Stille Fürst bist, umso besser. Als Teil einer schlagkräftigen Gruppe sind die Chancen immer besser."
Der Schwarzhaarige blinzelte und verzog seinen Mund etwas. „Nun, an dem schlagkräftig arbeiten wir noch, aber du bringst uns auch schon ein Stück weiter…" Plötzlich fiel ihm etwas ein. „Moment mal. Unser Priesterzeichen – wie wirkt sich das auf andere magische Siegel und Zeichen aus ?"
„Hm? Eigentlich nicht sehr viel. Es verhindert einfach, dass noch ein anderes errichtet wird. Aber nur im Falle eines permanentem, wirklichen Zeichens – so etwas wie das dunkle Mal vom dunklen Lord zum Beispiel."
„Dann kriegst du schon mal kein Auge.", war Harrys kurze Antwort. Um ehrlich zu sein gefiel dem Schwarzhaarigen das auch ganz gut. Percy war schon ein Aussätziger in den Augen der meisten, da brauchte er kein zusätzliches Zeichen des Verstoßes.
„Wie bitte?"
Harry winkte die Frage des Rothaarigen vorläufig ab. Er hatte kaum noch Zeit, bevor er Severus wieder treffen musste.
„Ich muss gleich wieder los… Sobald ich wieder kann, komme ich zurück. Dann können wir noch mal ein paar Sachen durchsprechen, in Ordnung?"
Percy willigte ein und nachdem der Privatszauber wieder aufgehoben war traten beide aus dem Zimmer heraus.
Die drei anderen hatten es sich inzwischen auf dem Sofa und Sesseln gemütlicht gemacht. Sirius erzählte Oliver gerade irgendeine haarsträubende Abenteuergeschichte aus seiner Jugend, während Remus diese mit Kommentaren darüber versah, was wirklich passiert war und in welches Fettnäpfchen Sirius alles getreten war.
Der Sportler lag praktisch auf dem Boden vor Lachen, so sehr krümmte er sich und das Grinsen auf Sirius Gesicht verriet, dass er nichts lieber hatte als ein Publikum für seine Geschichten.
„Ich muss los."
Der Satz veranlasste Sirius dazu, abrupt zu stoppen und seine Stirn zu runzeln. „Was, jetzt schon?"
„Sobald ich kann, komme ich wider Siri. Versprochen. Ihr reist doch nicht sofort wieder ab, oder?"
Remus schüttelte seinen Kopf. „Nein, wir werden wohl mindestens eine Woche bleiben, vielleicht auch länger, wenn wir uns ein besseres Alibi beschaffen können."
„Ich werde auf alle Fälle auch öfters vorbei kommen.", erklärte Oliver, während er aufstand, um Harry zu verabschieden. „Perce braucht jemanden, der auf ihn aufpasst, man sieht ja, was sonst dabei rauskommt."
„Oli!" Der Protest seitens Percy wurde allgemein mit einem Grinsen oder Lächeln aufgenommen.
Keine fünfzehn Minuten später hatte Harry den ‚Governor's Inn' verlassen und war auf dem Rückweg zu dem vereinbarten Treffpunkt mit Severus. Seine Laune war auf einem seltenem Höchstpunkt angelangt und er konnte es kaum erwarten, mit Draco und Blaise über das neue Mitglied ihrer kleinen Gruppe zu sprechen. Percy würde ihnen eine ungemein große Hilfe sein können.
Inzwischen war etwas mehr los auf den Straßen von Hogsmeade und nicht selten hörte Harry einige gemurmelte Ausdrücke über seine Kleidung und seine wahrscheinliche Herkunft. Glücklicherweise erkannte ihn jedoch niemand als Harry Potter, trotz der im Tagespropheten und anderen Zeitschriften erschienenden Artikel der letzten Zeit.
Unbehelligt kam er an der kleinen Apotheke an und lehnte sich an die Hauswand. Severus war nirgends zu sehen obwohl es schon fünf Minuten nach zwölf war – ungewöhnlich, da der Zaubertrankmeister doch sonst solchen Wert auf Pünktlichkeit legte.
Nach einigen Minuten des Wartens knöpfte Harry seine Robe wieder zu, da ihm doch etwas kalt wurde. Fröstelnd rieb er sich die Hände und hielt weiter nach seinem Lehrer Ausschau. Warum kam der Ältere nicht? Vielleicht war er von irgendetwas aufgehalten worden. Ohne Harry war er sicherlich nicht zurück nach Hogwarts gegangen.
„Hallo Harry."
Die Stimme und der Mann kamen so unerwartet, dass Harry tatsächlich aufschreckte und zusammenzuckte. Ein beruhigendes Lächeln und eine warme Hand auf seiner Schulter brachten ihn jedoch schnell wieder in Kontrolle von sich selbst.
„Professor Lucard."
Der ältere Zauberer war in eine dicke, schwarze Robe mit dunkellila Verzierungen gekleidet und hatte einen kleinen Beutel um seinen Arm geschlungen. Seine Mimik war – wie immer gegenüber Harry – offen und freundlich.
„Wie schön, dass ich dich hier antreffe. Ich hörte, dass du krank seiest und wollte heute irgendwann bei dir vorbeischauen. Aber jetzt habe ich dich ja schon gefunden."
Aus irgendeinem unbestimmten Grund wurde Harry mulmig in der Nähe dieses Mannes. Wahrscheinlich lag es an dem, was passiert war… Jetzt im Nachhinein wollte Harry gar nicht mehr wirklich daran denken. Was hatte er sich nur dabei gedacht, als er Lucard in der Nacht gefolgt war?! Severus hatte ihn schließlich von Anfang an vor dem Mann gewarnt… aber er konnte Lucard auch nichts vorwerfen, er hatte ihn nicht gezwungen, mit in den Wald zu kommen. Nein, das war alleine Harrys Entscheidung gewesen.
„Ich sollte Professor Snape bei einigen Besorgungen begleiten."
„Ah?" Lucard sah sich kurz um und blieb mit seinen Blicken dann am Aushängeschild der Apotheke hängen. „Und da lässt er dich hier draußen warten, während er einkauft? Tsk."
Lucard schnalzte abfällig mit der Zunge und schüttelte seinen Kopf. „Ich hatte besseres von ihm erwartet, wo du doch eh noch etwas geschwächt bist…"
Ohne dass Harry etwas daran ändern konnte, hatte der Professor seine Robe geöffnet und sie dem Kleineren um die Schultern gelegt. Stirnrunzelnd zog er ihn dann noch etwas an sich heran, wahrscheinlich der Wärme wegen.
Harry war der Grund hinter seinen Taten jedoch ziemlich egal. Nun gut, die Robe war warm und sicherlich eine nette – und unerwartete! – Geste, aber das Heranziehen ging ihm auf die Nerven. Er war schließlich kein Kleinkind, dass ständig umsorgt werden musste!
Als Lucard dann aber plötzlich seinen Arm um Harry legte, riss dem Jüngeren der Geduldsfaden. Dachte der Professor etwa, man könne mit ihm kuscheln?!
Kaum hatte er diesen Gedanken gedacht und sich bereit gemacht, Lucard einige ausgewählte Worte ins Ohr zu pfeffern, öffnete sich schon die Tür zur Apotheke und ein leicht genervter, gestresster Severus Snape trat heraus.
Kaum fiel sein Augenmerk auf Lucard und den in dessen Robe eingekleideten Harry sank seine Laune noch weiter.
„Lucard, hätten Sie wohl die Güte Ihre Finger von meinem Schüler zu nehmen?", zischte der Trankmeister bedrohlich.
Harrys Wut verflog förmlich fast und ließ ihn auf wackligen Beinen da stehen. Severus Stimme, mit diesen Worten, in dieser Tonlage jagte ihm Schauer über den Rücken – und zwar keine der schlechten Sorte.
„Ihr Schüler, werter Kollege, fror. Und da er auch mein Schüler ist, dachte ich, dass ein wenig Wärme ihm gut tun würde." Lucards Lächeln verschwand nicht von seinem Gesicht und Harry hätte schwören können, dass er ihn sogar noch fester an sich heran zog.
Das brachte Severus jedoch nur noch mehr zur Weißglut.
„Sie werden Harry sofort los lassen. Jetzt."
Sein Ton ließ keinen Platz für Argumente und nach einer kurzen Ewigkeit schien Lucard klein bei zu geben.
Seufzend entließ er Harry aus der Umarmung und die schwere Robe glitt von den Schultern des Schwarzhaarigen. „Bitte, bitte. Konnte ich ahnen, dass Sie so… territorial sein würden, lieber Kollege?" An Harry gewandt fügte er hinzu: „Wir sehen uns dann demnächst, Harry. Gute Besserung."
Einen Moment lang stand er unschlüssig da, als wenn er etwas tun wollte, sich aber nicht traute. Dann nickte er noch einmal zum Abschied mit dem Kopf und ging gemächlich von dannen.
„Widerlicher Fatzke… Tu mir den Gefallen und geh ihm aus den Weg, Harry." Severus grummelte diese Worte und griff gleichzeitig nach Harrys Hand. Diese ließ er auch nicht wieder los, als sie schon weit weg von der Apotheke und Lucard nirgends mehr in Sicht war.
Der restliche Weg wurde stillschweigend zurück gelegt und als Severus kurz vor den Toren Hogwarts dann doch seine Hand los lies, konnte Harry ein kurzes Gefühl der Enttäuschung nicht unterdrücken.
A/N:
(1) Ich mache Hogsmeade zu einer etwas größeren Ortschaft. Vom Buch her hat man zwar den Eindruck von ca. 2000 Einwohnern maximal, aber nehmen wir einfach an, es gäbe mindestens 20.000 von ihnen (ich würde sogar noch weiter gehen und 35.000 sagen). Mit dieser Größe kommt auch eine gewisse Vielfalt von Geschäften.
(2) Jeder, der mir sagen kann, wer ‚Chris Shanton' und ‚Jimmy' sind, kriegt einen Keks geschenkt
(3) Knockturn High – Hey, nicht jeder wird sich Hogwarts leisten können, da muss es noch andere Schulen geben. Auch „Ghetto" Schulen, wie ich mir Knockturn High vorstelle g
