Titel: …and then rain starts falling…
Autor: KimRay
Kategorie: action/adventure
Unterkategorie: Drama
Inhalt: Der Krieg ist vorbei. Harry ist Auror und Todesserjäger und sein nächstes Ziel heißt Draco Malfoy.
Und wie immer: SLASH
DISCLAIMER: Alle urheberrechtlich geschützten Figuren in dieser Story gehören natürlich den jeweiligen Eigentümern. Ich habe sie mir nur ausgeliehen. Einzig die Idee und neue Charaktere sind komplett von mir.
ACHTUNG: KEIN BETA!!
Kapitel 21
Herzenssache
Harry hatte keine Taktik. Elea und er wussten sehr genau, dass dies hier mit hoher Wahrscheinlichkeit ihr letzter Kampf werden würde. Er war nicht in der Form, allein ein ganzes Kommando Marodeure zu bekämpfen. Harry wusste zwar, dass sie davon ausgehen konnten relativ schnell Hilfe aus England zu bekommen, denn er bezweifelte nicht, das Mione ihre Leute hier heraus und auch wieder herein bringen konnte, doch er war nicht sicher, ob sie schnell genug sein würde. Er ging davon aus, dass Lucius diesmal zumindest eines seiner Ziele erreichen würde, doch tief in sich drin wusste er, dass es ihm genügen würde, wenn Draco und Vivien es schafften. Er lebte eh schon viel zu lange mit geborgter Zeit. Das einzige, was ihm wirklich wehtat, war der Fakt, das er Elea mit sich nehmen würde. Sie hatte den Tod nicht verdient, egal, was sie selber darüber dachte.
Hör auf dir den Kopf über den Tod zu zerbrechen, schallte es da jedoch auch schon in seinem Kopf. Er brachte ein mentales Grinsen zustande.
Ich weiß, dass du die letzte sein wirst, die aufgibt, Süße.
Worauf du dich verlassen kannst.
Sie waren dabei, die Lage zu sondieren. Harry machte sich nicht viel Hoffnung, das Lucius ihm auch nur die geringste Chance lassen würde. Sie waren einander zu oft in die Quere gekommen und der verdammte Todesser wusste genau, was er in einem Kampf gegen ihn nicht tun durfte – seine Leute zerstreuen. Einzelne konnte Harry zu schnell und zu unbemerkt erledigen, eine Gruppe wurde zum Problem, denn er musste sich zeigen und wurde damit angreifbar.
Sie haben das Gebäude vollkommen abgeriegelt.
Wie zum Teufel machen sie das? Wir sind Wasser. Wasser lässt sich nicht so einfach aufhalten.
Ich weiß, aber ich denke ich habe eine Ahnung, was sie tun. Es ist uralte Magie, aus den Anfängen der Zeit. Magie, mit der Druiden durch Opfer und Amulette die Elemente beschwören konnten. Und ich denke es ist zum Teil der Fakt, das wir nicht Inuran Lar sind.
Mit anderen Worten Lucius bannt mich.
Vermutlich. Harry verschloss sein Bewusstsein. Irgendwo musste die ganze Sache ja einen Haken gehabt haben. Im Grunde konnten sie bloß froh sein, das Lucius so lange gebraucht hatte, dahinter zu kommen. Er mochte ein magisches Mischwesen sein, doch ein Teil von ihm war Mensch und es war nur logisch, dass ein Zauberer in der Lage war diesen menschlichen Teil zu beeinflussen.
Du sollst aufhören, dir schon wieder über mich den Kopf zu zerbrechen, bekam er zu hören und der Schauer, den Lea ihm über den Rücken scheuchte war mehr als nur kalt. Es war meine Entscheidung, Harry, von Anfang an.
Etwas, was ich nie verstanden haben. Harry hätte nicht mit einer Antwort gerechnet, doch offenbar empfand Elea ähnlich wie er – der Ausgang dieser Geschichte war alles andere als sicher – und wollte ihn wissen lassen, wie es zu ihrer Verbindung gekommen war.
Ich hab euch gesehen. Dich und Draco. Das ließ Harry regelrecht inne halten. Er wusste, das Eleas Clan im Hogwartssee lebte, doch sie hatte ihm nie erklärt, warum sie beschlossen hatte, ihm das Leben zu retten, als er nach diesem letzten Kampf dabei war im See zu sterben. Ich habe niemals Menschen gesehen, die mehr überwunden haben…vor allem du. Du hast ihn gehasst…und er hat dich gehasst…und dann habt ihr einander so sehr geliebt. So sehr, dass du alles aufgeben wolltest, dass du ihn beschützen wolltest.
Ich habe das nie vergessen, Harry. In gewissem Sinne sind alle denkenden Wesen gleich. Sie haben Gefühle, Träume, Hoffnungen. Du und Draco, ihr habt mir ein so tiefes Gefühl von Hoffnung gegeben. Schon damals hab ich mir gewünscht, euch etwas Gutes tun zu können.
Du warst der Regen. Elea brachte ihm den Regen, wenn er ihn brauchte um sich zu verbergen und in dieser Nacht, als er sich in Hogwarts von Draco verabschiedet hatte, hatte es geregnet. Ihr leises Lachen war ihm Antwort genug. Aber das erklärt trotzdem nicht, warum…
Eleas Ton in seinen Gedanken war ernst, als sie weiter sinnierte:
In dieser Nacht, als dieser letzte Kampf vor Hogwarts stattfand, hat es niemanden in unserm Volk interessiert, was draußen vor sich ging. Es war euer Krieg. Wir Elfen hatten damit nichts zu tun. Und dann hab ich dich sterben spüren. Ich muss zugeben, ich hatte euch vergessen…aber als du im Wasser versunken bist, Harry, da hab ich dich wieder erkannt. Und gleichzeitig doch nicht, denn du warst nicht mehr derselbe. Du hast alles verloren, was dir wichtig war. Auch Draco. Das konnte ich nicht fassen und ich hab tiefer gegraben und gesucht. Ich hab all deine Gründe gefunden und all deine Höllen durchschritten. Du hattest in dieser Nacht das Recht zu sterben, nach allem, was geschehen ist…und ich wusste das…
Aber ich habe bis in deine tiefste Seele geschaut…dahin wohin niemand vordringen sollte und ich hab immer noch Draco gefunden. Nach allem, was geschehen war wolltest du ihn immer noch lieben.
Harry hatte inne gehalten. Er stand mitten in einem breiten Gang, der ihn an seinem Ende zu den Todessern führen würde, doch dass bedeutete im Augenblick nichts. Das einzige, was zählte, waren Eleas Worte in seinem Geiste. Er hatte immer befürchtet, dass genau das der Fall war, dass er es einfach nie geschafft hatte, diese Liebe aufzugeben, egal, was er sich eingeredet hatte.
Du hast ihn so sehr geliebt…dass du in der Tiefe deines Herzens niemals zweifeln wolltest, Harry…und ich musste einfach wissen, ob du Recht haben könntest…Du hattest Recht.
Was wenn ich nicht recht gehabt hätte? Wieder war Eleas Lachen zu hören. Es streichelte seine Seele, wärmte ihn und vermittelte ihm einen Hauch von Glück. Sie hatte für diesen Glauben ihre Ewigkeit aufgegeben, für ein winziges Stück scheinbar aussichtsloser Hoffnung.
Dann würden wir heute losziehen und einen eiskalten Bastard töten, Harry. Ich hätte dir mit Freuden dabei geholfen, denn er hätte mich damit genauso enttäuscht, wie dich. Und das ist es Wert dafür zu sterben.
Deine Moralvorstellungen werde ich nie verstehen, Lea.
Ich weiß. Für mich gibt es nur richtig oder falsch, gut oder böse, Licht oder Schatten. Aber du hast mir gezeigt, das Grau existiert. Niemand von meinem Volk weiß das. Diesmal war es Harry, der leise lachte.
Willst du mir damit sagen, dass ich das Paradebeispiel für Grau bin?
Nein Harry. Du bist Licht. Soviel Hoffnung und Glaube, wie du trotz allem, was dir zugestoßen ist besitzt, macht dich zu Licht. Meinem Licht.
Lass uns losziehen, deinen Traum zu erfüllen…und diesen Krieg endgültig beenden…und lass uns das überleben…damit all das nicht umsonst war.
Sie konnten Stimmen hören. Viele Stimmen, eine Gruppe. Harry wusste schon seit einer Weile, dass sie sich in einem der Säle verschanzt hatten. Er konnte Eleas Hoffnung nicht teilen, doch er war dankbar, dass sie ihm endlich gesagt hatte, was sie dazu motiviert hatte, ihm das Leben zu retten.
Er wusste, dass sich dieser winzige Splitter Hoffnung, den sie damals bei ihm gefunden hatte, wirklich erfüllt hatte. Es war nicht Draco gewesen, der all diese Grausamkeiten begangen hatte. Er hatte kein Monster geliebt. Das war mehr, als er jemals erwartet hatte.
Doch Draco wieder zu sehen hatte ihm gleichzeitig etwas anderes klar gemacht. Etwas, was er schon damals bei ihrem Abschied in Hogwarts gespürt hatte und was ihm vor wenigen Tagen, in der ersten Nacht, die sie hier festgesessen hatten, endgültig zweifelsfrei klar geworden war.
Der Schmerz darüber schnürte ihm die Kehle zu und er wusste, dass Elea es spüren konnte, doch wieder einmal verbarg er vor ihr, was ihn so sehr verletzte. Es war vorbei und es war zu spät. Und Harry hatte nicht die Absicht, hier zu überleben. Er wusste, dass sie das akzeptieren konnte. Spätestens dann, wenn er ihr endlich die ganze Wahrheit sagte.
tbc
R&R please!
