Ersteinmal tut es mir furchtbar leid, dass ich so wenig an der Übersetzung der Story arbeite und ihr somit immer so lange warten müsst, bis ihr endlich weiterlesen könnt.
Eigentlich dachte ich mir ich könnte kurz Kapitel 21 übersetzen und online stellen. Jedoch ist das Kapitel soooo lang, dass ich es unmöglich so kurzfristig schaffe. Daher stelle ich es einfach in Teilen online.
Ich hoffe ihr habt dennoch weiterhin Interesse an der Geschichte, den amynolle hat hier wirklich eine wunderbare FF geschrieben.
LG und danke für eure Geduld
Miss Shirley-Blythe
Kapitel 21 Come What May
Seitdem er Hermine am Vormittag im Krankenhaus zurück gelassen hatte, bewegte Harry sich mit nur einer Geschwindigkeit – schnell. Er konnte seine Freude, darüber, dass Hermine zugesagt hatte, seine Frau zu werden im Augenblick nicht wirklich genießen, da er vor der monumentalen Aufgabe stand eine Hochzeit in nur wenigen Stunden zu planen. Während Ginny, Billie und Kit Hermine halfen fertig zu werden, halfen Sirius, Ron und Molly ihm bei den wichtigen Details. Molly hatte angeboten sich um das ganze Essen zu kümmern und versprochen eine Hochzeitstorte zu zaubern die alle Hochzeitstorten übertreffen würde. Harry hatte ihr gesagt, sie sollte nicht übertreiben, doch sie hatte ihm nur lächelnd zu gezwinkert.
Er konnte es kaum glauben, dass er am Ende des Tages ein Ehemann sein würde. Noch bedeutender war, dass er Hermines Ehemann sein würde und sie seine Frau. Das alles schien Harry Erwachsen gemacht zu haben. Gewiß er und Hermine hatten sich damals in der Nacht in Hogwarts vor wenigen Jahren ihr Versprechen gegeben, aber das schien damals nicht wirklich real zu sein. Diesmal würde es eine wirkliche Hochzeit mit Ringen, Hochzeitskleid, Torte und offizieller Zeremonie sein. Den ganzen Morgen war er mit Hilfe von Ron und Sirius umher geeilt um eine Lizens beim Standesbeamten einzuholen und seinen besten Anzug von der Reinigung abzuholen. Er hatte Ron und Sirius gebeten seine Trauzeugen zu sein. Er wusste nicht, was Hermine ihrerseits für die Hochzeitsfeier plante.
Er war gerade damit fertig die Vorbereitungen mit einem Floristen in der Winkelgasse zu besprechen, als ihm plötzlich einfiel, dass er ein sehr wichtiges Detail vergessen hatte. Als er daran dachte, würde ich ein wenig übel. Es würde nicht leicht sein und er hatte keine Ahnung wie sie reagieren würden. Doch sie mussten ein Teil davon sein. Es musste sein. Mit einem schwerzen Herzen machte er sich auf den Weg in die Stadtmitte von London zu dem Hotel, in dem die Grangers untergebracht waren.
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Harry holte tief Luft, bevor er an die Tür klopfte. Es war Karen, die öffnete.
„Harry?" Karen war überrascht ihn zu sehen. "Was machtst du hier?"
„Ich muss mit ihnen und Dr. Granger reden", sagte er und wich ihrem neugierigen Blick aus.
Als sie seinen ernsten Gesichtsausdruck sah, spürte Karen einen plötzlichen Anflug von Panik.
„Ist alles in Ordnung? Hermine ist Ordnung nicht wahr?"
„Ja" , sagte Harry schnell. „Ihr geht es gut. Ehrlich, kein Grund sich zu sorgen. Doch sie ist der Grund, warum ich hier bin und warum ich mit ihnen reden muss."
Karen atmete erleichtert auf. „Natürlich", sagte sie und lächelte ihn an. „Komm rein. Wir wollten zurück ins Krankenhaus, sobald Robert seine Mailbox abgehört hat."
Als er die großzügige Hotel Suite betrat, sah Harry, dass Dr. Granger auf dem Sofa saß und gerade sein Handy ausschaltete.
„Harry?" Überrascht sah Robert auf. "Was machst du hier?"
„Er will mit uns über Hermine reden", antwortete Karen und nahm neben ihrem Ehemann platz.
„Ist alles in Ordnung", fragte Robert düster.
„Alles ist gut. Ich wollte nur über etwas mit ihnen reden", antwortete er zögerlich.
Karen und Robert wechselten einen Blick und Karen bedeutete Harry sich zu setzen. Er setzte sich direkt gegenüber der Grangers auf die Kante eines großen Betts.
„Ich weiß wir drei waren nie auf gleicher Augenhöhe, was Hermine betrifft", begann Harry nachdem er tief Luft geholt hatte. „Doch ich denke dass wir alle im Herzen die gleichen Interessen haben. Wir alle lieben sie sehr und wollen, dass sie sicher und glücklich ist. Ich weiß, dass sie nie geglaubt haben, dass ich die richtige Person bin, um ihre diese Art von Leben zu schenken. Um die Wahrheit zu sagen, habe ich das auch nie geglaubt. Wieder und wieder habe ich versucht sie fort zu stoßen, doch sie hat nie darauf gehört. Sie wissen, wie stur sie sein kann."
Karen und Robert lachten bei dieser Bemerkung.
„Ich liebe ihre Tochter von ganzem Herzen", sagte Harry ernst. „Als ich sie vor vier Jahren verlor, verlor ich alles. Doch jetzt haben wir sie durch ein Wunder zurück bekommen. Wir wussten bereits vor vier Jahren, dass wir zusammen gehören und keiner von uns will noch mehr Zeit verschwenden."
Harry blickte die beiden ernst an, bevor er die Bombe platzen ließ.
„Heute Morgen hab ich sie gefragt, ob sie mich heiraten will und zu meiner großen Erleichterung und Freude, hat sie ja gesagt."
Harry beobachtete die beiden, wie sie seine Neuigkeiten aufnahmen. Karen legte zitternd ihre Hand über ihren Mund und nahm sie dann rasch wieder fort. Zu Harrys Erleichterung, sah er wie ein Lächeln ihre Lippen umspielte. Robert wieder rum, war unlesbar. Sein Gesicht war versteinert. Harry, der gegen den dunkelsten Zauberer der Welt gekämpft hatte, saß verschüchtert diesem Muggel gegenüber. Weder er noch Hermine brauchten seinen Segen, doch er wusste, wenn Hermine Morgen früh ihre Erinnerungen zurück erhalten sollte, würde die Tatsache, dass ihr Vater seinen Segen zur Hochzeit gegeben hatte, viel bedeuten. Im Geiste korrigierte Harry sich – nicht sollte, würde. Er musste daran glauben, dass dieser Zaubertrank funktioniert.
„Ihr werdet heiraten?", fragte Karen schließlich. „Wann?"
„Heute Abend in der Kapelle des St. Mungos", sagte Harry. „Wir wollen es tun, bevor sie Morgen früh diesen Zaubertrank nimmt."
„So bald?", sagte Karen.
"Unter den Umständen, muss es sein", sagte Harry. „Sie ist gerade in ihrem Krankenzimmer und wird von Ginny, Kit und Billie mit dem ganzen Brautsachen ausgestattet."
Karen machte ein langes Gesicht.
"Ich weiß es ware ihr lieb, wenn sie dort wären und ihr helfen würden", sagte Harry.
„Wirklich?", fragte Karen hoffnungsvoll. „Ich wäre nicht im Weg? Ich meine sie..."
„Sie sind trotz allem die Mutter der Braut", sagte Harry mit einem Lächeln. „Sie braucht sie jetzt."
Karen nickte.
"Haben wir also ihren Segen?", fragte Harry. Nervös sah er die beiden an.
Karen sah zu ihrem Ehemann, der immer noch still mit einem unlesbaren Gesichtsausdruck da saß. Immer noch hielt er sein Handy fest. Er wirkte verstört.
"Robert", fragte Karen und legte ihre Hand auf seine Schulter.
Robert widmete seine Aufmerksamkeit seiner Frau.
„Gib Harry deinen Segen", sagte sie ihre Stimme hatte einen bittenden Ton.
„Ich weiß nicht, ob ich das kann", keuchte er.
Harrys lächeln schwand.
„Man hört nicht jeden Tag, dass die eigene Tochter heiratet", sagte Robert. „Verdammt, vor vier Tagen dachte ich noch meine Tochter sei tot. Dann entdeckte ich, dass sie noch lebt und das sie keinerlei Erinnerungen an irgendjemanden hat. Jetzt kommst du her und erzählst mir, dass du beabsichtigst, sie am Abend bevor sie einen Zaubertrank nimmt - der entweder ihre Erinnerung zurück bringt oder sie für den Rest ihres Lebens dahin vegetieren lässt - sie zu heiraten. Verzeih mir aber ich weiß nicht, wie ich darauf reagieren soll."
„Robert", sagte Karen. „Bitte, ich dachte wir wären uns einig Hermine in ihren Entscheidungen zu unterstützen, ganz gleich ob wir damit einverstanden sind oder sie verstehen? Das hast du heute Morgen gesagt, richtig?"
„Ich weiß, was ich gesagt habe", antwortete Robert wütend. „Ich will nur..."
„Sie wollen was?", fragte Harry. „Ich will nicht unhöflich sein, doch manchmal habe ich das Gefühl ich gehe bei ihnen zwei Schritte vor und zwei Schritte zurück, Dr. Granger. Glauben sich nicht, dass ich mich schuldig fühle, bei dem was mit Hermine passiert ist? Darüber was mit ihr geschehen ist? Wenn ich irgendwas davon ändern könnte, würde ich es tun, aber ich kann es nicht. Wir lieben uns. Wir haben wieder zueinander zurück gefunden, obwohl die sovieles gegen uns war. Jetzt, heute Abend um 19 Uhr, werde ich ihre Tochter heiraten. Ich brauche ihren Segen nicht, wir brauchen ihn beide nicht, wir sind erwachsen. Wir hätten sie liebend gerne dabei. Sie brauchte ihre Unterstützung und es würde ihr so viel bedeuten, wenn sie heute Abend da wären. Bitte. Können wir unsere Zwistigkeiten nicht für einen Abend beiseite legen? Hassen sich mich soviel sie wollen, Dr. Granger. Doch bestrafen sie Hermine nicht dafür. Das hat sie nicht verdient."
Robert stand vom Sofa auf und lief zum Fenster. Karen sah ihm ungläubig nach.
„Harry", sagte Karen nach wenigen Minuten des Schweigens. „Würdest du mich mit zum Krankenhaus nehmen?"
„Natürlich", antwortete Harry. „Sind sie bereit?"
„Ja", sagte Karen. „Robert wirst du heute Abend kommen?"
Er antwortete seiner Frau nicht. Er stand weiter am Fenster und starrte hinaus.
„Robert, bitte", sagte Karen in einem letzten Versuch zu ihrem Mann. „Tu das nicht. Du wirst es bereuen. Bitte."
„Du gehst besser", sagte Robert kalt.
Karen warf ihrem Mann einen letzten beleidigten Gesichtsausdruck zu ehe sie Harry aus dem Hotelzimmer folgte. Nachdem sie gegangen waren, brach Robert in Tränen aus.
