Da Thorin und ich uns verpasst haben, gibt es das Kapitel leider erst jetzt. -.- Tut mich sorry.

Und weiter geht's, aber vorher danke für die Reviews an:

Hermine Potter, Maja-chan (mwa! Noch mal Glück gehabt, wa?), jasdarling (tja, irgendwo muss ein Kapitel schließlich enden, nech?), sophie (James ist schon bemitleidenswert... °seufz°), Ac. Potterfan (wenn du das hier liest, kann ich ja davon ausgehen, dass du noch lebst, hm? °grins°), I-Marrychan-I (da haben wir was gemeinsam. Weil die Jungs nicht weiter übersetzt haben, hab ich die FF auch schon ein paar Mal gelesen. °seufz° Man sieht ja, was aus meiner Ungeduld geworden ist...), goca (auch ein blinder Filch findet mal eine Katze...), Conny, Jolinar89 (ich kann dagegen das Frustputzen gar nicht nachvollziehen. Wenn ich mal freiwillig putze, bin ich geistig nicht ganz auf der Höhe °rofl°), Thorin (du hältst dich zurück, Mister! °scowl°), nynphi, MondblumenTanz (och... Fehler darfst du als Finderlohn behalten :P) und RanMausi (hab extra noch mal nachgeschaut; Lily erstarrt wirklich, aber dein Gedanke ist gar nicht mal so falsch...)

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Kapitel 21 - Von Streit, Verletzungen und Versöhnungen

"L-Lily", stotterte James, seine haselnussbraunen Augen weiteten sich. Er trug eine Jeans, einen dicken Pullover, Winterstiefel, seine Schuluniform und seinen dicksten Mantel. Ein anderer Mantel hing über seinem Arm.

„James", sagte sie und spürte den Zorn zurückkehren.

„Was machst du... wie bist du... was ist hier los?", stammelte er. Seine Haare waren ein einziges Durcheinander. Trotz der Kälte draußen glänzte ein schmaler Schweißstreifen auf seinem Gesicht. Seine Kleidung war schmutzig.

„Dir scheint es wieder besser zu gehen", meinte Lily und versuchte, ihre Stimme im Zaum zu halten. „Zumindest gut genug, um bei Nacht draußen herumzuschleichen."

James starrte sie an. Einen Moment lang sah es so aus, als überlege er, sie anzulügen und sich ein paar Ausreden einfallen zu lassen, wo er gewesen war, aber dann schien er es für besser zu halten, nichts dergleichen zu tun. Seine Schultern sackten ein.

„Es tut mir Leid, dass ich die Rundgänge nicht mit dir gemacht habe", murmelte er schuldbewusst.

Lily keuchte. Rundgänge! Dafür entschuldigt er sich? Nicht für das Lügen, für das Halten von Geheimnissen mir gegenüber, dafür, mich vor Sorge fast verrückt werden zu lassen, aber für verpasste Rundgänge?

Sie atmete tief durch. Ihr blieb nichts anderes übrig, als ihn damit zu konfrontieren, was sie wusste. Mit allem, was sie wusste.

„Ich weiß alles", sagte sie energisch. „Alles, James. Ich weiß über Remus Bescheid. Ich weiß, dass er ein Werwolf ist. Ich weiß, dass du ein Animagus bist. Ich weiß, dass ihr vier einmal im Monat zur Heulenden Hütte geht, um euch zu verstecken und auf Remus' Verwandlung zu warten. Ich weiß, wo du heute Nacht warst. Was ich nicht weiß, was ich nicht verstehe, ist, warum du mich angelogen hast."

James seufzte und seine Schultern sackten noch ein wenig mehr ein. „Lily, hör zu-"

„Nein, du hörst zu", sagte Lily und hasste sich für ihr Zittern in der Stimme. „Wir sind jetzt seit fast vier Monaten zusammen, James. Du weißt gar nicht, dass ich mit dir mehr als nur ein paar Regeln gebrochen habe. Ich habe dir jeden Grund gegeben, mir zu vertrauen, aber das tatest du nicht. Doch das ist nicht das Schlimmste. Ich kann gut nachvollziehen, warum du nicht willst, dass die Leute über Remus und das alles Bescheid wissen. Was mich wirklich... aufregt, ist, dass du, und dafür danke ich dir, denkst, ich wäre so dumm und würde es nicht herausfinden."

James starrte sie an und Lily war immens zufrieden, dass er etwas eingeschüchtert dreinblickte.

„Du hast es herausgefunden?", fragte James.

Diese Frage hatte sie nicht erwartet. Knien, betteln und Entschuldigungen, das war, was sie erwartet hatte. Keine Frage, nicht diese Frage. Sie blinzelte und schüttelte den Kopf. Natürlich hatte sie es nicht wirklich herausgefunden. Sie hätte es vielleicht getan - immerhin war sie schlau genug - aber eigentlich war Clarissa diejenige gewesen, die ihr alles erzählt hatte. Konnte sie das zugeben? Würde sie ihre beste Freundin damit nicht verraten?

Heuchlerin, dachte sie. Erst jammerst du ihm die Ohren voll, dass er dich angelogen hat und dann denkst du selbst darüber nach, ihn anzulügen.

„Nein", stellte sie klar und hob ihr Kinn an. „Clarissa hat es mir erzählt."

James stöhnte und rollte mit den Augen. „Großartig. Wirklich großartig."

"Oh, um Himmels Willen, James, ich werde es schon niemandem erzählen", empörte sich Lily. „Ich weiß es schon seit Wochen, okay? Und ich habe niemandem ein Wort gesagt."

"Du wusstest es?", hakte James nach und setzte einen beleidigten Gesichtsausdruck auf. „Warum zur Hölle hast du dann nichts gesagt?"

„Weil ich gehofft hatte, du würdest es mir von dir aus erzählen", verteidigte sich Lily.

„Okay, tut mir Leid, dass ich es dir nicht erzählt habe", sagte James, sein Temperament stieg mit seiner Stimme an. „Zu deiner Information: Ich habe es dir nicht erzählt, weil es dich a) nichts angeht, was mit Remus los ist und ich dich b) beschützen wollte, kapiert?"

„Es geht mich verdammt noch mal sehr wohl etwas an, wenn sich mein Freund einmal im Monat mit einem Werwolf in einer verfluchten Hütte trifft!", konterte sie. „Oder hast du vergessen, dass Werwölfe gefährlich sind?"

„Ich weiß, dass sie gefährlich sind!", schleuderte er zurück und warf den silbernen Umhang, der eben noch über seinem Arm gehangen hatte, aufs Bett. „Ich hänge seit meinem ersten Schultag mit einem herum. Rede nicht über Remus, als wäre er ein abscheuliches Monster. Und wage es nicht, mich über die Gefahren, meine Zeit mit einem Werwolf zu verbringen, zu belehren. Du weißt es nicht. Du hast keine Ahnung, wie es ist! Also danke ich dir dafür, Miss Oberschlau, dass du deinen verdammten Finger nicht auf mich gerichtet hast und über Dinge spricht, von denen du nichts verstehst."

Im einen Moment sprudelten die Worte aus seinem Mund, im nächsten bereute er sich bereits. Aber es war zu spät; sie drangen zu Lily hindurch wie durch ein dickes Blatt und sie entfernte sich von ihm, fühlte Tränen in ihren Augen brennen. Sie stellte fest, dass das, was sie am meisten verletzte, war, dass er sie Miss Oberschlau genannt hatte.

„Lily, oh... Gott", krächzte er und trat vorsichtig auf sie zu.

Sie schüttelte ihren Kopf, Tränen rannen über ihre Wangen und sie wich wieder vor ihm zurück.

„Es tut mir Leid, Lily", sagte James verzweifelt und hob entschuldigend seine Hände. „Bitte. Ich habe es nicht so gemeint, das schwöre ich."

"James", wisperte sie und begann, leise zu weinen. Das war das Letzte gewesen, was sie tun wollte. Sie hasste sich. Sie hasste ihn. Sie sank gegen die Wand neben dem Schreibtisch.

"Lily, nicht", bat James und schloss die Distanz zwischen ihnen. „Es tut mir Leid, Schatz. Bitte... weine nicht. Bitte. Es tut mir so Leid."

Er zog sie an sich und legte die Arme um sie. Sie wollte ihn von sich schieben. Sie sollte ihn von sich schieben. Sie sollte ihm eine schmieren, anschließend den Raum verlassen und nie wieder mit ihm sprechen. Wie konnte er es wagen, so mit ihr zu reden?

Aber sie konnte es nicht. Sie konnte sich nicht bewegen. Er hielt sie fest und wisperte Entschuldigungen über Entschuldigungen in ihr Ohr und alles, woran sie denken konnte, war, wie schön es sich anfühlte, in seinen Armen zu liegen und wie wundervoll er roch.

Du bist ein Dummkopf, Evans.

Ich bin in ihn verliebt.

„James", sagte sie, legte ihre Arme um seine Hüfte und umarmte ihn fest.

Er zuckte zusammen und bewegte sich von ihr weg, als ob sie ihm wehgetan hatte.

„James, was ist los?", fragte sie, trat zurück und wischte sich über die Augen.

„Nichts", sagte er schnell. „Vergiss es."

Sie griff erneut nach ihm, legte eine Hand auf seinen Rücken, auf die richtige Seite. Er stöhnte und entfernte sich von ihr.

„Du bist verletzt", sagte sie entsetzt.

„Es ist nichts, okay?", zischte James verteidigend. „Nur ein Kratzer."

„Lass mich sehen", sagte Lily bestimmt, ihre Tränen waren vergessen, ihre Stimme ruhig.

„Lily-"

„Lass mich sehen", wiederholte sie in einem Ton, der keinen Widerspruch duldete. Vielleicht gehorchte er nur, weil er verletzende Dinge gesagt hatte, aber er biss sich auf die Lippen und zog sich langsam seinen Umhang, seine Uniform und seinen marineblauen Pullover aus.

Lily keuchte, als der Pullover über seinen Kopf gezogen wurde. Das weiße T-Shirt, das er drunter trug, war auf einer Seite blutgetränkt. Er zog es aus, brummte vor Schmerz, als er das Material von einer klaffenden Wunde entfernte. Die Wunde begann erneut zu bluten.

„Oh mein Gott", wisperte sie geschockt. „James, was ist passiert?"

„Remus", sagte James mit hochrotem Gesicht. „Er... er meint es nicht so, Lil. Er kann es nicht kontrollieren. Und... und das ist nichts. Ehrlich. Halb so schlimm, das schwöre ich. Mit mir, Sirius und Peter sind wir alle in Tiere verwandelt, Remus kann nicht-"

„Das ist nicht 'nichts'", sagte Lily. „Das ist... oh Gott, James. Ich weiß, er ist dein Freund, aber-"

„Genau, er ist mein Freund", sagte James angespannt; er versuchte, nicht schon wieder die Beherrschung zu verlieren. „Er würde dasselbe für mich tun, verstehst du?"

Lily wollte etwas sagen, schloss ihren Mund aber wieder und nickte.

„Ich mag das nicht", sagte sie schließlich.

„Ich weiß", erwiderte er steif.

„Ich war nur... besorgt, das ist alles", nuschelte Lily.

Das besänftigte James. Er lächelte sie verlegen an. "Ach ja?"

"Ja", beteuerte Lily.

Er sah sie mit einem kleinen Lächeln an. „Irgendwie ist das schön. Ein Mädchen zu haben, das sich um einen sorgt."

"Nun", sagte Lily ehern, „das magst du vielleicht schön finden, ich aber keineswegs. Und jetzt lass dich von Madam Pomfrey durchchecken."

„Nein", sagte James plötzlich. „Kommt überhaupt nicht in Frage. Sieh mal, ich wasche es nur ab und alles ist gut."

„James, das ist kein durch ein verursachter Pergament Schnitt", rief Lily etwas außer sich. Warum zur Hölle war er nur so verflucht stur?

„Lil, bitte", bat James. „Ich kann nicht zu Pomfrey gehen, okay? Ich meine, sie weiß über Remus Bescheid, aber nicht über den Rest von uns. Selbst Dumbledore weiß es nicht. Und sie sollen es auch nicht wissen. Lass... lass es mich einfach abwaschen und-"

„Einen Scheiß wirst du", sagte Lily und bemerkte ihre ordinäre Ausdrucksweise nicht. „James, ein bisschen Seife und Wasser sind nicht genug."

„Gut, wenn du in deinem Zimmer heilende Tränke hast, kannst du mir ja welche leihen", trotzte James, als die Wunde Blut auf den Teppich tropfen ließ.

Lily stöhnte wütend auf. „So was habe ich nicht in meinem Zimmer. Verdammt. Männer. Warum bist du nur so unglaublich stur?"

James biss sich auf seine Lippe; er sah aus, als versuchte er, nicht zu lächeln. Plötzlich spürte auch Lily den Drang zu lächeln, aber dann drifteten ihre Augen zu den feinen Linien auf seiner Brust, der glatten Haut und den straffen Muskeln seiner Arme ab.

Evans, du Flittchen! Du gaffst diesen halbnackten Jungen ab, während er den ganzen Teppich vollblutet.

Lily schüttelte ihren Kopf. „Fein" sagte sie. "Wenn du nicht in den Krankenflügel gehst, muss ich eben alles Nötige hierher bringen."

„Warte mal", feixte James. „Willst du mir sagen, du wirst in den Krankenflügel einbrechen und Medizin stehlen?"

Lily errötete. "Na ja, das muss ich wohl, wenn du zu stur bist, um dich von einem richtigen Heiler behandeln zu lassen."

James lachte, dann zuckte er wieder zusammen. „Wow, Evans. Ich bin einschlechter Umgang für dich." Er lächelte dieses träge sexy Lächeln, das Lilys Knie immer in Pudding verwandelte.

„Oh, halt die Klappe", murrte sie ungeduldig. „Warte hier auf mich, okay? Und versuch, nicht zu verbluten, bis ich wieder da bin."

Sie schritt zur Türe und versuchte, ihre Gedanken bei James' Verletzungen zu behalten, anstatt an seinen viel verführerischeren Körper zu denken, als sie eine Hand auf ihrer Schulter spürte.

„Nimm das hier", sagte er und reichte ihr den silbernen Umhang, den er vorher getragen hatte. „Zieh ihn an. Damit ist es einfacher herumzuschleichen."

Mit einem fragenden Blick nahm sie den Umhang an sich und warf ihn sich über. Als sie an sich herunterblickte verstand sie, was so besonders an diesem Mantel war.

„Oh", quiekte sie, ihre Beine, Hüften, Arme und Brust waren verschwunden.

„Beeindruckend, was?", erkundigte sich James.

„Woher hast du-", setzte sie an, unterbrach sich dann aber. „Ist schon gut, ich will es gar nicht wissen. Nur... warte hier. Ich bin gleich wieder da."

Sie zog die Kapuze des Umhangs über seinen Kopf und griff nach der Türklinke; es dauerte einen Moment, bis sie ihn wirklich zu fassen bekam, da sie ihre Hand unter dem Umhang, der ihr viel zu groß war, nicht sehen konnte.

Als sie den Korridor zum Krankenflügel einschlug, spürte sie ein prickelndes Gefühl ihre Wirbelsäule hinablaufen.

Du stielst Medizin für Potter, Evans? Oh, du bist ja so verdorben.

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Ende Kapitel 21

Jap, jap, jap. -nick- Das war Kapitel 21 auch schon.

Review? -Dackelblick-

i. A. von Thorin, Balin und Durin

DiamondOfOcean