A Hogwarts Affair

So, hier ist das nächste Kapitel. Leider etwas kürzer, aber dafür schneller als das letzte mal. Reviews nicht vergessen!

Ein Streit kommt selten allein

"Was ist mit den Abenden die ihr zusammen im Gemeinschaftsraum verbracht habt, oder am See? Und denkst du ich weiß nicht, dass ihr gestern Abend zusammen in Hogsmeade wart?" Justin lies sich erschöpft auf sein Bett sinken und legte den Kopf in seine Hände. "Was läuft da zwischen euch, Lily?"

Lily starrte ihn einen Moment an, während es hinter ihrer Stirn arbeitete. Gute Frage, was lief da eigentlich zwischen ihr und James. Sie waren Freunde, so viel stand fest. Hatte er immer noch Gefühle für sie? Und wie sah es mit ihren Gefühlen aus? Darauf wusste sie beim besten Willen keine Antwort. "Es tut mir leid, Justin. Ich wollte dich nicht verletzten!" Sie setzte sich neben ihren Freund auf die Bettkante und legte ihren Kopf an seine Schulter. "Zwischen mir und James ist nichts, wirklich!", beteuerte sie hilflos. Er antwortete nicht, sondern atmete nur laut aus. "Wir sind Freunde, mehr nicht!" Er hob den Kopf und blickte sie an. "Schwörst du?" Lily lächelte ein bisschen und hob die Hand. "Ich schwöre es!" Aber irgendwie wurde sie das Gefühl nicht los, gerade gelogen zu haben.

"Süße, beruhig dich. Er wird ihr schon nicht den Hals umdrehen" Cam warf ihrem Freund einen genervten Blick zu und biss weiter auf ihrer Lippe rum. "Gleich blutest du", kommentierte er das ganze trocken und setzte sich neben sie aufs Sofa. James hatte gegenüber in einem Sessel Platz genommen. "Was hat er denn? Zwischen uns ist doch nichts gelaufen!", regte er sich gerade auf. "Prongs, du bist mein bester Freund, das weißt du, aber ich wäre auch eifersüchtig wenn es um Cam gehen würde. Ihr beiden hängt jeden Tag aufeinander und dass du immer noch hinter ihr her bist ist auch kein Geheimnis!" James antwortete nicht. Was hätte er auch tun sollen? Seinen besten Freund belügen? Sirius grinste triumphierend. Er hatte mal wieder voll ins schwarze getroffen.

"Cam, wenn du Sirius küsst, denkst du dann ab und zu an jemand anderen?", fragte Lily als sie später am Abend mit Cam im Gemeinschaftsraum saß. Ihre Freundin schüttelte vehement den Kopf. "Nein, nie. Wieso fragst du?" Lily zuckte nur abweisend mit den Schultern und starrte ins Feuer. "Aber als ich mit Amos zusammen war, da hatte ich oft jemand anderen im Sinn!", gestand Cam nach einer kurzen Pause. Lily blickte überrascht und fragend auf. "Sirius?" Cam nickte lächelnd. "Bei jeder Berührung von Amos hatte ich diese schwarzen Haare und die weichen Lippen vor Augen. Es hat mich ganz verrückt gemacht und schließlich auch dazu geführt, dass ich mit ihm Schluss gemacht habe!" Jetzt wurde Lily einiges klarer.

Die ganze Schule hatte sich gewundert als sich Cameron Bradford und Amos Diggory vor fast zwei Jahren getrennt hatten. Sie galten als das Traumpaar der Schule: beide schön, intelligent und reich. "Denkst du an James wenn du mit Justin zusammen bist?" Lily antwortete nicht, aber ihr bedächtiges Schweigen sagte mehr als tausend Worte. "Dann mach Schluss, Süße!", forderte Cam sie auf und hockte sich vor den Sessel ihrer Freundin. "Wenn du an James denkst, dann ist diese Beziehung doch wirklich nur eine Farce!" Lily starrte ungerührt ins Feuer. Erst nach einer Weile sprach sie wieder. "Ich kann nicht Schluss machen. Ich würde ihm das Herz brechen!"

"Nicht so sehr wie du James das Herz brichst und vor allem dir selbst. Du quälst dich doch nur." Lily schwieg wieder eine Weile und Cam war sich sicher, dass das Gespräch beendet war, als Lily sich räusperte. "Ich habe Angst, Cam!", gestand sie in einem Flüsterton. "Ich habe Angst davor mich mit James einzulassen!" Ihre Freundin lies sich auf der Lehne des Sessels nieder und legte einen Arm um ihre Schulter. "Manchmal muss man diese Angst ignorieren, Süße. Denkst du, dass ich keine Angst hatte mich mit Sirius Black einzulassen, dem größten Weiberheld der ganzen Schule? Und jetzt bin ich glücklicher als je zuvor. Ich kann mir gar nicht mehr vorstellen, dass ich einmal solche Angst hatte." Lily schüttelte den Kopf. "Ich kann diese Angst nicht ignorieren." - "Aber du kannst auch nicht mit Justin zusammen bleiben obwohl du ihn nicht liebst. Das hat er nicht verdient. Das hat niemand verdient!" Lily seufzte nur und erhob sich. "Ich werd drüber nachdenken!", versprach sie und stieg die Treppen zum Schlafsaal hoch.

Am nächsten Tag lief Alex nach Verteidigung gegen die dunklen Künste den Korridor im dritten Stock entlang, als sie schnelle Schritte hinter sich hörte. "Alex, warte mal!" Wenige Sekunden später kam David schlitternd neben ihr zum Stehen. Er wirkte ziemlich außer Atem und seine Wangen waren gerötet. "Ich hatte gehofft dich hier alleine zu treffen!", gestand er dann. Alex blickte ihn fragend an und er holte tief Luft. "Hast du Lust mit mir zum Ball zu kommen? Nur als Freunde natürlich. Ich dachte nur, da du noch keinen neuen Freund hast und ich auch keine Begleitung habe..." Er wirkte ziemlich unsicher und Alex wurde warm ums Herz. Einzelne blonde Strähnen fielen ihm ins Gesicht und seine Augen drückten eine solche Unsicherheit aus, dass sie ihn am liebsten in den Arm genommen hätte. "Klar, gerne!", hörte sie sich also antworten und ein Lächeln machte sich auf seinem Gesicht breit. "Super, ich hatte schon befürchtet du gibst mir einen Korb! Wir sehen uns!" Damit drehte er sich um und verschwand in die Richtung aus der er gekommen war. Und Alex kam nicht umhin, dass Lächeln zu bemerken, dass sich auf ihre Lippen stahl.

Ihre Freunde saßen vorm Feuer versammelt im Gemeinschaftsraum, als Alex pfeifend zu ihnen stiess. Cam saß mit Sirius auf dem großen Sofa, Remus im Schneidersitz auf dem Boden davor, Lily in einem Sessel direkt am Feuer und Peter und James, die Zauberschach spielten, vor ihr. "Was ist denn mit dir passiert?", fragte Cam skeptisch, die das Lächeln auf Alex' Gesicht als erstes bemerkte. "Nun ja, ich sag nur so viel: Ich hab ein Date für den Ball!" Damit bahnte sie sich einen Weg durch den überfüllten Raum und verschwand auf der Treppe. Remus, der die Blicke seiner Freunde förmlich spüren konnte, hielt seinen Kopf gesenkt und konzentrierte sich auf sein Buch. Allerdings konnte er sich nicht lange dahinter verstecken, da Sirius ihm eben jenes Buch aus der Hand schnappte. Mit einem genervten Seufzen hob er den Kopf und erwiderte den Blick seiner Freunde. "Was?" Sirius und Lily rollten mit den Augen und Cam schlug ihm spielerisch auf den Arm. "Jetzt sag mir bitte nicht das macht dir nichts aus!", forderte sie ihn auf.

"Das tut es aber wirklich nicht. Zu deiner - nein, eurer Information: Ich habe eine Freundin!" James schüttelte ungläubig den Kopf. "Du bist seit Ewigkeiten in sie verliebt. Das kann sich doch nicht innerhalb von einer Woche geändert haben!" Remus blickte ihn mit funkelnden Augen an. "Ach nein? Hast du uns nicht auch immer mit Lily in den Ohren gelegen und das soll jetzt auch plötzlich alles Vergangenheit sein? Du kannst sie vielleicht nicht so schnell vergessen, ich Alex schon!" Er erhob sich, schnappte sich sein Buch aus Sirius' Händen, verschwand aus dem Gemeinschaftsraum und lies seine Freunde in peinlichem Schweigen zurück. Lily und James starrten peinlich berührt auf den Boden, Cam hatte ihren Kopf in die Hände gelegt und Peter und Sirius guckten sich ziemlich hilflos an.

"Gut, ich hab noch einiges zu tun. Ähm, lernen... ihr wisst schon!" Damit stand James auf und verschwand nach einem letzten, flüchtigen Seitenblick auf Lily ebenfalls. "Lily, dass muss endlich ein Ende haben! Du musst mit James reden, egal was du für ihn empfindest. Ich seh nicht länger zu wie er wegen dir leidet!", polterte Sirius los, sobald James außer Hörweite war. Dann stand auch er auf, gab Cam einen Kuss auf die Stirn und verschwand. "Lily, du weißt, dass ich immer zu dir halte. Aber Sirius hat Recht. So kann es nicht weiter gehen. Das zerstört unsere ganze Freundschaft." Lily hob ihren Kopf und Cam konnte genau den Schmerz in ihren Augen sehen. Sie fühlte sich wahrscheinlich von ihr hintergangen. "Danke für deine Unterstützung!", zischte sie. Dann stapfte sie wütend an ihrer Freundin vorbei und stieg die Treppen zum Schlafsaal empor. Von den sechs Freunden waren nun nur noch Cam und Peter übrig geblieben. "Lust auf eine Partie Schach, Peter?"

So, und jetzt bitte eine kleine Antwort da lassen.