Kapitel 21: Will you?
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Verwundert sah er das eine mittelalte Hexe, mit blonden Haaren und dicken roten Lippenstift, neben den Schreibtisch von McGonagall stand und ihr irgendwelche Unterlagen hinhielt, welche McGonagall selbst mit einem abschätzigen Blick betrachtete. Die Frau ähnelte seiner Meinung einen Clown und dazu einen potthässlichen. ,, Ah, Mr. Snape und Miss Granger. Eine Freude Sie kennen zu lernen´´, sie ging auf ihn zu und reichte ihm die Hand, welche er erst skeptisch anschaute, eher er seine ihr reichte. Ihre Hand triefte vor Schweiz und eher sie sich von ihm abwandte wischte er seine Hand demonstrativ an seinen Umhang ab, was von ihr mit einem geneigten Kopf kommentiert wurde. Dann ging sie zu Hermine weiter, nur um nach der Begrüßung wieder zu McGonagalls massiven Holzschreibtisch zu gehen. ,, Darf ich mich vorstellen: mein Name ist Dema Wakanda, Angestellte des Ministeriums. Ich arbeite in der Abteilung der magischen Verbindungen´´. Snape beobachtete sie misstrauisch. Magische Verbindungen? Davon hatte er noch nie gehört und er wusste auch nicht was sie hier wollte. Er warf der Schulleiterin einen fragenden Blick zu, doch diese schüttelte kaum merklich den Kopf. ,, Setzen Sie sich doch erst einmal´´, forderte sie mit einer quietschenden Stimme auf. Granger setzte sich auf den Stuhl, der vor dem Tisch stand, doch er selbst lehnte ab. Er setzte sich generell nie an den Schreibtisch der Direktorin, sondern stand lieber, um die Lage besser im Überblick halten zu können. ,, Was hat das jetzt hiermit zu tun?´´, fragte er unhöflich. Bevor der blonde Dackel etwas sagen konnte, schaltete sich McGonagall selber ein:,, Nun, Mrs. Wakanda wurde zu uns geschickt, weil jemand in Hogwarts dem Ministerium berichtet hat, dass ein Lehrer mit einer Schülerin zusammenwohnt. Die Gründe dafür wurden jedoch nicht weitergegeben´´. ,, Wer?´´, knurrte Snape und seine Augen wurden zu Schlitzen. Er konnte schon ahnen wer es war. Einer seiner dummen, inkompetenten Schüler! ,, Sie werden sicherlich verstehen, dass wir diese Information streng vertraulich behandeln. Jedenfalls war Ihre geschätzte Direktorin so freundlich mir die Lage zu erläutern´´, schaltete sich Wakanda nun ein, um nicht wieder übergangen zu werden und schenkte McGonagall ein scheinheiliges Lächeln, welches so falsch war, das er das Verlangen bekam ihr dieses von dem Gesicht zu fluchen. ,, Leider sieht das Ministerium es als unmoralisch, das eine junge Erwachsene mit einem unverheirateten Lehrer, in ihren Alter, zusammenlebt, auch wenn es sich dabei um Schutz handelt´´, dabei betonte sie das Wort unverheiratet so, dass er wusste das es gleich noch schlimmer werden würde. ,, Ebenfalls eine Schande ist, dass es keinen effektiveren Schutz für Miss Granger gibt als Sie, Mr. Snape. Daher sind wir zu dem Entschluss gekommen, das Miss Granger bei Ihnen wohnen wird, bis der Todesser geschnappt ist. Sie sind für ihre Überwachung zuständig, während sich, AUSSCHLIEßLICH, das Ministerium mit diesem Fall beschäftigt´´. ,, Und wo ist jetzt das Problem für Sie, Mrs. Wakanda? Miss Granger steht schon seit einigen Tagen unter meinen Schutz´´, erwiderte er abschätzig. ,, Nunja, da es noch lange dauern kann bis der Todesser Mulciber´´, Snape sah aus dem Augenwinkel wie Granger bei dem Namen zusammenzuckte , ,, gefasst wird, hält es das Ministerium für das Beste, wenn Sie beide eine Ehe eingehen´´. ,, Sie scherzen´´, hoffte er, doch dem Blick nach, den McGonagall ihn zuwarf war es kein Scherz. ,, Wieso?´´ , fragte er fassungslos und ein Blick nach Granger bestätigte seinen Unglauben. Sie schien das Gehörte ebenso wenig zu glauben wie er. ,, Wie Ihnen bekannt sein dürfte, bietet die Ehe einen Schutz um das Paar, der ihnen erlaubt selbst auf größter Entfernung zu wissen, wo sich der Partner aufhält. Außerdem hält das Ministerium einen solchen Zeitraum, in dem Sie zusammen wohnen werden, für zu unmoralisch für eine Schülerin in den Alter von 20 Jahren mit ihren Professor. Wir werden schon von Vorwürfen überhäuft und durch Ihre Schlagzeilen in der Presse wird ihr beider Ruf und der des Ministerium ansonsten stark leiden und besonders in solchen Nachkriegszeiten, wie diesen, stehen wir unter Beschuss und können uns keinen weiteren Fehltritt mehr erlauben. Auch nicht bei Ihnen. Die Unterlagen für die Hochzeit hat bereits Ihre Schulleiterin. Wir geben Ihnen Zeit bis in 6 Wochen, dann sollte die Hochzeit stattfinden, ansonsten werden wir Miss Granger, zu Ihren eigenen Schutz, mit Ausschluss der Öffentlichkeit solange in einen gesonderten Raum in Askaban bringen, um für ihre Sicherheit garantieren zu müssen. Ich werde Sie sicherlich nicht daran erinnern müssen, das die Ehe vollzogen werden muss, damit der Schutz für Miss Granger gilt. Einen schönen Abend noch, wünsche ich´´, Sie wandte sich mit ihren pinken Umhang zum gehen. ,, UND SIE SAGEN MIR ES SEI UNVERNÜNFTIG MIT IHR ZUSAMMEN ZU WOHNEN?! ICH SOLL EIN KLEINES MÄDCHEN HEIRATEN!´´ schrie er außer sich vor Wut. Es reichte.,, Mr. Snape, Miss Granger ist bereits volljährig und so greifen wir nur dem Unvermeidlichen vor und retten ihrer beider Ruf´´, bevor noch Jemand etwas erwidern konnte war sie schon aus dem Raum geflüchtet. Snape stand unter Schock und wusste nicht was er sagen sollte. Erst nach Minuten des Schweigens fand er wieder die Worte:,, Minerva, das kannst du nicht zulassen! Ich werde niemanden heiraten und schon gar nicht eine Schülerin´´, brüllte er entsetzt. ,, Ich bitte dich Severus, beruhige dich´´ , setzte sie an, doch er wollte sich keinesfalls beruhigen. ,, Beruhigen?! Ich soll mit einer Schülerin schlafen, die grade erst von einem Todesser..´´, abrupt beendete er seinen Satz, als er bemerkte wie Grangers Kopf sich in seine Richtung drehte und ihn mit flehenden Blick anschaute. ,, Was ?´´, fragte McGonagall scharf. Anstatt zu eine Antwort zu geben, haute er mit seiner Faust auf den Tisch, woraufhin alles bebte. ,, Verdammt, sie ist doch ein Kind!´´, schrie er. ,, Ich bin kein Kind mehr´´, kam es leise und doch protestierend von Granger, ,, Ich bin schon seit langem Volljährig´´. ,, Da hat sie Recht Severus´´, gab nun auch wieder McGonagall dazu. Unwirsch ging er auf seine Schülerin zu. ,, Wollen Sie etwa heiraten, Granger? Wohl kaum´´, gab er in ironischen Ton von sich. ,, Ich will nicht nach Askaban´´, antwortete sie schlicht und machte sich auf den Stuhl klein, so als würde sie auf einen weiteren Wutanfall warten. Sie sah bemitleidenswert aus, wie sie dort saß in den viel zu großen Anziehsachen von sich. ,, Was ist mit Lupin? Er kennt sich mit der Verteidigung von dunklen Künsten genauso gut aus´´, log er absichtlich. ,, Es gibt leider keine andere Möglichkeit. Remus ist bereits verheiratet und erwartet bald ein Kind. Denkst du denn nicht, ich hätte schon einen Ausweg gesucht? Ich bin alles durchgegangen und wenn wir davon absehen das Miss Granger nach Askaban kommen soll, ist dies der einzige Weg´´, erklärte McGonagall streng. Er sollte heiraten und dann noch mit Granger schlafen? Seine Hoffnung, dass er nach dem Krieg frei sein konnte, war somit begraben. Stumm sah er nach Granger, deren Blick auf den Boden gesenkt war. Erst jetzt fiel ihm ein was sie alles in den letzten Tagen durchgemacht hatte, es war nicht grade einfach für sie und jetzt erwartete sie der nächste Schlag. Sie hatten nicht mal über den Kuss gesprochen und jetzt sollten sie plötzlich heiraten. Außerdem hatte sie erfahren dass sie Sex haben musste, was nach dem Erlebten wahrscheinlich auch nicht einfach war. Verzweifelt sah er die Schulleiterin an. Diese zeigte Mitleid, obwohl sie es nicht verstand. ,, Es tut mir leid es sagen zu müssen, aber das Ministerium verlangt einen Antrag, damit sie die Verlobung veröffentlichen können. Sie kriegen magisch Informationen, sobald deine Verlobung stattgefunden hat´´, Snape sah das es ihr wirklich leid tat und so beugte er sich seinen Schicksal, welches wie immer, fremdbestimmt war. Er drehte Grangers Stuhl zu sich und sah in ihre versteinerte Miene. Sie hob nicht den Kopf, als er vor ihr in die Knie ging. Erst als er anfing zu sprechen hob sie den Kopf und sah ihm mit einen so traurigen Blick an, dass er wieder Gänsehaut bekam. ,,Wollen Sie, Hermine Granger, meine Frau werden?´´. Direkt sah er wie die Augen des alten Gemäldes von Dumbledore aufklappten.
