21. Epilog – Ein kleiner Engel
Fassungslos und mit Tränen in den Augen hielt Rokko
seinen Sohn in den Armen.
Der Zwerg war erst vor einer guten
Stunde auf diesem Planeten gelandet. Klein, verschrumpelt, krebsrot –
und das Schönste, was Rokko je gesehen hatte.
Seine kleinen
Füße hatte Rokko schon überprüft. Jetzt
kontrollierte er neugierig und behutsam die beiden Händchen –
5 Finger pro Hand, mit winzigen Fingernägeln – alles dran!
Nur einen Blick in seine Augen hatte ihm der Kleine bisher
verwehrt, diese blieben hinter langen dunklen Wimpern zugekniffen.
Rokko saß am Bett seiner Frau. Lisa lächelte ihn
erschöpft und glücklich an. Die Hebamme schob gerade das
Babybett neben Lisas und lachte die jungen Eltern strahlend an.
„Also, das war mit Abstand die leichteste Erstgeburt, die ich je
erlebt habe!"
Rokko beugte sich vorsichtig vor und küsste
Lisa liebevoll.
„Haben Sie denn schon einen Namen für den Kleinen?"
Lisa sah ihren Mann an. „Was hältst Du
von Manuel Alessandro?"
„Nach unseren Engeln?"
Lisa
nickte.
Rokko lächelte.
„Einverstanden! Dann werde ich
Herrn Hoffmann und Alessandro wohl nachher eine Mail schicken –
damit sie schon mal wissen, dass sie einen Patensohn haben!"
„Sag
auch den frischgebackenen Großeltern Bescheid! Und vergiss Olga
nicht!" wisperte Lisa müde. Rokko nickte.
„Und Du,
kleiner Manuel Alessandro, bist Du einverstanden mit Deinem Namen?"
Er gab dem Zwerg in seinen Armen einen vorsichtigen Kuss auf die
Stirn und schaute ihn voller Liebe an.
„Vielleicht bekommst Du
ja mal eine kleine Schwester, die dann Hannah Olga heißt!",
flüsterte er ihm leise ins Ohr.
In der nächsten Sekunde war Rokko dankbar dafür, dass er saß. Denn das Wunder, das in diesem Moment geschah, hätte ihm sonst die Beine unter sich weggezogen!
Sein kleiner Sohn öffnete die Augen und sah ihm ins Gesicht – mit den gleichen strahlenden, azurblauen Augen wie seine Mutter...
- Robert Konrad Kowalski hatte sich wieder verliebt...
- Ende -
