Erstes Date

Die nächste Woche Unterricht glitt an Tristan einfach vorbei. Er war so aufgeregt. An diesem Wochenende war sein Date mit Tom Riddle und Lord Enigma würde sich mit Lord Voldemort in Verbindung setzten.

Und am Sonntag war die nächste Geschichtslektion mit Raya dran. Der alte Drache konnte sehr gut auf sich aufmerksam machen. Jetzt wo er etwas seiner Macht in Tristans Kopf hinterlassen hatte, konnten sie jederzeit in Kontakt treten. Er war schon sehr gespannt auf die Lektion über Grindelwald und Dumbeldore.

Apropo Dumbledore… Der alte Mann warf ihm immer so komische Blicke zu. Gerade jetzt nach den Ferien und vorallem nach dem Ball war es besonders schlimm. Natürlich hatte es Aufmerksamkeit erregt, dass er und Tom so eng und lange miteinander getanzt hatten.

Ohh, in seinem Kopf ging es drunter und drüber. Er konnte sich auf nichts konzentrieren. Dem Himmel sei Dank war es schon wieder Freitag.

Tom erwartete sein kleines Kätzchen vor der Tür des Honigtopfes. Er wartete!

Das musste man sich auf der Zunge zergehen lassen. Der dunkle Lord, der bekannte, einflußreiche Politiker Tom Riddle wartete auf einen kaum volljährigen Schüler.

Aber Tom musste ihn wiedersehen. Seit er ihn gespürt und geschmeckt hatte, hatte der sonst so beherrschte Mann sehr anrüchige Träume.

Wie sollte er sich auf etwas konzentrieren wenn alles ihn an sein Kätzchen und seinen begehrenswerten Körper erinnerte?

Nur gut, dass Tom an seinen schlechtesten Tagen klüger war als die meisten Zauberer an ihren Besten, sonst wäre er schon längst aufgeflogen

Aber heute würde er sein Kätzchenfix bekommen und dann seinen nächsten Schritt planen. Und sobald er das Kätzchen mal gehabt hatte, würde er es wie alle anderen vor ihm einfach loswerden. Sobald es nicht mehr neu war und er das Interesse verlor, würde Tristan in sein eigenes Leben zurückkehren können. Solange aber gehörte sein Leben Tom und er bekam immer was er wollte.

Schritte ließen den außergewöhnlich gutaussehenden Mann aufschauen und was er sah ließ seine Augen blutrot blitzen.

Der eine junge Mann war eindeutig sein Kätzchen. Er erkannte die Art wie er sich bewegte und auch seine Kehrseite war Tom lebhaft in Erinnerung geblieben. Aber wer war der Andere? Wer wagte es sein Kätzchen zu umarmen?!

Tristan war so glücklich, dass dieser dämliche Kampf mit Cygnus endlich vorbei war.

Er mochte keinen Streit und noch weniger mochte er es dauernd über seine Schulter gucken zu müssen. Und Cygnus war eigentlich ein echt coller Kerl.

Nachdem Tristan gestern den gesamten Slytheringemeinschaftsraum wahnsinnig gemacht hatte mit seinem Gezappel und den Andeutungen über sein geheimnisvolles Date und Satanus und Abraxas gnadenlos dabei versagt hatten ihn abzulenken, hatte Cygnus kurzerhand eingegriffen.

Er entführte ihn und zerrte ihn in das private Slytherinbad. Tristan war noch nie darin gewesen und die Opulenz erschlug ihn fast. Cygnus schob ihn in den Raum, verschloss die Tür und rief von draussen: „Bleib da drin und entspann dich! Du machst mich irre. Bade, ruh dich aus. Experimentiere mit den Seifen und Ölen. Zur Schlafenszeit lass ich dich wieder raus."

In dem warmen Wasser verschwanden seine Sorgen und als Cygnus ihn Stunden später befreite konnte Tristan wieder lächeln und vorallem still sitzen.

Beruhigt und entspannt gingen die Jungen schlafen.

Am nächsten Morgen waren Abraxas und Satanus dann in Zoff geraten über die Kleidung die er tragen sollte. Eindeutig spürten auch seine Freunde den Stress, der entstand wenn man Spielchen mit einem dunklen Lord spielen wollte.

Tristan hatte sich still und heimlich ein Paar Roben geschnappt und hatte sich raus geschlichen.

Darum begleitet ihn auch Cygnus nach Hogsmead. So lieb er seine Freund ehatte, gemeinsam würden sie sich nur wahnsinnig machen.

Sie machten ihn noch hibbeliger als er eh schon war.

Mit einer Umarmung verabschiedete er sich von seinem neuen Nicht-Feind. Körperliche Nähe und Wärme beruhigte ihn und gab ihm Sicherheit. Er war nur dankbar, dass Cygnus ihn ließ.

Schließlich löste er sich und ging festen Schrittes allein weiter.

Aber weit musste er nicht gehen bevor sein Blick tiefblaue Augen traf. Zittrig lächelnd trat er auf den gefährlichen Mann zu mit dem er heute den Tag verbringen würde.

„Hallo Kätzchen."

Die dunkle warme Stimme hüllte ihn ein und der zarte Kuss, der auf seinen Handrücken gedrückt wurde, ließ ihn erröten.

Verflixt, er war doch gar nicht wirklich für ein Date hier!

Er wollte doch nur seinen Auftrag erledigen und sich ansonsten von Tom Marvolo Riddle fernhalten.

Aber während Tom seine Hand hielt und ihn anlächelte wurden diese Gedanken immer weiter in den Hintergrund gedrängt. Warum sollte er den Tag nicht genießen? Was hatte er zu verlieren?

Ein richtiges Date mit Tom würde doch niemandem schaden.

_Neuer Teil_

Tom schloss seine Finger um Tristans und zog ihn sanft neben sich. Genüsslich schwelgte er in der Wärme seines Kätzchens und dem Gefühl des Gewinns. Er ging mit dem sexy Kätzchen auf ein Date nicht der Blackjunge. Ja, er hatte ihn erkannt. Er würde schon dafür sorgen, dass sein Kätzchen wusste wem es gehörte.

Trotz seiner Überlegungen blieben ihm die verstohlenen bewundernden Blicke von Tristan nicht verborgen, aber reagierte nicht darauf. Stattdessen genoss er die Bewunderung schweigend, eine Zeitlang zumindest.

Mit dunkler Samtstimme sprach er direkt in Tristans Ohr: „Ich habe eine Kleinigkeit für uns vorbereitet. Es sollte eine Überraschung sein. Ich hoffe du bist hungrig?"

Tristan schluckte nervös, nickte aber lächelnd.

„Ich bin zu allem bereit."

Er riss seine Augen auf als ihm klar wurde wie das klang.

„Ich meine, ich…also, ähm."

Tiefatmete Tristan durch: „Ich lass mich gern von dir überraschen und etwas hungrig bin ich auch."

Tom führte ihn immer weiter von Hogsmead weg, quer durch die Felder.

Tristans Herz schlug ihm bis zum Hals er sich von dem gefährlichen Mann immer weiter fortführen ließ.

Bald bog Tom von dem Feldweg ab und führte den Teenager durch eine Waldinsel. Inmitten dieser Insel war eine Lichtung und darauf…

Darauf lag eine Picknickdecke. Eine altmodische creme-grünkarierte Picknickdecke mit einem Weidenpicknickkorb. Natürlich lag ein Wärmezauber über der Lichtung, immerhin war es noch recht früh im Jahr, aber sonst war alles authentisch muggle.

Wie romantisch!

Tristan war atemlos vor Glück. Das Tom sich so viel Mühe gemacht hatte war absolut unglaublich.

Er ließ sich von Tom auf die Decke ziehen und legte seinen Kopf auf Toms Schulter. Er hatte das Gefühl als würden die warmen Sonnenstrahlen der Maisonne auf ihn treffen. Gewiss ebenfalls ein Zauber von Tom, wie der Wärmezauber.

Tristan drehte den Kopf um Tom zu danken, aber die Worte blieben ihm im Hals stecken. In den blauen Augen war so viel zu lesen. Zärtlichkeit, Genugtuung, Lachen und Lust. Jede Menge Lust.

Röte stieg dem unschuldigen Jungen in die Wangen und schnell drehte er seinen Kopf weg. Er spürte wie ein Schauder durch Toms muskulösen Körper zog. Zweifellos vom unterdrücken seines Lachens.

Aber das konnte er ihm verzeihen, vor allem im Angesicht all der Köstlichkeiten die gerade vor ihm ausgebreitet wurden.

Käsehappen, Fleischbällchen (vermutlich Hippogreif- oder Eulenfleisch. Zauberer waren da komisch.), Obststücke, gekühlter Saft, Pasteten und kleine Kuchen.

Es war ein Festmahl.

Sie aßen und lachten zusammen.

Heiße Blicke wurden ausgetauscht und als Tristan Tom den Saft einer Weintraube von den Lippen wischte und der ältere Mann an seinen Finger saugte brauchte Tristan dringend eine Pause.

Er leckte sich die Lippen vor Nervosität bevor er aufstand.

Ein Spaziergang würde helfen ihn runter zu kühlen. Aber Tom hatte wohl andere Vorstellungen. Fest an Toms Seite gepresst spürte Tristan immer wieder wie die Hand von seiner Taille abschweifte. Federleicht strich sie über seinen Oberschenkel, seinen Hintern. Manchmal schien Tom ihn einatmen zu wollen und hauchte dabei heiße Luft über seinen empfindlichen Hals.

Abkühlend wirkte die gewiss nicht, es feuerte den Hunger in Tristan eher noch an.

Bedauernd löste er sich von Tom. Wenn dies so weiter ging würde er den Mann sonst noch in aller Öffentlichkeit anfallen und als Politiker könnte dies das aus für Toms Karriere bedeuten. So einen Skandal konnte Tom sich nicht leisten.

Händchenhaltend kehrten sie auf die Lichtung zurück.

Tom setzte sich erneut auf die Picknickdecke, aber diesmal zog er Tristan zwischen seine Beine und gegen seine Brust. Genießend schloss der Jüngere seine Augen. Sonne von vorn und die stabile Wärme seines Dates von hinten. Es war so angenehm, er könnte glatt einschlafen.

Etwas Kaltes an seinen Lippen ließ ihn die Augen aufschlagen

Ein Stück Schokolade schwebte vor ihm in der Luft, gehalten von Toms Fingern. Als Tristan danach griff zog Tom die Leckerei außer Reichweite und schüttelte leicht den Kopf. Vorsichtig stupste Tom die Schokolade wieder gegen Tristans Lippen.

Ohne weiter zu überlegen öffnete Tristan seinen Mund und erlaubte Tom die Schokolade hinein zu legen. Dabei streifte Toms Daumen ganz unschuldig über Tristans Unterlippe.

Kaum wurde der Jüngere sich des Geschmacks bewusst, stöhnte er sinnlich auf. Es war nur seinen Freunden bekannt, aber er liebte dunkle Schokolade. Und noch lieber mochte er dunkle Schokolade mit fruchtigen Wirbeln. Genauso wie diese. Schokolade mit Orangenwirbeln. Tristan war im Himmel. Tragischerweise hörte er sich auch genauso an. Mit jedem Bissen Schokolade stöhnte und seufzte der Junge wie beim Sex und Tom konnte sich kaum noch konzentrieren.

Als Tristan dann anfing die geschmolzene Schokolade ganz fokussiert von Toms Fingern zu saugen, war es um seine Beherrschung geschehen.

Tom neigte sich zu seinem Kätzchen herunter, ohne Zweifel um ihm einen atemberaubenden Kuss auf die schokoladigen Lippen zu drücken. Da ertönte ein leises Läuten und die Lichtung um sie herum löste sich auf. Zurück blieben ein Picknickkorb und zwei junge Männer auf einem Feld.

Es war nur eine Illusion gewesen, aber dafür eine sehr gute.

Selbst Tom der den Illusionszauber gesprochen hatte, hatte für einen Augenblick vergessen wo sie wirklich waren.

Entnervt stöhnend stand er auf und half dann auch Tristan vom Boden hoch.

Das hatte so nicht geplant. Ein Spaziergang war nicht vorgesehen gewesen. Er hatte Tristan nach Zeitplan schon längst in sein Heim und sein Bett bringen sollen!

Jetzt musste er einen anderen Ort suchen an dem er den Jungen verführen konnte. Denn freiwillig kam er gewiss nicht mit in das Haus von Tom.

Aber dafür gab es ja die Tränke in der Schokolade. Tom hatte sehr darauf geachtet selbst nicht einen Bissen zu sich zu nehmen. Die Tränke senkten moralische Grenzen, sie würden nur dafür sorgen dass Tristan schneller Ja sagte. Na gut vielleicht würden sie dem Jungen auch ein wenig Hitze bereiten, damit er schneller aus seiner Kleidung kam.

_Ende Neuer Teil_

Tristan hielt es für ein traumhaftes erstes Date, wenn auch etwas wenig Körperkontakt vorhanden gewesen war, aber das lag gewiss an irgendwelchen Purbluttraditionen an die er sich nur nicht erinnern konnte.

Tom dachte gewiss nicht an irgendwelche Traditionen als er mühsam seine Finger in Zaum hielt. Ganz gewiss nicht.

Aber schon das Füttern bei ihrem Picknick hatte zu einigen unliebsamen Entwicklungen in seinen unteren Regionen geführt und sollte er Tristan erneut berühren könnte er für nichts mehr garantieren.

Abstand war momentan besser für sie beide. Natürlich nur so lange bis sie Toms Ziel erreichten. Die heulende Hütte war zwar nicht besonders romantisch, aber dank dem harmlosen kleinen Trank in der Schokolade würde der Ort Tristan bald völlig egal sein. Ja, personalisierte Lusttränke, auch die ganz leichten, waren eine praktische Erfindung.

Erstes Date 2.0

Die heulende Hütte war in der Vergangenheit zwar nicht das Gebäude in dem Remus Lupin seine Vollmonde verbracht hat oder verbringen wird, aber es war genauso verfallen und leer. Das zweite und dritte Stockwerk war gar nicht zu betreten und auch das erste Stockwerk war nur mit Vorsicht zu genießen.

Tom führte sein unschuldiges Opfer leise durch die Tür hindurch und einige Stufen in den Keller hinunter. Dort war der einzige vollständig erhaltene Raum. Es war einer der Räume des Gewölbekellers, ausgestattet mit einem richtigen Himmelbett war es seit Generationen ein beliebter Treffpunkt für Pärchen sämtlicher Jahrgänge.

Auch Tom hatte während seiner Schulzeit einige Allianzen hier unten besiegelt.

Hinter ihnen verschloss Tom die Tür und belegte sie mit Schutz- und Warnzaubern.

Dann säuberte er mit einem Schwung seines Stabes das Bett und die Umgebung von allem organischen und drehte sich dann wieder Tristan zu. Hungrig schaute er ihn an. Es war perfekt.

Nur die etwas glasigen Augen ruinierten es etwas. Er würde Tristan lieber freiwillig nehmen, aber er musste sich dieser Ablenkung entledigen bevor es sein Lebenswerk zerstörte.

Tristan bewunderte den Körper des Mannes vor ihm. Verdammt das war ein feines Beispiel seiner Art.

Harte Küsse und sanfte Berührungen später hatten beide ihre Roben und Hemden verloren. Tristan lag auf dem Rücken auf dem Bett und Tom lehnte über ihm.

Toms Finger spielten mit Tristans Nippeln während seine Lippen und Zähne ein blutrotes Mal an Tristans Hals saugten.

Blutige Striemen auf dem Rücken von Tom zeugten von der entfesselten Leidenschaft. Er konnte es kaum erwarten den Jungen ganz die Fassung zu rauben. Es würde unglaublich aussehen.

Tristan selbst war auch nicht untätig. Mit zarten Strichen erforschte er den Körper über ihm. Hitze stieg in ihm auf und wurde beinahe unerträglich. Unerfahren wie er war wand er sich unter Tom und erregte den älteren Mann immer mehr.

Tom stöhnte auf und presste seine Hüften auf den sich windenden Jungen. Salazar, fühlte sich das gut an!

Tom lehnte sich herunter und presste seine Lippen auf Tristans rotgeküssten Mund. Seine Zunge drang ein und erforschte das inzwischen bekannte Territorium. Dann schrie er auf!

Tristans Sinne waren wie benebelt. Er spürte nur dass er sich gut fühlte, aber das Gefühl eines heißen fremden Glieds zwischen seinen Beinen weckte ihn auf. Dann spürte er plötzlich Lippen auf sich und eine Zunge in seinem Mund. Reflexartig schnappten seine Kiefer zu!

Mit einem harten Stoß befördert er den Mann von sich herunter, dann versuchte er sich zu orientieren. Er wusste was geschehen war, er wusste nur nicht warum?

Klar, er stand auf Riddle. Warum auch nicht? Der Körper war nett, nur schade das so ein Mistkerl drin steckte.

Aber er wäre niemals mit dem Mann in irgendein Bett gestiegen. Nicht nach dem Fiasko auf dem Ball. Er war doch kein Masochist!

Also was hatte ihn dazu gebracht seine Prinzipien und Regeln über Bord zu werfen?

In Tristans Kopf klickten einige Dinge zusammen und während Riddle noch sein Gehirn auf den neuesten Stand brachte, spuckte der Nathairerbe auf ein kleines Stück Pergament.

Dieses Pergament war gemeinsam mit einigen Zaubertränken Teil der Notfallausrüstung der drei Freunde. Satanus hatte es mit einem bestimmten Zaubertrank getränkt und jetzt konnte mit einer Probe herausfinden ob Tränke in einem Organismus waren. Sein Speichel sollte dafür genügen.

Das Pergament verfärbte sich schnell rosa und einige Wörter standen darauf.

Da Satanus sehr wohl wusste, dass nicht jeder jeden Trank am Namen erkannte schrieb das Pergament stattdessen die Wirkungen der Tränke auf.

-verstärkt Anziehung

-verstärkt sexuelle Lust

-verstärkt Vertrauen

Keiner dieser Tränke war gefährlich oder illegal. Sie verstärkten nur was schon da war und zwangen niemanden zu etwas. Darum konnte er sich ja auch rausreißen.

Aber nur weil es nicht illegal war, machte es das nicht moralisch korrekt!

Jemand mit einem schwächeren Willen hätte vielleicht mit Riddle geschlafen und der hätte das gewiss ausgenutzt.

So etwas konnte und wollte Tristan nicht auf sich sitzen lassen. Würden er Riddle damit durchkommen lassen, würde der Mann in der Zukunft immer wieder über ihn drüber laufen.

Aber für einen vernünftigen Langzeitplan brauchte er Hilfe.

Tristan Kiefer verhärtete sich als sein Blick auf seine Brust und die geschwollenen Nippel fiel. Glücklicherweise hatte er ja seit neuestem ein ganzes Netzwerk von fröhlichen Bösewichten.

Tristan schnappte sich schnell sein Hemd und kramte den Brief aus seiner Tasche. Dann trat er direkt vor Tom, der inzwischen versuchte seine Zungenspitze wieder ganz an seiner Zunge zu befestigen. Tom schaute mit schmerzverzerrtem Gesicht zu ihm auf, aber Tristan ließ nur wortlos den Brief vor seine Füße fallen.

Dann drehte er sich.

Hinter sich hörte er wie Tom den Brief in seine Tasche stopfte und aufsprang.

„Tristan, Kätzchen was ist denn?"

Die Stimme die ihm vorhin noch warme Schauer über den Rücken getrieben hatte klang plötzlich schleimig und schmierig.

Als der immer noch halbnackte Mann dann auch noch seinen bloßen Torso an Tristans Rücken drückte als wäre nichts gewesen, da reagierte Tristan nur noch.

Er packte einen Arm, drehte sich auf dem Hacken um und schleuderte den Mann über seine Schulter. Tom war auf eine so physische Reaktion von dem kleineren Mann nicht vorbereitet und krachte zum zweiten Mal zu Boden.

Als er aufhörte doppelt zu sehen starrte er direkt auf die Spitze von Tristans Zauberstab.

Tristans Hand zitterte vor Wut und Enttäuschung. Er war wieder auf ihn reingefallen. Immer der gleiche Fehler.

„Ich traue dir jedes Mal wieder mehr Menschlichkeit zu als du hast." Langsam schüttelte er den Kopf.

„Nein, Riddle. Schluß. Wir werden ab heute nur noch geschäftlich Kontakt haben. Ich will dich nie wieder sehen! Aber ich werde meine Freunde nicht von ihren Familien fernhalten. DU solltest dich aber sehr wohl von mir fern halten."

Er zischte noch zwei magische Formeln zwischen seinen Zähnen hervor.

Seine wild brodelnde Magie zerstörte die Schilde um den Raum und er verließ das alte Gebäude.

Tom saß verwirrt auf dem Boden. Sein Kopf pochte und er verstand noch nicht so ganz was gerade geschehen war. Er hatte Tristan gehört aber er wollte es nicht glauben. Was fiel dem Jungen ein das Spiel hier zu beenden?

Er konnte nicht einfach aussteigen!

Aber gerade hatte er größere Sorgen als sein Kätzchen. Die wütende Magie des Kleinen hatte das Haus in Brand gesetzt und er musste hier raus.

Außerdem musste er herausfinden mit welchen Flüchen er belegt wurde.

Fluchend flüchtete er aus Hogsmead und verschwand nach Malfoy Manor. Er musste in die Bibliothek und vielleicht vorher mit den neuen Erinnerungen unter die Dusche.

Erst am späten Abend erfuhren Satanus und Abraxas was ihrem Freund widerfahren war. Sie waren in den Gemeinschaftsraum getreten und hatten sofort an Tristans Haltung gesehen, dass es nicht so gelaufen war wie erhofft.

Sie nahmen ihren Freund an den Händen und brachten ihn in ihren Schlafsaal. Sie schoben ihn auf Abraxas Bett und kuschelten sich mit ihm zusammen.

Es dauerte gar nicht lange bis Tristan zitternd in Satanus Armen lag und leise weinend von seinem Tag erzählte.

Während Satanus seine Arme fest um den Kleineren schloss und Abraxas beruhigend mit einer Hand immer wieder Tristans Rücken entlang strich, erzählte er.

Von dem wundervollen Date, der trauten Zweisamkeit und dann dem grässlichen Ende.

Abraxas und Satanus wechselten einen vielsagenden Blick. Sie wussten das ihr Freund noch Jungfrau und unschuldig war. Warum musste sein erstes echtes Date bloß so traumatisch enden?

Gab es etwas schlimmeres als von seinem Date zum Sex gedrängt zu werden?

Das konnte so unmöglich stehen bleiben!

Leider waren beide Teenager eher dem weiblichen Geschlecht zugetan und konnten daher ihrem Freund kaum helfen, aber es würde sich in Slytherin jawohl jemand finden lassen!

Das Planen von Rache an Riddle war glücklicherweise nicht abhängig von ihren sexuellen Vorlieben.

Tom Marvolo Riddle saß inzwischen in der malfoyschen Bibliothek mit dem Kopf auf der Rückenlehne seines Sessels und starrte an die Decke.

Er hatte inzwischen die Effekte der Flüche herausgefunden. Er wünschte sich nur er hätte sie aus einem Buch erfahren.

Nach dem Date war er nach Hause gegangen und hatte sich tatsächlich in sein Bett begeben um den angenehmen Teil des Nachmittages noch einmal zu erleben.

Kaum hatte er in seinem großen Bett gelegen und sich die verführerischen Formen Tristans in Erinnerung gerufen, da schoss ein schmerzhafter Elektroschock durch ihn hindurch.

Erschrocken hatte er seine Augen aufgerissen, das war doch hoffentlich nur ein Zufall…

Aber es wiederholte sich. Und es war egal an wenn er dachte. Sobald er Gedanken an praktischen Sex hatte wurde er geschockt!

Aber der Zauber war noch der Nettere. Auf den zweiten Fluch war er später gekommen. Alles und jeden den er sah würde in ihm plötzlich erotische Gedanken auslösen. Er bekam erotische Gedanken durch den ersten Fluch und wurde dann jedes Mal durch den zweiten Fluch geschockt.

Nicht mal Okklumentik half. Egal was er versuchte, er konnte diese Gedanken nicht kontrollieren.

Er hatte Stunden nach dem genauen Wortlaut der Flüche gesucht, aber er konnte sie nicht finden. Ähnliche Flüche ja, aber sie alle waren etwas anders. Ohne genaue Kenntnisse über die Grundlagen der Flüche konnte er keine Gegenflüche entwickeln.

Jetzt saß er seit einiger Zeit in diesem Sessel und versucht herauszufinden was schief gelaufen war. Wann war es schief gegangen?

Als Tristan ihn verflucht hatte? Oder schon vorher, als Tristan sich von dem Einfluss der Tränke befreit hatte?

Oder war es seine Schuld?

Er schloss seine Augen und kniff mit den Fingern seine Nasenwurzel zusammen. Was hatte er sich gedacht? War er so schwach das er es nötig hatte jemanden zum Sex zu zwingen?

Da war eine verdammt gute Entschuldigung fällig. Denn tragischer Weise war sein Verlangen nach Tristan nicht gesunken. Eher im Gegenteil. Der Junge zeigte immer mehr das er es wert war .Immerhin hatte er bisher noch nicht das Bedürfnis ihn zu töten. Ihm den Mund zu stopfen, das schon aber…

Er zischte zwischen den Zähnen hindurch und adjustierte seine Hose.

Aber auch jeder Gedanke…goddammit.

Er brauchte eine Ablenkung. Wo war den der Brief hin denn Tristan ihm vor die Füße geworfen hatte?

Er zog den Brief hervor und studierte ihn. Es war weder Absender noch Adresse drauf. Neugierig riss er den Umschlag auf. Er faltete den Brief auf und seine Kinnlade klappte herunter.

Was zum Geier hatte sein Tristan mit diesem Miniaturlord Enigma zu tun?

„Lord Voldemort,

es ist höchst erfreulich von Ihnen zu hören.

Das erspart mir Arbeit.

Ich wollte Sie lediglich darüber aufklären, dass ich in England meine eigenen Ziele verfolge. Wenn Sie die Zeit erübrigen können wäre ich gern bereit herauszufinden wo unsere Ansichten sich überschneiden und wo nicht.

Sind Sie dazu nicht bereit, werden wir uns wohl auf gegenüberliegenden Seiten des Schlachtfeldes wiedersehen.

Natürlich nur sofern Sie sicher sind, dass Sie sich noch mehr Feinde leisten können.

Ich hoffe Sie treffen Ihre Wahl schnell. Sie werden mich über Tristan Nathair erreichen können. Er hat sich zwar noch nicht für meine Seite entschieden aber ich werbe um ihn.

Lord Enigma."

Er warb um ihn? Tristan war nicht frei um umworben zu werden. Er gehörte Tom. Und zwar nur ihm!