hallo! danke für die Reviews! hier habt ihr das nächste chap, sozusagen als kleines weihnachtsgeschenk... hoffe es gefällt...


Kapitel 21: …and Justice For All

Wenn man Harry und Hermine zusammen sah, merkte man, dass sie etwas planten. Sie waren vorsichtiger denn je und verbrachten augenscheinlich viel Zeit mit Gesprächen bei Remus Lupin. Doch die beiden waren nicht die einzigen die man fast nie alleine antraf. Neville, Ginny und Luna hielten es ebenso wie die Slytherins. Erstaunlicherweise sah man aber Malfoy nicht mit den restlichen, sonst eingeschworenen, Slytherins zusammen. Er ging oft alleine und in Gedanken versunken seinen Weg zu den verschiedenen Klassen. Auch hielt er sich gänzlich aus dem üblichen Häuserkrieg heraus. Harry kam es doch sehr verdächtig vor, konnte im Moment aber nicht sonderlich auf das seltsame Verhalten des Syths eingehen.

An diesem Tag war der Orden des Seirios auf dem Quidditchfeld und trainierte. Jene Mitglieder die keine Position im Team hatten, sassen auf den rängen und schauten nur zu. Nach Rons Tod mussten sie einen neuen Hüter finden und Dean Thomas stellte sich als sehr talentiert heraus. Nach einigen Stunden winkte Alicia sie auf den Boden und sprach:

„So, wir sind sehr gut vorbereitet für das Spiel gegen Slytherin in einer Woche. Doch bitte ich euch, vorsichtig zu sein, ich will keinen meiner Spieler vor dem Match im Krankenflügel sehen! Ihr könnt gehen." Während Alicias kleinen Ansprache waren die anderen von der Tribüne hinzugekommen um Ginny und Harry abzuholen, da sie noch auf dem Feld üben wollten. Während die fünf Jugendlichen für ihre erste wirkliche Aufgabe übten, machte sich Remus Lupin auf den Weg in die Kerker. Er war so lange von Harry und Hermine genervt worden, bis er schliesslich nachgegeben hatte und ihnen bei ihrem Plan half. Doch dazu musste er noch seinen schulischen Exfeind zum mitmachen bewegen und das würde wahrscheinlich kein leichtes Unterfangen werden. Zögerlich klopfte er an Snapes Bürotür und hörte ein mürrisches „Herein!". Als Remus eintrat stand er einem leicht überraschten Snape gegenüber. Dieser fing sich jedoch schnell wieder und verbesserte gleichgültig weiter die Aufsätze die vor ihm lagen.

„Was kann ich für Sie tun?", fragte er gelangweilt und abfällig.

„Ich wollte Sie fragen, ob sie den Aufenthaltsort von Bellatrix Lestrange und Peter Pettigrew wissen."

„Wieso?"

„Antworten Sie immer auf Fragen mit Gegenfragen?"

„Für gewöhnlich nicht, aber was wollen Sie von den Beiden, Lupin?"

„Das, werter Kollege kann ich Ihnen nicht sagen."

„Dann tut es mir Leid.", antwortete Snape gelassen.

„Sagen wir einmal so, was würden sie dafür tun einen geliebten Menschen zu rächen?"

„Alles, nur dass Sie scheinbar vergessen haben, dass ich niemanden liebe."

„Nein, nicht mehr." Remus sah ihn wissend an.

„Woher…?"

„Berufsgeheimnis, oder haben Sie scheinbar vergessen wer vor Ihnen steht?"

„Gut, ich sag es Ihnen, aber wehe, diese beiden erfahren, wer sie verraten hat. Dann bin ich ein toter Mann, das wissen Sie."

„Das ist mir durchaus bewusst."

„Sie haben in Hogsmeade Stellung bezogen. Am nächsten Hogsmeadeausflug sollten sie Potter entführen und zum Dunklen Lord bringen."

„Wo genau im Dorf?"

„In der Nähe des Eberkopfes."

„Danke… Severus Snape." Ob aus Überraschung oder Gleichgültigkeit, nickte Snape bloss und widmete sich erneut den Aufsätzen. Remus verlies auf schnellstem Wege die Kerker und begab sich zum Quidditchfeld. Dort angekommen hielt er die Luft an. Er sah dem Orden zu wie sie erbittert gegeneinander kämpften. Harry und Hermine bildeten das eine Team und Ginny, Neville und Luna das andere. Alle waren verdammt gut, doch Harry stach aus allen heraus. Er griff mit einer Kälte an, die Remus erschaudern lies. Er sah, dass diese fünf Jugendlichen ihren Schulkameraden um Längen voraus waren, sogar den Siebtklässlern. Er trat leise hinter Harry, so dass dieser nicht bemerkte, dass er da war. So dachte er jedenfalls, denn noch bevor er die erste Silbe Harrys Namens ausgesprochen hatte, wurde er schon von dessen Stupor getroffen. Erschrocken murmelte Harry den Gegenfluch als er Remus erkannte.

„Verdammt, musst du dich auch so anschleichen?"

„Ich wollte nur deine Reflexe testen."

„Und, zufrieden?"

„Eindeutig, Todesser werden es schwer mit euch als Team haben."

„Danke. Aber, hast du etwas herausgefunden?"

„Ja, habe ich. Sie sind in Hogsmeade. In der Nähe des Eberkopfes. Sie sollten dich eigentlich an diesem Wochenende entführen und zu Voldemort bringen." Harry grinste kalt.

„Tja, dann werden wir Voldi mal überraschen." Remus schüttelte nur den Kopf.

„Geht kein Risiko ein. Und passt auf euch auf. Ich weiss nicht genau wie gut beide sind, aber immerhin sind sie voll ausgebildete Zauberer und obendrein auch noch Todesser. Was habt ihr überhaupt genau mit ihnen vor?"

„Das wirst du noch früh genug sehen.", antwortete Harry leise.

„Du wirst doch nicht…?!", fragte Remus alarmiert.

„Ich werde was nicht? Sie töten? Vielleicht, vielleicht auch nicht. Und wenn schon. Nach diesem Krieg wird so oder so Blut an meinen Händen kleben. Nein, entschuldige. Seit Oktober 1981 klebt bereits Blut an meinen Händen. Und es wird immer mehr. Da kommt es auf das ein oder andere auch nicht mehr an.", sprach Harry vollkommen kalt und gleichgültig.

„Wie du meinst. Aber bleib auf dem legalen Weg."

„Legaler Weg? Remus? Bist du noch gesund? Töten ist das Illegalste vom Illegalsten! Ach, ist auch egal."

„Und, Harry. Mach nicht wieder die gleichen Fehler. Du weißt genau, dass das was du vorhin gesagt hast, nicht stimmt. Ich muss jetzt gehen. Tschüss. Bis irgendwann." Damit verschwand Remus wieder.

„So, ihr habt es gehört. Sie sind in Hogsmeade. Wir werden und dann aufteilen und doch Sichtkontakt behalten. Wenn wir Glück haben sollten, werden sie mitten im Dorf versuchen mich zu überfallen. Alles andere sehen wir, wenn es soweit ist. Und jetzt, ab in die Federn. Morgen wird es anstrengend." Die anderen nickten und Hermine hackte sich bei Harry ein als alle gemeinsam zurück zum Schloss gingen. Sie hatten das Abendessen verpasst, womöglich würden noch einige von ihnen in der Küche vorbei schauen, doch Harry hatte keinen Hunger. Zu sehr beschäftigte ihn, was am nächsten Tag genau auf ihn zukommen würde. Ohne dass Hermine gefragt wurde, ging sie mit Harry in dessen Schlafsaal. Die beiden schliefen seit Rons Tod in einem Bett, da beide Alpträume hatten und nur richtig zum schlafen kamen, wenn sie zusammen waren. Kurz nachdem sie sich umgezogen hatten, schliefen sie auch schon ein. das Training war doch sehr ermüdend gewesen…

Stunden später waren die Freunde im Dorf unterwegs, als Harry merkte, wie Schemen hinter den Häusern umher huschten. Dann ging alles ganz schnell. Flüche flogen umher. Menschen die gegeneinander kämpften waren nu als Schemen zu erkennen. Alles war verschwommen. Auf einmal erklang ein Schrei. Harry fuhr herum und sah, dass Hermine mit dem Folterfluch getroffen wurde. Von Bellatrix. Wut und Hass machte sich in ihm breit und ergriff Überhand. Er umklammerte seinen Zauberstab fester denn je und richtete ihn gegen Bella. Diese sah ihn an und erstarrte. Angst machte sich auf ihrem Gesicht breit. Sie vergass, dass sie Hermine foltern wollte und so brach der Unverzeihliche ab. Belle wich langsam vor ihrem Gegenüber zurück.

„Wag es ja nie wieder, einen Fluch gegen einen aus meiner Familie zu richten. Du bist der grösste Abschaum auf dieser Welt. Dir verdanke ich es, dass ich meinen Bruder verloren habe. Und dafür wirst du bezahlen." Harrys Stimme durchschnitt die Luft wie eine Klinge Butter. Eiseskälte sprach aus ihm. Sein Gesichtsausdruck versteinerte sich, als er die zwei Flüche hintereinander sprach:

„Stupor! Reducto!"

Er sah zu, wie Bellatrix von seinen Flüchen getroffen wurde und gegen eine Hauswand flog. Er hörte ein Knacken und sah noch wie das Licht aus Bellas Augen schwand, bevor er sich umdrehte und sah, wie Pettigrew sich mit Neville und Ginny gleichzeitig anlegte. Ein Blinder würde sogar sehen können, dass die Beiden ihrem Gegner haushoch überlegen waren. Ein doppelter Stupor schockte ihn, so dass er auf den Boden fiel und nicht einmal mehr die Augen bewegen konnte. Harry ging auf den Verräter seiner Eltern zu und sah ihn von oben herab an.

„Du, mein Lieber, wanderst ins Ministerium." Damit sah er auf und erblickte die heraneilenden Professoren. Er nickte ihnen kurz zu, bevor er ohne zurückzublicken Richtung Schloss verschwand, jedoch ging er nicht in den Gemeinschaftsraum, sondern auf direktem Wege zu Sirius in die Heulende Hütte. Dort angekommen, sah er Sirius grinsend an und auf dessen fragenden Blick sagte er:

„Du wirst wieder frei sein…and Justice for all!"