21. Kapitel: Rio de janeiro

Noch ein Tag im Paradis, dachte ich, als ich die warmen Sonnenstrahlen auf meinem Gesicht spürte. Der Morgen war noch relativ frisch und ein kühler Wind wehte vom Strand in unser Schlafzimmer. Blinzelnd öffnete ich meine Augen und streckte mich. Langsam drehte ich mich auf die linke Seite des Bettes, wo normalerweise Edward schlief, und bemerkte, dass er nicht da war. Mühsam richtete ich mich auf und sah mich um. Keine Spur von Edward. Viel zu schnell stand ich auf und merkte, wie sich plötzlich alles um mich herum drehte. Mit geschlossenen Augen ließ ich mich zurück aufs Bett fallen und wartete darauf, dass das Schwindelgefühl nachließ. Okay, sagte ich zu mir selbst und startete erneut einen Versuch aufzustehen. Langsam ging ich Richtung Badezimmer und sah, dass meine Haare unmöglich aussahen. Schnell machte ich einen ordentlichen Pferdeschwanz aus ihnen und ging in die Küche. Aber Edward war auch dort nicht zu finden. "Edward", sagte ich, als ich das Wohnzimmer betrat. Keine Antwort. Erst dann hörte ich, wie draußen heftig Spanisch geredet wurde. Ich legte mir eine dünne Jacke über die Schultern und trat hinaus. Und ich fand meinen Mann.

Als er mich bemerkte, lächelte er und beendete das Gespräch, dass er mit der Haushälterin führte. "Guten Morgen", flüsterte er, bevor er mich küsste. Es war jetzt ungefähr eine Woche her, dass wir die Insel erreicht hatten und es war, als hätten wir den nächsten Schritt in unserer Beziehung erreicht. Unser Küsse wurden intensiver, jede Berührung wurde leidenschaftliche und unsere Liebe stärker. "Morgen", lächelte ich und stellte mich auf die Zehenspitzen, um seine Lippen besser erreichen zu können. "Hasta mañana, señor",hörten wir die Haushälterin sagen und unterbrachen unseren Kuss. "Adiós", antwortete Edward und die Frau nickte, während sie den Motor ihres Bootes startete und sich von der Insel entfernte.

"Warum hast du dich mit ihr gestritten?", wollte ich wissen, während ich mir eine Traube nach der anderen in den Mund steckte. "Mit wem?". "Mit der Haushälterin". Edward lächelte während er erklärte: "Ich habe mich nicht mit ihr gestritten, sondern ihr bescheid gesagt, dass sie uns ab Ende dieser Woche kein Essen mehr bringen muss." Ich schluckte die letzte Traube, die sich in der Schüssel befand runter, und öffnete den Kühlschrank um mich auf die Suche nach Erdbeeren zu machen. "Wenn du so viel isst, hast du gleich keinen Hunger mehr auf Pfannkuchen", lachte Edward während er den Teig für die Pfannkuchen in eine Pfanne goss. "Sehr witzig", antwortete ich mit vollen Mund und Edward lachte. "Warum hast du ihr gesagt, dass sie uns keine Lebensmittel mehr vorbei bringen soll?" Langsam versteifte sich Edwards Haltung und sein Lächeln verschwand. "Alles okay?", fragte ich, während ich ihm näher kam. "Ja", begann er und legte seinen freien Arm um meine Taille. Edward zog mich eng an seine Seite während er weitersprach: "Heute morgen, wurde ich vom Krankenhaus angerufen. Sie erleiden zurzeit an Ärztemangel und wollen, dass ich so schnell wie möglich bei der Arbeit erscheine. Und das obwohl sie mir aufgrund unserer Flitterwochen frei gegeben hatten."

Das würde bedeuten, dass wir die Insel verlassen müssten. "Ich hab unsere Flitterwochen ruiniert", sagte Edward während er die Pfannkuchen gerecht in zwei Teller aufteilte. "Nein hast du nicht Edward. Wir können unsere Flitterwochen ja Zuhause fortfahren, solange zu bei mir bist", lächelte ich. Edward lächelte ebenfalls , als er mein Gesicht zwischen seine Hände nahm. "Ich liebe dich", flüsterte er und gab mir einen kleinen Kuss auf die Stirn.

Wir hatten unser Frühstück schon beendet, als ich fragte: "Was haben wir heute so vor?" Aber natürlich wusste ich, womit wir den Tag verbringen würden. Seit unserer Ankunft hatten wir jeden Tag am Strand gelegen, uns Filme angeguckt und Liebe gemacht. Und mir gefiel das. "Heute soll es regnen, also habe ich gedacht, dass wir den Tag vielleicht in Rio verbringen könnten". "Oder wir machen das", sagte ich, während ich meine Arme um Edwards Hals legte und anfing ihn leidenschaftlich zu küssen. Er erwiderte meinen Kuss, doch als ich anfing die Knöpfe seines Hemdes aufzumachen, stoppte er mich. "Das könne wir auch am Abend machen", flüsterte er. "Außerdem möchte ich dir die Stadt zeigen."

"Nimm dir eine Jacke mit",rief Edward von draußen, während ich mir meine schwarzen Ballerinas anzog. "Edward, deine Brieftasche liegt hier", meinte ich, als ich es auf dem Tresen sah. Wir klangen schon wie ein altes Ehepaar. Ich stand auf und bemerkte, dass mir wie am morgen schwindelig wurde. Hätte Edward mich nicht gefangen, wäre ich wahrscheinlich auf den Boden gefallen. "Bella", sagte er etwas panisch, während ich mich wieder hinsetzte. "Alles okay. Es war nur, weil ich zu schnell aufgestanden bin", antwortete ich ruhig. "Sollen wir lieber Zuhause bleiben?". "Nein, es geht mir gut. Lass uns gehen", lächelte ich und zog ihn an der Hand.

Am Hafen von Rio de Janeiro parkten wir unser Boot. Danach gingen wir händchenhaltend in die Stadt.

"Guck mal, sie haben einen Basar aufgebaut", sagte Edward und zeigte mir die Bürger, die versuchten Touristen auf ihre Wahre aufmerksam zu machen. Wir näherten uns eines der Stände und sahen uns um. Aus der Ferne stach mir eine Schmetterlingskette ins Auge. Es musste Edward aufgefallen sein, denn er fragte: "Gefällt sie dir?". "Ja", antwortete ich. Die blauen, leuchtenden Sterne glitzerten wie die Nacht und die Form war einfach wunderschön. "Tomamos la cadena", sagte Edward und die Frau überreichte mir die Kette. Mein Mann half mir natürlich, sie anzuziehen. "Wunderschön", flüsterte er, bevor er meinen Hals küsste.

"Ich habe Hunger", bemerkte ich, als wir durch die Shoppingstraßen gingen. "Du hast doch erst vor fünf Minuten einen ganzen Fruchtsalat gegessen, Bella". "Ich weiß". Edward lächelte einfach und zog mich zum erst besten Restaurant. Im romantischen Kerzenlicht, aßen wir unsere Bestellung, als eine Frau mit Rosen in der Hand ins Restaurant kam. Sie klagte über etwas, jedoch konnte ich sie nicht verstehen. Ihre Kleidung, war im ziemlich schlechten Zustand und wahrscheinlich konnte sie sich keine Schuhe leisten. Nachdem sie an allen Tischen versucht hatte, ihre Rosen zu verkaufen, kam sie zu uns. Zuerst sagte sie etwas auf Spanisch, worauf Edward einfach: "Non, Gracias" antwortete. Aber sie blieb hartnäckig und versuchte Edward dazu zu überreden eine Rose zu kaufen. "Würdest du deiner schönen Frau keine Rose schenken wollen?", fragte sie plötzlich auf Englisch. Ich weiß nicht ob es die Tatsache war, dass sie mich schön genant hatte oder ob es daran lag, dass Edward mich mit seinem verführerischen Lächeln ansah aber ich wurde röter als jemals zuvor in meinem Leben. "Una rosa por favor", lächelte er, ohne seinen Blick von mir abzuwenden.

Nachts wurde die Stadt umso schöner. Überall schienen Lichter und es ertönte Musik. Zärtlich roh ich an meiner Rose, während Edward versuchte die Seile, die das Boot am Ufer hielten loszubinden. Danach half er mir aufs Boot zu kommen. Ich setzte mich hin und betrachtete weiterhin meine Rose. Sie war so wunderschön. Einfach eine Schönheit der Natur. "Ich wusste gar nicht, dass du Rosen so sehr magst", bemerkte er, während er den Motor startete. "Ab jetzt werde ich dir jeden Tag eine Rose schenken", lächelte er und hauchte mir einen Kuss auf die Handoberfläche, wobei ich ihn anlächelte.


Reviews wären nett :)
Fortsetzung folgt...