21. Dezember

Wenn es sein muss

Dhina

"Ich glaub es nicht. Ich glaub es einfach nicht!" diesen und ähnlich Sätze vor sich hinbrummelnd, lief Severus Snape, der Zauberträmkemeister von Hogwarts, durch die Gänge der Schule.
Still war es auf den Fluren, den um diese Zeit sollten alle schon in ihren Betten liegen und vor sich träumen. Snape genoss diese Zeit normalerweise sehr, doch heute konnte es ihn nicht entspannen wie sonst.
Noch immer seine Litanei aufsagend beendete er seine Runde und begab sich wieder in seine Räume in den Kerkern des Schlosses.
Dort angekommen, nahm er sich, nachdem er das Feuer im Kamin entzündet hatte und mit einem Glas Feuerwhiskey bequem auf der Couch saß, noch einmal den Brief vor, welchen er an diesem Nachmittag erhalten hatte.
Mit missbilligend verzogenem Mund las er ihn wieder und wieder.

Lieber Severus;

Ich möchte dich noch einmal daran erinnern, dass du dieses Jahr damit dran bist am Weihnachtsball den Weihnachtsmann zu spielen.
Denk daran, wenn du dich weigerst, werde ich Professor Trelawney dein Geheimnis verraten und du weißt ja, wie gut sie etwas für sich behalten kann.
Ich erwarte dich um 8 Uhr dann in der Großen Halle, in voller Verkleidung.

Professor A. Dumbledore

Entnervt lies Snape das Blatt fallen, zog die Augenbraue hoch und nahm einen großen Schluck aus seinem Glas.
Dann erhob er sich, öffnete den Kleidersack, welcher an seiner Garderobe hing, und zog das Kostüm an. Mit einem zweifelnden Blick in den Spiegel ging er Richtung Tür, nahm im vorbeigehen noch die Rute und den Sack mit und schon war er auf dem Weg zur Großen Halle.
"Ich glaub es nicht. Ich glaub es einfach nicht!" dachte er wieder und wieder. "Und das alles nur, weil er sich immer noch darüber kaputtlacht, dass er mich bei Nachhilfe für einen Gryffindor erwischt hat."