„Cameron!" Rief in diesem Augenblick eine junge blonde Frau in Schwesterntracht von der anderen Seite des Ganges.

Schnell näherte sie sich der Maschine. Sie erreichte sie noch einen Augenblick vor den Soldaten.

„Hi, was macht die Hand?" Fragte sie dann blickte sie an Cameron vorbei auf die sich nähernden Soldaten. „Was wollt ihr denn?" Fragte sie neugierig.

Die beiden Soldaten blieben abrupt stehen und senkten langsam die Waffen. „Suzie?" Sagte einer der Beiden.

„Matt?" Entgegnete Suzie und wackelte mit aufgerissenen Augen mit dem Kopf.

„Äh, das ist...", sagte er und zeigte auf Cameron.

„Meine Freundin Cameron", unterbrach sie ihn.

„Ich meine, sie ist..." Versuchte er erneut.

„Die beste Zuhörerin, die ich jemals hatte. Ganz im Gegensatz zu meinem großen Bruder Matt, der immer direkt die Flucht ergreift, wenn ich ausnahmsweise mal etwas zu sagen habe", unterbrach sie sarkastisch. Während sie Cameron am Arm ergriff und mit sich zog, warf sie ihrem Bruder noch einen Ärgerlichen Blick zu.

Die beiden Soldaten sahen sich an. „Deine Schwester?" Fragte der Andere mit hochgezogener Augenbraue.

Matt zuckte nur die Schultern.

„Süß", sagte sein Kamerad, bevor sie den Beiden folgten.

„Redet nur zu viel", sagte Matt leise und folgte seinem Kameraden kopfschüttelnd.

xxxxx

„Wo ist Cameron?" Fragte John in diesem Moment.

Die Tagesmutter zeigte stumm auf die Ausgangstür.

„Verdammt", sagte John und hastete zur Tür. Er sah nach Links und Rechts. Dann wirbelte er herum, sah Kate an, die ihre Kinder im Arm hielt und schüttelte den Kopf.

Kate riss die Augen auf. „Verdammt", sagte sie leise.

xxxxx

Cameron wurde mehr oder weniger von Suzie in Richtung Krankenstation gezogen. Auf dem Weg sprach Suzie in einem fort. Cameron speicherte das Ganze zur späteren Analyse. Während der ganzen Zeit beobachtete sie ihre Umgebung unauffällig. Die Menschen, die ihnen begegneten blickten misstrauisch und auch teilweise voller Hass hinter ihnen her, was einerseits an den beiden Soldaten lag, andererseits daran, dass einige Allison kannten und zum Dritten an den Gerüchten, die die Runde gemacht hatten. Camerons gefühlloser blinzelfreier Blick tat sein Übriges. Auf der Krankenstation entfernte Suzie den Verband und war ehrlich erstaunt, nur noch einen Schatten zu erblicken, wo am Tag vorher noch blankes Metall zu sehen war.

xxxxx

John humpelte den Gang entlang in Richtung Zentrale. Kate war im Quartier geblieben um auf die Kinder Aufzupassen. Als er die Zentrale betrat sah ihm Perry mit hochgezogener Augenbraue an und wies auf den großen Monitor, auf dem Cameron, Suzie und die beiden folgenden Soldaten zu sehen waren, wie sie im Bunker umherwanderten.

John sah Perry fragend an. „Irgendwelche Vorkommnisse?"

Perry sah zum Bildschirm. „Nichts, sie reagiert nicht mal auf Beschimpfungen."

John lächelte ihn an. „Dann war die Reprogrammierung wohl erfolgreich", sagte er ohne seinen Blick vom Schirm zu nehmen. Schließlich drehte er sich einfach um und verlies die Zentrale. Er hatte gesehen in welche Richtung Cameron unterwegs war und wollte möglichst schnell da sein, bevor etwas passierte.