Während seine Mutter, ihr Werwolf-Freund, der Gummimensch-Nachbar und dessen Frau sich um den bewusstlosen Sheriff kümmerten stapfte Connor durch den Tiefen Schnee in der dunkelheit des Waldes. Er war der Karte auf Felicitys Tablet gefolgt und war nun ganz nahe. Ein hoher Zaun bewies das.
Connor erreichte den Zaun und sah sich um. In der Dunkelheit war kaum etwas zu erkennen. Mit einer kleinen Minitaschenlampe leuchtete er umher...
Im inneren der Anlage lief der Sohn des Wissenschaftlers an einem Fenster vorbei und sah im vorbeigehen aus dem Augenwinkel heraus den schwachen Lichtschweif der Taschenlampe. Er hielt kurz inne um nachzusehen was es war das etwa 3 Meter unter und 20 Meter vor ihm am Zaun tat. Doch er vergaß es und ging desinteressiert weiter ohne Connor zu bemerken.
„Einsturzgefahr! Betreten strengstens verboten!" las Connor von einem Schild am Zaun ab. Er sah sich weiter um. Am Zaun leuchteten Rote Punkte von Elektrischen Equipment. Ein unheimliches Surren lies darauf schließen das der Zaun elektrisch war. Connor griff nach dem Zaun und versuchte daran hochzuklettern. Doch der Zaun war glatt und Connor zu schwer. Connor ging weiter und suchte einen anderen weg. Vielleicht gab es irgendwo ein Tor oder wenigsten ein Loch...
In seinem Haus, versuchte seine Mutter verzweifelt den Sheriff aufzuwecken von dem sie befüchtete das sie ihn Wortwörtlich zu Tode erschreckt hatte.
„Wach auf! Bitte!" jammerte Sandra. „Bitte, ich will nicht auch noch wegen Polizistenmord in den Knast!"
„Sandra, lass ihn, das hat ihn alles etwas zu sehr erschreckt." sagte Warren der sich seine Sachen wieder anzog.
„Musstest du ausgerechnet jetzt einen auf True Blood machen?" jammerte Sie.
„Sandra, sollten wir nicht erst nach den Kindern suchen?" fragte Sue.
„Oh je, sie haben recht." erkannte Sandra und zog die Landkarte hervor. „Okay, hier sind wir. Connor sagt das Auto kam von hier... Aww... er hat Felicitys Tablet mitgenommen und läuft wahrscheinlich mit Navi direkt... Das Tablet... das ist es..."
Sandra hatte eine Idee. Sofern das Tablet noch an war und es eine Verbindung zum Internet hatte könnte sie versuchen Connor über das Tablet anzurufen. Sandra kramte den Laptop von Cisco hervor und hatte Glück das er bei Skype angemeldet war. Felicity war in der Kontaktliste.
„Was haben Sie vor?" fragte Ralph.
„Meinen Sohn davon abhalten ertränkt zu werden." antwortete Sandra und rief Felicity an. Sie hoffte inständig das es klappen würde.
Connor schreckte auf als das Tablet in seiner Hand plötzlich anfing eine Melodie zu spielen. Er sah auf das Display und las 'Cisco ruft an'. Überrascht drückte er auf abheben und sah sofort in das Besorgte Gesicht seiner Mutter.
„Mommy?"
„CONNOR!" schrie seine Mutter erleichtert. „Connor, wo bist du?"
„Ich glaube ich habe das Labor gefunden in dem sie Jake gefangen halten."
„WAS?" schrie Sandra. Die anderen Erwachsenen versammelten sich um sie und sahen Connor auch an. „Connor, geh da bloß nicht rein..."
Den letzten Satz hörte Connor nicht richtig da er wieder brechen musste. Die Anwesenden zuckten zusammen als sie hörten wie Connor sich übergeben musste sich aber dann noch fing.
„Entschuldigung!" sagte Connor kleinlaut. „Mister Dibny, ihr Superkräfte-Saft ist kaputt."
„Hey, kleiner... das ist nicht schlimm. Sag deiner Mutter und uns einfach wo du bist! Dann kommen wir dich Abholen." sagte Ralph bevor er sich zu Sandra rüberbeugte und ihr ins Ohr flüsterte. „Und dann rufen wir die Polizei!"
„Oh, ich bin glaube ich in der nähe von Valleyville. Ich bin auf einem Müllwagen mitgefahren der mich den Berg raufgebracht hat und dann bin ich einem Waldweg in den Wald gefolgt und jetzt bin ich an einem großen Zaun der um ein großes Gebäude steht. Da sind Kameras und Bewegungsmelder... ich weiß gar nicht wie ich da durchkommen soll."
„Das musst du nicht! Das können doch wir für dich machen..." sagte Warren breit Grinsend und nickend in der Hoffnung Connor so dazu zu bringen auf sie zu warten. Doch ein lautes Piepsen unterbrach ihn.
„Oh, was hast du gesagt? Da hat was gepiepst weil der Akku schwach ist..." sagte Connor.
Unterdessen lief der Sohn des Wissenschaftlers wieder an dem Fenster vorbei und sah aus dem Augenwinkel diesmal das leuchtende Tablet Display. Er hielt an und sah erstaunt und gierig das an was er so sehnlichst vermisste: Die sozialen Netzwerke. Es gab hier also doch Internet. Ihm dämmerte gar nicht das da jemand außerhalb des Zauns um das Gebäude herumschlich...
„Der Akku ist schwach?" erkannte seine Mutter geschockt. „Connor, geh zurück zur nächsten großen Straße. Ich bin gleich da! Connor... Connor..."
Die Verbindung war unterbrochen. Connor war gefrustet als er merkte das der Akku leer war. Seine Mutter schrie...
„LOS ANZIEHEN! HABEN SIE EINEN GUMMIANZUG, DANN ZIEHEN SIE IHN AN. SIE BLEIBEN HIER UND PASSEN AUF DIE PENNENDEN HIER AUF. UND DU AKTIVIERST DEINEN WOLFSSPÜRSINN. ICH HOLLE MEINE JACKE!"
Sandra rannte nach oben. Ralph rannte nach Hause um sich einen Spezialanzug anzuziehen und Warren bereitete sich vor seine Sachen abzustreifen, sie würden bei der Verwandlung nur kaputt gehen...
Sandra hatte sich binnen Sekunden etwas Warmes angezogen und kam nach unten. Warren stand nur noch mit Unterwäsche bekleidet am Fuß der Treppe und legte seine Sachen zusammen. Sandra nahm ihm die Hose ab und sah ihn streng an.
„Sandra, es... tut mir leid."
„Was, das du mir nicht gesagt hast das du ein Metawesen bist. Das du wirklich eine Alcide-Kopie aus True Blood bist. Schon okay. Ich verstehe es. Wenn ich an deiner Stelle gewesen wäre hätte ich es auch nicht einfach so jedem erzählt."
„Dafür bist du die erste. Naja... außer Barry! Und Joe! Und diesen Wissenschaftlern..."
„Ich sagte doch schon okay!" maulte Sandra und ging zu Sue ins Wohnzimmer wo sie es den Schlafenden so bequem wie möglich machte. „Was braucht Ihr Ehemann den so lange?"
„Ich bin ja schon da!" sagte dieser. „Ich musste doch erst das Richtige anziehen."
Mit diesen Worten warf ihr Nachbar einen Trenchcoat ab und enthüllte seinen rot-schwarzen Ganzkörperanzug mit Stiefeln und Handschuhen.
„Sie... sehen aus wie eine wandelnde Actionfigur!" murmelte Sandra.
„Dieses Material habe ich selbst entwickelt." sagte Ralph stolz. „Es dehnt sich mit mir mit und verliert trotzdem nie seine Passform. Es ist schmutzabweisend, atmungsaktiv und... AUTSCH!"
Ralphs Loblied auf seine Erfinder-Fähigkeiten wurde unterbrochen als Sandra ihm einen Klaps auf den Hinterkopf gab. „Sie können sich später loben! Wir müssen los!"
Mit diesen Worten verließen Sie das Haus. Beim durchschreiten der Tür verwandelte sich Warren in einen Wolf wobei der Rest seiner Kleidung runterfiel. Sandra hob es auf und sah dem Wolf hinterher.
„Ich brauch ne Therapie wenn wir das Überleben!"
Zusammen liefen sie durch die Stadt. Warren erschnupperte Connors Fährte, was nicht schwer war da er sich auf dem Weg mehrmals übergeben musste... Langsam ging die Sonne auf und brachte Licht ins Tal. Carol Freeman zog gerade ihre Schlafzimmer Vorhänge auf und sah runter zur Straße. Umso überraschter war sie als sie ihre Freundin Sandra Hawke sah wie diese einem Wolf hinterherlief. Ihr wiederum folgte ein Mann in einem Hautengen Anzug der plötzlich einen Arm in die Länge zog um ein Hemd von der Straße aufzuheben das Sandra hatte fallen lassen und dann wieder normal wurde. Die kleine Gruppe hielt an einer Kreuzung an der Connor sich übergeben musste. Der Wolf heulte und sie rannten weiter.
„HANK!" schrie sie. „ZIEH DICH AN! DU MUSST MICH WO HIN FAHREN."
Connor währenddessen schlich weiter am Zaun entlang. Die Sonne kam langsam über den Bergen zum Vorschein und die ersten Sonnenstrahlen trafen auch das Areal in das er hinein wollte. Er sah ein großes Tor, ein paar wenige Fenster und sehr viel Beton. Durch ein offenes Tor konnte er ein Auto sehen. Ein silbernes Coupé mit stark zerbeultem Heck. Connor merkte sofort das er wohl richtig war. Dann aber sprang er ins Gebüsch zurück um sich zu verstecken. Jemand kam durch das Tor nach draußen.
Der Sohn des Wissenschaftlers war letztendlich doch Stutzig geworden und kam nun raus um nachzusehen was los war. Er ging zu der Stelle wo er das leuchten gesehen hatte und sah sofort die großen Fußspuren und das Erbrochene auf dem Boden. Ihm kam nicht einmal in den Sinn das jemand hier herumschlich. Er ärgerte sich nur darüber das er nicht an diesen Tablet ran kam und ekelte sich vor dem Erbrochenem. Er war nur raus gekommen weil er mit dem Tablet wieder ins Internet wollte und ärgerte sich so sehr das er wütend gegen den Zaun trat.
Connor, der ihn beobachtete sah wie Funken flogen. Ein Kabel war gerissen und ein Teil des Zaunes war nun nicht mehr elektisch. Zeitgleich löste sich ein Stück vom Maschendraht von einer Stange. Er erkannte sofort, dass wenn er im richtigen Moment nun hier drunter schlüpfte, er auf das Gelände kommen konnte. Connor hielt sich verdeckt und wartete darauf das der Teenager verschwand. Diesem fiel auf das er gerade den Zaun kaputt gemacht hatte und ging mit einem Schulterzucken zurück zum Tor.
Das war seine Chance, dachte Connor und griff an den unteren Rand des Zaunes. Das Starkstromkabel schlug immer noch Funken während er versuchte den Zaun so weit anzuheben das er unten durch schlüpfen konnte. Connor zwängte sich durch das Loch, der Köcher seines Vaters blieb am Zaun hängen weshalb Connor nur noch mehr am Zaun rüttelte. Das Kabel löste sich und kam ihm Bedrohlich nah...
Der Teenager, war durch das Tor wieder in die Garage gegangen wo er die beiden Metawesen traf die sich über den Schaden am Auto unterhielten.
„Hey, Ihr... Der Zaun muss repariert werden!" sagte er in herrschendem Ton und zeigte auf das Tor nach draußen.
Connor, zog kräftig am Köcher und bekam diesen dann doch frei, just in diesem Moment fiel das Kabel runter und setzte den Zaun wieder unter Strom. Funken flogen als Connor zur Seite sprang und hinter einem Busch landete. Dort verkroch er sich als er sah das ein Mann herausgekommen war...
Connors unverschämtes Glück, schlug zu als eine kräftige Windböe die Bäume durchfegte und eine dicke Schicht Schnee auf seine Spuren hinter dem Zaun verteilte. Der Unsichtbare sah so nur den beschädigten Zaun und das gerissene Kabel, nicht aber Connor oder dessen Spuren, die durch den Schnee schon verdeckt wurden. Frustriert ging dieser wieder in die Garage.
Connor schlich durch den Schnee wobei er die Spuren hinter sich verwischte (weil er den Köcher seines Vaters hinter sich her schleppte) und schlich näher zur Garage. Wo er einen Blick nach drinnen riskierte. Der Flüssige stand wie gewohnt dick eingepackt vor seinem beschädigten Wagen während der Unsichtbare Werkzeug zusammensuchte. Connor kroch auf allen Vieren in die Garage und hielt sich hinter ein paar alten großen Reifen versteckt.
„Das war das erste was ich geklaut habe nachdem ich meine Kräfte erhalten habe. Und jetzt hat der Wagen Totalschaden."
„Dann klaust du dir einfach ein neues. Du prahlst doch immer damit das du durch jedes Rohr fließen kannst. Dann folgst du einem Rohr einfach in ein anderes Autohaus und klaust dir ein besseres..."
Connor hörte aufmerksam zu. Wenn der Mann durch Rohre fließen kann musste er derjenige sein der sich in Wasser verwandeln kann. Er war der schlechte Witz von dem seine Mutter sprach.
„Du solltest mit deinen Kräften aber auch aufpassen. Ist cool sich unsichtbar machen zu können aber, du siehst ja zu was das führt. Dieser Kerl der in uns hinein gekracht ist könnte mehr gesehen haben als uns lieb ist..."
Der andere Mann ist also der Unsichtbare, erkannte Connor und riskierte einen kurzen Blick auf die Männer bevor er sich wieder in seinem Versteck verkroch.
„Ach lass stecken... dieser Missratene Bengel hat wohl gegen den Zaun getreten und ihn kaputt gemacht... Ich muss das Teil reparieren bevor der Boss was merkt. Geh du nach diesen Bälgern sehen."
„Jetzt wo der Boss nun auch eins mit Telekinetischen Kräften hat wird der vielleicht endlich mal zu Phase 2 übergehen. Die anderen Kinder und er sollen weiß der Teufel was für Ihn tun. Hauptsache wir bekommen unsere Provision..."
Mit diesen Worten verließ der Flüssige die Garage in Richtung Flur. Der Unsichtbare ging mit Werkzeug nach draußen. Connor begriff entsetzt das Jake wohl nicht der Einzige war der hier gefangengehalten wurde. Connor schlich zur Tür durch die der Flüssige verschwunden war und öffnete diese leise. Der Flur dahinter war dunkel, lang und ging in verschiedene Richtungen. Connor sah wie der Flüssige seinen Mantel abstreifte und um die Ecke bog. Connor folgte ihm so leise er konnte...
Seine Mutter und Ihre Begleiter, hatten den Halben weg hinter sich. Erschöpft hielten sie inne. Während Warren Platz machte und hechelte, blieben Sandra und Ralph neben ihm stehen und hechelten erschöpft mit.
„Sandra, Ihr Sohn hat ein Tempo... und so eine Kondition... Woher hat er das?" fragte Ralph schwer atmend.
„Das... muss... er von... seinem Vater haben." antwortete Sandra ebenfalls schwer atmend. „Warren... was ist... hasst du seine Fährte noch?"
Der Wolf schnupperte etwas herum und lief sofort weiter. Sandra und Ralph folgten ihm entschlossen und so erreichten sie schließlich den kleinen versteckten Waldweg. Während Sandra sich in Gedanken schon eine geeignete Strafe für Connor ausdachte, hetzte ihre Freundin Carol ihren Ehemann Hank schneller zu Fahren. Sie folgte den Spuren.
„Liebling? Bist du sicher das du nicht einfach nur wieder zu viel Schmerzmittel genommen hasst?" fragte ihr Ehemann besorgt. Ihm hingen die Metawesen-Fantasien seiner Frau langsam zum Halse raus.
„Hank, du nicht auch noch... Ich weiß was ich gesehen habe... Es waren Sandra, Mister Dibny und ein Wolf!"
„Ein Wolf? Vielleicht war das einfach nur ein Hund..."
„Hank, halt den Mund und fahr weiter!" maulte Carol und wies auf die Straße.
Connor schlich weiter durch das Labyrinth von Gängen in diesem ehemaligen Militärgelände. Er hatte den Flüssigen Mann verloren und wusste nicht welchen Gang er nun nehmen musste. Es war dunkel, wenige Glühbirnen gaben gerade genug Licht um die Wände zu erkennen. Connor schlich weiter. Die Gänge waren Gruselig und die Atmosphäre mehr als Unheimlich. Die Meisten Türen waren Abgeschlossen. War eine Tür offen war der Raum dahinter leer oder nur voller altem, unbrauchbarem verrostetem Militärequipment. Connor schlich weiter planlos umher... er hatte sich heillos verirrt...
Die Erwachsenen unterdessen kamen an der Stelle am Zaun an an der Connor sich übergeben hatte. Sie waren am Ziel. Warren verwandelte sich wieder in einen Menschen und brachte Sandra und Ralph dazu sich die Augen zuzuhalten da er völlig nackt war. Trotz allem fror er nicht.
„Hier! Connor war hier! Er hat sich da Übergeben!" sagte er und zeigte auf die Stelle.
„Und wo ist er jetzt?" fragte Sandra besorgt und sah sich um. „Connor! Connor, wo bist du? Warren, zieh wenigstens eine Hose an! Connor..."
Zusammen schlichen sie am Zaun entlang. Die Frau des Wisschaftlers ging ebenfalls am Fenster entlang und sah aus dem Augenwinkeln heraus den nackten Warren am Zaun. Begeistert presste sie Hände und Gesicht an die Scheibe. Sandra und Ralph waren von Büschen verdeckt. Aber Warren konnte sie in all seiner 'Pracht' sehen.
„WOW! Was für ein Mann!" murmelte sie sabbernd. Sie schätzte ihn auf weit über zwei Meter und geriet beim Anblick seines Bodybuilder-Körpers in Wallungen. Auch ihr kam nicht in den Sinn Alarm zu schlagen, das Fremde in der Nähe umher schlichen. Ihre Gier nach gutaussehenden Männern schaltete ihren wenigen Verstand aus. „Nihm mich!"
„Ughh..." zuckte Warren zusammen.
„Was?" fragte Sandra.
„Ughh... Mir ist es gerade Eiskalt den Rücken runtergelaufen!"
„Und du prahlst damit das du nie frierst! Jetzt zieh dir wenigstens eine Hose an." sagte Sandra und reichte Warren seine Hose die er dankend annahm.
„Sandra, sehen Sie!" sagte Ralph.
Im Schnee vor dem Zaun hatte er einen Pfeil gefunden. Es war einer von Olivers Pfeilen die er geklaut hatte und war aus dem Köcher gefallen als dieser sich im Zaun verfing. Der Schnee rund um die Stelle war Plattgedrückt und es waren viele Spuren zu sehen. Der Zaun war mit Kabelbindern am Mast provisorisch Fixiert worden und das Kabel war repariert. Warren schnupperte am Zaun und am Boden.
„Connor war hier! Er muss hier reingekommen sein. Au weia... Der Kerl schon wieder." erkannte Warren. Er konnte den Mann riechen den er auch im Auto der Ostermans gerochen hatte. Der Unsichtbare hatte den Zaun repariert! „Connor ist da drin. Und der Entführer auch!"
Sandra unterdrückte einen Schrei. „Mein Baby ist in diesem Ding da drin!" sagte sie den Tränen nahe und wies auf das große unheimliche Bauwerk das zum größten Teil im Berg lag. „Wir müssen da rein."
Sandra griff mit der Hand nach vorne. Ralph hielt sie ab doch er wurde von ihr gegen den Zaun gedrückt. Warren griff mit der Hand gegen den Mast und bekam sofort einen Schlag. Geschockt sahen Sandra und Ralph wie Warren einen Moment zuckte und dann nach hinten flog. Rauch stieg aus seiner Hand auf. Eine Brandwunde zeichnete sich darauf ab. Sonst schien er okay zu sein. Sandra ging auf ihn zu und sah sich seine Hand an. Die Wunde fing bereits an zu heilen.
„Warren! Bist du okay?" fragte Sandra besorgt.
Warren schüttelte seine gegrillte Hand und sammelte sich. „Autsch... Der Zaun ist elektrisch!"
Ralph der immer noch an den Zaun gelehnt war realisierte sofort das er keinen Schlag abbekommen hatte. Ralph drehte sich um und griff an verschiedene Stellen am Mast und am Zaun. Er bekam keinen Schlag. „Wieso bekomme ich keinen Schlag?"
Warren sah Ralph schief an: „Sie sind aus Gummi! Das leitet ja keinen Strom."
„Ach ja." sagte Ralph und lies den Zaun los.
„Los, zeigen jetzt ihre... Dehnbarkeit und Verwandeln sie sich in... eine Leiter oder so was damit wir da rein kommen." sagte Sandra harsch.
„Sie wollen da wirklich rein?" fragte Ralph. „Wir wissen nicht wie viele Metawesen da drin sind."
„Mein Sohn ist da drin. Es könnten eine Millionen Metawesen sein, ich gehe nicht ohne mein Baby. Und jetzt machen sie schon."
Dem harschen Ton seiner Nachbarin folgend trat Ralph einen Schritt zurück. Jetzt war er dran. Ralph streckte seinen Gesamten Körper in die Länge schwang sich über den Zaun landete mit den Händen auf der anderen Seite im Schnee. Ralph war nun mit den Händen auf der anderen Seite des Zauns am Boden und mit den Füßen immer noch auf dem Boden außerhalb. Sein Körper schlug wellen und so gut es ging formte er aus seinem U-förmigen Körper eine Art Treppe über die Sandra unvermittelt über den Zaun kletterte. Auf der anderen Seite trat sie auf Ralphs Kopf und drückte diesen so auf dem Boden platt was dieser mit einem Stöhnen abtat. Der mehr als doppelt so schwere Warren brachte ihn mehr zum Stöhnen und lies Ralph Nachgeben als dieser Oben angekommen war. Warrens Bein ging durch Ralphs Rücken durch und presste sich durch dessen Magen durch den Bauch hindurch während Ralph nach lies und schlaff zu Boden viel. Warren viel fast zwei Meter tief auf Ralph und drückte dessen Kopf nun komplett platt.
Während Warren sich sammelte, Ralph sich wieder in seine normale Form zurück formte und Sandra den beiden wütend Kommandos entgegen brüllte hielten Carol und ihr Mann an der Straße wo Carol die Fußspuren zweier Menschen und eines Tieres sehen konnte die in den Waldweg führten. Es war inzwischen hell geworden. Die Straße weiter unten im Tal die Meadowood mit Valleyville verband und auf der Carol damals ihren Unfall hatte, war inzwischen voller Autos mit Menschen die zur Arbeit oder zum Einkaufen fuhren. Carol stieg aus dem Wagen und sah sich die Spuren an.
„Carol, bitte. Steig wieder ins Auto!" jammerte ihr Ehemann. „Carol, ich liebe dich, aber das ist wirklich lächerlich..."
Hank konnte nicht ausreden, da drang Sandras wütende Stimme aus dem Wald.
„Das ist Sandra!" sagten beide wie aus einem Mund. Sandras laute, durchdringende Stimme kannten Sie nur zu gut. Auch Hank stieg aus dem Wagen und folgte seiner humpelnden Ehefrau in den Wald...
Connor währenddessen kam in einem Gang an in dem etwas mehr Licht war. Vorsichtig schlich er in den beleuchteten Bereich. Behutsam drückte er den Knopf, der den zusammengefalteten Bogen seines Vaters aufklappte und griff nach einem Pfeil. Tapfer wie er war schlich er lautlos weiter und erreichte eine Art Empore über dem Wohnbereich. Im Wohnbereich, saßen alle hier Wohnenden Menschen, bis auf die entführten Kinder, im Wohnbereich in der Wohnlandschaft. Der Wissenschaflter lief auf und ab. Die beiden Metawesen saßen einfach nur da. Der Teenager war wie gewohnt desinteressiert und die Frau schwärmte noch von Warren und war genau so abwesend wie ihr Sohn der verzweifelt versuchte auf seinem eigenen Tablet irgendwie eine Internetverbindung zu bekommen.
„Es ist so weit. Da wir das Problem haben das nun dieses ganze Kaff da unten nach unserem Neuzugang sucht müssen wir das Vorhaben vorverlegen."
„Haben Sie den inzwischen Fortschritte gemacht?" fragte der Flüssige.
„Oh, ja allerdings!" sagte der Wissenschaftler. Connor hörte aufmerksam zu. „Es ist mir gelungen, von jedem, bis auf den jungen Mister Osterman, die DNS-Veränderung die durch die Teilchenbeschleuniger-Explosion zu entschlüsseln und ein Serum zu entwickeln das die jeweilige Fähigkeit an eine geeignete Person weitergibt..."
„Hoffentlich wird das nicht wieder so ein Reinfall wie deine Kryptonit-Experimente." maulte der Teenager ohne vom Tablet aufzusehen.
„Das ist ein anderes Kapitel!" sagte der Mann zornig. „Jedenfalls, ist es an der Zeit weiterzuziehen. Sobald ich meine Experimente an Mister Osterman abgeschlossen habe können wir zu Phase 2 übergehen."
Connor verkrampfte sich und musste sich zurückhalten. Der Mann hatte gerade gesagt das er Experimente an Jake durchführen wollte. Connor presste seine Hand um den Pfeil und zückte den Bogen. Doch er hielt sich zurück.
„Wo sind die Kinder?"
„Die hocken noch alle in der Kantine und Frühstücken." sagte der Flüssige.
„Gut dann gehen wir nachher und holen sie..."
Connor musste eingreifen. Er konnte das nicht zulassen. Er ging wieder in Deckung und kroch auf allen Vieren zurück in den Gang. Dann sah er es an der Wand. Ein verrostetes Metallschild das schief an der Wand hing wies ihm den Weg in Richtung dieser Kantine...
„Ich hole euch hier raus!" sagte er zuversichtlich und lief los.
Bitte um Review!
