Kapitel 21: Neuer Lehrer?!

Danke an:

Nici: Hey, ja wie versprochen kommt nun wieder etwas Romantik, aber auch wirklich nur etwas. Ja, Draco hat sich merkwürdig benommen, aber er ist halt ziemlich durch den Wind. Apus scheint so perfekt zu sein? Ich weiß nicht, bis jetzt ist er auch, immerhin ist er unter ganz anderen Umständen aufgewachsen. Na ja, mal sehen was ich noch so mit ihm anstelle. g Und wie gesagt, trotz Muttertag ein Kapitel. Danke auch für dein langes Review. Ich liebe es, wenn die so lang sind. Hab dich auch lieb!!!

Snuggles2: Mh, ist ja fies mit Klassenfahrt. Ich kenne so was, echt ungerecht. Aber wenn du dann wieder kommst hast du (hoffentlich) ganz viel zu lesen, obwohl es für mich langsam auf Grund der vielen Klausuren auch schwierig wird. Aber ich bemühe mich immer, da mich das Schreien irgendwie beruhigt und ablenkt. g Ach ja, du hast mir sämtliche Ideen geklaut in deinem Review. ‚lach' Mal schauen, ob ich sie trotzdem behalte oder ein wenig was ändere. Apus scheint doch ganz okay zu sein, oder? Na ja, noch sind meine Hände beim Tippen dafür, aber ob sich das ändern wird...'lach'

Sabysemilla: Ja, ein krasser und gewagter Schritt, aber mal was anderes, oder? ‚hoff'. Na ja, aber magst du die zwei Malfoys denn auch? Also besser den zweiten? Ja, wieder etwas Romantik. ‚grins'

Kissymouse: Ich glaube, die Sprache kann keiner, aber es gibt bestimmt den einen oder anderen, der sie lernen will. ‚grins'. Ja, ich weiß...meine Ideen und so sind immer etwas fragwürdig. ‚schäm'

Blue: Wow, dein Kommentar war ja nun mal richtig lang und übertrifft fast di von Al. Mann, ich liebe...liebe...LIEBE so lange Reviews. Vielen, vielen Dank. Blaise und Apus...mhh. Kannst du dir ungefähr vorstellen, wie Apus aussieht? Ich konnte das nicht so genau beschreiben. ‚schäm' . Jedenfalls du verstehst mich, dass das zwischen Draco und Harry nicht so schnell gehen kann. Und selbst wenn Blaise sich neu verlieben sollte, dauert das sicherlich auch ne Weile. Immerhin hing er ganz schön an unserem Draco. Und dann ist Apus auch noch stumm ‚schnief'... Ja, Lucius wird das wohl früher oder später erfahren. Von wem wohl? Hab schon einige Tipps dazu in diesem Chapter eingebaut. Bis zum nächsten Review bzw. Kapitel dann.

Und Mats: Ja, so ist brav ‚lach'...immer schön warten, geduldig sein und weiterlesen. Freue mich über jedes Review. Dir auch schönes Weekend, ich muss jetzt noch lernen, nach diesem anstrengend Kapitel. Bis zum nächsten dann.

Euch allen viel Spaß (wie immer) beim Lesen und ich hoffe, euch gefällt es!

Als Draco an seinem Zimmer in der nähe des Astronomieturms ankam, sagte er schnell das Passwort und trat ein.

Seine Augen brauchten eine Weile, um sich an die Dunkelheit im Raum zu gewöhnen, da beide Vorhänge bereits zugezogen waren, doch dann blinzelte er endlich in die Dunkelheit hinein und fand einen schlafenden Harry vor. Draco lächelte unbewusst bei diesem Anblick und ließ sich so leise wie nur möglich auf der Bettkante seines eigenen Bettes nieder, damit er Harry noch etwas weiter beim Schlafen beobachten konnte.

Als er diesen so gleichmäßig atmend und unschuldig aussehend vor sich sah, verschwanden alle Sorgen, Ängste und Fragen in seinem Kopf und es zählte nur noch dieser einzige Anblick.

Als er noch genauer hinsah, erblickte er etwas Leuchtendes unter Harrys Kopfkissen, was auf den Traumfänger zurückschließen ließ. Erneut lächelte Draco und erinnerte sich schwach daran, dass Harry in irgendeiner Nacht seinen Namen geflüstert hatte. Zwar wusste er nicht, ob dies auf etwas Positives oder Negatives hingedeutet hatte, doch Tatsache war, dass Harry in eben dieser Nacht von ihm geträumt hatte.

Wie in Trance stand Draco plötzlich auf und wechselte von seiner auf Harrys Bettkante. So hatte er den Gryffindor noch dichter vor sich und konnte sogar erkennen, dass dessen Mund leicht geöffnet war. Draco fühlte etwas Mulmiges in sich, etwas, dass er eigentlich nicht kannte, doch in letzter Zeit, wenn er in Harrys Nähe gewesen war, schon öfter gespürt hatte. Er atmete einmal tief ein und aus, wobei er merkte, dass sein Atem vor Aufregung leicht stockte, bevor er eine Hand auf Harrys Wange legte und vorsichtig mit den Fingerspitzen über die weiche Haut fuhr.

Das Gefühl in ihm wurde nur umso stärker und tat schon fast weh, doch trotzdem war es irgendwie angenehm. Außerdem spürte Draco, dass sein Herz schneller zu schlagen anfing. Erneut strich er mit dem Hauch einer Berührung über Harrys Wange, vom Mundwinkel bis zum Ansatz des Ohres, wo er dann eine vereinzelte Haarsträhne hinter streifte.

Mit einem Mal begannen Harrys Augenlider zu flackern, er bewegte sich unter Dracos Hand und nuschelte irgendetwas, bevor er seine Augen leicht öffnete und in die Dracos blickte.

Dieser wusste nicht warum, doch hatte er seine Hand nicht weggezogen und war nicht abrupt aufgestanden, sondern saß nach wie vor da und blickte zurück in die grünen Augen Harrys, die ihn nun verwirrt anblinzelten.

Wie automatisch strich er nun nur noch mit seinem Daumen über Harrys Wange, bevor dieser undeutlich fragte: „Draco?"

„Mh-mh...", erwiderte der Slytherin unbewusst und versank geradezu in diesen smaragdgrünen Augen.

Erneut begann Harry zu nuscheln: „Was machst du da?"

Erst jetzt realisierte Draco, was er hier wirklich tat, war kurz davor vor Schreck aufzuspringen, riss sich aber zusammen und versuchte die peinliche Situation etwas anders zu retten, auch wenn er nicht wusste, ob dies funktionieren würde.

„Das ist nur ein Traum...", erwiderte Draco leise.

Harry blinzelte erneut, bevor er murmelnd erwiderte: „Dann...müsste jetzt ja die Stelle kommen, in der du mich küsst..."

Hatte es funktioniert oder hatte der Gryffindor kapiert, was vor sich ging und spielte das Spiel nur mit? Doch der letzte Satz Harrys verpasste Draco einen heißen Schauer, bevor er sich – erneut wie in Trance –vorbeugte, um den Gryffindor einfach, ohne etwas zu erwidern, zu küssen.

Er war ihm so nahe und die nur zu Schlitzen geöffneten Augen Harrys trafen seine, bevor er genau diese schloss und nur noch auf das Gefühl der warmen Lippen Harrys wartete.

Warum tat er das überhaupt?, schoss es ihm willkürlich durch den Kopf, doch da war es schon zu spät. Der Atem der beiden wurde eins, bevor ihre Lippen sich zögernd trafen und Draco sämtliche von elektrischen Impulsen durch seinen Körper jagen spürte.

Er wollte mehr von dem, was er tat und löste sich kurz von dem Gryffindor, um dessen Reaktion sehen zu können. Doch zu seiner Enttäuschung waren dessen Augen noch immer geschlossen, sein Mund wieder leicht geöffnet und auch sein Brustkorb hob und senkte sich erneut in regelmäßigen Zügen.

Harry war wieder eingeschlafen.

Eine Welle der Enttäuschung durchzog den Slytherin, bevor er sich langsam vom Bett aufrichtete und zurück zu seinem eigenen kehrte. Eigentlich war es ja gut so, dass Harry wieder eingeschlafen war. Eigentlich war das das Beste, was ihm hätte passieren können, doch trotzdem störte es ihn.

Er legte sich hin und zog die Decke über seinen Körper, wobei er spürte, dass sein Herz nach wie vor schnell schlug.

Mit weit geöffneten Augen starrte er an die Zimmerdecke, bevor ihm erst jetzt einige Dinge bewusst wurden. Was hatte Harry gesagt? ‚Dann würde ja jetzt die Stelle kommen an der er ihn küsse'? Verwirrt schüttelte Draco sich. Zudem hatte Harry ihm die Lüge mit dem Traum tatsächlich abgenommen. War es also wahr? Träumte er wirklich von Draco? Träumte er wirklich, dass sie sich küssten und vielleicht sogar noch viel mehr taten?

Dracos Stirn legte sich in Falten, während trotz alledem wieder ein Kribbeln durch seinen Magen wanderte.

Okay, er mochte Harry wirklich gern, das hatte er sich mittlerweile eingestanden...aber so gern, dass er von ihm träumte oder gar in ihn verliebt war konnte er sich nicht vorstellen. Doch warum hatte er ihn dann eben geküsst? Vor Dracos Augen schien sich alles zu drehen. Was war nur los mit ihm?

Und wenn Harry wirklich von ihm träumte und dazu noch solche Dinge, musste dieser ja ebenfalls etwas Bestimmtes für ihn empfinden. Außerdem war es ja nicht so, dass Harrys Träume ungewollt oder zufällig kamen. Im Gegenteil er wünschte sie sich sozusagen mit der Hilfe des Traumfängers herbei.

Draco konnte mit seinen jetzigen, derartigen Gefühlen überhaupt nichts anfangen, weshalb er schließlich doch seine Augen schloss und versuchte an etwas anderes zu denken.

Was wohl Apus gerade machte? Und wie dieser sich morgen im Unterricht anstellen würde?

Diese Gedanken schafften es schließlich tatsächlich, Draco in einen tiefen Schlaf zu geleiten.

oooO0Oooo

Am nächsten Tag war Harry es, der als Erster aufwachte und sich gähnend erst mal ausgiebig streckte, um sich kurz darauf lächelnd am Hinterkopf zu kratzen.

Dann grabschte er unter sein Kopfkissen und grinste den jetzt wieder schwarzen Traumfänger an, bevor er ihn zurück in die Schublade seines Nachtschrankes stopfte.

In genau diesem Moment wachte auch Draco auf und blickte müde zu Harry herüber, wobei ihm sofort wieder bewusst wurde, was er gestern getan hatte. Er hatte Harry geküsst...Harry.

Draco blickte sich verwirrt im Zimmer um, bevor er bemerkte, dass er noch immer die Tageskleidung von gestern anhatte.

„Sieht aus, als hättest du nicht so gut geschlafen!", grinste Harry und riss Draco somit aus seinen Gedanken.

„Es geht...", erwiderte Draco, während er sich die Bettdecke von seinem Körper strich und sich finster dreinblickend aufrichtete, bevor er kurz inne hielt, sich zu Harry umdrehte und grinsend sagte: „Du hast den Traumfänger also doch wieder benutzt!"

Harry sah Draco verwirrt an und fragte zurück: „Woher weißt du das?"

„Hab' ihn gestern leuchten gesehen!"

„Oh...ja, stimmt....", wieder kratzte Harry sich verlegen am Hinterkopf.

„Und hat er dir geholfen?"

„Ähm...wie meinst du das?", Harry fühlte sich irgendwie ertappt, warum auch immer.

„Na, hast du auch was Schönes geträumt?"; Draco grinste, versuchte das Wissende aber zu verbergen.

„Ja, irgendwie immer das Gleiche...also das, was ich träume.", erwiderte Harry zögernd, woraufhin Dracos Augen sich kurz weiteten, er sich dann aber sofort wieder zusammenriss.

„Wieso? Du kannst dir deine Träume doch sozusagen aussuchen!", sagte Draco nun mit gerunzelter Stirn.

„Schon, aber jedes Mal wenn ich diese Kugel in meinen Händen habe und an was Schönes denken soll, denke ich das Gleiche...und bevor ich die Chance habe, an etwas anderes zu denken, leuchtet sie schon weiß auf!", erklärte Harry lächelnd.

Draco hatte wirklich Mühe nicht aufzulachen oder zu sagen, was er davon hielt. Stattdessen machte er sich auf zum Badezimmer und nuschelte dabei zu sich selbst, so dass Harry es nicht mehr verstehen konnte: „Das erklärt natürlich alles..."

Harry blickte dem Slytherin verwundert hinterher, bevor er sich schnell, bevor Draco wiederkommen sollte, umzog.

Wieso fragte Draco ihn auf einmal so viel über die Funktion dieses Traumfängers, das hatte er vorher doch auch nicht getan. Harry versuchte sich an einzelne Bruchteile seines diesnächtigen Traumes zu erinnern und plötzlich fiel ihm wieder dieser reale Kuss ein.

Wie immer in seinen Träumen mit Draco, hatten sie sich geküsst, doch dieses Mal war es so anders gewesen. Na ja, vielleicht hatte er letzte Nacht einfach tiefer geschlafen.

Harry zuckte unbewusst mit den Schultern, bevor er sich zurück aufs Bett setzte und darauf wartete, dass das Badezimmer wieder frei wurde. Da kurz darauf aber der Duschstrahl anging, entschied Harry sich dafür, erst mal seine Schulsachen zusammenzupacken, um dann gleich nach dem Frühstück zum Unterricht gehen zu können.

Er warf einen Blick auf seinen Stundenplan und stöhnte genervt auf. Es standen eine Doppelstunde Kräuterkunde mit den Ravenclaws, eine Doppelstunde Zaubertränke mit Slytherin, eine Stunde Wahrsagen mit Hufflepuffs und wieder eine Doppelstunde Verteidigung gegen die dunklen Künste mit den Slytherins an, welches aber den ganzen Monat lang durchgehen ausgefallen war, da sie noch keinen neuen Lehrer gefunden hatten.

Als er all seine noch gestern aufgeräumten Sachen zusammengesammelt hatte, wurde endlich das Bad frei und Draco drängelte sich wieder malfoytypisch an ihm vorbei, wobei er ihn leicht anschubste und Harry dadurch eines seiner Bücher fallen ließ.

„Pass doch mal auf, verdammt!", beschwerte er sich, doch Draco tat so, als hätte er nichts gehört.

„Was ist denn jetzt schon wieder mit dir los? Oder ist heute wieder der Tag in deinem Kalender angekreuzt, an dem du wieder von ‚eigentlich ganz nett' auf ‚unerträglich' wechseln musst?", fragte Harry gereizt, wartete aber auf keine Antwort mehr, sondern verschwand ebenfalls im Badezimmer.

Eigentlich hatte er auf solch einen Moment nur gewartet, aber trotzdem immer gehofft, dass er nicht kommen würde.

Er drehte den Wasserhahn an, drückte etwas Zahnpasta auf seine Zahnbürste und begann sich die Zähne zu putzen, während er in den Spiegel blickte. Tatsächlich, seine blasse Farbe war wieder endgültig verschwunden und sogar die schwarzen Ränder unter seinen Augen waren verblasst.

Während er auf Grund dieser Neuigkeit lächelte, spülte er seinen Mund aus und begann dann damit, sich zu waschen und seine Haare jedenfalls etwas zu bändigen.

Draco saß währenddessen auf seinem Bett, hatte seine Schulsachen ebenfalls bereits zusammengesammelt und war sich unsicher darüber, ob er auf Harry warten sollte oder nicht.

Warum er eben wieder so wütend gewesen war, konnte er sich selbst nicht erklären, doch irgendwie kam er mit dem Gedanke des gestern mit Harry geteilten Kusses nicht wirklich klar. Immerhin war Harry eben Potter und zudem der, der immer im Mittelpunkt stand.

Dann war da noch die Sache mit Apus und...irgendwie störte ihn plötzlich so vieles. Nun stand er doch auf und verließ das Zimmer, um vorm Essen nicht noch einmal auf Harry treffen zu müssen.

Kurz daraufhin verließ Harry das Badezimmer tatsächlich, schnappte sich mit einer flinken Bewegung seine Schultasche und verließ das Zimmer hastig, da er schon ziemlich spät dran war.

In der Großen Halle angekommen sah er, dass sich nur noch wenige Schüler an den Tischen befanden. Sie waren wahrscheinlich alle entweder jetzt erst ihre Sachen packen oder aber schon auf dem Weg zu ihren jeweiligen Stunden.

Der Tisch der Hufflepuffs war komplett wie leer gefegt, während am Slytherintisch nur noch Blaise, Crabbe, Pansy und Draco saßen, der ihn aber zunehmend zu ignorieren schien. Harry verstand das ganze Verhalten des Slytherins mal wieder überhaupt nicht.

Mit einer letzten Kopfbewegung blickte er zum Tisch der Ravenclaws herüber, an dem nur noch Apus und Kevin saßen, der Letztere aber gerade lächelnd aufstand.

Harry saß ebenfalls allein an seinem Tisch und spielte mit dem Gedanke, zu Apus herüber zu gehen, doch anderseits kannte er ihn überhaupt nicht und wusste nicht, wie dieser reagieren würde.

Aber die ersten beiden Stunden hatten sie eh zusammen Unterricht und so könnte Harry ihn mit zu den Gewächshäusern nehmen, da auch Apus' Schultasche bereits gepackt neben ihm auf der Bank zu liegen schien.

Harry atmete einmal tief durch, bevor er wirklich aufstand und zögerlich zu Apus herüber trat, der völlig in ein Buch vertieft war und Harry somit nicht bemerkte.

Harry wusste nicht, wie er auf sich aufmerksam machen sollte und räusperte sich schließlich kurz, bevor ein verlegendes: „Hey...", nuschelte.

Apus ließ erschrocken von seinem Buch ab, welches, wie Harry nun erkannte, das Buch über die Geschichte Hogwarts war.

Harry stand etwas unsicher da, während Apus ihn erstaunt anblickte und Harry schließlich anlächelte, um gleich daraufhin neben sich auf die Bank zu deuten.

Der Gryffindor nickte und setzte sich.

Apus betrachtete ihn eine Weile, bevor er mit einem viel sagendem Gesichtsausdruck auf Harrys blitzförmige Narbe deutete. Dieser verstand erst nicht ganz, lachte dann aber leise auf und erwiderte: „Ja, ähm...ich bin Harry...wie du sicherlich schon erkannt hast!"

Harry kam sich völlig dämlich vor bei dem, was er gerade gesagt hatte und lief gleichzeitig etwas rötlich an, während der Ravenclaw liebenswürdig lächelte und nickte.

Apus zögerte eine Weile, griff dann zu seiner Schultasche und schien nach irgendetwas zu suchen, bis er ein Pergament zur Hand hatte und einen Federkiel herauskramte.

Harry beobachtete ihn erstaunt und wartete gespannt auf das, was Apus vorhatte.

Dieser kramte noch nach einem kleinen Tintenfass, beugte sich dann vor und schrieb in einer ziemlich ordentlichen Schrift: Du scheinst viel mit meinem Bruder zusammen zu sein. Cho sagt, ihr teilt euch ein Zimmer.

Harry las sich die beiden Zeilen durch und nickte schließlich: „Ja, wir haben uns früher aber gehasst, ich weiß nicht mal, ob's immer noch so ist...", Harry lachte sarkastisch auf, „Wir waren Feinde seit der ersten Klasse und plötzlich wurde alles so anders...es ist eine lange Geschichte... Na ja, jedenfalls hat uns Dumbledore dann zusammen in ein Zimmer gesteckt. Warum genau weiß ich immer noch nicht!", erzählte Harry, während Apus ihm aufmerksam zuhörte.

Dann griff er wieder zu seiner Feder, tunkte sie in die rote Tinte und schrieb nun etwas krakeliger, da er es wohl ziemlich eilig hatte: Feinde? Warum mögen ihn so viele nicht?

Harry las es sich erneut durch und erwiderte dann: „Weil er ein arrogantes, kleines Arschloch ist.", er grinste.

Apus blickte ihn erstaunt an und schrieb dann: Und das liegt an seinem..., er strich das letzte Wort durch und verbesserte ...an unserem Vater?"

Harry überlegte eine Weile, bevor er leise antwortete: „Womöglich..."

Draco scheint dir viel von mir erzählt zu haben, weil du weder darauf reagierst, dass ich stumm bin, noch beeindruckt von der Aussage über meinen Vater bist!

„Ja, er hat mir nach eurem ersten Treffen bei Dumbledore so ziemlich alles erzählt!", Harry wandte den Blick kurz ab.

Nun blickte Apus Harry doch etwas fragwürdig an und schrieb schließlich langsam: Hast du heute nach dem Unterricht schon irgendetwas vor?

Harry grinste: „Nein, nur Hausaufgaben."

Nun lächelte auch Apus und schrieb: Hast du Lust, dich mit mir zu treffen und mir etwas von Draco zu erzählen?

„Warum redest du denn nicht selbst mit ihm?", fragte Harry mit gerunzelter Stirn.

Weil er gesagt hat, ich wäre nie sein Bruder gewesen und werde es auch nie sein!

„Das hat er doch garantiert nicht so gemeint!", erwiderte Harry aufmunternd.

Apus spielte mit dem Federkiel in seiner Hand und blickte Harry dabei traurig und bittend an.

Harry sah zurück in die wirklich viel blaueren Augen, stöhnte dann leise auf und erwiderte: „Naaa... gut! Wo und wann?"

Apus lächelte ihn glücklich an und schreib dann hastig: Um 17 Uhr! Wo? Gute Frage...kenn' mich hier nicht wirklich aus!", Apus grinste, während Harry leise auflachte.

„Stimmt ja...weißt du, wo die Bibliothek ist?"

Apus nickte.

„Du bist ein Ravenclaw...hätte ich mir eigentlich denken können!", Harry lächelte, „Dann um 17 Uhr in der Bibliothek...am besten vor der Tür zur Bibliothek, okay?"

Apus nickte und schrieb noch schnell ein Danke!

„Wir müssen los, haben jetzt Kräuterkunde...also wir Gryffindors mit euch Ravenclaws. Wollen wir zusammen hingehen?"

Apus nickte, trank noch hastig sein Glas leer und folgte Harry dann nach draußen auf die Ländereien Hogwarts, während Draco ihnen verbittert hinterher blickte.

„Lass die doch!", mischte Blaise sich nun ein.

„Ich mach' doch gar nichts...", erwiderte Draco zornig.

„Außer dass du sie, seit Harry sich neben deinen Bruder gesetzt hat, beobachtet hast?", erwiderte Blaise und hob eine Augenbraue.

Draco funkelte ihn an: „Harry muss sich ja auch einfach überall einmischen!"

„Ohoh!", grinste Blaise, „Spüre ich da etwa Eifersucht?"

„So ein Schwachsinn!", verteidigte sich Draco.

„Wie läuft's denn sonst so mit unserem begehrten Gryffindor?", fragte Blaise nun noch breiter grinsend.

„Nichts läuft...", Draco stockte und überlegte, ob er Blaise von dem Kuss erzählen sollte, ließ es dann jedoch, weil er nicht noch mehr sarkastische Witze von seinem besten Freund ernten wollte. Außerdem wollte er nicht, dass Blaise sich irgendwie verplapperte.

„Na, dann...kommst du?"

„Wohin?", fragte Draco wütend zurück und starrte noch immer auf die Tür.

„Na, zum Unterricht! Übrigens komisch, so wie du jetzt guckst, hat Harry uns gestern auch hinterher gestarrt!"

Daraufhin bekam Blaise nur einen eiskalten Blick Dracos zu spüren, machte eine abtuende Geste und stand schließlich auf, um sich auf zur Pflege magischer Geschöpfe zu machen.

Erst als Blaise an der Ausgangstür stand, richtete auch Draco sich auf und folgte ihm.

oooO0Oooo

Die ersten beiden Stunden gingen wirklich schnell um, obwohl die einzigen, die sich meldeten immer nur Ravenclaws und Hermine waren.

Auch Apus schien ziemlich viel zu wissen, kam aber kein einziges Mal dran, da Madame Sprout nicht wirklich wusste, wie Apus sich äußern sollte.

Für diesen war die ganze Situation ziemlich ungewohnt und auch gleichzeitig sehr enttäuschend, er hatte so viel sagen wollen und hatte nicht ein einziges Mal die Chance dazu gehabt.

Nach der Stunde rief Madame Sprout ihn zu sich, während die anderen Schüler das Gewächshaus Nummer vier wieder verließen, Apus und ihrer Lehrerin jedoch neugierige Blicke zuwarfen.

Harry spürte irgendwie das Verlangen auf Dracos Bruder zu warten, tat es schließlich aber doch nicht und machte sich auf zum Kerker für Zaubertränke mit den Slytherins.

Diese Doppelstunde lief wie immer mit einem heftigen Punkteabzug für Gryffindor ab und als Zaubertränke dann endlich zu ende war, hörte mal aus allen Ecken der Gryffindors leise Beschwerden und verächtliche Worte über ihren Zaubertränkelehrer.

Wahrsagen war wieder einmal das langweiligste Fach und Harry sowie die anderen hatten Mühe sich bei dem starken Geruch von tausenden verscheiden Räucherstäbchen zu konzentrieren und ihre Augen geöffnet zu halten.

Trewlaney sagte Harry wieder seinen Tod voraus, woraufhin Harry nur seine Augen verdrehte und die anderen leise auflachten.

Als auch die Stunde endlich geschafft war, freute sich Harry schon auf den Nachmittag, als Trewlaney sich jedoch noch laut äußerte und sagte: „Verteidigung gegen die dunklen Künste findet heute wieder statt. Ihr habt in der zweiten Etage im hintersten Raum des Ganges Unterricht und euer Lehrer wird Professor Snape sein!"

Ein lautes Gemurmel zwischen den verschieden Häusern aber auch untereinander begann.

„Nicht Snape...", stöhnte Susan, eine rothaarige Hufflepuff.

„Warum er...?", fragte nun jemand anderes.

„Ich bring Dumbledore um!", keuchte Ron hinter Harry.

Hermines Augen funkelten nur, während sie irgendetwas vor sich hinfluchte.

Harry war nicht weniger entsetzt, schwieg jedoch und regte sich nur innerlich über den ‚neuen' Lehrer auf.

Wütend stapfte er neben Seamus in die Richtung des von Madame Trewlaney beschrieben Ganges.

„Harry?", fragte dieser nach einer Weile vorsichtig.

„Mh?"

„Ist dir aufgefallen, dass die Slytherins sich seit Apus' Ankunft irgendwie merkwürdig verhalten?"

„Nein! Wieso, was machen sie denn?", fragte Harry verwundert und interessiert zurück.

„Sie flüstern die ganze Zeit miteinander, schließen Malfoy und Zabini aber aus!", erzählte Seamus.

„Ach, wirklich?", Harry zuckte mit den Schultern, „Ist mir gar nicht aufgefallen.", er tat uninteressiert, obwohl er wirklich wissen wollte, was los war und sich, ob er es wollte oder nicht, anfing Sorgen zu machen...um Draco und Apus.

Er beschloss in Verteidigung gegen die dunklen Künste mal auf das zu achten, was Seamus ihm gerade gesagt hatte.

„Sag' mal? Und da achtest du drauf?"

„Das ist doch jedem aufgefallen!", wehrte sich Seamus.

„Mir nicht...", erwiderte Harry monoton.

„Du warst auch zu sehr damit beschäftigt, dich entweder mit Snape zu streiten oder Malfoy anzustarren."

„Ich hab' ihn nicht angestarrt!", Harry versuchte zurückzudenken, erinnerte sich aber wirklich nicht daran, Draco angestarrt zu haben.

„Hast du doch!", Seamus grinste.

„Wenn du meinst!", mit diesen Worten quetschte er sich an dem Iren vorbei und ignorierte weitere Kommentare und das Gemurmel hinter sich. Er war viel mehr gespannt darauf, wie Snape denn nun als der Lehrer, der er immer sein wollte, sein würde und vor allem freute er sich irgendwie auf das Treffen mit Apus. Auch wenn es bis dahin noch lange hin war.

TBC

A/N: So, das war's mal wieder. Wenn ich es schaffe, bekommt ihr heute Abend noch ein Chapter. Freue mich über jedes Review.

Phoenix-vulpecula -.-