Hallo!

Danke für die ganzen Reviews, das ist super!

Erstmal herzlichen Glückwunsch Fee^^, wegen ihr kommt das neue Kapitel jetzt schon ;-)

Und natürlich bin ich wegen dem 14.02 schon aufgeregt, bin gespannt auf das Buch, leider ist es das Letzte :-((

So euch viel Spaß!

LG

Zeichenerklärung:

//…………// bedeutet im Grunde das was Edward in den Gedanken anderer liest! ;-)

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Gegen die Zeit

~°~Edward Cullen~°~

Blind fuhr ich über die Straßen zum nächsten Flughafen in Seattle. Die Anderen mussten schon da sein und auf mich warten.

In meinem Kopf herrschte Chaos. Einerseits war ich mir sicher das wir sie retten konnten, dass durfte nicht ihr Schicksal sein! Nicht von einem so liebenswertem Menschen, meinem Engel. Auf der anderen Seite schmiedete ich bereits Pläne was ich tun würde wenn ich Bella verlieren sollte. Alles andere außer ihr war überflüssig. Ich hatte schon einmal erlebt wie es ist wenn ich mir bewusst war das sie aus meinem Leben verschwunden war und nicht wieder auftauchen könnte. Sie würde mich mitnehmen. Zumindest den Teil von mir der lebt.

Mit einem engen Schlenker stellte ich den Volvo auf zwei Parkplätzen gleichzeitig ab und ignorierte das verärgerte Rufen des Aufsehers. Was sollte es mich jetzt interessieren ob ich jemandem den Parkplatz stahl.

Ich blendete so gut es ging die Gedanken um mich herum aus, ich wollte nichts mehr hören! Im Hintergrund flüsterten die Stimmen und ich schloss die Augen um sie zu ignorieren.

//Was hat den denn gestochen?//

//Die jungen Leute!//

//Der rennt einen ja beinahe um!//

Von weitem konnte ich meine Familie bereits erkennen und Alice hetzte mich in Gedanken noch mehr. //Los Edward!//

Schlitternd kam ich zum Stehen und griff nach dem Ticket das Carlisle mir entgegen hielt. „Es ist alles geregelt. Der Flug geht sofort los, wenn wir Glück haben schaffen wir es schnell genug nach Volterra.". Carlisle legte mir die Hände auf die Schulter und hob mein Kinn damit ich ihn anschaute. „Es wird alles gut, Edward. Bisher haben wir noch alles geschafft!"

„Ich hoffe du behältst Recht. Ohne Bella ist mein Leben sinnlos."

Er nickte und Esme schob uns durch die Sicherheitsvorkehrungen. Bei niemandem von uns schlug es an, nur bei Alice, die ein Feuerzeug dabei hatte. Mit einem bezaubernden Lächeln ließ sie der Beamte ohne weiteres durch und kurze Augenblicke später saßen wir im bereits vollen Flugzeug.

Es kam mir so unwirklich vor das wir, die sonst alles schneller und besser können als normale Menschen, den Flug abwarten mussten und zum Zielort zu kommen. Was in dieser Zeit alles passieren konnte, wichtige Minuten, Sekunden, die vielleicht Bellas Leben bedeuteten. Ich spürte nicht einmal wie ich zitterte.

Alice strich mir sanft über den Handrücken und lehnte sich an meine Schulter.

//Wir schaffen es!//

„Könnt ich doch nur so positiv denken wie du, Alice.", flüsterte ich und schloss die Augen.

//Bisher haben wir sie immer retten können. Carlisle ist sich sicher das sie Bella noch nicht direkt verwandeln. Er meint es ist bei den Volturi üblich dass sie mit Planung vorgehen und bestimmte Rituale haben. Carlisle kennt Aro und die Anderen gut genug und ich habe bisher nichts gesehen was dagegen spricht.//

„Sie werden ahnen dass wir hinterher kommen."

„Sie glauben auch wir sind harmlos und haben keine Chance gegen sie!", murmelte Alice nun und drückte mir einen Kuss auf die Wange.

Wir ignorierten die Stewardess die mit einem Wagen voll von Sandwichs vorbeigetrippelt kam und Jasper, der am Rand saß, ein entzücktes Lächeln schenkte. „Schinken oder Käse?"

Jasper knurrte und konzentrierte sich darauf die Luft anzuhalten. Für ihn war es besonders schwer zwischen den vielen Passagieren. Insbesondere die Flugangst mancher Menschen in der Maschine weckte seine Instinkte. Angst brachte das Blut der Menschen in Wallungen und dann roch es noch viel verführerischer.

„Wir möchten nichts, Danke Miss.", antwortete Carlisle höflich und die junge Frau schob ihre Unterlippe vor. //Sehen die Männer dieser Familie umwerfend aus. Leider nur nicht besonders gesprächig, so ein Pech!//

Ich verdrängte die Vorstellung von Bella neben mir, die bei dem Gesicht der Stewardess wahrscheinlich leise gekichert und provozierend nach meiner Hand gegriffen hätte. Ihr Gesicht ging mir nicht aus dem Kopf.

„Wir sind gleich da.", stellte Alice leise fest und ich merkte erst jetzt dass ihr Blick, genau wie meiner an den Bildschirm vor uns geheftet war, in dem die ungefähre Ankunftszeit in Italien eingeblendet wurde. Für mich schien es als würde die Uhr stehen und wir uns Bella kein Stück näherten. Ich fühlte mich einfach hilflos.

Jetzt wandte Carlisle sich an mich und er wirkte ungewohnt angespannt. „Ich möchte dass wir zusammen bleiben Edward, bis wir etwas anderen beschließen. Und es wird nicht gekämpft wenn es nicht nötig ist, ich will die Volturi nicht unnötig auf uns hetzen. Hast du das verstanden?". Es wirkte mehr wie ein Befehl und Wut kochte in mir hoch.

„Ich muss das tun was Bella rettet.", knurrte ich und ich unterdrückte das Grollen in meiner Brust. Die Passagiere vor uns warfen uns sowieso schon misstrauische Blicke zu.

„Wir werden sie zusammen retten. Ich bitte dich, tu diesesmal was wir gesagt haben und ich verspreche dir, dass wenn wir nicht zu spät kommen, alles gut gehen wird.". Selbst in Carlisles Stimme schwang Zweifel mit und ich war kein kleines Kind mehr das man täuschen konnte. Das war ich seit einem Jahrhundert nicht mehr!

„Carlisle, ohne Bella kann ich nicht weiterleben. Und es wäre genauso schlimm sie als Eine von uns in den Händen von Aro und den Anderen zu wissen. Wir müssen wirklich alles versuchen."

„Sie gehört zur Familie und wir tun alles um diese zusammenzuhalten. Bella ist für mich wie eine Tochter, egal ob Mensch oder Vampir.", versprach er mir und ich nickte. Natürlich wusste ich dass Bella allen am Herzen lag. Nur wie sie so ruhig bleiben konnten war mir ein Rätsel.

„Wir sind da!", keuchte Esme und wir drängelten uns zum Ausgang, noch bevor die Maschine endgültig stand. Die Stewardessen hatten es aufgegeben uns zu bitten sich wieder zu setzten.

„Wir danken ihnen mit Top Air geflogen zu sein und wünschen ihnen einen schönen Aufenthalt.", flötete eine Blondine in das Mikro und das ganze Flugzeug applaudierte für den Piloten.

„Jaja, jetzt öffne diese verdammten Türen.", knurrte Emmet neben mir und ballte die Fäuste. Ich hätte auch am liebsten die Türen aufgeschoben.

Dann endlich hasteten wir den Gang entlang und rannten durch das Flughafengebäude zum nächst gelegenen Ausgang. Dort warteten wir auf Alice die einen Wagen klauen wollte. Ich betete dass sie diesesmal nicht erst nach dem passenden Modell, das ihr gefiel, gesucht hatte.

Ein großer schwarzer BMW hielt mit quietschenden Reifen und Alice rückte auf den Beifahrersitz um Emmet an das Steuer zu lassen. Er war eindeutig in solchen Situationen der beste Autofahrer.

„Das war der erste der mir in den Blick fiel, ehrlich!", murmelte Alice und zog eine Grimasse als sie unsere Blicke bemerkte.

„Schon gut Schatz, hauptsache wir passen alle rein und er fährt.", sagte Esme und strich meiner Schwester sachte über die Wange. Konnten sie sich solche Diskussionen nicht für später sparen?

Emmet jedenfalls verlangte alles von dem Wagen und wir erreichten in wenigen Minuten Volterra.

Die Sonne hier ging langsam unter, was es uns einfacher machen würde durch die Stadt zu laufen ohne dass wir auffallen würden. Allerdings war es immer noch eine andere Sonne als in Forks, auch bei Sonnenuntergang.

Mehrer Autos rasten an uns vorbei und in den vielen Bistros herrschte noch immer reger Betrieb. Wenn uns die Temperatur draußen etwas ausmachen würde dann wäre mir sicherlich sehr warm in dem Rollkragenpulli den ich trug.

Wir fuhren jetzt viel zu schnell die kleinen Gassen entlang, bis zu dem Punkt wo es einen Eingang zum Sitz der Volturi gab. Ich konnte mich noch gut daran erinnern als wir vor zwei Jahren dort gewesen waren. Ich kannte keinen anderen Weg.

„Würde es nicht schneller gehen wenn wir die Volturi provozieren und sich einer von uns zum Beispiel absichtlich der Sonne nähert? Das was Edward machen wollte als er hier war um sich töten zu lassen. Dann kommen sie sofort und bringen uns zu Aro.", fragte Rosalie und warf mir einen kurzen Blick zu. Ich ignorierte den Unterton in ihrer Stimme. Bei Rose war so etwas reine Übungssache!

„Dann wissen sie aber dass wir hier sind und sie werden sich dann umso mehr mit Bella beeilen. Keine besonders gute Idee.", murmelte ich und schüttelte den Kopf, so hatten wir zumindest den Überraschungseffekt auf unserer Seite.

„Edward hat Recht, Rose."

Ich hatte bereits die Türklinke in der Hand als wir in der Nähe des Marktplatzes hielten, wo ich mich damals der Menschenmenge in der Sonne zeigen wollte, bevor Bella mich daran hinderte. Wieso konnte sie nicht auch jetzt einfach hinter der nächsten Ecke hervorkommen und mir in die Arme fallen?

Dort wo wir jetzt waren konnte man keine Menschenseele mehr sehen und wir brauchten uns nicht mehr an die Menschengeschwindigkeit halten. Wahrscheinlich traute sich keiner der Italiener in solch unheimliche enge Gassen. Von weiter fern konnte ich ein Stimmengewirr aus einer Kneipe hören.

Rasch rannten wir die Gassen entlang zu der Öffnung im Boden, die nur durch ein Eisengitter verschlossen war. Ich riss es hoch und sprang ohne zu überlegen in das schwarze Nichts.

Leichtfüßig kam ich unten auf und trat einen Schritt beiseite als Esme sprang. Ungeduldig trat ich von einem auf den anderen Fuß bis alle da waren.

Unsere Schritte hallten an den steinernen Wänden leise wieder und ich hielt in der Dunkelheit Ausschau nach der Eisentür die in das innere des Gebäudes führte. Es war stockdunkel, aber zum Glück gehörte es zu unseren Fähigkeiten auch dann noch gut sehen zu können. Mir wurde klar wie schrecklich es für Bella gewesen sein musste durch die Düsternis zu gehen. Dazu war es hier unten alles andere als warm und nicht mehr mit der frischen, warmen Luft an der Oberfläche zu vergleichen. Von Weitem konnte ich einen Lichtschimmer erkennen und ich verstärkte mein Tempo. Alice war neben mir.

Zu meiner Verwunderung stand die Tür auf und ich fuhr mir den Fingern die Eisenstäbe nach. Schon hier roch es nach meinem Engel und ihr Geruch wühlte meine Gefühle noch mehr auf. Ich sog ihren Duft so tief wie möglich ein.

//Ich riech sie auch!//, teilte Alice mir mit und strich mir über den Rücken, bevor sie mich weiter durch das Tor drückte. Ich duckte mich hindurch und jetzt standen wir in dem bereits vertrauten hellen Gang. Hier sah es noch alles andere als königlich aus und auf keinen Fall besonders einladend.

„Los, such wir Bella. Ihr Geruch wird immer stärker.", knurrte Carlisle und wir erreichten den Aufzug der uns hoch in die Empfangshalle bringen würde. Dann war es wahrscheinlich nur noch eine Frage der Zeit bis wir entdeckt werden würden.