Epilog

Grissom ging nach langer Erholungspause wieder arbeiten. Sara hätte ihn zwar gerne länger zu Hause eingesperrt, aber ihrem Verlobten fiel so langsam die Decke auf den Kopf. Sie dachte immer,, Grissom hätte keinen grünen Daumen, aber nach den Wochen zu Hause hatte Grissom aus dem Garten ein kleines Paradies gemacht.

Sara kam ins Schmunzeln, als sie die kleine Sandkiste im Garten entdeckte. Aber sie konnte es ihrem Verlobten nicht verdenken. Sie freuten sich so sehr auf ihr gemeinsames Kind, dass sie jede freie Minute darüber redeten.

Zwei lange Wochen behielten sie es für sich, dass sie nicht nur bald heiraten würden, sondern auch bald ihr erstes Kind erwarteten. Sie glaubten eigentlich an die Fähigkeiten ihrer erfahrenen Kollegen und warteten darauf, dass sie es von selbst herausfanden, aber selbst Catherine, die dafür bekannt war, ziemlich schnell ihre Spürnase auszufahren, wenn sie ein Geheimnis witterte, hatte nicht den Hauch einer Ahnung.

So luden die werdenden Eltern ihre Freunde zu einem BBQ ein, um sie endlich einzuweihen.

„Gil, was du aus dem Garten gemacht hast, ist ja wirklich traumhaft", bemerkte Catherine, nachdem sie mit ihren männlichen Kollegen die Grissom/Sidle Residenz erreicht hatten und von dem prächtigen Grün förmlich erschlagen wurden.

Grissom hatte die Sandkiste abgedeckt, so dass Cath & Co. nicht gleich Verdacht schöpften. Sie hatten keine Hintergedanken, warum Sara und Grissom sie zum BBQ einluden, dachten einfach nur, das wäre eine nette Geste oder eine kleine Feier zur Rückkehr von Grissom ins Labor.

Nachdem sich alle satt gegessen hatten und Sara für ihren leckeren Salat lobten, kamen sie ins Gespräch, dabei fiel Nick erst jetzt die Plane im Garten auf.

„Hey, Griss. Versteckst du unter der Plane euren Mini-Pool?", fragte er lachend.

Grissom verneinte es nur, bot Nick aber auch keine Erklärung, was sich darunter verbarg. Jetzt schlug endlich seine Spürnase an. Nick fragte erst gar nicht, ob es Grissom was ausmachte, wenn er sich ein wenig im Garten umsah.

Sara verfolgte Nicks Taten und musste ihr aufkommendes Lachen unterdrücken. Vor allem als Nick die Plane anhob und das darunter Befindliche entdeckte. Nick war sofort klar, dass die Sandkiste nicht dazu da war, damit Grissom darin mit seinen Käfern spielen konnte. Dafür war er mittlerweile immer viel zu sehr mit Sara beschäftigt.

„Sagt mal Leute, ihr habt uns nicht zufällig was zu erzählen, oder?", sprach er Sara und Grissom direkt an und zog die Aufmerksamkeit seiner anderen Kollegen auf sich.

Noch immer hielt er die Plane hoch, damit auch sie sehen konnten, was sich darunter befand. Allesamt blickten danach etwas geschockt zu dem Paar, welches sich gerade köstlich über seine Kollegen amüsierte.

Sara, die sich auf Grissoms Schoß gesetzt hatte, nickte nur unschuldig. Grissom legte seine Hand auf Saras Bauch, wobei Sara ihre Hand auf seine legte und man ihren Verlobungsring nicht übersehen konnte. Catherine stand abrupt von ihrem Stuhl auf, der vom Schwung der blonden CSI nach hinten kippte.

Sara war über Catherines Reaktion erschrocken, war aber erleichtert, als diese ihr plötzlich um den Hals fiel und ihr die allerbesten Glückwünsche gab. Danach klärten Sara und Grissom auch die übrigen Unwissenden über ihre Verlobung und das Baby auf.

Alle freuten sich für die Zwei. Sie waren alle derselben Meinung, dass Sara und Grissom dieses Glück mehr als verdient hatten.

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Zusammen hatten Sara und Grissom beschlossen, nicht lange mit der Hochzeit zu warten. Es war aber auch Saras Wunsch, so schnell wie möglich den Namen Sidle ablegen zu können und die damit verbundenen schlechten Erinnerungen in Vergessenheit zu bringen.

Mit Catherine plante Grissom die Hochzeit. Es war ihm bewusst, dass Catherine sich schnell alles aneignen würde und am besten ihre Traumhochzeit organisierte. Aber er war froh über ihre Hilfe und sie machte auch alles nach Wunsch ihres besten Freundes. Sie wollte tatsächlich eine Traumhochzeit organisieren, aber eben die ihrer besten Freunde.

Denn mittlerweile war ihr auch Sara eine sehr gute Freundin, wenn nicht gar beste Freundin, geworden. Sara hatte sich oft mit ihr getroffen und verbrachte ihre grissomlose Zeit damit, mit Catherine und Lindsay Babyshopping zu betreiben.

Dann war es soweit. Der große Tag von Sara und Grissom. Die Hochzeit fand in San Simeon statt. Dort wo ihre Liebe erst richtig entflammte. Sara war mittlerweile im vierten Monat und passte, trotz des Babybauchs, perfekt in ihr weißes Hochzeitskleid. Grissom gefiel, dass man eine kleine Wölbung auch unter dem Kleid sehen konnte.

Sara dachte bis zum Tag der Hochzeit, dass sie in der nahegelegenen Kirche heiraten würden, aber Dr. Sloan, die ebenfalls, wie das ganze Team der Nachtschicht – die Lab-Techs und die Detectives inbegriffen – zur Hochzeit eingeladen war, hatte eine Überraschung für sie. Dr. Sloan hatte es geschafft, den Besitzer von Hearst Castle zu überreden, einen Tag lang keine Touren in dem Schloss machen zu lassen. Zudem erlaubte er, dass Sara und Grissom auf dem Schloss, welches auf dem Berg namens 'La Cuesta Encantada' (der verzauberte Berg) lag, heirateten.

Die Zeremonie war traumhaft. Sara hätte es sich nicht schöner vorstellen können. Die Trauzeugen Catherine und Nick, wie auch alle anderen, waren den Tränen nahe, als Sara und Grissom sich ihre Ehegelöbnisse vortrugen und sich das ‚Ja'-Wort gaben. Ein tosender Applaus ging durch den Raum, nachdem erst Grissom seiner Sara und dann Sara Grissom den Ring ansteckte und sie sich küssten. Für alle war es manchmal noch unglaublich, dass die Zwei, die jahrelang so aneinander vorbei gelebt hatten, jetzt ein verliebtes Ehepaar waren, in freudiger Erwartung auf ihr erstes Kind.

Den Brautstrauß von Sara fing die Laborantin Mandy, die danach Nick verlegen ansah und der heutigen Braut wurde so einiges klar, warum Nick in letzter Zeit so verliebt wirkte. Somit ahnte sie schon, auf welcher Hochzeit sie als nächstes tanzte.

Grissom hatte sich für ihre Hochzeitsnacht etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Es sollte keine typische Nacht in einer noblen Hotelsuite werden. Er hatte Sara die Augen verbunden und führte sie zu ihrem Lieblingsplatz, wo sie sich zur Zeit ihrer Therapie täglich aufhielt, um dem Klinikalltag ein wenig zu entfliehen.

Als Grissom ihr den seidenen Schal von den Augen nahm, war Sara überwältigt von dem, was sich vor ihr bot. Der ganze Steg war am Rand mit Kerzen verziert. Am Ende lag eine Matratze mit Decken und Kissen ausgebreitet. Daneben war nochmals ein Meer von Kerzen und lauter Köstlichkeiten. Selbst im Wasser schwammen Blumen, in denen Teelichter waren.

„Das ist so wunderschön, Gil", war Sara fast sprachlos.

„Nur für dich, Butterfly. Ich liebe dich, Sara Grissom", sagte er ihr liebevoll, als er sie in den Armen hielt und ihren Hals küsste.

„Ich kann dir gar nicht sagen, wie sehr ich dich liebe, Gil", gab Sara wohlseufzend zurück, da sie sich durch Grissoms Berührungen kaum mehr unter Kontrolle halten konnte.

Sie ließen sich auf das etwas andere Liebesnest nieder und liebten sich im Freien.

Danach lagen sie noch lange wach in den Armen des anderen und lauschten dem Meer und den vielen Insekten, die die Nacht zum Tag machten.

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Schon am nächsten Tag begann die Hochzeitsreise. Auch hier überraschte Grissom seine Frau, als sie am Pier in San Simeon entlang spazierten und in der Mitte, wo die Möglichkeit bestand, Boote fest zu machen, eine luxuriöse Jacht stand. Davor warteten schon alle Kollegen und Freunde auf das Paar.

Catherine hatte die pompöse Jacht, ihrem Vater Sam Braun, für einige Wochen abschwatzen können. Grissom wollte dies erst ablehnen, aber als Catherine ihm erzählte, was man auf der Jacht so alles machen konnte, gab er klein bei und hatte zugleich eine schöne Idee, wohin die Reise mit der Jacht gehen sollte.

Sie verabschiedeten sich von allen und gingen auf die Jacht.

„Los geht's, Captain Gil. Führen sie uns zum Glück", strahlte Sara ihren Mann an und gab ihm einen Kuss, als er das Boot startete.

Sie winkten ihren Freunden nochmal zu, bevor sie die Bucht verließen und nicht mehr zu sehen waren.

Eine halbe Stunde später ankerte Grissom an einem anderen Pier. Sara war verwundert, warum sie so schnell schon wieder hielten. Er machte auch keine Anstalten, ihr etwas zu sagen, sondern nahm sie an die Hand und lächelte sie die ganze Zeit an, während er sie führte.

Von Weitem konnte Sara schon merkwürdige Geräusche hören. Schon bald konnte sie sie einordnen und fühlte sich an San Francisco erinnert. Jedes Mal, wenn ein Hinweisschild kam, wohin sie sich denn gerade bewegten, wusste Grissom Sara geschickt mit einem Kuss abzulenken.

Erst, als sie an einem hölzernen Zaun ankamen, ließ er sie die Umgebung in Ruhe erkunden. Auf den ersten Blick konnte Sara nicht erkennen, was sie hier her führte. Dann aber hörte sie erneut das Geräusch und auf dem bisher unscheinbaren Sandstrand, der vor ihnen lag, sich etwas bewegteen.
Jetzt wusste Sara auch, wo sie waren. Grissom hatte sie zu dem See-Elefanten-Aussichtspunkt geführt, der direkt am Highway 1 lag.

Und kaum waren die Grissoms angekommen, kamen die müden Tiere auch in Bewegung. Es freute Grissom, in Saras Augen zu sehen, wie begeistert sie war. Ihre Augen strahlten vor Freude. Es waren zwar nicht die so aktiven Seelöwen vom Pier 39 in San Francisco, trotzdem war sie überwältigt. Aber das war noch nicht alles.

Sara konnte schon auf dem Parkplatz erkennen, wie einige Leute aufgeweckt durch die Gegend liefen, mit ihren Kameras bewaffnet. An einer Bank setzten sie sich und Grissom holte aus einer Tasche einen Nussriegel. Soweit Sara wusste mochte Grissom diese klebrigen Riegel nicht, genau wie sie. Umso verwunderter war sie, als er ihr die Hälfte abgab.

Sie sah ihn nur verwirrt an und bekam erneut sein Lächeln als Antwort. Als er dann ein kleines Stück von dem Riegel abbrach und es Richtung Boden hielt, war Sara total irritiert. Aber Sekunden später erkannte sie den Zweck der ganzen Sache. Denn schon bald kamen viele kleine Squirrels angelaufen und verlangten nach Futter. Schon bald waren die CSIs von mehr als zwanzig Stück dieser grauen Eichhörnchen umzingelt.

Schnell war der Riegel alle. Grissom bekam gar nicht mit, wie das Stück aus seiner Hand verschwand, prompt biss ihm eines dieser niedlichen Tierchen in den Finger. Liebevoll nahm Sara Grissoms Hand und führte seinen schmerzenden Finger an ihren Mund. Während sich die beiden tief in die Augen schauten und Grissom beim Anblick Saras schokobrauner Rehaugen fast zu schweben begann, pustete Sara erst auf den Finger und drückte dann einen Kuss auf die schmerzende Stelle.

Der Schmerz war schneller vergangen, als er kam. Und schon bald hatten die Squirrels neue Opfer entdeckt.

Zurück auf der Jacht, brach schon bald die Nacht an. Grissom setzte den Anker und bereitete eine weitere Traumnacht für Sara vor. Auf dem Deck hatte er eine Decke ausgebreitet mit vielen Kissen. Die Flasche Champagner durfte, wie die Weintrauben, nicht fehlen.

So lehnte er sich zurück und zog Sara in seine Arme. Beide schlossen für einen Moment die Augen, bevor sie in den Sternenhimmel schauten. Nach ein paar Gläsern des edlen Tropfens und dem gegenseitigen Füttern mit Weintrauben, rutschten die Zwei weiter in die Horizontale. Grissom starrte weiter in den Sternenhimmel, während Sara ihren Kopf auf Grissoms Brust ruhen ließ und die Augen geschlossen hatte. Gedanken versunken spielte Grissom mit Saras Haar, als er sich an etwas erinnerte.

„Weißt du, in der Zeit, lange vor deiner Entführung, verbrachte ich meine freien Tage auf dem Dach meines Haues und lag wie jetzt, allerdings ohne meine schöne Frau in den Armen, und habe in die Sterne gesehen. Ich krallte mich an jede Sternschnuppe, die ich sah, und wünschte mir das hier. Ich wünschte mir, endlich den Mut aufzubringen, dir zu sagen, was ich wirklich fühle. Irgendwann hatte ich gemerkt, dass es nichts bringt, und gab auf."

„Und doch ist dein Wunsch in Erfüllung gegangen, oder? Jetzt spielt es keine Rolle mehr, wie lang es gedauert hat. Das Warten hat sich für mich gelohnt. Ich kann es noch immer nicht glauben, dass wir verheiratet sind."

„… und bald ein Baby bekommen", freute er sich.

Auch an diesem Abend sah er eine Sternschnuppe und ließ auch diese nicht ungewünscht.

Während sie sich so leidenschaftlich küssten, fiel Sara etwas ein. Sie hatte lange überlegt, wann der richtige Zeitpunkt war, es Grissom zu geben. Jetzt schien er für sie gekommen zu sein, da sie sich von ihrem Mann löste und sich kurz entschuldigte.

Als sie zurück kam, hatte sie ein schwarzes Buch in der Hand. Erst glaubte Grissom, das wäre das Buch, welches er Sara zur Rückkehr geschenkt hatte. Aber an diesem Buch fehlten die goldenen Streifen. Sara reichte es Grissom, ohne etwas zu sagen.

Er schlug das Buch auf, las die große Überschrift ‚Mein Leben als Sara Sidle ' und sofort wurde ihm klar, worum es sich handelte.

„Butterfly, das muss du nicht machen. Darin stehen alle…"

Bevor er weiter reden konnte, hielt Sara ihn auf, indem sie ihren Zeigefinger auf seine Lippen presste.

„Es stimmt, da steht alles drin. Mein ganzes Leben. Und jetzt seid du und unser Baby mein Leben. Deshalb solltest du alles über mich wissen. Die guten, wie die schlechten Seiten", sagte sie ernst.

Sie wusste, wenn er das Buch gelesen hat, würde er noch mehr über unschöne Momente aus ihrem Leben erfahren, von denen er lieber nicht erfahren wollte. Aber sie hatte recht. Eine Ehe basiert auf Vertrauen und Ehrlichkeit. Und Sara hatte das Vertrauen in Grissom, dass er mit dem, was in dem Buch steht, umzugehen wisse.
„Ich weiß es zu schätzen, dass du mir dieses Buch, dein Leben, anvertraust. Aber ich werde es mir erst durchlesen, wenn wir diese Reise abgeschlossen haben", sagte er, was Sara mit einem müden Seufzen aufnahm.

Lange brauchte es nicht, bis sich die zwei Verliebten in den Schlafbereich verzogen.

Eine Woche schipperten die Zwei auf dem Ozean, bis sie ihr eigentliches Ziel erreichten. Es verwunderte Sara nicht, als sie den Hafen von San Francisco ansteuerten. Mit einem verzücktem Lächeln dankte sie Grissom, da sie sich immer wieder freute, in ihre alte Heimat zu kommen.

Es war wie eine Reise in die Vergangenheit, da sie alle Stellen, Restaurants, Cafés besuchten, an denen sie in der Zeit von Grissoms Aufenthalt in San Francisco auch waren. Zum Abschluss gingen sie dort hin, wo alles begann. An die Uni von San Francisco, wo Grissom damals das Seminar hielt. Grissom brauchte nicht lange, um den Raum zu finden.

Er stellte sich an das Dozentenpult, während Sara ihren Platz suchte, von wo aus sie damals Grissoms ersten Worten lauschte. Grissom hatte ihr es leicht gemacht und hatte den Stuhl vorher etwas verzieren lassen. Auf dem kleinen Tisch lagen eine Rose und ein Bild, welches Sara nur zu gut kannte. Es entstand genau zu der Zeit, als die beiden zum ersten Mal aufeinander trafen.

Es rührte Sara zu Tränen, an die schöne Zeit von damals erinnert zu werden. Oh ja, sie war wirklich schön die Zeit. Sara war zum ersten Mal in ihrem Leben richtig verliebt und wusste sofort, wer der Mann ihres Lebens war. Sie hatte damals aber nicht gedacht, dass es Tage später erstmal ein schmerzhaftes Ende dieser schönen Zeit geben, und es erst viele Jahre später richtig schön werden würde.

Sie war so in Gedanken, dass sie nicht bemerkte, wie Grissom sich neben sie setzte. Erst, als er ihre Hand nahm und über den silbernen Ehering fuhr, der mit ein paar glitzernden Steinen verziert war.

„Du hast mich damals wirklich um den Verstand gebracht. Nicht nur mit deinen vielen Fragen", lachte er.

„Ich konnte einfach nicht genug von deiner Stimme bekommen", sagte sie verlegen.

Daran erkannte er, wie ehrlich diese Aussage war.

Sie trafen im Unigebäude noch ein paar bekannte Gesichter. Die einen waren überrascht die Zwei als glückliches Ehepaar wieder zu sehen. Andere meinten nur, es schon immer gewusst zu haben.

Eine Woche blieben sie in San Francisco, bevor sie zurück nach Las Vegas flogen.

Schnell holte sie der Alltag wieder ein. Zwei Monate vor dem errechneten Geburtstermin kam Sara schon mit einer beträchtlichen Kugel vor ihrem Bauch in Grissoms Büro und bat ihn darum, dass ob sie mit den Stunden runter gehen könnte. Er war natürlich sofort besorgt. Es kostete Sara auch einige Zeit, ihn davon zu überzeugen, dass sie es nur wollte, um nichts zu riskieren. Es wurde für sie auch immer schwieriger Tatorte zu untersuchen, da ihr Bauch einige Male im Weg war.

Grissom freute sich über Saras Bitte ungemein, da es ihn auch beruhigte. Gleichzeitig erkannte er auch, was für eine tolle Mutter sie werden würde, da sie das alles nur für ihr Baby machte. Normalerweise wäre Sara nie auf so eine Idee gekommen, dafür war sie viel zu abhängig von ihrer Arbeit. Doch jetzt mit Grissom an ihrer Seite und dem Baby, das unterwegs war, hatte sie eine andere Droge, die sie abhängig machte: Ihre Familie.

Zwei Monate nach ihrer Frage lag Sara im Dessert Palms Hospital in den Wehen und verfluchte es, je mit Gilbert Grissom Sex gehabt zu haben. Sara war so schmal, da waren die Schmerzen bei der Geburt kaum auszuhalten. So gut es ging versuchte sie, diesen Schmerz an Grissoms Hand weiter zu leiten, der ihre Hand die ganze Zeit hielt.

Nach etlichen Stunden kam dann Saras erstes Kind zur Welt. Sie wollten sich überraschen lassen, was es wird und freuten sich dann von der Hebamme zur hören, dass es ein Mädchen war.

Sie legte Sara das kleine Bündel in die Arme und kam ins Schmelzen, als sie die glücklichen Eltern sah. Sowohl Sara, als auch Grissom, hatten Tränen in den Augen. Grissom sagte immer wieder, wie stolz er auf Sara sei und wie tapfer sie war. Es war für ihn nicht leicht, Sara mit solchen Schmerzen zu sehen, auch wenn es um ihre Tochter ging.

Er strich ihr die vom Schweiß befeuchteten Haare aus dem Gesicht und küsste ihre Stirn, bevor er Gleiches bei seiner Tochter tat. Zumindest das mit dem Kuss, da die Kleine noch nicht so viele Haare wie ihre Mom auf dem Kopf hatte. Es war aber jetzt schon zu sehen, dass sie die Haare und die Nase von der Mutter hatte. Die Augen waren allerdings so ozeanblau wie Grissoms.

Schon jetzt hatte die Kleine ihren Vater um den kleinen Finger gewickelt. Nicht nur sprichwörtlich, da sie versuchte, ihre kleine Hand um Grissoms Finger zu schließen.

„Wie heißt denn ihr kleiner Sonnenschein?", fragte die Hebamme.

Sara und Grissom tauschten einmal kurze lächelnde Blicke aus, als Sara sprach.

„Ihr Name ist Lysan."

„Die Heldin der Welt", komplettierte Grissom den Namen mit seiner Bedeutung.

Die Hebamme war entzückt von dem Namen und war überzeugt, dass das kleine Mädchen den Namen zu Recht trug. Zumindest ließen die Eltern der Kleinen keinen Zweifel daran, dass sie nicht eine Heldin der Welt sei.

Somit war das Glück von Sara & Gil Grissom endlich perfekt. Und nach Wochen der schönen Zeit wurde ihnen bewusst, dass Lysan Grissom nicht der letzte Nachwuchs von den Zweien, einst so weit auseinander lebenden Menschen, sein würde.


Ende

End

Fin

末端

نهاية

Приключвам

Τέλος

終わり

kraj

slutt

final