Hi, da bin ich wieder. Auch wenn ich diesmal ein paar weniger Reviews als sonst bekommen habe. Deshalb ganz besonders lieben Dank an all meine Stammleser: kurai91, dramine, deadnocta, jessica und crazylolly14. Ihr seid mein größter Ansporn so schnell wie möglich weiterzuschreiben. Einige von euch haben ja so ihre Vermutungen, warum ich Sean weiter in der Story lasse, wäre interessant, wenn ihr mir diese mal schreiben könntet ;D . Im übrigen habt ihr gerade das längste von allen Kapiteln vor euch, ganze 6 Word-Seiten. Mein neuer Rekord. Und ich danke euch echt nochmals ganz herzlich, dass ihr meinen Schreibstil und die Story so gerne mögt und lobt, weil mir das echt so super wichtig ist :D. Danke für den Knuffel und sonstiges Lob. Viel Spaß wünsche ich euch jetzt und wäre lieb, wenn ihr mir wieder ein Review dalassen würdet. Das richtet sich übrigens sowohl an Stamm- als auch an Schwarzleser
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Kapitel 21:
Silvesterparty der Idioten und Engel
„Was heißt hier, du kommst nicht mit, Granger?", Draco war aufgebracht. „Wir müssen,", er verdrehte genervt die Augen, „auch wenn es mir schwerfällt, die Party zusammen eröffnen. Du kannst nicht aussteigen."
„Wenn du dir Sorgen darüber machst, dass du Probleme mit Professor McGonagall bekommst, dann wären diese unnötig.", Hermine blieb also weiterhin bei ihrem Entschluss.
„Ach, und wieso, Granger!", er war jetzt bis auf wenige Millimeter an sie herangetreten.
„W...weil...weil ich eben bei ihr war und sie mich entschuldigt hat, außerdem habe ich ihr gesagt, dass du auch mit jemand anderem den Tanz eröffnen könntest.", sie wurde nervös bei Dracos sonderbarem Verhalten. „Und du hast ja nun wirklich die Möglichkeit."
„Achja? Und welche denn, Granger?".
„Sie!", und damit zeigte Hermine auf Claire, die mittlerweile vom Sofa aufgestanden war und nun ganz erfreut aussah.
„Ausnahmsweise hat das Schlammblut sogar mal Recht, Draco.", Claire bemerkte nicht, wie diese bei der Beschimpfung zusammenzuckte. „Du könntest mit mir den Tanz eröffnen. Der Schulsprecher und die Gastschülerin. Das perfekte Paar." Sie ging zu den beiden und schubste Hermine zur Seite.
Leicht verwirrt wusste diese erst nicht, wie sie reagieren sollte, ging dann aber langsam zu ihrem Zimmer. „Ähm, gut, dann wäre das ja geklärt. Viel Spaß auf der Party."
„Danke, den werden wir haben." Und schon zog Claire Draco mit sich Richtung Ausgang, doch dieser löste sich aus ihrer Umklammerung und ging wieder ein paar Schritte in die Mitte des Zimmers, nur um Hermine noch etwas zuzurufen.
„Du bist so ein bescheuerter Feigling, Granger! Manchmal muss man sich seinen Ängsten stellen, ich dachte eigentlich, dass gerade du das wissen müsstest."
Hermine zuckte zusammen bei seinen Worten. Seine Worte trafen sie. Nicht, weil sie gemein waren, sondern weil sie der Wahrheit entsprachen. Sie war ein Feigling. Sie hatte Angst ihm heute zu begegnen, zu sehen, wie er Spaß hatte. Vielleicht mit anderen Mädchen. Sie wollte es nicht sehen, deshalb wollte sie nicht zur Party gehen. Und ausgerechnet Malfoy hatte sie durchschaut. Ohne eine Antwort zu erwidern, ging sie die letzten Schritte zu ihrem Zimmer und schloß die Tür hinter sich. Draco jedoch war auch ebenfalls schon zusammen mit Claire aus der Wohnung gegangen.
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„Wo bleibt sie denn? Es ist gleich neun Uhr, die Party fängt jeden Moment an. Sie kommt doch sonst nie zu spät.", fragte Ginny gerade nervös Ron und Harry, die gelangweilt an einer Mauer vor der Großen Halle, dem Partyraum, standen.
„Man, Ginny, wir wissen es auch nicht. Ich habe außerdem keine Lust mehr hier noch länger zu warten. Mädchen brauchen einfach zu lange!", Ron war sichtlich genervt und Harry schien ihm im gewissen Sinne zuzustimmen.
Ginny hatte den beiden nicht gesagt, was mit Hermine los war, sondern einfach nur gesagt, dass sie ein bisschen krank sei und deshalb nicht zum Essen kommt und meistens ihre Zeit in ihrem Zimmer verbringt und die beiden hatten es akzeptiert. Doch jetzt machte sie sich echt langsam Sorgen um ihre Freundin. Sie wusste, dass es sie getroffen hatte, die ganze Sache mit Sean, doch dass sie sogar ein so wichtiges Event versäumen würde, das war wohl so gar nicht Hermines Art. Es blieb also nur noch eine Möglichkeit übrig, wie Ginny erfahren konnte, was mit ihrer besten Freundin war. Und diese Möglichkeit kam gerade die Treppen herunter, in Begleitung von dieser eingebildeten, dummen Tussi Claire. „Malfoy!".
Überrascht blickte dieser auf, als er die Stimme der rothaarigen Weasley hörte. „Was willst du, Wiesel?".
„Wo ist Hermine? Sie ist noch nicht hier, ihr müsst doch den Tanz eröffnen!". Auch ihr widerstrebte es, ihren nicht gerade besten Freund nach Hermine fragen zu müssen, aber irgendwas musste sie ja unternehmen.
„Falsch, Kleine. Draco eröffnet mit mir die Party. Das Schlammblut hatte einfach nicht die Nerven dafür.", antwortete ihr stattdessen Claire.
Langsam aber sicher wurde Ginny wütend. Was bildet sich diese dumme Kuh eigentlich ein? „Danke, dich habe ich nicht gefragt."
„Aber sie hat Recht. Granger kommt nicht, leidet wohl noch zu sehr unter uns Männern.", ein fieses Grinsen umspielte Dracos Lippen.
„Man, du bist echt so ein Idiot, Malfoy. Aber egal!", und schon rannte Ginny die Treppen hoch, mit dem Willen, ihre beste Freundin noch auf diese gottverdammte Silvesterparty zu schleifen und wenn es das letzte wäre, was sie tun würde. Für dieses Jahr, fügte sie noch grinsend in Gedanken hinzu. Draco Malfoy konnte ihr nur irritiert hinterherblicken, ehe er letztendlich doch in die Große Halle ging. Das ist die falsche Richtung, kleines Wiesel.
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„Mia!". Hermine wurde von lauten Klopfen und Rufen überrascht, als sie es sich gerade vor dem Kamin bequem gemacht hatte. Sie stand auf und öffnete das Portrait, durch das sofort eine atemlose Ginny hereintrat. „Ginny!".
„Jap, ich bin es, Mia. Wie kommst du nur auf diese bescheuerte Idee, nicht auf die Silversterparty gehen zu wollen. Das kannst du nicht machen! Und warum musste ich es ausgerechnet von Malfoy erfahren?", sie sprach so schnell, dass sie danach noch weniger Luft hatte als vorher schon.
„I... ich...", Hermine war überrascht von der Reaktion ihrer besten Freundin. „Ich kann einfach nicht, Ginny. Ich kann nicht auf die Party. Ich könnte es nicht ertragen, ihn zu sehen."
„Man, Mia, du bist echt ein bescheuerter Feigling." Diese Worte kamen Hermine jetzt doch sehr bekannt vor. „Und jetzt machen wir dich für die Party fertig."
Sie konnte es nicht glauben und schaute ihrer Freundin, die mittlerweile die Treppe zu ihrem Zimmer hochging, nach. Ginny sah wunderschön aus. Sie trug ein dunkelblaues, glitzerndes Cocktailkleid und hatte ihre roten Haare mit zwei Klammern festgesteckt, sodass sie aber immer noch offen waren und über ihre Schultern fielen.
„Jetzt komm schon, Mia." Ginny war mittlerweile stehengeblieben und schaute Hermine erwartungsvoll an.
Resigniert gab diese auf, zuckte die Schultern und folgte ihrer Freundin in ihr Zimmer.
„So und jetzt schauen wir einfach mal, was du so in deinem Schrank hast. Wird sicher was nettes dabei sein.", sagte Ginny, als sie beide in Hermines Zimmer standen.
„Ginny, da wird nichts dabei sein. Ich habe nur mein Ballkleid und das kann ich ja schlecht nochmal anziehen.", sie ließ sich auf ihr Bett fallen.
„Ach, du meine Güte, Mia. Was ist das denn geniales?", Ginny war außer sich vor Freude und als sie sich wieder zu Hermine umdrehte, hielt sie das Kleid, dass sie von ihrer Großmutter bekommen hatte, in die Höhe. „Das ist einfach atemberaubend. Das musst du einfach anziehen."
Hermine zog skeptisch eine Augenbraue in die Höhe. „Ach, Ginny, ich weiß nicht so."
„Man, Mia. Zieh es einfach an. Du wirst sehen, es passt perfekt zu diesem Anlass.", ihre Freundin warf ihr das Kleid zu und Hermine verschwand im Badezimmer.
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„AAAaahh, Hermine, du siehst einfach total wunderschön aus."Ginny war fast am ausrasten, als die angesprochene fertig für die Silvesterparty aus dem Badezimmer kam.
Hermine hatte das weiße Kleid, welches knapp über das Knie ging, angezogen. Es saß einfach perfekt, dass musste sogar sie zugeben. Am Oberkörper war es enganliegend und würde erst unterhalb der Hüfte weiter. Die weißen und durchsichtigen Stoffbahnen fielen ihr locker um die Beine. Sie musste also zwangsweise lächeln. „Ich weiß nicht, Ginny." Unsicher schaute sie ihre Freundin an.
„Komm schon, nicht so bescheiden, du siehst klasse aus. Warte, es fehlt nur noch...Sekunde!" und mit einem Schwenk ihres Zauberstabes, waren Hermines Haare trocken, und an einer Seite waren die langen Haare mit einer kleinen Spange zurückgesteckt. Noch ein Schwenk und ein klein wenig Make Up, wie dezent silberner Lidschatten, war auf Hermines Gesicht erschienen. „Fehlen wohl nur noch Schuhe.", stellte Ginny mit einem Blick auf die Füße ihrer besten Freundin fest.
„Ich habe aber keine passende Schuhe, Ginny.", meinte diese dann daraufhin.
„Keine Sorge, aber ich.", und schon hatte Ginny Hermine an der Hand gefasst und zog sie hinter sich her durch die Gänge Hogwarts. Kaum einer begegnete ihnen auf dem Weg zum Gryffindorturm, nur ein paar wenige, die entweder zu spät waren oder einfach nicht früher fertig wurden. Hermines Kleid wehte um ihre Beine hinter ihr her und die Schüler schauten sie alle überrascht an, wenn die beiden an ihnen vorbeirannten. Das brachte beide Mädchen jedes Mal zum lachen und Hermine merkte, wie gut ihr diese Fröhlichkeit tat. Genau das hatte sie doch irgendwo vermisst. Und ehe sie sich versah, waren sie schon im Gryffindor-Gemeinschaftsraum angekommen und Ginny hielt Hermine ein paar weiße Schuhe mit Absätzen unter die Nase.
„Für dich, ich ziehe sie eh nie an. Und sie passen einfach perfekt zu deinem Kleid." Ginny wurde leicht rot.
Hermine konnte es kaum glauben: „Ginny, du bist einfach die beste Freundin, die man sich vorstellen kann." Und voller Freude schloß sie ihre Freundin in eine herzliche Umarmung.
„Hey, hey, Mia, wir sollten langsam los, wir sind schon anderthalb Stunden zu spät."
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Draco war, nachdem Ginny davongestürmt war, in die Große Halle gegangen und war überrascht gewesen, wie „silvestermäßig" alles aussah. Von den Decken hingen glitzerne Girlanden und laute Musik tönte aus den Boxen, die in der ganzen Halle verteilt waren. Eine Bar, die die Schüler mit Getränken versorgen sollte, stand im hinteren Teil der Halle. Draco war beeindruckt, auch wenn er es niemals zugegeben hätte. Jetzt musste er nur noch den Eröffnungstanz hinter sich bringen. Er sah, wie Professor McGonagall ihm aufmunternd zunickte. Unauffällig nickte er zurück.
Professor McGonagall erhob sich von ihrem Platz und begann die Eröffnungsrede zu halten: „Meine lieben Schülerinnen und Schüler,
Ich heiße sie herzlich auf der diesjährigen Silvesterparty willkommen.
Unseren Eröffnungstanz, einer der wenigen standartmäßigen für heute Abend im übrigen,
werden Draco Malfoy und seine Partnerin vorführen und ich lade sie herzlich ein,
ebenfalls daran teilzunehmen.
Nun noch viel Spaß und genießen sie die letzten Stunden von diesem Jahr."Musik ertönte und Draco und Claire begaben sich auf die Tanzfläche, um die Party zu eröffnen. Schon kurze Zeit darauf waren sie längst nicht mehr die einzigen, die tanzten und beim Ende des Liedes, begaben die zwei sich an einen Tisch, der von Slytherins besetzt wurde.
Mit Claire zu tanzen hatte sich für Draco nicht besonders angefühlt und irgendwie fragte er sich, wie es wohl gewesen wäre, mit der eigentlich für ihn vorgesehenen Partnerin zu tanzen. Aber was lohnte es sich darüber nachdenken, Granger ist und bleibt eine bescheuerte Besserwisserin, die einfach zuviel von ihren Gefühlen geleitet wird. Was für eine lächerliche Schwäche, dachte sich Draco während er immer wieder lustlos an seinem Glas Hogwartssekt (Eigenkreation der Schule) nippte.
Die Mädchen am Tisch freuten sich natürlich am meisten an diesem Abend auf Mitternacht, wo sie letztendlich ihren „Traumprinzen" küssen würden. Draco nervte es, dass sie sich nun schon mehr als eine Stunde lautstark darüber unterhielten und ihm dadurch einige Kopfschmerzen zufügten.
Unsanft wurde er jedoch kurze Zeit später aus seinen Gedanken gerissen, als sich sein bester Freund Blaise neben ihn fallen ließ. „Was ist los, Draco?".
„Nichts ist los, siehst du doch.", erwiderte dieser genervt und eigentlich war das Gespräch für ihn damit beendet, doch er hatte nicht mit Blaise gerechnet.
„Ich dachte eigentlich, dass du froh wärst, nicht mit der Gryffindor tanzen zu müssen, doch stattdessen sitzt du hier und man könnte meinen, es gäbe sieben Tage Regenwetter!", Blaise tat, als ob es ihn nicht sonderlich interessieren würde.
„Ich weiß nicht, es passt einfach nicht zu ihr so einfach...". Moment mal, sprach er gerade über Granger? Hermine Granger? Sagte er Blaise Zabini damit nicht gerade, dass er wirklich an sie dachte? So ein verfluchter Mist. „Ich...", Draco versuchte nun, einen anderen Weg einzuschlagen, „Es ist mir egal, was mit Granger ist. Sie kann bleiben wo der Pfeffer wächst."
Blaise musste grinsen. „Alles klar, Draco, sicher doch. Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen, dass du gerade mehrmals an sie gedacht hast."
„Aber du weißt es ja besser, nicht wahr!", Draco funkelte seinen Freund böse an.
„Sicherlich. Dass sie nicht mehr mit diesem, wie hieß er noch, Sean zusammen ist, weiß mittlerweile übrigens fast die ganze Schule, dass er sie betrogen hat, weiß dennoch sogut wie niemand.", Blaise lächelte immer noch, ihm gefiel diese Unterhaltung mit Draco Malfoy definitiv.
„Geht ja auch niemanden etwas an.", verwundert jedoch hob Draco nun eine Augenbraue hoch. „Woher weißt du dann davon?".
„Sagen wir es so, ich habe meine Quellen. Und diese Quellen haben mir auch gesagt, dass sie mittlerweile hier ist. Auf der Party. Sie ist vor 15 Minuten hier erschienen. Wobei das inzwischen sogar jeder weiß."
„Von wem sprichst du, Zabini!", Draco tat, als wüsste er es nicht, obwohl er unbewusst an seinem besten Freund versuchte vorbeizuschauen, um zufällig ein paar braune wellige Haare zu entdecken.
„Von deiner kleinen Gryffindor. Ihre Ankunft wurde von ihren Freunden doch groß gefeiert. Also sei dir sicher, du wirst sie heute wohl noch sehen. Bessere also gefälligst deine Laune, Kumpel!", und mit diesen Worten war Blaise aufgestanden und verschwand wieder in Menge. Draco stattdessen nahm noch einen kräftigen Schluck von seinem Sekt, ehe er das Glas mit einem Knall auf den Tisch zurückstellte, was ihm einige erschrockene Blicke der anderen Slytherins und vor allem der Mädchen einbrachte.
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Hermines Freunde freuten sich wirklich, sie auf der Party zu sehen, auch wenn sie ziemlich spät erst aufgetaucht war. Ron haute Harry in die Seite, als Hermine sich gerade einmal umgedreht hatte, und meinte: „Ich habe dir doch gesagt, dass Mädchen immer zu lange brauchen." Doch Hermine hatte ihn gehört und kneifte ihn unsanft in die Seite. Jedoch lächelte sie ihn darauf an. „Du weißt, dass du das gerade verdient hast."
„Sekt? Darf ich euch einen Sekt anbieten?", Neville war gerade am Tisch erschienen und hatte ein Tablett mit mehreren Sektgläsern mitgebracht. Und so nahm sich jeder eins und die Gryffindor stießen an. Auf ihre Freundschaft. Auf ihr Haus. Auf alles.
Hermine hatte schon lange nichtmehr soviel Spaß und so freute sie sich, als sie einige Zeit später von Harry, natürlich mit Genehmigung von Ginny, zum Tanzen aufgefordert wurde.
„Gerne. Bin schon bei dir.", nahm sie dankend an.
Beim Tanzen vergaß Hermine normalerweise die Welt um sich herum, doch dieses Mal sollte es wohl nicht so sein. Unsanft wurde sie auf einmal von der Seite umgerannt und fiel hin. Harry hatte sie nichtmehr auffangen können. „Au, kannst du nicht aufpas...?"; doch als sie denjenigen anschaute, war sie sichtlich überrascht. Warum musste ausgerechnet er es sein? Die ganzen Erinnerungen kamen wieder hoch und Hermine hatte auf einmal deutlich das Bild von Sean und der Hufflepuff vor sich. „Ich...", sie stotterte verwirrt, „ich...sorry Harry... ich.. danke für den Tanz...". Und schon war Hermine von der Tanzfläche verschwunden.
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Draco war stolz auf sich. Er hatte den restlichen Abend bisher kein einziges Mal mehr an Hermine Granger denken müssen. Ok, er musste sich zugestehen, dass dies Claire Schuld war; sie hatte ihn so eingespannt, dass er entweder andauernd mit ihr tanzen musste oder aber ihn in ein langes Gespräch verwickelte. Blaise hatte er mittlerweile auch nicht mehr gesehen. Er bemerkte nur, dass sich die Halle langsam füllte, die Leute kamen wieder von draußen herein, schließlich würde bald das neue Jahr anfangen.
Claire hatte sich gerade wiedereinmal in ein Streitgespräch mit Pansy begeben, also nutzte er seine Chance, murmelte noch ein „Bin kurz mal weg!" und ging dann raus auf die Terasse runter zu den schneebehangenen Ländereien, wo sich offensichtlich keine Menschenseele mehr aufhielt. Er erkannte, dass Professor Dumbledore wohl einen Zauber über alles gelegt hatte, denn der Schnee, der vom Himmel fiel, erreichte nicht den Boden und trotzdem schien alles von nicht vorhandenen Laternen erleuchtet und glitzernd.
Plötzlich kam eine Windboe und Draco nahm überrascht eine Gestalt am hingezauberten Springbrunnen war. Ihre langen Haare und ihr weißes leichtes Kleid wurden durch die Boe an die Seite geweht. Für Draco sah es aus wie: Ein wunderschöner Engel, dachte er sich überrascht und unfähig sich weiter zu bewegen.
Allerdings war er wohl auf einen Ast, der sich unter dem Schnee befand, getreten, denn es knackste und die Gestalt drehte sich überrascht um.
Granger! Er konnte Verwirrtheit in ihren Augen erkennen und er glaubte sogar Tränen zu sehen. Jedoch wurde er in seinen Gedanken gestört:
„Was willst du, Malfoy? Mich wieder verhöhnen? Dass das Schlammblut geweint hat? Wegen einem Jungen?", sie wischte sich eine Träne aus dem Gesicht.
Mit wenigen Schritten war er bei ihr. „Granger, ich... ."
„Ja? Lach nur! Es ist mir egal. Es ist mir alles egal. Ja, verdammt nochmal, ich bin ein Feigling und trotzdem, ich bin hier, oder! Was sagt der große Malfoy dazu?" Wütend, was ihr durch den Tränenschleier kaum möglich war auszudrücken, schaute sie ihn an.
Draco stattdessen wusste nicht, was er sagen oder tun sollte, also machte er das erstbeste was ihm einfiel und kramte in seiner Tasche. „Hier, bitte, das brauchst du dringender als ich." Er hielt ihr ein Taschentuch unter die Nase.
Hermine schaute es skeptisch an. „Das ist nicht dein Ernst, Malfoy."
„Man, Granger, nimm es oder lass es bleiben. Aber bitte, hör endlich auf zu weinen." leicht genervt schaute er sie nun an.
„Ich...", sie überlegte kurz, riss es ihm dann aber doch aus der Hand. „Danke!"
„Kein Problem. Du solltest nur nicht... naja... nicht mehr wegen ihm so aussehen."
„Wie sehe ich denn aus?", herausfordernd blickte sie ihm tief in die Augen.
„Naja, weinend. Mädchen sollte nicht wegen Jungs weinen, du also auch nicht."
Hermine war überrascht. Solche Worte aus Draco Malfoys Mund? Dem größten Herzensbrecher der Schule? Sie musste lächeln.
„Warum lachst du?", fragte Draco überrascht nach.
„Weil du der größte Idiot der Welt bist und ich hiermit wohl zur größten Idiotin der Welt geworden bin." Sie zeigte um sich herum. „Naja, ausgerechnet du siehst mich immer wieder weinen. Ich bezweifel, dass du das für dich behälst und nicht gegen jemanden wie mich, ein Schlammblut, zu deinem Vorteil ausnutzt."
Erneut wusste er nicht was er sagen sollte. Sie war verletzt, sogar ziemlich und wieder war er es, der sie tröstete und sie trotzdem zum lachen brachte. „Darf dann der größte Idiot der Welt die größte Idiotin der Welt um diesen Tanz bitten?" Draco streckte ihr eine Hand entgegen.
Hermine war total überrascht. Er wollte mit ihr tanzen? Was war passiert? „Ich...ich...ähm... wieso!"
„Weil du mir einen Tanz schuldest." Er grinste. „Der Eröffnungstanz mit dir. Du hast ihn mir genommen. Und an Pflichten, solange sie von oben kommen, halte ich mich." Immer noch hielt er ihr seine Hand hin. Zögernd griff Hermine danach.
In der Großen Halle spielten sie gerade ein langsames Lied und da die Musik bis nach draußen zu hören war, fingen die beiden an, sich langsam zum Takt der Musik zu bewegen.
„Warum bist du wirklich hier raus gekommen?", fragend schaute ihn Hermine aus seinen Armen heraus an.
„Ich wollte alleine sein und dann sah ich dich." Dass er sie eigentlich erst für einen Engel gehalten hatte, behielt er lieber für sich. „Ich weiß nicht, bin halt ein Gentleman und konnte dich nicht alleine stehen lassen. Du färbst wohl ab mit deinem Verhalten, das ist nicht gut." Er grinste sie an und Hermine lächelte zurück.
Was war nur passiert? Sie tanzte gerade mit ihrem größten Widersacher und fand es nicht annähernd schlimm. Ja, sie genoß es fast. Er hatte sie zum Lachen gebracht, obwohl sie glaubte, nur noch weinen zu können. Wer war Draco Malfoy eigentlich wirklich? Sie war verwirrt und gleichzeitig fasziniert.
Draco Malfoy wollte es nicht glauben, aber genoß den Tanz mit Hermine Granger! Sie schien in seinen Armen federleicht zu sein und zu schweben. So hatte er wohl noch nie getanzt, aber er genoß dieses Gefühl, es kam ihm einfach zu richtig vor.
Der Moment schien ewig zu dauern, als sich die zwei zufällig gleichzeitig in die Augen schauten und beide in den Augen des anderen zu versinken schienen. Obwohl die Musik aufgehört hatte, hatten sie noch weitergetanzt, doch jetzt waren auch sie stehengeblieben. Draco schaute zu Hermine runter. Er schien sich in diesen braunen Augen zu verlieren. Ihre Gesichter kamen sich immer näher. Nur noch wenige Millimeter voneinander entfernt schlossen beide die Augen, erwartend, was jeden Moment passieren würde.
Plötzlich geschah alles auf einmal. Es war 12 Uhr Mitternacht und das Feuerwerkt ging los. Gleichzeitig hörte man ein schreiendes „Draaaaaco!". Ruckartig öffneten die beiden die Augen und fuhren auseinander. Claire kam angerannt und blieb unerwartet vor den beiden stehen. „Draco, ich habe dich gesucht. Es ist Mitternacht und ich wollte mir meinen Neujahrskuss abholen. Doch...", sie stoppte und blickte zu Hermine, die sie scheinbar erst jetzt wahrnahm. „Was macht die denn hier?"
Draco wusste nicht, was er sagen sollte, zu verwirrt war er von dem gerade eben geschehenen, doch Hermine nahm es ihm ab.
„Ich hatte mich verlaufen...wollte sowieso gerade wieder rein... ähm...machts gut.", sie wurde rot, wenn sie daran dachte, was gerade eben passiert war.
„Also los, verschwinde schon.", Claire schien ungeduldig.
Draco sah noch, wie sie ihm einen kurzen unsicheren Blick zuwarf, ehe sie schnell Richtung Schloss rannte. Das Kleid und die langen Haare wehten hinter ihr her, im Hintergrund das bezaubernde Feuerwerk.
„Ich versteh gar nicht, was die überhaupt hier auf der Party macht. Sean hat sie doch abserviert.", gleichgültig wand sie sich wieder ihm zu. „Und jetzt bekomm ich das, was ich verdient habe. Einen Kuss!". Sie warf ihre Arme um Dracos Nacken.
Das Feuerwerk knallte im Hintergrund und die gesamte Schülerschaft hatte sich nach einiger Zeit auf der Terasse versammelt, um sich das wunderschöne Bild anzuschauen. So hatte auch niemand Hermine bemerkt, die zwischen der Menge in die Große Halle gerannt war.
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Nur ein kurzes/langes/nettes/kritisierendes/lobendes Review? Bitte? ;D
