Vorbemerkung der Autorin:
Es gelten die gewöhnlichen Disclaimer. [...]

Vorbemerkung der Übersetzerin:
In den eckigen Klammern [...] stand etwas, das mit der Veröffentlichung des Originals im Zusammenhang steht und jetzt keinen Sinn mehr ergeben würde.
Das Original findet ihr wie immer unter "www Punkt fanfiction Punkt net /s/7673707/1/Bleach-and-the-Half-Blood-Prince".
Nächste Woche bin ich nicht online, deshalb gibt es heute schon das nächste Kapitel - ich wollte euch nicht drei Wochen warten lassen...

Anmerkung zum Textformat:
||Die Charaktere sprechen Japanisch||


Kapitel 21

Gengoro Onabara stand vor den fünfundzwanzig Schülern, die die Thestrale als fähig identifiziert hatten, Magie anzuwenden. Ihre vier Ausbilder standen abseits und warteten darauf, ihnen vorgestellt zu werden. Die Klasse war eine Mischung aus Schülern der fortgeschrittenen Klasse und der normalen Klasse. In beiden Sektionen hatten sich Leute mit der Fähigkeit befunden.

"Ihr fünfundzwanzig Schüler", sagte er ernst, während sein Blick über sie strich, "seid getestet worden und bei euch wurde festgestellt, dass ihr die Fähigkeit habt, eine spezielle Art der Magie anzuwenden. Diese ist kein Kido - von euch wird erwartet werden, dass ihr das zusätzlich zu dieser neuen Fähigkeit lernt.

"Dies hier wird die erste offizielle Klasse dieser Art hier in der Shinigami Akademie sein. Während wir hier sprechen, unterziehen sich vier voll ausgebildete Shinigami in der Welt der Lebenden einem weit härterem Training in dieser Magie. Generalkommandant Yamamoto, der Gründer unseres Instituts, hat das Erlernen dieser Fähigkeit als wichtig genug erachtet, um zwei Kommandanten und zwei Vizekommandanten in eine ihrer magischen Schulen zu schicken." Einige der Schüler sahen einander an und es war unter ihnen ein schwaches Murmeln zu hören, als sie davon erfuhren.

Eine Schülerin in der dritten Reihe hob die Hand.

"Wen - wen hat er geschickt?" fragte sie ein wenig schüchtern.

"Die Kommandanten Hitsugaya und Kurosaki und die Vizekommandanten Hinamori und Kuchiki", erwiderte er.

Das Murmeln unter den Schülern wurde lauter, als sie die Namen der Offiziere hörten.

"Beruhigt euch", befahl er streng. "Es wird von euch allen erwartet werden, dass ihr euer Bestes tut. Jetzt möchte ich euch eure Ausbilder vorstellen - sie waren alle Anwender dieser Magie, als sie am Leben waren und sie haben zugestimmt, unsere Schüler hier in der Soul Society zu unterrichten." Er drehte sich um und streckte eine Hand aus. "Professor Sirius Black." Sirius trat vor, verbeugte sich und trat dann zurück an seinen Platz. "Professor James Potter." James tat dasselbe, ein beruhigendes Lächeln auf den Lippen. "Professorin Lily Potter." Lily schenkte ihnen ein freundliches Lächeln und sie waren sofort von ihr eingenommen. Sie dachten, dass sie eins der nettesten Lächeln hatte, das sie je gesehen hatten. "Und Professorin Masaki Kurosaki." Eine neue Runde Murmeln und Rascheln erklang als sie Masakis Namen hörten. Lily lächelte ihre Freundin schwach an, das sie wusste, dass sie das erwartet hatte. Kurosaki war kein häufiger Name und von jedem mit diesem Nachnamen konnte man annehmen, dass er oder sie mit dem einmaligen Ichigo Kurosaki verwandt war... "Ich gebe euch in Ihre mehr als fähigen Hände."

James war der erste der vortrat, nachdem er gegangen war.

"Also dann -" sagte er mit einem schwachen Lächeln. "Ich bin sicher, ihr seid alle neugierig zu erfahren, was ihr mit dieser Magie tun können werdet, wenn ihr sie erlernt habt."

Ein Junge hob die Hand. "Ist sie besser als Kido?"

"Anders. Sie ist anders als Kido. Keins ist besser als das andere. Die Offiziere, die in der Welt der Lebenden auf diese Schule gehen - die wir übrigens alle selbst besucht haben - haben es tatsächlich gelernt, die beiden magischen Stile miteinander zu kombinieren und dadurch ein neues, sogar noch mächtigeres System zu erschaffen."

"Das stimmt", nickte Sirius, als die Schüler alle einander mit groß werdenden Augen ansahen. "Soweit ich weiß hat Kommandant Kurosaki beinahe das komplette Übungsgelände des Kido-Corps in die Luft gejagt, als sie daran gearbeitet haben, es zu perfektionieren - so mächtig ist es."

"Sie glauben nicht - dass wir so etwas lernen können, oder doch?" sagte ein anderes Mädchen mit zitternder Stimme.

"Nun ja - man müsste so stark wie ein Kommandant sein, um das zustande zu bringen", lächelte Lily sie sanft an, belustigt über den erleichterten Gesichtsausdruck, der über das Gesicht des Mädchens huschte.

"Können Sie uns etwas zeigen?" fragte jemand. Das hatten sie erwartet und hatten ziemlich lange und intensiv darüber diskutiert, was für eine Art Magie beeindrucken aber gleichzeitig auch sicher sein würde. Es war Masaki, die sich für einen Zauber entschieden hatte... sie hatte die Idee von ihrem Sohn bekommen... und sie übte ihn nun ungesagt aus...

Es fing mit der ersten Reihe an. Ein Kichern. Das sich langsam wie eine Welle nach links ausbreitete, bis die gesamte Klasse in sich hinein kicherte - wegen nichts. Ein paar Schüler, die nicht kitzlig waren, sahen sich mit Erstaunen zu ihren Klassenkameraden um, aber die Mehrheit der Schüler konnte nicht aufhören zu lachen.

Sie beendete das Lachen schließlich mit dem Gegenzauber und steckte den Zauberstab zurück in den Ärmel.

"W-was war das?" fragte einer und sah sich zu allen anderen um.

"Das war der Kitzelzauber", erklärte James. "Stellt euch vor, ihr könntet dafür sorgen, dass euer Feind sich - sprichwörtlich - zu Tode lacht."

"Hm, soweit ich weiß ist das vor ein paar Monaten einem oder zwei Espada passiert", sagte Sirius gedehnt.

"Man kann jemanden damit töten?"

"Oh ja", nickte Masaki. "Man kann sie sich auch zu Tode tanzen lassen..."

"Ich habe ein Gerücht gehört... dass Kommandant Kurosaki den Verräter Aizen ein zweites Mal nach Hueco Mundo zurück geschickt hat, indem er einen neuen Kido-Zauber angewendet hat..." sagte ein älterer Junge vorne in der Gruppe. Er hatte das Aussehen eines Edelmannes, dachte Masaki, also war es sehr gut möglich, dass er trotz der Tatsache, dass es eigentlich vertraulich sein sollte, etwas von dem Klatsch gehört hatte. Byakuya, Yoruichi und Soifon hatten ihr alle anvertraut, dass es beinahe unmöglich war, in Adelskreisen etwas geheim zu halten. Nicht nur anvertraut - sie hatten die Tatsache beklagt, obwohl es in Byakuyas Fall eher eine Warnung gewesen war. Sie konnte sich nicht vorstellen, dass er sich über irgendetwas 'beschwerte'.

"Es war kein Kido - es war ein Zauber namens Tarantellegra. Er lässt die Beine des Opfers unkontrolliert zucken. Wir hoffen alle, dass er immer noch in Las Noches einen Stepptanz aufführt..." Masaki lächelte, der Stolz auf ihren Sohn war deutlich sichtbar.

"Eh... Wenn es keine zu persönliche Frage ist - Sie beide haben denselben Nachnamen..." es war derselbe Schüler.

"Oh, das ist dir aufgefallen?" sie lächelte ihn strahlend an.

"Bedeutet das...?"

"Ja - Kommandant Kurosaki ist mein Sohn." Sie lächelte alle an. "Jetzt müssen wir euch einen knappen Überblick darüber verschaffen, was ihr für den Unterricht benötigen werde - und dann werden wir alle einen sehr alten Mann mit Namen Ollivander kennenlernen, der euch dabei helfen wird, einen von denen hier zu bekommen..." sie zog wieder ihren Zauberstab aus dem Ärmel. "Lily, würdest du bitte?"

"Natürlich..." Lily zog ihren Zauberstab hervor und schwenkte ihn in Richtung Tafel, wo Schrift erschien und dies ließ die Augen der Schüler groß werden.

Dieser Unterricht würde definitiv anders als alle anderen werden...

#

"Da ist so viel Papier! Warum gibt es so viel Papier?!" ächzte Kiyone, griff sich fest in die Haare und ließ ihren Kopf mit einem dumpfen Pochen auf den Tisch fallen ließ, genau als Hisagi das Büro betrat.

"Gibt es ein Problem, Kiyone?" fragte er und sah sie besorgt an. Er hatte bereits ein bisschen Zeit mit ihr verbracht, da dies ihr letzter Tag in der Fünften Kompanie war und er morgen seinen ersten vollen Tag hier verbringen würde.

"Ich erinnere mich nicht daran, dass Kommandant Ukitake jemals so viel Verwaltungsarbeit bekommen hat!" rief sie aus und sah zu ihm auf. Die Stapel Papiere flossen auf ein Buffet über, und Hisagis Augen weiteten sich als ihm klar wurde, dass sie sich tatsächlich auch auf dem Boden stapelten...

Kein Wunder, dass Ichigo sein Bankai verwenden musste, um damit Schritt zu halten; und er ist sowieso schon schnell...

"Ich dachte, dass er und Momo alles erledigt hätten, ehe sie gegangen sind..."

"Das haben sie!" jammerte sie. "Dieser Stapel kam während der ersten Woche, der ist aus Woche zwei, diese zwei Stapel sind aus Woche drei..."

"Oh Gott..." hauchte er. Kein Wunder, dass sie unglaublich gestresst war und kurz davor stand, sich die Haare auszureißen! Kazeshini fing an bei dem Gefühl des Grauens, das in ihm aufwallte, gackernd zu lachen, was dazu führte, dass er am liebsten den Kopf seines Zanpakuto gegen etwas geschlagen hätte.

"Gibt es hier drin ein Problem?"

Beide Offiziere drehten sich um und sahen Byakuya und Kamoru in der Tür stehen.

"Kommandant Kuchiki; wie geht es Ihnen? Gibt es etwas, bei dem wir Ihnen helfen können?" schaffte Kiyone in einem akzeptabel normalen Tonfall hervor zu bringen. Es war ihr möglicherweise nicht klar, dass sie einen leicht wahnsinnigen Blick in den Augen hatte. Byakuya hob eine Augenbraue.

"Ich verstehe. Es gibt also ein Problem."

"Ehm..." ihre Augen huschten zu den Stapeln mit Verwaltungsarbeit, ohne das sie es bemerkte. Kamoru lächelte schwach.

"Die Fünfte Kompanie bekommt mehr Schreibarbeiten als die anderen Kompanien, weil das meiste davon aus Berichten besteht, die sich auf die Akademie beziehen", erklärte er, während er zu einem der Stapel hinüber trat und ihn schnell durchblätterte. Er zog ein dickes Bündel heraus, das durch eine hölzerne Klammer zusammengehalten wurde. "Schauen Sie, dies ist einer davon. Weil der Kommandant noch nicht so lange hier ist und weil er und Vizekommandantin Hinamori beide den größten Teil des Jahres weg sein werden, legt der Schulleiter ein kleines Deckblatt auf seine Berichte. Er markiert sie als 'Dringend', 'Maßnahme erforderlich' oder 'Information'." Er zeigte den beiden den Zettel. "Dieser hier ist eine Information, also gehört er dort drüben hin, damit der Zehnte Rangoffizier ihn durchsieht und falls nötig eine Zusammenfassung schreibt. Die vollständige Version wird dann abgelegt und Kommandant und Generalkommandant bekommen die Zusammenfassung..." dann wies er auf drei Behälter, die mit 'Akademie dringend', 'Akademie Maßnahme' und 'Akademie Info' bezeichnet waren.

"Oh - dann bezieht sich das meiste der Verwaltungsarbeit möglicherweise auf die Akademie?" Kiyone seufzte erleichtert als ihr das klar wurde. Sie musste also mit den Stapeln nicht wirklich etwas tun.

Kamoru nickte. "Ich würde mir darüber nicht allzu viele Sorgen machen. Wenn irgendetwas dringend gewesen wäre, dann hätte Onabara-san darauf hingewiesen. Aber da das Jahr gerade erst angefangen hat, bezweifle ich, dass es darin etwas anderes gibt, als 'Information'."

Kiyone und Hisagi sahen einander an, die beide dasselbe dachten: Sie hatten Mitleid mit dem Zehnten Rangoffizier, der den ganzen Schreibkram aufholen musste. Andererseits - war es teilweise sein Fehler, dass er ihr nichts darüber gesagt hatte.

#

Die Zeit verstrich und es wurde Oktober. Ichigo fand sich in der wenig beneidenswerten Position wieder, nicht nur versuchen zu müssen Slughorn auszuweichen (sehr schwierig, wenn man ihn zwei- bis dreimal in der Woche sah), sondern manchmal auch Harry.

Wie ein Pferd, das die Trense zwischen die Zähne genommen hatte, wollte er die Sache mit Malfoy nicht ruhen lassen. Da er nicht glücklich mit dem bisschen war, das Ichigo ihm erzählte, kam er immer wieder mit neuen und noch weiter her geholten Theorien an, was der Vertrauensschüler der Slytherins wohl vorhaben mochte. Ichigo war ratlos, wie er ihn dazu bringen konnte, sich nicht mehr damit zu beschäftigen, außer ihm Sirius' Tod vorzuwerfen, und das wollte er nicht tun - jedenfalls noch nicht. Er wusste, dass Draco mit Professor Snape gesprochen hatte, aber bis jetzt hatte der andere Junge noch nichts weiter unternommen. Von dem sie wussten. Sie hatten die Möglichkeiten besprochen - was sein Plan sein konnte - und sie waren sich nicht ganz sicher, da sich Draco auch nicht Snape anvertraut hatte. Ichigo hatte ihn bei allen Plänen, die mit dem Verschwindekabinett zu tun hatten, um Monate zurückgeworfen (falls er es immer noch benutzen wollte); allerdings gab es immer noch andere Wege das zu tun, was der Dunkle Lord ihm befohlen hatte.

Sie hatten es geschafft, ein paar Mal in den Raum der Wünsche zu gelangen. Manchmal hatte der Raum sie ausgesperrt, zu anderen Zeiten waren andere Schüler im Flur, und sie wollten es nicht riskieren, in den Raum zu gehen, wenn die Möglichkeit bestand, dass sie gesehen wurden. Die Mädchen machten natürlich Fortschritte mit Kido; aber sie hatten sich von Anfang an gut geschlagen - vor allem Hermine und Ginny war außerdem ziemlich gut mit Bakudo-Zaubern. Auf der anderen Seite hatte Luna (sehr zu Ichigos Ärger) Gefallen an den selben Zaubern gefunden, die Rukia am besten beherrschte. Harry machte ein paar Fortschritte mit den Verteidigungszaubern, aber sie wollten im Schloss nichts allzu mächtiges ausprobieren. Ron hatte allerdings immer noch Schwierigkeiten mit der japanischen Aussprache. Ichigo war versucht, Urahara um ein Übersetzungsarmband zu bitten, nur um das Training zu vereinfachen. Es hätte den unangenehmen Nebeneffekt, dass er die ganze Zeit über Japanisch verstehen würde... Aber... Wenn er es vielleicht nur während des Trainings trug, würde er den Dreh heraus bekommen, wie die Worte betont wurden und das Armband nicht mehr brauchen... Er würde mit Toshiro reden und nach seiner Meinung fragen.

Er hatte mit Hagrid darüber gesprochen dass Greifen leicht telepathisch waren; und obwohl der Halbriese auf keine Hinweise darauf gestoßen war, hatte er dieselbe Erfahrung mit Seidenschnabel dem Hippogreifen gemacht, die Ichigo mit dem Greifen gemacht hatte - Kommunikation über Bilder. Aber er war der einzige. Nachdem sie eine Weile darüber diskutiert hatten, hatten sie geschlussfolgert, dass im Fall von Seidenschnabel es Zuneigung und Loyalität waren, die die Kommunikation ausgelöst hatten. In Ichigos Fall lag es daran, dass der Greif an die Familie Kurosaki gebunden war und weil seine Mutter irgendetwas an ihm manipuliert hatte. Sie hatten kombiniert, dass das Tierwesen eine starke, emotionale Verbindung zu dem Zauberer haben musste, um auf diese Weise kommunizieren zu können, und dass es nicht einfach mit jedem funktionieren würde. Diese Erkenntnis hatte Hagrid losheulen lassen, als ihm klar wurde, dass Seidenschnabel ihn wirklich gern hatte... und er hatte Ichigo beinahe zu Boden gestreckt, als er ihn aus Dankbarkeit darüber, dass er ihm dies enthüllt hatte, umarmte. Dann hatten sie sich entscheiden müssen, ob sie darüber eine Abhandlung schreiben sollten oder nicht (nun gut, wenn man den Bildungsstand der Beteiligten in Betracht zog - würde Ichigo die Abhandlung schreiben...). Sie hatten sich darauf geeinigt damit zu warten, bis die Unruhen rund um Voldemort beendet waren. Sie debattierten darüber, ob man eine Anzeige im Propheten und dem Klitterer schalten sollte, in der man nach gegenwärtigen und ehemaligen Besitzern/Partnern von Greifen und Hippogreifen suchte oder nicht, um mit ihnen aus Forschungszwecken in Kontakt zu treten... Allerdings redete ihnen Professor Dumbledore dies aus, obwohl er dachte, dass es keine schlechte Idee war. Wenn der ganze Krieg beendet war, könnten die beiden ihre Forschungen aufnehmen. In der Zwischenzeit würde Hagrid mit Seidenschnabel, umgetauft in Federflügel, arbeiten und Ichigo würde mit seinem Greifen arbeiten, wenn er ihn sah (er würde außerdem mit seiner Mutter und Sirius reden, wenn er die Möglichkeit bekam). Sie könnten da etwas auf der Spur sein.

Der Tag des ersten Hogsmeade-Besuchs des Jahres sah aus, als würde er stürmisch werden. Ichigo lag im Bett, starrte an die Decke und zerbrach sich den Kopf über Antworten, die er nicht hatte. Keiner seiner Jahrgangskameraden war schon auf und Yoruichi hatte sich neben ihm zusammengerollt. Sie schnurrte leise im Schlaf nach einer Nacht, in der sie ihrer liebsten Freizeitbeschäftigung nachgegangen war - Mrs. Norris terrorisieren. Die andere Katze befand sich bereits am Rand eines Nervenzusammenbruchs; er konnte die Anzeichen bereits sehen, die er aus dem Vorjahr kannte. Er wusste, dass Harry ebenfalls wach war und in seinem geborgten Zaubertrankbuch las.

Das war noch etwas, das anfing ihm Sorgen zu machen, aber aus anderen Gründen als bei Hermine. Er wusste, wessen Buch das gewesen war und er wusste, warum die Person ein guter Zaubertrank-Lehrer gewesen war (ironischerweise wusste er auch, dass niemand anders so denken würde), aber während es Hermine beruhigen würde, dass das Buch selber harmlos war, wenn er die Identität dieser Person enthüllte wusste er nicht, wie Harrys Reaktion ausfallen würde. Harry hatte außerdem seinen Rat über die Anwendung der Flüche und Verwünschungen ignoriert, die praktisch auf jeden freien Platz am Rand gekritzelt waren. Ichigo war sich sehr wohl im Klaren, dass Harry vor ein paar Tagen das alarmierend schnelle Wachstum von Crabbes Zehennägeln verursacht hatte und er vermutete, dass Professor Snape das ebenfalls wusste. Er hatte möglicherweise keine andere Wahl als das Buch zu stibitzen und Harry sein eigenes zu geben, bis er die Zeit gehabt hatte, es gründlich durchzugehen. Er hatte versucht Hermine zu zeigen, wie ähnlich die Änderungen waren, die der 'Halbblutprinz' und seine Mutter vorgenommen hatten, aber sie hörte nicht auf ihn - er hatte sowohl mit Rukia als auch mit Tatsuki gesprochen, aber sie hatte ihnen auch nicht mitgeteilt, was sie gegen das Buch hatte.

Die ganze Sache führte dazu, dass er seinen Kopf gegen eine Wand schlagen wollte.

Während er darüber nachdachte, gab es einen plötzlichen Lichtblitz und Ron stieß einen Schrei aus, als er plötzlich an einem Knöchel in die Höhe gezogen wurde, während sich seine Decken in alle Richtungen zerstreuten. Ichigo krabbelte, leise fluchend, wie alle anderen aus dem Bett. Er ergriff seinen Zauberstab und richtete ihn auf den unglücklichen Rotschopf. Es gab einen weiteren Lichtblitz und Ron fiel in einem Haufen zurück auf sein Bett.

"Tut mir leid", sagte Harry schwach, während alle anderen vor Lachen brüllten.

"Versuch's das nächste Mal mit einem Wecker", murmelte Ron, während er sich sortierte.

Ichigo stand da und starrte Harry wütend an, der bei dem Gesichtsausdruck seines Freundes zusammenzuckte. Der Shinigami sagte nichts; er dachte nicht, dass er das musste. Er beugte sich wortlos herunter und nahm das Zaubertrank-Buch auf, wo Harry es in seiner Überraschung hatte fallen lassen und warf es in seinen eigenen Koffer, den er mit Kido versiegelte. Während Harry einen Einspruch stotterte, nahm Ichigo das Buch seiner Mutter, das er hatte draußen liegen lassen, weil er am Abend vorher darin gelesen hatte und warf es ihm zu.

"Wenn du einen Fleck rein machst, skalpiere ich dich", sagte er kalt, seine bernsteinfarbenen Augen eisig vor Verärgerung.

"Aber..."

"Nachdem ich das andere durchgegangen bin, bekommst du es zurück... aber nicht früher. Du scheinst nicht zu wissen, wie man einen Zauber richtig ausprobiert. Du hattest keine Ahnung was er bewirken würde, und doch hast du deinen Zauberstab auf deinen besten Freund gerichtet."

Harry zuckte wieder zusammen. Ichigo hatte Recht; das war unglaublich dumm gewesen.

Beim Frühstück erzählte Ron Hermine alles was passiert war; da Ichigo noch niemandem etwas gesagt hatte, hörten Tatsuki und Rukia das erste Mal davon. Wie er erwartet hatte, war Hermine genauso amüsiert wie Ichigo es gewesen war.

"Und du hattest den Spruch woher? Aus deinem Buch?!" wollte sie zornig von Harry wissen.

Harry zog ein finsteres Gesicht. Er war genauso sauer. "Du ziehst immer vorschnelle Schlüsse, oder?" schoss er zurück.

"Ich habe aber Recht, oder nicht?"

"Entspann dich, Hermine - ich habe das Buch an mich genommen", Ichigo war nicht in Stimmung, sich den Streit anzuhören. Er lief Gefahr, dadurch Kopfschmerzen zu bekommen. Er wollte einfach nur den Vorfall vergessen und den Tag mit Rukia genießen. Er hatte nicht viel Zeit mit ihr allein verbringen können, was an dem Problem lag, dass sie nicht in den Raum der Wünsche kamen. Er war überrascht, wie gereizt ihn das machte...

Hermine nickte, als sie das hörte. "Na dann ist ja gut", erwiderte sie und lehnte sich mit zufriedenem Gesichtsausdruck zurück.

"Warte mal 'ne Minute", sagte Ron verwirrt. Er hatte die ganze Episode lustig gefunden - sobald er aufgewacht war. "Es ist für dich okay, wenn er das Buch hat, aber nicht Harry?"

"Nun - tatsächlich ja", erwiderte Hermine, die nickte und sich wieder ihrem Frühstück zuwandte - oder es versuchte.

"Und du denkst nicht, dass du da mit zweierlei Maß misst?" verfolgte Ron das Thema weiter.

"Nein, um genau zu sein tue ich das nicht. Ichigo, Uryu und Toshiro haben das ganze letzte Jahr daran gearbeitet herauszufinden, was unbekannte Zauber bewirken, und er ist viel besser in Zaubertränke als irgendwer hier - einschließlich Harrys mit Hilfe des Halbblutprinzen, egal was Professor Slughorn denkt. Er weiß was er tut und er ist vorsichtig. Er hat Harry sogar davor gewarnt, irgendeinen dieser Zauber zu verwenden, falls du dich nicht daran erinnern kannst."

"Aber wenn Ichigo das Buch des Prinzen hat - welches wird Harry dann benutzen?"

"Das meiner Mutter", Ichigo zuckte die Schultern. "Ich gebe ihm das andere Buch zurück, nachdem ich das ganze Ding durchgegangen bin und herausgefunden habe, was all die Zauber bewirken." Hermine fing wieder an, ein finsteres Gesicht zu machen. "Schau, Hermine - geh das Zaubertränke-Buch aus dem letzten Jahr durch und vergleiche die Anweisungen, die Professor Snape uns an der Tafel gegeben hat, mit den 'offiziellen' Anweisungen im Buch. Sie unterscheiden sich." Sie blinzelte ihn an; das war etwas, an das sie offensichtlich nicht gedacht hatte. "Das machen alle guten Zaubertrankbrauer - sie finden einen besseren Weg, es zu tun... Das ist alles, was dahinter steckt." Er seufzte. "Meine Mutter hat es getan, Snape tut es, Professor Slughorn tut es und - der Prinz hat es getan." Er zuckte bei ihrem nachdenklichen Gesichtsausdruck die Schultern. "Das einzige Problem, das ich mit dem Buch habe, sind die Zauber. Die Anweisungen zu den Zaubertränken sind in Ordnung. Wer auch immer das Buch vor Harry hatte, ist ein Zaubertrank-Meister, der sehr wohl in der Lage dazu ist, das Fach zu unterrichten."

"Das stimmt", nickte Harry. "Und ich lerne tatsächlich Zaubertränke von ihm - oder ihr", berichtigte er sich, als er Hermines Stirnrunzeln sah. "Der Prinz ist ein besserer Lehrer, als es Snape jemals war." Dieser letzte Kommentar ließ sich Ichigo beinahe an seinem Essen verschlucken.

Ginny gesellte sich zu ihnen mit einem Stück Pergament in der Hand - Harrys nächste Unterrichtsstunde bei Dumbledore. Sie waren alle überrascht als Ginny sich bereit erklärte, ihnen in Hogsmeade Gesellschaft zu leisten, statt mit Dean zu gehen. Luna gesellte sich ebenfalls zu ihnen, aber sie schien mit Uryu zusammen zu sein, während Orihime - wovon niemand überrascht war - Zeit mit Neville verbringen und über Pflanzen reden wollte.

"Kriegen sie davon in Kräuterkunde nicht genug?" murmelte Ron, der mithörte, über was die beiden sich unterhielten. Die anderen grinsten alle bei dieser Reaktion. Anscheinend nicht.

Auf dem Weg zum Dorf war es bitterkalt und sie mussten sich in ihre wärmste Kleidung einmummeln. Nur Rukia schien das Wetter nichts auszumachen. Ichigo hatte den Verdacht, dass die einzige andere Person, die die Kühle der Luft genießen würde, Toshiro wäre, aber der war mit Yuzu und Karin im Schloss zurückgeblieben. Momo war dafür zuständig, ihren Bericht bei Kira abzuliefern und sie freute sich darauf, ihn wiederzusehen. Sie sollten sich in den Drei Besen treffen.

Als sie sich dem Pub näherten, bemerkten sie zwei Männer, die davor standen. Einer davon war der Barmann, und Tatsuki erkannte den zweiten zuerst - direkt nachdem er sich umgedreht hatte und in sie hinein gelaufen war, wobei er das Bündel, an dem er herum fummelte, fallen gelassen hatte.

"Mundungus!?" sie sah nach unten, keuchte, dann griff sie nach ihm und hielt ihn fest. "HEY!"

"LOSLASSEN!" jaulte er und versuchte, sich von der Karatekämpferin loszureißen - was auch immer ihm das bringen würde. Sie hatte ihn gut im Griff und keineswegs die Absicht, ihn loszulassen. Die anderen eilten vorwärts, als sie sahen, was sie da tat.

"Rukia! Momo! Kido! Beeilt euch und fesselt ihn!" schrie sie, während sie nach seinem Zauberstab griff. Sie taten es ohne nach dem Grund zu fragen, während ihre Freundin sich hinunter beugte, um etwas silbern glänzendes aus dem Schnee aufzuklauben.

"Hey", sagte Ron als er sah, was sie aufgehoben hatte. "Das sieht bekannt aus..."

"Das sollte es", sagte Tatsuki, die es Harry reichte. Harry warf einen Blick darauf und drückte Mundungus mit einer Hand gegen die Wand, zog mit der anderen seinen Zauberstab hervor und stieß ihn praktisch in seine Nase.

"Das ist das Familienwappen der Blacks!" knurrte Harry dem Mann ins Gesicht. "Das hast du aus Sirius' Haus genommen! Was hast du gemacht, bist in derselben Nacht, in der er gestorben ist zurückgegangen und hast es ausgeräumt, du dreckiger, erbärmlicher kleiner..."

"Harry!" Ginny langte nach seinem Arm, ehe er Mundungus ernsthaft verletzte, während Ron den anderen Arm ansprang und versuchte, ihn wegzudrängen.

"Wir wissen, dass du aufgebracht bist, Harry, aber -"

"Was geht hier vor?" Kira kam aus dem Pub geeilt. Er hatte nach ihnen Ausschau gehalten und war durch den Aufruhr, und weil er Harrys Stimme erkannt hatte, angelockt worden.

"Anscheinend hat Tatsuki einen Dieb gestellt", sagte Ichigo, der neben dem Haufen Gegenstände kniete, die in den matschigen Schnee fallen gelassen worden waren. Nur Uryu war aufmerksam genug gewesen zu bemerken, dass Ichigo etwas in seinen Handschuh gewickelt und in seine Tasche geschoben hatte. "Würde es Momo und dir etwas ausmachen, ihn nach oben ins Schloss zu bringen? Euch beiden kann er nicht wegapparieren." Er lächelte entschuldigend. "Ich weiß, dass das nicht das Wiedersehen ist, auf das ihr euch gefreut hattet... aber es würde uns helfen." In anderen Worten, es war nicht wirklich eine Bitte - es war ein Befehl als Kommandant.

"Kira wird nicht -" fing Hermine an, bemerkte aber dann den kleinen schwarzen Schmetterling, der im Grau des Wetters verschwand. Jemand würde sie an den Toren des Schlosses treffen. Mundungus würde sich nicht mit ein paar Kindern zu tun bekommen - er würde es mit Professor Dumbledore selbst zu tun bekommen.

"Natürlich", nickte Kira, der vollkommen verstand. Solange er Momo sehen konnte, war er glücklich. Tatsuki stand auf, nahm das Bündel mit Sachen auf und trottete ihnen nach, wobei ein stotternder Mundungus gegen seine Behandlung durch eine Gruppe Kinder protestierte. Sie hatte nichts dagegen, ihm einen Tritt in den Hintern zu verpassen um ihn zum Schweigen zu bringen, und ihre Tritte waren ziemlich schmerzhaft.

"Setz dich Harry, ich hole uns was zu Trinken", sagte Hermine, sobald sie es geschafft hatten, einen schäumenden Harry in die Drei Besen zu bugsieren.

"Harry, beruhige dich", ermahnte ihn Uryu. "Er bekommt es jetzt mit Professor Dumbledore zu tun; überleg mal, wie nervös und aufgewühlt ihn das machen muss."

"Woher..."

"Weil ich ihm einen Höllenfalter geschickt habe", sagte Ichigo. "Er sollte am Tor auf sie warten." Als niemand hingesehen hatte, hatte er Momo auch das gegeben, was er aus dem Bündel in seiner Hand hatte verschwinden lassen. Sie hatte geblinzelt, aber auch kaum merklich genickt. Der Gegenstand würde Professor Dumbledore übergeben werden... und sie hätten ihn beinahe verloren, dachte er und ihm war dabei ein wenig übel.

"Ichigo! Wo sind deine Handschuhe? Deine Hände erfrieren!" rief Rukia aus, die bemerkte wie eisig kalt sie waren, als sie eine davon ergreifen wollte. Sie wusste, dass er sie getragen hatte, als sie das Schloss verlassen hatten...

"Hab' sie vergessen", murmelte er und warf ihr einen Blick zu, der deutlich sagte, dass sie das Thema fallen lassen sollte.

Sie warf ihm einen verdutzten Blick zu und sah dann seinen Gesichtsausdruck und den durchdringenden Blick, den auch Uryu ihr zuwarf... und ließ es bleiben. Sie würde später die Geschichte von ihm hören und konzentrierte sich stattdessen darauf, seine Hände für ihn zu wärmen.

Sie blieben nur lange genug um ein Getränk zu sich zu nehmen und sich aufzuwärmen, ehe sie beschlossen, zum Schloss zurückzugehen. Rukia und Ichigo gingen vor, Harry, Ron, Ginny und Hermine folgten direkt hinter ihnen. Sie hatten Neville, Orihime und Mizuiro irgendwo unterwegs verloren, aber Luna und Uryu folgten der Meute. Der frische Wind trug Stimmen zu ihnen hinüber und Ichigo konnte die von Katie Bell erkennen. Es klang, als würde sie sich mit ihrer Freundin streiten. Das Wetter macht alle unleidlich, überlegte er und schob seine Hände tiefer in die Taschen, während sie den Weg zurück stapften. Ginny war bei ihnen, weil sie sich an diesem Morgen mit Dean gestritten - und sich in der Folge von ihm getrennt hatte. Jetzt mussten sie nur noch Harry davon überzeugen, etwas zu unternehmen...

Katies Stimme wurde schriller und sie bekam einen eigentümlichen Klang, der ihm nicht gefiel. Er bemerkte, dass Rukia ebenfalls den Kopf zur Seite legte und ihnen verwirrt zuhörte, und Uryu, der Luna für den Augenblick stehen ließ, war plötzlich neben ihnen, obwohl diese die beiden vor ihnen ebenfalls mit einiger Sorge betrachtete und etwas von Schlickschlupfen vor sich hin murmelte...

Dann fühlte er es. Etwas finsteres in der Atmosphäre, das um sie herum wirbelte... Katie fing plötzlich an, sich in die Luft zu erheben, ihre Haltung glich auf unheimliche Weise der, die Rukia eingenommen hatte, als sie der Hinrichtung durch den Sokyoku entgegen gesehen hatte. Er fühlte, wie ihm ein Schauer über den Rücken lief, der nichts mit dem Wetter zu tun hatte.

Dann schrie sie.

Er und Uryu stürmten vor um zu versuchen, sie herunter zu ziehen, während ihre Freundin, die ebenfalls schrie, an einem Knöchel zog. Die anderen waren ebenfalls da und sie alle sprangen hoch, um an Katie zu ziehen, damit man sie wieder zur Erde zerren konnte... bis sie über ihnen zusammenbrach und anfing sich zu winden, beinahe als hätte sie einen epileptischen Anfall, außer dass sie die ganze Zeit über schrie.

Ichigo wusste nicht, was lauter war: Katies Schreie oder der heulende Wind.

||Es ist ein Fluch!|| schrie Uryu Ichigo lauter als beides an. ||Aber ich bin mir nicht sicher, welcher!||

||Ich weiß! Wir müssen sie ins Schloss zurück bringen!|| erwiderte er. ||Schaffst du das?||

Uryu nickte und stand auf. Ichigo nahm die sich noch immer windende und schreiende Katie auf die Arme, band sie mit Kido, damit Uryu sie einfacher tragen konnte und um zu verhindern, dass Katie sich selbst verletzte und gab sie dann dem Quincy, der mit ihr davon lief, wobei er Hirenkyaku verwendete, um schneller anzukommen. Der wirbelnde Schnee verbarg ihn ziemlich schnell vor ihren Blicken. (1)

Die Mädchen versuchten Katies Freundin zu trösten, deren Namen Ichigo nicht kannte. Oder eher, an den er sich nicht erinnerte, da er sie als nicht wichtig genug erachtet hatte, sich mit ihr abzugeben und daher zu versuchen ihn sich zu merken. Das fand er immer noch nicht.

"Es ist passiert, als dieses Päckchen aufgerissen ist", hörte er sie erzählen. Ichigo sah in den Schneematsch hinunter und erblickte ein Päckchen aus braunem Papier, in dem etwas Grünliches glitzerte. Ron beugte sich hinunter um es sich anzusehen, und gerade als Harry ihn anschrie, dass er es nicht anfassen sollte, schubste Ichigo ihn mit einem Kido-Zauber weg (2). Ron jaulte auf, als er einen unfreiwilligen Purzelbaum rückwärts machte.

"Rukia - kannst du einen Schildzauber darum legen?" fragte er sie. Sie nickte und schloss es in eine kleine rechteckige Hülle ein, die Ichigo in die Hand nehmen konnte. Der glitzernde Gegenstand war eine Halskette aus Opalen.

"Das habe ich schon einmal gesehen", sagte Harry, während er sie anstarrte. "Es wurde vor Ewigkeiten bei Borgin und Burkes ausgestellt... Das Etikett besagte, dass sie verflucht sei. Katie muss sie angefasst haben."

"Ich habe die Kette nicht gesehen, als ich dort drinnen war", murmelte Ichigo, der sich umdrehte, sich Uryu hinterher in Richtung Schule aufmachte und es den anderen überließ, in ihrem eigenen Tempo nachzukommen. Er benutzte Shunpo um schnell zum Schloss zu kommen, wo er nicht lange nach Uryu ankam und stellte fest, dass Professor McGonagall die Stufen hinab geeilt kam, um ihn zu treffen. Sie starrte auf das Päckchen, das er trug.

"Kurosaki - was -"

"Katie hatte das hier - es fühlt sich an, als wäre es verflucht", sagte Ichigo grimmig, als er sie auf halber Strecke traf. "Wo ist Professor Snape?"

"In seinem Büro. Bringen Sie es sofort zu ihm", sagte sie einigermaßen alarmiert.

"Ich muss außerdem mit Professor Dumbledore sprechen", sagte er und richtete einen finsteren Blick auf den Gegenstand während er die Wärme des Schlosses betrat, die Professorin direkt hinter sich.

"Er ist - abwesend", sagte sie bedeutungsvoll. "Wir haben Mundungus in einen Turm eingesperrt, wo er auf seine Rückkehr wartet..."

"Abwesend?" er sah sie mit einer hochgezogenen Augenbraue an, während sie ihm weiter folgte. Sie nickte ihm zu, und von dem Blick, den sie ihm zuwarf, war es für ihn nicht schwer zu erraten, wohin der Professor gegangen war. Nun ja, wenigstens war es ein Ort, an den er leicht gelangen konnte...

"Sie können Slughorns Büro verwenden, um zu ihm zu gelangen", sagte sie zu ihm. "Ich habe ihn bereits benachrichtigt. Er erwartet Sie." Er nickte knapp, lieferte die Halskette bei Professor Snape ab und erzählte ihm was passiert war, und sagte ebenfalls, dass er entweder Rukia, Toshiro oder Momo schicken würde, um den Schildzauber aufzuheben, dann eilte er fort um Momo und das Care-Paket aufzusuchen.

"Momo - Kira!" rief er, als er sie einen Flur entlang kommen sah.

"Ichigo!" sie eilten zu ihm.

"Ichigo, der Professor ist nicht hier... also haben sie Mundungus in ein Zimmer in einem Turm eingesperrt..." fing Momo an zu erklären, als Ichigo sie unterbrach.

"Ich weiß, Professor McGonagall hat es mir gesagt, wo ist das Ding, das ich dir gegeben habe?"

"Oh, hier -" sie nahm es aus der Tasche und gab es ihm. "Ich musste Kido benutzen, um es an Filch vorbei zu bekommen."

"Danke. Würdest du bitte Professor Snape helfen gehen? Ich muss Professor Dumbledore besuchen."

"Ehm, er ist nicht hier..." sagte sie verwirrt.

"Ich weiß. Professor McGonagall hat mir gesagt, wo er ist." Ichigo fing an wegzugehen und bedeutete Kira, ihm zu folgen. Während die beiden in Richtung des Büros von Professor Slughorn gingen, begegneten sie Toshiro, der nach ihnen gesucht hatte.

"Kurosaki", sagte er und starrte ihn wütend an. "Was zur Hölle hast du da bei dir?"

"Das erkläre ich dir, wenn wir - dahin kommen, wohin wir unterwegs sind. Komm mit", sagte Ichigo, dessen Augen hin und her huschten, da er hier in der Öffentlichkeit nichts sagen wollte. Toshiro nickte verstehend und ging mit ihnen zu Professor Slughorns Büro. Slughorn hatte sein größeres Büro bekommen... und er wartete darin auf sie, so wie Professor McGonagall es gesagt hatte.

"Ich wollte immer schon einmal sehen, wie Sie reisen...", gab er zu während er zusah, wie Ichigo Zangetsu manifestierte. Er sah nicht, dass Ichigo eine Grimasse zog, da dieser ihm den Rücken zugewandt hatte. Kira schien verblüfft zu sein, während Toshiro einfach nur seufzte.

||Aufschließen,|| sagte Ichigo, der sein Zanpakuto benutzte um das Tor aufzuschließen, damit sie in die Soul Society überwechseln und den Mann treffen konnten, mit dem Ichigo gerade unbedingt sprechen musste.

Professor Albus Dumbledore.


Anmerkungen der Autorin:

(1) Hirenkyaku: Uryu ist sehr geschickt in dieser Quincy-Bewegungstechnik. Mayuri Kurotsuchi machte ihm sogar ein Kompliment, indem er sagte, dass die Technik schwer zu beherrschen ist, vor allem in so jungen Jahren. Uryu hat vor kurzer Zeit eine neue Variante dieser Technik gezeigt, die eine Reishi-Plattform unter den Füßen des Anwenders entstehen lässt. Ursprünglich bei der Reise nach Hueco Mundo verwendet, kann er sie auch außerhalb der Garganta benutzen und kann auch andere mit sich auf der Plattform tragen.

(2) Hadō 1 Shō (Stoß) - Drückt das Ziel vom Anwender weg. Die Formel für diesen Zauber ist gegenwärtig unbekannt (möglicherweise gibt es keine).