Kapitel 21
Hermine erschauerte und nickte leicht.
Sie ließ sich von ihm in den kleinen Garten hinter der Pension führen, wo er sich auf eine Bank setzte und sie auf seinen Schoß zog.
Sie drehte sich so, dass sie seitwärts auf ihm saß, und legte eine Hand an seine Wange.
„Severus...", flüsterte sie und beugte sich vor.
Sein Kuss war sinnlich und zugleich fordernd und sie schloss seufzend die Augen.
Leicht zitternd atmete sie aus, als seine Hand sich ganz behutsam ihren Brüsten näherte und sie sanft berührte.
Sie drängte sich an ihn und suchte wieder seine Lippen, um ihn erneut in einen innigen Kuss zu ziehen.
ooooooo
Er bot ihr seinen Mund nur zu gern dar und verlor sich in ihren Zärtlichkeiten.
Viel zu lange schon hatte er ihr mit aller Gewalt widerstanden, jetzt waren auch seine letzten Zweifel im Begriff, sich in seiner Sehnsucht zu verlieren.
Seine Hände auf ihrem Rücken wanderten tiefer und glitten auf die warme, nackte Haut ihres Bauches.
Ihr verzückter Laut brachte ihn in die Realität zurück. „ Komm mit mir... " flüsterte er beinahe lautlos und umfasste mit seinen Händen zärtlich ihre Brüste.
Seine bisher beinahe übermenschliche Selbstbeherrschung war in diesem Moment endgültig verloren.
Er wollte sie endlich fühlen, schmecken und sie ganz besitzen. Wollte ihr all das geben, wonach er sich selbst schon so lange sehnte.
Schweigend eilten sie Hand in Hand durch die Nacht bis in ihr Zimmer, wo er sie wieder in seine Arme zog.
oooooo
Unter dem sanften Druck seiner Hände ließ sie sich auf das Bett sinken, umfasste sein Gesicht, um ihn hinunter zu ziehen, und seufzte genussvoll, als er sich auf sie legte und ihren Mund mit einem hungrigen Kuss verschloss.
Einen Moment lang genoss sie noch seine fiebrigen Blicke, bevor sie begann, sein Hemd aufzuknöpfen und kleine Küsse auf die freigelegte Haut zu setzen.
Mit beiden Händen fuhr sie dann über seine glatte Brust und seinen festen Bauch.
Sie liebte es, wie er sich anfühlte.
Severus beobachtete gebannt, wie sie sich ebenfalls für ihn auszog und streichelte mit seinen Händen zärtlich über ihre nackte Haut.
Er legte seine Hand in ihren Nacken und zog sie sanft zu sich heran.
Seine Lippen erforschten weich ihren Hals und ihr Dekollete' und seine Hände liebkosten ihren warmen Körper.
Sacht erschauerte Hermine unter seinen Berührungen.
Es verlangte sie danach, seine Haut an ihrer spüren und sie fuhr mit den Händen seine kräftigen und sehnigen Arme entlang, als er das Hemd abgeworfen hatte.
In Portugal hatte sie ihn nicht anfassen dürfen, aber jetzt strich sie über seine Brust und seinen Rücken, als wollte sie ihren Händen die Erinnerung an dieses Gefühl für immer einprägen.
oooooo
Ihre Berührungen elektrisierten ihn und machten ihn gleichsam schwach.
Hermines Hände glitten an seinem Oberkörper entlang bis hinunter zu seinen Hüften.
Die festen Muskeln seines Bauches bedeckte sie mit kleinen Küssen und begann aufreizend mit der Zungenspitze seinen Nabel zu umspielen.
Er ließ zu das sie ihn so berührte.
Ja mehr noch- er sehnte sich beinahe schmerzhaft nach ihren Lippen auf seiner nackten Haut und ihrem schlanken Körper an seinem.
Sein hungriger Blick glitt über ihre nackte Haut und seine Wangenmuskeln traten leicht hervor, als er sie erregt musterte.
Mit beiden Händen umschlang er ihre Taille und zog sie eng zu sich heran.
„ Ich will dich, mein Engel.. jetzt.", flüsterte er ungeduldig, mit den Lippen an ihrem Ohrläppchen.
Ein angenehmes Kribbeln ließ ihn am nächsten Morgen langsam wach werden.
Er öffnete die Augen und blickte ihr direkt ins Gesicht. Sie sah ihn mit einem sanften Blick an und in ihren Augen konnte er ein verräterisches Glitzern sehen.
Sofort waren ihm die Eindrücke der vergangenen Nacht wieder gegenwärtig.
Er sah ihren wundervollen weichen Körper, der sich ihm in Ekstase entgegenbog und er fühlte ihre Hände und Lippen wieder überall auf seiner Haut.
Spürte beinahe wieder die unglaubliche Wärme, die von ihr ausgegangen war, als sie sich ihm so bedingungslos hingegeben hatte und erinnerte sich, dass er dachte, unter ihren Liebkosungen den Verstand zu verlieren.
Sanft nahm er ihre Hand von seiner Brust und küsste ihre Finger.
„Du weißt das ich das eigentlich nicht hätte tun dürfen..." , begann er leise und sah sie ernst an.
"Albus wird mir den Kopf abreißen, wenn jemals davon erfährt!"
Der ängstliche Ausdruck in ihrem Gesicht berührte ihn.
„...auch wenn es das zweifellos wert war.", setzte er mit vielsagendem Grinsen hinzu und ihr Gesicht hellte sich wieder auf.
Sie reckte sich und strich mit ihren Lippen über seinen Hals.
„Ich weiß", flüsterte sie an der pulsierenden Haut.
„Lass uns doch einfach... genießen was wir hier haben... ", murmelte sie und setzte die Reihe ihrer Küsse auf seiner Brust fort.
Ihr war sicher klar, dass er nicht einfach mit einer Schülerin schlafen durfte... aber waren sie nicht inzwischen viel mehr füreinander, als nur mehr Lehrer und Schülerin?
Hogwarts war weit weg und das hier hatte nichts mit der Schule zu tun... das hier waren nur sie und die wunderbaren Empfindungen, die sie einander schenkten..
Er seufzte ergeben, als ihre weichen Lippen eine zärtliche, feuchte Spur über seinen Oberkörper zogen.
„Dafür komme ich in die Hölle!" murmelte er rau, als er sanft in ihre vollen Locken griff, sie zu sich nach oben holte und ihre Lippen mit einem gierigen Kuss verschloss.
Noch näher zog er sie an sich und auf seinen Körper, so dass sie nun auf ihm lag.
Ganz langsam löste sie sich aus seinem Kuss und richtete sich auf.
Ihre langsamen Bewegungen machten ihn beinahe verrückt. Er konnte sich nicht erinnern, jemals so intensiv gefühlt zu haben.
Seine Hände umfassten ihre Hüften und er führte sie in sanftem Rhythmus immer näher an die Grenzen ihres Verstandes.
Er sah wie sie leicht zitterte und ihr gelöster Gesichtsausdruck ließ ihn erschauern. Sie stöhnte leise und er spürte wie sie selbst die Führung übernahm und ihren Körper immer schneller gegen sein Becken drängte.
Keuchend warf sie ihren Kopf zurück und er merkte wie sich ihre Fingernägel schließlich fest in das Fleisch seiner Schultern gruben.
ooooooo
Langsam öffnete sie wieder die Augen und sah, wie er sich mit geschlossenen Augen stöhnend auf die Lippen biss.
Nach einem kleinen Moment strich sie ihm eine wirre Strähne aus dem Gesicht, dann sank sie auf seine Brust, in einem Kuss den leicht salzigen feuchten Film auf seiner Haut schmeckend.
Eine Weile lauschte sie noch seinem trommelnden Herzschlag, bis er sie schließlich sanft auf die Seite zog.
Sie schmiegte sich in seinen Arm und sah ihn mit leuchtenden Augen atemlos an.
In ihrem Blick lag soviel Wärme und Zärtlichkeit.
„Zeit für Nautiz.." ,raunte er an ihrem Mund.
„Hmmm.."
Sie hatte gar keine Lust, irgendwo anders zu sein, als hier mit ihm, aber sie hatten eine Aufgabe zu erledigen und es war schon relativ spät am Morgen.
Mit einer entschlossenen Geste schlüpfte sie aus dem Bett und suchte ihre Sachen zusammen, die sie zum Duschen brauchte.
Wenig später saßen sie beide am Tisch in Tonys kleiner Pension und ließen sich ein üppiges Frühstück schmecken.
Hermine konnte es nicht verhindern, dass sie ganz leicht errötete, als Tony ihr vertraulich zuzwinkerte und sich erkundigte, ob sie gut geschlafen habe.
Severus' Reaktion war weit weniger subtil.
Er starrte ihn derart finster an, dass Tony sich beeilte, noch mehr frischen Kaffee zu holen.
Nach dem Frühstück machten sie sich auf, um die Ruinen zu besichtigen, in denen sie Nautiz vermuteten.
Es war ein Fußweg von gut einer Stunde, aber in Schweden waren sie deutlich mehr gelaufen, so dass diese Entfernung sie nicht schreckte.
ooooooo
Severus erklomm die äußeren Reste der Ruinen als erstes und setzte sich keuchend auf einen Stein der Mauer.
Einen Moment später ließ sich auch Hermine seufzend neben ihn fallen und suchte in ihrem Rucksack nach den Wasserflaschen.
Sie reichte ihm eine und trank dann selbst in gierigen Zügen.
Die Sonne brannte heute heiß vom italienischen Himmel und Severus wünschte, sie würde es nicht ganz so gut meinen mit ihrer Wärme
„ Wo sollen wir anfangen zu suchen?" fragte er, und setzte die Flasche auf seinem Oberschenkel ab.
Sie nahm ihre Sonnenbrille ab und sah sich suchend um.
„ Wir sollten Thuriasz selbst nach Nautiz suchen lassen.." warf sie ein und musterte ihn aufmerksam.
„Warum siehst du mich so an?" ,fragte er und legte ihr lächelnd eine Hand auf die Wange, um mit dem Daumen sanft über ihre Lippen zu streichen.
ooooooo
Sie hielt seine Hand fest und wandte den Kopf, um die Innenfläche zu küssen.
Dann packte sie ihre Wasserflasche ein und stand auf.
„Gib mir die Rune, ich werde anfangen, zu suchen", sagte sie.
Severus suchte Thuriasz heraus und gab sie ihr.
Mit dem kleinen Stein in der Hand, begann sie, systematisch durch die verfallenen Überreste, des kleinen Dörfchens zu laufen, darauf wartend, dass sie sich erwärmen und ihr so einen Hinweis geben würde, wo sie nach Nautiz suchen mussten.
Sie konnte noch nicht so recht fassen, was hier geschah.
Sie war überglücklich, doch ein bitterer Beigeschmack drängte sich ihr auf, wenn sie daran dachte, dass das alles bald wieder vorbei sein würde.
Es war wie eine kleine Insel der Glückseligkeit, auf der sie sich hier mit ihm befand, doch der Aufenthalt darauf war begrenzt, und das Herz blutete ihr, wenn sie an den Abschied dachte.
Zu schmerzhaft würde es sein, wenn sie sich in Hogwarts wieder voneinander entfernten.
Und das war unvermeidlich!
Er durfte das, was geschehen war, eigentlich nicht tun... und er würde große Schwierigkeiten bekommen, wenn jemand erfahren würde, das er mit einer Schülerin geschlafen hatte.
Und so sehr die Gewissheit- dass er sich ebenfalls so sehr nach ihr sehnte, dass er diese Probleme in Kauf nahm- sie beglückte, sosehr sorgte sie sich um ihn.
‚Es wird ja niemand erfahren', versuchte sie sich zu beruhigen.
Sie suchte ihn mit Blicken und sah, dass er sie beobachtete.
Sie lächelten einander an, und Hermine senkte wieder den Kopf, um weiter zu suchen.
Sie würde nehmen, was er ihr geben wollte... es würde allen Schmerz aufwiegen, der sich daraus vielleicht ergeben mochte.
Sie war jetzt hier mit ihm, das war alles, was für sie zählen sollte... und wenn das alles war, was sie bekommen würde, dann würde das eben so sein.
ooooooo
Nachdenklich
sah er ihr nach, als sie aufstand um nach Nautiz zu suchen und
betrachtete dann seine Handfläche, als sei sie etwas völlig
neues für ihn.
So sehr er es genossen hatte mit ihr zusammen
zu sein, so sehr drängten sich ihm Vorwürfe und Zweifel
auf.
Sie
spürte wohl seinen Blick, denn sie sah sich kurz um und lächelte
ihn warm an.
Er erwiderte diese kleine Geste, auch wenn er sich
heimlich fragte, wie lange es noch so sein würde. Spätestens
wenn sie Nautiz gefunden hatten, mussten sie nach Hogwarts
zurückkehren.
Es schmerzte ihn, wenn er daran dachte das
dann alles wieder so sein würde, sein musste, wie gehabt.
Sie
würden sich wieder trennen und jeder würde sein Leben eine
Weile so weiterführen.
Sie würde
wieder in seinem Unterricht sitzen und er würde die Abende
herbeisehnen an denen sie gemeinsam arbeiteten.
Konnte jemals
mehr zwischen ihnen sein als diese heimliche Leidenschaft oder würde
sie nach Bestehen der Prüfungen von Hogwarts abgehen und keinen
Gedanken mehr an ihn verschwenden?
'Auch wenn es nur ein
Moment war, so war es doch einer der schönsten in meinem Leben.'
Mit diesem Gedanken stand er auf, um ihr nun endlich bei der Suche zu helfen.
Er würde einfach die Zeit, die sie hier abseits der realen Welt hatten und in der sie sich liebten und begehrten, in sich aufnehmen, um mit der Erinnerung daran, in der Zeit in der sie wieder Lehrer und Schülerin sein mussten, sein Herz zu wärmen.
ooooooooo
Nachdem sie abwechselnd stundenlang durch die staubigen Ruinen gelaufen waren, konnte Hermine an nichts anders mehr denken, als an etwas zu essen.
„Severus!", stöhnte sie. „Eine Pause... bitte!"
Sie holten ihre Rucksäcke und suchten sich ein schattiges Plätzchen unter einem alten knorrigen Baum.
Tony hatte es gut mit ihnen gemeint, und ihnen ein köstliches Picknick zusammengestellt.
Hermine angelte nach einer Olive und brach sich ein Stück vom Weißbrot ab.
Severus reichte ihr ein dickes Glas, in dem ein leichter Rotwein mit Wasser gemischt war.
Sie nahm es und lehnte sich zufrieden seufzend an den dicken Stamm.
Nachdem sie gegessen und ein wenig geruht hatten, setzten sie schließlich die mühsame Suche nach der siebten Rune fort und glaubten schon beinahe, aufgeben zu müssen, als Thuriasz sich in Hermines Hand erwärmte, während sie durch die Grundmauern eines der vielen Häuschen lief.
Am liebsten hätte sie es verschwiegen und so noch einen weiteren Tag mit der Suche und mit ihm verbracht, doch sie rief nach ihm und erklärte, was sie bemerkt hatte.
Er kam sofort zu ihr und sie suchten die Mauerreste nach einem Hinweis ab.
„Hier!", rief er. Hermine sah ihn knien und in Bodennähe auf etwas deuten.
Sie kam näher und entdeckte ebenfalls das, inzwischen vertraute kleine Symbol der viereckigen Sonne.
Seufzend nahm Hermine eine kleine Schaufel aus ihrem Rucksack und Severus begann zu graben.
Und tatsächlich, ein ganzes Stück weit unter der Erde war ein kleiner Kiesel in die Mauer eingelassen, in den ein schräges Kreuz eingraviert war... Nautiz.
Hermine legte eine Hand auf seine Schulter und die Rune löste sich, und Severus verstaute sie zusammen mit Thuriasz in dem Stoffbeutel, der schon die anderen Runen enthielt.
„Geschafft...", sagte er leise.
„Ja..", erwiderte sie und wandte sich ab, um die Schaufel wieder zu verstauen.
Schweigend machten sie sich auf den langen Rückweg.
In der Pension angekommen duschten sie, um sich Staub und Schweiß abzuwaschen und gingen gemeinsam zum Abendessen.
Es war zu Ehren von Carlas Hochzeitstag und wirklich hervorragend.
Hermine trank ein Glas roten, kräftigen Weines und bemühte sich, ihren Kummer über die morgige Abreise abzuschütteln.
‚Diesen Abend haben wir ja noch...', dachte sie, und sie wollte ihn genießen.
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A/N: So... ich weiß nicht, ob ich in diese Woche die Zeit finden werde, nochmal zu updaten, deswegen sind es heute zwei Kapitel...
Lassen wir die beiden hier also noch ein wenig Harmonie genießen, es ist ja eigentlich klar, dass das so nicht lange gutgehen kann... ;0)
