APOV

Nach einem kurzen Power-Nap werde ich sanft geschüttelt, bis ich aufwache. Jack Hyde sitzt neben mir und beobachtet mich besorgt. Er fragt mich was los ist, aber ich speise ihn nur mit der Erklärung einer kürzlichen Trennung ab. Jack nimmt mich in den Arm und spricht mir noch etwas Mut zu, bevor er mir erklärt, dass meine Pause seit 15 Minuten vorbei ist und Mr. Roach bereits nach mir sucht. Ich beeile mich und als ich aus seinem Büro wieder herauskomme, habe ich einen fetten Stapel Papiere abzuarbeiten. Da ich heute zu spät gekommen bin geht er davon aus, dass ich das locker heute noch schaffe.

Als der Tag dann endlich vorüber ist, kommt Jack wieder an meinem Tisch vorbei und fragt mich, ob ich denn heute irgendetwas gegessen hätte. Ich verneine und er sieht mich mit einer Mischung aus Besorgnis und Verärgerung an, verabschiedet sich dann aber ohne einen weiteren Kommentar.

Als ich Tommy abhole, sieht er mich nur ganz böse an und steigt schweigend ins Auto ein. Er starrt die ganze Zeit aus dem Fenster und obwohl ich versuche herauszufinden, was los ist, sagt er kein Sterbenswörtchen. Ich bekomme ein ungutes Gefühl, weiß aber beim besten Willen nicht, was los ist. Als nächstes hole ich Andy ab und er heult die ganze Zeit durch. Ich versuche auch ihn auszuquetschen, ernte aber nur undefinierbare Laute.

Als wir Zuhause ankommen, rennen die Kinder gleich auf ihr Zimmer hoch und lassen mich hier sprachlos zurück. Gerade als ich zu ihnen nach oben gehen will, läutet es an meiner Tür. Neugierig öffne ich sie und zu meinem Erstaunen steht ein Pizza-Lieferant vor meiner Tür.

„Mrs Steele?", fragt er mich gelangweilt.

„Ja", antworte ich ihm.

„Ich habe eine Pizza-Lieferung von einem Mr. Hyde für Sie", sagt er und drückt mir einen Pizzakarton in die Hand, bevor er sich verabschiedet und weiterfährt. Ich starre etwas perplex auf die Schachtel, stelle sie dann aber auf die Seite, um mit meinen Jungs zu sprechen.

Es sieht so aus, als ob ich das Lösungswort gefunden habe, denn sobald ich das Wort „Pizza" in den Mund nehme, springen die Jungs vom Bett und rennen hinunter. Während sie sich ein Stück nach dem anderen in den Mund stopfen, kann ich sie endlich ausquetschen und das, was ich höre, gefällt mir so überhaupt nicht. Ich habe vergessen, dass Tommy heute fünf Dollar für den Museumsbesuch gebraucht hätte und als ob das nicht schon genug wäre, habe ich auch vergessen, dass Andy heute mit dem Füttern des Klassenhasens dran war und er eine Karotte mitnehmen sollte.

Jetzt kann ich erst recht nichts mehr essen. Also räume ich hinter den Burschen her und mache sie dann fürs Bett fertig. Als sie endlich schlafen, gönne ich mir noch fünf Minuten im Bad, bevor ich dann auch ins Bett gehe und mich in den Schlaf weine. Ich bin eine absolut unfähige Mutter!