Hier ist das neue Kapitel...
Was Felicita in den Ferien macht?
Ich verrate mal so viel... Wir haben Harrys 3. Schuljahr hinter uns...;-)
Vielen Dank sittingPencil und Tini für die lieben Reviews.
Ich hoffe das Kapitel gefällt euch.
Kapitel 21
Als Felicita mit ihren Eltern den Campingplatz betrat, konnte sich das Mädchen ein Dauergrinsen kaum noch verkneifen.
Selten hatte sie ihren Vater so begeistert erlebt, doch er hatte ja auch selten zuvor soviele Zauberer und Hexen auf einem Fleck gesehen.
Er als Muggel lief mit weit geöffnetem Mund an den Zelten vorbei und sah zu, wie sich die meisten Magier über das Zauberverbot in der Nähe des Muggeldorfs hinweg setzten.
Gerade wurde links von ihnen mit dem Wink des Zauberstabes ein Lagerfeuer entzündet, weil die kleine untersetzte Frau sich beim Versuch, ein Feuerzeug zu nutzen, den Daumen verbrannt hatte. Genau vor ihnen baute sich ein riesiges Zelt mit bereits rauchenden Schornstein wie von selbst auf.
Felicitas Mutter führte nahezu ein Muggelleben, nur hin und wieder benutze sie zu Hause ihren Zauberstab. Sie hatte einmal gesagt, ihre Ehe sei wie ein Leben zwischen zwei Welten.
Auch beruflich wurden ihr magisch nicht soviel abverlangt, wie es ihren Fertigkeiten entsprach. Sie arbeitete bei „pharmazeutische Zauber- und Heiltränke", war aber nicht mit Brauen beschäftigt, sondern mit Zahlen.
Ihr Aufgabengebiet waren Buchhaltung und Marketing.
Der Campingplatz wurde von nur einem Thema behrrscht. Quiddtisch.
Wie sollte es auch anders sein, die WM fand ja nur alle 4 Jahre statt und wann würde man sie schon das nächste Mal im eigenen Land verfolgen können?
Der Vater von Felicita war früher leidenschaftlicher Fussballfan gewesen, bis er durch seine Frau diesen magischen Sport kennengelernt hatte. Seit dem war er so eingefleischter Fan, dass man ihm auf diesem Gebiet von einem Zauberer nicht mehr unterscheiden konnte.
Er hatte Glück, es war erst vor 21 Jahren erlaubt worden, dass Muggel die Zauberer in ihrer Familie in die magische Welt begleiten dürften.
Die Stimmung war unglaublich, überall war Musik zu hören und man spührte förmlich Euphorie in der Luft.
Nachdem England so kläglich nach dem Spiel gegen Transsylvanien aus dem Turnier ausgeschieden war (vor tausenden Fans im eigenen Land) ruhten jetzt alle Hoffnungen auf Irland.
Doch es würde sicherlich nicht leicht werden, Bulgarien hatte schließlich Krum.
Ein unglaublicher Spieler.
Obwohl er dem gegnerischen Team angehörte, wurde er im Tagespropheten verehrt.
Wie weit wäre England wohl gekommen, hätte es in der Mannschaft auch einen Victor Krum gegeben?
Die dreiköpfige Familie erreichte ihren Lagerplatz, er war nicht weit vom Eingang des Platzes entfernt, doch durch die Menschenmassen hatte der Weg doch einige Minuten in Anspruch genommen.
Der Vater bedauerte noch immer den Wärter des Plätzes, ein Muggel der nichts von den Ereignissen wusste, die sich hier hinter seinem Rücken abspielen würden. Die drei würden sich heute Abend das Finalspiel ansehen und über Nacht hier bleiben, um die Stimmung nach dem Spiel zu genießen. Morgen früh würden sie dann wieder mit einem Portschlüssel nach Hause reisen.
Durch einen glücklichen Zufall war das Unmögliche möglich gewesen.
Wie jeden Morgen hatte Felicitas Mutter das Kreuzworträtsel im Tagespropheten gelöst und von der Arbeit aus, per Eule zum Verlag geschickt. Das Wunder geschah, sie hatte die Tickets gewonnen!
Vier Stück! Das vierte hatte die Mutter sogar noch an einen Kollegen verkaufen können, damit hatte sie die Familienkasse so gut gefüllt, das sie alle bei der Jagd nach Andenken nicht auf das Geld schauen brauchten.
Als ihr Vater nach einer Stunde das Zelt aufgebaut hatte, es war wie so viele andere auf diesem Platz magisch vergrößert, bereitete ihnen ihre Mutter noch ein leckeres Essen zu.
Noch während sie aßen, bewegten sich die ersten Fans schon in Richtung Stadion.
Felicita musste ihren Vater beruhigen, wäre er doch am liebsten auch gleich aufgesprungen und den Iren gefolgt.
„Dad, wir haben noch über zwei Stunden Zeit, bis das Vorprogramm anfängt, das Spiel selbst beginnt erst in drei Stunden. Du kannst dich ruhig wieder hinsetzten und in Ruhe aufessen."
Doch wie ein Kind zu Weihnachten war er kaum noch zu halten, so brach die Familie eine halbe Stunde später auf.
Je näher sie dem Stadion kamen, umso schwieriger wurde das Vorankommen. Es waren so unglaubliche viele Menschen unterwegs.
Hier und da sah Felicita jemanden aus der Schule, wie. William Slater. Er war im gleichen Jahr wie sie, ein Slytherin. Dann erblickte sie auch die Weasleys, gemeinsam mit Harry Potter und Hermine Granger, die wahrscheinlich bekanntesten Schüler von Hogwarts.
Als sie endlich im Stadion ankamen, waren sie alle erleichtert, dass sie doch so zeitig aufgebrochen waren.
„Seht ihr, ich habe es euch doch gesagt. Ich mag zwar nichts von Zauberei verstehen, aber von Sport. Wäre es nach euch gegangen, hätten wir..."
Felicitas Mutter warf ihrem Mann einen leicht genervten Blick zu.
„Ja Phillip, du hattest Recht. Willst du jetzt erzählen, oder das Spiel sehen?"
Felicita stand gerade nicht der Sinn danach, der Kabbelei ihrer Eltern zu lauschen.
Sie wusste das ihre Mutter förmlich eine Allergie gegen Menschenmassen hegt und deren Nerven gerade blank liegen mussten, doch sie würde sich schon wieder beruhigen und später ihren Spaß haben.
Das Mädchen beschäftigte sich die nächsten Minuten mit ihrer Umgebung.
Ihr Blick schweifte über die zahllosen Köpfe hinweg, alle Menschen hier schienen bester Laune zu sein.
Überall blinkte und blitze es. Die meisten Zuschauer trugen leuchtende Rosetten, auf ihrer Seite des Stadions leuchteten sie fast ausschließlich grün für Irland, doch auf den Rängen ihr gegenüber schimmerte es überwiegend rot.
Und es war so unglaublich Laut.
Es gab Flaggen, die beim Wedeln die jeweilige Nationalhymne spielten, da diese von beiden Fangruppen genutzt wurden, überlagerten sich die bulgarische und die irische Hymne in einer unglaublichen Lautstärke, fast so als würden die Fahnen versuchen sich gegenseitig zu übertonen.
Als würde nur die Melodie nicht ausreichen, setzten die Fans ein und begannen zu singen, viele von ihnen grausam schräg.
Ein paar Mal musste das Mädchen den Kopf einziehen, als Miniaturen von Feuerblitzen gefährlich nahe an ihrem Ohr vorbei schwirrten.
Die Stimmung war grandios. Ihr ganzer Körper war elektrisiert, eine Gänsehaut jagte die nächste.
Durch das Getöse in ihrer Umgebung nahm sie plötzlich eine Stimme ganz nah bei ihr wahr.
„Hallo Felicita."
Als sie den Kopf nach links drehte um zu sehen wer sie angesprochen hatte, blickte sie in ein freundlich lächelndes Gesicht.
Andrew Donizetti, einer der beliebtesten Schüler von Hogwarts und einer der begehrtesten.
Er hatte ein südlandisches Aussehen, sie wusste das sein Vater Italiener war.
Nun saß dieser Junge direkt neben ihr.
Felicita selbst hatte im vierten Jahr für ihn geschwärmt, doch sie hatte es sich nie gewagt ihn anzusprechen.
„Hallo Andrew, schön dich zu sehen."
Neben ihm saßen seine Eltern. Seine Mutter war eine sehr elegante Frau, sah aber völlig anders aus als ihr Sohn, eben eine typisch hellhäutige Britin.
Von seinem Vater schien Andrew hingegen sehr viele Gene abbekommen zu haben, die beiden sahen sich unwahrscheinlich ähnlich. Sie unterschieden sich nur darin, dass einige Fältchen das Gesicht des Vaters zierten und dieser bereits viele seiner Haare eingebüßt hatte. Aufgrund einer Halbglatze schimmerten Großteile seiner Kopfhaut in der Sonne.
Felicita begrüßte Andrews Eltern freundlich und stellte sich vor, danach machten sich die Eltern der beiden Hogwartsschüler miteinander bekannt.
Die nächsten Minuten verstrichen wie im Flug, Felicita unterhielt sich mit dem Schwarm der halben weiblichen Schülerschaft, als würde sie ihn schon ewig kennen, die beiden plauderten wie Freunde, die froh waren, sich wieder getroffen zu haben.
Das Mädchen wurde regelrecht von der Stimme des Stadionsprechers überrascht, als er plötzlich die Aufstellung der beiden Nationalmannschaften erklärte und den Beginn des Spiels ankündigte.
Beide hatten so gar den Auftritt der Makottchen verpasst, ihre Väter schwärmten gerade noch von dem Auftritt der Veelas.
Was dann folgte war das aufregendste Quiddtischspiel das Felicita je gesehen hatte.
Die irische Mannschaft spielte überragend, doch ein Spieler war doch besser als sie alle.
Victor Krum.
Noch nie hatte sie einen Menschen so gut auf einem Besen fliegen gesehen.
Zweimal krachte der irische Sucher Lynch auf den Boden, nachdem Krum ihn mit dem „Wronski-Bluff" geschickt dazu verleitet hatte.
Es war einfach nur grandios, niemals würde sie diesen Tag vergessen.
Bulgarien fing zwar den Schnatz und beendete dadurch das Spiel, doch Irland gewann mit 10 Punkten Vorsprung.
Das bessere Team hatte über einen grandiosen Spieler gesiegt.
Der Jubel im Stadion schien keine Grenzen zu kennen, schon hier begann eine riesen Party, die noch bis in die Nacht andauern sollte.
Die Familien McDermod und Donizetti beschlossen spontan noch eine Weile beieinander zu sitzen und über das Spiel zu diskutieren, sie wollten den Sieg der Iren Feiern.
Auch wenn kein britisches Team gewonnen hatte, Irland war ja ein guter Nachbar, in der magischen Welt hatte es nie die Streitigkeiten gegeben, die es in der Mugglwelt zwischen den beiden Staaten gab.
Vor allem Felicita genoss den Abend, sie fühlte sich sehr wohl mit dem Gedanken, etwas mehr Zeit mit Andrew zu verbringen. Sie stellten fest, dass sich die Zelte der Familien sogar in ziehmlicher Nachbarschaft befanden, man traf sich bei den Donizettis, da diese sehr bequeme Campingstühle versprachen.
Die Zeit verging wie im Fluge, das Mädchen amüsierte sich prächtig.
Irgendwann, nach einigen Stunden wie Felicita beim Blick auf die Uhr feststellen musste, fragte Andrew, ob sie nicht Lust hätte, sich nochmal ein wenig umzusehen, vielleicht bei den Iren, deren Gesänge den ganzen Campingplatz beschallten.
Es war eine sehr milde Nacht, hier und da brannten große Lagerfeuer die genügend Licht spendeten. Der Himmel war Sternenklar.
Die beiden Schüler spazierten durch die Zeltreihen, lauschten den Gesängen der Sieger und erzählten sich gegenseitig von ihren bisherigen Erlebnissen.
Felicita musste die größten Ereignisse ihres Lebens verschweigen, alles was im letzten halben Jahr erfahren hatte, doch auch so gingen ihnen die Gesprächsthemen nicht aus. Die Ravenclaw konnte von dem Leben als Kind zwischen den Welten berichten, davon wie ihrem Vater oft die Augen schockgeweitet offengestanden hatten, wenn sie ausversehen eine Kerze entzündet hatte, oder der Gasofen in der Küche Stichflammen spie.
Andrew schien es aber auch nicht immer leicht gehabt zu haben, obwohl beide Elternteile Magier waren.
Seine Eltern waren oft aufgrund ihrer unterschiedlichen Tempramente in Streit geraten. Es war bestimmt nicht witzig, wenn nordische Unterkühltheit auf südlandisches Feuer traf.
Er gab sehr viele schmerzhafte Erinnerungen preis, seine Eltern hatten sich schon einmal getrennt, als er 8 Jahre alt gewesen war.
Die Tatsache das Andrew bei seinem Vater hatte bleiben wollen, statt bei seiner Mutter, musste diese wohl schwer getroffen haben, sie hatte ihrem Kind schwere Vorwürfe gemacht.
Der Junge erzählte Felicita, dass sie ihm noch heute deswegen zusetzte, obwohl sich seine Eltern längst wieder versöhnt hatten. Aus seiner Stimme war deutlich zu hören wie sehr ihn das verletzen musste.
Noch nie war Felicita auf einen Menschen getroffen, mit dem sie sich auf Anhieb so gut verstand.
Beide konnten an diesem Abend auch noch viel lachen, sie hatten sich zu einer Gruppe junger Iren gesellt, die sangen und tanzten. Für diese Leute schien es nichts größeres zu geben, als den Sieg der WM.
Felicita wünschte sich, dieser Abend würde niemals enden, sie war vollkommen frei von Sorgen, sie machte sich keine Gedanken über das was die Zukunft ihr bringen würde.
Doch mit einem Schrei war die Ilusion der perfekten Welt beendet.
Felicita fühlte sofort, dass etwas nicht stimmte.
Nochmals ein Schrei, der einer Frau.
Die Anwesenden verstummten, auch die Lieder in der Umgebungen endeten abrubt.
Stille, alle schauten suchend in die halb dunkle Nacht. Da es mit einem Mal so ruhig war, konnte man die Stimmen von mehreren Männern hören, sie Kohlen und lachten.
Dieses Lachen kam Felicita schrecklich bekannt vor.
Sie wurde unruhig, spürte Gefahr.
Was die Gruppe dann sah, schrieb allen blankes Entsetzen in die Gesichter.
Beim Eingang zu Campingplatz schwebten Menschen in der Luft, umgeben von rotem Licht.
Es war die Familie des Mannes, der Felicitas Familie heute morgen den Platz zugewiesen hatte, eine Muggelfamilie.
Neben dem Mann und seiner Frau schwebten auch zwei Kinder in der Luft, Felicita hörte die Kleinen verängstigt weinen.
Es war schrecklich, die Vier wurden durch die Luft gewirbelt wie Spielbälle, sie konnten doch gar nicht wissen, was mit ihnen geschah, sie hatten doch nicht gewusst, dass sich Zauberer auf dem Campingplatz befanden, dass es überhaupt Zauberer gab.
Das Lächen wurde lauter, als die Frau kopfüber in der Luft hing und sie verzweifelt versuchte ihr Nachthemd festzuhalten, um ihren Unterleib nicht zu entblößen.
Die Kinder wurden mehrmals fallen gelassen, nur um ihren Sturz dann kurz vor dem Boden wieder abzufangen.
Panik machte sich breit, als sich die Szenerie zu bewegen schien.
Man konnte sehen, wie ein Zelt quer über den riesigen Platz geschleudert wurde, überall waren angstvolle Schrei zu hören.
Felicita und Andrew sprangen nahezu gleichzeitig auf und liefen in Richtung ihrer Zelte, die in so unmittelbarer Nähe des Eingangs standen. In unmittelbarer Nähe dieser schrecklichen Quälerei.
Als die beiden das Zelt der Donizettis erreichten, warteten diese schon auf sie, doch von Felicitas Eltern fehlte jede Spur, die beiden Paare hatten sich vor wenigen Minuten aus den Augen verlohren.
Andrews Mutter forderte das Mädchen auf mit ihnen zu kommen.
„Felicita, wir müssen in den Wald, die sind wir erstmal in Sicherheit.
Deine Eltern kommen schon zurecht, wir werden sie später finden.
Sie können sich doch wehren… "
Als Felicita antwortete, war sie schon einige Meter von Andrew und seinen Eltern fort gelaufen.
„Nein, können sie nicht, nicht beide. Mein Vater ist Muggel."
Sie lief so schnell sie konnte, wer immer da seinen Spaß mit der Familie hatte, würde sich sicher über ein weiteres Opfer freuen.
Ihr Vater würde gegen Zauberer keine Chance haben, immer wieder blickte sie angstvoll zum Himmel.
Sie wusste nicht was sie tun sollte, doch sie musste ihren Eltern helfen, sie wollte nicht noch einen Vater verlieren.
Sie erreichte einen kleinen Hügel, Menschen kamen ihr aus der Richtung des Eingangs entgegen und riefen ihr zu, sie solle fort laufen.
Doch was sie sah lief sie geschockt auf der Stelle stehen.
Unter der verängstigten Familie erkannte sie die Verursacher der Panik.
Es waren Zauberer in schwarzen Umhängen und Kapuzen, anstatt Gesichtern erkannte man nur weiße Masken. Todesser.
Ihre Beine begannen wie von alleine zu laufen, doch sie bewegte sich nicht in Richtung des Waldes, sie lief den Hügel hinab.
Ihr Geist stellte immer wieder die gleiche Frage.
Was konnte sie gegen eine Horde geisteskranker unternehmen?
Doch die Sorge um ihren Vater trieb sie voran, ohne Angst die Oberhand gewinnen zu lassen. Unzählige Albträume liefen vor ihrem inneren Auge ab. Dort wurden Muggle angegriffen, die nichts mit der magischen Welt zu tun hatten. Doch viel größer als die Verachtung der Anhänger Voldemorts für unwissende, nichtmagische Menschen, war der Hass auf die Muggle und Mugglegeborenen, die auch noch einen Fuß in die magische Welt setzten. Menschen wie ihr Vater.
Sie hörte Schritte hinter sich, würde jemand helfen?
Grob wurde sie am Arm gepackt und herumgerissen.
Sie blickte auf eine Schulter, schwarz.
Ein Blick hinauf und ihr Entfuhr ein kurzer Schrei.
Schwarzer Umhang, schwarz umrahmtes Gesicht. Ein Todesser.
Doch die Täuschung wärte nicht mal einen Augenblick, die aufkeimende Angst hatte ihr einen Streich gespielt.
Vor ihr Stand kein geringerer als Professor Snape.
„Du dumme Gans, was glaubst du was du hier tust?
Bist du Lebensmüde?"
Seine Stimme war wutverzerrt, seine Hand presste ihren Arm wie ein Schraubstock.
Felicita wand sich, sie wollte fort von ihm, zu ihren Eltern.
„Bitte... Meine Eltern, Dad ist Muggel, ich muss zu ihnen... ..."
„Dann ist das die falsche Richtung.
Ihr Vater ist vielleicht ein Muggel, aber doch nicht dumm.
Ich glaube eine Familie, die in der Luft schwebt, erkennt sogar er als Bedrohung, auch wenn er tatsächlich nicht wissen sollte, wer dafür verantwortlich ist."
Als er diese Worte sprach, zerrte er Felicita bereits in Richtung des Waldes, in dem sich auch alle anderen versteckt hielten.
Noch immer waren die Schreie der Familien zu hören.
Sie schallt sich selbst eine Idiotin.
Wie hatte sie auch nur eine Sekunde lang glauben können, das ihr Vater nicht wusste, dass Schreie Gefahr bedeuten?
Außerdem war ja auch noch ihre Mutter bei ihm.
Sie musste nun nicht mehr von Snape gezogen werden, doch er ließ ihren Arm trotzdem nicht los, als hätte er Angst, sie könnte es sich doch wieder anders überlegen.
Snape führte sie in den Wald hinein, sie hörte schon die Stimmen von mehreren Zauberern.
Er stieß Felicita unsanft von sich.
„Ich schätze den Rest des Weges finden Sie allein, sie müssen nur den Stimmen folgen.
Sollte ich Sie noch mal da draußen sehen, werden Sie es bereuen."
Mit diesen Worten wandte er sich von ihr ab und lief wieder aus dem Wald heraus.
Nach einigen Metern erreichte sie eine Lichtung.
„Felicita!"
Ihre Eltern kamen auf sie zugelaufen, als sie das Mädchen erreicht hatten, schloss die weinende Mutter ihr Kind fest in die Arme.
„Wir haben uns solche sorgen gemacht, wo bist du nur gewesen?
Ein Mann hat mitbekommen, dass wir dich suchen. Er hat versprochen dich zu finden."
Felicita konnte nur nicken, hinter ihren Eltern standen die Donizettis.
Das alles war ihr so peinlich, Andrew musste sie für eine Vollidiotin halten.
Und wie sollte sie Snape je wieder in die Augen blicken. Sie war wirklich eine dumme Gans.
Wenn das Kapitel eine Review wert ist, dann hinterlasst mir bitte eine ;-)
Ich hoffe wirklich, dass es euch gefallen hat.
Bis bald.
Eure Vestilia.
