Ich bin zurück, kann es selbst kaum fassen, dass ich mal wieder die Zeit gefunden habe etwas zu schreiben. Aber ich bin mehr als glücklich darüber.

Also zum Disclaimer: Wie immer Habe ich keine Rechte an den Charakteren aus Harry Potter, und verdiene hiermit keinen einzelnen Pfennig.

Geisterkatze

Vernon und Petunia saßen auf dem Sofa. Dudley, für den in der kleinen Wohnung kein anderer Platz war saß auf dem Teppich zu ihren Füßen. Sie sahen einen Krimi, und Vernon hatte gerade erklärt der Mörder sei bestimmt der indische Nachbar des Opfers, denn seiner Meinung nach würde nur ein Ausländer eine unschuldige junge Frau so kaltblütig ermorden.

Hestia Jones saß auf einem der Küchenstühle neben ihnen und strickte sehr ungeschickt etwas großes blaues, bei dem Dudley nicht gewagt hatte zu fragen was es mal werden sollte. Sie fand Fernseher sehr interessant und setzte sich immer dazu wenn die Dursleys einen Film sahen, oder die Nachrichten. Dedalus Diggel hingegen hatte sich zurückgezogen um ein langes Bad zu nehmen.

Gerade als die Musik im Fernsehen spannungsvoll anschwoll tauchte eine silbrig leuchtende Katze auf. Sie kam aus der Wand auf sie zu, und machte direkt vor Hestia halt.

Dudley war erschrocken aufgesprungen, seine Eltern pressten sich ängstlich in die Sofakissen.

Hestia blickte die Katze beinahe so angsterfüllt an, wie die anderen es taten, und das obwohl sie doch an Geistertiere gewöhnt sein musste.

„An alle Mitglieder des Ordens: Potter ist nach Hogwarts zurückgekehrt. Wir befinden uns im Kampf.", die Katze sprach mit der Stimme einer Frau, sie klang bemüht gefasst, „ Er verlangt das wir Potter ausliefern. Unsere Frist ist bald abgelaufen, wir werden weiterkämpfen, bis zum letzten. Bitte verbleiben sie in Position. Sollte Hogwarts fallen, fliehen sie sofort ins Ausland. Soweit weg wie sie können. Uns allen viel Glück."

Das blaue Strickmonstrum viel zu Boden, die Katze verschwand.

Hestia starrte der schlanken Silberkatze hinterher, und klappte mehrmals den Mund auf und zu.

„Ich verstehe nicht.", sagte Vernon, und Dudley dachte zum ersten mal, dass es wohl Harrys gutes Recht war ihn als schwer von Begriff zu bezeichnen.

„Wer kämpft denn? Was ist passiert? Woher kam die Katze?", fügte er nun hinzu, sein Schnurrbart zitterte.

Hestia schluchzte laut, ein Geräusch das so grässlich klang, das Vernon verstummte.

Dudley konnte nicht anders, er war in zwei Schritten bei ihr und schloss sie in die Arme. Er wusste selbst nicht so genau was er da tat, aber es schien notwendig zu sein.

Und zu seiner Überraschung wehrte sich Hestia nicht, sondern lies sich gegen seine Brust fallen.

Er konnte ihre Tränen durch sein T-shirt sickern spüren.

Petunia knetete nervös ihre Hände, und sah immer wieder zwischen ihrem Mann und ihrem Sohn hin und her.

Als Hestias schluchzen leiser wurde schob Dudley sie ein Stück von sich weg, und drückte sie zurück auf ihren Stuhl.

„Ich sage Mister Dickel bescheid.", sagte er so eindrücklich als würde er mit einem langsamen Kind reden, dann verschwand er im Flur und lies seine verwunderten Eltern mit der aufgelösten Hestia allein.

Dedalus reagierte nach dem dritten klopfen, und als Dudley ihm durch die Tür zurief dass ein Geistertier durch die Wand gekommen war, brauchte es nur wenige Sekunden bis er mit nassem Haar und in einen flauschigen Morgenmantel gehüllt das Bad verließ.

Und weil Hestia sich immer noch nicht ganz gefangen hatte wiederholte Dudley mit einiger Hilfe von Petunia, Wort für Wort was die Katze ihnen mitgeteilt hatte.

„Die Katze ist Minervas Patronus.", sagte Dedalus Vernons irritierten Blick ignorierend.

„Wir müssen doch irgendwas tun!", schluchzte Hestia.

„Wir müssen Potters Familie beschützen. Wir haben diesen Auftrag angenommen, also führen wir ihn auch aus.", sagte er etwas forscher als gemeint, er nahm beruhigend ihre Hand und setzte sich neben sie.

„Wer ist Minerva?", fragte Dudley in die Stille hinein.

Dedalus starrte ihn ungläubig an. Zwar war Harrys Cousin immer höflich gewesen, er hatte jedoch noch nie eine Frage gestellt, außer die wann er heim dürfte.

„Sie ist unsere Anführerin, sie leitet den Orden des Phoenix, seit Dumbledores Tod.", kam irgendwann seine Antwort.

„Dumbledore ist der Schulleiter von Hogwarts?", fragte Dudley unsicher.

„Ja, das war er. Und Minerva wäre seine Nachfolgerin geworden, wenn das Ministerium nicht bis dahin schon voller Todesser gewesen wäre."

Und so warteten sie, Hestia immer noch leise schluchzend, und Dädalus in seinem Bademantel, der Dudley all das erklärte, was dieser sich niemals getraut hatte zu fragen.

Vernon blickte finster drein, sagte aber kein Wort und Pertunia huschte staubwischend und Wäsche einsammelnd durch die kleine Wohnung, um nicht zuhören zu müssen.

Und dann brach erneut die silbrige Katze durch die Wand, sie begann zu sprechen noch bevor sie komplett im Zimmer stand:

„Voldemort ist Tot! Potter lebt!", ihre Stimme war diesmal aufgeregt und Heiser, „Wir haben viele Freunde verloren, aber wir haben gesiegt. Viele Todesser sind geflohen, es gibt noch keine Entwarnung! Eulenpost, und Flohnetzwerk sind jedoch wieder frei nutzbar."

Als sie verstummt war drehte sie sich elegant auf der Stelle und verlies das Zimmer durch die Wand.

Und in diesem Moment brach Dedalus in lautstarkem Lachen aus, Petunia lies sich auf einen Küchenstuhl fallen und begann hemmungslos zu weinen und Hestia sprang auf, drückte den ziemlich verdatterten Dudley an sich und küsste ihn leidenschaftlich.

Vernon stand zwischen ihnen und war erleichtert, das ihre Zeit in dieser winzigen Wohnung vorbei war und vielleicht auch, weil der Junge lebte.

So, fragt mich nicht wo das herkam, aber in meinem Kopf ist Dudley/Hestia ein wunderbares Pairing. Das wir nicht schon viel eher darauf gekommen sind^^

Okay, in meinem Fluff-Universum klingt es auf jeden Fall logisch.

Wie immer wäre ich außer mir vor Freude über ein paar von euren wunderbaren Kommentaren.

Liebste Grüße

Die Alraune