Dumbledores Taten der Vergangenheit kommen ans Licht! 21
Kapitel 21
Fast zur gleichen Zeit, als Hermine Granger umringt von Wachen den Saal der Gerechtigkeit betrat, erschienen vier Wachen mit dem Ehepaar Weasley vor einem schmiedeeisernen Tor. Jeweils zwei Wachen standen links und rechts von Mr. und Mrs. Weasley und hielten jeweils einen Oberarm von diesen umfasst. Hinter dem schmiedeeisernen Tor konnten die sechs Personen ein Herrenhaus sehen, dessen Außenfassade einen rein weißen Anstrich besaß, wohingegen das Dach mit schwarz glänzenden Ziegeln gedeckt war. Einer der Wachen zog an einem Hebel, der sich am Steinpfosten des Tores befand, woraufhin eine kleine Elfe erschien und sich leicht vor den Wachen und dem Ehepaar verbeugte.
„Wen darf Minky ihrer Herrschaft melden?", kam in piepsiger Stimme die Frage.
„Richte deiner Herrschaft bitte aus, dass die Wachen des Hohen Rates mit dem Weasleyehepaar eingetroffen sind.", ließ sich einer der Wachen neben Mr. Weasley vernehmen.
„Sehr wohl, Master.", erwiderte die Elfe. Bevor sie jedoch verschwand, sandte sie dem Ehepaar Weasley einen verachtenden Blick.
Oh ja, die Hauselfen der Familie Grandes wussten weshalb diese beiden verabscheuungswürdigen Kakerlaken hierher gebracht wurden, denn sie hatten regen Kontakt mit den anderen Elfen, welche in den vielen Zauberhaushalten arbeiteten. Daher würden die Hauselfen diesem Gesindel das Leben im Haus ihrer Herrschaft nicht leicht machen und ihre Herrschaft würde nichts dagegen tun, denn diese waren ebenfalls der Meinung, dass das was diese verabscheuungswürdigen Kakerlaken dem jungen Lord Malfoy angetan hatten, nicht ungesühnt bleiben durfte. Nachdem die Elfe ihrer Herrschaft Bericht erstattet hatte, begab sie sich wieder zum Tor.
„Meine Herrschaft erwartet sie.", richtete die kleine Elfe den Wachen aus und öffnete das Tor, damit diese und ihre Gefangenen das Anwesen betreten konnten.
Als sich die Wachen mit dem Ehepaar Weasley in Bewegung setzten, kam in Arthur Weasley der Drang hoch sich dagegen zu wehren durch das Tor zu gehen, überlegte es sich jedoch anders. Er kam zu dem Schluss, dass es ihm nicht bekommen würde sich gegen die Wachen zur Wehr zu setzen, denn sie waren im Gegensatz zu ihm im klaren Vorteil. Hinzu kam noch, dass er das Halsband trug und dieses ihn für sein Vorgehen bestrafen würde. Somit ließ er sich von den Wachen durch das Tor führen. Auch musste er sich eingestehen, dass er einen Fehler gemacht hatte, als er auf Dumbledores Vorschlag einging, aber was sollte er denn machen, hm? Er verdiente nicht genug um seine Familie den Lebensstandard zu bieten, welche diese seiner Meinung nach verdiente. Somit ließ er sich auf den Deal mit Dumbledore ein und musste nun für seine Dummheit bezahlen.
Im Gegensatz zu ihrem Mann wehrte sich Molly Weasley vehement gegen die Wachen und versuchte sich deren Griff zu entwinden, was ihr nicht gelang. Denn kaum wollte sie den Gedanken zu flüchten in die Tat umsetzen, durchfuhr sie ein heftiger Schmerz, der sie dazu zwang in ihrer Bewegung inne zu halten. Die Wachen verstärkten den Griff um ihre Oberarme, belegten sie mit einer Ganzkörperklammer und einem leichten Schwebefluch, so dass sie die widerspenstige Frau auf das Anwesen levitierten. Molly Weasleys Augen wurden fast so groß wie die einer Hauselfe, als sie mit den Wachen mittels eines Schwebezaubers auf das Anwesen der Familie Grandes gebracht wurde. Zudem hatten die Wachen einen Schweigezauber auf sie gelegt, denn sie konnten sich sicher sein, dass die Weasleyfrau Zeter und Mordio schreien würde aufgrund das sie sie durch Zauber auf das Anwesen brachten.
Zügig gingen die Wachen mit den zwischen ihnen Befindlichen auf das Eingangstor zu und schritten mit ihnen die Steinstufen empor. Vor dem Tor angekommen, wurde dieses geöffnet und sie wurden von einem Hauselfen ins Innere des Herrenhauses gelassen. Nachdem der Hauself ihnen mitgeteilt hatte, dass seine Herrschaft sie im Wohnsalon erwarten würde, schritten sie hinter diesem her und betraten nur kurz darauf den Raum in dem sich Lord und Lady Grandes befanden. Überrascht einen Abgesandten vom Hohen Rat in dem Raum vorzufinden, hoben alle vier Wachen leicht jeweils eine Augenbraue, zeigten jedoch keine einzige Gesichtsregung. Es würde schon einen Grund haben, dass der Abgesandte sich hier befand. Die Wachen blieben mit den beiden Gefangenen ungefähr in der Mitte des Raumes stehen und verneigten sich leicht und mit Respekt vor den Besitzern des Herrenhauses, sowie dem Abgesandten des Hohen Rates.
„Der Hohe Rat schickte mich um noch einen weiteren Zauber auf das Halsband dieser beiden Unwürdigen zu legen. Nachdem ich dieses durchgeführt habe, werde ich dem Hohen Rat Mitteilung machen.", teilte der Abgesandte allen Anwesenden im Raum mit.
Die Grandes, der Abgesandte und auch die Wachen sahen, dass Mrs. Weasley einen empörten Ausdruck auf ihrem Gesicht hatte und sich ihr Mund immer wieder fast ohne eine Pause bewegte, jedoch vernahm niemand im Raum ihre Stimme oder ihre Tirade. Die Grandes, ebenso wie auch der Abgesandte vermuteten dass einer der Wachen diese rothaarige Entschuldigung einer Hexe mit einem Schweigezauber belegt haben musste, worüber sie sehr dankbar waren. Ohne weiter auf die Weasleyfrau zu achten, hob der Abgesandte seine rechte Hand, bewegte diese leicht und nachdem er einmal auf Mrs. und danach auf Mr. Weasley gezeigt hatte, ließ er diese wieder sinken. Nachdem dies geschehen war, begann Lord Grandes das erste Mal zu sprechen.
„Talira, Muliv!", vernahmen alle Anwesenden im Raum die Stimme Lord Grandes, woraufhin ein zweimaliges *Plopp* erklang.
„Was können wir für den Lord tun?", fragte Talira mit piepsiger Stimme, wobei sie sich, ebenso wie die andere Hauselfe vor ihrem Lord verneigte.
„Dich Talira, würde ich bitten den Rothaarigen in das kleine Zimmer in der Nähe vom Gewächshaus zu bringen und wenn du dies getan hast, kannst du wieder an deine Arbeit gehen.", bat der Lord die kleine Elfe.
„Talira wird ihren Wunsch sofort ausführen, Mylord.", verbeugte sich die Elfe, ging danach auf die Wachen zu, zwischen denen sich Mr. Weasley befand, blieb vor diesen stehen und griff nach dessen Hosenbein. Nur kurze Zeit später war die Elfe mit dem ältesten männlichen Weasley verschwunden.
„Dich Muliv würde ich bitten, dieses rothaarige Etwas in den Raum neben den Zellen zu bringen, damit sie sich dort beruhigen und morgen ihre Aufgaben zugeteilt bekommen kann.", bat er die noch im Raum befindlichen Elfe, welche sich verneigte, auf die Wachen zuging, zwischen denen Mrs. Weasley stand und kaum hatte sie nach dem Rock von dieser gegriffen, war sie auch schon mit ihr verschwunden.
Als sich nur noch der Abgesandte, sowie die Wachen des Hohen Rates und seine Frau im Wohnsalon befanden, wandte er sich an den Abgesandten.
„Was führte sie hierher und was für einen Zauber legten sie neben den schon vorhandenen auf die Halsbänder dieser beiden Verabscheuungswürdigen?", fragte Lord Grandes den Abgesandten mit respektvoller Stimme.
„Die obersten Lordschaften beauftragten mich hierher zu kommen und noch einen ganz bestimmten Zauber auf die Halsbänder dieser Kakerlaken zu legen. Dieser Zauber wird dafür sorgen, dass sie Schmerzen empfinden, sollten sie eine Arbeit verweigern oder diese nicht zu ihrer Zufriedenheit ausführen. Sie haben sich jedes Mal darüber amüsiert, wenn der junge Lord Black/Malfoy von diesem Muggelabschaum geschlagen wurde, sollte er die aufgetragene Arbeit aufgrund seines Alters nicht schaffen oder in der von ihnen vorgegebenen Zeit. Somit dachten Lord Slytherin und Lord Gryffindor, dass sie dieselben Schmerzen erleiden sollen, welche der jüngste Sohn von Lord Malfoy über Jahre hinweg erlitten hatte. Sie sollen spüren was es heißt für die nicht erbrachten Leistungen oder die Verweigerung von diesen bestraft zu werden. Zudem sie, Lord Grandes, diese beiden Verabscheuungswürdigen nicht bestrafen müssen und somit keinerlei Schuld an deren Bestrafung haben.
Diese Beiden haben selbst Schuld an dem was sie erleiden werden. Sie hätten sich auf den Deal mit Dumbledore nicht einlassen und sich am Leid anderer ergötzen müssen. Wären sie ehrbare Menschen, würden sie sich nicht am Geld eines Kindes vergreifen. Auch wenn Dumbledore der Hauptschuldige ist, so hätten sie dennoch das Geld an den jungen Lord zurückgeben können. Ebenso wie die anderen Mitglieder dieser verabscheuungswürdigen Brut, die sich am Geld eines Kindes bereicherten und das obwohl sie gesehen hatten, dass Dumbledore den jungen Mann an der kurzen Leine hielt. Denn der junge Mann durfte sich nach Anweisungen von Dumbledore nur eine bestimmte Menge an Geld aus seinem Schulverlies holen.
Diese Summe reichte gerade für die Schulbücher, Zaubertrankzutaten und die anderen Dinge, die man für das Schuljahr benötigte. Nur alle zwei Jahre, wenn überhaupt, konnte sich der junge Lord einen neuen Umhang leisten. Nicht einmal nach Hogsmeade konnte er gehen, da er nicht einmal einen Knut übrig hatte, um sich ein Butterbier oder eine Kleinigkeit aus dem Honigtopf zu leisten. Diese beiden Kakerlaken, ebenso wie ihre Brut amüsierten sich darüber, dass der junge Lord in abgetragenen Kleidern herumlief und sie ihren Kindern, sowie sich selbst gute Kleidung kaufen konnten. Ebenso amüsierten sich die Kinder dieser Verabscheuungswürdigen darüber, dass der junge Lord abgemagert und krank aussehend nach den Ferien die Große Halle von Hogwarts betrat.
Zudem er sich vor Schmerzen kaum bewegen konnte, was von der Heilerin Madame Pomfrey anhand von Krankenakten bewiesen werden kann. Der junge Lord hat mehr in seinem noch jungen Leben erlitten, als so manch anderer, der mit über hundert Jahren nach einem ruhigen unbeschwerten Leben zu den Göttern geht. Aber nicht nur diese verabscheuungswürdige Familie wird es bereuen sich auf Dumbledores Machenschaften eingelassen zu haben, auch andere werden ihre gerechte Strafe bekommen. Seien sie nicht nachsichtig oder zu sanft mit diesen Kakerlaken, denn sie haben keinerlei Nachsicht sowie Rücksicht verdient. Sie hatten es mit anderen auch nicht.", beendete der Abgesandte seine Erklärung.
„Sie können sich sicher sein, Abgesandter Marivell, dass wir keinerlei Nachsicht mit diesen Beiden haben werden. Zumal ich mir sicher bin, dass sie das erste Mal in ihrem Leben wirklich arbeiten müssen, was alleine schon einige Schimpftiraden mit sich bringen wird, vor allem bei dieser rothaarigen Möchtegern Hexe bin ich mir sicher, dass sie mehr keifen wird als sie es bisher getan hat. Irgendwann jedoch wird sie keine Stimme mehr haben, um sich über eine lange Zeit beschweren zu können. Sollte sie es dennoch tun, wird sie so lange einen Schweigezauber tragen, bis sie gelernt hat wie man sich anständigen Hexen und Zauberern gegenüber zu verhalten hat.", versicherte Lord Grandes dem Abgesandten des Hohen Rates.
„Ich werde mich nun verabschieden und seien sie wie gesagt nicht zu nachsichtig oder zurückhaltend, denn gerade die rothaarige Furie muss lernen was arbeiten bedeutet. Ich wünsche ihnen immerwährende Gesundheit.", verabschiedete sich der Abgesandte mit einer leichten Verbeugung, wandte sich nach einem leichten Nicken von Lord und Lady Grandes der Tür des Raumes zu und verließ gefolgt von den vier Wachen den Wohnsalon. Kaum hatten sie das Anwesen verlassen, teleportierten sie zurück zum Hohen Rat, um diesem Bericht zu erstatten.
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Während Mr. Weasley in einem kleinen Raum auf einer Pritsche saß, welche sein zukünftiges Bett darstellte und seine Frau in einem Raum mit kahlen Wänden in der Nähe der Zellen im Kerker auf einem Haufen Stroh tonlos ihr Schicksal betrauerte sowie ihre Wut hinaus schrie, wurden ihre Zwillingssöhne zu ihrem ehemaligen Laden gebracht. Die Zwillinge hatten unabhängig voneinander beschlossen nichts zu tun, was ihrem weiteren Leben schaden oder anderweitig benachteiligen könnte. Sie hatten sich eingestanden, dass sie dem kleineren Schwarzhaarigen, den sie als Harry James Potter kannten, sehr großes Unrecht antaten und dieser, obwohl er es zu dem Zeitpunkt noch nicht wusste, sie immer unterstützte oder ihnen in anderer Art und Weise half.
Ohne Harry hätten sie ihren Traum vom eigenen Laden niemals verwirklichen können. Okay, irgendwann hätten sie es wohl in der fernen Zukunft geschafft, aber durch das Geld, was ihnen Harry nach dem Trimagischen Turnier gab, konnten sie ihren Traum viel eher verwirklichen. Gerne gaben sie zu, dass sie von Anfang an gewusst hatten das all das Geld, welches ihre Eltern und Geschwister von Dumbledore in ihre Verliese transferiert bekamen, aus dem Verlies von Harry stammte. Auch das sie ohne dieses Geld niemals eine schulische Ausbildung erhalten hätten. Im Nachhinein schämten sie sich Harry dermaßen hintergangen zu haben. Sie würden sich an alle Anordnungen halten, welche ihnen der Hohe Rat auferlegte.
Immerhin durften sie in ihrem ehemaligen Laden bleiben, dort weiterhin Scherzartikel erfinden und erforschen. Auch wenn es nun nicht mehr ihr eigener Laden war, waren sie dennoch dankbar weiterhin ihre Talente und Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Der Hohe Rat hätte sie auch so wie Ronald zu irgendeinem Volk schicken können, wo sie niemals mehr wirklich die Sonne sehen würden. Als die Wachen mit ihnen den Laden betraten und sahen wer ihren Laden nun besaß, bekamen ihre Augen eine Größe, dass man Angst haben musste, diese würden ihnen herausfallen.
Vor ihnen stand ein junger Mann mit blonden Haaren, breiten Schultern und einem Körper, der einen sabbern und sich vor ihn niederknien ließ. Vor den Weasleyzwillingen stand, dem Aussehen nach ein Malfoy. Welcher es jedoch war, konnten die Zwillinge nicht sagen. Denn sie kannten außer Lucius Malfoy nur noch seinen Sohn Draco und somit wussten sie nicht wer vor ihnen stand. Allerdings sollten sie es im nächsten Augenblick erfahren, nämlich dann als sich der Mund der vor ihnen stehenden Person öffnete.
„So, so, das sind also die Zwillinge der Familie Weasley.", stellte die vor den Zwillingen und den Wächtern stehende Person fest. „Nun, ich werde mich ihnen vorstellen! Mein Name ist Lucian Calzifer Malfoy und ich werde ab dem heutigen Tag ihr Vorgesetzter sein. Sie haben meinen Forderungen Folge zu leisten, ansonsten werden sie erfahren wie es ist sich meinen Befehlen oder Forderungen zu widersetzen. Wie mir bekannt ist, entstammen sie einer Familie von Blutsverrätern, die nichts anderes zu tun hatten als unsere Traditionen und unseren Glauben zu verraten. Hinzu kommt, dass sie einem Spinner gehorsam waren, der andere für seine Zwecke missbraucht. Gut, sie werden erfahren wie es ist hart dafür zu arbeiten, um sich seinen Lebensunterhalt zu verdienen.
Zudem mir mitgeteilt wurde, dass sie kaum bis gar keine wirklich harte Arbeit gewohnt sind, geschweige denn jemals etwas Vergleichbares in ihrem Leben getan haben. Sie wissen nicht was sie treffen wird, sollten sie es auch nur in Erwägung ziehen sich gegen meine Forderungen aufzulehnen oder zu widersetzen. Im Gegensatz zu ihnen beiden, die ihr Leben bisher nur für Streiche und zu ihrem Vergnügen vergeudet haben, weiß ich wie es ist hart zu arbeiten.
Wie mir der Hohe Rat mitteilte, haben sie sich darüber amüsiert, wie dieser Abschaum von Muggeln meinen Cousin Daimion behandelte, wenn er die von diesem Gewürm aufgetragene Arbeit nicht in der von ihnen vorgegebenen Zeit schaffte. Sie werden kennen lernen wie es sich anfühlt dafür bestraft zu werden etwas nicht geschafft zu haben und das obwohl ich keine Zeitvorgabe machen werde. Ein Zauber gewährleistet, dass sie jedes Mal wenn sie eine Arbeit nicht schaffen oder sich weigern sie auszuführen, das durchleben was mein Cousin über Jahre hinweg ertrug. Folgen sie mir!", forderte Lucian die Zwillinge und die Wächter auf, nachdem er mit einem Wink seiner Hand den Zauber auf das Halsband legte.
Die Zwillinge folgten Lucian in den hinteren Teil des Ladens, in dem sich ihr früheres Hinterzimmer befand. Allerdings hatte sich dieses Zimmer stark verändert, denn nun sah dieses eher wie eine Kerkerzelle aus. Die Wände waren aus groben Stein und an zwei von diesen Wänden standen Pritschen. Auf diesen Pritschen lag jeweils eine sehr dünne, löchrige Decke, wenn man dieses Stück Stoff als solche bezeichnen wollte. Ein Eimer stand in der von den Pritschen gegenüber liegenden Ecke. Auf einem Tisch neben diesem Eimer stand eine Messingschale, neben der ein Krug stand, in dem sich Wasser befand. So wie es für die Zwillinge aussah, würde dieser Raum ihr zukünftiges Zimmer sein.
„Diesen Raum werden sie in Zukunft bewohnen. Sollte sich zeigen, dass sie den Willen haben allem was ich ihnen auftrage, von ihnen fordere oder verlange zu meiner Zufriedenheit auszuführen, werde ich so gnädig sein und ihnen einige Annehmlichkeiten zu gestatten. Sollten sie jedoch wieder in eines ihrer alten Verhaltensmuster zurückfallen, verschwinden diese Annehmlichkeiten so schnell das sie nicht einmal blinzeln können. Ihr Arbeitstag wird morgen beginnen, somit sollten sie sich nun einrichten und sich ausruhen, damit sie morgen ausgeruht und leistungsfähig sind.", teilte ihnen Lucian mit, wandte sich von ihnen ab und verließ den Raum, gefolgt von den Wachen.
Was die Zwillinge nicht sahen war, dass Lucian mit einem wirklich sadistischen Grinsen den Raum verließ. Oh er würde ihnen schon zeigen was es hieß, jemanden der einem vertraute zu hintergehen. Sie würden in naher Zukunft nie wieder auf den Gedanken kommen jemanden für ihre Zwecke zu benutzen, zu hintergehen oder dessen Vertrauen zu missbrauchen. Sie würden lernen loyal zu sein und sich niemals gegen ihn oder seine Familie zu stellen. Allerdings würde Lucian dafür sorgen, dass sie seinem Cousin, auch wenn es nur dritten Grades war, niemals von Angesicht zu Angesicht gegenüber stehen würden. Nur wenn Daimion es wollte, würde er die Zwillinge mit seinem Cousin konfrontieren. Aber bis es soweit war, würde noch eine lange Zeit ins Land gehen. Zufrieden begab sich Lucian wieder zum Hohen Rat, um seiner Familie mitzuteilen, wie die Ankunft der Zwillinge abgelaufen war. Angst dass diese beiden Chaoten etwas unternehmen würden, um aus ihrer Zelle zu kommen, hatte er nicht. Fenrir war so freundlich und hatte ihm zwei seiner Wölfe geschickt, die aufpassten dass die beiden Rothaarigen keinen Unsinn machen würden.
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Mit zwei Wachen kam Ronald Weasley bei den Minen in Daranga an. Der Rotschopf sah sich um und entdeckte eine Milchglas ähnliche Substanz, die sich vor ihm und den Wachen befand. Er dachte darüber nach, warum er sich in dieser Situation befand. Nach seiner Meinung hatte er nichts falsch gemacht! Das bisschen Geld, welches er von Professor Dumbledore von Potters Verlies in das seinige transferiert bekam, machte im Verlies dieses Losers nicht einmal eine Delle. Zudem ihm das Geld seiner Meinung nach zustand, immerhin hatte er sich für diesen Feigling in Gefahr begeben, somit stand ihm das Geld zu. Hinzu kam noch, dass Potter das ganze Geld, welches er besaß, ohnehin nicht ausgeben könnte.
Denn würde Dumbledores Plan gelingen, wäre Potter spätestens nach der Schlacht von Dumbledore getötet oder nach Askaban gebracht worden. In beiden Fällen hätte er das Geld nicht gebrauchen oder benutzen können. Außerdem war geplant, dass der Potterloser seine kleine Schwester heiraten sollte, damit sie, ihre Familie, ebenso wie Dumbledore vom Geld Potters leben und profitieren konnten. Ginny wäre die reichste Frau des magischen Englands geworden. Sie hätte ihre Eltern und auch ihre Geschwister, sowie Dumbledore und den Orden des Phönix unterstützt. Aber alles ging schief, nachdem diese dumme Pute Granger, gemeinsam mit dieser Schlampe Chang einen verbotenen Fluch auf Potter hetzte.
Und warum? Nur weil Granger eifersüchtig auf Potter war? Was machte es schon wenn Potter in einigen Fächern besser war als diese Grangerpute? Ebenso wie Chang, die eifersüchtig auf seine hübsche, liebevolle kleine Schwester war, die im Auftrag von Dumbledore dieses Weichei Potter heiraten sollte. Zudem Dumbledore dieser Chang Schlampe klar und deutlich gesagt hatte, dass Ginny Potter ehelichen und sie ihn durch ihr Verhalten ihm gegenüber nur in Ginnys Richtung drängen sollte. Immerhin bekam diese Chang ebenfalls Geld dafür, dass sie den Wünschen Dumbledores nachkam. Nun jedoch mussten seine Familie und er für die Dummheit dieser beiden Weiber bezahlen. Leicht zuckte er zusammen, als er eine dunkle Stimme vor sich vernahm, die ihn aus seinen Überlegungen holte.
Zu sagen, dass der Rotschopf kein einziges Wort von dem verstand was gesprochen wurde, musste nicht erwähnt werden. Denn dieser hatte sich nie die Mühe gemacht einige Sprachen zu lernen, da er der Meinung war, dass er es für sein späteres Leben nicht bräuchte. Immerhin würde er nach Dumbledores Aussage, nach der Schule ein sorgenfreies Leben führen und bräuchte nie zu arbeiten, was ja nun nicht mehr so war. Als der Rotschopf gepackt und durch diese Milchglas ähnliche Wand gezogen wurde, stieß er einen quiekenden Laut aus, was die Wachen, sowie denjenigen der ihn gepackt hatte in ein lautes Lachen fallen ließ. Der jüngste Weasleysohn versuchte sich das dem Griff desjenigen zu befreien, jedoch ohne jeglichen Erfolg.
Als er seinen Blick auf denjenigen der ihn gepackt hatte richtete, sah er einen großen, muskulösen Mann, der eher einem Riesen, anstatt einem Zauberer gleich kam. Hinzu kamen noch die wirklich breiten Schultern und das lange Haar, welches nachlässig in einen lockeren Zopf gebunden war. Zudem kam noch, dass dieser riesige Kerl nur eine Art Lendenschurz trug, welcher gerade mal seine vordere Front, sowie seinen Hintern bedeckte. Nachdem was der Rotschopf sah, wurde ihm bewusst, dass er gegen diesen Riesen keinerlei Chancen hatte. Dieser Kerl schleifte ihn regelrecht hinter sich her in eine Art Höhle, in der er ihn in eine Ecke schubste. Kaum landete der Rotschopf in der Ecke, wandte sich dieser Kerl von ihm ab und verließ die Höhle, ohne noch einmal einen Blick auf den Rotschopf zu werfen.
Ronald dachte dass er der Höhle entkommen könnte, da dieser riesige Kerl keinerlei Notiz von ihm nahm, nachdem er ihn in die Ecke geschubst hatte. Allerdings wurde er eines Besseren belehrt, als er nach nur zwei Schritten in die Ecke zurück geschleudert wurde. Der Rotschopf versuchte es noch drei weitere Male aus der Ecke zu gelangen, wobei er jedes Mal in die Ecke zurück geschubst wurde. Gerade als der jüngste Weasleysohn sich in eine sitzende Position gebracht hatte, wurde er ein weiteres Mal gepackt und aus der Höhle gezerrt. Als ihm ein erschrockenes Quieken entkam, vernahm er ein erheitertes Lachen, woraufhin er seinen Kopf in die Richtung drehte und einige Männer, die ebenso wie der, der ihn von den Wachen entgegen genommen hatte, sehr muskulös waren. Diese besaßen fast genau dieselbe Größe wie derjenige, der ihn in die Höhlenecke geschubst hatte.
Mit Entsetzen stellte er fest, dass die Männer, die eben noch in schallendes Gelächter über sein Quieken ausgebrochen waren, sich nun begannen zu bewegen, so dass sie langsam einen Kreis formten, in dessen Mitte er sich nur wenig später befand. Das pure Grauen überkam den Rotschopf jedoch, als die Männer begannen an seiner Kleidung zu ziehen, an dieser zu zerren und er nur wenige Augenblicke später im Adamskostüm vor eben diesen Männern stand. Der Horror jedoch war, dass all die Männer begannen zu lachen und dabei auf ihn zeigten, so das niemand, der dieser Szene zugesehen hätte, verstand das sie sich über seinen Körper lustig machten.
Was der Rothaarige gar nicht verstand. Er hatte auch breite Schultern und war nicht gerade klein, jedoch gegen diese Männer war er ein Winzling. Zu einem Alptraum für den jüngsten Weasleysohn jedoch wurde es, als die Männer begannen ihn zu begrabschen. Der jüngste Weasley begann zu schreien und versuchte sich gegen die vielen Hände zur Wehr zu setzen, hatte jedoch keinerlei Chance. Als die Männer von ihm abließen, war der Rotschopf heiser und als er an sich herunter sah, um zu sehen, ob er Verletzungen hatte, musste er feststellen, dass er ebenso einen Lendenschurz wie die riesigen Männer trug. Diese Erkenntnis trieb ihm die Schamröte ins Gesicht, was einen erneuten Lachanfall der anderen Männer verursachte.
Jedoch hielt dieser nicht allzu lange an, denn nur wenige Augenblicke später schubste ihn der Mann, der ihn von den Wachen in Empfang genommen hatte, vor sich her durch einen Spalt, den die anderen Männer in ihrem Kreis freigemacht hatten und auf einen Eingang zu, der aussah als wenn sich hinter diesem die Hölle befinden würde. Der Rotschopf würde in den Jahren, in denen er in den Minen von Daranga arbeitete, feststellen, dass die Hölle gegen diesen Ort das Paradies sein wäre.
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Ginevra Weasley wurde von den Wachen des Hohen Rates zu einem Herrenhaus gebracht, vor dessen Tor sie mit ihr stehen geblieben waren. Nachdem die links neben ihr stehende Wache an einer Eisenstange gezogen hatte, erschien eine Hauselfe, die nach ihren Wünschen fragte. Die Wache teilte der kleinen Elfe mit, weshalb sie da waren, woraufhin diese Ginevra einen Blick zuwarf, der dieser einen Schauer über den Rücken rieseln ließ. Danach verschwand die kleine Elfe und kehrte nur einige Minuten später wieder ans Tor zurück, welches sie öffnete und die Wachen, sowie die sich in deren Mitte befindende Ginevra aufforderte das Grundstück ihrer Herrschaft zu betreten.
Die Wachen folgten der kleinen Elfe, wobei sie Ginevra mit festem Griff an deren Oberarmen festhielten. Am Eingangstor des Hauses angekommen, öffnete die kleine Elfe dieses und bat die Wachen an ihr vorbei das Haus zu betreten, was diese taten und Ginevra große Augen bekam, kaum dass sie mit den Wachen die Eingangshalle betreten hatte. Hier würde sie von nun an leben? Wenn dem so war, dann hatte sie doch keine so schlechte Strafe erhalten. Was die Rothaarige dabei jedoch vergaß, als sie sich in der Eingangshalle umsah war, dass sie, sollte sie in diesem Haus mit ihrem baldigen Gemahl wohnen, sie diejenige sein würde, die dieses große Herrenhaus sauber zu halten und nebenbei noch in der Nähstube arbeiten musste.
Aus ihren Betrachtungen wurde Ginevra gezogen, als eine dunkle Stimme die Wachen begrüßten, woraufhin sie ihren Blick in die Richtung der Stimme lenkte und den Hausherren, sowie dessen Frau und Sohn vor sich und den Wachen sah. Erst als sie den Sohn des Hausherren erblickte, fiel ihr wieder ein, dass sie an diesen gebunden wurde und nach dem Bund keinerlei Rechte mehr besaß. Kaum hatte Lord Cornley das Gespräch mit einem der Wachen beendet, erschienen zwei Hauselfen vor diesem. Der Lord sagte etwas zu diesen, was Ginevra zu ihrem Leidwesen leider nicht verstehen konnte. Nachdem die beiden Elfen genickt hatten, drehten diese sich zu ihr um und kamen auf sie zu.
Nachdem die Hauselfen sich leicht vor den Wachen verbeugt hatten, ergriffen sie jeweils eine Hand von Ginevra und waren mit ihr, nachdem die Wachen ihren Griff um ihre Oberarme gelöst hatten, aus der Eingangshalle verschwunden. Die Wachen verbeugten sich respektvoll vor dem Lord, der Lady und dem Sohn der Beiden, wandten sich nach dessen Erwiderung der Eingangstür zu und verließen mit einem schadenfrohen Grinsen das Herrenhaus. Die Wachen würden den Lordschaften des Hohen Rates Bericht erstatten, was Lord Cornley zu ihnen sagte. Was die rothaarige Entschuldigung einer Hexe nicht wusste war, dass ein Überwachungszauber auf ihr Halsband gelegt wurde, nachdem die Banne und Zauber, welche vom Hohen Rat geforderten wurden, auf dieses gelegt worden waren.
Diese rothaarige Schmeißfliege würde den Tag herbei sehnen, an dem sie ihr Leben aushauchen würde, was, wie die Wachen wussten noch lange nicht passieren würde, denn dieses rothaarige Aas war noch jung und so würde sie einige nicht wirklich angenehme Jahre verleben. Als sie hinter den Schutzschilden angelangt waren, sahen sie sich noch einmal an, grinsten sich zu und teleportierten zurück auf das Anwesen des Hohen Rates.
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Nachdem der Portschlüssel Lupin zum Rudel von Fenrir Greyback gebracht hatte, wurde er vom Beta des Rudels in Empfang genommen. Der Beta ergriff Lupin am Arm, zerrte diesen auf die Füße und zog ihn nicht gerade sanft in eine Höhle, in der er Lupin auf einen mit Gras, Stroh und Moos ausgelegten Platz schubste. Lupin wurde vom Beta mitgeteilt, dass er dort zu bleiben hätte bis der Alpha ins Dorf kommen und sich seiner annehmen würde, was Lupin trocken schlucken und flau im Magen werden ließ. Lupin wurde bewusst, was er mit seinem damaligen Verhalten dem Alphawolf gegenüber ausgelöst hatte. Ebenso nahm er an, dass Fenrir nicht gerade sanft mit ihm umgehen würde, nach allem was er in den vergangenen Jahren getan hatte. Hinzu kam noch, dass er einem von Fenrirs Welpen schadete, denn als einen solchen sah der Alphawolf den Potterjungen. Langsam bereute Lupin es sich auf Dumbledore eingelassen zu haben und ja, es stimmte was der junge Lord Black dem Hohen Rat erzählte.
Er hatte den Potterjungen absichtlich im Stich gelassen, ebenso hatte er sein Versprechen Sirius gegenüber gebrochen und ignoriert. Nur widerwillig hatte er sich im dritten Jahr des Jungen um diesen gekümmert und das auch nur, weil Dumbledore ihn darum gebeten hatte. Niemals wäre er sonst auch nur in die Nähe dieses Jungen gegangen. Auch stimmte, dass er eifersüchtig auf Sirius war, denn dieser wurde von James immer bevorzugt und das obwohl eigentlich Peter und er diejenigen waren, die die Aufmerksamkeit von James bekommen sollten. Immerhin hatte er alles dafür getan, dass Lily sich für James interessierte und sie immer wieder in die richtige Richtung geschubst und was bekam er dafür? Er wurde von seinem Freud ignoriert und dieser Black wurde ihm vorgezogen.
Auch Lily bevorzugte Black ihnen gegenüber und das obwohl Black James immer wieder dazu bringen wollte Lily nicht zu heiraten. Lupin gab sich selbst gegenüber zu, dass James dieses Schlammblut doch recht schnell nach dem Abschluss geheiratet hatte. Auch wenn sie sich seit dem ersten Schuljahr auf Hogwarts kannten, hätten sie mit der Heirat doch noch etwas warten sollen. Zumal sie sich nicht im Alltag kannten und wie sie sich in diesem verhielten. Aber nein, James setzte seinen Sturschädel durch und heiratete Evans nur zwei Wochen nach ihrem Abschluss. Allerdings hätte Lupin niemals gedacht, dass James ihn anlügen würde. Immerhin hatte er diesem die Geschichte geglaubt, dass sie das zweite Kind nicht entdeckt hätten.
Aber so wie er James Vater damals kennen lernte, traute er diesem durchaus zu ein Kind zu entführen und seinem Sohn unter zu schieben. Lupin hätte jedoch nicht gedacht, dass Charlus das Kind am Leben ließ, nachdem er es entführte. Ferner hätte er ebenso wenig vermutet, dass Dumbledore diesen Überfall angeordnet hatte. Wenn Lupin jedoch darüber nachdachte, zeigte Charlus Potter allen nur diese Seite von sich, nicht jedoch die andere Seite, würde er eine solche besitzen. Dazu war dieser Mann viel zu stolz, als dass er jemandem seine wahre Persönlichkeit zeigen würde.
Charlus Potter war sein Ruf mit eines der wichtigsten Dinge neben seiner Frau, die dieser verehrte. Seinen Sohn jedoch sah er eher als Weichling an, denn seine Frau bestrafte diesen kaum, wenn überhaupt. Wenn man bedachte, dass Dorea, die Mutter von James aus der Familie Black stammte und diese die Erziehungsmethoden der Blacks verabscheute, hätte Charlus es wissen müssen, dass Dorea ihren Sohn niemals so hart wie die Blacks erziehen würde. Diese Erkenntnis brachte ihm nun auch nichts mehr, denn er saß in einer Höhle auf einem aus Gras, Stroh und Moos bestehendem Bett und sollte wohl nun auf den Alpha des Rudels warten, um von diesem zu erfahren was mit ihm geschah. Dass ihm bei diesem Gedanken eine Gänsehaut über den Körper lief, musste er wohl nicht erwähnen. Als ein Schatten über ihn fiel, hob er seinen Kopf und sah sich Greyback gegenüber, der ihn mit einem Blick ansah, der Lupin den Angstschweiß aus allen Poren treten ließ. Er betete zu den Göttern, dass sie ihm beistehen sollten, auch wenn er sich bewusst war, dass er deren Gnade wohl nie bekommen oder verdient hatte. Resigniert schloss er seine Augen und harrte der Dinge die nun ab dem jetzigen Zeitpunkt auf ihn warten und zukommen würden.
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Als Hermine Granger mit zwei Wachen des Hohen Rates vor einem großen Holztor ankam, vor dem zwei Wachen mit Speeren standen, machte sich Ekel in ihr breit und das nur bei dem Gedanken, weshalb sie hierher gebracht wurde. Sie beobachtete, wie einer der beiden sie begleitenden Wachen den beiden Wachen am Tor zunickte, woraufhin die rechts Stehende dieses erwiderte, sich umwandte, das Tor einen Spalt öffnete und dahinter verschwand. Während sie auf die Rückkehr der Wache warteten, stieg in Grangers Innerem ein Gefühl der Abneigung empor, welches sich verstärkte, als die Wache wieder erschien und den sie begleitenden Wachen zunickte.
Granger versuchte sich gegen den Griff der sie begleitenden Wachen zu stemmen, als diese sich in Bewegung setzten und sich in Richtung Tor bewegten. Allerdings nützte es Granger herzlich wenig sich gegen den Griff der Wachen zu wehren, denn diese festigten ihren Griff um ihre Oberarme und hoben sie einfach etwas hoch, so dass sie nun einige Zentimeter über dem Boden hing. Die Wachen setzten nach ihrer Handlung den Weg zum Tor fort und es dauerte nicht lange, bis sie bei den anderen beiden Wachen ankamen. Granger startete mehrere Versuche sich gegen den Griff der Wachen zu wehren, was ihr nicht wirklich gelang und sie von den Wachen des Hohen Rates durch das von der einen wache haltenden Wache geöffneten Tores getragen wurde.
Granger schrie und versuchte um sich zu schlagen, wobei sie zu zappeln begann, so dass die Wachen fast Mühe hatten sie in ihrem festen Griff zu halten. Aber auch durch das zappeln und um sich schlagen konnte sie dem Griff der beiden Wachen nicht entkommen. Plötzlich wurde Granger von einer anderen Hand oberhalb ihrer Robe ergriffen, woraufhin die Wachen des Hohen Rates sie los ließen. Ein Mann hatte sie am Schlafittchen gepackt, zog sie buchstäblich hinter sich her zu einem Holzhaus, vor dem ein Stuhl und ein Tisch standen. Den Griff in ihrer Robe nicht lösend, setzte sich der Mann auf den Stuhl. Ohne viel Federlesen zog der Mann Granger zu sich heran, umfasste blitzschnell ihre Taille und warf sie buchstäblich über seine Beine.
Mit der einen Hand hielt der Mann Granger in ihrer jetzigen Position und mit der anderen Hand begann er ihr den Hintern zu versohlen. Nie in ihrem bisherigen Leben wurde sie dermaßen erniedrigt. Noch nie hatte jemand sie dermaßen gezüchtigt. Ihr Vater hatte sie noch nie übers Knie gelegt und das obwohl sie einige Male über die Stränge schlug und ihren Vater angeschrien oder arg beleidigt hatte. Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, bis der Mann mit den Schlägen auf ihrem Hinterteil aufhörte. Schon nach kurzer Zeit, nachdem der Mann begonnen hatte ihr den Hintern zu versohlen, stiegen ihr Tränen der Demütigung und der Scham in die Augen.
Das Gelächter, welches begonnen hatte, kaum dass der Mann mit seiner Züchtigung begann, trieb ihr die Schamröte ins Gesicht und in ihr stieg unbändige Wut empor, aufgrund dessen dass es dieser ihr Fremde wagte sie dermaßen vor den hier lebenden Wesen zu demütigen. Sie schwor sich Rache an diesem unverfrorenen Mann zu nehmen und ihn für diese Demütigung büßen zu lassen.
Kaum hatte der Mann seine Strafe beendet, packte er Granger am hinteren Kragen ihrer Robe, stand vom Stuhl auf, zog sie in Richtung Tür des Hauses, öffnete diese und schubste sie ins Innere, in welches er ihr folgte. Was Granger zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste war, dass der Mann, der ihr das Hinterteil versohlte ihr zukünftiger Ehemann war, der sie so lange züchtigen würde, bis sie sich den anderen des Dorfes gegenüber benehmen, sowie sich in die Gemeinschaft des Clans einfügen würde. Granger würde eine lange, wenn nicht sogar schmerzhafte Lektion zu lernen haben, was die Wachen des Hohen Rates jedoch nicht im Geringsten störte. Diese machten sich nach dem sie Zeuge der Bestrafung Grangers wurden, wieder auf den Weg zurück zum Hohen Rat, um diesem zu berichten was sich beim Stamm der Galanios zugetragen hatte.
