Hallo werte Leser!
Ein besonderer Gruß geht diesmal an Little Angel. Ich hatte auch versucht, auf die angegebene Email Adresse zu deinem ersten Review damals zu antworten, aber ich bekam das Mail zurück... Nun ja, es freut mich, dass du trotz langer Wartezeit noch dabei bist
Hier ist dann jetzt das neue, wenn auch kurze Kapitel.
Wir nähern uns dem Finale mit großen, großen, ja, fast schon riesigen Schritten! Ich weiß, das hatte ich schon vorher gesagt, aber da hatte ich den Auftritt der vier Göttinen noch nicht auf der Rechnung
Also dann, viel Spaß dabei!
Nics
Kapitel 20:
Es lag etwas im Blick der Göttin, dass Sailor Moon aufblicken ließ. Die mächtige und uralte Frau vor ihr schien fast so etwas wie Bedauern zu empfinden.
„Aber warum können wir denn nicht einfach so weiterleben wie bisher? Wieso wollt ihr uns vernichten? Wir haben nichts getan, rein gar nichts! Wir wollen doch nur in Frieden leben, wir wollen keinen Krieg!" rief sie und ihre Stimme klang durch die Barriere, die sie umgab, merkwürdig dumpf.
Healer legte ihr eine Hand auf die Schulter. „Lass es gut sein, Sailor Moon, ich glaube nicht, dass sie auf dich hören wollen."
Sailor Moon warf der weißhaarigen Senshi einen giftigen Blick über die Schulter zu.
„Das heißt noch lange nicht, dass wir es nicht versuchen sollten! Sie sind auch nicht soviel anders als wir! Auch sie beherbergen die Kräfte ihres Planeten.." „Schweig!", fuhr ihr Mercuria resulut ins Wort.
„Sailor Moon, du und deine Seele, ihr seid noch jung, du weißt noch nicht, was es bedeutet, die Qualen der eigenen Existenz zu tragen und immer und immer wieder in der Hoffnung auf Frieden enttäuscht zu werden! Wo Licht ist, ist auch Schatten, doch dort, wo kein Licht ist, herrscht Frieden und Ruhe!"
Jede einzelne der vier Göttinen ließ jetzt ein fein geschliffenes und weißlich hell leuchtendes Schwert erscheinen, das mit den jeweils passenden Edelsteinen am Griff reich verziert war.
Seiya japste entsetzt. „Die wollen doch nicht das tun, was ich glaube, dass sie es tun wollen?" Ein Blick in die entsetzten Gesichter seiner Freunde und des verwirrten Endymion zeigte, dass auch sie die gleiche Vermutung hatten.
„Das könnt ihr nicht tun! Nikkoko, verdammt, halt sie auf!"
Doch das blonde Mädchen hockte nur weinend auf dem Boden und versuchte, nach Luft zu ringen, was ihr mit jeder verstreichenden Sekunde schwerer fiel. Shadows Einfluss auf den Goldkristall schien zuzunehmen.
„Ich kann nicht, Seiya. Für mich sind sie Göttinen und, was noch wichtiger ist, Freunde meiner Mutter und meine Beschützerinnen und Lehrerinnen. Wie kann ich sie denn angreifen?"
Da drehte sich die Göttin des Feuers zu ihr herum und ein Lächeln zeigte sich in ihrem Gesicht. Warmherzig betrachtete sie die ehemalige Königin der Sonne.
„Auch du bist eine Göttin, Herrin des Lichts, du bist dir dessen nur nicht bewusst. Und das ist das wahrlich tragische an der Geschichte. Das Leben entsteht und endet im Licht, und du bist das Licht, Soleija."
Die Göttin redete Nikkoko bewusst nicht bei ihrem irdischen Namen an. „Also musst auch du sterben eines Tages. Aber erst, wenn es kein Leben mehr im Universum gibt, denn du bist diejenige, die das Leben vernichten muss, dass einst durch die Macht, die du ererbt hast, entstanden ist."
Mitleid spiegelte sich im Gesicht der Göttin und sie machte eine segnende Geste in Richtung des verängstigten blonden Mädchens.
„Du wirst noch viel Leid erfahren, und dann wirst du sehen, dass wir keine andere Wahl hatten." Venus hob ihre Hand und winkte der Senshi des Lichts. „Dies hier ist nicht dein Kampfschauplatz. Du musst die schwierigste aller Prüfungen bestehen, doch nicht hier. Geh, und erfülle deine Bestimmung." Damit ließ sie die nun völlig verwirrte Nikkoko verschwinden.
Seiya brach zusammen.
„Was hast du nur mit ihr gemacht? Bring sie zurück! Sofort!" Tränen glitzerten in seinen Augen.
Da wurde das Gesicht der Göttin wieder hart. „Sei still, Sternenprinz. Soleija lebt noch. Und auch ihr werdet noch eine Weile leben, ganz im Gegensatz zu diesen Vieren!"
Und so schwangen sie die Schwerter, erbarmungslos und ohne den Funken Hoffnung, der sonst sogar in den Augen der Kriegerin der Stille widerschien.
Diese vier Göttinen waren für die Senshi des inneren Kreises zum Überbringer des Todes geworden. Und als ihr Licht verlosch, verblassten auch die Gestalten der Göttinen und verschwanden im Dunkel des Universums.
Zurück blieben völlig verstörte Star Lights, Sailor Moon, deren Blick beim Anblick des Todes ihrer Freundinnen stumpf geworden war, und Endymion, der, obwohl er seine Erinnerungen verloren hatte, ebenfalls spürte, dass hier etwas Entsetzliches geschehen war.
Nikkoko hatte das erbarmungslose Gemetzel nicht mit ansehen müssen, doch sie spürte, als ihre Leben verloschen und weinte stumm um sie, während sie versuchte, sich in der Dunkelheit, in der Venus sie abgesetzt hatte, zurechtzufinden und zu orientieren.
„Ich habe auf dich gewartet!"
tbc...
Ich hatte ja gesagt, es ist kurz! Aber besser, als weiterhin warten zu müssen :D
Bis zum nächsten Kapitel!
Nics
