Ganz großen Dank an CoriL!

Und natürlich an die Reviewers

Niki

Piper1508

sihu

LaPumuckl

sabbel32

-BPOV-

Nachdem die Filme vorbei waren gingen Edward und ich in das Hauptschlafzimmer. Es war zu dieser Zeit schon Routine. Als ich die Tür öffnete und ihm zeigte das er zuerst eintreten sollte (auch Routine. Ich dachte er würde sich schlecht fühlen oder so etwas, wenn ich ihn nicht einladen würde.) begann ich mich zu wundern was… wenn jetzt da wir zusammen waren das unangemessen war. Mehr als mit jemandem zu schlafen mit dem man nicht zusammen war? Nicht das wir jemals etwas anderes taten außer zu schlafen aber trotzdem. Ich hatte kaum Zeit mir sorgen zu machen, weil bevor ich den verrückten Modus erreichte lag Edward schon unter der Decke und hielt eine Seite für mich hoch. Ich grinste, eilte durch den Raum und schlüpfte unter die Bettdecke.

„Ich hatte heute Abend Spaß." Sagte ich.

Er schmunzelte, wahrscheinlich nur wegen meiner Reaktion ihm so nahe zu sein.

„Ich hatte auch Spaß." Sagte er.

Ich lächelte so glücklich wie ich es schon lange nicht mehr getan hatte. Ich hatte nicht gewusst, dass ich nach einem Ort wo ich hingehörte suchte bis ich ihn gefunden hatte. Ein zufriedenes aber müdes Gähnen entfloh meinen Lippen und Edward küsste meine Stirn.

„Gute Nacht, Liebste." Wisperte er.

Mein Herz schlug schneller bei seinen Worten. Er hatte mich so schon oft genannt aber ich hatte immer gedacht, dass er sich daran gewöhnt hatte weil er mich so nannte wenn die Familie dabei war. Es war anders wenn es von… was kam? Meinem Freund? Der Titel schien nicht zu passen. Ich wusste nicht was Edward dachte aber er fühlte sich für mich wie so viel mehr an als das.

Ich schloss meine Augen und schlängelte mich an seine Seite, seine Arme schlangen sich automatisch um mich. Ich konnte nicht anders als ein peinliches Zeichen der Zufriedenheit herauszulassen. Edward küsste trotzdem einfach die Muschel meines Ohres und legte seinen Kopf neben meinen auf das Kissen. Es war perfekt. Es war so komfortabel und gemütlich. Aber ich konnte einfach nicht schlafen.

„Wir haben vergessen das Licht abzudrehen." Grummelte ich.

Edward bewegte sich nicht.

Ich öffnete meine Augen fragend und er starrte zurück. Er rollte mit seinen Augen.

„Lass mich das für dich erledigen." Sagte er sarkastisch, befreite seine Arme von mir und nahm die Decke von sich.

Ich kicherte.

„Danke, Eddie."

Er schoss mir über seine Schulter hinweg einen Blick zu.

„Du hast etwas zu viel Zeit mit Emmett verbracht."

Ich grinste nur engelhaft.

„Also wie darf ich dich nennen?" fragte ich neugierig.

Er zog eine Augenbraue in die Höhe.

„Uhm… Edward?" vermutete er.

„Nein." Ich schüttelte meinen Kopf. Ich wusste nicht woher das kam. Normalerweise war ich vorsichtig mit meinen Wörtern, witzelte oder neckte ihn nicht wenn er nicht begann. Aber ich war euphorisch von den vor kurzen ereigneten Events und fühlte mich sorgenfrei. Plus, er war sehr süß wenn er genervt oder amüsiert war, ich dachte, dass er davon im Moment gleichermaßen fühlte. Er hatte eine Augenbraue hochgezogen und ein Lächeln auf seinem Gesicht.

„Du magst meinen Namen nicht?" fragte er gespielt verletzt.

Ich rollte mit meinen Augen.

„Ich liebe deinen Namen." Sagte ich bevor ich darüber nachdenken konnte. „Aber du darfst mich bei meinem Spitznamen nennen. Ich fühle mich ausgegrenzt."

Ich sah ihn an und streckte meine Unterlippe dramatisch hervor. Er schüttelte seinen Kopf und drehte sich um sodass er mich komplett ansehen konnte. Es sah so aus als ob die Lichter vergessen waren aber ich hatte nichts dagegen da ich im Moment nicht mehr sehr müde war.

„Gut." Sagte er einverstanden, verkreuzte seine Arme vor seiner Brust und lehnte sich gegen die Wand, dabei beobachtete er mich amüsiert.

Ich grinste siegreich. Vielleicht war dieses geradeaus Ding gut. Ich denke ich könnte mich daran gewöhnen.

„Wie wirst du mich denn dann nennen?" fragte er und grinste selbstgefällig.

Ich öffnete meinen Mund um zu antworten aber plötzlich streckte er seine Hand so wie ein Stoppzeichen aus.

„Nicht Eddie." Er zuckte zusammen.

Ich kicherte.

„Wie wäre es mit… Eddiekins?" neckte ich ihn und versuchte ein ernstes Gesicht zu machen.

Er starrte mich an und antwortet nicht einmal. Ich lachte vielleicht zeigte sich eine Spur böses dadurch.

„Gut. Gut." Lenkte ich ein. „Wie wäre es mit SSA?"

Er zog eine Augenbraue in die Höhe und sah mich so an als ob mir ein zweiter Kopf gewachsen wäre.

„Sa?"

„S.S.A." korrigierte ich.

Er legte seinen Kopf zur Seite und studierte mich.

„Und was würde das bedeuten?" fragte er.

„Sexy Secret Agent." Platzte es aus mir heraus. Meine Augen weiteten sich als ich bemerkte was ich Laut gesagt hatte. Ich wollte ihm die Bedeutung eigentlich nicht sagen. So hatte ich ihn in meinem Kopf schon genannt seit ungefähr einer Minute nachdem ich meine geröteten Augen im Hauptquartier geöffnet hatte um von seinen Gefangen zu werden. Aber ich würde ihn die Bedeutung vermuten lassen und ihm nur sagen, dass eine der Vermutungen richtig wäre. Dann würde ich ihn so immer nennen können ohne, dass er wusste das ich aus dem Mund sabberte. Du siehst, deshalb war ich nicht geradeaus und flirtend. Ich erinnere mich jetzt. Weil es immer mit meinem Fuß in meinem Mund endete.

Ein Grinsen hob seine Lippen an und seine Augen glitzerten mit Übermut.

„Du denkst, dass ich sexy bin?" fragte er und wackelte mit seinen Augenbrauen.

Ich sah auf meine Hände hinab und verwickelte meine Finger miteinander, ich fühlte wie ich wieder total errötete. Ich nehme an es war wirklich unvermeidlich. Es war nicht so als ob er es nicht schon längst wusste aber das war anders als wenn ich es wirklich sagte.

„Ich denke du bist ein Geheimagent." Sagte ich schüchtern und sah durch meine Wimpern auf.

Er schmunzelte und schüttelte seinen Kopf. Er gab sein Streben das Licht abzudrehen auf und sprang zurück ins Bett.

„Das bin ich." Stimmte er zu und grinste immer noch selbstgefällig. „Aber das ist nicht der Teil an dem ich im Moment interessiert bin."

Ich schluckte.

„Typisch Mann." Neckte ich und hoffte das mein erröten bald verschwinden würde. „Hören nur das was sie hören wollen."

Er schoss mir einen ungläubigen Blick zu und krabbelte wieder neben mich in das Bett.

„Ich denke du bist sexy." Raunte er. Ich war mir ziemlich sicher, dass er dieses Mal verführerisch klingen wollte.

Meine Augen weiteten sich, mein Atem stockte und ein sehr unattraktives nervöses Lachen entfloh mir. Ich schmiss meine Hände über meinen Mund und Edward zog eine Augenbraue in die Höhe.

„Sehr sexy." Er nickte, streckte seine Hand aus und nahm meine von meinem Mund weg.

Ich starrte ihn an.

„Nett." Sagte ich sarkastisch. Er musste sich nicht über mich lustig machen wenn ich schon in 10 verschiedenen Tönen errötet war. Hast du jemals bemerkt das wenn man vor Verlegenheit errötete man nur noch verlegener wird. Wenn er mein erröten jetzt erwähnen würde dann denke ich würde ich sterben. Oder ihn schlagen. Wahrscheinlich sterben- ich war keine sehr gewalttätige Person.

„Solltest du nicht das Licht abdrehen?" ich seufzte.

Er schmunzelte.

„Bist du noch müde?" fragte er.

Ich starrte ihn länger an aber es war mehr als nur angaffen. Ich seufzte aufgebend und verschenkte die Arme vor meiner Brust.

„Nein." Gab ich zu.

„Gut." Sagte er glücklich. Er setzte sich auf, lehnte sich gegen das Kopfteil und zog mich an sich. „Dann können wir reden."

„Reden über was?" fragte ich zögernd.

Er legte seine Arme um meine Hüfte, kuschelte sich an mich und als Veränderung legte er seinen Kopf in meine Halsbeuge.

Er atmete tief ein so als ob er sich auf ein sehr ernstes Thema vorbereiten würde. Ich zappelte in seinen Armen herum. Was würde er fragen? Er wusste fast alles über mich und wir hatten heute Abend schon mehr als jemals zuvor gesprochen. Nicht das ich das Ergebnis nicht mochte! Aber hatte das etwas mit Jacob zu tun? Hatten sie ihn gefunden? Hatte er uns gefunden? Der Gedanke sendete einen Schauer Angst durch mich so wie ein Lichtblitz aber ich brachte mich selbst dazu herunterzukommen. Edward wäre nicht so ruhig wenn es etwas mit der Mission zu tun hätte. Ich war mir nicht sicher ob ich jetzt mehr oder weniger Nervös war, jetzt da ich wusste das es etwas Persönliches war.

„Was denkst du sollen wir mit dieser Fake-Hochzeit die meine Schwester plant tun?" fragte er.

Ich stieß den Atem aus von dem ich nicht gewusst hatte das ich ihn anhielt. Das war nicht einmal annähernd so schlimm wie ich gedacht hatte, dass es werden würde. Es gehörte zur Mission- es war nur etwas über das er sich keine Sorgen machte. Warum war er nicht besorgt wegen der drohenden Hochzeit? Aus welchem Grund war ich deshalb nicht besorgt?

Ich wollte etwas freudiges Erwidern als er mich abschnitt.

„Warte. Warum ist da Unterwäsche am Bett?"

Meine Augen weiteten sich und ich schwöre, dass mein Herz zu schlagen aufgehört hatte. Nein! Nein! Nein! Ich habe es nicht getan.

Ich folgte seinem Blick bis zum Ende des Bettes und sah das was er sah.

Ich habe es getan. Verdammt!

Ich stöhnte, vergrub meinen Kopf an seiner Brust und versuchte mich vor der Demütigung zu verstecken. Als ich verzweifelt in meiner Schublade gesucht hatte, der Horror, hatte ich den anderen Schrott des beleidigenden Gewandes auf die andere Seite des Raumes geschmissen- wo es graziös auf dem Fuß meines Bettes gelandet war.

„Bella?"

Ich schüttelte nur meinen Kopf und versuchte immer noch meinen Scham zu verstecken. Ich werde Alice töten. Und dann Rosalie. Und dann werde ich mich selbst töten sodass ich sie im Nachleben weiterhin foltern kann.

Edward nahm mich sanft von seiner Brust und stieg aus dem Bett. Ich sah zögernd auf und betete zu wer auch immer zuhörte das er es fallen lassen würde.

Mein Mund klappte auf als ich sah, dass er das gottverlassene Ding aufhob und es begutachtete. Er hielt es vor sich hoch und seine Augen glitten darüber. Dann sah er mich über die Spitze des Dings hinweg mit Hochgezogenen Augenbrauen an.

„Das ist so peinlich." Grummelte ich zu mir selbst. „Ich werde sie beide töten!"

Er schmunzelte, ließ das Ding jedoch immer noch nicht hinunter.

„Ich werde einen Schuss ins Dunkle wagen und vermuten, dass das etwas mit meinen Schwestern zu tun hat?"

Ich nickte stumm.

Er sah es wieder an und dann sah er mich an. Ich errötete. Was tat er?

„Hmm." Sagte er anerkennend. „Es ist sehr nett."

Meine Augen verengten sich zu kleinen Schlitzen.

„Nein." Sagte ich ihm. „Ist es nicht."

„Es scheint als hätten wir dann eine andere Auffassung." Er seufzte, es klang verstimmt.

Ich schnaubte und verschränkte meine Arme vor meiner Brust. Warum oh warum musste er das noch unkomfortabler und peinlicher machen als es sein musste? Und warum hielt er es immer noch hoch.

Er grinste mich an bevor er das beleidigende Outfit endlich zur Seite warf.

Sobald das Stück Stoff das Ende des Bettes traf gingen die Lichter aus und ließen uns im Pechschwarzen zurück. Sogar die Straßenlaternen draußen gingen aus. Ich schrie vor Überraschung.

„Bella?" Rief Edward, seine Stimme klang plötzlich ängstlich.

Ich fühlte wie sich das Bett unter mir bewegte aber ich konnte nichts sehen. Ein Baumzweig kratzte am Fenster über meinem Kopf. Der einzige Gedanke der in meinem Verstand noch war, war er ist hier. Ich musste zugeben, dass es ein kleines Cliche war die Stromleitung zu kappen aber er liebte die Dramatik immer. Es war einfach die Sache die er tun würde.

„Jacob." Es kam als gewisperter Atemzug heraus.

Es war schockierend wie schnell sich die Atmosphäre änderte, wie schnell sich meine Kehle verengte, wie einfach die Rückkehr in die Familiäre Wahrnehmung der Furcht war.

„Oh mein Gott." Wisperte ich als die Panik in mir hoch kroch. Das konnte nicht passieren. Ich hatte immer gewusst, dass da eine Chance war (und diese Chance hatte sich 10 x erhöht als sie Jacob verloren hatten) das er uns finden würde. Ich wusste, dass es am Ende nur einen Gewinner geben könnte. Aber konnte das Schicksal wirklich so grausam sein- mich dann wegzureisen als ich endlich den Platz gefunden hatte an dem ich bleiben wollte? Als ich endlich die Person gefunden hatte mit der ich zusammen sein wollte?

Eine Hand griff nach meiner Hüfte und zog mich nach vorne aber ich währte mich dagegen.

„Nein!" es kam als markerschütternder Schrei heraus, die Verzweiflung traf mich wie eisige Finger die mein Herz umklammerten bis ich alles was ich fühlen konnte der Schmerz war. Alle vernünftigen Gedanken verließen mich als ich nach vorne gezogen wurde. Arme umkreisten meine Hüfte, stellten mich ruhig und pressten mich an eine Harte Brust. Ich stieß verzweifelt meine Fäuste dagegen.

„Nein!" schrie ich noch einmal. Mein Atem kam jetzt in so rapiden Zügen, dass ich mich zerstreut und benommen fühlte.

„Edward!" rief ich verzweifelt.

„Bella." Eine samtene Stimme versuchte mich zu beruhigen aber sie war zu getrübt mit Sorge um mich zu trösten. Es war nicht die seidig samtene Stimme an die ich mich gewöhnt hatte. Sie war rau und angespannt.

Ich weinte und schlug gegen die Brust mit erneuter Lebenskraft.

„Bella!" sagte die Stimme wieder, befehlender dieses Mal- der Ton voll Autorität. Etwas daran schnitt durch meine plötzliche Panik und registrierte es in meinen zerwürfelten Kopf. Edward.

„Ich weiß, dass du Angst hast aber du musst dich beruhigen." Beauftragte er mich. „Du musst mir zuhören."

Seine Arme ließen meine Hüfte los, zwei starke Hände fingen meine eigenen und hielten sie zu seiner Brust. Ich hatte nicht einmal bemerkt, dass ich ihn immer noch mit all meiner Macht schlug. Gott sei Dank schien es ihn nicht zu beeinflussen. Er presste unsere ineinander verschlungenen Hände nur noch näher an seine Brust, meine Fäuste entspannten sich langsam und lagen flach unter seinen; beruhigt von seinem Herzschlag.

„Bella." Sagte Edward wieder, leiser, so als ob er wüsste, dass das einzige was mich an meinen Verstand band, seine Stimme an meinem Ohr war. „Jacob ist nicht hier."

Ich schluckte Luft hinunter, meine Brust hob sich mit meinem tobenden Atem. Zu dieser Zeit hatten meine Augen begonnen sich etwas an die Dunkelheit zu gewöhnen und ich konnte seine intensiven grünen Augen die in meine starrten sehen.

„Woher weist du das?" wimmerte ich.

„Er ist es nicht." Sagte er bestimmt. „Du musst mir vertrauen, okay? Ich werde Jacob dich niemals wieder verletzen lassen." Seine Stimme war der Innbegriff von feuriger Leidenschaft, sie umfasste wilde Bestimmtheit.

„NIEMALS."

Ich stieß einen kurzen zitternden Atem aus bevor ich einmal nickte.

„Okay." Wisperte ich.

Mein Herz pochte immer noch, all meine Bewegungen waren ruckartig und ich zitterte unkontrollierbar.

„Okay." Er atmete und steckte eine Strähne meines Haares hinter mein Ohr. Er schenkte mir eine schnelle Umarmung und drehte mich dann auf dem Bett um sodass wir eines der Fenster sahen, seine Arme waren sicher von hinten um mich geschlungen.

„Siehst du?" deutete er.

Ich kniff meine Augen zusammen und hielt Ausschau nach dem worauf er im Dunkeln zeigte.

„Ich kann nichts sehen." Sagte ich dann schlussendlich.

„Genau." Sagte er. „Die Lichter der Nachbarn sind auch alle aus. Es muss nur ein einfacher Stromausfall sein."

Ich sah näher aus dem Fenster- und eindeutig war alles was man sehen konnte die Sterne über den Häusern.

Wir saßen einfach so da und sahen uns die Mitternachtsschwärze des Himmels an. Die ganze Szene wäre unter anderen Umständen vielleicht wunderschön gewesen aber im Moment sah alles traurig aus. Alles sah hoffnungslos aus.

Ein kleines schluchzen entkam meinem Mund und eine Träne lief über meine Wange. Ich ließ meinen Kopf komplett erschöpft gegen Edwards Brust fallen.

„Das wird niemals enden." Ich saugte einen tiefen Atemzug ein aber es schien zu stecken und hörte sich an wie ein Auto das Stur verweigerte zu starten. „Ich werde niemals wieder normal sein. Wenn das Licht ausgeht wird es mich immer zum springen bringen. In einer Menge zu sein wird mich immer Paranoid machen. Ich werde immer über meine Schulter schauen und darauf warten, dass meine Vergangenheit herausspringt und mich packt.

„Es ist so ein schreckliches, schreckliches Gefühl, Edward." Ich schluchzte. „Nicht einmal mehr du selbst zu sein- sich gebrochen zu fühlen."

Edward rieb seinen Daumen in Kreisen über mein Schulterblatt.

„Ich habe mich wie ein Zombie gefühlt bevor ich dich getroffen habe." Fuhr ich fort, unmöglich aufzuhören jetzt da ich einmal angefangen hatte. „Zu ängstlich hinauszugehen oder auch nur an einem Fenster vorbeizugehen. Ich war nicht ich. Aber ich habe nicht so gefühlt seit ich hier mit dir bin. Du bringst mich dazu mich sicher und ganz zu fühlen. Ich fühle mich wieder wie ich. Aber jetzt bin ich so ängstlich- nicht vor dem Tod sondern davor von dir weggenommen zu werden."

Ich erstickte ein schluchzen und hielt mich an dem Stoff seines Shirts an so als ob es ein Lebensretter wäre.

„Ich kann nicht zu dem zurückgehen." Ich schluchzte.

Ich war mir nicht einmal sicher ob ich noch Sinn ergab. Alles was ich wusste war das Edward begonnen hatte mich wieder zusammenzusetzen. Ich war zum ersten mal in über einem Jahr wieder ich. Sogar die Alpträume waren weg, nur gelegentlich wachte ich mit Furcht in der Magengrube auf und nie wenn Edward nahe war. Ich heilte. Es war das erste Mal das ich in dieser Art daran dachte… ‚heilen'. Ich war gebrochen aber es war das erste Mal, dass ich gedacht hatte, dass es möglich war zu heilen. Ich wusste das ich nicht zu der Art wie die Dinge zuvor waren zurückgehen wollte. Ich konnte es nicht. Ich war nur mehr das Abbild eines Menschlichen Seins gewesen, eine vage Form von dem der ich einmal gewesen war. Ein Zombie und nichts mehr.

„Ich werde dich niemals verlassen, Liebste." Wisperte Edward in die Dunkelheit dabei ließ er seine Finger durch mein Haar gleiten. „Ich werde solange hier sein wie du mich willst."

„Für immer." Sagte ich automatisch, meine Tränen verlangsamten sich. Mein Kopf schmerzte zu sehr um unseren Austausch zu analysieren oder was seine Wörter bei Tageslicht bedeuten würden. Was sie bedeuten würden wenn wir weg von den Alpträumen, Monster und gewisperten Eingeständnissen wären. Also ließ ich es einfach das sein was ich genau da brauchte; mein Trost.

Wir saßen so eine lange Zeit und warteten darauf, dass meine Tränen trockneten oder herausliefen- was auch immer zuerst passierte. Aber endlich beruhigte sich mein Atem und mein Kopf hörte auf zu hämmern, doch zurück blieb der unvermeidliche Schmerz der immer langes weinen begleitete.

„Wusstest du, dass ich adoptiert wurde?" fragte Edward und durchbrach so die Stille die uns so lange eingehüllt hatte. Ich bewegte mich in seinen Armen und legte meinen Kopf auf seine Schulter sodass ich ihn ansehen konnte. Seine Augen waren entfernt, in seinen eigenen Erinnerungen.

„Wirklich?" fragte ich leise, meine Stimme war rau vom weinen.

Er nickte wie ein Roboter.

„Ja." Er schluckte. „Esme und Carlisle adoptierten mich als ich acht war. Sie sind nicht meine Biologischen Eltern."

Ich verfolgte mit meinen Fingerspitzen sanft seine offene Handfläche, versuchte ihm so etwas Unterstützung oder Komfort zu bieten so wie er es unzählige Male für mich getan hatte und er lächelte traurig auf mich hinab. Ich wusste das Edward etwas hatte das ihn heimsuchte. Ich hatte es ihm in der Nacht gesagt in der er mich gefragt hatte was ich in seinen Augen sah. ‚Manchmal siehst du so heimgesucht aus. So als ob ein Teil von dir fehlen würde.'

Er versuchte sein Leid von der Welt zu verstecken; und er war gut darin aber ich sah den echten Edward.

Ich hatte nur niemals erwartet, days es etwas wie das war. Er passte einfach in seine Familie. Sie waren die Cullens. Sie waren die perfekte Familie, jeder von ihnen hatte seinen Platz- sie drehten sich um jeden anderen. Es war unmöglich an sie ohne Edward zu denken oder Edward ohne sie.

„Ich war in der dritten Klasse als sie starben." Sagte er, seine Stimme war entfernt und gelöst- verzerrt von dem Schmerz den er erleben musste. Es klang so als ob er unter Wasser wäre, er kämpfte um die Wörter herauszubringen die mich erreichten. „Es war nur ein normaler regnerischer Tag. Wir lebten in Chicago."

„Du hörst immer von diesen Menschen die Unmögliche Situationen überleben; ‚eine achtzigjährige Frau überlebte ihren zweiten Bungee-Jumping Unfall an diesem Morgen.'" Sagte er so als ob er eine Schlagzeile vorlesen würde. „Sie realisieren nicht wie kostbar das Leben ist."

Er schüttelte über sich selbst seinen Kopf.

„Meine Eltern waren nicht so. Sie machten keine unnötigen Risiken. Sie waren extrem vorsichtig. Diese Menschen springen aus Flugzeugen für Kicks oder binden Schnüre an ihre Füße und springen von einer Brücke. Die meisten davon gehen wieder weg. Meine Eltern waren Lebensmittel einkaufen." Er schluckte und ich sah eine Träne seine Wange hinab laufen. Er wischte sie fast schon ärgerlich weg.

„Das war es. Sie waren nur Lebensmittel einkaufen."

Ich wischte mit meinen Daumen über seine Wange wo noch eine Träne unbemerkt hinab lief.

„Da war dieser Jugendliche, ein Drogensüchtiger. Er hatte wahrscheinlich ein raues Leben, wahrscheinlich wurde er von seinen eigenen Eltern verlassen und hat sich an Drogen gewendet für Komfort oder so etwas. Du musst dich über die Verzweiflung wundern, den muss, den einen Mann dazu bringt in ein Lebensmittelgeschäft zu gehen mit der Absicht es auszurauben. Hatte er einen Tunnelblick- nur fähig dazu das Endresultat, die Drogen, zu sehen? Warum konnte er nicht sehen wie viele Leben sich an diesem Tag ändern würden? Wie viele enden würden!"

Er atmete tief ein, presste seine Hände zu Fäusten zusammen uns sein Kiefer spannte sich an.

„Mein Dad sah immer das Beste in den Menschen. Er dachte er könnte es ihm ausreden. Er dachte wenn er ihm nur die Risiken zeigte er weggehen würde. Der Mann war Nervös, ängstlich, zitternd von den Drogen. Er zielte mit der Waffe zwischen all den Geiseln hin und her, dann zu dem Kassier und mein Vater redete einfach weiter. Versuchte es ihm auszureden. Er erschoss all die Menschen in dem Laden bis auf einen. Es war wirklich früh, sie erledigten die Einkäufe immer nachdem sie mich zur Schule gebracht hatten. Daher waren dort nur sechs Personen aber sechs Personen die nie wieder hinausgingen."

Seine Augen waren verengt und kontrolliert aber dahinter war ein brennender Ärger versteckt der mir Angst machte.

„Ich war in der Schule als der Polizei Offizier kam um es mir zu sagen."

Ich vergrub meinen Kopf an seiner Schulter und quetschte meine Augen zusammen. Ich wollte ihn trösten. Ich wollte ihm den Schmerz wegnehmen. Ich wollte die Erinnerungen nehmen und sie ungeschehen machen sodass er das Lächeln zeigen konnte welches ich so liebte.

„Es besteht kein Zweifel daran, dass er den Kassier auch getötet hätte aber jemand der vorbei ging hörte die Schüsse und stürzte in den Laden. Er bekam Angst und sauste hinten hinaus. Sie fingen den Jungen ungefähr eine Woche später, an einer Tankstelle. Ich vermute er hatte das Geld aus dem Shop schon verbraucht. Manchmal frage ich mich ob er immer noch ihre Gesichter sieht, seine Opfer. Oder ob sie nur verwischt sind weil sie so viele waren. Hat er sein Leben umgedreht so wie mein Vater dachte, dass er es könnte? Oder hat ihn sein Lebensstil umgebracht?"

„Edward." Murmelte ich. Ich wusste nicht was ich sonst sagen sollte. Ich konnte an nichts denken. Ich musste einfach mit ihm hier sein und es sah so aus als ob er mich auch brauchte.

„Der Kassier sagte der Polizei, dass es der gleiche wie aus dem Laden war aber als es zu einer Identifizierung von ihm kam bekam sie angst. Sie tat es zum Schluss nicht. Und er bekam elf Jahre Haft für bewaffneten Raubüberfall. Er wurde nach sieben wieder entlassen."

Er schauderte, seine Augen waren jetzt rot und geschwollen, als er seine Kiefer an- und entspannten.

„Darum tue ich das was ich tue. Darum habe ich meine Familie verlassen und bin an den Ort zurückgegangen wo diese Menschen vor so langer Zeit gestorben waren. Darum gehe ich nachts in ein leeres Haus zurück und meine Gedanken sind zu viel um damit allein umzugehen. Weil ich mein Leben den Menschen widmen wollte die die Courage hatten etwas zu ändern. Darum habe ich mein Leben dem Beschützen von Menschen wie dir gewidmet."

Ich sah ihn bewundernd an. Ich wusste das es schwer für ihn war mir das zu erzählen aber es half mir ihn besser zu verstehen. In diesem einen Moment sah ich ihn ohne seinen Schutz. Ich sah wer er wirklich war. Und ich liebte ihn mehr als jemals zuvor.

„Du hast mich einmal gefragt warum ich für den Fall ausgewählt worden bin." Wisperte er und sah mich jetzt wieder an- seine Augen waren zart. „Es ist wegen meiner Widmung, weil sie wissen das ich alles für die Menschen die ich beschütze tun würde. Es ist weil ich nie jemanden in meiner Aufsicht auch nur eine Sekunde ungeschützt gelassen habe. Es ist weil ich eher mein Leben geben würde als das von jemand der eine Veränderung macht. Und ich akzeptierte weil ich schon bevor ich dich traf wusste, dass du etwas Besonderes bist. Du hattest die Courage aufzustehen und gegen einen der wichtigsten und gefährlichsten Männer in unserer Gesellschaft auszusagen, gegen jemanden zu dem du eine Bindung hattest, jemanden den du wirklich nicht verletzen wolltest. Aber du hast das zur Seite gestellt und das getan was richtig war. Ich akzeptierte den Fall weil ich dich, schon bevor ich dich traf, respektierte."

All die Stücke setzten sich mit einem donnernden Klatschen zusammen, die Realisierung war so mächtig das sie mich fast ohnmächtig werden ließ. All die Zeiten als er seine Familie mit der gleichen Menge Glücklichkeit und Traurigkeit angesehen hat. Er liebte die Cullens, sie waren wirklich, in jeder Hinsicht die zählte, seine Familie. Es war mehr als offensichtlich. Aber er sah auch die Vergangenheit, eine dunkle Vergangenheit die sich an ihn klammerte wie Wassernebel an einen schwülen Tag. Hier hatte ich gedacht das ich die einzige Person war die wusste wie es sich anfühlte von seiner Vergangenheit verfolgt zu werden, wenn sie so einen großen Teil in der Gegenwart spielte. Aber ich war es nicht. Bei weitem nicht. Und ich wusste das nicht nur ich es war die Edward brauchte. Wir brauchten einander.

„Ich werde dich auch nie verlassen." Wisperte ich. „Niemals."

Das nächste Kapitel liegt schon bei meiner tollen Beta also geht es diese Woche schnell weiter! Vielleicht schaffe ich noch ein drittes Kapitel in diese Woche aber versprechen kann ich nichts!

Ich freue mich immer sehr über eure Reviews also schreibt mir bitte wieder!

Lg. Doris