Heute gibt es für alle Schokoladenostereier – immerhin nähert sich Ostern mit großen Schritten, und wir wollen es mit euch genießen.

Ganz unösterlich kommt dafür Irma Pince daher, die ihre Eintragungen ins Tagebuch in Universitätsjahren macht. Ihr wisst nicht, was das bedeutet? Unser Winzfuchs erklärt es euch!

http:/www. fanfiction. net/u/878065/

(Nehmt bitte die Leerzeichen nach www. und nach fanfiction. raus)

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Das Rudel – Das Rudel – Das Rudel – Das Rudel

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Irma Pince (von Noir13, Stichwort Verbotener Wald)

Disclaimer: Alle bekannten Namen, Orte, Personen und Begriffe gehören J. K. Rowling. Ein Teil ihrer Ausgestaltung und die Idee/Ausführung gehören jedoch mir. Der Bibliothekar und der B-Raum gehören Terry Pratchett.
Vorgaben: Irma Pince; Verbotener Wald
Anmerkung: Die Datumsangabe richtet sich nach dem Scheibenweltkalender, dessen Jahre nach Universitätskalender (UK) 400 Tage und 13 Monate haben. Die Wochen haben 8 Tage. Der 21. August 1970 UK ist demnach der 1. Juni 1977 unserer Zeitrechnung – und in Wahrheit ein Mittwoch. Irma Pince rechnet mit dem UK, weil sie – in meinen Geschichten – ursprünglich von der Scheibenwelt kommt und durch den B-Raum (der Raum, der alle Bibliotheken in allen Universen verbindet) nach Hogwarts gelangt ist.
Der SJ ist eine Anspielung auf den PJ, den einige vielleicht vom "Bastard Operator from Hell" kennen, und ist der "Schwarzhaarige Jüngling" aka Severus Snape.
Inhalt: Irma Pince hütet nicht nur Bücher, sie schreibt auch welche. Insbesondere Tagebücher – wobei sie natürlich bereits vor dem Schreiben weiß, was darin geschrieben steht. Sie ist nicht umsonst die einzig wahre Bibliothekarin von Hogwarts.

Notizen des literarischen Wahnsinns

~ Books are my Life ~

von .Ya./Noir13

»Though the pages are numbered
I can't see where they lead
For the end is a mystery no-one can read
In the book of my life«

(Sting – The Book of My Life)

Freitag, 21. August 1970 UK

Es ist immer wieder erstaunlich – was die Schüler sich immer wieder ausdenken! Wenn ich nicht wüsste, dass Schüler von Natur aus bücherscheu sind, würde ich glauben, dass sie mich zum Narren halten wollen. Sie wissen, dass das Schuljahr sich dem Ende zuneigt, und dennoch denkt kaum einer daran, endlich die Bücher zurückzugeben.

Dabei schreibe ich schon als Rückgabedatum einen Monat vor der normalen Rückgabe auf! Aber dieses Mal haben sie sich übertroffen – es ist bereits Ende August, und ich warte immer noch auf die Bücher. Na, wenn ich die in die Finger kriege –!

Wenigstens habe ich Unterstützung – tatkräftige, sarkastische Unterstützung mit der richtigen Einstellung gegenüber den Schülern. SJ bringt die Bücher, die er sich ausleiht, auch immer rechtzeitig zurück – auch, wenn er sie sich gleich danach wieder ausleiht. Ich weiß zumindest, dass er die Bücher pfleglich behandelt. Vielleicht liegt seine Pünktlichkeit auch ein wenig daran, dass er die richtige Zeitrechnung gelernt hat. Immerhin, als mein Helfershelfer muss er ja auch hin und wieder Bücher ausleihen, und es wäre fatal, wenn er das falsche Rückgabedatum eintragen würde. Der Junge wird es noch weit bringen, wenn er sich nicht so für Zaubertränke und anderen Krimskrams interessieren würde.

Ich denke, ich werde mal mit meinem Kollegen darüber reden. Man könnte ihn immerhin zum Aushilfsbibliothekar für den B-Raum ernennen. Er hat genug im Kopf dafür.

Samstag, 22. August 1970 UK

Ich habe den SJ von der Schulfront abbeordert, denn es gibt wichtigeres zu tun – Bücher retten. Abgesehen davon ist es nach der einzig wahren Zeitrechnung Samstag, und nicht, wie der Rest der Schule zu glauben scheint, Donnerstag. SJ hat also frei, und es ist sowieso August. SJ findet diese Argumentation seltsam.

Aber das ist auch ein Notstand.

Neben SJ, meinem treuen Gehilfen, habe ich auch Hagrid mit eingespannt, einfach, weil es die Notwendigkeit erforderte. Immerhin handelt es sich um eine Überschneidung in unseren Handelsphären – und ich will nicht, dass Hagrid mir falsches Vorgehen vorwirft, wenn seine Kuscheltiere verspeist werden.

Aber vielleicht sollte ich zum Kern des Problems kommen: Die Verbotene Abteilung von Hogwarts beinhaltet einige höchst seltene und für unwissende Personen sicherlich auch gefährliche Bücher. Und ich meine nicht die Bücher über Schwarzmagie – die sind harmlos. Ich meine die Bücher, die kannibalische Anwandlungen zeigen. Kannibalismus stimmt nicht ganz, denn sie fressen keine anderen Bücher – ich würde ihnen gehörig die Leviten lesen, wenn sie es täten – aber sie fallen Menschen und Tiere an. Jedenfalls sind diese Bücher ausgebüchst. Dieses eine Mal liegt die Schuld nicht einmal bei den Schülern.

Dumbledore höchstselbst hat es vergeigt. Ich weiß nicht, was er getan hat, aber ich darf das nun aufräumen. Wenigstens wissen wir, wohin die Bücher verschwunden sind, und abgesehen von der Katze einer Schülerin gab es keine Todesfälle bisher.

Nun, es wird Zeit, die entflohenen Bücher wieder einzusammeln. Das wird für SJ sicherlich lehrreich sein. Also denn – auf in den Verbotenen Wald! Bevor die Bücher ihn noch entvölkern.

Oktotag, 24. August 1970 UK

Es ist offiziell Samstag und ich habe die Bibliothek vorerst dicht gemacht. Nach dem Theater vor zwei Tagen mit den Büchern und der Zeit, die ich gestern darauf verwenden musste, die Bücher wieder zu beruhigen – und Dumbledore zusammenzustauchen, weil er nicht pfleglich mit den Büchern umgeht – habe ich heute eine Unterhaltung mit meinem Kollegen geplant.

SJ ist auch dabei, immerhin geht es um ihn, und außerdem denke ich, dass er mehr über den B-Raum und seine multiversialen Kollegen erfahren sollte. Insbesondere, wenn es so eine einnehmende Persönlichkeit ist. Vorher werde ich ihn aber noch einmal deutlich darauf hinweisen, jegliche Bemerkungen mit dem T-Wort zu unterlassen. Man kann es nicht oft genug sagen, und egal, wie oft man es sagt, am Ende gibt es immer noch einen Dummkopf, der es trotzdem tut.

Ich werde wohl auch mit Argus darüber reden müssen. Jedes Mal, wenn der Bibliothekar (ich möchte nicht riskieren, dass irgendein unvernünftiger Zauberer dieses Buch findet und seinen richtigen Namen erfährt, denn das würde ihm gar nicht gefallen) hier ist, regt Argus sich darüber auf, dass die Zahl der Bananenschalen, auf denen er ausrutscht, exponential steigt. Ich vermute zwar eher, dass die Schüler die Gunst der Stunde nutzen, um einige zu verteilen, aber nur für den Fall sollte ich ihn vorwarnen. Wir werden uns sowieso vornehmlich in der Bibliothek aufhalten, und ich denke, das ist akzeptabel.

Ich hoffe nur, dass Dumbledore nicht, wie man es so schön auf neuländisch sagt, das meeting crasht. Er hat es letztes Mal getan, und er hat dann auch noch das T-Wort benutzt und der Anblick war nicht schön. Sagen wir so: Er war im Krankenflügel und musste sich scheinbar einige Bananenschalen (über die Argus sich nicht aufgeregt hatte) operativ entfernen lassen. Madam Pomfrey war völlig überfordert.

Nun, SJ ist gerade gekommen. Scheint, als ob es Zeit würde, ihn noch einmal auf die Etikette hinzuweisen, bevor unser multiversialer Besuch kommt.

~ E N D E ~