Kapitel 21: Am Unfallort! (2)

Hi da bin ich wieder mit einem neuen Kapitel! Hier ist der 2. Teil von „Am Unfallort!"

Viel Spaß und reviewet bitte!

PS: Willkommen Mara-Lethe in unserer lustigen Runde!

„Hey, ich hab doch gesagt, Sie sollen vom Wagen weg bleiben, es ist schon genug schief gegangen, ich brauche nicht noch mehr Verletzte!", rief Sandy außer sich vor Wut.

„Kümmern Sie sich nur darum, dass der Strom endlich abgestellt wird!", erwiderte die Chirurgin endgültig

Alexander, der den Feuerwehrmann mit dem Stromschlag zum Krankenwagen begleitet hatte, kam auf den verunglückten Krankenwagen zu, wurde jedoch von Feuerwehmännern aufgehalten.

„Schon gut, schon gut", sagte er und riss sich von ihnen los, „Wie sieht's aus?", fragte er Elizabeth aus einer Distanz von ca. 1,5 Metern.

„Blutdruck ist bei 65 zu 80", antwortete sie in der Hoffnung, dass diese Information ihm ausreichen würde und sie nicht erklären müsste wie es genau aussah, was die Frau nur noch mehr beunruhigen würde, „Summers, ich brauche hier drin deine Hilfe, kommst du hier irgendwie rein?"

„Ja wenn ich springe", gab er zur Antwort.

„Gut dann tu das", befahl sie. Sobald er neben ihr stand wandte sie sich wieder Vicky zu: „Hören Sie, die Plazenta löst sich ab und blutet in den Uterus, ich kann Sie retten, wenn ich einen Keiserschnitt mache und die Blutungen stille", erkläre sie. Die Angesprochene schüttelte verzweifelt den Kopf:

„Aber es ist doch noch zu früh!"

„Nein ist es nicht 36 Wochen sind völlig ausreichend, als Unfallchirurgin bin ich durchaus zu einem Kaiserschnitt fähig, aber aufgrund der Umstände bürgt es dennoch ein großes Risiko. Sollten wir jedoch noch länger warten, werden Sie innerhalb von 15 Minuten verbluten, ich kann Sie und ihr Kind retten wenn ich den Eingriff hier vornehme, sind sie damit einverstanden?"

„Ich glaube schon", jammerte Vicky.

„Sind sie sicher!"

„Ja... ja!"

„Hey was macht der da drin!", wollte Sandy wissen, die soeben mitbekommen hatte, dass Alexander in den Wagen gesprungen war. Die beiden Chirurgen ignorierten sie und konzentrierten sich ganz auf das was sie zu tun hatten.

„Hast du schon mal einen Kaiserschnitt gesehen?", fragte Lizzie den AIPler.

Er schüttelte den Kopf.

„Die Gyn. fehlt mir noch."

„Dann wirst du jetzt was dazu lernen. Such eine Ampulle Lidokain, ich möchte das zu alles Verbandsmaterial und alle Gefäßklemmen, die du findest mir gibst, wir werden die großen Gefäße abklemmen und den Rest tamponieren."

„Wann haben Sie so etwas das letzte Mal gemacht?"

Sie antwortete ihm nicht, warf ihm nur einen mahnenden Blick zu.

„Können wir den Raum haben? Wir haben einen wieder belebten Stromschlag", fragte Anna, die mit Carter, einigen Schwestern und einem Feuerwehrmann auf einer Trage, der einen Stromschlag bekommen hatte, in den Raum mit dem unterkühlten Jungen kamen.

„Ja wir sind so weit fertig", sagte Luka und zog seine Handschuhe aus.

„Wir bringen dich jetzt in ein anderes Zimmer, Daniel um deine Werte zu überwachen, aber sieht aus als hättest du das Schlimmste überstanden", erklärte Abby dem Jungen dessen Lippen immer noch ein wenig blau waren. Sie schoben ihn auf der Trage in den Beobachtungsraum zur rechten des Behandelungsraumes.

„Hey Dave hat du gehört was da draußen los ist?", wollte Tim wissen, als sich die beiden am Aufnahmeschalter begegneten.

„Meinst du das es regnet?", fragte der Assistenzarzt und schwang sich auf den Tresen.

„Nein, Mann, du weißt doch, dass ein Krankenwagen verunglückt ist, Corday schneidet gerade die Patientin auf!"

„Aufschneiden?"

„Kaiserschnitt!"

„Am Unfallort!" Dave sah Tim fassungslos an.

„Am Unfallort!", bekräftigte dieser und nickte, „Wenn die Frau stirbt wird sie dafür zur Verantwortung gezogen."

Währenddessen hatte Lizzie der junge Frau Lidokain ins Rückrad gespritzt um den gesamten Abdomen zu betäuben.

„Vicky es ist wichtig, dass sie wach bleiben", gab sie ihr zu verstehen, dann wies sie Alexander an auf die andere Seite zu gehen und ihr einen Skalpell zu geben.

„Machen Sie einen Längsschnitt?", wollte er wissen. Die Chirurgin nickte und führte einen Schnitt einmal längs über den Bauch. Dann fassten die beiden von beiden Seiten in den Schnitt und zogen ihn auf.

„Wie fühlen Sie sich?", fragte Elizabeth Vicky.

„Keinen Schmerz nur ein ziehen", erwiderte die Angesprochene und lehnte sich etwas nach vorn um etwas von dem was die beiden taten zu sehen. Der AIPler drückte sie mit einer Hand sanft zurück.

„Ich bin in der Bauchhöhle angekommen und öffne jetzt den Uterus, Skalpell."

Abby entfernte den Schlauch der Thorax – Drainage und schloss den Schnitt mit wenigen Stiche. In diesem Moment öffnete sich die Tür und Daniels Mutter trat ein.

„Haben Sie sie?", fragte sie.

„Was meinen Sie?"

„Die Röntgenbilder aus die Sie gewartete hatten", antwortete sie.

„Ja, Daniels Lunge hat sich wieder expandiert, es gibt keine inneren Blutungen, ich schließe jetzt lediglich noch einen Schnitt", erklärte Abby.

„Es tut mir leid, Mom", sagte Daniel tonlos.

„Du hättest das nicht tun dürfen", erwiderte seine Mutter kalt.

„Ich weiß, es wäre dir lieber wenn ich vermisst würde und Joey hier wäre."

„Ja. Denk darüber nach." Daniel wandte seinen Blick ab und Abby sah sich gezwungen einzuschreiten. „Bitte kann ich sie vor der Tür sprechen", bat sie die Frau und geleitete sie in den Nabenraum.

„Was soll das?", wollte die AIPlerin wissen.

„Was meinen Sie?"

„Ihr Sohn braucht jetzt Ihre Zuwendung, Ihre Liebe, was soll das er wäre fast gestorben!"

„Das geht sie absolut nichts an", wehrte die Frau ab und wollte das Zimmer wieder verlassen, doch Abby hielt sie auf.

„Sie wollen, dass Daniel sich schuldig fühlt, er fühlt sich schon schuldig, Sie wollen, dass er leidet und er leidet schon, wenn Sie so weiter machen wird er sich bald hassen!", sagte sie aufgebracht, wobei sie sich etwas im Ton vergriff und etwas zu laut wurde.

Plötzlich öffnete sich die Tür und Daniels Stiefvater kam herein gestürmt: „Sie haben Ihn gefunden!", verkündete er aufgeregt. „Was!", fragten die beiden Frauen gleichzeitig. „Joey, sie haben ihn eine Meile flussabwärts gefunden und bringen ihn jetzt hier her!"

„Okay, nimm den Schleimsauger heraus und saug Mund und Nase frei", wies Lizzie Alexander an, sie hatten es letztendlich geschafft das Baby herauszuholen und als der AIPler den Schleim abgesaugt hatte fing es an zu schreien.

„Ist das mein Baby?", fragte Vicky mit schwacher Stimme.

„Ja, es ist ein Junge", erwiderte Alexander, „und er schreit, hören Sie es, er schreit!"

„Könnte aber kräftiger sein", stellte Elizabeth fest, „Hör zu Summers, wickele es warm ein und dann muss du es ins Krankenhaus bringen, es braucht vielleicht eine Transfusion", erklärte sie, „Vicky hören Sie mich?" Die Frau antwortete nicht, sie hatte ihre Augen geschlossen und reagierte nicht.

„Verdammt sie verblutet mir, ich muss die Hauptversorgungsarterie abklemmen, jetzt geh schon!"

„Ich springe jetzt raus!", rief er den Feuerwehrmännern zu, damit diese Platz machten.

„Oh nein, das wirst du nicht tun!", brüllte Sandy zurück, „Ich will nicht noch mehr Verletzte!"

„Dann werfe ich Ihnen das Baby zu!", erwiderte er.

„Nein! Nein!" Gegen ihre Anweisung sprang der Arzt aus dem Wagen.

In diesem Moment gab es einen Ohrenbetäubenden Krach weitere Stromleitungen rissen und der Verteiler explodierte, Funken gingen auf die Szene nieder.

„Ist etwas passiert?", rief Lizzie aus dem Wagen heraus, während sie versuchte die Uterusarterie zu klammern.

„Alles in Ordnung!", gab Alexander zurück, „Der Verteiler ist explodiert, heißt das, dass der Strom abgeschaltet ist?", wollte er von Sandy wissen, diese griff zum Funkgerät und rief die Zentrale an.

„Wird er es schaffen Frau Doktor!", fragte Mrs. Thomas Abby, sie hatte sich an ihren Ehemann geklammert und ihre Stimme bebte.

„Das kann ich jetzt noch nicht sagen", erwiderte die Angesprochen.

„Asystolie auf dem Monitor", stellte Tim mit einem Blick darauf fest.

„Hört sich nach einer feuchten Lunge an", sagte Abby, „Wir werden zunächst den Tubus wechseln. Außerdem brauchen wir einen Katheter um die Blase zu spülen."

„Ich hole ihr", meinte Lydia und lief los. Vorsichtig zog Abby den Tubus aus Joeys Lunge, der Junge fing an zu würgen und brachte eine grüne, dünnflüssige Masse hervor.

„Was ist das!", verlangte Mr. Thomas zu wissen.

„Flusswasser", antwortete Abby und dreht den Kopf des Jungen zur Seite, damit er das Wasser nicht einatmete und dann an einer Aspirations- Pleumonie starb. Als sie sicher war, dass alles Flusswasser heraus war, intubierte sie Joey ein weiteres mal.

„Hier ist der Katheter!", sagte Lydia, die soeben wieder den Behandelungsraum betrat.

„Gut, führ ihn ein und dann eine Ampulle Supra!"

„Herzaktivität auf dem Monitor, Kammer – Tachikadie!", verkündete Tim und warf Abby einen Blick zu.

„Gut so Joey, immer weiter", murmelte diese vor sich hin, „Paddels auf 200", befahl sie.

„Aber was wollen Sie dann schocken?", fragte Lydia.

„Eine Ampulle Adropin, dass wird schon 100 und weg!"

„Keine Reaktion", berichtete Lydia. „Noch einmal mit 300 und weg!"

„Volltreffer! Sinus – Rhythmus!", verkündete Tim, „Abby, das war einfach genial!"

„Danke", grinste Abby und legte die Paddels in die Halterung zurück.

Am Eingang zur Notaufnahme kam gerade ein Krankenwagen an, aus dem Alexander mit dem Baby ausstieg. Als er die Notaufnahme betrat kam ihm schon Doug Ross entgegen.

„Wie geht's dem Baby?", fragte er ihn.

„Dr. Corday sagte er braucht vielleicht eine Transfusion", erklärte der AIPler.

„Gut bringen wir ihn in Untersuchungsraum 2 und legen zunächst einen Zugang und lassen einen Liter erwärmte Kochsalzlösung reinlaufen. Wie sieht's mit der Mutter aus?"

„Dr. Corday, wird bald mit ihr hier sein."

Wie Alexander gesagt hatte kam Liz nur wenig später, ca. 10 Minuten, im County General an. Robert Romano erwartete sie bereits.

„Notkaiserschnitt in der 36. Woche", berichtete sie.

„Denken Sie ich bin blind? Das sehe ich", erwiderte er und nahm ihr das Krankenblatt ab, „Ich übernehme es ab jetzt, gehen Sie nach hause und legen Sie sich trocken, ich möchte doch nicht, dass Sie vor Ihrer öffentlichen Hinrichtung an einer Lungenentzündung sterben."

„Was hätte ich Ihrer Meinung nach den tun sollen? Warten bis die Frau tot ist?"

„Damit wären Sie auf der sicheren Seite gewesen, wenn sie überlebt sind Sie ein Held, stirbt sie kenne ich Sie nicht."