Am liebsten würd ich euch das Kapitel diesmal ohne große Vorrede einfach vor die Nase knallen, aber nachdem ich euch so lang hab warten lassen, wäre das wohl nicht ganz fair. Isch schäme misch! Wirklich! Aber dass ich beim Schreiben des letzen Kapitels soviel Spaß hatte, scheint mir irgendeine Schreibmuse nicht gegönnt zu haben, denn darauf folgte eine ganz schreckliche Schreibblockade. Kann man mit so was zum Arzt gehen? #lol# Fänd ich klasse, da mir das langsam wirklich wie eine ernst zu nehmende Krankheit vorkommt. Naja, wie auch immer, Cissy ist genesen, glaub ich zumindest. Eigentlich ist das Kapitel schon seit Monaten halb fertig gewesen, aber ich hatte arge Schwierigkeiten mit der ganzen Handlung und der Umsetzung und war so was von unzufrieden … was ich jetzt irgendwie immer noch bin, aber es ist nicht mehr so schlimm, dass ich dieses Kapitel hasse, so wie ich's ne zeitlang getan habe Oo. Maja weiß wovon ich rede, die durfte sich mein Geheule nämlich ständig anhören, aber sie war auch die jenige die sich ernsthaft Gedanken darüber gemacht hat wie wir meine Schreibkrise beheben können. Danke dafür noch mal. #bussi#
Das chapi ist gleichzeitig ein Geburtstagskapitel für meinen lieben Hauselfen Anna #knuddelt ganz dolle# Ich würde dir natürlich lieber ein Kapitel schenken in dem Lucy, Sevvie und Cissa wilden Sex miteinander haben aber … nunja … das lässt sich #hust# gerade irgendwie nicht ganz verwirklichen (so von wegen storyline und plot etc. du weißt schon).
Ich danke meinen wenigen aber treuen Lesern und hoffe, dass ihr die Story trotz des langen Wartens nicht vergessen habt: Endorphinchen ich mag slashigen talk auch, deshalb kann ich mich nie beherrschen :P, NarcissaMalfoySnape, Nickodemus, Anna, Maxine, PrincessofMadness ich hab kein Problem damit, dass du das Wort süß verwendest, irgendwo sindse doch schnuckelig unsre Malfoys #lol# und das erste review ist wohl wirklich verloren gegangen, danke dass du dann noch mal eins geschrieben hast :), Kasseopeia gegen Sex zw. Den dreien hätt ich auch nix gehabt, glaub mir, aber nunja, du weißt ja dass das alles net so einfach ist #hust# , Pupsgesicht denk dir mal n schönen Nickname aus, Hasi, so mit den 3 Punkten das is doch nix :D Fühlt euch geknuddelt ihr Lieben.
Und um euren Gedächtnis nach so vielen Monaten ein wenig auf die Sprünge zu hlefen: Nachdem Lucius Cissa vernascht hat, und die plötzlich Muffensauen bekommt was Snapes lange Abwesenheit angeht, eilt er ..nunja … ist es überhaupt nötig zu seiner Rettung zu eilen? Lest selbst :P
-21-
Es roch nach Schweiß und Alkohol. Mit gerümpfter Nase ließ er seinen Blick durch den Raum gleiten, musterte die Todesser die überall verteilt waren flüchtig.
Der Geräuschpegel der aufgrund ihrer lauten Gespräche geherrscht hatte, sank nach Lucius Eintreten rapide. Schließlich war es mucksmäuschenstill. Einige, wie Jugson und Mulciber, nickten ihm lächelnd zu, andere jedoch schenkten ihm einen herausfordernden, ja beinahe gehässigen Blick.
Es war anders als sonst.
Er hatte sich noch nie zuvor Gedanken darüber gemacht was andere von ihm dachten. So etwas war ihm, wenn er ehrlich war, bisher völlig egal gewesen. Jedoch glaubte er, dass es dazu auch noch nie Grund gegeben hatte. Doch gerade im Moment lag eine so präsente Spannung im Raum, dass er ernsthaft daran zu zweifeln begann, ob es je anders gewesen war. Hatte er diese Feindseligkeit vorher nur noch nie bemerkt? Hatte er sie in seiner Arroganz und Selbstüberzeugung einfach ignoriert? Und - begann er jetzt wirklich allmählich den Verstand zu verlieren?
„Grüß dich, Lucius", brach Rookwood schließlich das entsetzliche Schweigen. „Du siehst aus, als würdest du jemanden suchen."
„In der Tat", gab Lucius unbeeindruckt zurück. Einst stand fest: das Misstrauen das ihm entgegen schlug war echt. Der Ton in dem er angesprochen wurde reizte ihn erheblich, doch er hatte sich entschlossen ihnen nicht in die Falle zu laufen.
„Wen denn? Vielleicht können wir dir ja helfen."
Lucius blinzelte. „Auch wenn ich dir nicht die geringste Rechenschaft schuldig bin - ich suche Macnair. Und da er nicht hier ist um an der … nun … ausgelassenen Stimmung teilzuhaben, nehme ich an er ist oben?"
Einige der Todesser warfen sich verstohlene Blicke zu. „Ja. Und er ist sehr … beschäftigt", sagte Rookwood, grinste hämisch und entblößte dabei seinen gelben Zähne.
„Mach den Mund zu, Augustus", bat Lucius, „das ist wirklich kein sehr schöner Anblick." Er wischte sich ein unsichtbares Staubkorn vom Mantel und seufzte theatralisch. „Dann lasst euch nicht weiter stören. Aber ich möchte noch einmal daran erinnern, dass ihr Gäste in diesem Hause seid, somit erwarte ich, dass ihr euch auch so benehmt. Dieser Sessel, Goyle, dient als Sitzgelegenheit und nicht als Ablagefläche für deine schlammigen Stiefel. Nun denn." Er zwang sich zu einem genervten Lächeln und marschierte dann zielstrebig zur Treppe. Niemand hielt ihn auf, im Gegenteil. Lucius konnte ihre neugierigen Blicke in seinem Rücken fast spüren.
Als er den ersten Stock erreicht hatte, blieb er stehen und atmete erst einmal tief durch. Er hatte es befürchtet. Snape war hier, dem war er sich nun sicher. Er wollte sich nicht ausmalen was es wohl bedeuten konnte Macnair sei mit ihm beschäftigt. Ein flaues Gefühl breitete sich in seinem Magen aus. Er hatte schlichtweg Angst. Angst vor dem Zustand in dem er Snape vorfinden würde. Er kam jedoch nicht dazu, sich seine schlimmsten Befürchtungen bildlich vorzustellen.
Eine Tür fiel leise klickend ins Schloss. Dann sah er Macnair. Als der Todesser Lucius erblickte, kam er auf ihn zu und schloss mit einer provozierenden Geste den Reißverschluss seiner Hose. Doch sein anzügliches Grinsen währte nur solange bis Lucius Faust es ihm aus dem Gesicht schlug. Macnair taumelte leicht und hielt sich den Kiefer. „Bist du jetzt total übergeschnappt?", murmelte er benommen.
„Du verdammtes Schwein", fauchte Lucius und stieß ihn gegen die Schulter, sodass der Todesser ein paar weitere Schritte rückwärts taumelte.
„Wieso bist du so wütend?", fragte Macnair und das düstere Grinsen entfaltete sich aufs Neue. „Weil ich das getan habe wozu du nicht den Mumm hast oder weil ich ihn vor dir hatte?"
Er hatte seinen Satz kaum beendet als ihn Lucius Faust erneut heftig im Gesicht traf. Der Malfoy schleuderte den Todesser gegen die Wand und packte ihn dann am Kragen. Mit der anderen Hand zog er seinen Zauberstab hervor und presste die Spitze unter sein Kinn. „Du weißt nicht das Geringste über mich und Severus! Das, was zwischen ihm und mir besteht wirst du niemals verstehen", keifte er zornig, eine Ader trat pochend an seiner Stirn hervor. „Du hast immer nur versucht ein billiger Abklatsch seinesgleichen zu sein! Hast versucht dir so meine Anerkennung zu erkaufen du elender Wurm! Aber ich kann dir versichern, Macnair, Snape auf so ekelhafte Weise zu bestrafen ist nicht gerade der Weg dahin! Du hast dir meine Freundschaft soeben verspielt!"
„Was ist los mit dir?", fragte Macnair entrüstet, dunkles Blut sickerte unaufhörlich aus seiner Nase.
„Du widerst mich an!", keifte Lucius. „Ihr alle widert mich an! Ihr seid keine Gentlemen, ihr sein nur ein Haufen armseliger, geiler Nichtsnutze, die sich einbilden etwas Besonderes zu sein nur weil sie die Drecksarbeit des Dunklen Lords erledigen! Ihr verpestet dieses Haus mit eurer Dummheit und eurem Gestank, eurem überflüssigen Geschwätz; eurer Lebensinhalt besteht darin auf dem Boden zu kriechen für Anerkennung die in Wirklichkeit nur Spott ist, und die Aussicht darauf einen Nutzen aus eurem kümmerlichen Dasein zu ziehen! Ihr besteht nur noch aus Geilheit und dem Drang zu Töten! Mehr nicht! Ihr ekelt mich an! Da war mal ein Glänzen in unseren Augen", sagte Lucius eindringlich und schüttelte ihn, „der Wunsch auf eine reinblütige Zaubererwelt, eine bessere Welt! Was ist davon geblieben? Was? Kannst du dich noch an das Gefühl erinnern Macnair? Diesen Stolz? Stolz Teil dieser Sache zu sein? Spürst du ihn noch? Ich spüre ihn nicht mehr! Da ist nichts mehr. Überhaupt nichts! Ich glaube ihr alle habt vergessen warum wir diesen Krieg führen! Was nützt mir eine reine, eine saubere Zaubererwelt, wenn meine Familie den Krieg nicht übersteht? Was dann? Wofür das alles? Du hast nichts zu verlieren, ihr alle habt nichts zu verlieren, aber ich schon, und zwar mehr als mir mein Leben wert ist!" Er atmete heftig aus und schien den Mann vor sich völlig vergessen zu haben. „Es läuft alles aus den Bahnen", sagte er jetzt leise. „Es verläuft alles anders als ich mir das vorgestellt habe…" Er ließ Macnair los und blickte gedankenverloren auf seine Handflächen. „Alles entgleitet mir … wenn ich nicht Acht gebe … verliere ich alles …"
Macnair starrte Lucius mit großen Augen an. Er schien vergessen zu haben zu atmen. Dann schluckte er trocken. „Du bist … ein toter Mann."
Lucius verzog das Gesicht und stieß ihn noch einmal heftig gegen die Wand, dann machte er ein paar Schritte zurück und lehnte sich schwer atmend gegen die gegenüberliegende Wand des Korridors.
„Das ist Verrat", flüsterte Macnair eindringlich. „Sie reden schon über dich, Lucius!"
„Na ich hoffe doch nur Gutes."
„Lass die verdammten Scherze! Es ist bitternst! Die Zeiten in denen nur auf ein Fingerschnippen von dir alle gemacht haben was du wolltest sind vorbei! Und wenn du jetzt mit Snape aus dem Haus marschierst, bist du tot!"
Lucius stieß ein kraftloses Lachen aus. „Ich hab geglaubt du seiest anders als dieser hirnlose Haufen da unten."
„Ich würde deiner Familie nie etwas antun!"
„Das hast du aber."
Macnair seufzte. „Lucius wie oft soll ich es noch sagen: ich konnte für Draco nichts tun!"
„Ich rede nicht von Draco."
„Was soll das heißen?", fragte Macnair aufgebracht. „Verdammt noch mal, was willst du mir damit sagen? Dass Snape ein Teil deiner Familie ist? Bist du jetzt völlig übergeschnappt!"
Lucius antwortete nicht.
Macnair knirschte mit den Zähnen. „Es war …. vielleicht leichtsinnig mir so etwas zu sagen. All das. Ich wünschte, ich würde all das nicht hören. "
„Vielleicht war es das", nickte Lucius. „Aber du weißt es doch ohnehin. Und wenn du mich hättest verraten wollen, hättest du es schon längst getan. Du hast deine Rache, also lass ihn endlich in Frieden. Er steht auf der falschen Seite, das ist mir ebenso bewusst wie dir. Er erhält von mir keinerlei Informationen, er kann uns nicht schaden, also sei unbesorgt! Aber er und ich, wir sind Freunde seit Beginn unserer Schulzeit! Und so wie du deinen Hass ihm gegenüber nie ablegen wirst, so werde ich nie aufhören ihn ..." Er presste seine Lippen aufeineinader. „Und ja, es wird der Tag kommen an dem ich ihn töten werde, töten muss, aber nicht jetzt, nicht heute und das alles ist allein meine Sache! Du hast nicht einmal einen Finger an Severus zu setzen!"
„So würde ich das nicht sagen", entgegnete Macnair gehässig, „immerhin war ich intimer mit ihm als du es jemals sein wirst!"
Lucius verzog das Gesicht. „Intim in dem Sinne in dem du dieses Wort verstehst. Was bildest du dir bloß ein! Ihr beide konntet euch nie wirklich ausstehen, ihr habt lediglich euren Trieb befriedigt, das ist sehr praktisch, in der Tat, jedoch nichts von Bedeutung. Von Dingen wie Zuneigung verstehst du doch überhaupt nichts!"
Macnair schnaubte missbilligend. „Du müsstest dich mal reden hören. Und du willst mir weiß machen, dass da nur Freundschaft ist?"
„Das geht über Freundschaft hinaus", sagte Lucius müde.
„Wird Liebe meistens nicht so definiert? Eben das, was über Freundschaft hinausgeht?"
„Rede nicht von Dingen, von denen du keine Ahnung hast", erwiderte Lucius spöttisch. „Das Wort Liebe klingt aus deinem Mund wie ein Witz!"
„Weiß Narzissa davon?"
Lucius stieß sich von der Wand ab. „Wovon, verdammt?"
„Dass du kurz davor stehst mit Snape ins Bett zu steigen?"
„Ich tue nichts dergleichen!"
Macnair verzog seine Lippen zu einem düsteren Grinsen. „Willst du wissen wie sehr er gestöhnt hat?"
„Halt den Mund!", zischte der Malfoy.
„Auch wenn ich - zu deiner Beruhigung nehme ich an - sagen muss, dass es ihm wohl kein großes Vergnügen war."
„Ich sagte du sollst den Mund halten!" Lucius schrie die Worte fast und hatte den Zauberstab auf sein Gegenüber gerichtet.
Macnair schien sich davon jedoch nicht beeindrucken zu lassen. „Wenn du deine Ehefrau das nächste Mal besteigst, Lucius, berühre sie sanft mit deinem Zauberstab, sprich ein liebkosendes Crucio und glaub mir: sie wird Laute von sich geben, die du dir nicht mal in deinen kühnsten Träumen vorstellen kannst."
Ein gleißender Lichtstrahl schoss aus Lucius Zauberstab und versetzte Macnairs Körper in ein heftiges Zittern. Auch Lucius zitterte am ganzen Leib, jedoch vor Wut. „Ich bring dich um", presste er zwischen seinen Zähnen hervor und packte ihn erneut am Kragen. „Bei Gott, noch ein abfälliges Wort und ich bringe dich auf der Stelle um!" Dann ließ er ihn plötzlich los, so als habe er etwas Schmutziges berührt und atmete tief durch. „Und jetzt geh mir aus den Augen, ich ertrage deine Visage nicht mehr."
Macnair warf ihm einen skeptischen Blick zu, dann seufzte er. „Lucius … du musst dich entscheiden welches Ansehen dir wichtiger ist. Das deiner Männer oder das von Snape. Das eine bedeutet Leben, das andere Sterben. Ist das wirklich so schwer?"
„Das wagen sie nicht", sagte Lucius mit einem bitteren Lächeln. „Eher rennen sie zum Dunklen Lord als mich anzugreifen."
„Da wäre ich mir nicht so sicher."
„Gibt es denn wirklich keinen mehr dem ich vertrauen kann?"
Macnair knirschte mit den Zähnen. Er schien unruhig zu werden. „Doch, natürlich. Hauptsächlich liegt es an Rookwood", sagte er mit gesenkter Stimme. „Da du in letzter Zeit nicht so oft bei uns bist, nutzt er die Gelegenheit den Boss zu spielen."
„War das sonst nicht immer dein Part?", fragte Lucius spöttisch.
„Er ist sehr penetrant wie du sehr gut weiß. Und ich lege nicht viel Wert darauf mich mit ihm anzulegen. Und so geht es einigen anderen auch. Die sind zu feige ihre Meinung zu äußern. Wenn Rookwood nicht wäre hättest du gar nichts zu befürchten, aber so dumm er auch ist, er weiß es Menschen gegeneinander aufzuhetzen."
Lucius runzelte die Stirn. „Weißt du was ich nicht verstehe? Du bist der einzige, der im Ungefähren weiß, wie es zwischen mir und Severus steht. Aber woher wissen es die anderen? Sie verabscheuen ihn, gut, aber sonst kann er ihnen doch egal sein. Selbst der Dunkle Lord hat die Interesse an ihm verloren."
„Das war ja auch meine Idee", gab Macnair offen zu. „Und natürlich würden sie keine Chance auslassen Snape eins auszuwischen. Sie langweilen sich, Lucius, da ist dein geliebter Tränkemeister ein gefundenes Fressen. Dich kann ich, wie es aussieht, nicht zur Vernunft bringen was ihn angeht, dafür musste wenigstens er herhalten."
„Daran merkt man, dass du ihn nicht kennst", sagte Lucius, „wenn du glaubst, dass ihn so was von irgendwas abhalten würde."
Macnair zuckte die Schultern. „Vom Sitzen allemal", sagte er gehässig und hob sofort darauf beschwichtigend die Hände. „Lass gut sein, Lucius. Du hast mir fast die Nase gebrochen, das reicht mir."
„Nur fast?", fragte Lucius und klang deutlich enttäuscht.
Macnair presste eine Hand gegen seine Nase und machte große Augen. „Du hast nicht zufällig mal ein Taschentuch?"
„Nein", antwortete Lucius angewidert und rieb sich dann lautstark seufzend die Nasenwurzel. „Ver-schwinde!"
Der Todesser presste nun beide Hände gegen die blutrote Nase und drehte sich kopfschüttelnd um.
Lucius wartete bis der Hinterkopf des Todessers am Treppenabsatz verschwunden war, dann drehte er sich in die entgegengesetzte Richtung und ging auf die Tür zu aus der Macnair gekommen war. Er streckte den Arm nach der Türklinke aus, hielt dann aber inne. Seine Hand zitterte. Er ballte sie mehrmals zu einer Faust und atmete erneut tief durch.
Dann öffnete er die Tür.
Snapes Anblick war harmloser als er befürchtet hatte, dennoch reichte er aus um Lucius einen Stich in der Magengegend zu versetzen. Snape schien zumindest äußerlich weitgehend unversehrt. Das konnte er allerdings nur deshalb sehen, weil der Schwarzhaarige einen Großteil seiner Kleider nicht mehr am Körper trug. Seine Arme waren über dem Kopf mit einem Strick zusammen gebunden der durch einen Zauber irgendwo in der Luft befestigt zu sein schien.
Mit Schrecken registrierte Lucius, dass er nun schon ein paar geschlagene Sekunden in der Tür stand und entsetzt auf den nackten Rücken des Zaubertränkemeisters starrte. Er löste sich aus seiner Starre und öffnete, während er ein paar Schritte auf ihn zumachte, den Verschluss an seinem Mantel. Mit einem Wink seines Zauberstabs löste er die Fesseln, fing Snape, der augenblicklich in die Knie sackte, in gleicher Bewegung auf und warf ihm seinen Mantel um die Schultern. Snape stieß ein kaum hörbares Seufzen aus als er von Lucius aufs Bett gehievt wurde, welcher dann zurück zur Tür ging, sie schloss und sich mit dem Rücken dagegen lehnte. Er hielt die Luft an und atmete dann mit geschlossenen Augen tief aus.
Eine Weile herrschte Schweigen. Snape hatte sich mit den Ellenbogen auf seinen Knien abgestützt und ließ den Kopf hängen. Lucius Mantel glitt dabei langsam von seinen Schultern und entblößte erneut die helle Haut des Zaubertränkemeisters. Lucius beobachtete ihn mit einer seltsamen Stimmung – er war sowohl beschämt als auch gerührt, was vielleicht daran lag, dass er Snape noch nie so verletzlich gesehen hatte – und überlegte krampfhaft was er sagen sollte. Snape schien dies zu spüren.
„Sag nichts", gab er leise von sich. „Die Sache ist schon entwürdigend genug … dass gerade du mich so findest macht es nicht gerade angenehmer."
Lucius entgegnete nichts. Zu einem anderen Zeitpunkt hätte ihn dieser Satz sicher verärgert, doch im Moment konnte er Snape einfach nicht böse sein. Er ließ seinen Blick über dessen Nacken gleiten, seine Schulterblätter und die sanften Muskeln unter seiner weißen Haut und seufzte lautlos. Snape regte sich immer noch nicht.
„Wie konnte das passieren?", fragte Lucius, als er die Stille nicht mehr aushielt, und stieß sich von der Tür ab um im Zimmer auf und ab zu gehen.
„Ich war auf dem Weg von Hogwarts zu euch", antwortete Snape ohne jegliche Emotion in der Stimme. „Er hat mich abgefangen. Außerhalb von Malfoy Manor. Er und noch ein paar andere."
„Wer?", fragte Lucius behutsam.
„Rookwood, Goyle…"
„Tote Männer."
„Hör auf mit dem Unsinn, Lucius."
Lucius runzelte die Stirn. Ihm kam plötzlich ein Gedanke der ihn erschaudern ließ. Hatten sie Snape geschnappt als … ? Lucius wagte es nicht den Gedanken zu Ende zu führen. Die Vorstellung, dass er vielleicht gerade zu diesem Zeitpunkt mit Narzissa geschlafen hatte, war grauenhaft. „Wann … ist das passiert?", fragte er vorsichtig weiter. „Wann haben sie dich mitgenommen?"
Snape zuckte die Schultern. „Vor weniger als einer halben Stunde vielleicht. Und Macnair war bis vor einigen Minuten noch hier."
Lucius musste ein Stöhnen unterdrücken. Es war also noch schlimmer gewesen. Snape hatte vor ihm Malfoy Manor erreicht. Vermutlich war alles zur selben Zeit passiert. Er sah Narzissas schlanken Körper vor sich, ihre geröteten Wangen, die feuchten Lippen … und dann Snape wie er gefoltert und vergewaltigt wurde. Lucius wandte seinem Freund den Rücken zu, als er spürte wie ihm Hitze ins Gesicht stieg. Er hatte das nicht wissen können, und trotzdem fühlte er Scham und ein schlechtes Gewissen.
„Hast du … Schmerzen?" Als keine Antwort kam atmete Lucius tief durch. „Was hat er dir alles angetan?"
Snape blickte zum ersten Mal auf. „Du weißt es doch ganz genau, oder willst du es unbedingt aus meinem Mund hören?"
„Ich meine … abgesehen von …" Der Malfoy fuhr sich mit der Zunge nervös über die Lippen. „Um so weniger du mir erzählst umso angenehmer wird es für ihn wenn ich ihn umbringe. Das willst du doch nicht, oder?"
Snape schüttelte träge den Kopf. „Lass nur, Lucius, mach keinen unnötigen Ärger. Es hatte nichts mit den Todessern oder dir zu tun. Das war eine Sache zwischen ihm und mir."
„Das sehe ich anders", gab Lucius zornig zurück.
„Achja? Und wieso wenn ich fragen darf? Und Lucius würdest du bitte aufhören so herumzutigern, das macht mich wahnsinnig!"
Lucius blieb stehen. „Weil - weil er genau weiß, dass wir beide noch immer befreundet sind. Er wusste ganz genau, dass das nicht einfach so an mir vorbeigeht wenn er dich … Verdammt noch mal, stell dir vor er hätte das Narzissa angetan! Wie hättest du dann reagiert?"
„Ich hätte ihn umgebracht", sagte Snape ohne zu zögern.
„Da hast du es!" Lucius hob bestätigend die Hände. Dann trat er ohne jegliche Vorwarnung gegen einen in der Nähe befindlichen Stuhl. Snape zuckte zusammen und seufzte leise. „In meiner Zeit als Todesser ... hab ich ihn nur benutzt, darüber weißt du im Ungefähren Bescheid. Macnair war dazu sehr gut geeignet, weil er zum einen meine Neigungen teilte und zum andern … ebenso scharf auf dich war wie ich", sagte Snape freimütig und zuckte die Schultern. Lucius rollte nur mit den Augen. „Allerdings", fuhr der Tränkemeister fort, „war ich ihm immer überlegen und das zehrte an seinem Stolz, bis heute. Er hat auf so einen Moment nur gewartet. Er hat nur darauf gewartet mir das heimzuzahlen, indem er gegen meinen Willen bis zum Äußersten gegangen ist, was ich bei ihm niemals getan habe und hätte."
Lucius machte ein überraschtes und zugleich bedrücktes Gesicht. „Ihr habt nie … richtig … ich meine …"
„Ich bitte dich!" Snape hob eine Augenbraue. „Ich war verzweifelt, aber so verzweifelt auch wieder nicht. Es gibt genügend andere ausreichende Methoden, du bist mit einer Frau verheiratet die alles andere ist als fromm und frigide, ich muss dich darüber nicht aufklären oder?"
Lucius stutzte und senkte dann den Blick.
„Sieh einer an." Snape klang amüsiert. „Sag bloß es ist dir unangenehm mit mir über so was zu reden? Wirklich? Ist das so?"
„Das könnte daran liegen, dass du dir genügend andere ausreichende Methoden sicher mit mir vorstellst", gab Lucius patzig zurück.
Snape grinste süffisant.
„Großer Gott, Severus, ich finde dieses Thema ist gerade mehr als unangebracht."
„Lass mich das bitte selbst entscheiden, immerhin muss ich damit fertig werden."
„Ja und ich weiß was das bei dir heißt: Zähne zusammen beißen und so zu tun als ob dir das alles nichts ausmachen würde."
„Was erwartest du denn? Dass ich vor dir in Tränen ausbreche oder was?"
„Nein, das erwarte ich nicht, und ich bin dir dankbar, dass du das nicht tust, denn damit wäre ich fraglos überfordert." Lucius stemmte die Hände in die Hüften und lief erneut im Zimmer auf und ab. „Hat er Flüche angewendet?"
Snape nickte.
„Auch den Cruciatus? Das hat er nämlich behauptet."
„Unter anderem. Du hast mit ihm gesprochen?"
„Ja, und ihm ein blaues Auge verpasst. Und eine geschwollene Nase, ich hatte eigentlich vor sie zu brechen aber … nun ja", Lucius gestikulierte ratlos mit den Händen, „ich bin mit den Fäusten nicht so geübt wie mit dem Zauberstab." Er zuckte mit den Schultern und als er aufblickte sah er, dass Snape ihn anlächelte. Lucius senkte erneut den Blick und begann dann ein paar von Snapes Sachen vom Fußboden aufzusammeln. Er starrte sie für einige Augenblicke in seinen Händen an, als wüsste er nicht recht was er damit anstellen sollte. Dann reichte er sie Snape. „Zieh dich an", sagte er. „Und lass uns von hier verschwinden."
„Hast du einen Plan?", fragte Snape, als er sein Hemd über eine Schulter streifte.
„Nein."
„Hervorragend." Der Zaubertränkemeister erhob sich schwankend.
„Ich lass mir was einfallen sollte sich uns jemand in den Weg stellen."
„Zwei dutzend Todesser zum Beispiel."
„Verdammt noch mal denkst du wir gehen durch den Vordereingang?" Lucius schüttelte genervt den Kopf. „Ich bin in diesem Haus aufgewachsen, ich kenne jeden Winkel und somit jeden Geheimgang." Sein Blick fiel auf Snapes linke Bauchseite, auf der sich eine frische Narbe von den Rippen fast bis zum Hüftknochen zog. „Die Wunde ist gut verheilt", sagte er und strich mit dem Daumen vorsichtig darüber. Als er Snapes gequälten Blick bemerkte der auf seiner Hand ruhte, ließ er ihn wie von der Tarantel gestochen los.
Der Zaubertränkemeister verzog daraufhin fragend das Gesicht. „Rieche ich jetzt nach Macnair oder wie kommt es, dass du von mir plötzlich so angewidert bist?"
„Bin ich nicht. Ich dachte nur …"
Snape nahm Lucius Hand und legte sie wieder an seine Flanke, sodass sie die Narbe halb verdeckte. „Und selbst wenn sich Rookwood an mir vergangen hätte. Vor einer Berührung von dir würde es mir nie ekeln. Das solltest du eigentlich wissen." Sie sahen sich lange in die Augen und Lucius fuhr mit dem Daumen unbewusst immer wieder über die gerötete Haut. „Severus", sagte er leise. „Es tut mir Leid, dass er dir das angetan hat."
Snape schüttelte den Kopf. „Schon gut. Ich habe schlimmeres erlebt. Und die Tatsache, dass wir … uns in der Beziehung nicht völlig fremd waren, macht es … einigermaßen erträglich."
„Und du bist sicher, dass du keine Schmerzen-"
„Lass uns gehen", unterbrach ihn Snape.
Lucius kaute auf seiner Unterlippe herum. „Falls ich irgendetwas tun k-"
„Ja, Lucius", sagte Snape kühl, „das kannst du. Sei einfach still."
-#-
Mit angeekelter Mine klopfte er sich Staub und Spinnenweben von Kleidung und Haaren. Der Geheimgang, durch den er das Haus auf Lucius Anweisung verlassen hatte, war mit Sicherheit seit Jahrzehnten nicht mehr benutzt und erst recht nicht gereinigt worden. Und dass er jetzt mehr oder weniger in einem Strauch stand, der sich als Deckung direkt vor dem Ausgang befand, ließ seine Laune, die aus mehreren Gründen am Boden war, nicht unbedingt steigen.
Das Knacken eines Zweiges ließ ihn zusammenzucken. Er sah auf und blickte direkt in das grinsende Gesicht von Lucius. „Hab ich dich erschreckt?" fragte der Malfoy und schien diese Vorstellung sehr witzig zu finden. Snape zog eine Grimasse. „Nein", gab er einsilbig zurück und drückte Äste und Zweige auseinander um dem dichten Wirrwarr aus Blättern zu entkommen.
„Dann ist ja gut", sagte Lucius noch immer schmunzelnd und fischte ihm etwas aus dem Haar, von dem Snape gar nicht wissen wollte was es war. „Nur ein Blatt", beruhigte ihn Lucius als ob er seine Gedanken gelesen hatte. Er war, wenn man die Situation betrachtete in der sie sich befanden, sehr ruhig, fand Snape. „Was hast du den anderen denn erzählt?", fragte er mit gesenkter Stimme als sie sich durch den Garten hinterm Haus bewegten.
Sein Freund zuckte mit den Schultern. „Ich sagte, sie sollen mit dir anstellen was sie wollen."
„Wie reizend", sagte Snape sarkastisch.
„Aber dass sie dich am Leben lassen sollen, für den Fall, dass du uns vielleicht noch nützlich sein kannst."
„Verstehe. Und was sagst du ihnen wenn sie merken, dass ich verschwunden bin?"
„Eins nach dem anderen, Severus. Es war nicht meine Idee dich hierher zu verschleppen, somit hatte ich noch keine Gelegenheit mir einen grandiosen Plan auszudenken wie ich dich hier wieder heraushole. Also lass uns zusehen, dass wir erstmal verschwinden."
„Ich nehme an man kann von hier aus nicht disapparieren?" flüsterte Snape. Lucius schüttelte den Kopf. „Sicherheitsvorkehrungen. Wir müssen ein Stück in den Wald hinein", flüsterte er zurück und drehte sich zu ihm um. Plötzlich veränderte sich sein Gesichtsausdruck. Er richtete den Zauberstab auf Snape.
„Was-", begann Snape verwirrt, als er eine Stimme hinter sich vernahm.
„Wo wollt ihr zwei Hübschen denn so schnell hin?"
Snape drehte sich um. Rookwood stand ein paar Meter von ihnen entfernt, ein hässliches Grinsen in seinem vernarbten Gesicht. Sein Zauberstab war ebenfalls auf Snape gerichtet.
„Nicht so schnell, Augustus", sagte Lucius mahnend, „du willst mir meine Beute doch nicht vor der Nase wegschnappen, oder?"
„Beute?"
„Ganz recht. Ich war gerade dabei Snapes bedauernswertem Leben ein Ende zu setzen. Es wäre sicher schon passiert, wärst du nicht dazwischen geplatzt. Ich beginne langsam mich daran zu gewöhnen in allem was ich tue unterbrochen zu werden."
Rookwood warf einen Blick auf Snape, der vollkommen ruhig zwischen den beiden Todessern stand, und verzog das Gesicht. „Und wieso … seid ihr dann hier draußen? Wo er viel leichter fliehen kann?"
Lucius schürzte die Lippen. „Nicht jeder ist so ein Feigling wie du, der vor seinem Schicksal davonläuft wie ein winselnder Hund. Siehst du, ich bin ein Gentleman. Ich ziehe es vor mit einem ehrwürdigen Gegner, der Snape hier, wie ich zugeben muss, nun einmal ist, zu duellieren."
„Ich glaube dir nicht", sagte Rookwood kopfschüttelnd.
„Du glaubst mir nicht? Das überrascht mich nicht, immerhin hast du dir die Sinne mit den Weinvorräten meines Elternhauses vernebelt, nicht wahr? Wenn man es genau nimmt, bist du ein Dieb."
„Wenn das so ist: Bring ihn um, Lucius! Fahr fort, ich sehe dir gern dabei zu."
„Du bist so betrunken, dass du nicht einmal merkst, dass Walden hinter dir steht."
Rookwood wirbelte überrascht herum. In gleicher Bewegung bewegte Lucius seinen Zauberstab. „Avada Kedavra!"
Es verlief alles schnell und unspektakulär. Snape beobachtete wie Rookwood wie ein nasser Sack zu Boden kippte.
„Und außerdem", schloss Lucius, während er einen skeptischen Blick auf Rookwoods Leichnam warf, „Hast du mir keine Anweisungen zu geben." Er seufzte und schürzte die Lippen. „Es macht wirklich, wirklich wütend wenn er in diesem Ton mit mir redet! Nun … geredet hat. Und ich hasse Verzögerungen, du nicht auch?", fragte er und wandte sich an Snape. Der starrte ihn nur fassungslos an. „Bist du von Sinnen?"
Lucius seufzte. „Ich konnte ihn nie leiden", gab er entschuldigend zurück und wurde daraufhin von Snape an der Schulter gepackt. „Lucius! Weißt du was du da angerichtet hast?"
„Ja, wir sind ihn endlich los."
„Verdammt noch mal, wie willst du das denn den anderen erklären?"
„Wer sagt, dass ich es ihnen erklären will?"
Snape blickte Lucius eine Weile an als habe der den Verstand verloren, dann ließ er ihn los und rieb sich seufzend die Nasenwurzel.
„Ich hatte keine andere Wahl. Bei Rookwood kommt man mit Reden nicht sehr weit, weißt du? Es konnte nur einer von euch beiden weiterleben." Lucius zuckte die Schultern. „Ich hab mich für dich entschieden."
Snape legte den Kopf in den Nacken. Die Luft die aus seinem Mund wich verwandelte sich augenblicklich in Dampf und vernebelte die Sicht auf den klaren Sternenhimmel.
„Dein Dank … wärmt mich bis ins Herz", sagte Lucius sarkastisch.
Gegen seinen Willen musste Snape schmunzeln. Dann seufzte er. „Halt die Klappe und richte deinen Zauberstab auf mich."
„Und … wozu wenn ich fragen darf?"
„Es ist möglich, dass wir vom Haus aus beobachtet werden, also wäre es nicht schlecht wenn es den Anschein erwecken würde, du hättest wirklich vor mich zu töten."
Lucius hob den Arm. „Ich werde daneben zielen."
„Nein wirst du nicht." Snape schüttelte den Kopf. „Du zielst auf mich, hast du das verstanden? Ich werde den Fluch abwehren."
„Damit sollte man nicht scherzen, Severus."
„Ich scherze nicht, ich versuche dein Leben zu retten, falls das hier rauskommt."
„Moment mal, darf ich dich daran erinnern, wer dir gerade den Hals gerett-" Ein Fluch traf Lucius an der Schulter.
„Mach schon", knurrte Snape. Aus seinem Zauberstab quoll eine kleine bläuliche Dampfwolke.
„Wie du willst!" Er hatte seinen Satz kaum beendet als schon ein Fluch aus der Spitze seines Zauberstabs schoss. Snape wehrte ihn mit einer lässigen Bewegung seines Zauberstabs ab und grinste. „Mehr hast du nicht zu bieten?" Doch schon im nächsten Moment wurde er von einem grellen Licht geblendet und zu Boden geschleudert. Lucius war im Nu über ihm. „Hab ich dich", sagte er süffisant und bohrte ihm seinen Zauberstab in die Kehle. „Du bist nicht ganz bei der Sache, mein Freund."
Snape hustete und verzog das Gesicht. „Meine Narbe ist zwar sehr gut verheilt, aber immer noch empfindlich."
„Oh, verzeih", schnarrte Lucius und rutschte auf seinen Schoss.
„Schon – besser", sagte Snape stockend und ließ seinen Blick flüchtig über Lucius Körper schweifen. Dann grinste er. „Wirklich nicht schlecht. Das gefällt mir!"
Lucius nickte. „Dachte ich mir. Na was ist, Severus. Ist das hier eine Übung für den Ernstfall? Eine Generalprobe sozusagen? Ein kleiner Vorgeschmack darauf wie es sein wird wenn wir beide mal ernsthaft aufeinander losgehen?"
„Ich hoffe nicht", antwortete Snape. „Obwohl ich ja schon öfter erwähnt habe, dass dir mir diese Art zu Sterben die liebste wäre."
„Von mir getötet zu werden?"
Snape schüttelte den Kopf. „Unter dir." Er grinste flüchtig, wurde aber schnell wieder ernst. „Ich flüchte in den Wald. Du folgst mir!"
„Klingt nach Abenteuer", grinste Lucius, „vorausgesetzt du kommst überhaupt von mir weg."
„Ich denke schon. Und Lucius, es tut mir Leid."
„Was denn?"
„Impedimenta!" Lucius erstarrte auf der Stelle, weshalb Snape ihn mühelos von sich schieben konnte. Er feuerte noch einen provisorischen Fluch in die Luft und rannte dann in den nahe liegenden Wald. Als die Luft in seinen Lungen knapper wurde blieb er stehen und wartete bis Lucius ihn eingeholt hatte.
„Entschuldigung nicht angenommen", sagte der Malfoy atemlos und lehnte sich an einen Baum. Sein Gesicht spiegelte jedoch keine Verärgerung wieder, im Gegenteil. Etwas Abenteuerlustiges glänzte in seinen Augen. „Du scheinst großen Spaß zu haben", bemerkte Snape.
„Warum auch nicht", gab Lucius lächelnd zurück und zwinkerte. „Das ist doch wie in alten Zeiten Sev, oder nicht? Wir sind hervorragende Schauspieler."
„Natürlich sind wir das, immerhin spielen wir der Welt ständig etwas vor."
Lucius deutete etwas an das wie eine Mischung aus einem Nicken und einem Schulterzucken aussah und blickte sich dann im Wald um. „Und wo ist die holde Junger, die auf unsere Rettung wartet?"
„Es gibt keine." Snape breitete theatralisch die Arme aus. „Du hast mich gerettet."
„Nur einen alten, griesgrämigen Zaubertränkelehrer?", fragte Lucius grinsend und tippte Snape mit der Spitze seines Zauberstabs in die Seite.
„Nur mich, und an mir ist auch … gar nichts Jungfräuliches. Vor allem nicht seit heute", murmelte er. „Kannst mich ja wieder zurückbringen wenn ich dir nicht passe."
Der Malfoy zuckte mit den Schultern. „Man nimmt, was man kriegt."
„Sehr charmant. Und jetzt lass uns disapparieren. Rookwood willst du wirklich da liegen lassen?"
„Ich kann mir eine attraktivere Dekoration für meinen Garten vorstellen als Rookwoods Leiche, danke." Es ertönte ein lautes PLOP und Lucius war verschwunden.
Ein Fuchs, der mit leisen Pfoten die Lichtung erreicht hatte, zuckte heftig zusammen als sich nun auch Snape mit einem Knall in Luft auflöste, nahm dann aber mit schnuppernder Nase seinen nächtlichen Beutegang wieder auf.
A/N:Jahaaa, das ist der Fuchs aus Band 6 den Bella killt, aber in meiner Story LEBT ER WEITER! Ich bin der Gegenpol zu Joanne, alle die sie sterben lässt, bleiben bei mir am Leben #lol#
Bevor Beschwerden aufkommen, dass Snape seine Vergewaltigung sehr locker aufnimmt: 1. es ist Snape! (sagt eigentlich schon alles), 2. in seiner Todesserzeit haben er und Macnair sich regelmäßig einen runtergeholt, ums jetzt mal ganz deutlich auszudrücken, 3. das Thema wird nicht sofort untern Tisch gekehrt, ihr wisst ja nun langsam, dass aufeinander folgende Kapitel bei mir manchmal unmittelbar aneinander anschließen
