Tut mir Leid dass ich so lange nichts geupdatet habe, aber ich habe diese Fanfiction total aus den Augen verloren. Dabei ist sie vollständig und abgeschlossen auf meiner Festplatte. Es sind insgesamt 24 Kapitel, also haben wir nach diesem Kapitel, noch 4 vor uns.
Habt ein wenig Geduld. Wenn ich wieder vergessen sollte das nächste Kapitel nächste Woche online zu stellen, dann zögert nicht mir gehörig auf die Füße zu treten.
LG ChibiShiina
Kapitel 20
kutsujoku - Sklavengeist
Die gelben Augen blitzten vor höhnischer Überlegenheit gegenüber dem unwissenden und dummen Opfer das dort in seinem armseligen Sand stand und versuchte ihn sich vom Leibe zu halten. Ein triumpfhales Knurren verließ seine Kehle und in heller Vorfreude schoss er durch den Sandnebel hindurch. Die Krallen und Pfoten klickten über den Boden und deuteten das Ticken einer Todesuhr an, die Haru galt. Dieser riss seine Augen weit auf, seine Irise zogen sich zusammen, versuchten sich hinter dem weiß zu verstecken, aber dies war unmöglich...
„Nein... hör zu... warte...!" schrie er wie von Sinnen und in heller nackter Panik auf. Seine Arme streckten sich vor, die Handflächen deuteten auf den Wolf dessen Maul sich immer weiter öffnete. Geifer tropfte auf den Boden und verschmutzte sein Fell. Die Zähne blitzten gefährlich wie seine Augen die nur noch Haru fixierten. Seine Pfoten glitten über den Sand als wäre er Boden und die Sandboas versuchten ihn zu ergreifen, aber sie hatten nicht die nötige Geschwindigkeit.
Noch ein letztes Mal klickten die Pfoten auf den Boden und deuteten auf die scharfen, bereits weit ausgefahrenen Krallen an. Mit einem einzigen Anspannen seiner Hinterläufe erhob sich der Wolf in die Luft und schwebte beinahe über den sich gerade erst aufrichtenden Wall aus Sand hinweg. Elegant, zielsicher, ein Tier das seinen Instinkten vertraute und ihnen bedingungslosen Gehorsam entgegen brachte und reich dafür belohnt wurde.
Dies dauerte nicht einmal ganze zwanzig Sekunden...
„NEEEEEIIIIN!!" schrie Haru hilflos, es war zu spät um noch auszuweichen. Erst jetzt hatte er erkannt dass sein Sand wirkungslos gegenüber dem Wolf war.
Die volle Wucht von ein paar Mehlsäcken traf seinen Oberkörper und die messerscharfen Krallen drangen durch seine Haut hindurch und bohrten sich tief in sie hinein.
Mit einem lauten Schmerzensschrei riss er beide Arme schützend vor sein Gesicht während er rückwärts zu Boden fiel. Ein zufriedenes Knurren erfüllte die Luft als der Wolf hastig nach seinem Opfer schnappte und seine Zähne endlich in das rohe Fleisch hinein trieb. Haru, der bereits am Boden lag, versuchte noch seine Arme aus der Bahn zu lenken und statt dessen seine Flanken fest zu halten damit er ihn sich von seinem Gesicht fernhalten konnte, doch es war bereits zu spät. Tief hatten die Zähne sich in das Fleisch des Oberarms hineingebohrt und Blut vermischte sich mit dem Geifer des Wolfes. Der wirbelnde Sand verlor erneut die Konzentration des Magister Magiers und fiel nach und nach wieder zu Boden.
Haru war im ersten Augenblick unfähig auch nur eine einzige Gegenwehr zu leisten, statt dessen reagierte sein Körper unkontrolliert und unkoordiniert auf den über ihn hereinbrechende Schmerz, nämlich mit einem lang gezogenen, schmerzerfüllten Schrei der das Schloß erneut zum Beben brachte. Der Wolf stieß ein wohliges Knurren aus und biss noch fester zu während seine Krallen sich in den Oberkörper und die Schenkel seines Opfers hineingruben und ihn auf die Erde festnagelten.
„DUU... DUU ELENDE MISSGEBURT... LASS MICH LOOOSS!" schrie Haru wie dem Wahnsinn nahe und mit einer viel zu hektischen Stimme dessen Tonlage sich radikal geändert hatte.
„DU sollst loslassen!! Du machst diesen nützlichen Körper kaputt du elendes Mistvieh!! Die ganze Energie die ich aufbringen muss um ihn wieder in Stand zu setzen...!!" schrie nun eine dunkle, kehligere Stimme empört aus Haru hervor. Der Wolf jedoch blickte nur auf sein Opfer herab und begann seinen Kopf hin und her zu bewegen. Er schüttelte ihn um die Zähne noch tiefer in den Knochen hinein zu treiben um sie zu brechen. Ein erstes Stück abzubrechen... es würde ein Hochgenuss werden. Der Geruch des frischen Blutes stieg ihm in die Nase und erfüllte seine gesamte Denkweise.
Haru wandte und schrie unter dem massigen Körper des Wolfes, aber untätig blieb das, was zu der Stimme gehörte in ihm nicht. Langsam schien etwas auch über Haru die Oberhand zu gewinnen, etwas das sein Überleben anscheinend sichern sollte.
Der Körper hörte auf sich unkontrolliert unter dem Wolf hin und her zu winden und das weiss in den Augen verfärbte sich Rot als Haru seinen Blick auf den Wolf richtete.
„Du elendes Mistvieh. So etwas ist mir noch niemals untergekommen...warte du... dich werde ich lehren dich mit einem mächtigen Magister Magier anzulegen!!!" schrie er mit der rauen, kehligen Stimme eines alten Mannes. Verzerrt und unwirklich schien diese Stimme... sie gehörte zu Haru und gehörte auch nicht zu ihm. Es war ein Teil von ihm und doch etwas eigenständiges, Lebendiges, das ohne Haru nicht überleben konnte...
„Es hat so lange gedauert diesen perfekten Körper zu finden, du wirst mir nicht in meine Pläne hineinfunken!!" und mit diesen Worten streckte der den noch unbeschadeten Arm aus und der Sand, der bis zu diesem Zeitpunkt unscheinbar am Boden lag, begann sich langsam wieder in die Lüfte zu erheben.
Doch der Sand zögerte jetzt keine einzige Sekunde mehr. Sofort schoss er in einer einzigen Windböe auf den Wolf zu und hüllte ihn nach und nach ein, wollte ihn ersticken, wollte seine Schnauze verstopfen, wollte seine Augen blenden und ihn langsam und qualvoll töten...
Der Wolf stieß ein ärgerliches Knurren hervor, doch er ließ den Arm nicht los. Sein Bluthunger war geweckt, er würde nicht mehr loslassen...
„Ich werde dich zerquetschen wie eine Fliege... von dir wird nichts übrig bleiben als ein Haufen weicher, roter Matsch!" schrie die verzerrte Stimme aus Harus Mund und ein kehliges Lachen erfüllte den Raum.
Der Wolf bemerkte dass Haru seinen Kopf nach hinten hinaus streckte und seinen Hals wie eine Einladungskarte offen präsentierte. Der Bluthunger in ihm sagte ihm dass es dort noch viel schmackhafter war und das Opfer schneller getötet werden würde... sofort riss er sich von dem Arm los und noch bevor der Sand auch seinen Kopf entgültig einhüllen konnte, stieß er blitzschnell vor und schlug seine noch blutigen Zähne in den Hals seines Opfers...
Ein Schmerzensschrei der sofort wieder verstummte, erfüllte kurz den Raum und nur noch Platz für einen gurgelnden Laut gab. Der Wolf spürte wie die Zuckungen, die bis vor kurzem noch den Körper unter ihm erbeben ließ, langsam abebbte. Der Sand um den Wolf herum fiel mit einem einzigen einheitlichen Geräusch zu Boden.
„Duuuu ... du elender Wolf, du hast meinen Körper zerstört! Dafür wirst du sterben...!!" schrie die verzerrte Stimme ohne dass sich die Lippen Harus noch bewegten. Der Körper zuckte unter ihm, ruckartig, unkoordiniert.
Der Wolf stieß ein knurren hervor als sich etwas Schwarzes aus dem Mund Harus herausbewegte, mühselig, schwerfällig und voller Hass.
Die Wolfsaugen glitten empor und erblickten nun die schwarze Materie die schon so lange Besitz vom Körper Harus ergriffen hatte, das sie beinahe schon erlahmt war ohne Körper auszukommen.
Etwas waberndes, unförmiges, Körperloses glitt nun knapp über Harus leblosen Körper und schwebte drüber hinweg. Das einzige was sich aus dieser konturlosen Masse hervorhob waren die roten, wabernden, stechenden Augen, die den Wolf hasserfüllt fixierten.
Der Wolf entließ langsam seine Zähne aus dem Hals Harus und seine Ohren zuckten unruhig. Ohne etwas dagegen tun zu können klemmte sich der Schwanz zwischen seine Hinterbeine und er fletschte die blutigen Zähne.
Die schwarze Materie die mit lidlosen roten Augen hinab starrte, hüllte nun den Körper Harus komplett in schwarze Materie ein und regenerierte ihn.
Eigentlich wäre es vorteilhafter einen neuen Körper zu suchen, aber ihm gefiel diese wehrlose Person ohne Rückrad oder Gegenwehr. Sie hatte sich ihm hingegeben ohne jeglichen Widerstand oder Bedingungen zu stellen. Es hatte keinen Kampf um die Seele gegeben, er hatte sie einfach gefessen...
„Und nun zu dir du elender Bettvorleger!!" schrie die Stimme grell vor Hass und der Wolf jauelte unter dem dröhnenden Donnergrollen, den die Wände des Schlosses wiedergaben.
Die schwarze Materie umklammerte den Wolf und hoben ihn vom Körper Harus auf, so wie ein kleines Kind sein Spielzeug vom Boden aufhob, mühelos, ohne besondere Kraftaufwendung.
Der Wolf jauelte erneut auf und ein kehliges Knurren verließ sein Maul während er den Halt unter den Pfoten verlor. Wild begann er zu zappeln und zu strampeln und die grelle gelbe Aura pulsierte um den Wolf herum.
„Was ist das?" schrie die schwarze Materie empört und ein hoher Ton der sich mit dem quietschen einer Tafel verband, erfüllte den Raum ehe der Wolf aus seiner Lage befreit wurde und auf allen vieren neben Haru auf dem Boden landete.
Knurrend stellte er sich auf, fuhr die Krallen wieder aus, legte den Kopf leicht nach unten und die Ohren an.
Die gelbe Aura spiegelte sich in seinen wild zuckenden Augen wider und wuchs ins Unermessliche.
„NEEEINN... das kann nicht sein... du kannst das einfach nicht... das ist unmöglich! Die habe ich doch alle ausgeschaltete die diese Gabe haben... woher kannst du das?!" schrie die schwarze Materie und entließ Harus Körper aus seiner Genesung. Er spürte dass er die volle Kraft seines Selbst benötigt wenn er den Kampf gegen diesen alles andere als normalen Wolf gewinnen wollte.
Die gelbe Aura erhob sich und wuchs immer mehr über den Körper des Wolfes hinaus. Dieser legte den Kopf in den Nacken und ließ ein dröhnendes Heulen verlauten. Angespannt, tödlich und unbändig. Dann begannen seine Pfoten und Beine zu vibrieren und unter seinem Gewicht zu zittern. Die gelbe Aura verließ den Körper des Wolfes und erhob sich von ihm. Ein Winseln und jaueln erfüllte die Luft, voller Angst und Schmerz. Die Augen des Wolfes waren verdreht, nur noch das Gelbe war zu sehen als er ein letztes Mal seinen Kopf empor reckte und ein klägliches Jaueln verlauten ließ. Erst dann stürzte der leblose Körper zu Boden und nur noch das leichte Zucken des Schwanzes verriet einen letzten Rest Leben in diesem Körper.
Die gelbe Aura schwebte nun direkt über dem Wolf und nahm langsam die Gesichtszüge Ryogas an, die sich mit dem eines Wolfes vermischten.
Ein geiferndes Knurren war wieder zu hören, doch dieses Mal klang es verzerrt, wie aus einer anderen Welt, ganz weit weg... Noch ein langgezogenes Heulen verließ die nicht vorhandene Kehle des gelben, ebenfalls Körperlosen Wesens, die die Grundzüge eines Wolfes immitierten ehe sie hinüber zur schwarzen Materie schwebte und sich auf sie stürzte...
„Nein... NEIN... NEEEEIN!!" schrie diese verzerrte, gellende Stimme die das ganze Schloß zum Beben brachte. Die Freunde an der Wand, die bisher nur Stumm dagesesessen hatten, schrien vor Angst und in blanker Panik auf und mussten sich die Ohren zuhalten.
Mahlende Kaugeräusche erfüllten die Luft und vermischten sich mit dem Sirenengebrüll das die schwarze Materie in Todesangst ausstieß. Doch die Laute wurden langsam immer schwächer und schwächer bis sie beinahe gänzlich verschwanden.
Als die Freunde sich getrauten wieder auf zu blicken sahen sie wie die gelbe Aura mit dem angedeuteten Wolfskörper gerade dabei war die letzten Reste der schwarzen Materie zu verspeisen.
Kaum war der Hunger der gelben Aura gestillt riss sie ihren Wolfskopf herum und stieß ein lang gezogenes triumpfahles Geheul aus. Ganz langsam glitt sie zum Boden zurück und wurde wieder eins mit dem Wolfskörper.
Doch noch während das Heulen der gelben Wolfsaura anhielt löste sich etwas kleines, ganz kleines und strahlend weisses aus dem gelben angedeuteten Maul des Wolfes. Es war so klein dass ein einziger Heuler genügte um ihn von der gelben Aura zu trennen. Nur für einen winzigen Moment schwebte es unschlüssig und anscheinend zögerlich knapp über dem Boden. Es zitterte und vibrierte, anscheinend hatte diese Körperlose Kontur Angst... leises Pochen war zu hören, wie von einem Herzschlag, einem kleinen Herzen dass schon lange keine Wärme mehr empfunden hatte und unter der Last der schwarzen Materie sehr gelitten hatte.
Dies weisse konturlose Wesen glitt zu Harus Körper hinüber, kaum dass es ihn entdeckt hatte. Wie um zu prüfen oder etwas zu kontrollieren, schwebte es knapp über dem leblosen Körper. Blutspuren an der Kleidung war das einzige was noch auf den harten Kampf mit dem Wolf hin deutete.
Der Mund war leicht geöffnet, die schwarze Materie hatte es als ausstieg benutzt... die weisse konturlose Masse benutzte es nun als einstieg. Langsam vermischte es sich wieder mit dem ursprünglichen Körper der wieder ganz ihm gehört...
Still war es geworden nach diesem harten und langen Kampf den sich der Wolf und Haru geliefert hatten. Das weisse, gleichmäßig pulsierende Licht war schon lange wieder eins geworden mit Haru. Der Rabe, der nun vom Bann der schwarzen Materie erlöst war und es nicht mehr für nötig erachtete weiter zu fliegen, flatterte noch kurz mit den Flügeln und das Schloß begann sich herab zu senken. Dann hörte man ein dumpfes Geräusch und das Schloß vibrierte kurz als es auf die Erde aufkam und endlich still stand, wie es sich für ein normales Schloß gehörte.
Akane schrie in Panik auf und hielt sich die Ohren zu. Putz rieselte von der Decke und der Rabe gurrte erschöpft während er die Flügel zu sich zog und mit den Flügeln unheimlich über die Mauern ratschte. Mousse löste gerade sein Rettungsseil von Akanes Körper als Shampoo auf seinem Schoss erwachte und ermattet empor blickte.
„Was... was passiert seien?" flüsterte sie und Mousse, der hastig das Seil in seinem heilen Ärmel verstaute, blickte hinab.
„Shhh...
Still jetzt seien... alles in Ordnung... alles vorbei... du ruhen
dich aus, ich bei dir seien..." flüsterte er lächelnd und
blinzelte unter seiner Brille erstaunt hervor. Im nächsten Moment
zuckte er zurück, die Alarmglocken läuteten in seinem Inneren.
Normalerweise würde er für solche Vertraulichkeiten gleich eine
gelangt bekommen, aber Shampoo war entweder gar nicht aufgefallen
dass es Mousse war der sich um sie kümmerte oder es ging ihr noch
immer sehr schlecht. Denn sie drehte sich nur auf seinem Schoß etwas
herum und schmiegte ihren Kopf gegen seine Brust was Mousse mit einem
wohligen Laut quittierte.
Etwas zögerlich blickte er zu Ranma,
Akane und Ukyo herüber, aber letztere war noch immer nicht erwacht
und die anderen beiden fixierten ihre Blicke auf den Wolf, der einst
Ryoga gewesen war und Haru, der seine Seele zurückerhalten hatte.
„Was...
Ranma... was ist hier passiert?" flüsterte Akane ehrfürchtig
und nahm ihre Hände von den Ohren während ihr die Beine den Dienst
versagten. „Ist... ist das da vorn noch Ryoga, oder was ist das was
dort gerade gegen dieses schwarze Ding gekämpft hat?" fragte
sie weiter und Ranmas Körper zuckte etwas zusammen.
Er biss die
Zähne aufeinander und blickte zu Ukyo herab, deren Kopf auf seinem
Schoß lag und sah Akane danach in die fragenden Augen.
„Akane...
das dort ist ein Wolf mit überdurchschnittlicher Kraft und einer
Macht die der unseren völlig in den Schatten stellt... aber ... aber
es ist nicht Ryoga der da vorn auf dem Boden liegt. Ich spüre nichts
mehr von Ryoga... es gibt ihn nicht mehr..."
Akanes Augen
weiteten sich bei dieser Ansage und ihr erster Blick riss herum und
zu Ryoga herüber.
„Aber...
wo ist dann Ryoga geblieben? Er kann doch nicht einfach verschwunden
sein...! Wir müssen ihm helfen!" schrie sie aufgebracht und mit
zittriger Stimme erhob sie sich. Er war einer ihrer besten Freunde
und sie wollte sich nicht damit zufrieden geben dass da vorn nicht
Ryoga in Wolfsgestalt lag, sondern ein Wolf mit aussergewöhnlichen
Kräften. Sie begann in seine Richtung zu laufen, aber es war Ranma,
der sie am Rockzipfel festhielt und vom weiteren gehen abhielt.
Ihr
Kopf schwenkte wieder herum zu Ranma der bedauernt zu ihr herüber
blickte und ein Kopfschütteln wahrnahm.
„Du
weisst nicht was das ist...geh nicht an den Wolf heran."
Akanes
Blick weitete sich. Wollte Ranma damit etwa sagen das Ryoga
gefährlich sein könnte in dieser Gestalt? Ihre Beine gaben bei
dieser Schlussfolgerung wieder unter ihrem Gewicht nach. „Aber
irgendetwas müssen wir doch tun... das kann doch nicht dein Ernst
sein das Ryoga weg ist!" sie erhob sich etwas und rutschte auf
den Knien näher an Ranma heran, packte ihn am Kragen und schüttelte
ihn durch. Tränen rannen ihr an den Wangen entlang und ein hilfloses
Zittern hatte ihren Körper ergriffen.
„Bitte, tu etwas...! Es gibt doch bestimmt irgendeine Möglichkeit! Bitte, du kannst ihm doch nicht einfach seinem Schicksal überlassen und sagen das Ryoga verschwunden ist! Bitte, sag was sollen wir tun? Wie sollen wir das jemals Ukyo sagen? WIE?? Sie liebt ihn... sie würde alles tun... bitte, das darf doch nicht so enden!!!" schrie sie ihm verzeifelt ins Gesicht hinein während Ranma besonnen beide Arme vor streckte und sie bei den Schultern griff. Mit einem heftigen Schluchzer warf sie sich Ranma um den Hals und vergrub ihr Gesicht in seine Schulter. Etwas unbeholfen Schlang er beide Arme um sie herum und strich ihr beruhigend über den Rücken.
„Shh... ganz ruhig Akane..." flüsterte er sanft, „Vielleicht gibt es ja eine Möglichkeit ihn wieder zurück zu holen, aber im Moment sehe ich keine... es tut mir Leid aber ich bin leider keine Hexe oder Zauberer oder dergleichen...!"
„Wer ist hier eine Hexe?" polterte es auf einmal hinter seinem Rücken, doch ehe er sich umdrehen konnte um nach zu sehen wer sich da an ihn rangeschlichen hatte, spürte er einen Harten Schlag in den Nacken hinein auf dass er Sterne sah.
„Cologne...!" begann Akane die sich von Ranma löste und schnell ihre Tränen wegwischte. Sie wollte nicht als Heulsuse dastehen.
„Habe
ichs mir doch gedacht dass ich euch alle hier finde... bei diesem
ganzen Chaos und dem Lärm hab ich ständig den Weg verloren und
musste durch ziemlich viele Küchen hindurch... aber anscheinend habe
ich das Wichtigste verpasst...!" beendete sie ihre kleine
Ansprache und ließ ihren Blick schweifen.
Ihre Augen verengten
sich als sie zu Haru und den Wolf herüber starrte. Beide rührten
sich nicht aber sie wusste dass keiner von beiden Tod war.
„Ryoga hat also seine wahre Identität gefunden... erstaunlich, normalerweise erreichen die meisten seiner Abstammung diesen Status nicht einmal als alte, erfahrene Kämpfer... haach ich bin so dumm gewesen..." murmelte sie und sprang etwas entnervt auf ihren Stock hinauf.
„Wie...
was ... was meinst du damit?" fragte nun Akane und die anderen
blickten ebenfalls auf.
Cologne seufzte ergeben und blickte zum
Ryoga-Wolf herüber ehe sie begann: "Es gab einst einen Stamm,
der Stamm der Ryouga, der mit einem befeindeten Stamm Sógi im Krieg
lag. Um zu gewinnen gingen die Stammesstärksten einen Packt mit
einem Dämon ein... einem Wolfsdämon. Sie verwandelten sich wenn der
Hass, der Schmerz die Wut oder Angst zu groß wurde für ihr Herz in
einen Wolf der alles verschlang und tötete was ihm in den Weg kam.
Auch Materien und Zauberkünste... Der Nachteil bei diesem Packt war
dass der Wolf auch seine eigenen Stammesanhänger nicht mehr
wiedererkannte und wirklich wahllos alles töteten. Auch konnte ein
Mensch, der zu einem Wolf geworden war nicht mehr in seine
menschliche Gestalt zurückkehren. Der Dämon hatte die Kontrolle
dann über den Menschen in Wolfsgestalt und machte aus ihn einen
vollständigen Wolf. Über die Jahre hinweg gewann der Stamm der
Ryouga den Kampf gegen die Sógi aber die verwandelten Wölfe waren
nun auch eine Gefahr für den Stamm der Ryouga. Sie wurden verfolgt,
gejagt und getötet sobald man einen fand. Doch wie es scheint gab es
doch einige Wölfe die überlebt haben. Irgendeiner muss es dann
letztendlich doch geschafft haben seine menschliche Gestalt zurück
zu erkämpft und so Nachkommen gezeugt hat... Ryoga ist ein
entfernter Nachkomme eines der Krieger vom Stamme der Ryouga... aber
um deine Frage gleich im Keim zu ersticken Akane..." ,wandte
Cologne ein als sie sah wie Akane Luft holte, „Iich weiss nicht wie
ein Wolf wieder ein Mensch werden kann... dazu bin ich zu machtlos
und unerfahren. Aber es ist wirklich erstaunlich wozu dieser Junge in
der Lage gewesen ist. Ich hätte ihn nur nicht noch ermuntern dürfen,
aber selbst mir unterlaufen zuweilen Fehler die unverzeihlich
sind...", murmelte sie und senkte bedauernd den Kopf.
„Dann... dann ... muss Ryoga für immer..." begann Akane und Cologne nickte stumm während Ranma die Zähne aufeinander biss und versuchte seine eigene Traurigkeit im angesicht dieser Tragödie zurück zu halten.
„Sehen wir es von der guten Seite." Cologne hob den Kopf und ein schwaches Lächeln glitt über ihren Mund. „Er hat ganz Nerima und vermutlich auch ganz Japan, sowie auch China vor einer großen Katastrophe bewahrt. Der Magister Magier ist verschwunden, der Wolfsdämon hat ihn gefressen und ein wahrlich großes Mahl an ihm gehabt. Wenigstens brauchen wir so keine Angst vor ihm zu haben, im Moment jedenfalls nicht." beendete Cologne ihre Tragische Erzählung als sie sah wie der Wolf unkontrolliert begann mit den Hinterläufen wild in der Luft zu zucken...
Fortsetzung folgt…
