A/N HeyHo...na super, jetzt hat Fanfic auch noch Probleme mit meinem Worddoc, na ja, egal, ich schaffe es auch so ... :) Dank an: kurai91, Trory, nicolemalfoy160178, LittleWhisper und Polarkatze...HEAGDL und danke, dass ihr nicht aufgehört habt, meine Story weiter mitzuverfolgen ;) R&R
Einundzwanzig
Lächelnd schloss Hermine die Haustür auf. Es war spät geworden. Um Elf hatte sie sich von Harry auf den Weg gemacht und jetzt war es beinahe Zwölf, was daran lag, dass sie zu Fuß gegangen war. Harry hatte, genauso wie Fred das Thema gemieden, kaum wusste er, was vorgefallen war.
Hermine schlüpfte aus ihrer leichten Jacke, hängte sie an die Garderobe und legte den Schlüssel auf die Ablage.
„Krummbein?", rief sie fragend, während sie das Licht anmachte und blinzelte.
„Hermine, da bist du ja endlich", sagte eine leise Stimme und sie wirbelte herum, stieß die Luft aus, als sie erkannte, wer hinter ihr gestanden hatte.
„Was machst du hier?", fragte sie ihn und hob eine Augenbraue.
„Auf dich warten", entgegnete ihr Draco und lehnte sich gegen die Wand, ohne sie dabei aus den Augen zu lassen.
„Das ist mir schon klar, aber wie kommst du in mein Haus und wo ist Krummbein?"
„Ich habe keine Ahnung, wo dein Kater ist, aber die Frage, wie ich in dein Haus komme, kannst du dir auch selber beantworten."
„Ich muss unbedingt einen Schutzzauber über dieses Haus sprechen, es kann nicht sein, dass sich jeder das Recht nimmt und einfach kommt, wann ihm die Nase danach steht."
„Weasley weiß, was mit dir passiert ist." Hermine warf ihm einen Blick zu.
„Mag sein."
„Es ist so, Hermine und ich fühle mich ehrlich gesagt ein wenig hintergangen, immerhin habe ich dir geholfen."
„Du hast mir ... du hast mir geholfen", seufzte sie, lächelte ihn an und bedeutete ihm dann, ihr zu folgen. „Willst du was trinken?", fragte sie ihn, kaum hatte er sich auf einen der Stühle in ihrer Küche niedergelassen.
„Ein Glas Wasser, wenn du hast." Sie nickte, holte aus dem Schrank zwei Gläser heraus und stellte sie, zusammen mit einer Wasserfalsche auf den Tisch, bevor sie sich ebenfalls an ihm niederließ.
„Also,
Hermine, was ist mit dir passiert?"
„Warum interessiert es dich so sehr?", fragte sie zurück und ließ ihr Glas
kreisen, ehe sie innehielt und ihr und Draco etwas eingoss.
„Es interessiert mich eben, es interessiert mich, damit ich weiß, was mit dir passiert ist und wen ich dafür verantwortlich machen kann."
„Du
brauchst immer jemanden, dem du die Schuld geben kannst, nicht wahr, Draco?"
„Hermine."
„Ja?"
„Was ist passiert?" Sie nahm einen Schluck aus ihrem Glas.
„Nichts." Er schnaubte.
„Natürlich."
„Draco, wirklich."
„Ich kann es nicht verstehen, dass du ihm es erzählt hast, wo ich derjenige war, der dir --", er verstummte ruckartig, Hermine lächelte und nahm über den Tisch hinweg seine Hand. Draco sah ihre Hand an und dann ihr Gesicht.
„Bist du etwa eifersüchtig?"
„Auf einen Weasley?" Hermine zuckte mit den Schultern. „Du musst es mir nicht erzählen, ich kann auch zu ihm gehen, er wird es mir auf jeden Fall erzählen."
„Wieso
sollte er das tun?"
„Das willst du nicht wissen, Hermine."
„Hör auf, Draco. Ich kann immer noch nicht verstehen, wieso du dir so viel Mühe um mich machst." Er stand auf, umrundete den Tisch und ging vor Hermine in die Hocke, nahm ihre Hände und umschloss sie mit seinen. Hermine blickte auf ihn hinunter, ein komisches Gefühl in ihrer Magengegend.
„Kann es nicht vielleicht einfach sein, dass ich dich mag? Dass ich mich dafür interessiere, ob es dir gut geht?"
„Es kann sein, natürlich, aber es passt einfach nicht zu dir." Draco seufzte.
„So vieles scheint nicht zu mir zu passen, aber du denkst auch nicht daran, dass ich mich wirklich verändert haben könnte." Mit diesen Worten stand er auf, beugte sich zu Hermine hinunter und gab ihr einen leichten Kuss auf den Mund. Es war viel zu schnell passiert, als dass sie hätte zurückzucken können und als er sich wieder aufrichtete, lag blanker Unglaube in ihren Augen.
„Warum hast du das gemacht?"
„Tja, das bleibt deine Aufgabe es herauszufinden."
„Draco, wo gehst du hin?", fragte Hermine, stand auf und packte ihn am Handgelenk.
„Weg?"
„Warum?"
„Wieso nicht?" Hermine zögerte, sie wusste, dass es sich komisch anhören würde, wenn sie es jetzt sagte.
„Kannst du ... kannst du nicht heute ... kannst du nicht hierbleiben?"
„Hierbleiben?"
„Ja."
„Hier
bei dir?"
„Ja, verdammt noch mal, ist das denn so schwer zu verstehen?" Er legte den Kopf
schief.
„Ich kann dir nicht versprechen, dass ich mich zurückhalten kann, wenn ich weiß, dass du oben in deinem Bett liegst, alleine", er lächelte ein wenig sadistisch, wie Hermine fand, doch zu ihrer Überraschung machte es ihr nichts aus, im Gegenteil, es war der Grund für eine leichte Gänsehaut, die sich einen Weg ihre Arme hinunter suchte.
„Es ist egal."
„Was?"
„Du hast mich schon verstanden."
„Bist du krank?" Hermine lachte leise und schüttelte den Kopf.
„Ich würde dir sogar anbieten...anbieten, dass du mit mir oben schläfst, aber das Bett ist eindeutig zu klein."
„Wer hat gesagt, dass es mir etwas ausmachen würde?", fragte Draco, in seinen Augen lag ein Glanz, den Hermine noch nie wahrgenommen hatte.
„Niemand."
„Na also."
„Ich will es aber nicht."
„Erst machst du mir den Vorschlag und jetzt lehnst du ab."
„Genau."
„Das kann doch nicht dein Ernst sein", er tat beleidigt, doch Hermine zog ihn am Handgelenk zu sich heran und flüsterte ihm ins Ohr:
„Du bist mir viel zu arrogant, als dass ich dich in mein Bett lassen würde."
„Oh, Hermine, das war jetzt sehr unklug", flüsterte Draco, während er sein Gesicht so drehte, dass sich ihre Nasenspitzen berührten. Leicht Panik flatterte in Hermines Magengrube, doch die Aufregung überdeckte es. Es war lange her, dass sie dieses Gefühl gefühlt hatte, die Aufregung vor dem Unbekannten.
„Bist du sicher, dass du das tun willst?", fragte sie, beinahe heiser und mit leicht erstickter Stimme.
„Ich weiß es nicht", flüsterte Draco zurück, während er mit seinen Augen ihr Gesicht nach einem Anzeichen der Panik absuchte.
„Ich auch nicht...", Hermines Herz pochte hart gegen ihren Brustkorb, es wurde ihr erst jetzt so bewusst, da sie vorher auf andere Sachen geachtet hatte und jetzt wusste sie nicht, was sie machen sollte, wo sie ihre Arme hintun sollte. Sie fühlte sich wieder wie ein kleiner Teenager, der kurz davor stand, dass erste Mal in seinem Leben geküsst zu werden.
„Versuchen wir es einfach", murmelte Draco, überbrückte den Abstand zwischen ihnen und berührte mit seinen Lippen leicht die von Hermine.
Es war ein komisches Gefühl, aber gleichzeitig war es auch wunderschön. Ihre Hände zitterten und es übertrug sich leicht auf ihre Lippen, was Draco dazu veranlasste, sich zurückzuziehen.
„Alles in Ordnung?", wollte er wissen, während er seine Arme um ihre Hüfte legte. Sie nickte nur, blickte ihn aus ihren tiefen, braunen Augen an und lächelte plötzlich leicht. In Draco stieg ein Gefühl auf, viel stärker als er es voher schon gefühlt hatte, als sie an jenem Abend alleine und verängstigt in ihrem Sessel gesessen hatte. Verwirrt runzelte er die Stirn, doch der Blick von Hermine hielt ihn gefangen und im Augenblick war es ihm egal, was er fühlte, was sie fühlte, er wollte sie nur noch einmal küssen.
„Draco?", Hermines Stimme drang durch seine Gedanken und er sah sie fragend an. „Was ... was passiert, wenn du es noch einmal machst?" Er zuckte leicht mit den Schultern und drückte ihr einen erneuten Kuss auf die Lippen, der erst zögerlich und dann vollkommen erwiedert wurde.
Seine Zunge strich leicht an ihrer Unterlippe vorbei und Hermine gewährte ihm Einlass, erschauderte leicht, als seine Zungenspitze gegen ihre stupste.
Hermine wusste nicht, wie weit sie noch gegangen wären, wenn nicht auf einmal eine Welle der Panik sie überfallen hätte und sie dazu veranlasste mit einem Keuchen zwei Schritte zurückzuweichen, die Lippen fest aufeinander gepresst und ein rasendes Herz in der Brust.
„Hermine", sagte Draco alamiert, streckte ihr eine Hand hin und machte einen Schritt auf sie zu.
„Nein, nein, komm nicht, bitte, nein", stotterte Hermine vor sich hin, wich zurück, sobald er näher kommen wollte.
„Es ist alles gut, ich tue dir nichts, Hermine, bitte, komm her." In seiner Stimme lag etwas Befehlendes, etwas, dem man sich nicht widersetzen sollte. Hermine blieb stehen, als er seinen nächsten Schritt tat. „So ist gut, siehst du, ich will dir nichts tun, Hermine, okay? Bleib ruhig." Hermine nickte leicht, ihre Knie zitterten, ebenso ihre Hände und sie konnte es nur schwer unterdürcken, indem sie ihre Finger ineinander krallte und sie die Fingernägel in die Handinnenfläche bohrte. Draco stand vor ihr, zögernd legte er ihr die Hände auf die Schulter und sagte dann, beinahe schon unhörbar:
„Ich nehme dich jetzt in den Arm, ich will, dass du dich beruhigst."
„Okay", sagte sie heiser und ließ es geschehen, dass er sie langsam in seine Umarmung zog. Ein Kloß hatte sich in ihrem Hals gebildet, doch sie schluckte tapfer, sie wollte nicht vor ihm in Tränen ausbrechen.
Draco lächelte über ihrem Kopf. Er hatte es erneut geschafft, er hatte einen weiteren Schritt in Richtung Sieg geschafft.
Du bist ein Arschloch, ein kaltherziger Egoist, flüsterte plötzlich eine Stimme in seinem Kopf und er runzelte die Stirn. Wieder was das Zwicken da, wieder fragte er sich, was es war, als sich ein kleines Wort in seinen Hinterkopf schlich: Schlechtes Gewissen.
Ich habe kein schlechtes Gewissen, warum auch? Nur Schwache haben ein schlechtes Gewissen... Sie ist nur ein Teil einer Wette, die ich gegen Weasley führe, es hat überhaupt nichts mit ihrer Person zu tun, nicht im Geringsten.
Zweifel keimten in Draco auf. Ein kleiner Teil von ihm fing an, sich gegen diese Gedankengänge zu wehren, dieser kleine Teil wusste, dass er mehr für sie empfand, als Gleichgülitgkeit.
