Viel Spaß beim Lesen

Kapitel 21

Ein Schrecklicher Tag

Nun war sie fort und Severus sah immer noch in die Richtung in der die Kutsche verschwunden war. Die übrigen die ebenfalls bei ihm und Dumbledore gestanden hatten, kehrten stumm und mit gesenktem Haupt ins Schloss zurück, um alles für den bevorstehenden Angriff vorzubreiten. Nur Dumbledore verweilte immer noch bei Severus, dem alten Mann entging nicht, dass Severus darunter litt das er Jasmin fort schicken musste. Er kannte ihn einfach zu gut um zu wissen wann der Meister der Zaubertränke litt, zwar sah man es ihm nicht direkt an, doch seine Miene war erstarrt, glich mehr einer Todesser Maske als einem Menschlichem Gesicht .Seine schwarzen Augen strahlten eine tiefe leere aus. So tief das man darin die ganze Welt darin hätte versenken können.

Resignierend sah Severus zu Boden. Hatte er ihr je gesagt wie sehr er es mochte wenn sie ihm auf die nerven ging? Wenn sie ihn Berührte, wenn sie ihn mit den Unmöglisten Fragen löcherte? Nein er hatte dies nie gesagt und er begann sich zu fragen ob er ihr je gesagt hatte das er sie liebte.

Schluchzend sah Jasmin aus dem Fenster und so sehr sie auch an der Kutschentür rüttelte, diese wollte nicht aufgehen. Leise kullerten ihr die Tränen hinab, dies war der wohl schlimmste Tag ihn ihrem bisherigen Leben.

"Ach Severus...." wimmerte sie. Jasmin vergrub das Gesicht in ihren Umhang und weinte in diesen leise hinein. Nach einiger Zeit verstummte sie, da sie erschöpft in einen unruhigen Schlaf gefallen war.

Die Kutsche fuhr unaufhaltsam und unbemerkt auf Landstraßen, durch Dörfer und Städte. Kein einziger Muggel schien diesen Merkwürdigen Anblick die, die Testrahle boten, zu bemerken. Wie sie mit ihren Skelettartigen Körpern dahin galoppierten und ihre Reptilartigen Kopf wanden.

Ohne das sie jeglicher Führung bedurften, ohne das ihnen gesagt wurde wohin die Reise gehen sollte zogen sie die Kutsche krächzend und knarrend davon.

Es war so weit alle Schüler standen zur abreise bereit selbst Harry der darauf bestanden hatte nicht zurück in den Ligusterweg zurück zu kehren.

"Oh Mann, Ron es sieht üble aus!" murmelte Harry zu Ron der gerade genervt seinen Koffer in die Kutsche hievte.

" Das kannst du laut sagen!" hektisch sah sich Ron nach Hermine um.

"Du brauchst gar nicht nach ihr zusuchen!" sagte Harry während er einstieg "ihre Eltern waren Gestern hier... sie haben sie mit nach Hause genommen!", fuhr er fort.

"Ach wirklich? Hab ich nicht mit bekommen!" gab Ron ehrlich zu.

Ganz allmählich setzte sie die Kutsche mit Harry und Ron in Bewegung. Nach dem Gestrigen Abend an denen sie erfahren hatten das Hogwarts geschlossen wurde und sie alle, vor Voldemort und seinen Anhängern flüchten mussten, hatten die Beiden nicht viel mit einander geredet. Zudem da sie beide gehofft hatten, mit Dumbledore an ihrer Seite, Voldemort entgegen zutreten. Doch dies sollte einfach nicht sein. Unbeabsichtigt lauschten sie einem Gespräch von zwei Ravenclaw Mädchen, welche sich angestrengt in ihrer Kutsche unterhielten:

"Hast du das gehört, Snape soll diese Muggel geheiratet haben!" sagte eines der beiden Mädchen aufgeregt.

"Nein! Wirklich? Du veräppelst mich doch jetzt!" kicherte die andere Ravenclaw hinter vor gehaltener Hand.

"aber wenn ich es dir sag! Johny hat sich gestern Abend raus geschlichen um sich mit einer Gryffindore zutreffen und als er Geräusche hörte, hat er sich hinter einen Busch versteckt und da hat er Snape mit dieser Muggel gesehen." ,sie holte kurz Luft um nicht gleich los zuprusten, " und er hat ihr einen Antrag gemacht!"

Darauf hin kicherten die beide so sehr das ihnen beinahe die Luft weg blieb. Harry und Ron dagegen die alles mit an gehört hatten starrten sich fassungslos an. Und nach ihren entsetzten Blicken zuschließen dachten sie das selbe. Wie konnte sich Jasmin, sich so etwas, wie Snape antun? In ihren Augen hatte Jasmin einen Fehler begannen. So was war nicht normal, so etwas war einfach abstoßend und unnatürlich.

"ja aber weist du was?" begann sie und ihre Augen glitzerten, " Er hat sie ohne mit der Wimper zu zucken weg geschickt! Einfach so!" fuhr das Ravenclaw Mädchen unter Finger schnippen fort.

"Tztzt typisch Snape!" entgegnete die andere empört. " Ich beneide dich manchmal Jenny! Du bist immer so gut informiert!" sagte sie das Mädchen neidisch.

Nach einigen Minuten trafen alle Kutschen im Bahnhof von Hogsmeade ein.

Geknickt stiegen Harry und Ron aus der Kutsche aus und mit wehmütigen Blicken wandten sie sich dem Hogwarts Express zu.

"Oh Arthur da sind sie!" diese Stimme konnte nur einer Frau gehören und zwar Rons Mum. Mr. Und Mrs. Weasley standen direkt vor dem Zug und reckten ihre Hälse nach den beiden.

"Mum ? Dad ? Was wollt ihr hier?" fragte Ron während er sich durch die Schülermassen zwängte.

"Was wir hier machen? Wir wollen sicher gehen das ihr in den Zug steigt und keinen Unfug treibt!" entgegnete Mr. Weasley der bereits angefangen hatte Rons und Harry Koffer zu verstauen.

"Ja... genau! Ach Harry du hattest doch diese Befürchtung das du zurück zu den Dursleys müsstet, so lange Hogwarts ein... " sie erinnerte sich an Harrys gestrigen Worte und sie schien zu überlegen, wie sie ihren angefangenen Satz vollenden konnte:

" ein ...so unruhiger Ort ist; kannst du natürlich zu uns kommen, in den Fuchsbau!" Jeder Zeit hätte sich Harry über dieses Angebot gefreut, doch die Tatsache das er tatenlos zusehen musste wie Voldemort Hogwarts zu vernichten drohte, dämpfte seine Stimmung sehr. Harry stimmte ihr mit einem widerwilligen nicken zu.

"Harry du darfst zu uns!" quiekte Ron aufgeregt und wandte sich nun seinen Eltern zu:

"Und was ist mit euch?" wollte er von ihnen wissen und sah sie besorgt an.

Mr. Weasley warf seiner Frau, die offensichtlich den Tränen nahe war, einige tröstende Blicke zu "Wir Ron, wir bleiben hier und helfen das Hogwarts nicht fällt!"

"WAS???" entfuhr es den Beiden Jungen voller entsetzen.

Und nun war es um Mrs. Weasley gesehen sie konnte ihre Tränen nicht mehr zurück halten, schluchzend und weinend nahm sie ihren Sohn wie auch Harry in den Arm und küsste sie zärtlich auf die Stirn.

"Passt gut auf euch auf... versprecht mir das!!" schluckte sie hart.

"Mum?" flüsterte Ron geschockt. Sie drückte die beiden so sehr an sich ,dass Harry und Ron beinahe in den Armen von Mrs. Weasley erstickt wären.

Ein lauter gellender Pfiff unterbrach dieses Traurige Schauspiel.

"Molly lass sie los.. sie müssen zum Zug!" behutsam zog Mr. Weasley seine Frau von den Beiden weg. "Geht schon Jungs... uns passiert nichts... wir kommen nach so bald alles vorüber ist!" versprach Mr. Weasley mit gebrochener Stimme.

Stumm und nicht mehr Fähig etwas zusagen stiegen Harry und Ron in den Zug ein.

Ron schob in einem Abteil das sie sich ausgesucht hatten ein Fenster hoch, um hinaus auf den Bahnsteig zu sehen.

Schwerfällig und laut zischend setzte sich der Zug in Bewegung.

"Mum, Dad ich liebe euch!" rief er ihnen noch nach. Das letzte was er noch sehen konnte war, seine Mutter die weinend am Bahnsteg stand und von seinem Vater getröstet wurde.

Er wusste nicht wie lange er so mit Dumbledore an seiner Seite da gestanden hatte.

Aber insgeheim war er dem alten Schulleiter dankbar. Seine Augen die vorher leerer schienen als das Universum selbst, flackerten plötzlich voller Kampfgeist und mit einem gefährlichen Glanz wieder auf. Er würde sich nicht verstecken, er würde dafür Sorge tragen das das der Dunkle Lord die größte Niederlage erleben würde die je über ihn herein brach.

"ich denke..." begann Severus leise aber mit fester und gut hörbarer Stimme " wir sollten nun alles vorbereiten um... Hogwarts zu verteidigen und dem Dunklen Lord die größte Niederlage seines Lebens zu bescheren !" Dumbledore sah über seien Halbmond Gläser hinweg und nickte ihm zustimmend zu. So begaben sich die beiden Männer zurück ins Schloss.

Nachdem sie in die Eingangshalle eingetreten waren, wurden sie von Mr. und Mrs. Empfangen. Die beiden waren, nach dem sie sicher waren das sich Harry und Ron im Zug befanden, und keinerlei Unfug mehr treiben konnten ( denn sie hatten nämlich die Befürchtung dies könnte gesehen, vor allem wegen dem gestrigen Abends) sofort wieder nach Hogwarts zurückgekehrt um keinen Zeit zu verschwenden. Den Zeit war in diesen Tagen das kostbarste Gut welches man Aufweisen konnte.

"Arthur ist alles gut gegangen?" wollte Dumbledore von ihm wissen als er die beiden sah. Denn auch er hatte seine bedenken.

"Ja Ron und Harry sind nach Hause unterwegs!" antwortete Mr. Weasley.

"Das ist Gut!" entgegnete der alte Schulleiter.

Schnaubend lief Severus an ihnen vorbei. "Wollen Sie einen Plausch halten oder Kämpfen? Ich persönlich würde mich für das letzter entscheiden! Kommen Sie wir haben keine Zeit!" zischte Severus ihnen kaum merklich zu.

Mrs. Weasley die ihm gerade etwas sehr undamenhaftes an den Kopf werfen wollte wurde mit einem warnenden Blick seitens ihres Mannes, zurück gehalten. Mit hochroten Kopf, den sie sowieso schon besaß, murrte sie leise vor sich hin und sprach heimlich verwüschungen gegen ihn aus.

Nachdem alle Lehrer und natürlich auch alle Ordens Mitglieder in der Großen Halle eingetroffen waren, lies Dumbledore mit einem eleganten wutschen seines Zauberstabes, drei der großen Haustische verschwinden. Nur ein einziger, der Tisch der Gryffindors, blieb in der Mitte der Großen Halle stehen und an diesem nahmen nun alle 42 Mitglieder platz. Severus warf einige finstere Blicke in die Runde und nach dem alle verstummt waren, stand er auf :

"ich habe einen Plan wie wir Dunklen Lord schlagen könnten!" und so wies er jedem eine Rolle in diesem Schachspiel wie er es insgeheim nannte zu. Zwar wusste er das es fast unmöglich war Voldemort zutöten, aber ihm eine saftige Niederlage zu bescheren war kein Ding der Unmöglichkeit.

"ICH HABE SIE DIR ANFERTRAUT !!!!" schrie der Dunkle Lord Bellatrix Lestrage an. Mit wutverzerrten Gesicht ging er bedrohlich und mit erhobenen Zauberstab auf seinen treu ergebenste Todesserin zu. Sie sollte für ihr vergehen bezahlen. Wie konnte sie es nur wagen, ihm unter die Augen zutreten, nach diesem unentschuldbarem Vergehen? Wie konnte ihr eine Frau entwichen, die jetzt da er ihre Kristallsplitter besaß, nichts weiter war als eine erbärmliche Muggel?

Nach dem Lestrage auf ihrer Ohnmacht erwacht war und ihren Mann tot aufgefunden hatte, wusste sie welche Strafe sie erwarten würde, sie wie auch ihr Mann hatten ihren Herrn enttäuscht, die einfachste Aufgabe der Welt hatte sie in den Sand gesetzt. Doch anstatt gleich zu ihm zu eilen um ihn Bericht zu erstatte, wartete Lestrage einen geschlagenen Tag lang, bis sie den Mut fand Voldemort um eine Audienz zu bitten.

"Herr ich flehe euch an!" wimmerte sie vor Angst. Oh ja Lestrage hatte Angst und ein gewaltiger Wirbelsturm schien in ihrem Magen zu toben.

"Sie hat meinen Mann umgebracht Herr!" sie kniete auf dem Boden und sah auf den kalten blanken Steinboden. Ihr Gesicht blasswangig vor Furcht. Er stand nun direkt hinter ihr und richtete den Zauberstab auf ihren dunkel haarigen Hinterkopf.

"Wie hätte sie das anstellen sollen? Belüge Lord Voldemort nicht!" kaum hatte er zuende gesprochen, zischte er leise in ihr Ohr: "Crucio!" Schreiend vor Schmerz lag sie nun vor ihm auf dem Boden. Nach einer Weile löste er den Fluch und zog sie an den Haaren auf die Knie. "Herr.. .es war keine Lüge...!" sagte sie schwer atmend.

"Sie war nach dem ich mit ihr fertig war, nicht mehr als eine mickrige Muggel... erkläre mir das!?" zischte leise und sehr bedrohlich. Für einige Sekunden wusste Lestrage nicht was sie ihm antworten sollte, sie selbst hatte ja den Mord an ihren Mann nicht mit angesehen. Hecktisch begann sie nach zu denken, doch ihr Hirn wollte zu keiner logischen Schlussfolgerung kommen:"ich..." begann sie mit zittriger Stimme.

"ja?"knurrte Voldemort und stierte mit seinen Schlagen ähnlichen Augen auf ihren Hinterkopf. Es vergingen wieder einige Sekunden und Voldemort schien ganz allmählich die Geduld oder besser gesagt die Lust an ihr, zu verlieren.

"Du weigerst dich ?" zischte er sie kühl an " Das ist ein Fehler meine Liebe! AVADA KED...", Blitzschnell wandte sie sich um und klammerte zitternd und wimmernd an dessen Beine.

"Herr... sie besaß einen dieser Kristallsplitter.... sie hat es mir gesagt.... Herr oh bitte... ich will nicht sterben!" Nachdenklich lies Voldemort den Zauberstab sinken. Wie war dies möglich gewesen? Er selbst hatte dafür Sorge getragen das sie keine mehr besaß. Wie ein Raubkatze die in der Falle saß, lief er fauchend auf und ab. Den Zauberstab jedoch fest in der Hand. "Sie befindet sich in Hogwarts, so bald wir angriffen haben, ist es deine Aufgabe sie zu finden... und wenn du mich dieses mal, wieder enttäuschen solltest..." mit einer peitschenden Bewegung seines Zauberstabes riss ihr eine tiefe klaffende Fleischwunde in den Rücken. "wirst du nicht mehr so glimpflich davon kommen." Keuchend und triefend vor Blut brach Lesetrage zusammen, kaum merklich winselte sie ein ja.

Eisiger Regen prasselte geräuschvoll auf das Dach der Kutsche und der Wind der genau so eisige war, piff heulend durch die Speichen der Holzräder. Um nicht vom Wind ausgebremst zu werden, schmiegten die Trestrahle ihre hauchdünnen Lederartigen Flügel ganz dicht an ihren Körper. Schnaubend und knurrend kämpften sie sich durch das Unwetter, das über sie herein gebrochen war.

Aufgeschreckt durch einen Donnerhall, fuhr Jasmin aus dem Schlaf.

Gehetzt wanderten ihre Augen in der Kutsche umher. Und was sie dann entdeckte, als sie neben sich blickte, lies ihr für einen kurzen Moment zusammen fahren.

"Wie kommst du hier rein und wer bist du??!" neben ihr saß ein kleines Geschöpf mit Fledermaus großen Ohren und einer Nase die an eine Salatgurke erinnerte.

"Tipsy Mrs. Snape. Tipsy die Hauselfin!" stellte sich die Elfe mit piepsender Stimme vor; " Ich war hier die ganze Zeit als Mrs. Snape geschlafen hat und davor auch" erklärte sie.

"Ich hab dich nicht gesehen... tut mir leid!"

"Tipsy das gewöhnt ist nicht beachtet zu werden!" mit den Ohren schlackernd sah die Elfe Jasmin neugierig an.

"Du bist eine Hauselfe von Hogwarts?"

"Nein... Mein Meister ist ihr Mann Mrs.!" piepste sie fast so kühl wie es Severus sonst zu pflegen tat. Jasmin lies einen flüchtigen Blick über die Kleider der Hauselfe schweife. Sie trug einen lagen schwarzen Schaal, den sie wie eine Inderin um ihren Körper gewickelt und das Ende lässig über die linke Schulter geworfen hatte. An ihre Hüfte funkelte einen silberne Spange die das ganze Wickelkunstwerk zusammen hielt. Nach näherem betrachten, erkannte sie, dass die Spange die Iniezialien von Severus aufwies. Zwei ineinander geschlungene S , die aussahen wie kleine silberne Schlangen.

Das er eine Hauselfe besaß hatte sie nicht gewusst. Sie kam zur Erkenntnis, das wenn sie es genau betrachtet von ihm so gut wie nichts wusste. Was wusste sie denn schon von ihm? Sie wusste das er das er seit fast 17 Jahren Lehrer in Hogwarts war, und das er aus Loyalität Dumbledore gegenüber Voldemort aus spionierte, und das er leidenschaftlich gerne auf Harry herum hackte, aber sonst. Sie seufzte leise und ihr kamen zweifle ob es richtig war ihn zu heiraten.

"Weist du wohin wir fahren?" fragte Jasmin ein klein wenig genervt. Tipsy nickte antwortet jedoch nicht. Beharrlich schwieg sie und drehte Däumchen.

"Tibsy ich hab dich etwas gefragt!" wenn sie eines nicht mochte dann war es jemand der ihr keine Antwort gab.

"ich darf erst Befehle annehmen so bald wir da sind... das hat der Meister gesagt!"

Das war mal wieder so richtig Typisch für Severus. Er musste sie immer behandeln als sei sie ein Kleinkind und dies ging ihr allmählich auf den Zeiger.

Die Elfe packte etwas aus einem kleinen Bastkörbchen aus, welches neben ihr stand.

"Mrs. Snape sollte etwas essen!" piepste Tipsy und hielt Jasmin einige Sandwichs unter die Nase. Seit ihrer letzen Malzeit mussten schon Stunden vergangen sein. Dankend nahm sie das Sandwich an. Doch nach einmaligen hinein beißen, verflog ihr Appetit. Es lag nicht am Sandwich, warum sie keinen Appetit hatte, es lag an diesem Vermaledeiten Tag.

Dieser Tag war einer der Tage die man am liebsten aus seinem Gedächtnis verbannt hätte, wenn man nur gewusst hätte wie. Nach Stunden endete die Konferenz und Severus ging zurück in seinen Kerker. Im Moment wünschte er sich nur alleine zusein, niemand der um ihn herum wuselte und unnötige Fragen stellte, die ihn, Jasmin oder Voldemort betrafen . Einfach nur alleine sein. Doch kaum war er in sein Büro eingetreten, vernahm er ein räuspern hinter sich. Und in der nächsten Sekunde verpuffte sein Wunsch wie ein nasszündender Dr. Filibuster Feuerwerkskörper . Mit hochgezogenen Augenbrauen und einem finsteren Blick, den er zuvor auflegte, wandte er sich um.

Minerva McGonagall stand gestürzt auf ihrem Gehstock, direkt vor ihm und funkelte ihn wütend an. Nun schienen seine Augenbraue fast gänzlich unter seinem Schwarzen Haarschopf zu verschwinden. Mit fragenden blicken starrte er sie an.

"Ach Severus jetzt sehen sie mich nicht so an als wüssten sie nicht was sie angestellt haben!" sie humpelte mühsam auf ihn zu. Auch sie schien keinen angenehme Tag gehabt zu haben. In der Tat war es so, dass sie den ganzen Tag schon Schmerzen hatte und ihr Bein nicht so wollte wie sie es eigentlich vor hatte. Schlagartig wechselte seine Mine den fragenden Ausdruck gegen den vorwurfesvollen Gesichtsausdruck.

"Ich bin mir keinerlei Schuld bewusst Minerva! Und Fehler habe ich auch keine begannen " erwiderte Severus kühl , er wusste ganz genau auf was sie hinaus wollte. Er war immer noch der Meinung, dass es das Beste gewesen war Jasmin fort zuschicken.

"Wir werden sehen ob Sie einen Fehler gemacht haben oder nicht Severus! "schnaubte sie "und würden sie mich, wenn es ihnen nichts aus macht , hinein bitten... ich kann nämlich nicht mehr lange stehen!" fügte sie knurrend hinzu. Auf Severus Stirn entstand eine tiefe Falte, die er immer dann bekam wenn er sehr wütend oder ihm etwas auf die Nerven ging. Und Minerva war einer dieser Faktoren. Er trat beiseite und gab sein Büro frei. Mit einer wirschen Handbewegung gebot er ihr Platz zunehmen.

- ich frage mich was sie jetzt schon wieder von mir will- dachte er mürrisch als er in das Gesicht seiner Kollegin blickte.

"ich wollte nur von ihnen wissen ob sie es bedauern?!" Leider musste Severus zugeben das er die Frage nicht richtig verstand.

"Inwiefern?"

"Das sie Jasmin kennen gelernt haben! Das Sie, sie geheiratet haben nur weil Jasmin von ihnen ein Kind erwartet!" Severus Mund blieb einige Millimeter weit offen stehen. Wie konnte sie so etwas nur sagen. Was hatte er ihr heute nur angetan das sie so auf ihn reagierte?

"Jemand der seine Frau liebt; schickt sie nicht fort nur weil es schwierig wird!"

"Sagen sie mal, sind sie noch ganz bei Trost?? Hier bricht ein Krieg aus! Sie ist ein Hindernis !!" sagte er leise aber sehr gut hörbar. Und durch seinen Tonfall erkannte man das er sehr verärgert war.

"Ach sie ist ein Hindernis? So hab ich das noch nicht gesehen!" und der Sarkasmus sprudelte förmlich aus ihr heraus. "und da haben sie sich wohl gedacht, ach karren wie das Problem über alle Berge oder was?"

Warum wollte ihn keiner verstehen?. Warum waren alles so engstirnig. Sie mussten doch einsehen das er keine andere Wahl hatte als sie fort zuschicken. Müde legte er seinen Kopf in die Hände. Erstaunt sah die Professor zu ihrem jüngeren Kollege. Sie hatte Severus noch nie so gesehen. Ihn so hilflos zu sehn, erschreckte sie.

"Severus... es tut mir leid... Ich wusste nicht das..."

"Das ich auch nur ein Mensch bin? Das ich nur versuche meine Familie zu

beschützen? Was hätten sie getan?" darauf hin entgegnete McGonagall nichts mehr. Sie hatte begriffen das Severus Jasmin wirklich liebte, sie sah ihn nur an und schwieg. Nach Minuten des eisernen Schweigens sah er wieder zu seiner Kollegein hoch. Betröppelt sah sie ihn an. Es tat ihr wirklich leid wie sie ihn angefahren hatte.

"Sie sollten etwas für ihre Schmerzen einnehmen!" begann er plötzlich und von ärger war keine Spur mehr zu erkennen. Verduzt sah sie ihn an.

"Aber Severus? " mit einem bohrendem Blick gebot er ihr Einhalt. Für ihn war das Thema erledigt. Er stand vom Schreibtisch auf und ging an eines der Regale das hinter ihm stand und suchte nach einem wirksamen Mittel welches die Schmerzen der Professorin lindern würden. Nach dem Severus ihr den Trank gegeben hatte, stand sie auf , bedankte und verabschiedete sich und verstand

Gegen Abend traf der Hogwarts Express in Kings Cross ein. Trotzt da es Stürme und wie aus Eimern goss war der der Bahnhof übersäht mir mit besorgten Eltern die nervös nach ihren Kindern suchten.

"Wer holt uns ab?" fragte Harry Ron der grade seinen Koffer aus dem Zug schleppte. Da Ron keine Ahnung hatte zuckte er nur mit seinen Schultern.

"Ron, Harry hier !" rief eine sehr bekannte Stimme durch die Menschenmassen.

Als die beiden in die Richtung schauten aus der sie gerufen wurden, erkannten sie Charlie der sich lässig gegen einen Pfosten gelehnt hatte.

"Charlie!!" Ron lies alles stehen und liegen und rannte auf seinen ältern Bruder zu.

Nach dem sie sich ausgiebig begrüßt und alles besprochen hatten, verstauten sie ihre Koffer in Charlies Käfer (besser bekannt als fahrende Todeskiste.) und fuhren zusammen zum Fuchsbau,

Die Nacht kam und allmählich flaute der Regen ab. Nun war es so weit, die Kutsche hielt endlich inne. Sie waren angekommen. Jasmin die erneut eingeschlafen war, wurde durch Tipsy unsanft geweckt. "Mrs. Snape wir sind da!" quiekte die Elfe schrill.

"Hmm ... was... Wo?" murmelte sie gähnend. Sie lugte aus dem Fenster und sie erkannte ein großes mir Efeu umranktes Gebäude das sehr Alt und düster aussah. Die Säulen bestanden aus schwarzen spiralförmigen Marmor. Bei näherem betrachten erkannte man das sich die Säulen merkwürdig wanden und zischende Geräusche von sich gaben.

"Mein Gott!!!" sie riss weit ihre Augen auf. Es waren zwei gigantische Schlangen die in den Marmor hinein gehauen waren. Und als ob diese Marmorschlangen ahnten das sie von Jasmin, aus der Kutsche heraus beobachtet wurden bewegten sie ihre schuppigen Marmorköpfe in Jasmins Richtung.

So etwas hatte sie noch nie gesehen. Zitternd sah sie zu Tipsy. "Was ist das?" fragte sie.

"Ihr Zuhause Mrs. Snape!!" antwortete die Elfe. Hier sollte sie wohnen? Das war ein Albtraum. Da war das Schloss von Graf Dracula die reinste Ferien Pension dagegen.

Die Elfe schnippte mit ihren dünnen Fingerchen und das Gepäck schwebte in das riesige Haus. Langsam stieg Jasmin aus der Kutsche aus und lies ihre blicke schweifen. Die Bäume waren knorrig und Tod und das Gras unter ihren Füßen war gelbstichig verdorrt. Jasmin suchte nach dem passenden Ausdruck für ihr "neues Zuhause" und ihr viel nur ein einziges Wort ein. Es hieß: "trostlos".

Fortsetzung Folgt.....

A/n : ihr glaubt ja gar nicht wie froh ich bin wenn ich endlich mit dieser Story fertig bin....

So ganz allmählich geht sie mir auf den Keks.....