Sehnsüchte und andere Schwierigkeiten +++ by S.E.

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HINWEIS: Ich wünsche euch allen schöne Ostern und viel Spaß beim Eier suchen

Diclaimer: siehe Kap 1

Rating: R wegen Gewalt und etwas SEX

Timeline: Anfang 3. Zeitalter es wird düster im Wald

Paring: Callendil/ Elladan
Haldir/Alagos...

Warnung: Es wird in diesem Kapitel gefoltert...deshalb diese Warnung!!!!!!!

Ein Dank an meine Treue Leserschaft und ein dickes Bussi an die Reviewer

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Kapitel 21 Durchhalten

Elladan fiel schreiend erneut in tiefe Bewusstlosigkeit. Doch ihm wurde nicht das Glück zuteil den Schmerzen entfliehen zu können.

Die Menschen holten ihn zurück. Er spürte erneut das kalte Wasser auf seinen noch immer nassen Kleidern. Der glühende Schmerz in seiner Schulter lenkte ihn nicht von dem Pochen in seinem Bein ab.

Als er an sich herunter sah, erkannte er die dünnen Bahnen Rot, die sein Blut hinterließ. Ein Schlag ins Gesicht ließ sein Kopf herumreißen. Seine Lippe war aufgesprungen und metallener Geschmack lag auf seiner Zunge. *Wo ist das Elbenweib?* sprach der Mensch. Er zog Elladan an seinem Haar, so dass er seinen Kopf in den Nacken legen musste. Der Mensch war jetzt ganz dicht vor Elladan's Gesicht.

Der Elb lächelte. „Sie haben sie nicht!"dachte er glücklich. „Ihr werdet sie nie bekommen. Ihr stinkendes, widerwärtiges Getier!"schrie Elladan in Sindarin und spuckte dem Menschen sein Blut ins Gesicht.

Diese Aktion blieb natürlich nicht ohne Folgen. Der Mensch nahm den glühende Stab, der im Lagerfeuer lag, und hielt es Elladan ans Gesicht. Er fühlte die Hitze und den Verbrennungsschmerz, obwohl das Metall ihn nicht einmal berührte.

Elladan sah den Menschen mit seinen grauen Augen derart durch dringend an, dass dieser dem Blick nicht standhielt.

*Ich werde dir deinen starren Blick ebenso austreiben, wie dein Ungehorsam, Elb!* Er nahm das glühende Ende des Metalls und hielt es Elladan direkt vor die Augen.

Der Elb schüttelte seinen Kopf „Nein, dass könnt ihr nicht tun!"Der Mensch lachte, als er den flehenden Ton in Elladan's Stimme bemerkte. *Ihr könnt das nicht tun* flehte Elladan und wusste genau, das seine Worte nicht fruchten würden. *Bitte*

Doch der Mensch lachte immer weiter und Elladan schloss seine Augen. Das Letzte, das er sah, war die Grimasse des Mensches und sein eigenes Blut in dessen Gesicht. Dann wurde es gleißend hell und er fiel in den Tunnel der Ohnmacht.

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Callendil konnte sich kaum noch auf dem Pferd halten. Sie hatte sich in die Mähne gekrallt und ließ der Stute die Führung. Sie wusste nicht wie lange sie schon ritt. Die Nacht war bereits fast zu Ende. Doch wie spät es war konnte sie nicht sagen. Der Himmel war über dem Dach des Waldes versteckt.

Der Pfeil steckte noch immer in ihrem Oberarm. Sie hatte es nicht gewagt ihn zu ziehen. Wie sie den Menschen entkommen konnte war ihr ein Rätsel. Jetzt hatte sie nur noch den Wunsch Hilfe zu holen. Sie wusste das Elladan Hilfe brauchte und sie würde auf keinen Fall das Bewusstsein verlieren. Nicht bevor sich ihn in Sicherheit Wissen konnte.

Die Elbin achtete nicht darauf, dass die Stute einen kleinen Bach überspringen wollte. Sie stürzte, als das Pferd den Boden wieder berührte.

Callendil konnte noch verhindern auf ihren Verletzten Arm zu fallen doch landete sie unsanft mit dem Rücken im morastigen Ufer des Baches. Ihr blieb für kurze Zeit die Luft weg und sie sah Sterne funkeln.

Als sie wieder klar sehen konnte, drehte sie sich um und kroch die schlammige Böschung wieder hinauf.

Oben angekommen hörte sie die Hufschläge. „Oh bitte nein. Nicht! Ich muss doch Hilfe holen." In ihrer Verzweiflung nahm sie ihr Schwert, das neben ihr im Morast lag. Sie konnte ihren Arm kaum noch bewegen und beschoss, doch den Pfeil zu ziehen. Sie musste durchhalten, für Elladan!

Callendil biss die Zähne zusammen und zog mit einem kräftigen ruck den Pfeil aus dem Arm. Mit einem Schrei fiel sie auf die Knie. Tränen vermischten sich mit dem Schmutz in ihrem Gesicht.

Die Elbin rappelte sich auf und stellte sich den Angreifern entgegen. „Kommt und versucht mich zu bekommen!"schrie sie. Doch als sie die Reiter erkannte atmete sie erleichtert durch und setzte sich auf den Boden. Hilfe war zu ihr gekommen.

Sofort war der rothaarige Oberst bei ihr und kniete sich vor sie. „Alles in Ordnung? Wo ist Elladan?"Noch ehe sie antworten konnte rief er einen Heiler herbei, der sich um Callendil's Wunden kümmern sollte.

„Wir haben keine Zeit! Wir müssen zurück. Er ist gefangen genommen worden, wenn nicht noch schlimmeres. Bitte Oberst, er ist in Lebensgefahr. Sie werden ihn töten." Den Gedanken, dass er vielleicht schon tot sein könnte verdrängte die Elbin völlig.

„Erst musst du versorgt werden. Dann schicke ich dich mit einem Teil der Krieger zurück."

„NEIN! Ich werde mit reiten! Ihr wisst nicht wo er ist. Ich werde nicht ohne Elladan zurück reiten!"

Der Oberst sah die Entschlossenheit in den Augen der Galadhrim und stimmte schließlich zu. „Nur wenn du in der Lage bist zu reiten!"

„Das bin ich!"flehte sie förmlich

Der Befehlshaber sah die Elbin an. Das elegante Elbenkleid war längst mit Dreck überzogen. Der rechte Ärmel fehlte, den hatte kurz zuvor der Heiler entfernt. An der Schleppe hingen Fetzten weg und die feine Spitze war an einigen Stellen zerrissen.

„Du kannst damit reiten?"

„Ich hab es bis hier her geschafft. Ich kann reiten und ich werde euch zu meinem Gefährten führen!"ihre Stimme bebte wütend.

Der Oberst hob eine Augenbraue hoch, verkniff sich jedoch sofort eine Antwort zu geben. Callendil wurde wütend, warum musste dieser eingebildete Elb sie anschauen, wie ihr großer Bruder?

„Wir brechen sofort auf, damit wir den Fürsten schnellstens finden können!" rief er schließlich zu seiner Garde und gab den Befehl zum Aufbruch.

Callendil schwang sich auf ihre Stute, die nicht von ihrer Seite gewichen war. „Nach Süden meine Liebe, du weißt wo die Beiden sind. Find sie für mich!" hauchte die Elbin ihrem Pferd ins Ohr und es antwortete damit, dass es los spurtete.

+++

Alagos öffnete langsam seine Tunika und achtete darauf, dass Haldir zusah. Er ließ sich Zeit, denn er wollte, dass sein Hauptmann die Fassung verliert, was natürlich nie passieren würde. Er war zu selbstbeherrscht.

Aber Alagos sah in den Augen Haldirs, das Verlagen, Verlangen nach seinem Ehemann, den er nun fast ein Jahr nicht gesehen hatte. Es war zu lange her, dass sie einander lieben konnten, doch nun hatten sie eine Woche in denen sie nur einander hatten.

Alagos konnte nicht nur an Haldir's Augen erkennen, dass es gut war, was er tat. Denn der Hauptmann lag bereits nackt auf ihrem Bett und sein Verlangen war deutlich zu erkennen.

Der jüngere Partner lächelte zufrieden, während er seine Tunika zu Boden fallen ließ. Langsam öffnete er die Schnürung seiner Leggins. Bis es dem Hauptmann dann doch zu lange dauerte und er sich aufsetzte.

„Wenn du nicht sofort ins Bett kommst werde ich dich holen!"sagte Haldir in einem gespielten Befehlston.

„Du willst mich holen? Bitte, versuch mich zu fangen mein Hauptmann!"

Es dauerte nur kurze Zeit, da lagen die beiden gemeinsam auf ihrem Bett und Haldir hielt Alagos' Leggins wie eine Trophäe hoch. „Gibst du auf?"fragte Haldir triumphierend.

Alagos schüttelte den Kopf und wollte nach seiner Hose greifen und kam dementsprechend Haldir sehr nahe. Der Hauptmann berührte den Bauch des Jüngeren. Ganz sanft fuhr er mit seiner Zungenspitze über seinen Bauchnabel und drang hinein.

Alagos hielt abrupt inne und zischte seinen Atem heraus. Genau die Reaktion, die Haldir haben wollte. Er schmiss die Hose im hohen Bogen fort und zog seinen Mann zu sich hinunter.

„Liebe mich! Jetzt sofort!"hauchte Haldir ihn Alagos Ohr und leckte und knabberte an seiner Ohrspitze.

„Ist das ein Befehl, mein Hauptmann?"

„Ja, natürlich!"kam Haldirs knappe Antwort und zog seinen Gemahl zu sich herunter.

„Zu Befehl mein Hauptmann, macht euch bereit. Ich werde euch bedienen!"

„Ich bin bereit euch zu empfangen!"

Alagos erfüllte den Befehl aus und nahm Haldir. Sie gaben sich einander hin.

Während Alagos seinen Hauptmann vorbereitete betete er darum, keine bösen Visionen zu bekommen. Er wollte Haldir glücklich machen. Für ihn würde er alles auf sich nehmen.

Die Gnade wurde ihm gewährt. Er nahm Haldir und es war wunderbar. Während er in ihn eindrang fühlte er nur die Liebe seines Galadhrim. Er spürte wie sich sein Partner unter ihm lustvoll wand und es dauerte nicht lange, da kamen beide zu ihrem Höhepunk.

Alagos brach über Haldir zusammen und versuchte wieder zu Atem zu kommen.

„Ich danke euch Valar"betete er in Gedanken und sank zufrieden in die Kissen.

+++

Elladan kam zu sich. Er spürte erneut einen Schwall Wasser in seinem Gesicht. Diesmal tat es gut. Er hatte das Gefühl sein Gesicht stand in Flammen. Der brennende Schmerz ließ nach, als das Wasser ihn berührte. Doch die Wirkung hielt nicht lange an. Schnell waren die Schmerzen zurück.

Elladan öffnete die Augen und blinzelte. Was er ahnte bewahrheitete sich. Er konnte nicht sehen. Ihm blieben nicht einmal Tränen um seinen Kummer, seine Schmerzen und seine Verzweiflung ein Zeichen zu geben.

*Na Elb, so friedlich? Sagst du mir nun wo das Elbenstück ist? Du wirst sie sowieso nicht wieder sehen. Also ich bin ganz Ohr.*

Elladan sagte nichts und erwartete nur sein Ende. Er hoffte dass es schnell ging, denn er glaubte nun Callendil in Sicherheit.

Er fühlte die wärmende Sonne auf seiner Haut.

*Ich hab dich was gefragt Elb! Du bist nicht taub und sprechen kannst du auch, wenn du nicht sofort sprichst werde ich dich töten!*

„Tu es endlich!"schrie es in ihm, doch er schwieg.

Doch er hörte wie sich zwei Menschen unterhielten. *Gib ihn mir, wenn du ihn nicht haben willst und unbedingt diese Elbin nehmen möchtest! Ich will seinen Körper. Die Vorstellung alleine macht mich mächtig an*

Elladan spürte wie ihm die Fesseln abgenommen wurden. Doch seine Beine konnten sein Gewicht nicht tragen. Er fiel einfach um und blieb liegen.

Er kroch auf allen vieren und versuchte voranzukommen, ohne zu wissen wo er hin kroch.

Doch schon wurde er aufgehalten. Jemand drückte ihn zu Boden. Er spürte einen Fuß auf seinem Rücken. Es dauerte nur wenige Momente da hatte man ihm seine Hose heruntergezogen.

Der Noldo versuchte sich noch zu wehren, doch ihm fehlte die Kraft. Er hoffe schließlich einfach nur, dass es schnell zu Ende sein würde.

Er spürte schon die rauen Hände auf seinem Rücken und verkrampfte sich in Erwartung der Schmerzen, die zwangsläufig folgen mussten. Doch nichts geschah.

Stattdessen hörte er einige Pfeile die durch die Luft surrten und das Aufstöhnen der Menschen um ihn herum.

Elben! Er fühlte sie. Callendil hatte es vollbracht. Er legte sich zu Boden und wartete. Er wartete darauf in Mandos Hallen aufzuwachen.

Doch stattdessen spürte er plötzlich eine Hand auf seiner Schulter und wurde ganz vorsichtig umgedreht.

„Callendil?"er konnte sie riechen und fühlen.

„Schhh, Liebster es ist alles in Ordnung. Du bist jetzt in Sicherheit! Nun kann uns nichts mehr geschehen!"

Elladan öffnete seine Augen und starrte vor sich hin. „Nichts ist in Ordnung, verschwinde und lass mich sterben."

„Elladan, sag so etwas nicht. Du wirst nicht sterben. Bitte ich liebe dich und werde sicher nicht gehen."

„Du sollst verschwinden. Ich werde sterben! Ich will sterben. Ich werde nicht als Krüppel weiterleben. Ich will dass du verschwindest."

Tbc