Herbstanfang, Freunde! Und so ein schöner dazu! Wir hoffen, dass ihr mindestens so strahlt wie die Sonne und gute Laune habt. Und damit das so bleibt, flugs zum Kalender und das nächste Türchen mit dem nächsten Tierchen geöffnet.
Unser kleines Killermeeri kommt noch einmal hineingewuselt und hat etwas im Gepäck. Und keine Sorge – an so einem schönen Tag bringt sie niemanden um! ;)
Meeris account:
http:/www. fanfiktion. de/u/Meniel.
(Nehmt bitte die Leerzeichen nach www. und nach fanfiction. raus)
Das Rudel – Das Rudel – Das Rudel – Das Rudel
Eine Menge Stress
von Meniel
Hiermit erfülle ich dann endlich, endlich die Goose-Aufgabe von Lapis! Es tut mir leid, dass das so lange gedauert hat, Lapis! Ich hoffe, dass euch mein Lucius zumindest halbwegs gefällt…
GOOOSE, Meni! :D
Nachdem du den schönen Lucius so stolz in deiner Signatur spazieren trägst, möchte ich von dir...
...einen kleinen OS, in dem Lucius eine gehetzte Eule mit einer dringenden Botschaft erreicht, die ihm einen Schock (positiv oder negativ) versetzt und veranlasst...
1) seine Frau schnell außer Haus zu bekommen
2) seine weißen Pfaue pink umzufärben
3) den Versuch zu starten, Severus als Hilfe bzw. Komplize für irgendwas anzuheuern
4) zu sagen "Das Rudel war's!"
Vielen lieben Dank auch an Emily, die diesen Beitrag gebetat hat! Und auch an Sandy, auch bekannt als Fantasygirl98, die meinen ersten Beitrag gebetat hat! =)
Lucius saß gemütlich in seinem Ohrensessel im Kaminzimmer, genehmigte sich einen Laphroig und schaute ins Feuer.
Er hatte heute erfolgreich mit Fudge darüber „verhandelt", dass sich mehrere, noch relativ unbekannte, Todesser frei im Ministerium bewegen und kontrollieren konnten, was dort geredet und getan wurde - und was nicht. Der Anfang von der erneuten Machtübernahme des dunklen Lords. Lucius war sehr zufrieden mit sich selbst.
Er nahm noch einen Schluck seines Whiskeys, als ihm vor Schreck beinahe sein Glas aus der Hand fiel. Etwas war gegen die Scheibe geknallt. Er sah zum Fenster und sah eine ziemlich zerzauste Eule auf dem Fenstersims sitzen. Sie pochte mit dem Schnabel immer wieder gegen das Fenster und wirkte ziemlich gehetzt. Stirnrunzelnd stellte er das Glas ab und liess die Eule hinein. Sie setzte sich auf der Lehne seines Ohrensessels und schaute ihn vorwurfsvoll an.
„Was ist mir dir? Was guckst du mich so an, du Mistvieh?" schnauzte er die Eule an, ungehalten darüber, dass er in seinem gemütlichen Augenblick gestört wurde.
Er erntete jedoch nur ein mürrisches Schnabelklappern, sodass er der Eule den Brief abnahm. Doch das Viech blieb sitzen.
Lucius liess ein Seufzen vernehmen und meinte resigniert: „Ab mit dir nach unten in die Küche. Die Hauselfen geben dir was zu Fressen."
Noch ein Schnabelklappern, dann flog die Eule wieder aus dem offenen Fenster hinaus.
Er liess sich wieder in seinen Sessel sinken und öffnete dann den Brief. Dringend stand in großen Lettern außen. Seine Stirn runzelte sich erneut für einen kurzen Augenblick, bevor die eisblauen Augen über die Worte huschten.
Die rasante Reporterin lässt grüßen,
Ich hoffe doch Sie müssen
Morgen Abend nicht noch fort
An einen anderen Ort?
Rita Kimmkorn kommt vorbei,
Ganz ohne Spielerei.
Sie hat vernommen eure Tat,
Und möchte reden – ganz privat.
Kein Wort wird ihre Lippen verlassen
Über diese Konversation.
Doch sie möchte in Massen,
Ja, dies ist ein' Indiskretion,
Pfaue in Pink sollen's sein
Und das bitte ganz rein!
Unterschrieben war der Brief nicht. Das war ja wieder einmal mehr typisch für Rita Kimmkorn. Sein Blick huschte erneut über den Brief. Am Ende stand noch ein P.S.: Klopf, Klopf!
Genau in diesem Augenblick klopfte es auch schon an der Tür. Das war sie doch nicht schon, oder? Sein Blick huschte ein wenig panisch zur Tür des Kaminzimmers.
Ein Hauself ploppte leise vor den Kamin und ging sofort auf die Knie.
„Verzeiht, Master. Unten an der Haustür steht der Hauself von Ms Kimmkorn. Er lässt ausrichten, dass seine Herrin morgen Abend gegen 20 Uhr zu Erscheinen gedenkt. Sie möchte mit Ihnen über die zunehmende Zahl von Muggelmorden reden. Allein. Niemand soll anwesend sein außer Ihnen beiden. Und sie duldet keinerlei Abweisung, sonst sähe sie sich gezwungen, Ihre Bücher zu veröffentlichen…"
Ein tiefes Seufzen entfloh ihm. Verflucht. Diese Kimmkorn… Irgendwann würde sie ihm noch den letzten Nerv rauben. Alleine reden - in Ordnung. Er hätte seine Frau sehr wahrscheinlich sowieso außer Haus geschickt. Sollte sie sich doch mit ihren Freundinnen einen ihrer lächerlichen „Frauenabende" machen. Aber wozu die rosa Pfauen? Das ergab nun wirklich keinen Sinn mehr.
Er scheuchte den Hauselfen mit den Worten „Sag dem Elfen, dass ich zusage. Und nun verschwinde!" fort, dann begab er sich selbst zu Bett.
Am nächsten Morgen beim Frühstück erwähnte er beiläufig Narcissa gegenüber, dass sie sich doch heute einen hübschen Tag mit ihren Freundinnen machen solle. Von seiner Frau kam wie immer keine Widerrede – sie wusste, wie sie sich zu benehmen hatte. Wenn er ihr sagte, dass sie etwas tun sollte, dann tat sie das auch. Vor allem jetzt, wo der dunkle Lord endlich wieder auferstanden war.
Sie fürchtete ihn, dass wusste er.
Als Narcissa endlich aus dem Haus war, machte er sich dran, mit ein wenig blutendem Herzen, seine weißen Pfaue pink umzufärben. Kimmkorn würde dafür bezahlen!
Doch wenn er dann schon mal dabei war, sein Haus Kimmkorn-gerecht umzugestalten, beschwor er auch noch ein buntes Rudel verschiedener Tierarten herbei. Von einem Wolf über eine Schnecke, Ente, Meerschweinchen, einen Löwen bis zu einem Raben und noch einige andere Tiere. Natürlich alle relativ zahm (soweit man das von einem so bunten Haufen sagen konnte!), damit Miss Ich-bin-eine-so-gute-Reporterin sich nicht zu fürchten brauchte und als Rache irgendwelche Gerüchte in die Welt setzte.
Als er damit fertig war, ging es bereits auf die Mittagszeit zu. Hmm… In Ordnung. Die Pfauen hatte er umgefärbt. Doch er würde sich nie im Leben völlig alleine Kimmkorn stellen, vor allem nicht, wenn es um die brisanten Muggelmorde ging.
Mit einem Seufzen flohte er sich zu Severus ins Büro.
––––
Severus war gerade dabei, einmal mehr Neville Longbottom zur Schnecke zu machen, das konnte Lucius durch die geschlossene Tür hören. Konnte einem ja fast leid tun, der Junge. Aber eben nur fast. Dieser Trottel von Blutsverräter hatte es nicht anders verdient.
Amüsiert grinsend liess sich Lucius in den Ohrensessel vor Snapes Kamin sinken, genehmigte sich eine Tasse Tee – die Hogwarts-Hauselfen ließen sich ganz schön Zeit! – und wartete darauf, dass Severus seine Nachmittagsstunde beendete.
Dieser war erwartungsgemäß nicht vollständig begeistert, Lucius in seinem Büro vorzufinden.
„Was willst du hier? Du solltest nicht hier sein, das weißt du ganz genau. Ich hasse es, wenn du ungefragt meinen Kamin benutzt – obwohl nur du Zugang über das Flohnetzwerk dazu hast. Muss ich dir diese Möglichkeit wieder nehmen?" fragte er und zog dabei eine Augenbraue hoch.
Lucius grinste amüsiert. „Nana, Severus, gemach, gemach. Ich brauche dich heute Abend."
„Wofür?" Die Skepsis war deutlich aus Severus' Stimme herauszuhören.
„Rita Kimmkorn will mich heute Abend treffen. Ich soll ihr ein paar Fragen über die in letzter Zeit wieder gehäuft auftretenden Muggelmorde beantworten. Damit haben doch bestimmt Alecto und Amycus zu tun, oder?"
„Verflucht, Lucius, du sollst hier nicht von uns reden! Du weißt, dass die Wände Ohren haben!" fluchte Severus leise.
„Warum willst du mich unbedingt dabei haben? Mit der Kimmkorn wirst du alleine fertig! Ich kann jetzt nicht einfach für einen Abend verschwinden. Zumal ich diesem Longbottom wieder einmal Nachsitzen aufbrummen musste. Dieser Depp hat heute den 5. Kessel innerhalb von 3 Monaten zerstört. Wie du merkst… Ich habe keine Zeit. Aber das hättest du dir auch vorher denken können, mein Lieber" fügte Severus noch hinzu und grinste süffisant. „Du schaffst das schon. Du bist immerhin der große Lucius Malfoy!" Severus klopfte ihm auf die Schulter und scheuchte ihn dann zum Kamin hinüber. Das liess Lucius sich auch nur von Severus gefallen – und prinzipiell natürlich auch vom dunklen Lord - aber der scheuchte nicht!
Er stellte die Teetasse auf dem kleinen Beistelltischen ab, erhob sich und ging hinüber zum Kamin. Sein Gesicht hatte einen säuerlichen Ausdruck angenommen. Liess Severus ihn mit der Schreckschraube allein!
„Worauf wartest du, Lucius? Ich muss jetzt ins Lehrerzimmer, Lehrerkonferenz. Wie du weißt habe ich hier eine Identität zu wahren."
„Ich bin bereits weg. Vielen Dank für deine ‚Hilfe' , mein Freund.."
Und dann flohte Lucius zurück nach Malfoy Manor. Also musste er diesen Abend doch alleine mit Kimmkorn überstehen. Verflucht noch eins.
Missmutig nahm Lucius abends ein kleines Mahl zu sich. Er hatte gerade aufgegessen, als es auch schon an der Tür klopfte. Das Grauen war eingetroffen…
Er empfing Rita Kimmkorn höchstpersönlich an der Tür und bat sie mit einer galanten Verbeugung hineinDann bot er ihr den Arm an.
„Sind wir alleine, Mr Malfoy?" fragte sie, bevor sie ihn überhaupt begrüßt hatte.
Er sah sie pikiert an.
„Natürlich sind wir das. Wollen wir nicht nach hinten durchgehen in den Garten? Dort können wir noch das schöne Wetter genießen. Ich lasse uns einen Tee servieren."
Sie hakte sich bei ihm ein und liess sich dann von ihm in den Garten führen.
Die rosafarbenen Pfauen stolzierten ein wenig missgelaunt durch seinen Garten – wer konnte es ihnen verübeln? Lucius gewiss nicht.
Nur wenige Minuten später wurde von einem Hauselfen der gewünschte Tee serviert, dann waren sie beide wieder alleine.
Rita Kimmkorn fragte ihn den ganzen Abend über die Muggelmorde aus. Doch alles, was sie aus Lucius herausbekam war, dass er keine Ahnung hatte, wer dahintersteckte und ob überhaupt das Erscheinen von Dem-dessen-Name-nicht-genannt-werden-darf damit zusammenhing. Sie versuchte es mit Legilimentik, doch sie prallte auf eine geballte Mauer reinen Willens. Das hätte sie doch besser wissen können… Diese Frau war einfach nur Schlagzeilen-geil. Sie liess wirklich nichts unversucht – dabei hätte sie wirklich davon ausgehen können, dass ein Lucius Malfoy sich dauerhaft mit Okklumentik davor schützte, angegriffen zu werden. Also wirklich… Doch er liess sich nicht anmerken, als sie versuchte, ihn anzugreifen.
Rita selbst würdigte sein Rudel und die rosafarbenen Pfaue nur mit einem kurzen Blinzeln.
Als sie schließlich Anstalten machte, sich zu verabschieden, räusperte er sich leise. Sie sah ihn an.
„Was ist?" fragte sie, ein wenig herablassen. Wie konnte sie es nur wagen in seiner Gegenwart herablassend zu sein?
„Die Pfaue..?" erwiderte Lucius nur darauf, ihr dabei den Arm wieder anbietend, ganz Gentleman.
„Nun… Wirklich hübsch. Auch die ganzen…Viecher, die Sie herangeschafft haben. Immerhin sind sie zahm, auch, wenn dieser Wolf mich irritiert hat. Wieso hat er eine Kamera um seinen Hals hängen?"
Als ob ich das wüsste, Schreckschraube! „Nun.. Dies ist eine besonders seltene Art des Wolfes… Ein Fotografierwolf. Doch keine Sorge, ich habe ihm sowohl sämtliche Filme als auch sämtliche Speicherkarten weggenommen. Es sind keine Bilder von unserem Treffen entstanden."
Wahrscheinlich fragte sie sich jetzt noch, was bei Merlins Bart nun eine Speicherkarte war… Doch sie würde das schon selbst herausfinden müssen.
Sie warf nur noch einen abschätzigen Blick zum Rudel hinüber, eh sie sich umwandte und von Lucius zur Tür geleiten liess.
Als sie endlich gegangen war, musste Lucius sich eingestehen, dass er geschafft war. Diese Frau war einfach nur anstrengend. Aber er war auch ein klein wenig stolz auf sich, alle Klippen und Fallen, die sie ihm gestellt hatte, zu umfahren.
Gerade war die Tür ins Schloss gefallen, als seine Frau Narcissa durch den Kamin im Empfangsraum zurückkehrte.
„Du bist schon zurück?" fragte Lucius herablassend.
„Ich dachte, ich komme ein wenig früher nach Hause, Liebling. Du hattest doch sicherlich einen anstrengend Tag. Komm, wir gehen noch ein wenig in den Garten, ich kann dir den Nacken massieren."
Er rollte mit den Augen. Wie sie immer wieder versuchte, einen auf perfektes Ehepaar zu machen – selbst zu Hause… Doch nun gut, er musste sie auch ein klein wenig bei Laune halten.
Ihr jedoch bot er nicht den Arm an wie Rita Kimmkorn zuvor. Er schritt ihr voran, hinaus in den Garten, in eine ruhigere Ecke. Seine Frau blieb jedoch an der Tür stehen und sah fassungslos auf die pinken Pfaue und das ganze Rudel Tiere, das dort noch saß, und treudoof in Richtung des Anwesens blickte.
„WAS IST DAS, LUCIUS?" kreischte Narcissa panisch.
Er seufzte leise. Er hätte doch alle Zauber gleich wieder rückgängig machen sollen…
„Das Rudel wars! Jetzt reg dich nicht auf und komm her."
Langsam und vorsichtig ging sie zu ihm hinüber, dabei einen großen Bogen um das Rudel schlagend.
„Sind diese Viecher verrückt, Liebling?" fragte sie vorsichtig und leise – als ob ein Wolf sie nicht hören würde…
Lucius rollte mit den Augen – wieso musste er das heute eigentlich ständig tun? War er denn wieder mal nur von Trotteln umgeben?
„Der tut nichts."
Doch sie zuckte zusammen, als der Wolf laut und vernehmlich knurrte und dann dem ganzen Rudel voran aus dem Garten ging – wohin blieb offen.
Frauen waren eindeutig anstrengend… Ein Mann hätte nicht so ein Aufheben darum gemacht wie seine Frau. Ein Wunder, dass sie nicht nachgefragt hatte, wie dieses Rudel überhaupt in den Garten kam.
