Tachen,

es gibt schon wieder ein neues Kapitel! :)

Vielen Dank für die Reviews, ich freue mich jedes Mal wirklich sehr!

Reviews geben ein schönes Gefühl und ich freue mich, wenn die Story Euch gefällt!
An die anderen Leser eine kleine Bitte: Schreibt gerne auch mal ein Review! Ich freue mich wirklich über jedes Review. Also los :)

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen und hoffe auf nette Anregungen und Meinungen von Euch!

Liebe Grüße

Kapitel Neunzehn

Bella POV:

Am nächsten Morgen saß ich in der Küche und aß schnell mein Müsli. Ich hatte die Zeitung von der Veranda geholt, die der Zeitungsjunge uns jeden Morgen brachte, und las darin die Neuigkeiten des Tages.
Gestern Abend waren einige tote Tiere gefunden worden und eine Leiche wurde nur einige Meter weiter entfernt von den toten Tieren gefunden. Mein Magen zog sich zusammen und ich schob die Müslischüssel etwas weiter weg von mir. Tote Tiere? Viktoria ernährte sich nicht von Tieren, das war klar. Wer war die Leiche? Ich ging den Artikel durch und las, dass es sich um einen Wanderer handelte, der alleine durch den Wald gewandert war. Selbst schuld. Jeder wusste, dass alleiniges Wandern nicht sehr sicher war. Hier gab es viele wilde Tiere und was kaum einer wusste, auch Vampire, die Menschen töteten.
Also war Viktoria wieder in der Nähe gewesen. Jacob hatte mir versprochen, dass immer jemand auf Charlie und mich aufpasste. Ich wusste genau, dass, wenn was wäre, er sofort zu mir kommen würde. Ich konnte ihm vertrauen.
„Guten Morgen." hörte ich dann Charlies Stimme und blickte von der Zeitung auf. Ich schob sie von mir weg und lächelte meinen Dad an.
„Morgen, Dad." meinte ich nur und trank einen Schluck von meinem Orangensaft. Charlie musterte mich etwas vorsichtig und setzte sich dann mir gegenüber. Er nahm sich ein Brötchen, welche ich zuvor aufgebacken hatte, und schnitt es auf.
„Kaffee?" fragte ich und nahm die Kanne in die Hand. Er nickte und beobachtete mich weiter. Ich goss ihm etwas Kaffee in den Becher und dann etwas Milch. Er machte mich etwas nervös. Wahrscheinlich traute er meiner guten Laune nicht. Er kannte meine Stimmungsschwankungen und sicherlich wollte er sich nicht zu sehr freuen, dass es mir besser ging.
„Danke." bedankte er sich und trank einen Schluck. Ich lächelte und schaute wieder in die Zeitung.
„Also, du und Jake?" Ich schaute meinen Dad an und musste hart schlucken. Natürlich war er nicht dumm und konnte Eins und Eins zusammen zählen.

„Weißt du, Jake und ich wollen das lieber etwas langsam angehen lassen."
„Langsam?" fragte Charlie skeptisch und bestrich für kurze Zeit sein Brötchen, um mich dann wieder zu mustern. Ich wusste was er damit andeuten wollte und zuckte mit den Schultern.

„Jake und ich haben gestern ganz die Zeit vergessen, Dad. Er wird das nächste Mal nicht so lange hier bleiben" versicherte ich und Charlie nickte.
„Das hoffe ich auch. Ich glaube nicht, dass Billy damit einverstanden ist, dass sein sechszehnjähriger Sohn solange bei uns ist." Charlie versuchte etwas autoritär zu klingen, was ihm sichtlich schwer fiel.

„Natürlich."
Charlie biss von seinem Brötchen ab, kaute zu Ende und schaute mich wieder an. also war das Gespräch noch nicht beendet.

„Bella, du bist die ältere, ich möchte das du darauf achtest." bat er mich und ich nickte. Jacob war weiß Gott kein kleiner Junge mehr.

„Dad, dir ist doch sicher aufgefallen, dass Jake kein typischer sechszehnjähriger ist, oder?"
„Natürlich ist mir das aufgefallen. Ich weiß, dass Jake ziemlich reif ist. Trotzdem möchte ich nicht, dass ihr zwei bis zwölf Uhr nachts zusammen seid." Sein Ton war etwas ernster und ich nickte, damit er zufrieden war.

„Wie gesagt, wir achten jetzt darauf." versprach ich noch einmal und stand dann auf. Ich kippte mein Müsli in den Mülleimer, stellte die Schüssel in die Spüle und nahm mir eine frische Flasche Wasser aus dem Kühlschrank.
„Sehen wir uns nachher?" fragte Charlie und ich zuckte mit den Schultern.
„Bis jetzt habe ich noch nichts vor. Falls sich irgendetwas ändert, dann melde ich mich." Ich nahm meine Schultasche, gab Charlie einen Kuss auf die Wange und verließ dann das Haus.

Ich stieg aus meinem Transporter aus und sofort stand Alice neben mir. Sie schaute mich mit großen Augen an.

„Morgen Bella." sagte sie und ihr Ton klang etwas komisch.
„Morgen." Ich umarmte sie und schloss dann die Tür meines Transporters. Ich sah mich nach Jasper um, doch der war nicht zu sehen.
„Mit Jasper alles gut?" fragte ich und Alice nickte. Wir gingen langsam über den Parkplatz.

„Er ist auf der Jagd" meinte sie nur und schaute mich dann an. Sie musterte mich und das machte mich etwas unruhig.
Ich blickte zum Himmel und sah, dass er ziemlich bewölkt war. Normalerweise gingen sie immer nur Jagen, wenn die Sonne schien, weil sie dann sowieso nicht zur Schule kommen konnten. Kaum, wenn die Sonne schien, denn dann sah man die wunderschöne Haut, die funkelte wie unendlich viele Diamanten.

Wir gingen einen kleinen Augenblick schweigend nebeneinander her und blieben dann etwas abseits vom Schuleingang stehen. Alice war sehr seltsam und ich fragte mich die ganze Zeit, an was das liegen konnte. Hatte sie vielleicht Probleme mit Jasper?
„Habt ihr euch gestritten?" fragte ich um den Grund für ihr Schweigen herauszufinden. Ich kannte Alice eigentlich nur redend und es machte mich etwas unsicher, dass sie bis jetzt kaum einen Ton gesagt hatte.

„Nein, wir haben uns nicht gestritten. Er ist einfach auf der Jagd." Die Antwort befriedigte mich nicht wirklich. Irgendetwas war los, doch sie wollte mir nicht sagen, was es war.
„Alice, wenn irgendetwas ist, dann kannst du es mir doch ruhig sagen. Wir sind Freundinnen. Wir sagen uns doch alles oder?" Als ich diese Worte ausgesprochen hatte, wusste ich sofort, dass ich ihr nicht alles sagte. Ich hatte ihr noch nichts von Jacob und mir gesagt und eigentlich hatte ich es auch nicht vor. Ich wusste nämlich nicht, wie sie reagieren würde.
„Du sagst mir doch auch nicht alles, oder?" Das war keine Frage, sondern eine Feststellung. Ich starrte in ihr ausdrucksloses Gesicht und wusste nicht recht, was ich ihr erwidern sollte.
„Wie meinst du das?" stammelte ich und sie seufzte.
„Bella, glaubst du etwa, du kannst mich für dumm verkaufen? Auch wenn ich deine Zukunft nicht sehen kann, wenn dieser Hu... wenn Jacob bei dir ist, heißt das nicht, dass ich nicht weiß, was los ist." Ich schluckte hart und war überrascht, dass auch sie Eins und Eins zusammen zählen konnte.
„Alice ich...ich wollte es dir noch sagen. Weißt du, Jacob und ich haben eigentlich abgesprochen, dass wir es langsam angehen wollen." versuchte ich zu erklären, doch ich sah in ihren Augen, dass es ein kläglicher Versuch gewesen war. Ich schabte mit meinen Füßen unruhig auf dem Boden entlang, weil sie nichts dazu sagte.

„Ihr wollt es also langsam angehen lassen? Hast du mir nicht erst vor kurzer Zeit gesagt, dass du nicht mit ihm zusammen sein kannst?"
„Ja, das habe ich gesagt. Die Situation hat sich geändert." meinte ich dann und sie zog eine Augenbraue hoch.

„Ich bin doch deine Freundin, oder?" fragte sie dann mit einer gespielt traurigen Stimme.
„Du bist meine Freundin Alice und das weißt du auch,"

„Ich habe einfach erwartet, du sagst es mir, wenn du einen neuen Mann in deinem Leben hast. Auch wenn ich nicht denke, dass..."
„Hast du deine Meinung jetzt geändert?" fuhr ich ihr dazwischen. Das letzte Mal hatte sie gesagt, dass ich mir vielleicht Gedanken darüber machen sollte, nicht mehr an Edward zu denken. Jetzt war sie also gegen Jacob?

„Bella er ist nun mal ein Wer..." Sie sprach es nicht aus, weil einige der Schüler dicht an uns vorbeigingen.
„Ja das ist er. Er tut mir aber nichts. Alice, ich habe gedacht, dass du mich verstehst. Es ging nicht darum, was er ist oder nicht. Das war bei Edward nicht anders." meine Stimme klang etwas enttäuscht und aufgebracht.
„Du hast Recht. Tut mir leid." Sie schaute auf ihr Handgelenk. „Wir sollten uns auf den Weg zum Unterricht machen. Die erste Stunde fängt gleich an." Ich nickte nur und dann gingen wir ins Schulgebäude.

Während der ganzen Unterrichtsstunde machte ich mir darüber Gedanken, was mit Alice los war. Es war irgendetwas passiert, das stand fest, doch wusste ich nicht, was passiert war. Sie war das letzte Mal, als wír über Jacob gesprochen hatten, nicht ganz so ablehnend gewesen, wie sie es Heute gewesen war. Mich hatte das sehr gewundert. Plötzlich war er der böse Werwolf und eine große Gefahr für mich.
„Bella." hörte ich dann Angelas Stimme neben mir. Ich wandte meinen Blick zur Seite und schaute sie an.
„Kommst du Morgen mit mir nach Port Angeles? Ich wollte mir ein neues Kleid kaufen. Eric hat mich in ein ziemlich teures Restaurant eingeladen und ich wollte mir dafür etwas hübsches kaufen," Ich überlegte einen kurzen Augenblick. Hatte ich Morgen etwas vor? Vielleicht mich mit Jacob treffen?

Nun, wir wollten es langsam angehen lassen, das hieß auch für mich, dass man sich nicht jeden Tag sehen musste.
„Ich wollte direkt nach der Schule los." sie lächelte mich freudig an. „Dann sind die Straßen auch noch nicht so voll und ich hoffe, dass ich noch ein hübsches Kleid finde." sagte sie hoffnungsvoll und blickte wieder nach Vorne.

„Sicherlich findest du etwas Hübsches. Es gibt ja schon ein oder zwei Geschäfte zur Auswahl," Angela nickte lächelnd.
„Das stimmt." meinte sie nur noch und konzentrierte sich dann wieder auf den Unterricht. Sie war nicht der Typ, der gerne im Unterricht sprach.

In der Mittagspause ging ich mit den anderen in die Kantine und schaute mich suchend nach Alice um. Ich hatte sie schon in Biologie nicht gesehen, denn wir saßen dort immer nebeneinander. Wo war sie jetzt hin? Ich kramte in meiner Hosentasche und holte mein Handy heraus. Sie hatte mir auch keine SMS geschrieben. Ich seufzte und bei diesem Geräusch schaute mich Angela, die die ganze Zeit neben mir gegangen war, fragend an.

„Erwartest du eine SMS?"
„Nein, nein. Ich habe mich nur gewundert, wo Alice ist." Angela schaute sich auch einen kurzen Augenblick um und ihr Blick blieb dann bei mir hängen.

„War sie denn heute Morgen in der Schule? Die Cullens sind ja öfter nicht da, oder? Ich kann Jasper nämlich auch nicht sehen."
„Dem geht es auch heute nicht so gut." log ich und wir kamen bei dem Buffet an. Ich nahm ein Tablett und zwei Teller. „Alice war heute Morgen aber noch da. Ich habe mich kurz mit ihr unterhalten." erzählte ich weiter und füllte mir etwas Salat auf. Ich musterte das Essen und kam schnell zu dem Entschluss, dass es heute nur Salat und etwas Brot geben würde.

Wie, als ob Angela meine Gedanken lesen konnte sagte sie: „Das Essen sieht ja schon wieder ziemlich unappetitlich aus." Sie verzog das Gesicht, machte sich auch etwas Salat auf ihren Teller und dann machten wir uns auf den Weg zu den anderen.
Mike und Eric saßen schon dort und unterhielten sich laut. Angela schaute ihren Eric fragend an und dieser schob als Antwort den Stuhl, der neben ihm stand, zur Seite damit sie sich hinsetzen konnte.

Ich setzte mich einfach neben Mike und als ich mich hingesetzt hatte, trat Jessica an den Tisch und setzte sich auf die andere Seite neben Mike. War sie etwa noch immer eifersüchtig? So langsam war ihr Verhalten wirklich lächerlich. Ich hatte ihr schon so viele Male versucht zu erklären, dass ich kein Interesse an Mike hatte. Es schien einfach nichts zu bringen.
Ich wandte mich meinem Essen zu und hörte den anderen bei ihren Gesprächen zu. Jessica versuchte Mike zu überreden, dass sie mal wieder ausgingen. Angela und Eric unterhielten sich über das Restaurant, welches sie bald besuchen würden.
„Bella und ich fahren Morgen nach Port Angeles. Wir wollten etwas einkaufen gehen." hörte ich Angelas Stimme und ich blickte sie an.
„Du gehst mit Bella einkaufen?" fragte Jessica dann in einem Ton, der mir gar nicht gefiel. Angela wusste gar nicht wie sie reagieren sollte, da sie von Jessicas Ton anscheinend genauso überrascht war wie ich.
„Ja, Angela und ich fahren Morgen nach Port Angeles. Hast du damit ein Problem?" Hatte ich das gerade gesagt?
Ich sah, wie sie in ihrem Kopf nach Worten suchte. Jessica war nie wirklich schlagfertig gewesen. Anstelle etwas zu sagen, schüttelte sie nur den Kopf.
„Wieso sollte ich damit ein Problem haben?" Sie versuchte, ruhig zu sprechen, doch konnte man hören, dass ihr mein Spruch gar nicht gefallen hatte.
„Dann ist ja gut." sagte ich mit einem leichten Tonfall und wandte mich wieder Angela zu, die mir erzählen wollte, in welche Geschäfte sie überall gehen wollte.

Alice hatte sich den restlichen Schultag über nicht mehr blicken lassen. Anscheinend war etwas Ernstes passiert, sonst wäre sie nicht einfach so gegangen, ohne Bescheid zu sagen.
Ich saß in meinem Transporter auf dem Schulparkplatz und starrte auf mein Handy. Ich klappte es auf, suchte in meinem Telefonbuch nach Alice Nummer und drückte dann auf den grünen Knopf. Ich wartete einige Sekunden, bis ich das Freizeichen hörte. Einmal Klingeln, zweimal Klingeln. Es kam mir vor wie eine Ewigkeit.
„Bella?" hörte ich dann Alices Stimme und ich war erleichtert, dass sie überhaupt ran gegangen war.
„Ist etwas passiert?" fragte sie dann weiter.
„Nein, nein. Ich...ich wollte nur wissen, ob bei dir alles in Ordnung ist?" Ich hörte ein leichtes Seufzen auf der anderen Seite der Leitung.
„Ja, wieso fragst du?" Ihre Stimme klang etwas reserviert und kühl. Sie sprach eigentlich nie so mit mir.
„Nun, du bist vorhin nicht mehr in der Schule gewesen und ich wollte einfach wissen, ob irgendetwas passiert ist. Ich habe mir ein wenig Sorgen gemacht."
„Nein, Nein. Du brauchst dir wirklich keine Sorgen machen. Hier ist alles in Ordnung." Sie wollte mich loswerden.
„Soll ich heute Abend vorbeikommen?" fragte ich nur, um das Gespräch am Leben zu erhalten.
„Kannst du gerne machen. Gegen sieben Uhr?"

„Ich bin dann da."
„Bis dann." Sie legte auf und ich hörte das Tuten. Ich starrte einen kurzen Augenblick mein Handy an und klappte es dann zu.

Zu meiner Überraschung machte mir Carlisle die Tür auf. Er hatte ein leichtes Lächeln auf den Lippen, welches er immer hatte, wenn er mich sah.
„Bella! Schön das du da bist." begrüßte er mich freundlich und ich trat ein. Ich drehte mich gleich zu ihm herum und schaute ihn an. Er war immer die Ruhe selbst. Ich hatte ihn selten unruhig gesehen oder durcheinander. Er versuchte immer, der ruhige Pol der Familie zu sein.
„Alice hat gar nicht erzählt, dass du uns besuchen kommst." meinte er dann und ich folgte ihm ins Wohnzimmer. Ich schaute mich um und sah, dass Esme gar nicht hier war.
„Hat sie nicht?" Carlisle schüttelte den Kopf und blieb stehen.

„Nein leider nicht. Sie ist oben." Ich nickte wissend und schaute zur Treppe. Wieso war Carlisle auch so komisch?
„Da bist du ja!" hörte ich dann Alices aufgedrehte Stimme und schaute wieder zur Treppe. Sie kam die Treppen hinunter gesaust und umarmte mich fest. Sie verwirrte mich jetzt völlig. Am Telefon war sie noch so reserviert gewesen. Ich löste mich aus ihrer Umarmung und schaute sie an.

„Tut mir leid, dass ich nicht gesagt habe, dass Bella heute kommt." entschuldigte sich Alice bei Carlisle und dieser lächelte nur.

„Bella ist hier immer willkommen." Er ließ uns dann alleine und ich schaute ihm einen kurzen Augenblick hinterher. Es schien wirklich etwas passiert zu sein. Carlisle war nie so reserviert zu mir.
„Was ist los, Alice?" fragte ich und sie schaute mich unschuldig an.

„Nichts ist los. Wieso fragst du immer?"
„Ich habe das Gefühl, dass irgendetwas passiert ist. Jasper war heute nicht in der Schule, du bist auf einmal gegangen und Carlisle ist auch angespannt. Ist etwas passiert?" Meine Stimme klang ernst und ich konnte jetzt in ihren Augen sehen, dass wirklich etwas passiert war.
„Ich kann es dir nicht sagen, Bella." sagte sie dann entschuldigend und ließ ihre Schultern hängen. Sie setzte sich auf die große beige Couch und schaute mich an.
„Du kannst es mir nicht sagen? Wenn etwas mit Jasper ist?" Ich war ziemlich aufgebracht.
„Es ist nichts mit Jasper. Bella, es ist besser, wenn du es einfach nicht weißt, ja?" Ihre Stimme war jetzt ruhig und ich sah an ihrem Blick, dass es etwas mit Edward zutun haben musste. Warum verheimlichte sie mir sonst diese Sache? Deswegen war Carlisle auch so komisch gewesen. Ich sollte lieber meinen Mund halten. Es wäre besser.
„Gut." Ich klang beleidigt und schaute dann auf die große Uhr, die an der Wand hing. Es war viertel nach sieben.
„Dann werde ich mich jetzt mal auf den Weg nach Hause machen." Ich ging durch das Wohnzimmer zum großen Flur, der zur Haustür führte. Ich hörte, wie Alice mir hinterher ging.
„Du bist doch gerade erst gekommen." sagte sie aufgebracht und ich blieb stehen. Ich schaute sie an und musste feststellen, dass sie ziemlich besorgt aussah.
„Ich habe noch etwas zu erledigen." log ich und kam mir dabei etwas schäbig vor. Ich war sauer auf mich selbst, weil ich einfach keine Ruhe geben konnte. Ich hatte Alice so lange gefragt, bis sie mir eigentlich gesagt hatte, um wen es ging. Es war Edward und sie hatte so gut es ging versucht, zu verhindern, dass ich es wusste.
„Pass auf dich auf, ja?" fragte sie dann und ich zog mir meine Jacke enger um den Körper.

„Mach ich doch immer, weißt du doch." sagte ich etwas schnippisch und öffnete dann die Haustür. Ich blickte in den dunklen Wald und drehte mich dann wieder um.
„Wir sehen uns Morgen." Sie umarmte mich noch einmal fest und schloss dann die Tür hinter mir. Ich kam mir so verloren vor. Es hatte wirklich etwas mit Edward zu tun gehabt und ich konnte nicht glauben, dass sie alle mir davon nichts sagen wollten. Carlisle war sehr komisch gewesen und jetzt wusste ich warum. Esme war nicht da. War sie vielleicht bei Edward? Wo war Edward jetzt?
Ich seufzte und ging zu meinem Transporter. Ich schloss die Tür auf, setzte mich rein und startete den Motor. Es wäre wirklich besser gewesen, hätte ich meinen Mund gehalten und hätte nicht weiter nachgefragt.