Disclaimer: Die Rechte an "Harry Potter" gehören wie immer unserer werten JKR (und WB) – und wie immer gibts für uns auch kein Geld *seufz*

Okay, es kann sein, dass bei dem einen oder anderen der Author Alert mal wieder nicht so richtig funktioniert. Ich bekomme beim new-chapter-upload nämlich immer eine Fehlermeldung, trotzdem wird das neue Kapitel jedes Mal ordungsgemäss archiviert. Ich weiss auch nicht...

Aber nun zu etwas Erfreulicherem: Eure Reviews!

Vielen lieben Dank an Vanillia, Severin, SilentRoses, chi*999, Hexe und Graciee.

@Elliot – och, wir legen die Jungs ja hinterher auch wieder ordentlich in die Spielkiste zurück...*smile*

@MaxCat – ja, es wird sich noch so einiges tun...

@Shiva – Willkommen im „Club" *gg*

@Kirilein – „pressegeil" *lol* ja, das trifft's!

@Alex – ich fürchte, bis dahin wird's noch einige Zeit dauern... wir wollen ja nichts überstürzen... Deine Pairing-Vorhersage war ziemlich zutreffend... bis auf Eine! Welche? Sag ich nicht! *fg*

The Green Side of Life

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by The Slytherin Sisters

(Lorelei Lee & Toyo Malloy)

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Chapter twenty one

# 21 #

Lucius betrat das alte Riddle –Haus mit einem unguten Gefühl im Magen. Es war nicht die Art des Dunklen Lords ihn so oft hintereinander zu einem privaten Treffen zu befehlen. Vor allem hatte er seine Untersuchungen im Falle des Mantikors noch gar nicht abgeschlossen. Dieses Treffen schien absolut aus der Luft gegriffen zu sein. Wollte Voldemort ihn vielleicht kontrollieren?

Lucius blieb nicht lange Zeit um darüber nachzudenken, denn Wurmschwanz wartete schon an der Treppe auf ihn. Bei Merlin, wie Lucius diesen Mann hasste. Er war das Personifizierte von allem was Lucius an einem Menschen verabscheute: Er war schwach, ein Verräter an seinem Haus, ungepflegt und dumm. Ein Parasit. Lucius rümpfte die Nase. Am liebsten hätte er jetzt seinen Zauberstab gezogen und diesen Rattenmenschen einfach umgebracht, doch selbst er war nicht so überheblich den Lieblingssklaven Voldemorts direkt unter dessen Nase zu töten.

Manchmal glaubte Lucius er würde in seinem Hass gegen Wurmschwanz einfach etwas zu sehr übertreiben. Er konnte sich noch gut an die Zeiten erinnern in denen ihm die Existenz dieses Mannes einfach egal gewesen war, doch das hatte sich schlagartig vor zwei Jahren geändert. Es war in den Sommerferien nach Dracos viertem Jahr gewesen, da hatte ihm Wurmschwanz eine Nachricht des Lords überbracht. Lucius hatte sie gelesen, doch er hatte trotzdem bemerkt, dass Wurmschwanz etwas vom Fenster seines Arbeitszimmers aus beobachtete. Er hatte schnell auf das Schreiben der Dunklen Lords geantwortet und war dann neben den Rattenmenschen getreten um ihm seine Antwort zu geben. In diesem Moment beobachtete Lucius den furchtbarsten Anblick seines Lebens: 

Wurmschwanz beobachtete seinen kleinen Sohn durch das Fenster, der im Garten mit seinem Besen und einem Schnatz Quidditch trainierte und er konnte genau die Gier und die ekelhafte Lust in den wässrigen kleinen Augen des Mannes sehen während er Draco beobachtete. Sein Mund zu einem wollüstigen Grinsen verzogen leckte der Rattenmann sich über die Lippen, dabei konnte Lucius deutlich sehen wie die Augen des Mannes seinem Sohn folgten und ihn mit jedem Looping und Sturzflug mehr und mehr auszogen. Lucius hätte sich am liebsten übergeben.

An diesem Tag hätte Lucius es fast getan. An diesem Tag hätte er Wurmschwanz alias Peter Pettigrew fast umgebracht. Nachdem der diesem Schauspiel einige Sekunden lang zugesehen hatte, zückte Lucius seinen Zauberstab und schleudert Wurmschwanz mit einem „Stupify" an die Wand seines Arbeitszimmers. Einige Minuten hatte er vor dem auf der Erde kauernden Mann gestanden und mit sich gehadert, doch die unvorhersehbaren Konsequenzen hatten sein Handeln gebremst. Doch er hatte Wurmschwanz mit dem Zauberstab auf seinen Kopf zeigend gedroht, dass wenn er Draco auch nur einmal anfassen sollte, er ihm so viele Qualen bereiten würde, dass er sich wünschen würde, Lucius würde ihn töten.

Seite diesem Tag hasste Lucius Malfoy diesen Mann. Nichts konnte das ändern.

Lucius schreckte verwirrt aus seinen Gedanken, als Wurmschwanz ihn nicht den üblichen  Weg zu Voldemort führte sondern in ein kleines Zimmer am anderen Ende des Ganges. Wurmschwanz öffnete die Tür und ließ Lucius in das kleine muffige Zimmer eintreten. Lucius blickte sich angewidert um. Staub und Dreck lagen fast zentimeterdick auf dem Boden. Die einzigen Möbelstücke in dem Raum waren ein alter Sessel und ein mannshoher Spiegel. Lucius tarnte seine Verwirrung hinter seiner eiskalten Maske.

Wurmschwanz deutete auf den Sessel, doch Lucius setzte sich nicht. Einen Moment lang blickte er angewidert auf den schmutzigen Sessel und stellte sich dann hinter das alte Möbelstück. Er richtete seinen kalten Blick auf Wurmschwanz und fragte:

„Was soll ich hier?" Wurmschwanz grinste und zeigte seine gelben Zähne.

„Unser Lord möchte deine Meinung über jemanden einholen." Er deutete mit ausgestrecktem Finger auf den großen Spiegel.

„Wer?" fragte Lucius knapp.

„Das wirst du schon sehen…" flötete der Rattenmensch amüsiert. Dieser Ton gefiel Lucius überhaupt nicht, doch bevor er etwas erwidern konnte schloss sich die Tür hinter Wurmschwanz und Lucius war allein im Zimmer.

Er fing an im Zimmer auf und ab zu gehen. Diese ganze Sache gefiel ihm überhaupt nicht. Er dachte zurück an den missglückten Mantikor –Angriff. Lucius musste kein Genie sein um zu wissen wer Potter in allerletzter Sekunde den Hals gerettet hatte. Bei seinen gestrigen Ermittlungen war Lucius auf wenig Material gestoßen. Er fragte sich immer noch wie Voldemort es geschafft hatte dieses gefährliche Tier nach England zu bringen. Doch was Lucius am meisten beunruhigte war mit welcher Präzision dieser Angriff auf Potters Leben geplant gewesen war. Er vermutete nicht zu unrecht, dass es einen Spion ganz in Potters Nähe geben müsse.

Lucius erstarrte mitten im Raum, als der Spiegel kurz aufleuchtete und er die Szene mit ansah die sich in einem anderen Zimmer des Hauses abspielte. Er blickte auf die kniende Gestalt von Severus, der von dem Dunklen Lord zum Vorfall beim letzten Todessertreffen befragt wurde. Lucius hoffte, dass Severus genug improvisieren konnte und dieses Haus mit wenig Schmerzen verlassen würde. Das ganze Treffen dauerte nicht länger aus 10 Minuten, doch für Lucius schien es eine Ewigkeit zu dauern. Es beunruhigte ihn, dass Voldemort den Vorfall mit dem Mantikor mit keinem Wort erwähnte, doch er war fürs Erste einfach erleichtert, als Severus das Zimmer ohne auch nur einen Kratzer am Körper wieder verließ.

Lucius Gedanken fingen an zu rasen. Er versuchte sich sein Gespräch mit dem Dunkel Lord vorzustellen. Was würde er ihn über Severus fragen? Wie würde er darauf antworten? Doch er hatte kaum Zeit alle Möglichkeiten abzuwägen, als schon die Tür aufging und Wurmschwanz  Gestalt erschien. 

„Der Lord will dich jetzt sehen!"

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Lucius stürmte regelrecht in das Büro von Albus Dumbledore, Schulleiter von Hogwarts Schule für Hexerei und Zauberei. Es war ihm am gestrigen Tag nicht mehr möglich gewesen, sich die Zeit für diesen Besuch zu nehmen, was allerdings nicht dazu beigetragen hatte, seine Aufregung zu mildern. Dumbledore sah etwas verwirrt von seinen Unterlagen auf. Es musste wirklich etwas sehr wichtiges anstehen, wenn ein Malfoy seine Gepflogenheiten und seine gute Erziehung vernachlässigte. Mit schnellen Schritten trat Lucius an den Schreibtisch, seine Wangen durch Anstrengung gerötet, sein Atem ging schnell und einige weißblonde Haarsträhnen fielen ihm aus dem normalerweise akkurat gebundenen Zopf ins Gesicht.

„Lucius… atmen Sie erstmal tief durch! Was ist denn passiert?" Dumbledore blickte besorgt über seine Brille. Lucius atmete einmal tief durch bevor er ohne die Frage des Schulleiters zu beantworten sprach:

„Was hat Sev Ihnen von seinem Treffen mit dem Lord erzählt?"

Dumbledore sah ihn verwirrt an. Es war normalerweise nicht Lucius Art in einem Gespräch direkte Fragen zu missachten und besonders nicht Severus Snape bei seinem alten Spitznamen zu nennen. Es musste wirklich etwas Ernstes sein. „Was hat Sev gesagt?"

„Er berichtete mir, es sei nur ein informelles Treffen gewesen. Der Dunkle Lord wollte sich vergewissern, dass er bald wieder einsatzfähig ist. Severus meinte, er würde wahrscheinlich bald wieder auf Mission gerufen. Ich weiß nicht... aber es klang ein wenig seltsam…." Dumbledore wurde durch einen lauten Schlag auf die Schreibtischplatte unterbrochen. Lucius hatte seine Faust darauf geschlagen, seine Augen funkelten gefährlich und er begann haltlos zu fluchen.

„Dieser unverbesserliche Idiot…" Lucius richtete sich abrupt auf und fing an nervös vor Dumbledores Schreibtisch auf und ab zu gehen. „Hat wohl vor sich umbringen zu lassen, kleiner egoistischer Bastard… wenn ich ihn in die Finger kriege schieb ich ihm seinen Stolz sonst wo hin…"

Wäre die Situation nicht so ernst gewesen, hätte Dumbledore wahrscheinlich sehr herzlich gelacht. Man sah nicht alle Tage, dass Lucius Malfoy seine gute Erziehung vergaß und sich so vulgär artikulierte.

„Lucius, beruhigen Sie sich. Was ist denn passiert?"

Lucius hielt inne. „Entschuldigen Sie, Direktor." Mit einigen geschickten Handbewegungen richtete er sein Haar. „Professor Snape ist im Moment nicht sehr gut beim Dunklen Lord angeschrieben. Gestern Mittag wurde ich vom Lord gerufen - eine absolut ungewöhnliche Zeit. Er empfing mich nicht sofort, sondern ließ mich von der Ratte in ein anderes Zimmer bringen, in dem ich mir durch einen magischen Spiegel das Treffen der Beiden ansah." Lucius seufzte hörbar. „Der Lord wünschte danach meine Meinung zu hören. Von den Führenden im inneren Zirkel kennt keiner Severus so gut wie ich und der Lord wollte meine Meinung zu Severus Verhalten hören, denn er glaubt, Severus hätte etwas mit Potters Rettung vor dem Mantikor zu tun. Der Lord hat Severus weder bestraft noch ihm gedroht. Ich interpretiere es als schlechtes Zeichen. Ich habe Angst, dass Severus spätestens bei der nächsten Versammlung etwas passieren wird. Ich glaube der Lord wird ein Exempel an ihm statuieren." Lucius ließ seinen Kopf sinken.

„Wie haben Sie den Mantikor –Angriff erklärt?" fragte Dumbledore sichtlich beunruhigt.

„Ich habe berichtet, ich hätte aus zuverlässiger Quelle erfahren, dass Black es geschafft hat den Mantikor zu überwältigen. Der Lord war skeptisch, hat aber meine Quellen nicht angezweifelt. Doch ich bin mir mehr als sicher, dass er Severus misstraut. Ich glaube, es wäre klug ihn als Spion abzuziehen!" 

„Ich weiß, dass Sie es gut meinen, Lucius, aber Sie wissen genauso gut wie ich, dass es weder in Ihrer noch in meiner Macht steht, Severus zu sagen wann er aufzuhören hat. Aber seien Sie sicher, dass ich mein möglichstes geben werde um ihn zu schützen." Dumbledore merkte wie Lucius den Kopf sinken ließ und lächelte ihn aufmunternd an.

„Ich weiß…" Lucius fasste sich wieder bevor er weitersprach. „Außerdem möchte ich mich noch bei Ihnen für das Verhalten meines Sohnes in jener Nacht entschuldigen. Seien sie sich sicher, dass ich ihn in den Winterferien angemessen bestrafen werde. Er hätte sich nicht in die Angelegenheiten der Lehrer einmischen dürfen. Er hätte leicht selbst zum Opfer werden und die Rettung behindern können."

Dumbledore hob beruhigend die Hand. „Das ist sicher nicht notwendig Lucius, glauben Sie mir. Draco hat sehr viel geleistet in den letzten Wochen das wir anerkennen müssen. Seien sie nicht zu streng zu ihm."

„Wenn Sie meinen."

„Gehe ich recht in der Annahme, dass Sie heute Abend noch mit Severus reden wollen?" Lucius nickte nur. „Dann erlaube ich Ihnen sich solange im Schloss aufzuhalten."

„Danke, Sir."

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Harry stieg nach einem weiteren aufreibenden ‚Eins gegen Eins' –Spiel gegen Malfoy vom Besen, der Schnatz vibrierte noch in seiner rechten Hand. Er blickte kurz über seine Schulter zu Malfoy hinüber, der ebenfalls gerade dabei war zu landen. Harry atmete tief durch. Die letzten 45 Minuten in denen Harry und Malfoy dem Schnatz hinterher gejagt waren, waren die besten in Harrys Leben als Sucher gewesen. Eben gerade hatte er das beste Spiel seines Lebens gespielt und war als Sieger daraus hervorgegangen.

Nachdem sie gestern nur etwas mit dem Schnatz geübt hatten, hatten sie heute beschlossen, das Spiel ernsthaft zu betreiben – sie hatten sogar einen Klatscher losgelassen.

Jetzt begann die Angst in ihm hochzusteigen. Würde dieses Spiel dem Waffenstillstand (oder aufkeimendes Verständnis, wie Harry es lieber nannte)  zwischen den Beiden ein jähes Ende setzten? Enttäuschung begann in Harry aufzukeimen, als er eine Hand auf seiner Schulter spürte.

„Mann, Potter, das war das beste Spiel meines Lebens", keuchte Malfoy. Harry blickte ihn etwas unsicher an. Das Gesicht des Slytherins war vor Aufregung gerötet und seine sturmgrauen Augen sprühten vor Leben und Freude. Harry spürte wie er rot wurde. Er hatte Malfoy noch nie so gesehen und er konnte seine Augen einfach nicht abwenden.

Malfoy blickte ihn seltsam an, doch seltsamerweise schien er in Harrys Augen den Grund für seine Unsicherheit lesen zu können.

„Hey Potter, glaubst du etwa ich bin sauer weil du gewonnen hast? Hast du so 'ne schlechte Meinung von mir?" Ihren Augen trafen sich.

„Nein… ich… ich bin froh, dass ich falsch lag! Tut mir leid, dass ich das geglaubt habe." Harry senkte den Kopf. Malfoys Hand die immer noch auf seiner Schulter ruhte festigte ihren Griff, bevor sie zu Harrys Kinn wanderte und seinen Kopf hob. Harry blickte erneut in die Augen von Malfoy. Harry Gesicht wurde noch röter, als ihm auffiel in welcher Position sie sich befanden, seine Augen wanderten zwischen Malfoy Augen und seinen Lippen hin und her.

„Macht nichts. Du überraschst mich, Potter. Ich hätte nicht gedacht, dass du dich entschuldigen würdest. Ich will jetzt echt nicht abwertend klingen, aber wenn du nicht gerade ständig bei deinen Freunden 'rumhängst bist richtig… richtig…" Während Malfoy nach dem richtigen Wort suchte färbten sich auch seine Wangen in einem leichtem Rot. Keinem von beiden schien aufzufallen, dass Malfoys Hand immer noch auf Harrys Wange ruhte.

„Erträglich? Nicht so nervig? Annehmbar?" bot Harry als mögliche Antworten an.

„Nett!" vervollständigte Malfoy seinen Satz. Danach wandten beide fast gleichzeitig ihre Blicke voneinander ab und Malfoy ließ seine Hand fallen.

„Ich will jetzt auch nicht klingen, als hätte ich nur Vorurteile gegen euch, aber ich war einfach nur überrascht, dass du… du…"  Harry war das Ganz sichtlich unangenehm.

„Das ich auch mal ein guter Verlierer sein kann?" lachte Malfoy.

„So kann man das sagen… ja."

„Tja, so ich hab halt mal 'nen guten Tag gehabt." Harry stimmte in das Lachen ein und schlug Malfoy spielerisch auf die Schulter. „Wissen Sie was, Mister Potter?!" sagte Malfoy auf einmal.

„Was denn, Mister Malfoy?"

„Darf ich Sie zu einer Tasse Kaffee in die Höhle des Löwen einladen?"

„Das dürfen Sie gerne, doch glauben Sie wirklich, dass Sie es schaffen mich ohne einen Kleinkrieg durch ihren Gemeinschaftsraum zu bekommen?"

Malfoy schmunzelte. „Sie brauchen sich gar keine Sorgen zu machen, Mister Potter. Es gibt da noch andere Wege."

„Wenn das so ist, dann kann ich ja nicht anders als anzunehmen. Das war übrigens wirklich ein klasse Spiel."

„Nicht wahr…"

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Draco befand sich gerade auf dem Weg in sein Zimmer, als ihn jemand auf der Treppe zurückrief. Er drehte sich um und blickte überrascht in das Gesicht seines Vaters. Es war nicht so, dass er seinen Vater nicht gerne sah, doch unangekündigte Besuche hatten meisten eher unangenehme Gründe.

„Vater! Was machst du denn hier? Ist etwas passiert?" Lucius ging auf seinen Sohn zu und musterte ihn von Kopf bis Fuß.

„Sagen wir es mal so. Die Gründe meines Besuchs sind nicht gerade angenehm, doch wie ich sehe hast zumindest du dich ja heute gut amüsiert. Du siehst aus, als hättest du die letzten Stunden wie ein Verrückter Quidditch gespielt."

„Das ist mehr als wahr, aber lass uns doch in meinem Zimmer darüber reden." Die beiden gingen schweigend zu Dracos Zimmer. Dort angekommen entledigte Draco sich erstmal seiner Quidditch –Ausrüstung. Zwar schrie jedes bisschen seiner Haut nach einer Dusche, doch er wollte erst in Erfahrung bringen, was seinen Vater nach Hogwarts gebracht hatte.

„Ich nehme an dein Besuch hat mit Prof. Snapes' letztem Treffen mit dem Dunklen Lord zu tun."

Lucius sah erstaunt auf und schenkte seinem Sohn danach ein stolzes Lächeln.

„Wie kommst du denn darauf?" fragte er ironisch.

„Der Professor tendiert nach solchen Treffen immer dazu unbewusst über seinen Unterarm zu streichen. Aber keine Sorge ich habe ihn nicht darauf angesprochen." Draco verschränkte triumphierend die Arme vor der Brust.

„Das war klug von dir mein Sohn", sagte Lucius mit freundlicher Stimme bevor sie tiefer und ernster wurde. „Der Dunkle Lord hat meiner Meinung nach Severus auf seine Abschussliste gepackt. Ist zwar nur ein Gefühl, doch es wird durch einige schwer widerlegbare Vermutungen unterstützt. Sagen wir es einfach mal so, es reicht, damit ich mir Sorgen mache."

Draco nickte. Er fragte nicht näher nach, denn er wusste, dass sein Vater ihm nicht mehr sagen würde. Wenn die Angelegenheit die Präsenz seines Vaters in Hogwarts erforderte, dann war hatte sich die Situation wirklich zugespitzt. Außerdem würde das auch erklären, warum Snape ihm gestern so bereitwillig beim Wolfsbanntrank brauen hatte zusehen lassen.

„Bist du im Falle des Schülerspions schon weitergekommen?" fragte Lucius ernst.

„Nein. Ich habe zwar schon einige Leute in Verdacht, doch ich kann noch nichts Genaueres sagen", meinte Draco. Sein Vater nickte ihm anerkennend zu. Plötzlich fiel Dracos Blick auf die Uhr auf seinem Schreibtisch.

„Vater, ich will wirklich nicht unhöflich erscheinen, aber ich werde dich jetzt wohl rausschmeißen müssen", sagte Draco mit einem großen Grinsen im Gesicht.

„Ach, und was treibt dich so weit, dass du selbst deinen alten Herrn nicht mehr hier haben willst?" fragte Lucius künstlich beleidigt.

„Ich bekomme noch Besuch. Und der sollte dich hier nicht sehen."

„Ahhh, ein Rendezvous! Ja, da will kein Jugendlicher einen Anstandswauwau dabei haben." Dracos Gesicht wurde auf einmal mit einem Schlag rot.

„Es ist kein Rendezvous!" sagte er beharrlich, während er versuchte seine Gesichtsröte unter Kontrolle zu bringen. „Ich habe Potter auf einen Kaffee hierher eingeladen. Mehr nicht." Lucius hob eine fragende Augenbraue.

„Potter? Seit wann verstehst du dich denn mit Potter?"

„Reiner Zufall, aber ich kann nicht sagen, dass seine Gesellschaft unangenehm ist. Und es ist praktisch, so kann ich ihn ein bisschen im Auge behalten."

„Also warst du mit ihm Quidditch spielen." Draco nickte und Lucius fing an zu grinsen. „Dann brauche ich ja nicht nachzufragen wer gewonnen hat."

„Ach… verschwinde, Vater. Du wirst langsam lästig." Lucius lachte und ging Richtung Tür.

„Dann werde ich dich jetzt in Ruhe lassen. Ich will ja, dass du wenigsten vor deinem Rendezvous mit Potter noch die Chance bekommst zu duschen." Er war gerade dabei die Tür hinter sich zuzumachen, als Draco ihm noch nach schrie:

„Es ist KEIN Rendezvous!!!!"

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Harry kam gerade aus dem Bad. Die Dusche hatte ihn wirklich erfrischt und seine Muskeln gelockert. Er stellte sich vor den Spiegel und begann seine nassen Haare zu kämmen, obwohl er wusste, dass sie, wenn sie trocken sein würden, wieder in alle Richtungen abstehen würden. Harry fand es regelrecht lächerlich mit wie viel Mühe er seine Kleidung für sein Treffen mit Malfoy vorbereitete. Doch aus irgendeinem Grund wollte er akzeptabel aussehen. Es war ja schließlich nicht so, dass er sich herausputzte, er achtete einfach nur drauf, dass seine Kleidungsstücke zusammenpassten.

Einige Zeit später verließ Harry sein Zimmer im Gryffindor –Turm und ging hinab in den Aufenthaltsraum. Ron spielte mit Seamus Schach und es sah ganz so aus als würde Seamus wie üblich verlieren. Dean sah sich das Spiel an und versuchte Seamus einige Ratschläge zu geben. Hermine saß nahe der Drei auf einem Sessel, ein Buch in ihrer Hand. 

Harry bemerkte schnell, dass ihm von einigen Gruppen der jüngeren Schüler seltsame Blicke zugeworfen wurde. Er versuchte diese zu ignorieren und ging hinüber zu seinen Freunden.

„Ignorier die einfach…" murmelte Seamus, während er seinen nächsten Zug machte.

„Was ist eigentlich los?" fragte Harry und blickte über seine Schulter hin zu einer dieser Gruppen die ihn so seltsam ansah.

„Die Drei von gestern sind immer noch sauer, weil du sie vor allen so fertig gemacht hast." Dieses Mal sprach Ron. „Sie scheinen dich schlecht machen zu wollen, denn sie erzählen überall, du hättest dich mit Malfoy eingelassen."

„Da spielt man mal 'ne Partie Quidditch mit einem aus Slytherin und man hat schon offiziell Todesserstatus erlangt. Ist ja lächerlich." Harry warf einen verächtlichen Blick in Richtung von George, Peter und Michael.

„Was hängst du auch jetzt mit Malfoy ab. Kein  Wunder, dass die Leute anfangen zu reden" , sagte Dean und schaute auf Harry.

„Wo willst du denn noch hin, Harry", fragte Hermine und sah von ihrem Buch auf. Von einem Moment auf den nächsten starb das Geschnatter im Gemeinschaftsraum und alles flüsterte und sah in die Richtung der Gryffindor Siebtklässler. Hermine blickte finster in die Runde.

Harry konnte es kaum glauben. Er erhob seine Stimme extra, damit jeder im Gemeinschaftsraum ihn hören konnte, dabei zog er ein spöttisches Grinsen.

„Ich bin bei Malfoy zum Kaffee verabredet. Wir gehen zusammen in SEIN Zimmer, UNTEN in den SLYTHERIN –KERKERN." Während er redet betonte er bestimmte Wörter auffällig und drehte sich zu allen in den Raum, die sofort ihre Blicke abwendeten und zu tuscheln begannen.

„Dann bis später," sagte Hermine und winkte Harry zu.

„Bis später…" murrte Harry und ging in Richtung des Portraitloches. Dabei fluchte er leise vor sich hin. „Ich glaub das ja nicht…. Total lächerlich… Deppen…"

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tbc.

Lorelei: Juhu! Toyo hat geschrieben!!! *postkarteschwenk* Und sie ist auch bald wieder da!

Lucius: *reisstpostkarteansichundistglücklich*

Severus: Puh, endlich! (leise zu Lorelei: ) Er wurde langsam etwas anstrengend...

Lorelei: ich weiss, was du meinst – Wer will noch Kekse? Chi*999 hat welche geschickt!