Hallo, vielleicht erreicht euch das neue Kapitel noch im Wochende, das wäre toll. Wir freuen uns sehr über Reviews und so an einem Sonntag Abend, habt ihr vielleicht sogar Zeit ein zu schreiben.

Besten Dank an musashi47, der mit gewohntem kritischen Blick und einer Reihe von Vorschlägen (natürlich guten) an diesem Kapitel mitgebastelt hat.


Rückblick auf Kapitel 20

Harry sah sich suchend nach Felicitas um, als er seinen Taschenspiegel herausholen wollte, legte Ginny ihre Hand auf seine und schüttelte den Kopf. „Sie ist nicht verloren gegangen, glaub mir."

Es war eine traurige Musik. Das Saxofon bestimmte die Melodie, während die Violine leise vor sich hin klagte und es kam einem vor, als ob sie manchmal aufschluchzte. Kati zeigte auf den See: „Seht da tut sich was." „Auf dem See schwammen sechs helle Lichter schön geordnet. Plötzlich, mit der immer intensiven klingenden Violine bewegten sich die Lichter wilder. Grüner Nebel kam auf sie zu. Unter der dramatisch klingenden Musik trieben die Lieder den Nebel zurück oder wurden von diesen getrieben.

Das Saxofon wurde leiser und mit den klagenden Tönen des Streichinstrumentes, zog der Nebel über die Lichter, die bis auf eines in einem wilden Flackern erloschen.

In einem Fenster leuchtete ein anderes Licht auf, während die Violine alleine vor sich hinklagte. Plötzlich tauchten immer mehr kleine Lichter neben dem einsamen Licht auf. Die Stelle wo das einsame Licht stand wurde heller und heller. Das Saxofon stimmte in die Musik wieder ein und gemeinsam spielten beide Instrumente leise weiter.

Deutlich konnte man neben Tonks weitere bewegte Stimmen hören.

Langsam verklang die Musik, es herrschte Schweigen über den Gründen von Hogwarts.


21. Der Königliche Greif

Die Sonne über dem Schloss verkündigte einen schönen Sommertag, doch es herrschte Ruhe. Gut es waren Ferien, trotzdem waren ein paar Schüler zurückgekehrt. Sie konnten das riesige Gebäude nicht beleben, aber ein paar Stimmen müsste man doch hören können. Der Schulleiter und seine Stellvertreterin machten sich auf dem Weg nach dem Grund zu forschen.

Das Gemälde der fetten Damen schwang zur Seite und die Professoren Dumbledore und McGonagall sahen erstaunt in den Gemeinschaftsraum des Hauses Gryffindor.

Statt eines von den Hauselfen aufgeräumten Raums, den sie erwartet hatten, fanden sie ein großes Nachtlager vor. Überall waren Kissen, Decken und Matratzen, wie auch ihre Gäste verteilt. In der Mitte erkannten sie Tonks, umgeben von den Jugendlichen.

„Albus, unter auf Harry aufpassen und unterstützen verstehe ich etwas anderes?", sprach McGonagall ihren Schulleiter an.

„Hast du erwartet, dass sie allein im Lehnstuhl sitzt und aufpasst? Ich glaube eher die Rollen haben sich für heute Nacht gedreht. Sie haben auf Tonks aufgepasst. Oh, Minerva schau, die Violine."

Vorsichtig ging Dumbledore in die Fensternische und nahm die Geige in die Hand. „Albus!" Die Ermahnung von McGonagall ignorierend begann Dumbledore mit dem Bogen über die Saiten zu streichen. Das Instrument war etwas verstimmt, aber das störte ihn nicht, wozu hatte er sich mit Musik beschäftigt. Zufrieden steckte er seinen Zauberstab wieder ein. „Gestimmt", beantwortete er McGonagalls fragenden Blick. „Du wirst doch nicht?" Trotz des Einwandes hob er das Instrument an und schien sich mit jedem Ton mehr und mehr zu entfernen.

Harry war wach geworden und lauschte was sein Schulleiter zum Besten gab.

Nach und nach wachten die Jugendlichen auf. „Nanda, was soll das", brummte Felicitas. „Ich nicht, du brauchst nicht zu meckern", antworte ihr Cousin.

Felicitas richtete sich neben Harry auf schwang ihre Hand und präsentierte ihrem Freund einen kleinen Kuchen mit brennenden Kerzen. „Alles Gute zu deinem Geburtstag, Harry!" Dumbledore reagierte und stimmte mit der geliehenen Violine ein altes englisches Geburtstagslied an, das alle kannten, aber meistens vom üblichen „Happy Birthday" verdrängt wurde.

Nach dem Felicitas ihren Harry wieder freigegeben hatte, gratulierten alle ihm zum Geburtstag. So hatte Harry den Tag noch nie begonnen.

Beim Frühstück in der großen Halle erhob sich Dumbledore wie zum Schuljahresbeginn. „Ihr Lieben, ganz herzlichen Dank für das beeindruckende Schauspiel von gestern Nacht. Es hat uns allen, mehr als alle Worte bewusst gemacht, für was wir kämpfen. Danke den Beteiligten für die Teile aus Paul Hindemith's Music of Mourning. Der Komponist hatte zwar nicht unbedingt ein Saxofon in die Partitur geschrieben, aber es hat sich sehr gut eingefügt. Es ist ein Traum von mir, ein Schulorchester in Hogwarts."

Die große Türe öffnete sich und Edward Hopkins betrat, begleitet von der immer noch bleichen Amalie Bones, die Große Halle. „Habe ich irgendetwas versäumt, Amalie erzählte von einem Konzert am Abend."

„Felicitas, Nanda darf ich noch um ein kleines Stückchen bitten, extra für unseren Minister. Er wurde gestern als neuer Minister vereidigt." Applaus kam auf. Feli und Nanda ergriffen ihre Instrumente, welche Dumbledore aus dem Gemeinschaftsraum holen ließ.

Fasziniert betrachtete Harry seine Freundin, die ihren Violine spielenden Cousin, mit dem Saxofon begleitete.

„Tonks, schau selbst Snape hat aufgehört zu frühstücken." Tonks grinste. „Harry du weißt nicht wie gut es tut, wenn so viele liebe Menschen um einen herum sind." „Doch ich weiß es Tonks", widersprach er ihr. Sie sah in überrascht an und nickte dann zustimmend.

Harry fielen die Bilder von gestern Abend ein, welch ein Unterschied zwischen den beiden Seiten. Hier Leute die sich an Musik erfreuen, dort Leute die vor Angst schwiegen, weil einer sich an Schmerz und Tod ergötzte.

„Harry", Tonks legte ihm die Hand auf die Schulter. Überrascht sah er sie an: „Was ist große Schwester?" „Du verheimlichst mir etwas, oder war das nur so daher gesprochen, dass mit dem wie meine Kollegen gekämpft haben."

Harry drehte sich zu Tonks um, damit er ihr die Antwort direkt in das Ohr flüstern konnte. „Ich hatte eine geistige Verbindung zur Voldemort gehabt und so seinen Spruch gehört, auch davon, dass deine Tante Bellatrix sein ganzes Vertrauen genießt. Außerdem hat er Rudolphos ermordet."

„Harry, und er hat dich nicht bemerkt?" „Es wundert mich jetzt noch wie einfach es war, aber ich glaube er hat mich bemerkt." „Weiß Feli schon davon?" Harry schüttelte den Kopf. „Oh, oh!" „Ich habe auch nicht gewusst, dass sie ein Instrument spielt, also sind wir quitt!"

„Machen wir jetzt wieder auf Kindergarten? Weil du mir nicht sagst, dass du eine Fliege gefangen hast, verrate ich dir nicht, dass ein großer böser Hund hinter dir steht, oder wie, Harry?

„Hast Recht, ein wenig kleinlich von mir." „Ein wenig ist etwas sehr verharmlosend, Harry. Vielleicht hatten sie gar keine Zeit es dir zu sagen, du solltest aber die nächste Gelegenheit nutzen uns zu sagen was los war!"

„Die nächste Gelegenheit, wird hier wohl schwierig sein, da werde ich mit den einzelnen sprechen müssen." Zufrieden über Harrys Antwort nickte Tonks. „Ich hole nachher Remus ab, bin gespannt wie es ihm geht." „Mach mal und grüße ihn von uns. Tonks kannst du auch Ginny von der Sache mit Bella informieren, ich bin hier kaum eine Minute unbeobachtet." Tonks nickte, gab dem überraschten Harry einen Kuss auf die Wange und verließ die große Halle.

Nanda setzte die Geige ab. „Professor Dumbledore, ganz herzlichen Dank für ihre Einladung leider kann ich nicht länger bleiben, da meine Pflichten zu Hause mich rufen. Ich werde aber immer wieder unter ihnen sein. Mrs. Weasley, wir hatten noch nicht viel Zeit miteinander zu sprechen, aber sie erlauben mir doch ihre Tochter für heute zu entführen. Spätestens am 11. August werde ich wieder für ein paar Tage hier auf den britischen Inseln sein, da werden wir mehr Zeit haben, um uns kennen zulernen."

Ginny strahlte ihn glücklich an, stand auf legte einen Arm um ihn, winkte ihrer Mutter zu, und beide verließen die große Halle.

Harry grinste Felicitas an, als er den überraschten Gesichtsausdruck von Molly sah. „Harry, warum knutscht dich Tonks eigentlich in aller Öffentlichkeit?" „Sie hat sich verabschiedet, außerdem war das nur ein Küsschen auf die Wange. Ich kann dir zeigen, was ich unter knutschen verstehe." Er kam aber nicht dazu, denn Molly setzte sich zu den Beiden an den Tisch.

„Nein ich werde jetzt nicht schimpfen, obwohl ich mir ernsthaft Sorgen mache. Sie ist doch noch so jung und einen festen Freund. Ich kennen ihn doch gar nicht." Felicitas schaute Molly Weasley überrascht an. „Hat er nicht mit ihnen gesprochen?"

Molly nickte nachdenklich. „Doch schon, gestern habe ich mit ihm gesprochen. Es war direkt erfreulich, nachdem Theater welches Ginny hingelegt hat."

Harry zog die Augenbrauen hoch. „Harry mein Junge, ich wollte eure Zweisamkeit wirklich nicht stören, aber irgendwie wollte ich es nicht wahr haben, dass meine kleine Tochter..."

„Nun, es war ja nicht ihre ‚kleine' Tochter, sondern nur ich", bemerkte Felicitas trocken. Felicitas wollte gerade weiter reden, als Harry ihr zuvor kam. „Ich hoffe sie haben die Gefühle und Wünsche von Ginny verstanden, sie hat es verdammt schwer. So viele Brüder die auf sie aufpassen und vor allem Ron, der sich aufführt wie ein Sittenwächter. Mrs. Weasley Ron muss es einsehen, dass Ginny erwachsen wird."

„Habt ihr euch abgestimmt, mit dem was ihr mir an den Kopf werft." Harry schüttelte leicht resigniert den Kopf. „Nein Mrs. Weasley, ich bin Ginnys Freundin und Harry kennt sie auch recht gut. Wir wissen was ihre Tochter bewegt", stellte Felicitas mit Nachdruck fest.

„Kennen die beiden sich schon lange?", wollte Mrs. Weasley wissen. Während Felicitas schluckte um antworten zu können, fragte sie schon weiter nach dem wo und wie sie sich getroffen haben.

„Nun die kennen sich schon über drei Wochen, kennen gelernt haben sie sich zwischen dem Gate of India und unserem Haus in Mumbai", gab Felicitas gerne Auskunft.

„Mumbai sagt mir genauso wenig wie Gate of irgendwas?", meinte Molly. „Bombay, die große Hafenstadt in Indien heißt seit ein paar Jahren wieder Mumbai, das Gate of India ist das Wahrzeichen der Stadt und steht im Hafen, aber dass wir dort waren ist geheim."

Überrascht sah Molly Harry an: „Ihr seit tatsächlich in Indien gewesen? Und wo ist meine Ginny jetzt?"

„Ich nehme an, dass sie mit Nanda heute Vormittag im Indischen Ozean badet und am Nachmittag bei meinem Onkel zum Tee ist." Felicitas sah genüsslich in das überraschte Gesicht von Ginnys Mutter. „Wir nehmen sie auch mal mit, ich denke, dass Ginny eine Einladung mitbringen wird."

„Das ist nett, aber wir konnten uns den Urlaub nach Rumänien nur leisten, weil der Orden uns unterstützte, Felicitas. Und wie sollten wir so weit reisen?" „Portschlüssel Mrs. Weasley, in Indien sieht man das nicht so spießig eng wie hier. Wer will und es kann, macht sich einen Portschlüssel. Könnte Ginny auch lernen, wenn sie nur dürfte."

„Felicitas, liebes Kind, ich habe auf eine Bemerkung in diese Richtung schon gewartet", meinte Molly lächelnd. „Diese hier war aber unnötig, da ich bereits mit Madame Bones gesprochen habe." Molly senkte verschwörerisch die Stimme. „Sie darf bei dem privaten Lernprogramm mitmachen. So wie Amalia mich bearbeitet hat, vermute ich, dass Ginny schon damit angefangen hat."

Harry musste aufpassen, dass er nicht zu sehr grinste und somit mehr zugab als notwendig. „Dann darf sie bei dem Unterricht von Snape und McGonagall auch mitmachen?"

Nun schaute ihn nicht nur Molly überrascht an. „Was! Die strenge Minerva gibt sich die Ehre?"

Der überraschte Ausruf von Felicitas fiel etwas lauter aus. „Felicitas, das heißt Professor McGonagall!", bemerkte Molly.

„Danke Molly!" Felicitas drehte sich schnell herum. Hinter ihr stand in ihrer schwarzen Robe, die stellvertretende Schulleiterin. „Ja, Felicitas, die strenge Minerva gibt sich die Ehre. Es war nett, dass du in deinem Ausruf keine Bemerkung über mein Alter gemacht hast."

„Aber, aber, so was denken sie von mir Professor?" „Um ehrlich zu sein, ja. Bei ihnen überrascht mich nichts mehr. Molly du musst wissen, hinter diesem manchmal recht aufsässigen Geist, steht eine großartige Hexe. Felicitas, ihre Leistungen bei der Vorführung neulich haben nicht nur mich begeistert und deshalb heute Nachmittag 14 Uhr für vier Stunden im Verwandlungszimmer. Mr. Potter sie werden dafür sorgen, dass sie beide pünktlich sind."

Als Minerva den Saal verlassen hatte, beantwortete Harry Felicitas ungestellte Frage: „Ist doch nett von ihr, wir werden mehr lernen als in einem ganzen Schuljahr. Drei oder vier Schüler, wenn Susan dableibt, das bedeutet Minerva pur." „Das wollte ich eigentlich nicht wissen, Harry", bekam er von seiner Freundin zurück. Harry zeigte mit breitem Grinsen, auf den Kaminsims auf dem, Indira die Schlange aus Indien eingerollt lag. Als Felicitas die in den Fideliuszauber einbezogen war, die Schlange sah, grinste sie zurück.

„Harry, hast du deine Geschenke eigentlich schon ausgepackt, oder hast du bei dem ganzen Trubel vergessen, dass du Geburtstag hast?" Molly legte Harry ein Päckchen auf den Tisch. „Eigentlich wollte ich warten, bis Remus zurück ist, aber dieses mache ich ihnen zu Liebe auf."

Harry öffnete es und heraus kam ein Buch über magische Sagen in Groß-Britannien. „Wir haben es in Rumänien gefunden und dachten es könnte dir gefallen. An jeder Sage ist etwas Wahres, besonders in der magischen Welt." „Danke Mrs. Weasley, wenn ich nur an die Sage um die Kammer des Schreckens denke, und sie war wahr."

„Und wieder wollte es keiner glauben, dieser Satz hat gefehlt Harry. Langsam verstehe ich euch. Das Gespräch gestern mit Dumbledore war nicht einfach, zum Glück hat diese herrliche Musik uns unterbrochen. Sonst hätte ich ihm noch mehr meine Meinung gegeigt."

Felicitas rückte näher an Molly Weasley: „Wie, sie haben sich mit Dumbledore..."

„Potter, McKinnon! In einer halben Stunde bei mir, und pünktlich. Ich habe nicht im Überfluss Zeit, bin schließlich kein Schüler."

„Severus!", Dumbledores Stimme erklang mahnend. „Harry hat doch heute Geburtstag, wie kannst du so streng sein. Geht es nicht freundlicher?"

Unwillig drehte sich Snape um, mit versteinerter Mine begann er erneut zu sprechen: „Liebe Felicitas, ist es dir möglich in 28 Minuten bei mir im Kerker zu sein?"

Die Stimmlage klang gefährlich und überhaupt nicht so freundlich wie die Wörter waren. „Ja wohl Herr Professor, muss ich außer meinen Hausaufgaben noch etwas mitbringen?"

„Ja, deinen Potter und zwar pünktlich!" Die Türe fiel krachend in das Schloss.

„Was war das denn?", erkundigte sich Madame Bones. „Das war Professor Snape pur, Amelia. Liebenswürdig wie immer, wobei er sich heute sogar angestrengt hat", meinte Harry schmunzelnd.

„Und wo ist eigentlich Miss Tonks, Harry. Sie sollte doch immer bei dir sein", fragte Amalia.

„Gestern war Vollmond. Sie ist nach Remus schauen, schließlich bin ich hier ja in Sicherheit."

Er beobachtete wie Amalia in dem geschenkten Buch blätterte, sie zeigte lachend auf ein Kapitel: „Hier kannst du die Geschichte über das sagenhafte Haus der Blacks lesen, Molly. Als Schülerinnen haben wir uns doch immer gegenseitig damit Angst gemacht." Harry und Felicitas schauten gleichzeitig erschrocken auf.

„Null Chance, Harry", meinte Mister Hopkins lässig, der sich mit Albus Dumbledore hinter Amalia gestellt hatte. "Das Ministerium hat, bei der Suche nach Sirius, in Hogsmeade jeden Stein umgedreht, das Haus gibt es nicht. Die alten Familien hatten ihren Spaß daran, solche Sagen über sich im Umlauf zu sehen."

„Selbst Phineas Nigellus, hat keinerlei Wissen darüber. Ich habe mich mit ihm lange über die Familie Black unterhalten. Aber er wusste nichts über das Haus auch konnte er mir nichts sagen, was uns Morgen erwarten wird."

„Wenn selbst Phineas Nigellus nichts davon weiß, brauchen wir keine Gedanken daran zu verschwenden, Harry."

„Felicitas es freut mich, dass du Autoritäten doch manchmal anerkennst."

Harry verschluckte sich beinahe an seinem Kakao. Für sein Okklumentiktraining war das eine echte Herausforderung, den suchenden Blicken Dumbledores stand zu halten.

Es ploppte laut und Dobby stand mit einem Päckchen vor Harry. „Master Harry, Master Harry ich habe die Post erhalten auf die Master Harry gewartet hat, die ganze lange Zeit." Tatsächlich Hermine und Ron hatten ihm zum Geburtstag geschrieben, sie beschrieben ausführlich ihren Urlaub in Rumänien, auch den Besuch bei Krum erwähnten sie. In dem Päckchen war neben den Glückwünschen auch ein Buch über Verteidigungszauber aus Osteuropa."

Harry beschwor eine Feder und Tinte um den beiden mit ein paar Zeilen zu antworten. Er schlug ihnen ein Treffen im Grimmauldplatz vor, sobald sie zurück waren. „Harry konnte unbeobachtet schreiben, da Felicitas die Erwachsenen in ein Gespräch über den Angriff auf Askaban verwickelte.

„Ihr beiden habt ja heute einen vollen Terminkalender, können wir uns trotzdem nach dem Mittagessen treffen, dann erfahrt ihr von mir alles was ich weiß." „Oh, danke Herr Minister, und wo?" Felicitas schaute Hopkins ungläubig an.

„In meinem Büro", meinte Dumbledore, der scheinbar über den Vorschlag des Ministers auch überrascht war.

„Wir sehen uns noch beim Mittagessen", meinte Molly Weasley und winkte den beiden, die in die Kerker eilten.

Felicitas klopfte, als ob er gewartet hatte antwortete Snape umgehend.

„So da seid ihr ja endlich!" Snape stand auf und ließ die Tische zur Seite schweben. „Der Hund hat ja schon geklappt Harry. Der wichtigste Schritt zu eigenen Zaubersprüchen, ist das Ausführen von mehreren Zaubersprüchen gleichzeitig. Er zeigte ihnen einige Beispiele, dann mussten sie sich selber eine Reihe von Sprüchen überlegen und daran arbeiten. Durch die ruhigen Tage in Indien waren sie das Tempo, welches Snape vorlegte, nicht mehr gewohnt. Ihm machte es sichtlich Spaß, sie von einer Übung zur Nächsten zu jagen. Plötzlich unterbrach er das Üben.

„Felicitas, Harry, sagt es ja niemanden, dass ihr bei Professor Severus Snape mit Gegenständen geübt habt, wie bei dem kleinen Zwerg. Ich mache euch hier nicht den Kasper in Zauberkunst, aber ich kann euch hier die Sprüche, die mir vorschweben nicht üben lassen. Stellt euch vor ihr setzt Sprüche wie den Petrificus Totalus mit einem Fesselspruch und einem Schockfluch zusammen. Das hat eine andere Wirkung als aus einem Stein einen roten Hund zu machen, der Schweinsohren trägt. Das ist was ich euch beibringen will. Diese Flüche sind harmlos, die Todesser verwenden die Zusammenstellung mit schwarzen Flüchen. Eure Aufgabe ist es für das nächste Mal, Flüche die man für den Angriff verwenden kann zu sammeln, und ich möchte keinen sehen, der aus dem Schulbuch stammt. Das Haus in London hat viele Bücher, da werdet ihr einiges finden."

Harry nickte und dachte an die Bibliothek auf Black Castle, welche die Sammlung im Grimmauldplatz sicherlich bei weitem übertraf.

Auch Snape dachte nach "Wir werden uns dann woanders treffen müssen. Felicitas kannst du Portschlüssel herstellen." „Ja Sir, ich kann ihnen dann auch die Märkte zeigen, wo es alles frisch gibt." Severus musste tatsächlich lächeln, dann wurde er wieder ernst und fuhr im belehrenden Ton fort. „Ihr müsst euch eine eigene Strategie zulegen. Es ist sehr wichtig, dass ihr die auswendig könnt. Auch muss sie durchdacht sein, nicht wie die Aktionen die du schon durchgeführt hast Harry."

Harry sah seinen Zaubertränkelehrer aufmerksam an: „Ich soll mir eine Strategie zu legen, ein Muster, nachdem ich reagieren soll, Sir? Das wäre wie beim Schachspiel." „Harry, schneller viel schneller als beim Schachspiel. Komme mir aber jetzt nicht mit Quidditsch. Das was ich euch hier beibringen will, ist kein Spiel, sondern ein Kampf um Leben und Tod. Dein Gegner lässt dir keine Zeit um nachzudenken und sie reagieren schneller als Draco Malfoy beim Quidditsch, wisst ihr warum?"

Felicitas und Harry dachten nach. „Auf, Felicitas warum sind sie schneller? Ja warum?" „Nun Sir, sie wissen was sie wollen."

„Harry, Felicitas, das ist der springende Punkt. Die Gegner tauchen auf und wissen was sie wollen. Jeder Einzelne hat seine Aufgabe und sie wissen, dass sie ihr Ziel erreichen müssen. Deren Ziel ist Vernichtung, euer Ziel ist als erstes euren eigenen Hintern zu retten und wenn es sein muss auch den Anderer, die diesen nicht schnell genug bewegt haben. Mein Ziel ist, dass..."

Snape hatte die letzten Worte eindringlich leise gesprochen. Es entstand eine Pause. Snape trat näher zu seiner Karte und suchte scheinbar jemand. Er zog hörbar Luft ein. Harry meinte, er würde wie eine Schlange zischen. Nein er verstand die Worte, es war Indira die die Gänge des Basilisken benutzte.

Snape hob den Kopf von der Karte und schaute etwas irritiert. „Professor Snape, wo bekommt man in Zeiten, in denen man nicht einfach in eine magische Apotheke kann, einen Bezoar her?"

Snape und auch Felicitas schauten Harry überrascht an. Die Augen des Professors verengten sich: „Potter..." Der Professor sah Harry in die Augen, ein leises Murmeln war zu hören und die Augen weiteten sich. „Woher..."

Professor Dumbledore stand plötzlich im Kerker, obwohl niemand die Türe gehört hatte: „Harry, das ist eine sehr interessante Frage. Hast du auch schon eine Antwort darauf?"

Snape holte tief Luft: „Professor Dumbledore..."

„Das ist aber unfair Professor Snape, der Schulleiter hat die Frage an Harry und vielleicht auch mich gestellt", unterbrach ihn Felicitas. Sie hielt einen Bezoar in der Hand. „Professor Dumbledore, uns wurde hier beigebracht, dass wir immer einen bei uns haben sollen. Sonst denke ich, dass wir ihn von einem Schlachthof oder einer Abfallgrube eines Ziegenbesitzers bekommen können. Was in England sicherlich schwieriger ist als in asiatischen oder arabischen Ländern."

Sie sah Snape erwartungsvoll an. „Danke Felicitas. Sie sehen Herr Direktor, mein Nachhilfeunterricht trägt Früchte. Auch habe ich den Schülern beigebracht, dass man anklopft, bevor man einen Raum betritt." Snape wandte sich um und verließ den Kerker in Richtung seines Büros.

„Und ich wollte doch nur zum Essen bitten", bemerkte Dumbledore beinahe entschuldigend. Er verließ mit Felicitas den Kerker, während Harry noch eine Maus heraufbeschwor und geschockt liegen ließ. Indira, seine Schlange die nach Dumbledore, durch irgendein Loch in der Wand, in den Kerker gekommen war, freute sich über den gedeckten Tisch und begann die Maus zu verschlingen. An sich ein Bild das man vor dem Essen nicht sehen will.

Als Harry vor die Tür trat, war der Flur leer. Felicitas Stimme klang aus dem Büro des Zaubertränkelehrers. Harry bekam nur die Aufforderung von Snape mit, ihm einen Platz zu reservieren.

Felicitas trat zufrieden auf den Flur. „He Harry, woher hast du gewusst das Dumbledore kommt?" Harry tat sehr geheimnisvoll, in dem er große Bögen über die nächste Wand andeutete. „Hier Felicitas liegt das Geheimnis. Das ganze Schloss ist mit Rohren durchzogen. Slytherins Werk um seinem Haustier in der Kammer des Schreckens den Zugang zum Schloss zu ermöglichen. Indira nutz die nun leeren Gänge und ich hörte sie, als Snape auch unruhig wurde und die Karte absuchte. Ich befürchte Dumbledore kann auch von der Karte verschwinden." „Meinst du?"

„Er kann sogar noch viel mehr." Harry berichtete seiner Freundin von der Begegnung beim Spiegel Nerhegeb. „Und Dumbledore hat das wirklich so gesagt?" Harry nickte: „Ich brauche keinen Umhang, um unsichtbar zu werden. Genau diese Worte sagte er."

Felicitas stampfte wütend auf: „Und warum, verdammt noch mal, hat er dir diesen Zauber noch nicht beigebracht?" „Vielleicht, weil er befürchtet ich würde zuviel erfahren?" „Das ist der Punkt, und du wärst ein Troll, wenn du Dumbledore richtig vertraust, bevor er mit diesem Spruch nicht rüber gekommen ist." Harry dachte nach. „Du meinst, ich muss ihn vor die Wahl stellen?" „Natürlich nicht gleich, aber ein paar Hinweise würde ich ihm schon geben. Und dieser dusslige Spiegel könnte die Brücke bilden, aber jetzt psst, wir sind schon vor der großen Halle." „Wir müssen uns nachher treffen, bevor wir zu Dumbledore gehen!" „Ist noch was Harry?" Harry nickte: „Ich habe gestern nicht normal geschlafen, sondern wie soll ich es formulieren? Ich hatte Kontakt zu Voldemort und dabei ein paar Informationen mit bekommen?" Felicitas nickte und ging durch die geöffnete Tür.

Felicitas und Harry aßen eilig und sprangen vom Tisch auf bevor die Anderen die Suppe beendet hatten. „Professor McGonagall wir müssen uns noch auf ihren Unterricht vorbereiten." Die Angesprochene nickte Harry zu, nachdem sie zuvor mir ihrem gefürchtetem missbilligenden Hüsteln die Flucht von Harry und Felicitas vom Tisch, kommentiert hatte.

„Harry!" Dumbledore sah vom Teller auf. „Vergesse bitte nicht, dass wir uns in meinem Büro treffen wollen." Harry nickte, er nahm Feli bei der Hand und zog sie mit, kurz nach der Türe hielt er an: „Nicht überrascht sein, Felicitas. Alle erwarten, dass wir im Gemeinschaftsraum sind und deshalb teleportieren wir in das mystische Haus aus dem Sagenbuch.

„Wir hätten aber auch in einen Koffer gehen können?" „Stimmt aber ich weiß nicht, wann oder durch welchen Koffer Ginny und Tonks mit Remus zurückkommen. Jetzt schau mir aber mal ganz fest in die Augen und dann entscheiden wir gemeinsam, wie viel wir von der Sache Dumbledore sagen werden." Felicitas wandte den Legilimentikzauber an und hatte keine Schwierigkeiten, da Harry ihr keine Okklumentik entgegen stellte. Sie erlebte die ganze Szene mit. „Ist ja interessant, er bringt die grünen Männchen noch nicht ganz in Verbindung mit dir, wir sollten zukünftig sie vorsichtiger einsetzen. Das mit dem Wappen über den Schutzschild wird Dumbledore wohl auch schon gesehen haben." „Felicitas meinst du, der Greif und die Schlangen sind mein neues Wappen?" Felicitas nickte. „Der Greif scheint von den Potters zu kommen und die Schlangen waren ein Teil des Wappens der Blacks."

Harry notierte sich etwas, während Felicitas sich weiter Gedanken um das Gesehene machte.

„Das mit dem Wappen und woher Rookwood seine Informationen bekommt, können wir Dumbledore zeigen, richtig?" Harry nickte: „Auch den Ärger über die Umbridge, obwohl sie das nächste Treffen nicht überleben wird." „Harry, die sitzt in Askaban. Sie war bei Arabella dabei und der Todesser der geflohen ist, war klein und schmächtig. Die Umbridge, ist in deinen Gedanken nur klein und alles andere als schmächtig." „Gut, auch diese Szene bekommen sie im Heimkino zusehen."

„Aus der Aussage über weitere Befreiungsaktionen und dem Rückzug aus Little Whining werde ich nicht schlau." Harry überlegte kurz um Felicitas seine Gedanken dazu sagen zu können: „Nun von Askaban hat er wohl die Nase voll, hockt doch der Versager und diese Weib dort. Little Whining ist was anderes, gut er sagte er würde sich zurückziehen, tabu für alle. Aber nachdem er mich bemerkt hatte, könnte er beide Aussagen als Falle einsetzen. Er hofft vielleicht, dass ich ihm in Little Whining auf den Leim gehe." „Meinst du?" „Ja Felicitas. Er sagt Little Whining ist für alle tabu, er hoffte, nein er weiß es, dass ich es mitbekommen habe. Er greift Askaban nicht mehr an, und denkt ich glaube ihm, dass er das gleiche mit dem Vorort macht. Wäre doch die perfekte Falle, Potter in Sicherheit wiegen und zuschlagen."

„Harry du beeindruckst mich, ich habe gehört, das Gryffindors denken immer offen und gradlinig, aber nun schaffst du es die Kurven der Gemeinheit nachzuvollziehen." Harry streckte ihr einfach nur die Zunge heraus. „Mit dir als Lehrerin wird man ja zu solchem Denken verführt." Felicitas sah auf die Uhr. „Zum Schluss könntest du ihnen die Szene zeigen, in der Bellatrix befördert wurde, so erfahren sie auch dass sie nun eine schwarze Witwe ist."

„Gut jetzt brauche ich ein paar Minuten um mein Besucherzimmer einzurichten, ich denke wenn ich die Szenen in das Besucherzimmer vervielfältige, dann kann ich sie ohne Sorge Dumbledore im Denkarium zur Verfügung stellen, und den Rest durch Okklumentik schützen."

Lautes Poltern im Nebenraum des angrenzenden Büros verkündigte, bevor Addy es seinem Master sagen konnte, dass Besuch eingetroffen ist. „Master Harry, schnell Lady Tonks und Mister Lupin sind eingetroffen. Addy wird die Hausapotheke suchen gehen."

Felicitas und Harry sprangen auf und im Büro trafen sie auf Tonks, die eine Liege für Remus herauf beschwor. Entsetzt sah Harry auf ihren in Fetzen gerissenen und blutverschmierten Umhang. „Bevor er etwas sagen konnte deutete Tonks mit dem Zauberstab auf Remus „Enervate". Remus schlug die Augen auf. In der linken Hand hielt ein recht beschädigtes Buch in der Hand, während die Rechte immer noch den Zauberstab festhielt. „Remus, du darfst den Zauberstab wegstecken und Harry sein Geschenk überreichen, auch wenn es etwas mitgenommen ist", meinte Tonks trocken.

„Tonks was..." „Angriff, ein ganz gemeiner Angriff. Mitten in der Buchhandlung Flourish & Blotts tauchen drei Todesser auf und bedrohen den Besitzer, weil der nicht schnell genug zahlte, wollten sie Geiseln nehmen." „Hab ich gar nicht mit bekommen meinte Remus, nur einen Streit an der Kasse, und dann dachte ich du wärst gegen das Regal gestolpert." „Nein Remus ich habe die Bücher auf die Angreifer geschleudert, mit zwei werde ich schon fertig, aber drei. Schwamm darüber, als die Kollegen Auroren eintrafen, brauchten sie die Kerle nur noch einsammeln."

„Du hast alle drei besiegt und geschockt?" „Besiegt ja, geschockt auch, nur einer wird wohl nicht mehr aufwachen. Er hat Remus noch geschockt, als der Kampf für ihn eigentlich schon verloren war, nun da ist eben so ein dummer Schrank umgefallen. Vermute Genickbruch", meinte Tonks ganz nebenbei. „Dann ist der wohl tot, oder?" „Ja Harry, so wie er unter dem Schrank kam nehme ich es an. Was schaust du so entsetzt, lieber er als ich oder gar Remus." „Bekommst du jetzt keinen Ärger mit dem Ministerium?", wollte Felicitas wissen. Tonks schüttelte den Kopf. „Es gab genug Zeugen, außerdem hatte er seine Todesserkluft an und die Maske vor dem Gesicht."

„Remus stand mühevoll auf: „Alles Gute zum Geburtstag Harry!" Er drückte ihm das verfedderte Werk in die Hand. Spurlos Zaubern

„Danke, das stammt aber nicht von Flourish & Blotts?" Remus schüttelte den Kopf. „Ich denke du wolltest kein Märchenbuch, das stammt aus der Nokturngasse, wie du richtig erkannt hast." „Und wo war der Überfall bei Flourish & Blotts?" Tonks nickte. „Wir brauchten doch noch ein Alibigeschenk, falls Dumbledore deine Geschenke anschauen will."

Harry legte das Buch sorgfältig auf den Schreibtisch, mit ein paar Reparo Zauber, hielt es wieder zusammen.

„Oh danke, Addy. Ich wollte mich nur noch mit diesem Umhang bei Dumbledore und vor allem Hopkins sehen lassen, dann nehme ich den von dir gebrachten." Der Hauself verpackte den Umhang, welchen er für Tonks besorgt hatte, und das Päckchen verschwand mit dem Wappen der Blacks versehen. „Gryffindor Gemeinschaftsraum", erklärte Addy auf Harrys fragend Blick.

„Mister Harry!" Harry drehte sich um nach dem Sprechenden zu suchen. „Hier im Bilderrahmen." „Phineas Nigellus, besten Dank noch für das Verschweigen dieses Hauses gegenüber Dumbledore." „Nicht der Rede wert Mister Potter. Der eben erwähnte wartet in seinem Büro auf den Besuch, auch rätseln sie, wo sie mit Mylady abgeblieben sind. Die Nachricht über ihren Kampf, Miss Tonks hat den Minister bereits erreicht. Oh, nicht das ich es vergesse ‚saure Apfelringe' ist das Kennwort. Ich werde euren Besuch melden, und dass ich euch im Grimmauldplatz angetroffen habe."

Das Portrait wandte sich ab und verließ den Rahmen.

„Schade jetzt können wir nicht durch den schwarzen Kamin in Dumbledores Zimmer, wenn die schon alle herumstehen", brummte Tonks und suchte etwas in ihrer Tasche. „Harry, nimmst du Remus mit, wir treffen uns vor Dumbledores Büro." Felicitas legte ihren Arm um Tonks und verschwand.

„Passt aber gut auf die Portschlüssel auf!" Snape Stimme hatte etwas Ironisches an sich, als ob der das mit den Portschlüsseln nicht ganz glauben würde. „Oh gut Herr Professor, dass ich sie noch vor dem Treffen sehe. Felicitas wir kommen gleich nach." Feli nickte und verschwand auf der sich drehenden Treppe nach oben.

„Nun Harry, was soll das schon wieder?"

„Ich werde dort oben teilweise von einem Kontakt mit Volde... Tom Riddle berichten. Sie sollen den gesamten Kontakt sehen können. Ich denke es sind für sie sehr wichtige Teile dabei." Harry stellte sich gegenüber Snape auf und lies ihn soweit in sein Gedächtnis vordringen, bis er die ganzen Informationen hatte." „Harry, halte dich von Little Whining fern. Er hat dich bemerkt und er ist ein sehr guter Taktiker, wie du vor den Ferien hoffentlich bemerkt hast. Danke auch noch."

Die Überraschung hatte sich schnell gelegt, als Harry mit Snape durch die Türe trat. Nur Molly Weasley und Bill waren noch sehr erstaunt. Tonks war mitten in ihrem Bericht und Harry stellte sich hinter Felicitas. „Saubere Leistung, Miss Tonks", hochzufrieden lobte Hopkins seine Untergebene. „Die Idee mit den Büchern, einfach genial." Tonks wurde etwas rosa, soviel Lob hatte sie nicht erwartet.

Mister Hopkins berichtete in gnadenloser Genauigkeit von den Vorkommnissen in Askaban. „Harry wir haben alle Schutzzauber erneuert und alle Auroren ausgetauscht. Wer jetzt dort sitzt bleibt dort." Snape zog skeptisch die Augenbrauen noch oben. „Doch bestimmt Professor Snape, das Kuvert mit den Hinweisen auf die Schutzzauber gibt es nicht mehr. Es sind jetzt mehr Kuverts an verschiedenen, gut geschützten Stellen. Beim Entnehmen jedes einzelnen wird ein Alarm ausgelöst, selbst wenn ich es entnehmen würde." Er wandte sich Harry zu. „Könntest du mir das Kuvert noch einmal beschreiben, was du bei deiner Vision gesehen hast."

Harry hatte, geschützt von dem Sessel auf dem Feli saß, das Denkarium mittels der Elfenmagie aus Black-Castle herbei geholt, und stellte dies nun in die Mitte der Anwesenden auf den Boden. „Harry nimm dir doch den Tisch", meinte Dumbledore. Harry schüttelte den Kopf: „Es ist nicht nur das was ich ihnen zeigen will. Ich hatte einen weiteren Kontakt und nachdem wir wirklich alles über Askaban erfahren haben, möchte ich es auch nicht vor diesem Kreis geheim halten."

Snape schaute Harry warnend an, dieser grinste ihm aber nur zurück. Nachdem Harry die Gedanken in das Denkarium gefüllt hatte herrschte betretenes Schweigen. Hopkins schien die Schrift auf dem Kuvert erkannt zu haben, denn er flüstere Amalia etwas zu. Anschließend zeigte er den jüngsten Kontakt mit Voldemort, in den mit Felicitas besprochenen Auszügen. Zuvor, als sie Voldemorts eindringliche Stimme zum ersten Mal gehört hatten, war es einigen wohl etwas Unwohl. Selbst McGonagall suchte sich Halt." Danach begann die Diskussion darüber.

Harry packte sein Denkarium wieder ein und füllte die Gedanken in kleine Glasflaschen. Er beschriftete sie mit einem Wink seines Zauberstabes.

Dumbledore, der zu Harry und Felicitas getreten war, die etwas abseits standen, schaute ihm interessiert zu: „Wie jemand der in einer Zauberfamilie aufgewachsen ist."

„Dank Gilderoy Lockharts Haushaltsbuch, alltägliche Zauber lernen wir auf Hogwarts leider nicht. Für viele Muggelgeborene unter den Schülern wäre es eine große Hilfe.

Professor Dumbledore, ich werde in den Grimmauldplatz gehen, wenn ich dort meine Freiheit weiter genießen kann. Wie sie wissen, habe ich noch mindestens einen Ausweichplatz."

Dumbledore nickte erleichtert: „Ich traue Tom auch nicht, ich befürchte sogar, dass er dich dort verstärkt sucht. Vielleicht hofft er, mit seiner Zurückhaltung in Askaban dich in eine Falle locken zu können."

„Kopien", meinte er, als er die Glasröhrchen an Dumbledore weitergab. „Ich gebe ihnen diese Gedanken voller Vertrauen in sie weiter, Sir. Vertrauen sie mir auch in diesem Maße?"

Harry, die Frage verstehe ich nicht ganz. Durch welche Geste könnte ich dir mein Vertrauen noch beweisen. Ich lasse dich im Grimmauldplatz ein und ausgehen. Ich frage nicht, wo du bist, ich hoffe nur, dass du dir der Gefahr bewusst bist."

Harry schwieg kurz, Felicitas wollte schon etwas sagen, aber Harrys Blick hielt sie zurück.

„Professor Dumbledore der Spiegel Nerhegeb verrät mir meine innersten Wünsche. Könnte ich vor den Spiegel nur mit ihrer Frage treten, sähe ich mich als jemand, der selbst beeinflussen könnte, ob es ein Spiegelbild geben würde oder nicht."

Dumbledore sah Harry nachdenklich an, er sah absichtlich an Felicitas vorbei. Vermutlich befürchtete er einen Kommentar, mit dem sie die Sache mehr festlegte, als es Harry schon getan hatte.

„Was Harry, würdest du sehen, wenn du keine Fragen stellen kannst. Nur gewisse Ereignisse, wie den Sieg über Voldemort ausblenden und die Zeitspanne einschränken könntest. Sagen wir mal bis zum ersten September?"

Felicitas bis sich auf die Unterlippe und sah ihren Harry an, der aber schaute nachdenklich und plötzlich lächelte er etwas. Im Büro war es still geworden, jeder schien auf die Antwort von Harry gespannt zu sein. So in aller Öffentlichkeit hatten Harry und Dumbledore sich noch nicht auseinander gesetzt. Von dem Streit nach dem Tod von Sirius hatte man gehört, auch die Spannungen in diesen Ferien waren alle bekannt. Aber was sollte diese Variante des Streites um irgendeinen Spiegel. Tonks war aufmerksam hinter Harry getreten, und auch Remus stellte sich hinter ihm. Felicitas sah sich überrascht um, hinter ihr stand niemand anderes als Severus Snape. Es glich wie zwei Lagern, wobei McGonagall, Molly und auch Flitwick etwas abseits standen. Moody der während dem Bericht von Tonks eingetroffen war, brummte etwas Unverständliches zu Dumbledore.

„Ich würde alle meine Freunde, Erwachsene und solche die es bald sind, wie auch meine Professoren in einer Bibliothek sehen."

Es war totale Stille eingetreten, und Harry sprach weiter: „Die Absperrung, die bisher lernwillige Schüler behindert hat, wäre weit geöffnet. Auf dem Boden lägen Pläne und Vorschriften achtlos herum, die uns und mich bei der Aufgabe die uns gestellt wurde nur behinderten."

Die Stille hielt an, leise Gemurmel entstand, das aber sofort verstummte, als Professor McGonagall einen Schritt auf die Türe zuging. „Mister Potter, Miss McKinnon sie haben nur noch 10 Minuten Zeit, um in mein Klassenzimmer zu kommen. Hatte ich nicht gesagt der Unterricht bei mir beginnt um 14 Uhr. Miss Bones wird schon warten."

Die Versammlung löste sich auf, nachdem die Jugendlichen die Türe neben dem Wasserspeier passiert hatten.

„So anstrengend habe ich mir meinen Geburtstag aber auch nicht vorgestellt", flüsterte Harry Felicitas zu.

Gemeinsam lagen sie in der großen Badewanne von Black-Castle. Nach der stürmischen Geburtstagsparty im Gemeinschaftsraum, hatten sich die beiden zurückgezogen.

Selbst Snape erinnerte sich noch an die beiden und ließ ihnen eine Mitteilung zu kommen. Er wollte, dass sie morgen sich zum Unterricht einfanden, am besten mit ‚der kleinen Weasley', wie er Ginny nannte.

Der Unterricht bei McGonagall, die zur ihrer Überraschung noch Professor Flitwick dazu gebeten hatte, war am Anfang sehr theoretisch gewesen. Entwickeln von neuen Zaubersprüchen. Es war ihr Ziel, dass sie alles, was verwandelbar war, zur ihrer Verteidigung einsetzen sollten.

Am Anfang hatte sich Harry gefragt was das Ganze soll. Nachdem Flitwick sie aber etwas mehr in die Zusammenhänge zwischen Zauberkunst und Verwandlung eingeweiht hatte, wurde es interessanter.

Nach vier Stunden waren sie soweit, dass sie aus einem langweiligen Klassenzimmer ein beinahe tropisches Paradies geschaffen hatten. Die üblichen Bestandteile, wie die Türe oder Fenster waren so geschickt verborgen, dass man sie suchen musste.

Dem kleinen Affen, den McGonagall aus einem Buch geschaffen hatte, gefiel es recht gut. Deshalb wurde er auch als erstes zurück verwandelt, damit er nicht mit ansehen musste, wie sein Paradies sich in ein tristes Klassenzimmer zurück verwandelte. Nach Bitten der beiden, hatten die Professoren ihnen auch noch den Gegenzauberspruch gezeigt, der alles in die ursprüngliche Form zurück verwandelte.

„Harry, hast du die Bücher mit den Flüchen schon eingepackt?", Felicitas suchte ihre Sachen zusammen, um nach dem erholsamen Bad wieder nach Hogwarts zurück zukehren. Sie wollten sich beim Abendessen, das in den Ferien später war als sonst, sehen lassen. „Müssen wir unbedingt zurück, wir könnten es uns hier so gemütlich machen?" „Ja Harry wir müssen, es ist schließlich dein Geburtstag, da würde es auffallen. Fred und Georg gehen mit ihren Freundinnen zurück in die Winkelgasse, und Molly und Bill Weasley wollen nach dem Essen abreisen. Du willst doch nicht, dass Tonks wieder Rede und Antwort stehen muss."

Harry nickte ergeben: „Aber wir schlafen wenigsten in meinem Koffer." „Nein, in meinem ich habe da noch ein paar Sachen vorbereitet – mehr wird nicht verraten."

Das Abendessen auf Hogwarts war überwältigend. Die Hauselfen waren wohl darüber froh, dass während den Ferien endlich mal was los war.

Selbst Dumbledore stand staunend da, bevor er sich setzte.

Ginny meldete sich über den Mehrwegespiegel. Ihre Mutter war ganz fasziniert, als sie in Felicitas Spiegel ihre Tochter sah. „Ginny wo bist du denn, das sieht ja ganz verwirrend aus, die vielen Lichter und die ganzen Leute. Harry grinste, Ginny drehte sich grade mit dem Spiegel, den sie vor sich hielt, um die eigene Achse. Nach diesem kleinen Spaß sah man sie wieder im Spiegel: „Hi, Mum, ich werde erst morgen Früh zurück sein. Wir sind hier noch zu einem Abendessen eingeladen worden, es wird in einer halben Stunde beginnen." „Was erst um 10 Uhr?" „Ja, da werden ganz viele Leute da sein und Nanda will mir die alle vorstellen."

„Ginny ich wünsch dir viel Glück dabei, du weißt wie wichtig das Treffen für euch ist?"

„He, kleine Kusine", mischte sich Nanda ein. „Hier hat man eigentlich erwartet, dass ihr auch kommt. Du drückst dich mal wieder vor der Verwandtschaft."

„Richte ihnen aus, dass wir bei dem Fest vom Tempel Walkeschwar da sein werden" meinte Felicitas nach kurzem Nachdenken. „Da wird sich der Big Boss aber freuen, er hat heute schon nach dir und deinem Harry fragen lassen", berichtete Nanda grinsend.

Felicitas verdrehte die Augen. „Dann sorge du mal dafür, dass ihr durch dieses Treffen heute Abend gut durchkommt. Ginny, morgen früh im Zaubertränkekerker, klar!" „Klar Feli, tschüß Mama, du musst noch bis morgen bleiben, ich habe da eine Einladung für euch." „Die musst du mir schicken, ich werde heute noch zu Arthur reisen. Aber ich freue mich schon darauf", antworte Molly Weasley als Ginnys Spiegelbild verschwand.

„Felicitas was ist das für ein Treffen?" „Nun, Mrs. Weasley, das ist das zweite Familientreffen auf dem Ginny dabei ist, beim ersten waren sie von ihr sehr angetan, dieses ist jetzt das entscheidende, da Ginny keine Einheimische ist wollen alle sie kennen lernen." „Und was hat das mit einheimisch oder nicht zu tun?" „Nun die einheimischen Familien kennen sich, und bevor sie einer Erweiterung zustimmen, wollen sie eben Ginny kennen lernen."

Bill grinste: „Das geht aber flott voran, ist Ginny dafür nicht etwas zu jung." Verwundert schaute Mrs. Weasley und Harry Bill an.

„Nun in Indien war man früher mit 15 eigentlich nicht zu jung um in eine Familie aufgenommen zu werden, aber nun hat man das Alter auf 18 festgelegt, also keine Angst." „Zu was?" „Harry, um zu heiraten." „Meine Ginny!" „Nein, Mrs. Weasley wie gesagt das wird noch eine Weile dauern, aber seit sie wissen, dass ich mit Harry zusammen bin, hat der Maharadscha schon mehrfach um ein Treffen gebeten. Er will unbedingt alle kennen lernen in seiner Großfamilie. Deshalb bitte schön, die Einladung." Felicitas überreichte Molly die Einladung welche Ginny im Spiegel gezeigt hatte.

„Wo hast du diese auf einmal her", wollte Bill wissen. „Ginny hatte sie mir vorher schon geschickt, sie hat befürchtet, sie würde bis zu eurer Abreise nicht mehr da sein."

„Wie umsichtig ihre Tochter doch geworden ist Mrs. Weasley, ich glaube der Umgang mit einer solch ehrlichen Freundin wirkt sich sehr auf sie aus."

„Danke für das Lob Professor Snape", Felicitas lächelte Snape an. Er hatte seine Bemerkung beim Vorbeigehen an ihrer Gruppe gemacht. Harry war sich sicher, dass er sie schon eine Zeit lang beobachtet hatte. Dieser drehte sich zu ihr um und beugte sich leicht zu Felicitas. Harry warte erwartungsvoll was nun kommen würde, während Molly mit Bill die Einladung las. „Wenn es ein Kompliment gewesen wäre und nicht eine Befürchtung, würde ich deinen Dank annehmen. Du solltest Miss Weasley schnellstens mitteilen, dass die Karte schon übergeben worden ist, wie auch immer du das geschafft hast." Felicitas bis vor Verlegenheit auf die Unterlippe. Harry stellte amüsiert fest, dass sie sogar etwas rosa wurde.

„Severus", Dumbledore war hinter ihnen aufgetaucht. „Mit was schaffst du es nur, Felicitas in Verlegenheit zu bringen?"

„Nun Professor Dumbledore, durch ein ganz seltenes Geschenk von mir, durch Lob", antwortete der Zaubertränkelehrer. „Wir werden Morgen auf dem Schlossgelände und bei Hagrids Hütte nach Zaubertrankzutaten suchen und sie dann analysieren. Wollen sie uns begleiten?"

Dumbledore schüttelte den Kopf: „Nein, du kennst meine Vorliebe für Zaubertränke, ich werde nicht nach Blättern und Wurzeln auf dem Boden herum kriechen. Nehmt aber Tonks und Remus mit, damit euch niemand überraschen kann. Felicitas, ich glaube deine Mutter hat interessante Bücher über Zaubertränke geschrieben." Felicitas nickte: „Ja irgendwie muss sie ja ihre viele Zeit nutzen." Dumbledore ging auf die Zwischenbemerkung nicht ein, er sprach einfach weiter: „Vielleicht könnt ihr auch mal ein Treffen mit NirupamaMcKinnon vereinbaren."

„Mal sehen was sich machen lässt, vielleicht hat sie mal Zeit für mich", brummte Felicitas und wandte sich dem Büfett zu.

Nach dem Abendessen verabschiedeten sich Molly und Bill. „Bill du weißt, wie du mit dem Spiegel umgehen musst, den Ginny dir gegeben hat." Bill nickte Harry zu.

„Es soll aber kein mütterliches Überwachungsinstrument sein?", mahnte Felicitas.

Als sich die übrigen Gäste im Gemeinschaftsraum zur Ruhe begeben hatten, verschwanden Harry und Felicitas in ihrem Koffer. Harry liebte dieses indische Flair, mit dem Felicitas ihr Schlafzimmer eingerichtet hatte. Überall waren schöne Tücher und typische Gegenstände. Am Kopfende des Bettes stand ein kleines Geschenk. Er konnte es aber nicht nehmen, Felicitas hatte es wohl mit einem Schutzzauber versehen.

Als sie mit einem leichten Sari bekleidet hereinschwebte vergaß er das Geschenk und nahm sie liebevoll in den Arm. Nach einiger Zeit des Kuschelns, nahm Felicitas das Geschenk. „Mein Geburtstagsgeschenk, es ist klein und fies, denn es wird dir Schmerzen und Mühe bereiten."

Harry sah seine Freundin staunend an, die ihm strahlend das Päckchen reichte. Harry packte es vorsichtig aus, Felicitas holte ihre Kristallkugel vom Regal und beobachtete in gespannt. Harry hielt erstaunt ein Buch in der Hand ‚Verwandlungen, der sichere Weg zum Animaguss'.

Als ich dir das mit Lucky beichten musste, hast du mich gebeten es dir beizubringen, wir wollen nur mal sehen ob du es überhaupt werden willst. „Danke Felicitas, tut das wirklich so weh?" „Am Anfang schon, aber mit der Übung funktioniert das ganz ohne Schmerzen, einer der Vorteile gegenüber einem Werwolf."

Felicitas sprach ein paar Zauber und berührte dabei mit dem Zauberstab die Kristallkugel. Harry wurde aufmerksam, in der Kristallkugel machte Lucky ein paar Dehnübungen. „Das erste Mal, dass ich euch beide sehe. Was machst du da?" Felicitas wies mit dem Finger auf Lucky: „Ich sehe mir meine Animagusfigur an." „Darf ich auch mal?" „Harry du solltest das auf jeden Fall tun, bevor du damit anfängst es zu lernen. Vielleicht kommt dabei eine Wanze oder ein Schmetterling heraus, dann solltest es du dir wirklich überlegen."

Sie drückte Harry das aufgeschlagene Buch in der Hand und wies auf einen Spruch hin. Harry zog seinen Zauberstab, während Felicitas die vielen Kissen vom Bett räumte. „Felicitas stimmt das, ich werde eine Katze, schau eine gelbe Katze läuft etwas steif durch die Kugel. Dann können wir gemeinsam rumtollen, nur der Kopf ist etwas undeutlich."

Felicitas wandte sich interessiert der Kugel zu. Leise sprach sie den Spruch nochmals für sich. „He, Feli jetzt kann ich den Kopf erkennen." Felicitas legte ihre Arme von hinten um Harrys Brust, lehnte ihren Kopf auf seine rechte Schulter und schaute in die Kugel. „Felicitas das ist keine Katze, das ist ein Löwe, schau was Lucky goldiges tut. Sie liegt auf seiner Schulter und krault die Mähne." Plötzlich nahm der Löwe in der Kugel Anlauf und erhob sich mit ausgebreiteten Flügeln in die Luft.

„Löwe, Harry Potter und ein Zoolöwe, das ich nicht lache. Harry das ist ein Greif, ein königlicher Greif." Verträumt betrachtete Harry sein Spiegelbild. Plötzlich wurde die Kugel dunkel und schwebte aus seiner Hand. Ein paar Lichter erloschen und Felicitas zog den total überraschten Harry zu sich auf das Kopfkissen. „Harry nimmst du mein Geschenk an?" „Ich nehme alles von dir, Feli!" „Na dann lass... ." Da Harry der Ansicht war, dass man nicht immer alles aussprechen musste, verschloss er ihren Mund mit einem langen Kuss.

Hier konnte sie kein Sonnenstrahl wecken, das übernahm Ginny, die sich über den Mehrwegspiegel meldete. „Entschuldigung, ich störe nur ungern, aber auf Hogwarts beginnt gleich das Frühstück." Verschlafen streckte sich Felicitas: „Komm doch kurz vorbei und erzähle was los war." „Scherzkeks wo seit ihr denn? Nanda ging in Herrgottsfrühe auf die Jagd und deshalb habe bin ich in mein Zimmer in Black-Castle und sitze in meinem Koffer, da ich aus Harry Koffer nicht herauskomme. Ich war schon im Grimmauldplatz bei Tonks und Remus, aber die wollte ich nicht stören." „Wir sind im Koffer von Felicitas, komm doch rüber", forderte Harry sie auf.

Während Ginny Felicitas von ihren Erlebnissen berichtete verschwand Harry im Bad. Warum konnte Ginny nicht aus seinem Koffer raus. Klar der war zu geklappt und Ginny konnte nicht teleportieren, also saß sie fest. Er würde irgendeinen Kamin in einem verlassenen Klassenzimmer umfunktionieren müssen oder einen unsichtbaren Koffer irgendwo in Hogwarts geöffnet stehen lassen. Vielleicht in dem geheimen Gang, den er als erstes kennen gelernt hatte. Gedanken verloren marschierte er in das Schlafzimmer, wo er auf die ihn an grinsende Ginny traf. „So ein Handtuch steht dir wirklich nicht schlecht!" „Danke für dein Lob, wo ist den Felicitas? Die sucht was zum Anziehen in Georg-Manor. Sag mal Harry", Ginny sprach unbekümmert weiter, sie schaute nicht einmal zur Seite, sondern eher belustigt Harry mit seinem Handtuch an. „Kann das sein, dass hier einige etwas können, von dem Hermine meint es geht auf Hogwarts nicht." Harry dachte nach, während er den Aufrufezauber für Hauselfen ausführte. Addy erschien, grinste frech, verschwand und stand kurz danach mit neuen Kleidern für Harry da.

„Du darfst dich gerne anziehen, es stört mich nicht. Du hast mir aber meine Frage noch nicht beantwortet."

Harry überwand sich, das ihn Ginny so herausforderte, kannte er von ihr nicht. War es doch der Einfluss von Felicitas auf ihre Freundin, die sie selbstbewusster und sicherer machte? Also zog er sich vor Ginny an. Fing aber mit seinem langen Hemd an, so dass Ginny etwas enttäuscht aussah. „Schau doch lieber mal in die Kristallkugel, bevor ich dich noch auf Felicitas neidisch mache."

Schnell sprach er den Spruch, den Felicitas gestern auch angewandt hatte und wartete gespannt. Ginny schaute etwas uninteressiert in die Kugel und beobachtete Harry aus den Augenwinkeln weiter. „Harry was ist das denn schon wieder. Wer hat diese arme kleine rote Katze in diese Kugel gesperrt. Harry stellte sich hinter sie und sprach den Spruch nochmals, diesmal für sich. „He Harry, jetzt taucht da auch noch ein Löwe auf, ist das ein Tierlexikon für Kinder?" „So etwas ähnliches", meinte Harry ausweichend. „Du wolltest wissen warum Felicitas und ich hier apparieren können und sonst niemand. Es liegt an den Genen die auch Nanda hat, wir teleportieren auf der Art der Elfen und deshalb können wir hier überall erscheinen wie eben die Hauselfen auch." „Ah, deshalb war Nanda mit mir gleich nach der Türe vom Speisesaal verschwunden. Ich habe mich gewundert, wir verlassen den Saal und stehen im Elternhaus von Nanda."

„Eh stark!" Felicitas war eingetroffen und hatte den beiden zugehört. „Tolle Leistung von Nanda über die Entfernung. Ich kann auch jemand mitnehmen aber nicht so weit, es kostet ordentlich Kraft soweit zu teleportieren und das dann noch zu zweit!"

Interessiert sah sie in die Kugel, welche Harry noch nicht deaktiviert hatte. Sie grinste Harry wissend an. „Das ist sicherlich dein Tierlexikon, Feli?" Ginny reichte ihr die Kristallkugel. „Tierlexikon? Ja klar, hat mir als kleines Mädchen viel Spaß gemacht."

„Du Ginny, nachdem Nanda wieder in Indien ist hast du doch etwas mehr Zeit, oder?" „Kommt darauf an was du von mir willst, ich kann mich auch gut etwas alleine beschäftigen. Ich könnte mir eine Lehrerin suchen, die mir ein ganz bestimmtes Instrument beibringt." „Ich dachte eigentlich mehr an Okklumentik, könntest du dir vorstellen bei Abhijat Unterricht zu nehmen."

„Harry du wirst mir langsam unheimlich, du bist beinahe so weise wie der alte Abt von Walkeschwar, nur war dieser mit dem Vorschlag schneller. Danke, dass du an mich gedacht hast, aber der Unterricht hat schon in Indien begonnen. Wenn ich euch noch etwas allein lassen..."

„Quatsch, gewöhne dir so einen Blödsinn gar nicht an Ginny. Du störst nie, klar!", unterbrach sie Felicitas. „Solltest du vielleicht einmal zu einer speziellen Übungsstunde kommen, kannst du dir vielleicht ein Kommentar oder gar Anfeuerungen sparen, das würde die Motivation etwas stören."

„Aber eine Decke darüber werfen darf ich doch?"

Harry schüttelte amüsiert den Kopf: „War wohl doch kein Lob, sondern eher eine Befürchtung von Snape, oder?" „Klappe, Harry!" Felicitas legte ihren Arm um Ginny und verschwand mit ihr aus dem Kofferzimmer. „So sieht also der Jungenschlafsaal aus?" Ginny schaute sich interessiert um.

„Sag nicht, du warst noch nicht hier? Du hast doch einen Bruder hier, hast du den noch nie abgeholt?", ernsthaft überrascht stellte Felicitas die Frage, während sie die Treppe in den Gemeinschaftsraum hinunter ging.

„Misses McKinnon", mit mahnender Stimme machte Professor McGonagall auf sich aufmerksam. „Die beinahe militärische Ordnung der Schule, oder wie war der Spruch noch einmal? Schützt viele Schülerinnen vor unliebsamen Besuch. Der Schlafraum für Jungen ist noch nicht geschützt. Ich werde es mir aber überlegen müssen, wenn noch mehr Schülerinnen so neugierig und für bestimmte Erfahrungen aufgeschlossen sind, wie sie beide."

„Guten Morgen Professor McGonagall, möchten sie uns zum Frühstück abholen?" „Nun eigentlich nicht so direkt. Sie sollten ihre Sachen schnell packen. Hogwarts wird ab heute von einer Untersuchungskommission des Zaubergarmonts besucht. Der Schulleiter ist der Ansicht, dass es nicht gut wäre, wenn man sie hier antreffen würde."

„Professor?", fragend sah Harry seine Hauslehrerin an. „Was oder wer soll untersucht werden?" „Nun Mister Potter, ich bin nicht befugt es ihnen zu sagen. Vielleicht erfahren sie es in dem Haus in London, wo ihr Frühstück wartet." „Wird Harry schon wieder irgendetwas vorgeworfen?" „Nein Miss Weasley, das nicht. Die Kommission geht mehreren Klagen nach welche die Schulleitung betrifft, die während der Abwesenheit von Professor Dumbledore hier kurzfristig geherrscht hatte."

„Haben sie auch Klage erhoben, Professor McGonagall. Sie wurden doch durch dieses Weib verletzt?" „Mister Potter, gewiss hat Misses Umbridge mich auch verletzt, aber Professor Dumbledore bat mich von einer Klage abzusehen."

Felicitas sah der Professorin direkt in das Gesicht. „Professor McGonagall ich bin enttäuscht. Gut es ist ihre Entscheidung, aber ich halte es nicht für richtig. Sie unterstützen damit doch nur das alte Spiel des Verdrängens und Vergessens."

Die Professorin schaute etwas betroffen, schnell hatte sie ihre Mimik wieder unter Kontrolle. „Misses McKinnon ich werde es mir noch einmal überlegen. Vielleicht könnten sie mit ihrem Hinweis Recht haben. Aber nun packen und ab nach London."

„Hier sind wir wieder, Professor McGonagall. Wir können doch den Portschlüssel in das Haus nach London nützen?" „Ja Mister Potter, so dachte sich das der Schulleiter auch. Vergessen sie nicht Miss Weasley die Zauber zu zeigen, die wir ihnen beigebracht haben. Ich will nicht wieder von vorne beginnen."

Professor McGonagall schien zu warten bis sie endlich verschwunden waren. „Harry ins Büro, klar. Wir wollen nicht dort ankommen, wo wir erwartet werden", flüsterte Feli leise.

Vom Büro im Keller gingen sie gleich in die Küche, aber da war kein Frühstück. „Oh Ma... Harry, die Damen", Dobby schaute erfreut auf. „Das Frühstück gibt es im blauen Salon. Der schönste Raum zum Frühstücken, Professor Dumbledore meint das."

„Herzlich Willkommen im Grimmauldplatz, ich habe eine gute Nachricht für euch." Tonks winkte mit einem Brief.

„He da steht Felicitas darauf", meinte Remus Lupin als er beobachtet hatte wie Ginny sich den Brief schnappte. „Und Ginny was ist los?" „Snape kann heute nicht, er ist für Hogwarts unterwegs, er meldet sich wieder. Hoppla!" Ginny fing einen schweren Schlüssel auf. "Sein Büroschlüssel für dich Felicitas, von Snape." Anerkennend pfiff Tonks durch die Zähne. Feli packte den Schlüssel ein und das Rührei auf ihr Brötchen.

Ginny berichtete von Indien und den schnellen Abgang von Hogwarts. Während Remus, in Anschluss von Ginny von der Werwolfinsel berichtete, machte sich der Spiegel von Felicitas bemerkbar.

Felicitas wurde während des Gespräches mit ihrem Vater immer ärgerlicher. „Diese Chaotin", brummte sie als das Gespräch beendet war. Fragend sah Harry sie an. „Meine liebe Mutter, die von Dumbledore immer so wundervoll dargestellt wird, hat es wieder geschafft einen Trank zu brauen der ihr um die Ohren geflogen ist. Vor lauter Schussligkeit vermute ich. Nun will Papa, dass ich ihr heute bei einem Vortrag assistiere und ich wollte bei dir sein, wenn du von diesem Termin kommst, Harry."

Tröstend streichelte Harry seine Freundin. „Ich glaube, dass ich die Testamentseröffnung schon durchstehen werde, Felicitas. Ich überlege ob ich den Termin einfach verschieben kann, damit ich dich unterstützen kann."

„Nein Harry, das tust du nicht. Ich werde so schnell wie möglich wieder hier sein, wenn etwas ist. Außerdem hast du ja noch Remus, Tonks und Ginny, die dir beistehen. Außerdem muss endlich Klarheit herrschen, damit wir wenigstens ein paar ruhige Tage hier verbringen können.

Schau wir haben noch vier Wochen bis die Ferien zu Ende sind. Da haben wir noch viel Zeit hier zu sitzen oder auf Black-Castle um auf Dumbledores Antwort zu warten."

„Antwort auf was, Harry?"

„Remus, Antwort auf unsere Fragen wie es in der Schulzeit weiter geht, ob er uns entgegenkommt, mit seiner überholten Schulordnung. Ich habe diesmal nicht vor mich von Malfoy im Zug dumm anlabern zu lassen. Ich soll für ihn Voldemort beseitigen und er ist nicht bereit mir ein paar Sonderrechte einzuräumen."

Tonks hörte interessiert zu: „Hat er noch nicht über die Schulzeit mit euch gesprochen?"

„Nein, Tonks hat er noch nicht. Obwohl ich es ihm angedroht habe, dass er ohne Entgegenkommen nicht Felicitas als Schülerin gewinnt, sondern mich auch als Schüler verliert."

Entsetzt sah Ginny auf: „Das könnt ihr nicht machen, ihr könnt mich nicht allein lassen!"

„Machen wir auch nicht Ginny, wir nehmen dich, falls es soweit kommt, einfach mit. Wir werden meine alten Privatlehrer wieder besuchen, und dann machst du deine ZAGs eben in Indien", stellte Felicitas bestimmt fest. „Aber erst sollte sich der alte Herr endlich mal äußern wie weit er bereit ist uns entgegenzukommen."

„Wir sollten hier nichts überstürzen. Können wir nicht warten bis nach der Testamentseröffnung", meinte Remus nachdenklich.

„Ich denke schon, schließlich möchte ich dabei sein!" Felicitas grinste frech. „Ich will dabei sein, wenn er sich um eine Entscheidung windet, scheinbar ist er nicht bereit sich zu bewegen, Zeit genug hat der alte Knabe eigentlich schon gehabt."

„Habt ihr eigentlich schon mit ihm gesprochen?", versuchte Remus zu vermitteln. „Probiert haben wir es schon öfter, aber er sagt nichts dazu", gab Felicitas etwa enttäuscht zurück.

Sie stand auf, umarmte zuerst Tonks und dann Remus zum Abschied: „Kommt ihr beide noch mit ins Büro?" Harry und Ginny verschwanden mit ihr in das Kellerbüro, um sie zu verabschieden, da sie mit dem privaten Flohnetzwerk nach Indien zu reiste.

„Remus wir hätten ihm sagen müssen, wer alles zu Testamentseröffnung kommt." „Stimmt Liebes, aber hatten wir die Gelegenheit", meinte Remus nachdenklich.

„Nymphadora", eine strenge Stimme meldete sich im Zimmer. Sie wiederholte den Namen noch zweimal, bis dem Sprecher der Geduldsfaden riss. „Nymphadora Tonks, hör mir endlich zu!"

„Oh Tag Nigellus, warum brüllst du so." Nigellus schüttelte in seinem Rahmen nur den Kopf. „Nymphadora du bist doch Aurorin, du kennst doch den Zauber den Auroren in geschlossenen Räumen immer durchführen sollten."

„Aber, du wirst ja gleich zum Moody", scherzte Tonks. „Wir sind doch im Grimmauldplatz, oder meinst du der Hang zu schwarzen Magie ist ansteckend."

„Nimm die Kugel aus dem Schrank, der Werwolf sollte seine Augen auch auf die Kugel richten. Nun Nymphadora den Spruch." „Du..." „pssst.", kam aus dem Bilderrahmen als Antwort. „Du weißt den Umkehrspruch, du willst schließlich wissen wer dir das antut." Das Portrait verschwand kurz um aufgeregt wieder zurück zu kommen. „Jetzt Tonks, auf!"

Eine unverständliche, aber lange Formel leierte Tonks herunter, ihre Stimme wurde leise und leiser. Plötzlich tat sich was in der Kugel. „Seid still", mahnte Nigellus aus dem Bilderrahmen, in dem er zu Gast war.

Der weiße Nebel verschwand aus der Kugel, ein altes, müdes Gesicht wurde sichtbar. Tonks unterbrach den Zauber sofort. Mit Tränen vor Wut sah Tonks Remus an. „Ist der von allen guten Geistern verlassen! Ahnt er nicht was er damit schon wieder zerstört!"

Zarengeb

Freut mich wiede von dir zu hören – die Gelegenheit zur Besserung hast da ja mit diesem Kapitel

CRAZY Dragon

Mir fehlt bei JKR immer etwas das Musische, es wird zwar geschrieben DD mag klassische Musik, aber das war es dann auch. Ich hoffe du hast dich noch rechtzeitig retten können für das 21. Kapitel.

Alex Uhde

Danke für dein Lob. Die Erklärung zu der Musik findest du bei meiner Antwort an Crazy Dragon und am Anfang des neuen Kapitels. Die Koffer sollten Schutz und Ruheraum sein, ich glaube kaum, dass Harry die ganze DA mit ausstattet (zu teuer). Wie sollten sich Hermine und Ron verhalten, deiner Meinung nach, damit sie auch einen solchen Koffer erhalten? Eingeplant hat es Harry ja.

StarHeyoka

Deine Kritik am verheimlichen habe ich aufgenommen. Bist du mit dieser Lösung einverstanden? Vielleicht hat sie auch nur geschwiegen damit die Überraschung für Tonks bleibt.

Silvertrust

Richtig, es war relativ einfach für Harry, aber auch nur weil Voldemort damit nicht gerechnet hatte. Jetzt ist er gewarnt. Bedrohend ist das Spiel für Draco schon. Vater aus der Schusslinie von Voldemort, die Tante an der Seite des Meisters und keine Männer in seiner Familie. Wie wird er reagieren, wird er sich einschleimen wollen? Wird er davon laufen?

ReSeSi

Du Hast recht eigentlich müsste Dumbledore ja schon einen Tinitus haben, aber soviel ‚klingeln'. Vielleicht überhört er es absichtlich?