Hallo ihr alle! Jaaa...ich lebe noch räusper Es tut mir sehr sehr sehr sehr sehr seeeehhhr Leid, dass ihr alle habt so lange warten müssen auf ein neues Kapitel. Mich hat irgendwie die Muse verlassen,mal abgesehen von dem sch Umzug von England zurück nach Deutschland und dann nach Madrid... dann kam das letzte HP-Buch, dass mich erstmal abgelengt hat, aber ich hoffe, dass ich in der kommenden Zeit öfter zum Schreiben komme...

Ein ganz liebes Dankeschööön an die vielen Reviewer des letzten Kapitels. Ein spezielles Dankeschön auch an Sonata, Millicent, Liane (ich hoffe ich hab dich nicht enttäuscht) und Layila, bei denen ich mich nicht persönlich bedanken konnte. Vielen vielen Dank an Euch!

So, jetzt erstmal viel Spaß beim Lesen!

- Morgaine

21.

Das Grün unter ihren Füßen sah aus als hätte man es direkt einer Szene aus den Highlands entrissen. Der Wind wehte mit einer wohltuenden Frische durch ihr kurzes Haar. Als sie einatmete, roch sie den Wald, das dunkle Moos das an den Bäumen wuchs, die Pilze die den Boden einnahmen wie kleine rot-weiß gesprenkelte Armeen, das Gras, der dezente Duft der Blumen die hie und da wuchsen. Ihre hellen blauen Augen spähten hinaus. Sie stand auf einem Hügel, umrundeten von vielen weiteren, der Wald den sie bis jetzt nur gerochen hatte, lag weit unter ihr im Tal. Nicht weit davon lag der See, ruhig, er war schon eine Ewigkeit hier und würde es noch lange sein. Charlie fühlte sich frei und glücklich. Sie wusste wo sie war. Eine Welt die sich ihr bis vor kurzer Zeit nur aus Buchseiten gezeigt hatte war nun hier. Zum Anfassen, fühlen, schmecken, riechen. Ihr Herz machte Überschläge. Der Wind schlug ihr ins Gesicht, sie musste sich zwingen, dem Instinkt nachzugeben zu zwinkern, zu groß war ihre Angst, sie würde sich auf einmal wieder in ihrer kleinen Wohnung in der Londoner Innenstadt wiederfinden. Der Wind wurde stärker, verdrängte die angenehme Wärme der Sonne die bis jetzt über das Land schien. Kleine dunkle Wolken zogen über den bis eben klaren blauen Himmel. Charlie griff um sich um die dünne Jacke die sie trug noch enger um sich zu ziehen. Das lange Gras das durch den plötzlichen Wetterwandel wild in der Gegend herumzwakelte kitzelte sie an den Zehen. Ihr Blick glitt vom Himmel hin zu dem See und mit leichter Beunruhigung bemerkte sie, dass die Oberfläche nicht mehr glatt war wie noch ein paar Sekunden zuvor. Kleine Wellen zogen sich über die Oberfläche, klatschten gegen den schlammigen Strand und überzogen die kleinen grünen Flächen in der Nähe des Strandes mit dünnen Wasserfäden. Der Wald sprach zu Charlie. Der aufkommende Wind schüttelte die Bäume, ließ die kleinen Blätter aufbrausen und die vielen Tiere des Verbotenen Waldes erschrecken. Es beunruhigte Charlie wie laut sie den Wald von ihrem Standpunkt aus hören konnte und bevor sie sich noch weitere Gedanken darüber machen konnte, zog ein grollen über das Land, dass sich ihr Magen verkrampfte. Der Himmel verdunkelte sich mit einer ungeheuerlichen Geschwindigkeit, sodass schnell komplette Dunkelheit um sie lag. Den See konnte sie nun nicht mehr sehen, sie hörte jetzt nur noch wie die Wellen dem Strand immer stärker trotzten. Ihre Augen hatten Schwierigkeiten sich der Schwärze um sie herum anzupassen, mit verzerrtem Blick versuchte sie etwas in der Dunkelheit zu sehen, sie traute sich nicht auch nur einen Fuß vorwärts zu bewegen, in der Angst, das angenehme Gras könnte sich plötzlich in etwas anderes verwandelt haben.

BAAAANNNGG!

Sie wurde von etwas hellem geblendet. Schützend zog sie die Arme vor ihr Gesicht. Erst als sie merkte, dass, außer dieses plötzlichen Blitzes nichts weiter geschehen war, wagte sie durch ihre Hände zu blinzeln. Ihr Blick glitt gen Himmel. Ihre Pupillen erweiterten sich und ihr Mund stand in Schock und Überraschung offen…Hoch oben im Himmel prangte das Zeichen. Mit Furcht betrachtete sie, wie die dünne Schlange sich durch den Mund des Totenkopfes schlängelte. Sie wollte schreien, rennen, doch sie konnte sich nicht rühren…

„Charlie! Was tust du hier?" Sie fuhr zusammen und blickte überrascht zur Seite.

„Aaron?" Ihr ehemaliger Chef stand neben ihr. Blickte sie fragend an.

„Wo sind wir hier? Was ist das für ein Zeichen?" Seine dunklen Augen tasteten den Himmel ab. Er trug eine dunklen Rollkragenpullover, die Hände, in Anbetracht der Situation, relaxed in die Seitentaschen gesteckt.

Charlie wollte sprechen. Ihn fragen, was er hier zu suchen habe, doch neben ihren Beinen versagten auch ihre Stimmbänder den Dienst. Aaron nahm seinen Blick vom Himmel und sah sie an. In seinem Gesicht spiegelte sich keine Angst, keine Verwunderung, gar nichts. Er reichte ihr die Hand.

„Komm nach Hause, Charlie."

Etwas packte sie an der Schulter, etwas kaltes, unangenehmes…sie drehte sich um, weg von Aaron. Sie sah ein anderes Licht in ihren Augenwinkeln. Kein grelles Licht wie bei den Todessern sondern dunkler, aggressiver…fast wie….

„CHARLIE!!" Snapes Stimme klang mehr genervt als besorgt als er sie unsanft aus dem Schlaf schüttelte.

„WAS??" sie saß aufrecht im Bett und blickte sich gehetzt um. Als sie Snapes Gesicht plus seiner rechten angezogenen Augenbrauen begegnete atmete sie erleichtert auf.

Alles nur ein Traum. Gott sei Dank.

Sie wischte sich mit ihren Händen durchs Gesicht und merkte das sie fürchterlich geschwitzt haben musste. „Tut mir Leid" murmelte sie verschlafen und ließ sich zurück in die Kissen sinken. Snape allerdings saß immernoch aufrecht und beäugte Charlie kritisch.

„Du hast gezuckt" kommentierte er trocken.

„Ach? Wirklich?" fragte Charlie eher gleichgültig als überrasched. Der wunderliche Traum haftete wie Kaugummi an ihrem Gedächtnis. „Tut mir Leid, hab ich dich getreten?"

Snapes Augenbraue wanderte noch höher. „Dann lägst du nicht mehr hier"

Er betrachtete sie von oben bis unten. Charlie hielt seinem Blick stand und fragte sich gleichzeitig warum er nicht in ihrem Traum gewesen war. Zumindest am Anfang, als er noch schön und gut war. Warum war es Aaron gewesen, der dort stand und ihr die Hand entgegenstreckte als sie sich am meisten gefürchtet hatte?

Als er Charlie einmal abescannt hatte, schien er zufrieden zu sein, legte sich wieder neben sie und schaltete das Licht aus.

Die Dunkelheit empfand Charlie als äußert unangenehm. Wenn man es genau nahm, hatte sie sogar Angst ihr Augen wieder zu schließen, sie hatte Angst, dass der Traum weitergehen würde.

„Severus?" fragte sie vorsichtig in die Dunkelheit hinein. Als Antwort bekam sie ein wenig begeistertes Brummen.

Sie wollte ihn fragen, ob er vielleicht wissen könnte, was dieser Traum zu bedeuten hatte, bemerkte aber kurz bevor sie zu der Frage ansetzte, dass der Inhalt dieses Traumes ihn nicht nur beunruhigen könnten sondern auch weiter Fragen bezüglich ihrer Herkunft aufbringen könnte.

„Was?" fragte Snape gereizt als Charlie nicht sprach.

„Ist schon gut…" sagte sie leise und drehte sich zu ihm um ihm einen leichten Kuss auf sein Schulterblatt zu geben. Sie hatte schon eine ganze Zeit daraufhin gearbeitet endlich in seinen Räumen übernachten zu dürfen und nun endete die Nacht so. Und sie endete wirklich so. Bis zum Morgen waren es noch ein paar Stunden doch sie tat kein Auge zu.

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Was Charlie nicht wissen konnte war, dass auch Severus den Rest der Nacht keinen Schlaf mehr fand. Ganz still lag er da, kontrollierte seine Atmung, wohl wissend, dass Charlie sich schlaflos neben ihm herumwälzte. Er dachte darüber nach wovon er gerade Zeuge geworden war. Als er gesagt hatte, sie hätte gezuckt, war das gelogen. Ihr Körper hatte sich aufgebäumt als hätte sich jeder einzelne Muskel in ihrem Körper sich verkrampft. Doch das war nicht die einzige Lüge gewesen. Sie HATTE ihn getreten. Wobei getreten noch eine Verharmlosung gewesen war. Sie hatte so sehr gestrampelt, dass er davon wach geworden war. Als er sie endlich bei der Schulter zu packen bekam, hatte sie mit ihrem Fuß ausgeholt und ihm mit aller Macht in seine Kronjuwelen getreten, was ihn dazu veranlasst hatte sie so anzuschreien wodurch sie ja dann auch wach geworden war.

Den Schmerz ignorierend hatte er sie ganz genau betrachtet, in dem Versuch herauszufinden, was das für ein Traum gewesen sein mag. Es gab Grenzen zwischen Träumen und Omen, das wusste er. Diese Grenzen waren schmal. Eines der Anzeichen für ein Omen hatte Charlie diese Nacht ganz klar gezeigt, die Verkrampfung des ganzen Körpers. Snape lag wach und versuchte im Geiste zu analysieren was er davon halten sollte. Doch das war nicht der einzige Gedankengang der ihn die ganze Nacht hindurch verfolgte. Charlie hatte einen Namen genannt. Ein Männername. Aaron. Snape ärgerte das Gefühl das er in seiner Magengegend empfand wenn er daran dachte.

Am nächsten Morgen stellte sich Severus schlafend als Charlie leise und zu seinem überraschen Unfallfrei seine Gemächer verließ und sich auf machte, ihre Stunde in Muggelkunde zu beginnen. Er nahm sich Zeit beim Anziehen und ließ sich sein Frühstück, was allein aus einem starken Kaffee bestand, von einem Hauself aufs Zimmer bringen.

Mit der heißen Tasse in der Hand ging er in seine kleine Privatbibliothek im Wohnzimmer und späte die Bücherrücken ab bis er fand was er gesucht hatte. Er zog ein kleines, in grünes Leder eingebundenes Buch aus dem Regal auf dem in großen verschnörkelten Lettern „Zwischen Traum und Wirklichkeit" geschrieben stand. Snape setzte sich in den großen Ohrensessel neben den Regalen und schlug das Kapitel über Omen auf.

Er überschlug die Sätze bis er fündig wurde:

„…eines der ersten Anzeichen dafür, dass sie ein Omen erhalten haben und nicht geträumt haben ist die Itensität besagten Traumes. Fühlten sie sich währendessen sie in dieser „Traumwelt" waren, als würden sie mit ihrem ganzen Körper dort sein, ist es gut möglich, dass sie ein Omen erhalten haben. Ein anderes Indiz ist, das Verhalten ihres Körpers während einer dieser Erfahrungen. Fragen sie eine Person ihres Vertrauens ob er/sie sie während des Schlafvorganges beobachten könnte. Sollten sie sich während des Erlebnisses auf eine, für ihren Körper untypische Art verrenken, so kann auch dies ein Zeichen für ein Omen-Erlebnis sein. Aber bitte beachten sie: Jedes dieser aufgeführten Anzeichen kann eintreten, OHNE dass es sich um ein Omen handeln muss. Bedenken Sie, dass Omen vom Ministerium für Hexerei und Zauberei und von der Union der Hexen und Zauberer von Europa NICHT anerkannte Vorraussagen von Schicksalen sind die in der gesamten Geschichte unserer Zunft nicht zu einhundert prozent bestätigt werden konnten."

Snape feuerte das Buch in die Ecke. Fantastisch. Erkennen Sie die Zeichen aber vergessen Sie bitte nicht, dass diese Zeichen nichts zu bedeuten haben könnten…

Es wurde Zeit. Entnervt machte er sich auf den Weg in seinen Unterricht. Charlie durfte inzwischen fertig sein.

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Charlie schaute zwischen den wehenden Vorhängen ihres Klassenraumes auf die grünen Ländereien Hogwarts'. Ihr Blick glitt über den ruhigen See, die Strahlen der Sonne intensivierten das Blau des Wassers nur noch mehr. Wie ruhig es da draußen war, dachte sie, das komplette Gegenteil von ihrem Traum.

Sie war schon die ganze Unterrichtsstunde nicht wirklich bei der Sache gewesen. Nach fünf verzweifelten Versuchen ihren Schülern zu erklären wie man korrekt eine Fernbedienung benutzte, dabei aber daran scheiterte, dass im ganzen Schloss natürlich keine Steckdose vorhanden war, gab sie sich geschlagen und ließ die Schüler eine Zusammenfassung der Handhabung des Lieblingsobjektes eines jeden Schülers das sie im letzten Halbjahr behandelt hatten schreiben. Der Nachteil an dieser Aktion war klar, dass Charlie nun unmengen an Zeit hatte sich über die letzte Nacht Gedanken zu machen.

Geistesabwesend korriegierte sie die schon abgegebenen Essays, darunter die von Fred und George Weasley, die sich beide, natürlich, als Lieblingsobjekt das Auto ausgesucht hatten. Mit verschmitztem Grinsen warteten sie auf die Reaktion ihrer Lehrerin, in der Hoffnung die kleinen Spitzen über Snapes zugegebenermaßen eher hilflosen Auftrittes damals im Auto könnten sie zum Lachen bringen. Aber nichts dergleichen geschah.

Charlie beschloss den Unterricht eine Viertelstunde vor dem planmäßigen Unterrichtsende zu beenden. Sie hatte sich das Essay vor ihr jetzt schon zum dritten Mal durchgelesen ohne sich auf das korrigieren konzentrieren zu können.

Freudestrahlend verließen die Schüler ihre Klasse. Schwer atmend machte auch sie sich auf den Weg in die Pause. Froh, Severus in ihrer jetzigen Verfassung nicht antreffen zu müssen.

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Auch Snape hatte Schwierigkeiten sich auf seinen Unterricht zu konzentrieren.

Nach einem heftigen Anschnauzer an die ganze Klasse warum sie sich nicht im Unterrichtsraum befanden und dem Kommentar von Mr Weasley, welchem von den beiden war ihm relativ egal gewesen, dass Ms Berg ihnen eher frei gegeben hatte, ließ er die Klasse schlechtgelaunt in den Klassenraum.

Sein Unterricht bestand heute außer den üblichen fiesen um-fünf-Ecken-Denken-Fragen und dem Aufziehen der Schüler genau wie Charlies, größtenteils aus Schreibarbeit. Natürlich holte er die Viertelstunde die Charlie die Schüler früher hatte gehen lassen in seinem eigenen Unterricht wieder ein und natürlich gab er auf jeden kleinsten Stöhner der Schüler fünf Punkte Abzug auf das jeweilige Haus. Als er am Ende mehr als achzig Stafpunkte verteilt und den Unterricht endlich als beendet erklärt hatte, machte er sich auf zum Abendessen in der großen Halle.

Charlie saß schon da. Schlürfte an ihrer Vorsuppe, schaute nur kurz auf und schenkte ihm ein kurzes Lächeln als sie seiner gewahr wurde.

In für ihn untypischer Manier setzte er sich neben sie, was nicht nur sie verwunderte sondern auch Minerva und Albus ein verschmitztes Lächeln auf die Lippen zauberte, mal ganz abgesehen von den paar hundert Schülern die verwundert zu ihm aufschauten. Snape servierte ihnen einen seiner vielversprechenden- wenn-ihr-nicht-gleich-weiteresst- sterbt-ihr-einen-langen-qualvollen-tod- Blicken, nahm einen kleinen Schluck Wein und machte sich seinerseits über seine Vorspeise.

Als der Nachtisch serviert wurde, es gab Flan mit Himbeersauce, Snapes heimliches Lieblingsdessert, sprach ihn Minerva von der Seite an.

„Severus? Es wäre nett, ich hätte später noch etwas mit dir zu besprechen. Könntest du nach dem Essen ein paar Minuten für mich erübrigen?" Ihre Stimme klang viel zu freundlich für seinen Geschmack.

„Für dich doch immer" brummte Snape zuckersüß und fügte leise hinzu „Entkommen kann ich dir ja sowieso nicht…"

„Richtig" antwortete sie genauso leise, ein Grinsen zierte ihr Gesicht.

Charlie, die diese Konverstion mitbekommen hatte, war ganz froh darüber gewesen, dass McGongall noch etwas mit Severus zu besprechen hatte. Das gab ihr die Chance früher zu verschwinden und nicht in die Verlegenheit oder Verführung zu kommen gleich mit nach dem Essen mit Severus in seine Gemächer zu verschwinden. Sie musste jetzt erstmal allein sein.

„Tja, ich wird dann jetzt mal…" verabschiedete sich schnell von dem Lehrertisch und machte sich auf in Richtung ihrer Wohnung.

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Snape schritt schnellen Schrittes voran, McGonagall wie ein Magnet konstant hinter ihm.

Unwirsch schloss er seine Tür auf und ließ sie herrein. McGonagall betrat das Wohnzimmer und schaute sich um.

„Ich bin schon lange nicht mehr hier gewesen" sagte sie geistesabwesend und schritt durch den großen Raum.

Snape lehnte entnervt gegen den Türrahmen. „Ja toll. Was willst du jetzt?" fragte er unwirsch.

„Es geht um die Nachhilfe für Hargreaves und Mitchell..ach ja…übrigens sehr nett von dir, dass du dich nach ihrer Gesundheit erkundigst hast, nachdem sie beim Aufräumen deines Klassenraumes fast in die Luft geflogen sind…" sagte Minerva mit einem harten Unterton.

„Hab ich nicht." Erwiderte trocken.

Minerva verdrehte die Augen.

„Jedenfalls," setzte sie an, immernoch durch den Raum streifend, „es wäre schön, wenn du für die nächsten Wochen Nachhilfestunden am Nachmittag ansetzten könntest, damit sie den Zaubertränke-Stoff so schnell wie möglich nachholen kö-…" Minerva war aus versehen gegen etwas gegengetreten und hob es nun hoch.

Mit leichter Gereiztheit bemerkte Snape, dass es sich dabei um das Buch über Omen und Träume handelte, dass er am Morgen achtlos in die Ecke gepfeffert hatte.

„Albträume, Severus?" fragte Minerva keck.

„Todessehnsucht, Minerva?" entgegnete Severus ihr trocken.

„Omen…" nuschelte Minerva als sie die alten Seiten durchblätterte, „…in Anbetracht deiner Situation und dem Fakt, dass deinem Instinkt zu vertrauen ist, würde ich sagen du solltest mal mit Albus darüber sprechen." Sie klopfte mit dem Zeigefinger auf den Einband und blickte ihn besorgt an.

Snape ging ihr schnell entgegen und entriss ihr das Buch. „Es geht nicht um mich, Minerva." Er verstaute das Buch wieder an seinem Platz im Regal und blickte sie wütend an. „Und außerdem geht es dich gar nichts an!!"

„Wer dann?" fragte Minerva verwundert.

Snape betrachtete die Professorin eingehend. Mal abgesehen, dass Minerva Albus' rechte Hand war, er kam mit seinen Thesen nirgendwo hin und Minerva in solch eine Geschichte einzuweihen war auf jeden Fall ratsamer als die einzige „Fachkraft" in Sachen Schicksal in dieser Schule zu befragen, was in diesem Falle Cassandra Trewlaney gewesen wäre.

„Charlie hatte letzte Nacht einen Albtraum" eklärte Snape kühl.

„Neben dir zu schlafen.." murmelte Minerva kurz stoppte aber als sie Snapes Blick begegnete. Sie räusperte sich. „Ok, jetzt mal ernsthaft, was ist passiert?"

Snape geleitete Minerva zum Sofa und setzte sich in den Sessel gegenüber von ihr. Er begann ihr von letzter Nacht zu erzählen. Von Charlies aufbäumen im Schlaf und ihrer Unorientierheit nach dem Aufwachen. Von diesem „Aaron" erzählte er nichts.

Minerva hörte ihm aufmerksam zu nickte ab und zu bis Snape schließlich zum Ende gekommen war.

„Ich denke nicht, dass du dir da Sorgen machen musst, Severus." Sagte sie schlussendlich. „Ich meine, Omen sind so gut wie nicht nachweisbar, bei so gut wie keinem Zauberer der bisher behauptet hatte ein Omen gehabt zu haben, ist das was er darin gesehen geschehen, noch sind irgendwelche schlimmen Dinge nach Auftauchen dieses sogenannten Omens geschehen." Sagte sie sachlich. Leicht erstaunt, dass gerade Severus Snape auf solch eine obskure Idee wie ein Omen kommen konnte.

Sie lehnte sich zurück. „Mal ganz abgesehen davon, dass ein Squib sowieso keine Omen empfangen kann, ihnen fehlt es einfach an-"

„Bitte was??" Snape war vom Sessel aufgesprungen. „Squib??" Er blickte Minerva ungläubig an.

Minerva blickte den über ihr prangernden Snape überrascht an. „Ja…" stotterte sie, nicht sicher ob das was sie als nächstes sagen würde, ihr Ende bedeuten könnte, oder gar das einer ganz und gar komplizierten aber dennoch, in ihren Augen, tollen Beziehung. „Ch..Charlie ist ein Sq..Squib…Severus..i…i..ich dachte, das wüsstest du?"

Severus' Blick war nicht lesbar für sie. Ohne jede Emotion in seinem Gesicht deutete er auf die Tür. „Raus!" sagte er trocken und bestimmt.

Das musste er Minerva nicht zweimal sagen. So schnell sie konnte und ohne an ihrer Würde zu verlieren schritt sie aus der Tür und bog um die nächste Ecke.

Snape zog seinen Zauberstab aus der Robe und ließ die Tür mit einem lauten Knall zuschlagen.

Noch lange Schritt er gedankenverloren durch seine Räumlichkeiten.

Ein Squib. Das konnte nicht sein. Und doch…sie hatte es selbst gesagt, laut Minerva…und irgendwie machte es ja auch Sinn. Angestrengt dachte er an eine Situation in der sie Magie benutzt hatte, doch so sehr er es versuchte, er konnte sich an keine Einzige entsinnen. Ein Squib. War es das, was Albus und Charlie so sehr für sich behalten wollten?

Warum? Das machte keinen Sinn! Filch war auch ein Squib und Albus machte kein Geheimnis daraus…

Vergessen waren die Sorgen um Charlie wegen des Omens, nun war er nur noch stinkwütend. Auf sich selbst, weil er es nicht einmal er diese Möglichkeit nicht einmal in Erwägung gezogen hatte und auf Charlie, weil sie es ihm nicht anvertrauen wollte.

Er musste mit ihr reden. Sofort!

Er schoss aus seinen Räumen und klopfte heftig an der Tür neben seiner.

Charlie öffnete, sie hatte geschlafen. Müde öffnete wischte sie sich durch's Gesicht.

„W..was?" fragte sie erstaunt darüber Snape zu sehen.

„Ich muss mit dir reden" sagte Snape ernst aber gefasst. Er wollte sie gerade in ihr Zimmer schieben als Filch um die Ecke geschossen kam.

„Ms…Ms Berg!" hechelte er außer Atem. Mrs Norris strich um seine Beine. „Sie…sie haben Besuch."

Charlie blickte erst Snape und dann Filch verwirrt an.

„Was?" fragte sie noch einmal.

„Ein gewisser Mr Thompson…" antwortete Filch, immernoch schwer keuchend.

Charlie war auf einmal hellwach.

„Aaron?" ihr Stimme klang schrill.

Severus zuckte unmerklich zusammen.

Und? Wie hat es Euch gefallen? Ich bin sehr gespannt! Bitte schreibt mir eure Meinung!