guest from 04.01.16 I'm so sorry but i think my english is not good enough for a story in english. You can't copy stories from here but i know, it's possible to translate on with google translator. I think it's a option by google.

Kapitel 20: Abschied von den Toten

Es waren fast 4 Wochen vergangen, seitdem der Artikel von Lana in der Anderson Post erschienen war. Seitdem hatten Jude und Kit regelmäßig Kontakt zu Lana und das Vertrauen in Kits alte Freundin kehrte nach und nach zurück. Lana setzte wirklich alle Hebel in Bewegung, um für Jude, Kit und die Kinder ein neues Zuhause zu finden. Es mangelte nicht an Angeboten, in der Tat gab es viele Häuser zu erschwinglichen Preisen und sie hätten von heute auf morgen ihre Sachen packen können. Jedoch verlangten alle natürlich eine größere Anzahlung und weder Kit noch Jude verfügten über Rücklagen, um diese Anzahlung leisten zu können. Auch der Verkauf von Kits Farm erwies sich als schwieriger als gedacht, hier in der Nähe wollte niemand sein Haus kaufen. Einige dumme Bauern behaupteten, es sei verflucht und obwohl das alles nichts als dummes Gerede war, so hielt es die Leute vom Kauf ab.

Seit dem Vorfall mit der eingeschlagenen Scheibe, war es zu Judes großer Erleichterung relativ ruhig geworden. Jedoch war jeder Einkauf den sie machen musste, eine Herausforderung für ihre Nerven. Böse Kommentare hinter ihrem Rücken, verächtliche Blicke und sogar „versehentliche" Stöße waren an der Tagesordnung. Mit jedem Tag der verging, verspürte Jude mehr den Wunsch das alles hinter sich zu lassen, ihre Familie ins Auto zu setzten und für immer zu verschwinden. Sie hatte es satt wie eine Aussätzige behandelt zu werden. Auch die Kinder spielten nur noch Zuhause und seit dem Vorfall auf dem Spielplatz, wollten die beiden Kinder auch nicht mehr dort hin.

Kit und Jude hatten sich das Ziel gesteckt, bis zum neuen Jahr von hier weg zu sein und somit hatte Kit einen Termin bei einer Bank in Boston vereinbart. Es gab auch in der Nähe einige Banken, jedoch wusste Kit schon jetzt die Antwort auf seine Anfrage nach einem Kredit. Diese Leute würden ihnen alle Steine in den Weg legen, die sie nur finden konnten.

Es war der Nachmittag des 01. Dezembers 1970 und Kit war vor einigen Stunden zusammen mit Thomas und Julia nach Boston gefahren. Ihm war nicht wohl dabei, Jude allein Zuhause zu lassen aber sie versicherte ihm, dass alles in bester Ordnung war und das es seit Wochen keine gewalttätigen Übergriffe mehr gab. Jude brauchte einfach ein paar Stunden für sich allein. Sie wäre gern mit nach Boston gefahren aber der Wunsch nach Ruhe und etwas Zeit für sich allein war größer. Kit und die Kinder würden ohnehin in wenigen Stunden zurück sein und diese Zeit wollte Jude nutzen, um noch im etwas abzuschließen, dass lange überfällig war.

Jude hatte seit sie hier war, den hinteren Teil des Gartens gemieden. Die Stelle an der Alma und Grace ihre letzte Ruhe fanden. Kit und die Kinder gingen oft zu den Gräbern ihrer Mütter, Jude jedoch war noch nie dort und sie wollte nicht von hier weggehen ohne sich von den beiden Frauen zu verabschieden, mit denen sie jetzt so viel verband. Als sie noch Nonne in Briarcliff war, war Jude nie besonders freundlich zu Grace…ganz im Gegenteil. Und Alma, hatte sie nie richtig kennen gelernt. Sie sah sie oft im Gemeinschaftsraum aber hatte nie das Gespräch mit ihr gesucht. Die Sonne ging langsam unter und Jude machte sich auf den Weg zu den Gräbern von Alma und Grace. Sie fühlte sich etwas unbehaglich aber sie nahm all ihren Mut zusammen um sich von den beiden Frauen zu verabschieden. Jude hatte zwei Bilder von Thomas und Julia mitgenommen und setzte sich langsam vor die beiden Kreuze. Einen langen Moment saß sie einfach nur da und schaute auf die Inschriften. Die beiden waren jung gestorben und es tat Jude weh, dass sie nicht ihre Kinder haben aufwachsen sehen können. Sie grub vor jedem Kreuz ein kleines Loch und legte die Bilder der Kinder hinein.

„Ich weiß nicht, ob ihr mit mir als neue Mutter für eure kleinen Engel einverstanden gewesen wärt. Wohl eher nicht aber ich verspreche euch, dass ich gut auf Thomas und Julia aufpassen werde. Ich werde dafür sorgen, dass sie euch niemals vergessen…ich verspreche es euch."

Sie sprach mit Tränen in den Augen noch ein Gebet für die bereits verstorbenen und machte sich dann wieder auf den Weg zurück. Sie fühlte sich seltsam, es war als wären die beiden wirklich anwesend gewesen. Es war ein unheimliches Gefühl und doch fühlte sich Jude freier als vorher. Jetzt war sie wirklich bereit diesen Ort zu verlassen.

Als Jude wieder im Haus war, setzte sie Wasser auf um sich einen Tee zu machen. Kit und die Kinder würden sicher bald zurück sein und sie wollte die Zeit noch nutzen um ihr Buch zu Ende zu lesen. Doch kaum hatte sie sich hingesetzt, klopfte es an der Tür. Sie rollte mit den Augen.

„Kit, hast du wieder deine Schlüssel vergessen?" rief sie als sie zur Vordertür ging, in der Annahme Kit und die Kinder wären bereits zurück. Mit einem Lächeln öffnete sie die Tür, doch kaum hatte sie die Tür geöffnet, hatte sie das Gefühl ihr Herz würde stehen bleiben. Ihr Lächeln verschwand und das Blut in ihren Adern gefror zu Eis. Panik machte sich in ihrem Körper breit und sie wollte schreien, sie wollte wegrennen und doch tat sie nichts von beiden. Sie war wie versteinert, als sie in das Gesicht eines Mannes sah, von dem sie hoffte…ja betete sie würde ihn niemals wieder sehen. Seine kalten Augen, sein widerliches Grinsen welches seine vergammelten Zähne offenbarte waren ihr noch allzu bekannt.

Nein….oh mein Gott….das ist nicht möglich.'

„Hallo meine liebe Schwester Jude, oder sollte ich besser sagen Judy Martin? Ich kann Ihnen nicht sagen, wie sehr ich diesen Tag herbei gesehnt habe."

Leigh Emerson kam um das zu beenden, was er vor Jahren begonnen hatte.