Bevor Harry auf das zu sprechen kommen konnte, was ihm am Herzen lag, ergriff Albus das Wort.
"Harry, ich habe das Gefühl, dass du mit deinen Hausgenossen wirklich glücklich bist", sagte er väterlich.
Harry nickte und sagte: "Lach mich meinetwegen aus, aber ich fühle mich, als wäre das meine Familie.
Dazu zähle ich auch Sev".
"Ich lache dich nicht aus, denn ich sehe das genau so.
Dass du Severus bei seinem Vornamen nennst, sagt mir, dass ihr Lilys Wunsch nun endlich erfüllt habt".
"Du weißt von dem Brief?", fragte Harry.
"Ja, Sev hat ihn mir gezeigt, vor langer Zeit schon.
Übrigens habe auch ich einen ähnlichen Brief bekommen, allerdings von James und Lily, auch mich haben sie gebeten, ein Freund für dich zu sein.
Genau wie Severus konnte ich das nicht offen tun, deshalb habe ich dich im Verborgenen beschützt, was Severus ja auch getan hat".
Harry erzählte nun, dass Sev ihn zum Grab seiner Eltern geführt und ihm anschließend etliche Erinnerungen an die Schulzeit seiner Eltern gezeigt hatte.
"Dann hat er mir noch eine Erinnerung gezeigt.
Als ich ihn fragte, ob er keine Freundin gehabt hätte, zeigte er mir die Erinnerung an seine Trennung von Narzissa Malfoy.
Er sagte mir, dass das Familienoberhaupt der Blacks Ehen seiner Angehörigen beschließen und auch auflösen kann", sagte Harry abschließend.
"Ja, das ist so bei den alten Reinblutfamilien", sagte Albus mit einem wissenden Lächeln.
"Sev hat erwähnt, dass ehrloses Verhalten ein Grund für die Auflösung einer Ehe sei, ich frage mich jetzt, was als ehrloses Verhalten gewertet werden könnte", fuhr Harry fort.
"Das liegt alleine im Ermessen des Familienoberhauptes, Harry", sagte Albus gespannt.
"Was muss ich tun, um Narzissa aus den Klauen dieses Abschaums zu befreien?", fragte Harry jetzt konkret.
"Du musst es ihr als Oberhaupt der Blacks befehlen, ihren Mann zu verlassen.
Da gibt es nur ein kleines Problem", sagte Albus und Harry entging nicht das Funkeln in den Augen des Schulleiters.
Was denn für ein Problem?", fragte Harry.
"Nun, in der Hierarchie der britischen Zaubererfamilien stehen die Blacks, genau wie die Potters, eine Stufe höher als die Malfoys.
Das zieht eine Konsequenz nach sich, die Narzissas Sohn betrifft.
Draco wäre, wenn du die Ehe seiner Mutter auflösen würdest, ein Black, obwohl er im Fall von Lucius Tod den Anspruch auf das Erbe der Familie Malfoy hätte, denn Lucius hat keine weiteren Kinder und er ist der Letzte der Malfoys.
Aber bleiben wir bei Draco, in dem Moment, in dem er durch die Auflösung der Ehe seiner Eltern ein Black wird, vertritt das Familienoberhaupt bis zu einer erneuten Heirat seiner Mutter die Stelle seines Vaters".
Harrys Mund klappte auf, dann begann er zu lachen.
"Müsste er mich dann Papa nennen?", fragte er mit vor lachen bebender Stimme.
Auch Albus grölte los.
"Das würde in deinem Ermessen liegen, auf jeden Fall müsstest du ihm die Erlaubnis für die Hogsmeade-Wochenenden unterschreiben, wenn Lucius ihm gegenüber nicht mehr erziehungsberechtigt wäre, würde auch seine Unterschrift ihre Gültigkeit verlieren", sagte der Schulleiter japsend.
"Wie muss ich genau vorgehen, gibt es da eine Art Ritual?", fragte Harry.
"Ja, es steht in dem Buch: Noblesse der Natur, das befindet sich mit Sicherheit in deiner beeindruckenden Bibliothek".
"Kannst du es suchen, in der Zwischenzeit ziehe ich mich um", fragte Harry und Albus nickte belustigt.
Der Junge war genau so ein Energiebündel wie sein Vater, aber er hatte eindeutig das Herz seiner Mutter.
Fünf Minuten später war Harry zurück, er hatte eine schwarze Jeans und ein T-Shirt in der gleichen Farbe angezogen und Albus stellte fest, dass er ziemlich beeindruckend aussah.
"Ich habe das Buch gefunden, die Seite ist schon aufgeschlagen.
Ich würde vorschlagen, dass du dir den Spruch einprägst, es könnte etwas würdelos erscheinen, wenn du Narzissas Ehe beendest und dabei aus dem Buch vorliest", sagte Albus mit einem breiten Grinsen.
Harry brauchte nicht lange, um sich über das Ritual zu informieren.
"Ich bin bereit, Albus", sagte er und Albus hielt ihm seine Hand hin.
"Na, dann los.
Ich glaube, es ist das Beste, die Angelegenheit so schnell wie möglich zu klären.
So lange Lucius im Gefängnis sitzt, kann er uns nicht stören", meinte Albus.
Er apparierte, als Harry seine Hand ergriffen hatte.
Sie tauchten in der Nähe eines ziemlich protzigen Herrenhauses auf, das von einem großen, gepflegten Park umgeben war.
Sie schritten die säulenbewehrte Treppe zur Eingangstür hinauf.
Die Tür war zweiflügelig, sie bestand aus dunklem, fast schwarzem Holz und war sehr aufwändig mit Schnitzereien verziert.
Albus betätigte den Türklopfer in Form eines Drachenkopfes, sofort wurde die Tür von einem Hauselfen geöffnet.
Der kleine Kerl verbeugte sich bis zum Boden, dann fragte er nach dem Begehr der beiden Besucher.
"Wir möchten Mrs. Malfoy sprechen", sagte Albus freundlich und der Hauself bat sie mit einer weiteren Verbeugung herein.
Er führte sie in den Salon, einen großen Raum, den man fast als Saal bezeichnen konnte.
Der Elf bat Albus und Harry, Platz zu nehmen, er würde Mrs. Malfoy sofort holen.
Harry setzte sich in einen Sessel, er war genau so protzig wie unbequem.
Sie mussten keine Minute warten, da öffnete sich die Tür und Narzissa trat, gefolgt von Draco, in den Salon.
Die beiden Malfoys erstarrten, als sie die Identität ihrer Gäste erkannten.
"Potter, was willst du hier?", herrschte Draco Harry an, der kurz darüber nachdachte, ihm die Erlaubnis für die Hogsmeade-Wochenenden zu verweigern.
"Sprich nicht so mit ihm!", herrschte Narzissa ihren Sohn an.
Dann trat sie vor und knickste zu Albus Belustigung und Dracos tiefster Verwirrung tief vor Harry. Als sie sich aufrichtete und Harry einen flehenden Ausdruck in ihren Augen sah, wusste er, dass er das Richtige tat.
Er stand auf und sagte mit feste Stimme: "Narzissa Black, als Oberhaupt der alten und ehrwürdigen Familie Black löse ich deine Ehe mit Lucius Malfoy.
Er hat sich als unwürdig erwiesen, dich als seine Frau betrachten zu dürfen.
Du wirst dieses Haus mit deinem Sohn noch in dieser Stunde verlassen und mit mir gehen".
Dracos Mund klappte auf, als er sah, wie seine Mutter auf ihre Knie sank und sagte: "Ja, mein Lord".
Harry griff nach Narzissas Händen und zog sie hoch, da fiel sie ihm schluchzend um den Hals.
Albus nahm sich dem verwirrten Draco an und begleitete ihn in sein Zimmer, um ihm beim Packen zu helfen.
Harry ließ Narzissa einige Minuten weinen, dann sagte er: "Du solltest packen, ich werde dir helfen".
Narzissa schaute ihm in die Augen und fragte: "Warum tust du das?".
"Komm, gehen wir packen, dabei erkläre ich es dir", sagte Harry.
Narzissa fiel ihm noch einmal um den Hals, dann griff sie Harrys Hand und zog ihn in ihr Schlafzimmer.
Auf der Treppe befahl sie einer Hauselfe, Koffer in ihr Zimmer zu bringen.
Narzissas Schlafzimmer war auch recht protzig eingerichtet, Harry grinste und sagte: "Diese Pracht kann ich dir in meinem Haus aber nicht bieten, Narzissa".
"Das ist mir egal, Harry und nenn mich bitte Zissa, Narzissa nennen mich nur Leute, die ich hasse, Lucius und der dunkle Lord zum Beispiel".
"Kann ich mir bei den Beiden gut vorstellen.
Wie nennt Sev dich denn?", fragte er und Zissa zuckte zusammen.
"Sev hat mir von euch erzählt.
Liebst du ihn noch immer, wie du es ihm bei eurer Trennung versprochen hast?".
"Ja, ich liebe ihn", sagte sie mit fester Stimme.
"Gut, er dich auch, und Narzissa Snape hört sich gut an, findest du nicht?".
Wieder wurde er von ihr umarmt, dann begann sie in fliegender Hast zu packen.
Harry half ihr, indem er die Koffer, welche die Hauselfe gebracht hatte, öffnete und sie wieder schloss, nachdem sie voll waren.
Die gepackten Koffer schrumpfte er und steckte sie ein, nach wenigen Minuten waren sie fertig.
Harry wunderte sich etwas darüber, dass Zissa schon wieder nach seiner Hand griff, anscheinend hatte er bei ihr einen Stein im Brett.
Zissa verließ mit Harry im Schlepptau ihr Schlafzimmer, ohne sich noch einmal umzublicken.
Albus und Draco warteten schon im Salon, Dracos Gepäck war wohl auch geschrumpft, denn er trug nur einen Eulenkäfig, in dem seine Adlereule dösend hockte.
Draco warf Harry einen forschenden Blick zu, Harry lächelte freundlich und Draco stellte den Käfig auf einem Tisch ab.
Er trat vor Harry, zögerte einen Moment und reichte Harry seine Hand.
Harry schlug ein und die Beiden holten den Händedruck nach, zu dem es vor fünf Jahren nicht gekommen war.
"Das wollte ich eigentlich im Hogwarts-Express machen, dazu hat mir jemand in der Winkelgasse geraten", sagte Draco.
"Und er hat dir auch geraten, dich bei Hermine zu entschuldigen", sagte Harry und genoss Dracos Verblüffung.
"Woher weißt du das?", fragte er tonlos.
Harry grinste ihn breit an und nahm die Gestalt aus der Winkelgasse an.
Draco japste erschrocken, er ließ Harrys Hand los und sprang zwei Meter rückwärts.
"Du!", stieß er hervor.
"Aber, du hast doch das Wiesel, ich meine Ron".
Harry winkte ab.
"Nenn ihn ruhig Wiesel, Draco.
Wo du gerade so schön erstaunt bist, du hast ja meine Begleiterinnen gesehen.
Die Blonde war Hermine und die Schwarzhaarige war meine Freundin, du wirst sie gleich kennen lernen".
"Aber wieso hast du ihn geschlagen, ich dachte, der wäre dein bester Freund".
"Das können wir in meinem Haus besprechen, da erwartet uns ein Abendessen und mich erwartet meine Freundin", sagte Harry.
Albus nahm Zissas und Dracos Hände, Harry griff nach Zissas freier Hand und nahm den Eulenkäfig in die Andere, den hätte der verwirrte Draco jetzt vergessen.
Albus apparierte und sie tauchten in der Eingangshalle wieder auf.
"Ich würde vorschlagen, wir gehen direkt zum Pool.
Und, Zissa, wenn Sev dir einen Heiratsantrag macht, hast du meine ausdrückliche Zustimmung, ihn anzunehmen", sagte Harry und wurde nicht nur von Zissa, sondern auch von Draco umarmt.
Albus klopfte ihm anerkennend auf die Schulter, dann führte Harry sie zum Pool.
Der Grill brannte und verbreitete verführerische Düfte, da begann Albus Magen lautstark zu knurren.
Dieses Geräusch wurde von allen außer Sev gehört, der gerade am Pool stand und die Greife beobachtete, die noch immer im Wasser herum tollten.
Harry legte einen Finger auf die Lippen, als einige seiner Mitbewohner eine lautstarke Begrüßung anstimmen wollten.
Er nahm Narzissas Hand und schlich mit ihr zu Sev, zwei Meter hinter ihm blieben sie stehen.
"Sev, ich möchte dir unseren neuen Gast vorstellen", sagte er.
Sev drehte sich um, sah Zissa, riss die Augen auf und taumelte.
Harry sprang vor, um ihn festzuhalten, kam aber eine Zehntelsekunde zu spät.
Sev landete mit einem lauten Platsch im Wasser und hatte Schwierigkeiten, sich an der Wasseroberfläche zu halten, so entgeistert war er.
Das bemerkte auch Seidenschnabel, er wollte den Menschen aus dem Wasser fischen, biss in seine Badehose und hob ihn an.
Gerade, als Sev fast wieder auf dem Trockenen war, konnte man das typische Geräusch zerreißenden Stoffs hören, Sevs Badehose hatte den Kontakt mit Seidenschnabels scharfem Schnabel nicht überstanden.
Sev landete erneut im Wasser, diesmal schritt Harry zu seiner Rettung ein, ein Schwebezauber und der Tränkelehrer stand am Beckenrand, ein "Reparo" und seine Badehose war wieder in einem präsentierbaren Zustand.
Sev hatte von der ganzen Aufregung um seine Person kaum etwas mitbekommen, da war nur noch Platz für seine Zissa in seinen Gedanken.
Jetzt stand er vor ihr und starrte sie an wie ein Gespenst.
"Sev, ich bin frei!", rief sie plötzlich und umarmte ihn stürmisch, er erwiderte die Umarmung und küsste sie, erst fast ängstlich, als würde er befürchten, dass sie sich gleich als Trugbild erweisen würde.
Dann wurden Beide leidenschaftlich, was schließlich darin gipfelte, dass sie sich einfach auf das weiche Gras fallen ließen und eine Knutschorgie abzogen, die durchaus mit denjenigen mithalten konnten, die Harry und Tonks normalerweise ihrem staunenden Publikum boten.
Man ließ ihnen einige Minuten Zeit für ihre Knutscherei, dann wurden sie von Dave an den Tisch gebeten.
Dave war gerade in Übung, deshalb holte er auch Harry und Tonks in die Realität zurück.
Tonks hatte sich wieder einmal auf Harrys Schoß nieder gelassen, die Beiden küssten sich verträumt und bekamen von ihrer Umgebung nicht das Geringste mit.
Sev setzte sich neben Harry und Harry sah, dass Sev einen ziemlich roten Kopf hatte, offenbar wurde er sich erst jetzt bewusst, was für eine Show Zissa und er abgezogen hatten.
"Danke, Harry", sagte Sev, Harry hatte ihn noch nie mit einer solchen Wärme in der Stimme sprechen gehört.
"Schon gut, ich habe es auch nicht nur für dich getan.
Dieser Drecksack verdient eine Frau wie Zissa nicht, höchstens Umbridge würde ich ihm gönnen".
Da fiel Harrys Blick auf die andere Seite des Tisches, er konnte kaum glauben, was er da sah, Draco saß neben Ginny und plauderte angeregt mit ihr und Hermine.
Draco bemerkte seinen Blick und sagte: "Ich habe mich bei Mine entschuldigt, Harry.
Allmählich verstehe ich, dass du die ganzen Jahre mit ihr abgehangen hast.
Nur eins stört mich, dass sie mit Gin zusammen ist.
Ist doch echt eine Schande, zwei der hübschesten Mädchen in Hogwarts sind weg vom Markt, was für eine Verschwendung".
Er hatte das mit todernster Miene von sich gegeben, aber seine Augen lachten.
Gleich darauf lachte er laut auf, als Hermine und Ginny rot wurden.
"Na, so schön und doch so schüchtern", gluckste er.
Unter ständigem Geflachse wurde gegessen, Harry schmunzelte heimlich, als er bemerkte, dass seine Geliebte mehrere der eingelegten Steaks weg putzte, die sie in rohem Zustand angewidert als Drachenfleisch bezeichnet hatte.
Aber er konnte sie verstehen, die Steaks waren einfach köstlich.
Nach dem Essen brachen Arthur und Molly auf, sie hatten einige Biere beim Essen getrunken und waren nun etwas müde.
Molly umarmte alle, auch die verblüffte Zissa, die an Mollys Herzlichkeit noch nicht gewöhnt war.
Kaum waren die Weasleys verschwunden, gönnten sich die Jugendlichen ein Bier, das hatten sie sich während Mollys Anwesenheit wohlweislich verkniffen.
Harry und Draco schmeckte das Gebräu, die Mädchen waren davon weniger begeistert, sie waren eher für Wein zu haben.
Albus beschwor zur allgemeinen Verblüffung eine flache Schale und goss etwas Bier hinein.
Wie sich zeigte, waren Trauben nicht das Einzige, wofür Fawkes sich begeisterte.
Der Phönix tat sich an dem Bier gütlich und vernichtete es in erstaunlich kurzer Zeit, an dem Gekicher und den dummen Sprüchen der Menschen störte Fawkes sich überhaupt nicht.
Als Fawkes das Bier getrunken hatte, sagte Albus: "Es gibt noch etwas, worüber ich mit euch sprechen möchte".
Als er die komplette Aufmerksamkeit aller hatte, fuhr er fort: "Es geht um das nächste Schuljahr.
Ich möchte, dass ihr und auch noch einige andere Schüler während der Schulzeit hier wohnt.
Ich habe Grund zu der Annahme, dass ihr in Hogwarts gefährdet wärt, wenn ihr euch außerhalb des Unterrichts dort aufhalten würdet.
Ich plane, euch offiziell in einer geschützten Unterkunft unterzubringen, diese Unterkunft ist nichts weiter als ein Raum mit einem permanenten Portschlüssel, ein entsprechendes Gegenstück wird hier im Haus platziert".
Er ließ seine Worte wirken, dann wandte er sich an Harry: "Natürlich nur, wenn du einverstanden bist, Harry".
"Natürlich, Albus.
Aber warum das alles?".
"Ich möchte dich bitten, morgen zwei weitere Personen hierher bringen zu dürfen, eine davon ist eine wichtige Informantin.
Wir werden euch morgen Abend alles erzählen, was wir herausgefunden haben, bitte geduldet euch bis dahin".
"Natürlich kannst du sie hierher bringen, ich habe dir das Haus zur Verfügung gestellt, du brauchst nicht jedes Mal zu fragen", sagte Harry.
Albus lächelte ihn an.
"Gut, Harry.
Zum nächsten Punkt, der betrifft dich, Nymphadora.
Ich möchte, dass du Harry zur Schule begleitest, natürlich unter einem Tarnnamen".
Tonks wollte Albus eigentlich anknurren, weil er sie bei ihrem Vornamen genannt hatte, aber sein letzter Satz ließ sie stutzen.
"Nymphadora?", kam es zweistimmig von Zissa und Draco.
"Ach, ich habe euch meine Freundin ja noch gar nicht vorgestellt", gluckste Harry.
"Du gehst mit meiner Kusine?", fragte Draco verblüfft.
"Ich liebe sie, Draco", sagte Harry ernst, er wollte Draco klarmachen, dass sie nicht nur miteinander spielten.
Zissa reagierte anders, als Harry und auch Tonks erwartet hatten, sie stand auf, kam zu ihnen und umarmte sie erfreut.
"Ihr passt gut zusammen, ich freue mich für euch", sagte sie strahlend.
Auch Draco gratulierte ihnen, dann grinste er Harry an und sagte: "Falls ihr heirateten solltet, sind wir Beide verwandt, erschreckt dich das nicht?".
"Eigentlich nicht, im Gegenteil, ich freue mich darauf, diese Tatsache dem Wiesel mitzuteilen".
Alle lachten, dann fragte Tonks: "Nicht, dass ich was dagegen hätte, bei meinem Schatz zu sein, aber wieso hältst du das für notwendig?".
"Du sollst auf Harry aufpassen, morgen werdet ihr erfahren, warum ich das für nötig halte", sagte Albus.
"Ach, da fällt mir ein, nach meinen Informationen sprichst du spanisch, Tonks", sagte er dann.
"Ja, stimmt.
Lass mich raten, ich soll eine Spanierin spielen, habe ich Recht, Albus?", fragte Tonks.
"Vollkommen, Tonks.
Ich werde mit meinem alten Freund Rodrigo Gomez, dem Direktor der Magischen Hochschule Toledo, korrespondieren, um dir eine entsprechende Identität zu verschaffen".
Dann wandte er sich an Harry: "Und du, Harry, wirst im nächsten Schuljahr ein spezielles Projekt zur Erforschung der Verhaltensweisen magischer Geschöpfe betreiben.
Damit hast uns einen guten Grund, ständig mit Fawkes und Rowdy herum zu laufen.
Gerade Fawkes wird dich sehr effektiv schützen können, wenn man dich trotz unserer Schutzmaßnahmen einmal angreifen sollte".
"Von wegen, Fawkes langweilt sich ohne dich, du hast ihn hierher geschickt, damit wir uns aneinander gewöhnen", sagte Harry grinsend.
"Kann man denn vor dir gar nichts mehr geheim halten, Harry", fragte Albus mit einem anerkennenden Lächeln.
"Ich schlage vor, dass Harry und seine Freunde während der Ferien etwas speziellen Duellunterricht erhalten, auch Okklumentik könnte ich ihnen beibringen", sagte Sev und erntete breite Zustimmung.
Auch Tonks, Liz, Dave und Zissa boten an, die Jugendlichen zu unterrichten, da sagte Albus: "Ich werde mich natürlich auch daran beteiligen und bestimmt auch einige unserer Kollegen, Severus".
Dann beschloss man die Diskussion und Tonks regte ein kleines Mondscheinbad im Pool an.
