huhu....

so, hier kommt das nächste pitel.... :-)

großes Danke an meine Beta 'Mamodo' und an die lieben Kommischreiber.... ^^

viel spaß:


Parallel Lines

Part 21

Der Flug war nicht so schlimm wie Harry befürchtet hatte, aber er war trotzdem froh, als sie endlich in Australien landeten. Er war schon vorher geflogen, aber noch nie so weit weg. Zumindest hatten sie beide etwas Schlaf abbekommen, da ihre Sitze in der ersten Klasse sich zu Betten umfunktionieren ließen. Für Harry gab es genug Platz, sodass er sich ausgestreckt hatte hinlegen können, doch für Severus war das Bett etwas zu klein gewesen, sodass seine Beine am Bettende hervorlugten hatten und daher glaubte Harry nicht, dass er so ausgeruht war wie er es hätte sein können.

Er hatte keine allzu großen Schmerzen nach seinem Nickerchen, entweder das oder er gewöhnte sich langsam daran. Es beschränkte sich auf einen leichten Schmerz am Anfang seiner Wirbelsäule und an seinem rechten Schulterblatt entlang. Das Flugpersonal hatte sie während des Fluges mit Wasser und Säften versorgt, damit sie nicht austrockneten und mehr als einmal war sich Harry sicher, dass er sah, wie sie Severus beäugt hatten, sowohl Männer als auch Frauen. Er musste zugeben, er war recht eifersüchtig, obwohl Severus ihm nie einen Grund dafür gegeben hatte.

Harry dachte nur daran, um wie viel einfacher Severus Leben sein könnte, wenn er ihn nicht darin hätte.

Als sie schließlich mit ihrem Gepäck auf einem Wagen die Ankunftshalle betraten, begrüßte sie ein Meer von Gesichtern. Schließlich entdeckte Harry jemanden, der ein Schild mit ihren Namen darauf hochhielt.

„Dort drüben, Severus.", zeigte Harry auf den Mann, der ein kurzärmeliges Shirt und Shorts trug. Er hatte lockige dunkle Haare, einen noch dunkleren Bart und strahlte sie beide an, als sie sich zu ihm durchkämpften. Er war groß, sogar größer als Severus, aber er schien gebückt zu sein, als ob er sich für seine ganze Größe schämen würde und versuchte, sie zu verstecken.

„Harry, Severus, es ist gut, euch endlich zu treffen. Ich bin Charles Scott."

Harrys Mund formte vor Überraschung ein ‚O'. Der Chef persönlich war gekommen, um sie am Flughafen zu treffen? Hände wurden geschüttelt und dann führte Dr. Scott sie nach draußen, zu seinem Auto. Er verstaute ihre Koffer im Kofferraum und starrte auf das Hogwartswappen, welches auf beiden abgebildet war. „Hogwarts?"

„Die Schule, an der Harry und ich arbeiten.", erklärte Severus. „Ich unterrichte Chemie und Harry ist ein Schülerbetreuer."

Die Lüge kam ihm so glatt über die Lippen, dass sogar Harry nicht erkannt hätte, dass Severus nicht die Wahrheit erzählt hatte. Er schätzte, im Dienst eines Dunklen Lord zu stehen machte Lügen zu einem unvermeidbaren Teil oder er wäre schon längst nicht mehr am leben.

„Das Institut liegt ein paar Meilen außerhalb der Stadt, bei diesem Verkehr wahrscheinlich eine Fahrt von ca. einer halben Stunde. Ich wette, ihr seid froh, aus dem Flugzeug raus gekommen zu sein, eh?", lächelte er, als er sich aufrichtete.

„Sie haben keine Ahnung.", sagte Severus und half Harry ins Auto.

Obwohl er ein wenig im Flugzeug hatte schlafen können, war Harry erschöpft und schlief ein, sobald der Motor startete.

Als er aufwachte, lag er in einem Bett und Severus döste in einem Stuhl an seiner Seite vor sich hin. Der Raum sah nicht aus wie ein Krankenhauszimmer. Die Wände waren in einem blassen Blau gestrichen, mit eingerahmten Bildern von weißen Blumen an jeder Wand, die er sehen konnte. Die Türen und der Rahmen waren weiß und das Bett, in dem er lag, hatte einen blau-weiß gestreiften Bezug und passende Kissen.

Es gab, soweit er sehen konnte, kein Fenster, aber die Raumtemperatur war kühl genug, ohne kalt zu sein und die Belichtung war beruhigend.

Jemand klopfte an die Tür, Severus wachte sofort auf und ging, um sie zu öffnen. Eine Krankenschwester in einer weißen Uniform stand dort, ein Tablett mit verschiedenen Phiolen und Nadeln in ihrer Hand. „Guten Nachmittag, Harry. Dr. Scott wollte, dass ich mit den Tests starte, sobald du aufgewacht bist." Er fragte sich, woher er sie gewusst hatte, dass er wach war. Gab es Kameras oder etwas ähnliches, die ihn überwachten?

Harry beäugte die Nadeln mit einiger Vorsicht. „Kann Severus bleiben?"

„Natürlich, solang er nicht im Weg ist.", lächelte sie, als ob sie nicht wirklich erwartete, dass Severus irgendetwas in dieser Art tun würde. Harry schätzte es lag daran, dass sie glaubten er wäre ein Chemielehrer, also ebenfalls ein Wissenschaftler. Auf eine Art waren Zaubertränke eine Wissenschaft, nur nicht die Art, die Muggel erwarteten.

Severus hielt seine rechte Hand, während die Krankenschwester an seiner linken nach einer Vene suchte, um das Blut zu extrahieren. Harry fühlte, wie die Farbe aus seinem Gesicht wich und er fühlte sich leicht schwindelig. „Harry, sieh mich an.", befahl Severus. „Mach dir keine Gedanken darüber, was die Krankenschwester macht. Es wird vorbei sein, bevor du es mitbekommen hast." Severus redete weiter mit ihm, bis die Krankenschwester fertig war.

„So, schon fertig. Das war nicht zu schlimm, nicht wahr, Harry?", fragte sie. Harry drehte seinen Kopf und erhaschte einen Blick auf sein Blutt in den Glasphiolen. Er hatte nicht gewusst, dass sie so viel nehmen würden. Sein Magen rebellierte und er schaffte es kaum, seinen Kopf zu drehen, ehe er sich über die Seite des Bettes übergab, sich fühlend, als hätte er seine Bauchmuskeln von innen nach außen gezerrt.

„Sorry.", murmelte er. Die Krankenschwester lief ins Badezimmer und holte einen Waschlappen, wusch mit der Leichtigkeit von jemandem, der dies schon seit einer langen Zeit tat, seinen Mund ab. Sie verschwand wieder, kam mit einem Mob, um den Boden zu wischen und brachte dann den Mob und Eimer wieder weg.

„Das ist schon in Ordnung, Harry. Waren es nur die Nadeln, durch die dir plötzlich schlecht wurde, oder etwas anderes?"

„Nur – nur das Blut zu sehen hat schon gereicht."

„Okay, das ist gut. Also denkst du nicht, dass es an einer Infektion oder so liegt?"

Harry schüttelte den Kopf. "Ich werde diese ins Labor schicken und dann wird Dr. Scott dich für den Rest der Tests sehen. Mach dir keine Sorgen, Harry. Du bist in guten Händen."

"Danke.", sagte Harry zu ihr, als sie ging. Sie war kaum fünf Minuten weg, da klopfte auch schon Dr. Scott an die Tür und betrat den Raum, einen Haufen Maschinen hinter sich herziehend.

„Hi, Harry, Severus. Nun, bevor wir mit den weiteren Tests beginnen, muss ich eine Geschichte von dir aufnehmen, Harry, und dir ein paar Fragen über deinen Zustand stellen, wenn das in Ordnung ist?"

„Das ist kein Problem, Doktor.", sagte Harry.

„Bitte, nenn mich Charles. Wir sind hier nicht so förmlich. Nun, weiß du ob jemand aus deiner Familie an einer erblich bedingten Krankheit gelitten hat?"

„Oh, ich bin adoptiert.", erklärte Harry. „Ich weiß es nicht. Severus?"

"Ich kannte Harrys biologische Eltern, bevor sie gestorben sind, sie waren beide gesund, soweit ich weiß.

„Wie sind sie gestorben?"

„Sie wurden beide ermordet, Harry war verwaist, daher wurde er adoptiert."

„Oh, ich verstehe. Das tut mir Leid.", sagte der Arzt, etwas auf sein Klemmbrett kritzelnd. „Und wann hat die Lähmung begonnen, Harry? Warst du in einen Unfall verwickelt?"

Ein Unfall? Nein, Harry konnte nicht einmal so tun, als ob das, was Lucius und Bellatrix ihm angetan hatten, ein Unfall gewesen war.

„Nein.", sagte Harry leise. „Ich wurde gefoltert."

Dr. Scott starrte sie beide an. „Gefoltert?" Sein strahlendes Lächeln verblasste.

„Harry wurde entführt und über drei Monate lang gefoltert, als er siebzehn war. Er ist jetzt seit etwa acht Monaten gelähmt, das ist doch richtig so, oder Harry?"

„Ja.", sagte Harry, nicht willig, darüber zu sprechen, was ihn überhaupt erst hierher gebracht hatte.

„Und hast du irgendwo Schmerzen, Harry?"

„Ich hab manchmal Kopfschmerzen, aber der meiste Schmerz ist in meiner rechten Schulter und der unteren Hälfte meines Rückens. Manchmal in meinen Hüften, aber das variiert von Tag zu Tag."

„Zittern, wie ich sehe, auch.", sagte Scott, auf Harrys Hand sehend. „Kannst du deinen linken Arm oder dein linkes Bein überhaupt bewegen, Harry?"

„Nein, am Anfang konnte ich mein linkes Bein noch benutzen, aber jetzt nicht mehr."

„Überhaupt irgendwelche Gefühle oder Empfindungen?"

„Ja, manchmal."

„Kannst du ein wenig genauer sein?"

„Ähm, wenn ich erregt bin, fühle ich ein Prickeln, wie Nägel und Nadeln, aber ich kann weiterhin weder meinen Arm noch mein Bein bewegen."

„Also kannst du auch Erregung fühlen? Das sind gute Neuigkeiten, nach dem was du erzählt hast, Harry, wir werden ein paar Tests machen, um es zu bestätigen, aber es scheint so, als würdest du gut auf unsere Behandlung reagieren können. Nervenzellen sind wie Wege vom Gehirn, die deinem Körper sagen, was er tun soll. Nun, einige deiner Nerven bewegen sich im Kreis und so kommen die Signale, die deinen Armen und Beinen befehlen, sich zu bewegen, nicht durch. Was unsere Behandlung dann versuchen wird zu tun, ist diesen Abstand zu überbrücken."

„Wie wollen Sie das tun, ich dachte Nervenzellen können nicht repariert werden?", fragte Severus.

„Normalerweise können sie das auch nicht. Nervenzellen regenerieren sich nicht, so wie es andere Zellen tun, aber es wurde kürzliche eine Entdeckung gemacht. Einige Nervenzellen können sich eigentlich regenerieren und tun es die ganze Zeit, die Geruchsnerven in der Nase, die uns das riechen erlauben. Wir nehmen Gewebeproben von Harrys Nasengängen und injizieren sie in seine Wirbelsäule, da wo der Schaden entstanden ist."

„Wird das wehtun?", fragte Harry, dem das nicht ganz geheuer klang.

„Du wirst nichts spüren, Harry. Du wirst während des gesamten Eingriffes unter Vollnarkose stehen. Wir werden innerhalb einer Woche drei Operationen vornehmen, um dir Zeit zu geben, dich zwischen den Eingriffen zu erholen. Wenn die Operationen erfolgreich sind, erwarte nicht, sofort herumrennen zu können oder so. Sogar wenn die Nerven dann repariert sind, wird es einige Zeit dauern, ehe dein Körper bereit ist, sich wieder zu bewegen. Wir haben eine körperliche Rehabilitions-Abteilung hier und du wirst so lange hier bleiben können, wie du denkst, dass es nötig ist. Das Wichtigste ist nur, dich daran zu erinnern, dass es keine Eile gibt, nimm dir all die Zeit die du brauchst, um dich zu erholen. Nun werden wir noch ein paar Tests mit dir machen, Harry und dann kann ich dir etwas gegen die Schmerzen geben. Kannst du bitte deine Hände für mich beugen?"

Harrys rechte Hand beugte sich normal, aber seine linke Hand blieb sturköpfig still.

„Wackle mit den Zehen?"

Wieder konnte Harry nur die rechten Zehen, aber nicht die linken bewegen.

Der Arzt lächelte als er eine kleine Nadel herausholte und sich daran machte, Harrys gesamten Körper damit zu stechen. Immer wieder nickend und hmmend. Severus hielt Harrys Hand während der ganzen Zeit und der Arzt schien nicht zu denken, er sei im Weg.

„Au.", protestierte Harry, als er die Nadel in seinen großen Zeh stechen spürte.

Severus drückte seine Hand. „Oh mein Gott, Harry! Das war dein linker Zeh!"

„Was?!" Harry versuchte, sich aufzusetzen.

„Ja, Harry, das war dein linker Fuß.", stimmte der Arzt zu. „Ich denke diese Behandlung wird genau die Richtige für dich sein."

Harry legte seinen Kopf zurück auf das Kissen, Tränen wegblinzelnd.

Severus küsste ihn auf die Stirn und wischte die Tränen fort. „Du wirst wieder in Ordnung kommen, Harry. Ich weiß es einfach."


So, hierzu werd ich euch auch direkt den Kommentar der Autorin mit übersetzen, da ich denke, dass das vllt ganz nützlich sein wird. =)

A/N: Ja, ich weiß diese Behandlung klingt ein wenig seltsam, aber sie existiert wirklich. :-) Die Australier waren die Ersten, die sie 2003 ausprobiert haben, ich weiß jedoch nicht, ob sie jemals bei der Heilung von Lähmungen erfolgreich war. Ich bin keine Medizinerin, also sind alle Fehler hierbei meine.


so, das wars....

Review? :)

lg wölfin