9x21 The Halliwellth Sense

(Folge 199)

Cast:

Holly Marie Combs

Alyssa Milano

Rose McGowan

Brian Krause

Victor Webster

Ivan Sergei

and Shannen Doherty

Guest Star:

Bruce Willis als Amor

Dorian Gregory als Darryl

Kaley Cuoco als Billie

Charisma Carpenter als Kira

Jennie Garth als Becky

Michelle Rodriguez als Lisa

Courteney Cox-Arquette als Kate

David Arquette als Eddy

Mischa Barton als äthiopische Dämonin

Tiffani Thiessen als Lunalia

Denise Richards als Venusira

Jennifer Garner als Plutonia

with Gregory Smith als Pete

and Catherine Zeta-Jones als Saturnia

Draußen wird es dunkel. Phoebe steht in Pipers Küche und versucht, einen Zaubertrank zu machen. "Hatschi!" "Gesundheit", meint Paige lächelnd, die in diesem Moment in die Küche kommt. Phoebe putzt sich die Nase. "Danke", sagt sie verschnupft. Paige streichelt ihr mitfühlend über den Kopf. "Der Regen hat dir das letzte Mal überhaupt nicht gut getan." Phoebe nickt. "Das würde ich aber noch ertragen, wäre da nicht das Gespräch mit Venusira gewesen. Wir waren so geschockt, standen bestimmt über eine halbe Stunde im Regen und haben uns angestarrt. Es ist einfach deprimierend und frustrierend, es jagt mir Angst ein." Paige nickt verständnisvoll. "Ja, es ist hart zu erfahren, dass man entweder böse sein muss oder man stirbt. Wie geht es denn Coop?", fragt sie besorgt. Phoebe seufzt. "Naja, eigentlich recht gut unter diesen Umständen. Er ist eigentlich erstaunlich ruhig und ich habe ihn gebeten, sich so neutral wie möglich zu verhalten, damit wir mehr Zeit haben, ein Gegenmittel für ihn zu finden." Paige nickt und umarmt ihre Schwester. "Wir schaffen das." Phoebe nickt dankbar und wirft einige Kräuter in den kochenden Topf. "Wird das der Entgiftungstrank?", fragt Paige. "Naja, es ist zumindest ein Versuch", antwortet Phoebe. "Ich versuche, die gleichen Zutaten zu verwenden, die ich damals für Cole gebraucht habe. Aber ich fürchte, dass er nicht stark genug sein wird, Balthasar war wenigtens irdisch, diese Planetoids scheinen ja aus dem Universum zu kommen." Während sie weiter ihren Trank rührt, erblickt Paige die Wurzeln, die Chris ihrer Schwester gegeben hat. "Willst du sie für den Trank verwenden?" Phoebe nickt. "Ich weiß zwar noch nicht genau, wie, aber ich denke, dass ich dafür schon eine Lösung finden werde." "Soll ich dir helfen?", fragt Paige. Phoebe schüttelt den Kopf. "Nein, danke, du arbeitest doch wieder in der Werbeagentur, da kannst du nicht wieder frei nehmen. Habe mich ein paar Wochen von der Redaktionen freigenommen, es kommt ein Monat ein Special statt meiner Kolumne." "Ich habe morgen aber frei", meint Paige, doch Phoebe schüttelt lächelnd den Kopf. Sie wirft ein paar andere Wurzeln in den Topf und es explodiert. "Oh nein, Piper wird nicht begeistert über die Flecken auf der Herdplatte sein", meint sie. "Wo ist Piper eigentlich?", fragt Paige. "Unterwegs. Ich weiß aber nicht, wo, hat ziemlich geheimnisvoll getan." In dem Moment kommt Leo in die Küche. "Wo ist Piper?", fragt er. "Unterwegs", antwortet Phoebe erneut. Leo umarmt sie. "Wie geht es dir?" "Naja, bin immer ziemlich fertig wegen Coop, außerdem macht mich die Erkältung zu schaffen. Und bei dir?" "Naja, ich komme von der Zauberschule und habe immer noch keinen Ersatz für die schwanger gewordene Lehrerin gefunden." Phoebe schüttelt den Kopf. "Die Menschen sind alle so undankbar geworden." Paige und Leo schauen sie verwundert an. "Naja, ich spreche ja aus Erfahrung, ich war auch mal so", meint Phoebe. "Ach ja stimmt, deine Kurzhaarfrisur-Phase", scherzt Paige. Da zuckt sie auf einmal zusammen. "Billie ruft mich! Sie hat anscheinend Schwierigkeiten!" "Okay, nimm mich mit, ich helfe dir!" Paige und Leo orben sich weg. "Halt, was ist mit mir?", ruft Phoebe, doch zu spät, sie sind schon weg. Sie hustet. "Großartig", sagt sie und wirft etwas Ingwer in den Topf. Es explodiert dieses Mal stärker und schmeißt Phoebe auf den Boden. Der Topf fällt um und der Zaubertrank fließt über die ganze Herdplatte. "Toll", meint Phoebe zynisch. "Einfach toll."

Opening

Man sieht die Skyline von Los Angeles. Billie rennt hektisch durch Downtown. Sie überquert eine kleine verlassene Seitenstraße rennt in eine Gasse. "Verdammt, eine Sackgasse!", flucht sie. Sie dreht sich um und bemerkt, dass Lunalia ihr den Weg versperrt. Sie will die Dämonin wegschleudern, doch es passiert gar nichts. Dann beschwört Lunalia ein paar Energiekugeln und schleudert sie auf Billie, die sie in letzter Sekunde wegschleudern kann. Doch Lunalia greift weiter an und verpasst Billie einen Tritt, so dass sie auf den Boden fällt. Billie schleudert eine Eisenstange gegen die Dämonin, doch sie wehrt sie erneut ab. "Wer bist du? Warum bist du so mächtig?", ruft Billie verzweifelt. Lunalia lacht. "Das wüsstest du wohl gerne, kleine dumme Hexe." In diesem Moment orben sich Paige und Leo in den Hof. "Na endlich seit ihr da!", ruft Billie erleichtert. Paige nickt. "Alles in Ordnung bei dir?", fragt sie. Billie nickt. Dann schaut sie zu Lunalia. "Du schon wieder", sagt sie genervt. Lunalia grinst. "Wir Planetoids sind überall", antwortet sie und schleudert ein paar Energiebälle auf Paige und Leo. Paige orbt sich schnell an einen anderen Platz, während sich Leo hinter einer Mülltonne versteckt. Doch Billie reagiert leider zu langsam, so dass eine Energiekugel sie an der Schulter streift. Lunalia schleudert weitere Kugeln auf Billie, doch Paige kann sie mit einem Wirbelwind vertreiben. Leo kommt wieder aus dem Versteck und schleudert eine Wasserfontäne auf die Planetoid, die zwar vernichtet wird, aber nicht explodiert. "Verdammt, es war nur ein Klon. Dabei habe ich so schön getroffen", meint Leo. "Seit wann hast du denn wieder Kräfte?", fragt Billie erstaunt. Doch bevor sie eine Antwort bekommen kann, erblickt sie ihre Wunde an der Schulter, aus der viel Blut tritt. Sie verdreht die Augen und fällt ohnmächtig um. "Schnell, bringen wir sie heim", meint Paige schnell und orbt sich, Leo und Billie nach Hause.

Wieder in San Francisco. Piper steht vor Petes Tür und klingelt. Nach einem kurzen Moment macht er die Tür auf. "Hallo Piper, was gibts?" Piper lächelt. "Ich wollte dich um eine Meinung fragen." "Klar, komm doch rein!" Sie setzen sich auf das Sofa. "Um was geht es denn?" Piper atmet tief durch. "Ich wollte dich wegen Prue etwas fragen." Pete schaut erstaunt. "Was ist mit Prue?" "Nun..." Piper zögert einen Augenblick. "Ich habe das Gefühl, dass etwas mit ihr nicht stimmt." Pete runzelt die Stirn. "Wie kommst du darauf?" "Sie verhält sich in den letzten Wochen so komisch. Ich habe nichts Konkretes gesehen, es ist nur mein Gefühl, dass etwas falsch ist. Vielleicht ist sie böse." Pete reißt die Augen auf. "Böse? Aber Piper, Prue ist doch tot!" "Ja, sie ist tot. Aber so langsam habe ich meine Zweifel. Ich meine, es wurde uns eigentlich verboten, sie zu sehen. Gut, ich weiß, dass das irgendwann der Fall sein würde, aber trotzdem meint meine Intuition, dass sie vielleicht gar nicht tot ist. Vielleicht ist sie gar kein Geist mehr..." Pete seufzt. "Ich kann dir leider nicht helfen, ich habe nichts bemerkt, was auffallen würde...Vertraue einfach deinem Gefühl. Vielleicht hast du ja einen sechsten Sinn dafür." Piper nickt. "Ja, das hat Melinda auch zu mir gesagt...trotzdem danke für deine Hilfe, Pete." Pete lächelt. "Kein Problem. Wie geht es deiner neuen Kraft?" Piper lacht. "Schon besser. Auch wenn Leo schneller lernt als ich. Aber ich werde das auch noch unter Kontrolle bekommen." Pete lacht. "Dann ist ja gut. Übrigens kommen Becky und Kira gleich vorbei, wir wollen ins Kino gehen. The Sixth Sense kommt wieder, ein toller Klassiker. Hast du Lust?" Piper schüttelt lächelnd den Kopf. "Nein danke, deiner Meinung nach habe ich ihn ja schon." Pete lacht. Da klingelt es schon an der Tür. "Hallo Piper, wie geht es dir? Willst du mitkommen?", fragt Becky. Piper schüttelt den Kopf. "Danke, aber ich bin heute schon etwas müde. Ein anderes Mal vielleicht." Becky nickt. "Ich hoffe, es sind heute Vertretungen für uns im P3 und in deinem Restaurant." Piper winkt mit der Hand ab. "Klar, ist überhaupt kein Problem. Was ist aber eigentlich mit deinem richtigen Job?" "In zwei Monaten geht es weiter, bis dahin würde ich gerne die Zeit noch bei dir verbringen." Piper nickt. "Alles klar. Kira, könnte ich dich mal kurz sprechen?" Sie nickt. "Geht schon mal vor, ich komme gleich nach!", sagt sie den anderen. Pete geht mit Becky aus der Wohnung und schließt die Tür. "Okay, Piper, was gibt es?" Piper stellt ihr die gleiche Frage. Kira grübelt. "Hm...ich weiß nicht. Ich kenne Prue eigentlich nur so, wie sie jetzt ist, aber etwas Komisches ist mir nicht aufgefallen." Piper seufzt. "Und hast du damals in der Unterwelt etwas über sie gehört?" Kira schüttelt den Kopf. "Nicht dass ich wüsste. Okay, ich meine, es hat mich eh jeder gehasst, von dem her war ich nicht immer auf den aktuellsten Stand. Aber in meinen Visionen kam Prue nie vor." Piper nickt. "Okay, danke für deine Hilfe. Und sonst ist dir nichts Ungewöhnliches aufgefallen?" Kira überlegt. "Okay, wenn du so fragst. Also, ich hatte in letzter Zeit Träume, die ich ein bisschen seltsam fand. Ich habe keine Ahnung, vielleicht ist so etwas auch normal, als Seherin habe ich nie geträumt, das ist für mich eine ganz neue und aufregende Erfahrung." Piper lächelt. "Was hast du denn geträumt?" Kira erzählt. "Ich habe einige Zeit in meinem Träumen euer Triaszeichen gesehen, golden und strahlend. Eine Weile später kam eine weiße Kugel und platzierte sich in die Mitte des Zeichens. Einige Wochen später wurde die Kugel schwarz in meinem Traum und das Triaszeichen wurde ebenfalls schwarz. Ist das normal?", fragt Kira. Piper hört mit leuchtendem Augen zu. "Nun ja, in Träumen kann alles vorkommen. Bei dir würde ich aber sagen, dass du noch Kräfte in dir hast." Kira reißt die Augen auf. "Was? Ich habe noch Kräfte?" Piper nickt. "Ich glaube, dass du immer noch die Fähigkeit einer Seherin in dir trägst. Deine Träume hören sich nach Wahrträume an. Nach Visionen. Sprich, ich könnte Recht mit Prue haben. Immerhin hat das Buch der Schatten das gleiche Zeichen auf der Vorderseite, was du beschrieben hast, seit Prue da ist. Schwarz könnte für böse stehen..." Sie grübelt noch einen Moment. "Okay, vielen Dank für die Hilfe, Kira. Wünsche dir einen schönen Abend im Kino!" Kira lächelt. "Freut mich, dass ich dir helfen konnte. Bis dann!" Sie umarmen sich und Kira verlässt Petes Wohnung. Piper bleibt noch einen Moment stehen. "Ich hoffe, ich irre mich und du bist doch gut, Prue", flüstert sie leise vor sich hin. Dann verlässt sie ebenfalls die Wohnung.

Billie liegt im Halliwell Manor auf dem Sofa, während Paige ihre letzte Wunde heilt. Sie kommt langsam zu sich. "Wo bin ich?", fragt sie schwach. "Shhh, du bist in Sicherheit. Schlafe dich erst mal aus, dann reden wir morgen beim Frühstück, okay?" Billie nickt. "Danke, dass du mich gerettet hast, Paige. Du bist eine tolle Wächterin des Lichts." Sie lächelt. "Dazu sind doch Freunde da." Sie hilft ihr auf die Füße und begleitet sie langsam nach oben. Währenddessen befinden sich Phoebe und Leo in der Küche, die sich leise unterhalten. "Wie geht es Billie?", fragt Phoebe. "Sie packt es schon wieder, ein bisschen Schlaf wird ihr helfen. Aber es ist deprimierend zu wissen, dass die Planetoids selbst in ihrer Klonform so stark sind." Dann bemerkt er, wie Phoebe die Herdplatte putzt. "War das dein Zaubertrank?", fragt er lächelnd. Phoebe lächelt ebenfalls. "Naja, es war sowieso nur ein Versuch. Habe ein paar Kräuter zu oft reingemischt. Aber das bringt alles nichts, ich brauche eine Mischung, in der ich die Wurzel von deinem Sohn verwenden kann." "Die, die Chris dir aus der Zukunft gebracht hat?" Er schaut sich die Wurzeln an und überlegt. "Ich glaube, ich habe diese Wurzeln schon einmal gesehen...", murmelt er vor sich hin. Phoebe schaut hoffnungsvoll zu ihm. "Es war glaube ich in Äthiopien, eine Pflanze, die es nur in der Region gibt. Als ich noch ein Wächter des Lichts war, hatte ich dort einen Schützling, dessen Familie von einem Gift verseucht worden sind. Mit der Wurzel hat er einen Zaubertrank gemacht, das Rezept befand sich in einem Buch in einem kleinen unterirdischen Tempel, das allerdings von Dämonen bewacht wird. Aber es hat sich für ihn gelohnt, seine Familie wurde durch den Zaubertrank entgiftet und wieder gesund." Phoebes Atem zittert. "Gibt es das Buch heute noch?", fragt sie schnell. Leo nickt. "Ich denke schon. Ich kann morgen in der Zauberschule für dich den genauen Standort nachschlagen." Phoebe fällt Leo um den Arm. "Danke, du bist ein Schatz. Ich muss sofort nach Hause und Coop davon berichten! Bis morgen dann!" Sie rennt aus dem Haus. Leo schüttelt lächelnd den Kopf.

Es ist mittlerweile Nacht. Man zeigt wieder die Skyline von Los Angeles. Saturnia befindet sich mit Eddy und Kate in einem Bürogebäude. "Das hier ist also die Firma, Mrs Baxter?", fragt Eddy. "Diese große Tennisfirma, von der Sie erzählt haben?", ergänzt Kate. Saturnia nickt und in ihren Augen blitzt es. "Richtig. Jetzt gehört sie uns."

Wieder in San Franciso zeigt man das Space Building. Die Pflanze, die davor wächst, ist wieder um ein großes Stück gewachsen, schon fast ein kleiner Baum. Auf dem Dach liegt Venusira auf dem Rücken und betrachtet die Sterne. Sie denkt daran, dass sie vor Jahren auch ein Cupido war und dass sie glücklich mit Coop zusammen war. Da beamt sich Plutonia auf den Dach und setzt sich zu ihr. "Hey, an was denkst du denn?", fragt sie Venusira. "An die Zeit, wo ich noch glücklich mit Coop zusammen war. Wir waren so ein verliebtes Paar, es war so, als ob die Zeit stehen bleiben würde. Bis er mich verlassen hat für eine andere." Eine Träne fließt aus ihrem Auge. "Er hat mich so verletzt, die Welt ging für mich unter." Ihr Gesichtsausdruck verhärtet sich. "Ich habe dann die andere Frau getötet und wollte ihn dann auch töten, allerdings wurde ich dann von den anderen Cupidos verbannt. Ich war so wütend und wollte nur Rache ausüben. Ich bin zu euch gegangen, eine Planetoid geworden habe die Erinnerungen der Cupidos gelöscht, so dass sie sich nicht mehr an mich erinnern können. Und bald werde ich Coop töten können und ich werde meine Ruhe finden." Plutonia hört verständnisvoll zu. "Aber warum lässt du dir nicht helfen?", fragt sie. "Prue hilft mir doch dabei, ihn mit den violetten Kugeln zu zerstören. Sie hat zwar andere Gründe, aber vom Prinzip her handeln wir gleich. Den letzten Schritt aber kann nur ich alleine tun." Plutonia schaut sie fragend an. "Wieso?" Venusira hält einen Augenblick inne. "Weißt du, Cupidos sind sehr mächtige magische Wesen. Solange wir im Besitz unseres Ringes sind, können wir so gut wie nicht getötet werden. Deswegen trage ich meinen Ring immer noch, auch wenn er mittlerweile schwarz ist." Sie hält für einen kurzen Moment den Atem an. "Ein Cupido kann nur von einem anderen Cupido vernichtet werden." Plutonia nickt. "Ich verstehe..."

Leo wacht auf. Er liegt im Bett und bemerkt, dass Piper am Fenster sitzt und nach draußen schaut. Leo gähnt, steht langsam auf und geht zu Piper. "Hey Schatz, du bist ja ganz schön spät nach Hause gekommen." Piper lächelt leicht und gibt ihm einen Kuss. "Tut mir leid, dass ich dir Sorgen bereitet habe. Ich musste nachdenken." Leo runzelt die Stirn. "Worüber denn?" Piper atmet tief durch. "Gut, ich habe noch mit keinem Familienmitglied darüber geredet, nicht mal mit meinen Schwestern. Aber ich glaube, es wird Zeit." Sie atmet noch einmal tief durch. "Ich habe den Verdacht, dass Prue böse ist." Leo schaut erstaunt. "Wie kommst du denn darauf?" Piper zuckt mit ihren Schultern. "Es ist einfach so ein Gefühl. Als Coop zum Beispiel ins Krankenhaus gebracht worden ist, hat sie für einen kurzen Moment gelächelt, als er zusammengebrochen ist. Sie hat sich ins Bad eingeschlossen und mit irgendjemanden geredet, da bin ich mir sicher." Leo streichelt ihr über die Arme. "Meinst du nicht, dass du überreagierst?" Piper schaut ihn entgeistert an. "Leo, ich weiß, dass ich neurotisch bin und meine Macken habe, aber das ist ein ernstes Thema!" Leo beruhigt sie. "Ich weiß. Ich will doch nur nicht, dass es einen großen Streit zwischen dir und deinen Schwestern geben wird, falls du Unrecht hast." "Ich hoffe, dass ich Unrecht habe, das wäre schrecklich, wenn Prue böse wäre...", seufzt sie. Leo umarmt sie. "Okay, dann vertraue einfach deinem Gefühl. Als ihr damals die Sinne durch den einen Affen verloren habt, ist euer sechster Sinn in Erscheinung getreten. Verlasse dich einfach auf ihn und suche nach Beweise, dann wirst du schon die Wahrheit herausfinden. Nur verprich mir eins, okay? Bitte rede erst mit deinen Schwestern darüber, wenn du dir ganz sicher bist." Piper nickt. "Danke, mein Schatz. Was wäre ich nur ohne dich..." Sie küsst ihn leidenschaftlich, er zieht sie langsam aus und fallen zusammen ins Bett.

Coop sitzt im Kinderzimmer und betrachtet liebevoll seine Kinder. Charlotte und Cassandra liegen friedlich in ihren Betten und träumen, auch Prudence kann nun durchschlafen. Da hört er, wie die Haustür aufgeschlossen wird und Phoebe nach Hause kommt. "Hallo, Schatz, wo warst du so lange? Ich habe mir Sorgen um dich gemacht." Doch Phoebe antwortet nicht, sondern zieht ihn ins Schlafzimmer. "Ich habe eine Lösung gefunden, wie wir dich von der Saat befreien können", flüstert sie erfreut. Coop schaut verwirrt. "Wie?" Phoebe knöpft ihm das Hemd auf und zieht es ihm aus. "Das erkläre ich dir morgen", antwortet sie und küsst ihn leidenschaftlich. Coop lächelt. "Ähm, aber ich verhalte mich jetzt doch nicht mehr neutral, wenn wir...", fängt er an, doch Phoebe hält ihm den Mund zu. "Das ist mir so scheißegal", flüstert sie erregt. "Ich liebe dich so sehr..." Sie macht langsam Coops Gürtel auf und und wirft ihn küssend aufs Bett...

Am nächsten Morgen wacht Paige auf und findet Henry im Wohnzimmer, der einige Regale durchsucht. "Guten Morgen Schatz. Was machst du denn da?", fragt sie neugierig, während sie sich Kaffee in ihre Tasse einschüttet. "Ach, ich suche nur nach alten Sachen von mir." "Was für alte Sachen?", fragt sie weiter, während sie genüsslich ihren Kaffee schlürft. "Ach, nur ein paar alte Zeitungsartikel, die ich für einen Fall gebrauchen könnte." Paige grinst. "Das Leben ist aufregender für dich geworden, seit du neben deinen Job als Bewährungshelfer auch noch richtiger Cop bist, richtig?" Henry grinst. "Na klar. Aber das toppt nicht die Tatsache, dass ich jetzt eine Zauberkraft besitze." Paige lächelt und gibt ihr einen Abschiedskuss. "So, ich muss jetzt zu meinen Schwestern. Du kümmerst dich heute um die Kinder, oder?" Henry nickt und gibt ihr einen Abschiedskuss. "Wünsche dir einen schönen Tag, mein Schatz!" Paige orbt sich weg. Henry sucht weiter im Schrank. Nach einem kurzen Moment findet er eine Mappe und schlägt sie auf. Darin sind viele alte Zeitungsartikel geheftet. "Sehr gut, das ist es", sagt er leise. Er packt sie in die Tasche und verlässt das Appartment.

Paige orbt sich ins Wohnzimmer. "Piper, Phoebe? Seit ihr da?", ruft sie. "Hier!", hört sie Pipers Stimme. Sie geht zum Esstisch, wo Piper, Leo und Billie frühstücken. Paige ist erfreut, sie zu sehen. "Hallo, Süße, geht es dir wieder besser?" Billie nickt. "Ja, es geht wieder, danke, dass ihr mich gestern gerettet habt. Aber trotzdem ist das Leben zurzeit echt scheiße." Paige runzelt die Stirn. "Wieso, was ist los?" "Sie hat ihren Job in der Tennisfirma verloren", antwortet Piper für Billie. "Und die Planetoids haben die Tennisfirma übernommen", fügt Leo hinzu. Paige schüttelt den Kopf. "Diese Dämonen sind so unmöglich, ich fasse es einfach nicht." "Warum vernichtet ihr sie nicht einfach?", fragt Billie. "Naja, weißt du Billie, diese Dämonen sind unglaublich stark und mächtig, man kann sie nicht einfach so vernichten", meint Paige. "Außerdem zeigen unsere Zauberkräfte bei ihnen kaum Wirkung, selbst die neue Macht der Elemente ist noch zu schwach und wir sind noch nicht mal komplett, ich denke, das muss sich noch entwickeln wie bei unseren anderen Zauberkräften, damit wir eine reelle Chance gegen die Planetoids haben", erklärt Piper. "Achja, was genau ist das eigentlich für eine neue Kraft?", fragt Billie. Doch sie bekommt keine Antwort, denn in diesem Moment kommen Prue und Phoebe die Treppen hinunter und setzen sich ebenfalls an den Esstisch. "Hallo, meine Lieben, wie geht es euch?", strahlt Phoebe. Piper schaut ein bisschen verwirrt zu Prue. "Was machst du denn hier, Prue?", fragt sie. Leo wirft ihr einen warnenden Blick zu. "Phoebe hat mich gerufen und erzählt, dass ihr wahrscheinlich eine Möglichkeit gefunden habt, Coop zu retten. Wieso, hast du ein Problem, wenn ich da bin, Piper?", fragt Prue lächelnd. Piper schüttelt schnell den Kopf. "Äh, nein, natürlich nicht, woran denkst du denn", antwortet sie schnell. "Coop hat mich heute schon ganz früh hierher gebeamt und da ihr noch alle geschlafen habt, habe ich Prue gerufen", ergänz Phoebe. "Was, so früh schon? Du bist doch sonst so ein Morgenmuffel, Pheebs", meint Paige. "Naja weißt du, Coop und ich haben letzte Nacht sowieso nicht so viel geschlafen", grinst sie. Leo schaut Piper verschmitzt an. "Wir auch nicht", grinst er. Piper lacht. Sie stehen auf und decken den Tisch ab. Da hat Leo plötzlich eine Idee. "Sag mal, Billie, würdest du gerne unterrichten?" "Eigentlich nicht so, aber im Moment habe ich wohl keine andere Wahl. Wieso?" "Naja, in der Zauberschule ist eine Lehrerin schwanger geworden und eine Stelle ist frei geworden." Billie Gesicht hellt auf. "Achso, Zauberschule? Ja, das ist was anderes, das hat ja was mit Magie zu tun! Würde ich sehr gerne machen! Solange ich nicht magische Mathematik unterrichten muss..." In dem Moment beamt sich Lunalia in das Haus. "Achtung!", ruft Paige schmeißt sich und Billie auf den Boden. Phoebe reagiert sofort, levitiert und will Lunalia einen Stoß verpassen, doch sie wehrt sich und Phoebe fällt zu Boden. Prue rennt schnell zu ihr. Piper und Leo lassen gleichzeitig eine Wasserfontäne los, die Lunalia trifft und auf den Boden wirft. "Los Prue, schleudere sie schnell weg!", ruft Piper, doch sie reagiert nicht. "Prue? Prue! Warum greifst du nicht an?" Prue macht nichts und schaut weiter nach Phoebe. Piper schaut entgeistert und sprengt Lunalia. Sie wird leicht am Bein verletzt. Piper sprengt noch mal an ihrem Bein, doch sie beamt sich weg. Paige lässt zwar noch einen Windstoß los, doch Lunalia hat sich schon weggebeamt und der Windstoß zerstört die Standuhr. Paige rollt die Augen. "Nicht schon wieder die Standuhr", seufzt Paige. Leo hilft Billie wieder auf den Füßen. Piper reagiert sauer. "Was sollte das, Prue? Warum hast du nicht angegriffen?" Prue verteidigt sich. "Na, ich musste doch schauen, ob mit Phoebe alles in Ordnung ist!" "Aber du brauchst doch nicht so lange? Jetzt konnte sie fliehen!", wirft Piper ihr vor. "Das wäre sie sowieso, wir sind nicht so stark! Willst du genauso wie ich sterben, Piper?" Es entsteht eine peinliche Stille. Da versucht Leo, die Gemüter wieder zu beruhigen. "Kommt Leute, es ist ja noch einmal gut gegangen. Sowohl Phoebe als auch Billie geht es gut. Kommt, lasst uns in die Zauberschule gehen, Phoebe brennt ja schon darauf, den Standort des Tempels zu erfahren." Phoebe nickt. "Ja, lasst uns endlich gehen!" "Darf ich mir mal die Zauberschule anschauen?", fragt Prue interessiert. Paige nickt. "Ja klar! Kommt, ich orbe uns da hin, dann geht es schneller!" "Geht ihr ruhig, ich bleibe daheim, habe noch einige Sachen zu erledigen." Die anderen schauen sie verwirrt an. "Ich muss noch was für den Club besorgen, macht euch keine Sorgen. Ruft mich, falls ihr mich braucht, wenn ihr euch das Rezept besorgt." Die anderen nicken. "Piper, es tut mir leid", entschuldigt sich Prue. "Ja, mir auch", antwortet Piper missmutig. Sie holt ihre Handtasche und verlässt das Haus. Leo und die Schwestern schauen ihr noch einen Moment besorgt nach, dann orben sie sich weg.

Coop befindet sich in seinem Appartment und schaut aus einem Fenster. Da beamt sich Venusira ganz kurz hinter ihm und schleudert eine violette Kugel auf ihn. Er dreht sich schnell um, doch kann Venusira nicht mehr packen, sie hat sich wieder weggebeamt. "Du bist so feige", flucht er leise vor sich hin. Er überlegt einen Augenblick. Auf einmal wird ihm schwindelig und er muss sich am Fensterbrett festhalten. "Ich muss was tun, falls ich es nicht schaffe", murmelt er. Er sammelt seine Kräfte und beamt sich nach oben. Er befindet sich nun in einem rosa Wolkenmeer, alles ist friedlich. Er schaut sich um. "Amor, bist du da?", ruft er. Einen Augenblick passiert nichts, doch im nächsten Moment ensteht aus einer großen Wolke eine herzförmige Öffnung, aus der ein Mann im weißen Gewand erscheint. "Hallo Coop. Warum rufst du mich?", fragt er. Coop atmet tief durch. "Nun, ich hätte einen Wunsch und bitte dich, ihn mir zu erfüllen." Amor schaut ihn an. "Um was geht es denn?" Coop fängt an zu erzählen...

Paige und die anderen befinden sich in der Zauberschule. "Wow, sie schaut so viel besser aus als damals, jetzt, wo sie wieder von den Guten geführt wird", meint Billie begeistert. Auch Prue schaut interessiert. "Darf ich mich ein bisschen umschauen, Leo?" Dieser nickt. "Na klar, wir treffen uns später einfach wieder in dieser Halle, okay?" Prue nickt und verschwindet in einen Gang. "Zum Glück würde es den Leuten hier nicht wundern, eine Tote zu sehen", seufzt Phoebe. Währenddessen gehen sie zu Leos Büro. Drinnen holt Leo eine magische Karte aus seinem Schrank und legt sie auf den Tisch. Kurze Zeit später hat er den Standort des Tempels ausfindig gemacht. "Seit aber vorsichtig, okay?" Phoebe nickt und nimmt einen Schreibblock und einen Stift von Leos Schreibtisch. "Also dann bis später", meint Paige und orbt sich mit Phoebe weg. "So, dann will ich dir mal deine neue Stelle zeigen, wenn du willst", meint Leo freundlich. Billie nickt schnell. "Ohja, ich kann es kaum erwarten...", meint sie begeistert. Sie verlassen Leos Büro und gehen um einen Gang. Dabei bemerken sie nicht, wie sie von Prue beobachtet werden. Sobald Leo und Billie um die Ecke verschwunden sind, dreht sie sich um und beamt sich weg.

Sie beamt sich in Lisas Haus, wo sie damals die Wanzen eingebaut hat. Prue verwandelt sich in einen Geist, schickt sich auf die Astralebene und betritt das Wohnzimmer, wo Lisa auf dem Sofa sitzt und eine Zeitschrift liest. "Buuh", flüstert sie. Lisa zuckt zusammen. "Wer ist da?", murmelt sie vor sich hin. Sie schaut sich um, kann aber niemanden sehen. "Erinnere dich daran, dass dir noch wichtige Sachen von Dan fehlen...", flüstert sie. "Habe ich alle Sachen von Dan?", fragt sie leise. Prue grinst. "Erinnere dich. Du bist doch nur gekommen, um die Halliwells aufzudecken, dass sie Hexen sind. Und dass ich noch lebe." Lisa steht auf. "Ich muss etwas tun...", flüstert sie. Prue grinst teuflisch.

Piper ist im P3 und füllt missmutig die Getränkebar auf. Da rutscht ihr eine Flasche Tequila aus der Hand und fällt zu Boden; im letzten Moment kann sie die Flasche noch erstarren lassen. "Verdammt, ich habe es satt", flucht sie und stellt die Flasche zu den anderen. Dann greift sie zum Hörer. "Hallo Henry! Sag mal, ist Darryl in der Arbeit?" Henry sitzt am Computer und durchsucht eine Datenbank. "Nein, Piper, er ist schon nach Hause gegangen." Piper nickt. "Okay, vielen Dank für die Information." "Bitte bitte. Sag mal, ist bei dir alles klar?", fragt Henry. "Eigentlich schon, wieso fragst du?", erwidert Piper. "Naja, du klingst leicht genervt und gestresst." "Ach, es ist nichts, ich merke nur gerade wieder einmal, das das Leben manchmal einfach scheiße ist. Aber lass dich nicht von mir in schlechte Laune bringen, dir noch einen schönen Tag!" Piper legt auf und geht aus ihrem Club. Henry legt ebenfalls auf. "Armer Leo", meint er und öffnet eine Datei am Computer. Es zeigt den gleichen Mann, den er in den letzten Wochen in der Zeitung gesehen hat, als es um die Mordfälle im Frankreich ging und dann in Florida. Henry vergleicht den letzten Zeitungsartikel mit dem Foto auf dem Computer; sie stimmen überein. Danach klickt er auf den Steckbrief und liest sich ihn durch. Dann greift er zur Mappe, die er von daheim mitgenommen hat und vergleicht den Stickbrief mit ein paar alten Zeitungsartikeln. Sein Atem stockt. "Er ist es", flüstert er geschockt. "Ich hatte Recht."

Phoebe und Paige befinden sich vor einigen steinigen Hügeln und tasten deren Wand ab. "Äthiopien ist ganz schön heiß", keucht Phoebe. "Denk daran, dass du deinen Mann retten willst, Pheebs, dann kommst du wieder runter von deine Hitzewallungen", antwortet Paige mit einem Grinsen. "Wenn ich an Coop denke? Ich glaube nicht", antwortet Phoebe keck. Paige gibt ihr einen Klaps und kommen an einer größeren Spalte vorbei. Das muss der Eingang zum Tempel sein", meint Phoebe. Paige nickt und beschwört ein paar Lichtkugeln, die sie mit der Hand trägt. "Wow, so was will ich auch können", sagt Phoebe neidisch. "Tja, das ist mein Wächter-des-Lichts-Bonus. Dafür hast du deinen Liebesgott", scherzt sie. "Hey, dein Cop ist aber auch nicht ohne", lacht Phoebe. Sie kommen an einer Treppe und gehen hinunter. Unten angekommen sehen sie einen Raum, der von schwachen Feuerflammen in Fackeln beleuchtet wird, in dessen Mitte sich so etwas wie ein Altar befindet. Darauf liegt ein altes Buch. "Das muss es sein", flüstert Phoebe. Paige nickt und schaut sich um. "Okay, vielleicht kommen doch keine Dämonen, lasst uns schnell den Zaubertrank abschreiben." Sie gehen zum Altar. In dem Moment, wo Phoebe das Buch berührt, beamt sich eine äthiopische Dämonin in den Raum. Sie trägt ein arabisches Gewand und hat feuerrote Wangen. Sie faucht und greift die Schwestern mit Flammen an. Paige orbt sie gegen eine Wand. "Schnell, schreibe das Rezept ab, ich halte sie auf", ruft Paige und geht in den Nahkampf mit ihr. Phoebe schlägt das Buch hastig auf und blättert nach dem richtigen Zaubertrank. "Ich habe ihn!", ruft sie und schreibt die Zutaten hastig ab. "Zum Glück ist es nur auf Latein und nicht auf Arabisch", sagt sie. "Jetzt beeil dich!", ruft Paige, die von der Dämonin in den Mangel genommen wird. Paige orbt sie gegen eine Wand und schleudert einen Wirbelwind auf sie zu. Doch sie faucht und wehrt den Sturm mit einem Feuersturm ab. "Okay, ich habe alles", ruft Phoebe. "Sehr gut", ruft Paige, orbt die Dämonin in die Luft und lässt nochmal einen Wirbelsturm los. Die Dämonin schreit und wird vernichtet. Paige atmet auf. Phoebe klopft ihr auf die Schulter. "Gut gemacht, Schwester." Paige lächelt. In dem Moment beamt sich eine weitere Dämonin in den Raum. "Oh nein, lasst uns schnell verschwinden, bevor wir auch noch gegen sie kämpfen müssen!", ruft Paige und packt Phoebe an der Schulter. In dem Augenblick, wo sich die nächte Dämonin komplett in dem Tempel befindet, orben sich die Schwestern weg.

Piper klingelt. Darryl macht die Tür auf. "Hallo Piper, wie geht es dir?" Piper versucht zu lächeln. "Danke, mir geht es gut. Sag mal, könnten wir kurz über etwas reden?" Darryl nickt. "Na klar, komm doch rein." Sie betreten das Wohnzimmer. "Wie geht es Sheila?", fragt sie. "Sehr gut", antwortet er. "Sie ist zum Glück wieder gesund. Heute ist sie mit den Kindern in den Zoo gegangen." Piper lächelt. "Das ist schön." Sie setzen sich hin. "Also, um was gehts, Piper?", fragt er. Piper atmet tief durch. "Ich wollte dich fragen, was du über Prue denkst." Darryl schaut erstaunt. "Über Prue?" Piper nickt. "Ja. Was denkst du über ihr Verhalten?" Darryl grübelt. "Wie meinst du das?" "Naja...ich habe irgendwie das Gefühl, dass Prue böse ist." Darryl schaut verwirrt. "Wie kommst du darauf?" Piper erzählt ihr, was sie beobachtet hat. "Außerdem habe ich das Gefühl, dass sie gar nicht tot ist", fügt sie hinzu. Darryl zuckt zusammen. "Da fällt mir was ein." Er steht auf und geht zu seinem Schreibtisch. Aus der Schublade holt er einen Briefumschlag und geht wieder zu Piper. "Ich habe das Foto von Lisa erfahren. An dem Tag, wo ich bei euch war und Prue getroffen habe, wollte ich euch eigentlich eine Kopie davon zeigen, aber ich habe sie verloren. Auf dem Foto ist Prue zu sehen, wie sie in einer Tasche eine Waffe trägt. Das Foto ist aufgenommen worden, als ich noch in Boston gearbeitet habe. Der Hintergrund zeigt ebenfalls ein Viertel in Boston." Piper schaut sich geschockt das Foto an. "Das kann nicht sein", flüstert sie panisch. Darryl senkt seine Stimme. "Ich kann es nicht sagen, weil mir nichts Ungewöhnliches an Prue aufgefallen ist. Aber du solltest deinem Gefühl vertrauen, deinem sechsten Sinn.Vielleicht ist sie wirklich nicht tot und du hast Recht." "Dann ist sie gar kein Geist", murmelt Piper hektisch. "Sie muss vorher schon wieder zum Leben erweckt worden sein." Sie schaut sich ängstlich um. "Dann könnte sie wirklich böse sein. Wer ist dafür verantwortlich?"

Coop hat seinen Wunsch zu Ende erzählt. Amor grübelt. "Hmm...ich verstehe noch nicht ganz, warum du es willst." Coop fährt fort. "Ich habe eben Bedenken, dass es schief gehen wird. Dagegen möchte ich nun etwas machen." Amor nickt. "Aber du weißt schon, dass es riskant sein könnte? Wir würden ein Chaos damit veranstalten." Coop nickt. "Ich weiß. Aber ich tue es nicht für mich, sondern für Phoebe. Ich denke, dass sie das verstehen wird." Amor nickt. "Ich verstehe." In dem Moment hört Coop, wie Phoebe nach ihn ruft. "Oh nein, Phoebe ruft mich...", sagt Coop. Er versucht, ihre Rufe zu ignorieren...

Phoebe und Paige haben sich mitterweile wieder in die Zauberschule zurückgeorbt. "Coop, bist du da?", ruft Phoebe. Währenddessen erzählt Paige Leo und Billie, was passiert ist. "Die Dämonin war eine richtige Bitch, aber es hat zum Glück doch geklappt." Sie zeigt stolz das abgeschriebene Rezept. "Jetzt braucht ihr nur noch ein Lateinwörterbuch", scherzt Leo. Paige gibt ihm einen Klaps. "Und bei euch?", fragt sie. Leo lächelt zu Billie. "Nun, Billie hat sich diese Stelle angeschaut..." "Und ich werde diese Stelle annehmen!", schreit Billie fröhlich. Paige strahlt. "Herzlichen Glückwunsch! Ich gratuliere dir, du wirst deinen Job sehr gut meistern!" Sie umarmt die neue Lehrerin. "Und wo ist Prue?", fragt Paige weiter. "Ruft mich jemand"?, hört sie die bekannte Stimme und sieht, wie Prue aus einem Gang wieder in die Haupthalle kommt. "Die Schule ist total interessant. Ich habe gesehen, dass du ja auch mal Schulleiterin warst, Paige!", meint sie begeistert. Paige nickt. "Achja stimmt. Das ist schon lange her." Währenddessen ruft Phoebe weiter nach ihrem Mann. "Coop!" Sie schaut verzweifelt. "Ich erreiche ihn einfach nicht! Ich hoffe, es ist ihm nichts passiert!" "Du kannst ihn doch auch so herbeirufen, wenn du ganz fest an ihn denkst, oder?", meint Paige. "Achja stimmt! Wie konnte ich das vergessen!", ruft Phoebe, konzentriert sich und macht die Augen zu. Einen kurzen Augenblick später erscheint Coop in der Halle. Phoebe rennt auf ihn zu und küsst ihn stürmisch. "Zum Glück ist dir nichts passiert, ich habe mir solche Sorgen um dich gemacht! Wo warst du denn?" Coop lächelt. "Ach, ich war gerade bisschen beschäftigt. Habt ihr es geschafft?" Phoebe strahlt. "Und wie, ich werde gleich mit dem Zaubertrank anfangen!" Coop nickt erleichtert. "Du bist genial, Schatz." Phoebe lächelt. "Kommst du mit? Dann können wir zusammen den Trank brauen." Coop schüttelt den Kopf. "Danke, aber ich werde jetzt nicht mitkommen." Phoebe schaut ihn verwirrt an. Coop lächelt. "Hey, mache dir keine Sorgen, es ist nichts Schlimmes. Ich möchte nur etwas für mich erledigen, was für mich sehr wichtig ist." Phoebe nickt. "Okay. Dann komme später vorbei, ja?" Coop nickt und gibt ihr einen Abschiedskuss. Paige fasst Prue und Paige an den Händen und orbt sich und ihren Schwestern wieder nach Hause. "Juhu, dann werde ich gleich mit meiner ersten Klasse anfangen, ich kann es kaum erwarten!", ruft Billie begeistert. "Bis später, Leute!" Sie verlässt den Gang und geht in ein Klassenzimmer. Leo lächelt. "Dann werde ich mich auch an die Arbeit machen. Bis später!" Er klopft Coop auf die Schultern und geht wieder in sein Büro. Coop schaut sich um, ob ihn jemand beobachtet und beamt sich wieder nach oben.

"Tut mir leid, dass ich weggerufen worden bin", entschuldigt sich Coop bei Amor für sein plötzliches Verschwinden, doch Amor winkt ab. "Ist in Ordnung. Die Gefühle einer Frau sollte man immer respektieren." Er hält einen Moment lang inne. "Ich habe mitbekommen, was gerade eben passiert ist. Du willst es immer noch machen?" Coop nickt. Amor seufzt. "Du liebst sie wirklich. Also gut. Ich erlaube es dir." Coop schaut ihn dankbar an. "Vielen Dank, Boss", bedankt er sich. Amor hebt seine Arme und eine große rosane Wolke erscheint vor ihnen. Er macht ein paar Bewegungen und eine herzförmige Öffnung erscheint. Amor zeigt Coop, dass er den Eingang nun betreten darf. Coop nickt dankbar und geht in die herzförmige Öffnung. Da hält Amor ihn noch kurz auf. "Ich hoffe, du weißt, dass ich mehr für dich tun möchte. Ich kann dich leider nicht von dieser Saat befreien." Coop nickt traurig. "Ich weiß." Er verschwindet in der Öffnung und Amor schließt die Wolke.

Phoebe steht mit Prue und Paige in der Küche und fangen an, das Rezept zu übersetzen. "Zum Glück sind deine Lateinkenntnisse noch frisch", seufzt Phoebe erleichtert und lächelt dankbar zu Prue, die das Rezept übersetzt. "Klar, ist doch überhaupt kein Problem, ich mache es gerne", antwortet sie lächelnd. Währenddessen holt Paige einen Topf aus dem Schrank. "Der dürfte groß genug sein, oder?", meint sie und stellt ihn auf die Herdplatte. In dem Moment hören sie, wie die Haustür aufgeht und Piper nach Hause gekommt. Phoebe rennt gleich zu ihr. "Piper, wir haben das Rezept!", ruft sie strahlend. Piper lächelt gezwungen. "Super, ich freue mich für euch." Sie geht mit Phoebe in die Küche. "Piper, ist alles in Ordnung mit dir? Du schaust fertig aus", fragt Paige besorgt. "Bist du mir immer noch böse?", fragt Prue. Piper schüttelt den Kopf und antwortet hastig. "Nein, Paige hat nur Recht, es war anstrengend im Club. Ich werde hochgehen und mich ein bisschen hinlegen." Sie dreht sich um geht die Treppen hoch, während Prue sie für einen kurzen Moment nachschaut. Oben in ihrem Zimmer legt sich Piper auf das Bett und eine Kopie des Fotos, das sie bei Darryl gesehen hat, aus ihrer Tasche. Sie schaut sich noch einmal den kalten Gesichtsausdruck in Prues Gesicht an und betrachtet die Waffe, die aus ihrer Tasche ragt. Danach schaut sie sich das Datum an. Eine Träne fließt über ihr Gesicht. Dann steht sie auf und versteckt das Foto in einer Schublade. Sie geht aus ihrem Zimmer und schaut sich um, ob ihre Schwestern sie beobachten, man hört aber die fröhlichen Stimmen von Prue, Phoebe und Paige, die sich immer noch in der Küche befinden. Piper atmet auf und geht schnell auf den Dachboden. Vor dem Buch der Schatten bleibt sie stehen und atmet einmal tief durch. Dann schlägt sie mit einem starren Gesichtsausdruck das Buch auf und blättert durch einige Seiten. Schließlich bleibt sie bei einer Seite stehen, denn sie hat gefunden, wonach sie gesucht hat - den Wahrheitszauber.

Fortsetzung folgt.

Ende der Episode