21. Dobby hilft

Also war es die Umbridge die Hedwig verletzt hat. Sie hat meine Post gelesen. Wie konnte sie nur? Was denkt sie, wer ich bin?! Eine gefährliche Mörderin?! Harriet war stinkwütend aber hilflos. Schließlich konnte sie ja schlecht vor irgendjemanden zugeben, dass sie nachts mit einem gesuchten Verbrecher durch den Kamin von Hogwarts kommunizierte.

Zum Glück gab es auch gute Nachrichten. Das Quidditch-Training der Gryffindors war erlaubt worden. Angelina hatte daraufhin gleich sofort das erste Training für denselben Abend angesetzt und natürlich schüttete es. Bei meinem Glück fange ich mir garantiert wieder eine Erkältung ein, die sich gewaschen hat.

Und dann tat ihr zu allem Überfluss die Narbe auch noch so weh, dass sie dachte ihr Kopf müsse explodieren. Ich hoffe, das bedeutet wenigstens, dass der Lord V. wütend ist und sich genauso mies fühlt wie ich.

Am Abend brachte Dobby, der freie Hauself von Hogwarts, die von Professor Raue-Pritsche versorgte Hedwig zurück. Dabei stellte sich heraus, dass er alle von Hermine verstreuten Stricksachen für sich und Winky, eine ebenfalls freie und auf Hogwarts arbeitende Hauselfe, eingesammelt hatte.

Das wird Hermine gar nicht gefallen. Sie hat so große Hoffnungen in ihre gestrickten Fallen gesetzt.

„Und wie geht es Winky, Dobby?", erkundigte sich Harriet bei dem diensteifrigen Elf. Winky hatte die Tatsache, dass ihr Meister ihr Kleidung gegeben hatte, nicht sehr gut verkraftet. Und sie schien noch immer nicht darüber hinweg zu sein, wie Dobby nun berichtete.

„Winky trinkt immer noch eine Menge. Sie will immer noch nichts von Kleidung wissen, Harriet Potter. Und die anderen Hauselfen auch nicht. Keiner will mehr den Gryffindor-Turm putzen, wo doch jetzt überall Hüte und Socken versteckt sind, sie halten das für eine Beleidigung, Misstress. Dobby macht alles alleine, Misstress, aber Dobby ist es egal, Misstress, weil er immer hofft Harriet Potter zu treffen und heute Nacht ist sein Wunsch in Erfüllung gegangen!" Die tennisballgroßen Augen des kleinen Wesens strahlten Harriet an.

„Äh, das freut mich für dich, Dobby", erwiderte Harriet ein wenig hilflos. Parvati hatte einmal vorgeschlagen, dass Dobby möglicherweise so besessen von Harriet war, weil er in sie verliebt war, was Harriet natürlich bestritten hatte, doch langsam aber sicher wurde diese Besessenheit etwas unheimlich.

„Ich werde mit Hermine reden damit sie keine Hüte und Socken mehr herumliegen lässt, dann musst du nicht mehr alles alleine putzen", versprach sie.

Das führte zu neuen Dankbarkeitsüberschlagungen von Seiten Dobbys. „Harriet Potter ist so gütig und dauernd besorgt um andere! Immer will sie allen helfen, wie sie Dobby geholfen hat, als sie ihn befreit hat!", ereiferte sich der Elf.

Ja, und was habe ich davon? Ein Stalker-Elf und aufsteigende Paranoia.

„Dobby wünschte, er könnte auch einmal etwas tun um Harriet Potter zu helfen…"

„Das musst du wirklich nicht, Dobby", versicherte ihm Harriet, doch dann fiel ihr etwas ein, „Aber sag, kennt du vielleicht einen Ort, an dem ich an die dreißig Leute unterbringen kann und mit ihnen Magie üben kann, ohne dass wir von einem Lehrer entdeckt werden würden. Vor allem nicht von der Umbridge?"

Dobby begann erfreut auf und ab zu hüpfen und mit den Ohren zu wackeln. „Dobby, weiß so einen Ort! Er hat gehört wie andere Hauselfen davon erzählt haben als er nach Hogwarts kam, Misstress. Bei uns heißt er der Da-und-fort-Raum, Misstress, oder auch der Raum der Wünsche!", berichtete er atemlos.

Raum der Wünsche? So was gibt es hier an Hogwarts? Und weder Sirius noch die Zwillinge wissen davon?!

„Den Raum kann jemand nur betreten, wenn er ihn unbedingt braucht", fuhr Dobby fort, „Manchmal ist er da, manchmal nicht, aber wenn er erscheint, ist er immer ganz nach den Bedürfnissen des Suchenden eingerichtet."

Das klingt zu gut um wahr zu sein.

Leiser und etwas schuldbewusst setzte er die Erklärung fort: „Dobby hat ihn benutzt, Misstress, als Winky sehr betrunken war; er hat sie in den Raum der Wünsche versteckt und dort Mittel gegen Butterbier gefunden und ein hübsches elegantes Bett, wo sie ihren Rausch ausschlafen konnte. Und Dobby weiß, dass Mr. Filch schon einmal Putzmittel gefunden hat, als sie ihm ausgegangen sind, und-"

Harriet unterbrach den eifrigen Hauself. „Das klingt sehr gut, Dobby. Weißt du, wie viele Leute von diesem Raum wissen?"

„Sehr wenige, die meisten stolpern über ihn, wenn sie ihn brauchen und finden ihn nachher nicht wieder, weil sie nicht wissen, dass er immer dort ist und darauf wartet, dass er gebraucht wird", erklärte Dobby.

Das wäre fast zu gut um wahr zu sein. Aber es passt zu Hogwarts und den anderen Verrücktheiten, die es hier so gibt.

„Kannst du mich dorthin führen, Dobby?", bat sie.

Dobby nickte eifrig und schien sofort los zu wollen. „Nicht jetzt", warf Harriet schnell ein, „Sag mir am besten einfach wo er sich befindet und wie man hinein kommt."

Das tat Dobby dann auch.

A/N: Dieses Kapitel ist eigentlich nicht fertig und da es das in absehbarer Zeit aber auch nicht werden wird und ich schon ewig nicht mehr upgedatet habe, poste ich es doch.

Wie euch schon aufgefallen ist, habe ich zur Zeit fast keine Zeit für meine Fanfictions. Und obwohl Harriet Potter die einzige zur Zeit laufende ist, wirkt sich das eben aus.

Ich kann auch nicht sagen, wann das nächste Kapitel kommen wird. Nur, dass es kommen wird. Ich habe die Geschichte nicht aufgegeben, aber eben keine Zeit.

Im Sommer wird das hoffentlich besser, aber für Mai und Juni sieht es schlecht aus.

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