Original von Severus' vampiress
Übersetzung von Miss Lina
Disclaimer: Mir gehört hiervon natürlich gar nichts bis auf das Vergnügen, die Geschichte übersetzen zu dürfen.
Kapitel 21 – Urteil
Alle Lehrer von Hogwarts saßen in der ersten Reihe des großen Gerichtssaals. Minerva McGonagall schniefte in ihr Taschentuch und Lupin hatte seine Hände im Schoß zusammengepresst. Nach einer langen Woche war endlich der Tag des Prozesses angebrochen. Heute würde sich alles entscheiden.
Die Türen öffneten sich und zwei Gefangenenwärter führten Hermine in den Gerichtssaal. Sie kam erhobenen Hauptes, entschlossen, keine Schwäche zu zeigen. Aber trotzdem sah sie so aus, als ob etwas in ihr zerbrochen war. Ihre Augen waren wie erloschen und ihr Gesichtsausdruck war teilnahmslos, als ob die Geschehnisse um sie herum sie gar nicht betreffen würden.
Die Türen des Gerichtssaals schlossen sich endgültig und die Verhandlung begann.
„Mrs. Hermine Snape wird der Beihilfe zu einem Todesserangriff beschuldigt. Wie plädiert die Verteidigung?", hallte eine Stimme durch den Raum.
„Nicht schuldig."
Und der Prozess begann.
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„Name?"
„Remus Lupin."
„Was passierte in dieser Nacht?"
„Wir saßen alle beim Abendessen in der Großen Halle, als Professor Flitwick hereinkam und uns vor dem Todesserangriff auf die Schule warnte. Albus befahl allen in der Halle zu bleiben und sicherte die Türen gegen ihren Angriff.
„Wo war Mrs. Snape?"
„Sie hatte die Halle verlassen, aber-"
„Sie hatte die Halle verlassen? Und sie lebt noch? Finden Sie das nicht ….ungewöhnlich?"
„Hermine würde niemals-"
„Keine weiteren Fragen."
Und dann vernahmen sie Minerva McGonagall – mit mehr oder weniger dem gleichen Ergebnis. Hermine registrierte all das mit einem abwesenden Gesichtsausdruck.
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Alles deutete auf ein hartes Urteil hin, insbesondere, da die Beweislage klar gegen sie sprach. Hermine hatte die Halle verlassen, während alle anderen drinnen blieben. Und sie war noch am Leben. Ein Stück ihrer Kleidung war neben Dumbledores Leiche gefunden worden und sie war Snapes Frau. Die Frau eines Todessers.
„Wir haben einige Berichte, die wir gerne noch vorlegen würden", sagte der Staatsanwalt. Er händigte dem Richter einige Papierstücke aus und wandte sich dann an die Jury.
„Sie mögen glauben, dass Mrs. Hermine Snape trotz aller Beweise, die ich Ihnen vorgelegt habe, unschuldig ist. Sie mögen sie, ein sechzehn Jahre altes Mädchen, auch bedauern. Aber mit sechzehn Jahren ist man erwachsen genug, um seine eigenen Entscheidungen zu treffen. Sie wurde zu einer Heirat mit jemandem gezwungen, in den sie sich unerwarterterweise verliebte. Trotzdem nahm sie es denjenigen, die sie dazu gezwungen hatten, übel. Sie zu verraten erschien ihr die beste Möglichkeit, sich zu rächen. Wenn Sie immer noch nicht überzeugt sind, überlegen Sie folgendes: Warum würde sie dem Vater ihres Kindes nicht helfen wollen mit dem Ziel, ihre Familie zu retten?"
Einige in der anwesenden Menge schnappten laut nach Luft und erschrockenes Flüstern machte sich breit. Zum ersten Mal in dem Prozess zeigte Hermine eine Reaktion - Überraschung. ‚Ich bin schwanger?'
„Ja. Mrs. Snape ist im ersten Monat schwanger."
Lupin war schockiert. Er drehte sich zu Hermine um, die vollkommen überrascht aussah. ‚Sie wusste es gar nicht?'
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„Wir sind zu einer Entscheidung gekommen. Wir haben beschlossen, dass Mrs. Hermine Snape schuldig im Sinne der Anklage ist. Zur Strafe wird sie ihren Zauberstab abgeben und für den Rest ihres Lebens in der Muggelwelt leben, ohne Kontakte mit der Magischen Welt."
Lupin begrub seinen Kopf in den Händen – er war besiegt.
McGonagall schluchzte unkontrolliert in ihr Taschentuch.
Hermine bewegte sich keinen Millimeter; sie biss nur die Zähne fester zusammen. ‚Das heißt, es gibt nur noch dich und mich, mein Baby? Du und ich gegen den Rest der Welt."
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(Sch…Ministerium! Schluchz…)
