Kapitel 21 - Grüße von Horatio

Horatio und Elea hatten Remus nach der letzten Vollmondnacht angeboten, sich noch einen Tag bei ihnen zu erholen und Remus hatte es, in Ermangelung körperlicher Kräfte und Lust zu widersprechen angenommen. Außerdem hatte Horatio sich seine Worte sehr gut gemerkt und die beiden hatten sich die nächsten zwei Nächte einige Prügeleien geliefert. Und in der letzen Nacht, hatte Moony sich verdammt gut auf den Wolf eingestellt und der hatte dann, anstatt der Rute seinen rechten Hinterlauf zu packen bekommen und sofort zugebissen, weil Moony ihm gegenüber sehr aggressiv geworden war. Und damit hatte er Remus glatt das Bein gebrochen. Auch deswegen war er noch eine Nacht geblieben. Der Bruch war zwar weitestgehend wieder verheilt, aber richtig laufen konnte Remus immer noch nicht. Das war auch der Grund, warum Horatio ihm vorübergehend seinen Handstock überlassen hatte, der bei ihm mehr ein Zeichen des Wohlstandes war und außerdem ein nettes Versteck für den Zauberstab bot.

Remus hatte James nur eine Eule mit der Nachricht geschickt, er würde noch einen Nacht länger wegbleiben und mit der Information, dass er ihn im Ministerium besuchen kommen würde. Und genau dorthin war Remus nun auf dem Weg. Eigentlich ging er nicht gern ins Ministerium für Magie, war er dort doch alles andere als ein willkommener Gast. Doch da er vorhatte, noch heute Horatios Freunde aufzusuchen, musste er wissen, wer dort wohnte. Und das konnte nur James herausfinden. Also atmete er einmal tief durch, ehe er die alte kaputte Telefonzelle betrat und die 62443 wählte.

"Herzlich Willkommen im Zaubereiministerium. Bitte nennen Sie Ihren Namen und den Grund Ihres Besuchs.", erklang eine freundliche Stimme.

"Remus Lupin, geschäftlicher Grund.", antwortete er und kurz darauf war ein metallenes Scheppern zu hören. "Vielen Dank. Bitte lassen Sie Ihren Zauberstab registrieren. Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Aufenthalt.", sagte die Stimme, ehe die Telefonzelle sich in Bewegung setzte und nach unten fuhr.

Remus hasste dieses Gefühl, ihm wurde regelmäßig schlecht dabei. Sich gegen die Wand der Zelle lehnend, fummelte er mit geschlossenen Augen die Plakette mit seinem Namen an den dunkelgrünen Umhang, den Horatio ihm überlassen hatte, ebenso wie die schwarze Hose und das silberne Hemd. Er war sich sicher, dass James damit erstmal einen Schock bekam. Aber er hatte Horatio, der ihm die Sachen rausgesucht hatte, nicht beleidigen wollen, indem er ihm sagte, dass Grün und Silber sich für einen, wenn auch ehemaligen, Gryffindor nicht schickte. Deshalb hatte er sich einfach angezogen und nach einer halben Stunde fühlte er sich auch recht wohl darin.

Unten angekommen ging Remus am Brunnen der magischen Geschwister vorbei zu dem Schalter des Wachmanns und legte seinen Zauberstab auf den Tisch. Der warf kurz einen abschätzigen Blick auf sein Namensschild und hantierte mit dem Stab etwas herum. "Werwölfe und Geschäftliche Gründe?", fragte er dann herablassend. Remus warf einen nur flüchtigen Blick auf das Namensschild des Mannes. "Ich bewege mich damit vollkommen im Rahmen der Gesetze, Mr. Pallas. Und nicht alle Werwölfe dienen dem Unnennbaren.", erklärte Remus gelassen, auch wenn er wusste, dass es nicht viel Sinn hatte, es diesem Menschen zu erklären. "Wer es glaubt…", begann Mr. Pallas, reichte Remus dann aber ohne ein weiteres Wort dessen Zauberstab zurück.

Der begab sich sofort zu den goldenen Fahrstühlen, wo schon eine ganz Menge anderer Zauberer warteten. Die meisten waren wohl Ministeriumsangestellte und Remus beachtete sie nicht weiter, hörte nicht auf ihre Gespräche, konzentrierte sich nur darauf, den richtigen Ausstieg zu finden.

Im zweiten Stock verließ Remus schnell den beengten Fahrstuhl. Er hasste dieses Ding einfach. Es war viel zu eng. In dem Versuch, den Weg zu James' Büro in dem verwinkelten unterirdischen Gebäude zu finden, verirrte er sich zwei Mal, aber dann endlich hatte er es doch gefunden. Die Tür stand sperrangelweit auf. James saß, mit den Beinen auf dem Schreibtisch abgelegt und den Stuhl auf zwei Beinen kippelnd am Tisch und las eine der roten Akten. Remus musste sich auf die Lippe beißen, um nicht loszuprusten, wusste er doch, dass Lily einen Aufstand machte, wenn James so zu Hause vor dem Fernseher saß. Geistig rieb er sich die Hände. Diese Gelegenheit war eine, die sich kein Rumtreiber entgehen lassen würde.

"MR. POTTER, WIR SIND HIER NICHT IM AFFENHAUS!", imitierte der Werwolf nahezu perfekt Alastor Moodys Bass und das verfehlte seine Wirkung nicht. James kippte, mit einem Aufschrei hinten über und tauchte kurz darauf sich den Hinterkopf reibend und wütend grummelnd hinter der Tischplatte auf. Remus hatte aber schon längst angefangen, lautstark zu lachen.

Mürrisch blickte James auf seinen Freund, der ihn grade fast zu Tode erschreckt hatte. "Sehr witzig, Moony. Sehr witzig. Ich könnte dich wegen Körperverletzung einer Amtsperson festnehmen und einsperren lassen.", sagte James und stand dann ganz auf, um im nächsten Moment seinen Freund von oben bis untern zu mustern.

Remus konnte sich nur mühevoll beruhigen. "Ich weiß, dass du das nicht tun wirst, James.", sagte er und schloss die Tür hinter sich. "Ich brauch mal deine Hilfe."

"Gern. Aber erst erzählst du mir, woher du die Klamotten hast. Nicht, dass sie dir nicht stehen würden, du siehst fabelhaft darin aus, aber..."

"Aber sie übersteigen meine Preisklasse bei weitem. Ich weiß. Mach dir aber keine Gedanken, sie sind geliehen, von einem Freund. Und er bekommt sie zurück. Ihm passten die Muggelsachen nicht, die Lily mir aus deinem Schrank gegeben hatte. Er hielt sie wohl für… unangemessen.", unterbrach Remus seinen Freund, ehe der in die Verlegenheit kam eine schöne Umschreibung dafür finden zu müssen, dass Remus schlichtweg arm war.

Dann ließ Remus sich James gegenüber an den zweiten Schreibtisch fallen, der, wie er wusste, Moody gehörte. Und falls dieser kommen würde, würde er ganz sicher keinen Aufstand machen, zumindest keinen all zu großen.

Auch James setzte sich wieder und musterte seinen Freund nachdenklich, ehe sich ein Grinsen auf sein Gesicht schlich. "Dein Freund hat nur leider keinen Sinn für Farben, oder weiß er nicht, was Silber in Kombination mit grün bedeutet?"

Remus hatte diese Frage erwartet. James Potter war in seinem Humor berechenbar, kannte man den jungen Mann erst einmal in und auswendig. "Er weiß sehr wohl, was diese Farbkombination bedeutet, war aber der Meinung Rot und Gold würden mir nicht stehen und Braun hatte er nicht anzubieten. Und ich wollte ihm nicht widersprechen.", sagte er und reichte James dann den Zettel, den er von Horatio bekommen hatte. "Ich würde gern wissen, wer dort wohnt, ehe ich mich in die Höhle des Löwen begebe und irgendwer von euch mir meinen Hintern retten muss, und nein, ich sag nicht, woher ich diese Adresse habe. Es geht um einen Job für mich." Mit letzterem Satz hatte er James unterbrochen, ehe der überhaupt angefangen hatte zu sprechen.

"Dann hast du diese Adresse von Leuten, die nicht 100 vertrauenswürdig sind, sonst würdest du nicht fragen.", stellte James fest und ging dabei gedanklich durch, wer es sein könnte. Er wusste ja nicht mal, wo genau sein Freund die Nächte verbracht hatte, kam aber zu dem Schluss, Remus einfach zu vertrauen. Sein Freund wusste genau, was er tat. "Bin gleich wieder da", verkündete er deshalb und verschwand zu einer Kollegin, die ihr Büro ganz in der Nähe hatte. Ein wenig Flirten, auf einen Tee in der Kantine einladen, wirkten bei ihr wahre Wunder. Nicht dass er seine Lily betrügen würde. Niemals. Sechs Jahre hatte er um sie gekämpft, das würde er niemals riskieren. Aber manche Dinge mussten eben getan werden.

Remus unterdessen ließ seinen Blick über die Papiere wandern, die auf dem Schreibtisch lagen. Nichts wirklich Interessantes war dabei, bis auf vier Bögen Pergament, auf denen alle registrierten Animagi verzeichnet waren. Und genau diese erweckten jetzt sein Interesse.

Mit Horatio hatte er nicht weiter darüber gesprochen. Remus hatte ihm nur gesagt, dass sein Geheimnis bei ihm sicher war und keine Seele davon erfahren würde, dass er ein Animagus war. Natürlich hatte er gehofft, dass sein Freund durchblicken lassen würde, dass er unregistriert war, doch diesen Gefallen hatte der Mann ihm nicht getan. Und auch wenn Remus sich ursprünglich sehr sicher gewesen war, was diesen Umstand betraf, drängte sich ihm durch diese Liste die Gelegenheit gerade zu auf nachzusehen.

Mit einem schnellen Blick zur Tür und einem kurzen Lauschen, ob jemand kam, griff er sich die Liste und überflog sie. Doch Horatios Name war ebenso wenig zu finden, wie der seiner Freunde. Bei ihnen hatte Remus es auch nicht anders erwartet. Selbst für James war es schwer sie nachträglich registrieren zu lassen, ohne dass es auffiel. Deshalb hatten sie sich auch darauf geeinigt, es weiterhin geheim zu halten. Vor ausnahmslos allen. Nur Lily war eingeweiht worden.

Gerade hatte er die Bögen wieder an ihren Platz gelegt, da kam James nachdenklich zurück.
"Stimmt was nicht?", fragt Remus sofort alarmiert.

"Sie stehen nicht bei uns drin. Es sind Muggel. Rupert Daudin. Er wohnt zusammen mit seiner Enkelin Dolphine.", erklärte James und reichte seinem Freund die Adresse. Mit ein paar Tricks und einem Zugriff auf das Einwohnermeldeamt von London hatte er die Namen rausbekommen.

Remus musterte nachdenklich den Zettel. Muggel? Horatio kennt Muggel? Na das hätte schief gegen können, wäre ich da so aufgetaucht. Aber… vielleicht sind sie ja Eingeweihte. Aber woher, in Merlins Namen, kennt Horatio Muggel?, fragte sich Remus, wurde aber sogleich abgelenkt.

"Alles klar mit dir?", fragte James, der den verwunderten Blick seines Freundes einfach hatte bemerken müssen.

"Ja. Ja. Alles klar. Wie lief es mit Celine?", erkundigte er sich, um James abzulenken und herauszufinden, ob er wohl doch besser erst zu seinem Freund nach Hause ging.

James seufzte und setzte sich hin. "Lily meinte, sie hat ein schweres Trauma. Ist ziemlich durch den Wind. Mal hält sie sich für Dreck, dann geht sie auf mich los, als sei ich irgendein Monster und dann ist sie wieder total in sich gekehrt. Man weiß nie, woran man bei ihr ist. Aber das wird wieder, sagt Lily. Und ich vertrau ihr da. Aber es ist sicher gut, wenn du heute Nacht wieder bei ihr bist.", erklärte James. "Selbstverständlich bei uns.", fügte er noch hinzu und quittierte Remus' Seufzen mit einem Lächeln. "Lily hat dir auch ein paar Sachen gekauft auf meine Rechnung. Immerhin war ich ja der Depp, der es nicht gemerkt hat. Und jetzt kommt keiner mehr in die Wohnung. Spezielles Verschlüsselungssystem mit integriertem Portschlüsseltransport. Ohne das richtige Passwort kommst nicht mal du in deine Wohnung. Das Passwort ist Rumtreiberehrentag."

Remus konnte sich bei der Wahl dieses Passworts ein Schmunzeln einfach nicht verkneifen. "Du bist manchmal immer noch der Fünftklässler.", sagte er und stand dann auf. "Ich geh erstmal zu dieser Adresse und dann zu euch nach Hause.", versprach er, ehe er sich von seinem Freund verabschiedete.

Den Weg aus dem Ministerium hinaus fand er schnell und aus einer Seitenstraße apparierte er dann in die Nähe der Adresse. Es war ein Wohnviertel, in dem die Leute lebten, die gerade genug Geld hatten, um sich etwas Luxus zu leisten. Zum Glück sahen Horatios Sachen nicht zu eindeutig nach Zauberer aus. Den Umhang konnte man auch für einen Sommermantel halten und das war ihm ganz recht so.

Das Haus, auf das die Adresse passte, war groß, sah aber recht renovierungsbedürftig aus. Zumindest von außen. Aber Remus hatte schon erfahren, dass das nicht unbedingt was heißen musste.

Beherzt, nachdem er sich die Schultern gestrafft hatte, betätigte er die Klingel. Leicht zuckte er zusammen bei dem lauten Gong, der im Innern durch das Haus hallte. Es dauerte ein paar Minuten, bis er schließlich schwere Schritte hörte und die Tür aufgemacht wurde. Vor ihm stand ein eindeutig alter Mann, zumindest für einen Muggel. Mindestens 70 Jahre alt. Sein Gesicht war faltig, Graue schüttere Haare lagen auf seinem Kopf. Er ging gebückt und stütze sich schwer auf einen Stock.

"Guten Tag. Mein Name ist Remus Lupin. Horatio Portune gab mir Ihre Adresse mit der Bitte, ich sollte ihrer Enkelin Grüße zum Geburtstag von ihm ausrichten.", erklärte Remus höflich und wohl schon von selbst etwas lauter, als er sonst sprach.

Der alte Mann blinzelte ein paar Mal, dabei seinen Kopf leicht schräg nach rechts neigend, so als ob er Mühe hätte, das Gesprochene zu verstehen. Dann jedoch brummte er etwas Unverständliches, aus dem man nur äußerst angewidert das Wort ‚Portune' heraushören konnte, meinte: "Ich richte es ihr aus!", und schlug dem Fremden im nächsten Moment auch schon die Haustür mit Schwung vor der Nase zu.

Remus stand einen Moment perplex vor der Haustür. Ich dachte, sie währen Freunde? Aber so schnell gab Remus heute nicht auf. Ihn interessierte, wo das Problem zwischen denen war und was der alte Mann von Horatio hielt. Alles aus Ordenssicht, selbstverständlich, sagte er sich und klingelte erneut.

Diesmal war der laute Gong kaum verhallt, als die Tür auch schon wieder aufgerissen wurde und erneut der Alte, auf einen schweren hölzernen Gehstock gestützt, im Eingang stand: "Wir kaufen nichts!", raunzte er nur, dabei mit seinen wässrig blassblauen Augen heftig blinzelnd.

"Ich möchte Ihnen nichts verkaufen, Mr. Daudin.", sagte Remus. "Ho... Mr. Portune erwähnte neben seinen Grüßen für Ihre Enkelin auch, dass Sie einen Job für mich hätten." Dann warf er einen Blick auf seine Kleider und fügte noch hinzu. "Ich könnte wirklich einen gebrauchen, auch wenn das im Moment gerade nicht so aussieht."

"Wir geben auch keine Almosen! Haben ja selbst kaum genug!", schnappte der Alte, abermals die Türe zuschlagen wollend, als irgendwo aus dem Hausinneren ein helles Stimmchen ertönte.

"Großvater … Großvater … haben wir Besuch? Ist das der Zauberer, von dem du mir gestern Nacht vorgelesen hast? Der, der mich hier rausholen wird?"

Das Gesicht des Alten schien bei diesen Worten regelrecht zu einer Maske aus Kummer und Ablehnung zu gefrieren.

Remus versuchte einen Blick auf das Kind, zu dem die engelsgleiche Stimme gehörte, zu erhaschen, doch sehen konnte er niemanden. Also wandte er sich erst Mal wieder an Mr. Daudin in der Hoffnung, dieser würde ihn zumindest herein bitten. "Ich will auch keine Almosen. Ich bin bereit für das Geld zu arbeiten. Soweit ich weiß, geht es um Nachhilfe für Ihre Enkelin und was die Bezahlung angeht, geben Sie mir soviel, wie Sie vertreten können. Ich bin für jedes Pfund dankbar."

Langsam wandelte sich das Gesicht des Alten wieder zurück, in die zuvor bekannte mürrische Miene, auch wenn sein Blick nun eine Winzigkeit weicher zu sein schien: "Sie sind Lehrer?", fragte er schließlich, immer noch schroff, aber zumindest die Türe nicht weiter zu schließen versuchend.

Ein leichtes sich langsam näherndes Schaben war zu hören, als der Hausbesitzer kurz seinen Kopf wandte und schnappte: "Bleib gefälligst hinten, Dolphine!"

Das Schaben, wie etwas das über den Boden gezogen wurde, entfernte sich wieder etwas und die Mädchenstimme erklang erneut, diesmal ein Stück weiter weg scheinend: "Natürlich, Großvater." Und kurz darauf, mit deutlicher Traurigkeit: "Ich wollte nur einen Blick auf den Zauberer werfen …"

Der ‚Großvater' genannte holte einmal tief Luft, anscheinend um nun eine Standpauke darüber loszulassen, dass es a) keine Zauberer gab und b) es nur eine dämliche Geschichte gewesen war und c) wenn doch, diese wohl kaum vor ihrer Haustüre erscheinen würden, als sich abermals der Kummer von zuvor über seine Züge legte und er mit einem schlurfenden Schritt und die Türe weiter hinter sich zuziehend, zu dem Besucher nach draußen kam. "Hören Sie, Mister … ich weiß, das mag jetzt … ungewöhnlich klingen, aber …"

Er rang leicht mit der rechten Hand, sich mit der linken noch schwerer auf den Gehstock abstützend, "… die Kleine hat heute Geburtstag und ich törichter, alter Mann habe ihr wohl ein paar Flausen in den Kopf gesetzt …"

Erneut schien ihm das Sprechen enorm schwer zu fallen, oder eher das Bitten, das ein klein wenig in seiner Stimme mitschwang, die dennoch ihre Schroffheit nicht verlor: "Ich kann Ihnen nur ein paar Pfund geben … nicht viel … aber … Sie können zu Mittag bleiben und … vielleicht … nur so tun ..? Sie könnten ja behaupten, Ihre … Ausrüstung nicht dabei zu haben … ihr einfach … irgendwas erzählen ... erfinden Sie irgendwas …"

Remus' erster Gedanke war: Er ist kein Eingeweihter. Dann aber lächelte er. "Gern, Mr. Daudin. Lupin ist mein Name, Remus Lupin. Und ich denke, mir wird schon was einfallen, um Ihrer Enkelin einen schönen Geburtstag zu bereiten." Auf jeden Fall würde ihm etwas einfallen. Einfache Zauber, die ein Muggelzauberer vorführte waren kein Problem . Er konnte sogar ein paar Kartentricks. Und ein Kartenspiel heraufzubeschwören war leicht.

Dann erinnerte Remus sich aber an die Frage, die der Mann ihm gestellt hatte. "Was die Nachhilfe angeht... Ich bin kein Lehrer, aber ich hab schon zu meiner Schulzeit meinen Mitschülern geholfen. Immer sehr erfolgreich. Und wie gesagt, mir reicht als Bezahlung das, was sie entbehren können."

Für einen Moment schien es, als würde der Alte vor dem Besucher zurückschrecken, doch konnte der Schatten, der über sein Gesicht gehuscht war und die plötzlich kalt glitzernden Augen, auch nur Produkte des Dunkels aus dem Hausinneren sein, zu dem der Mann nun langsam schlurfte und dabei die Türe weiter aufzog, so dass nun auch sein Gast eintreten konnte.

Remus folgte der unausgesprochenen Aufforderung und trat hinter dem Mann ins Haus, wo ihn eine unangenehme Dunkelheit empfing. Es war nicht stockfinster, aber als angenehm hell würde er es auch nicht bezeichnen. Außerdem verbreitete das Haus die Atmosphäre eines, Muggel würden sagen, Spukhauses. Remus' Nackenhaare stellten sich auf und wie von allein schärften sich seine Sinne. Und das war auch gut so, sonst wäre er glatt die zwei Stufen runter gefallen, die ins Foyer des Hauses führten. Links führte eine Treppe in den ersten Stock, rechts gab es eine Flügeltür, die aber geschlossen war. Der Boden war kahl und hätte dringend eine Politur nötig gehabt, so abgegriffen sah das Holz aus. Auch einen Schrank gab es hier. Und Remus ahnte, dass er hier nicht besonders viel verdienen würde, aber andererseits, würde man sich vielleicht nicht all zu viel daraus machen, wenn er einmal im Monat ein paar Tage nicht kommen konnte.

Durch eine andere Tür betrat er die Küche. Hier gab es einen einfachen Tisch mit vier Stühlen darum herum und in einer Ecke, an einem extra niedrigen Tisch, saß ein kleines Mädchen. Aber nicht auf einem Stuhl, sondern auf einer Holzplatte, die auf Rädern stand. Remus erster Eindruck war, dass sie ziemlich krank sein musste. Tiefe Ringe unter den blassgrauen Augen. Außerdem wirkte sie mager. Aber trotzdem hatten ihre Augen was von dem lebenslustigen Funkeln, das er nur von dem Schulleiter von Hogwarts kannte. Außerdem schien sie sehr neugierig zu sein. Denn irgendwie lag auch etwas Freches in ihren Augen. Das kindliche Gesicht wurde umspielt von glatten schulterlangen blonden Haaren, die glatt einer Veela gehören konnten. Vom Rest des Körpers sah man nichts. Er war unter dicken Decken versteckt.

Das einzige, was nicht in dieses Bild passte, war der Geruch, der von ihr ausging. Irgendwie kalt und nicht gerade menschlich. Und das sagte ihm auch sein Gefühl. Doch er schob es erst mal beiseite. Jetzt galt es, dem kleinen Mädchen eine Freude zu machen.

Deswegen schenkte Remus ihr auch ein herzliches und warmes Lächeln und vergrub seine rechte Hand in der Umhangtasche, um seinen Zauberstab in seinen Ärmel zu schieben, während er den Handstock in der linken hielt, bemüht das rechte Bein nicht all zu sehr zu belasten, für den Moment. Als dann der Stab dort war, wo er ihn benutzen konnte, ohne ihn direkt in die Hand nehmen zu müssen, trat er auf sie zu und meinte: "Du bist also die kleine Prinzessin, die heute Geburtstag hat." Er machte einmal einen Drehung mit dem Handgelenk, so wie er es sonst mit seinem Stab machen würde und dachte, so fest er konnte: ‚Orchideus!' Und tatsächlich klappte es. Er hielt eine weißblühende Orchidee in der Hand und überreichte sie dem Mädchen. "Ich gratulier dir ganz herzlich und auch von Horaitio Portune soll ich dir Glückwünsche überbringen."

Ein fröhliches Jauchzen war die Antwort, als Dolphine die weiße Blume in der Hand des soeben hereingekommenen Zauberers auftauchen sah. Er musste einfach ein Zauberer sein, denn sonst wäre er niemals an ihrem Großvater vorbei gekommen, der sich in diesem Moment damit abmühte, ein Tablett mit Geschirr in seiner freien, nicht stockbenötigten Hand zu balancieren und in Richtung Esstisch zu tragen.

Fast hatte sich ob der gekonnten Improvisationsfähigkeit dieses unverhofften Gastes – des ersten seit langer, langer Zeit, der kam und eventuell vielleicht sogar auch wieder ging – ein Lächeln auf die alten Gesichtszüge geschlichen, doch als er die Worte des Mannes hörte, verging es wieder. Schneller, als es gekommen war. Mit einem lauten Scheppern von zerbrechendem Geschirr begleitet, entglitt ihm das schwere Tablett mit den drei Tellern, drei Gläsern und dem dazu gehörendem Besteck und fiel zu Boden, wo die Teller und Tassen auch prompt zerbrachen.

Remus fuhr erschrocken herum, als er das Zerbersten des Geschirrs hörte und gerade noch konnte er sich davon abhalten, einen Reparo zu sprechen. Stattdessen kniete er sich, da er doch bei weitem Gelenkiger war als der alte Mann, auf den Boden und las die Scherben auf. Zuerst dachte er, dem Mann wäre einfach nur das Tablett aus der Hand gerutscht, doch dann sah er die Miene des älteren Herren und entsann sich seiner Worte und auch der ersten Reaktion auf den Namen seines Freundes. "Ich werde den Namen nicht wieder erwähnen.", versprach Remus, nahm sich aber fest vor, Horatio bei nächster Gelegenheit danach zu fragen, was diese Familie gegen ihn hatte.

Der Alte murmelte nur etwas wie: "Das will ich Ihnen auch geraten haben …"., ehe er sich umdrehte und neues Geschirr aus dem Schrank hervorholte.

Remus sah den Mann einen Moment lang an und stellte dann das Tablett mit dem zerbrochenen Porzellan auf den Tisch. Da er den Alten nicht länger belästigen wollte, wandte er sich wieder dem Mädchen zu und überlegte was ein Muggelzauberer noch so alles zeigte. Tauben aus einem Zylinder fliegen lassen, war das Erste was Remus einfiel, aber er hatte keinen Zylinder und einen beschwören ging nicht aus dem Handgelenk. Doch dann fiel ihm etwas anderes ein. Er hatte im Umhang ein paar Knutmünzen gefunden.

"Nun pass mal auf", flüsterte er dem Mädchen zu, und griff ihr mit der rechten Hand hinters rechte Ohr und dachte: ‚Teleaccio Knut', dabei konzentrierte er sich auf eine der Münzen in seinem Umhang, und als sie in seiner Hand gelandet war, reichte er sie Dolphine mit einem Grinsen und den Worten: "Du bist aber schmutzig hinter den Ohren."

"Das ist phantastisch!", rief Dolphine mit vor Freude leuchtenden Augen, die bleichen Wangen bereits jetzt leicht gerötet und klatschte in die Hände.

Mit großen Augen sah sie zwischen ihrem Großvater und dem Besucher hin und her, wobei ersterer gerade das neu befüllte Tablett Geschirr auf den Tisch abstellte und den Tisch zu decken begann.

Remus konnte nicht anders als ebenfalls lächeln. Kinder waren doch so leicht zu begeistern und irgendwie mochte er die Kleine. Sehr sogar, auch wenn das komische Gefühl in ihrer direkten Nähe noch stärker war, ebenso wie der eigenartig kalte Geruch. Und dann fiel ihm etwas anderes ein. "Merlin, wo bleiben nur meine guten Manieren? Ich hab mich noch gar nicht vorgestellt!", meinte er mitgespielt übertriebenem Entsetzen und meinte dann höflich lächelnd mit einer angedeuteten Verbeugung: "Ich bin Silvermoon, der Großartige. Aber du darfst gern Moony sagen. So nennen mich alle meine Freunde."

Ein besserer Künstlername war ihm auf die Schnelle einfach nicht eingefallen und Remus John Lupin gab nun wirklich nicht viel her, außerdem klang der zu bürgerlich. Und so weit er wusste, hatten alle Magier, die etwas auf sich hielten, einen Künstlernamen. Was lag da näher, als sein schon bestehendes Pseudonym zu nehmen, denn immerhin hatten sich die Rumtreiber auch als Künstler gesehen, auch wenn man das Spielen von Streichen nicht gerade als Kunst ansehen sollte. Obwohl, oft waren ihre Streiche wahre Geniestreiche gewesen und somit auch irgendwo Kunst.

Wenn es überhaupt möglich war, strahlte Dolphine noch mehr, ehe sie sich geschmeidig ebenfalls im Sitzen verbeugte und mit kindlich ernster Stimme meinte: "Und ich darf mich vorstellen als Dolphine Daudin, letzte …"

Ein Räuspern vom Esstisch herkommend unterbrach sie und ganz kurz wirkte sie tatsächlich schuldbewusst, grinste jedoch schnell wieder voll kindlicher Unschuld. "Hast du das gesehen, Großvater?"

"Habe ich …", kam die knarzige Antwort kurzangebunden.

Remus war nicht entgangen, dass die Kleine etwas hatte sagen wollen, ihr Großvater aber offensichtlich etwas dagegen hatte. Irgendwas wurde hier versteckt. Auch diese Information notierte Remus sich gedanklich auf die Liste mit seinen Gefühlen und dem Vermerk, sich darüber schlau zu machen.

"Dolphine. Ein wunderschöner Name", lächelte er das Mädchen an und erhob sich, um etwas in seiner Umhangtasche besser suchen zu können, oder besser gesagt, dass das Mädchen nicht hörte, wie er leise murmelnd ein Kartenspiel beschwor. Magie, ohne seinen Stab direkt zu benutzten, war auf die Dauer nämlich anstrengend und so gut war er noch nicht wieder bei Kräften, um das lange durchzustehen.

Das Kartenspiel hervorziehend setzte er sich dem Mädchen gegenüber nun ganz auf den Boden und streckte das rechte Bein etwas, um es zu entlasten, sonst würde er in ein par Stunden keinen Schritt mehr laufen können. Dann mischte er die Karten gut durch und hielt sie dem Mädchen aufgefächert hin. "Du darfst dir jetzt eine Karte aussuchen. Zieh sie heraus und sieh sie dir gut an. Aber du darfst sie mir nicht zeigen, oder sagen, was es ist", bat Remus sie.

Dolphine zögerte kurz, ehe sie sich eine der ihr hingehaltenen Karten aussuchte und sie kurz ansah. Doch gerade als sie die Karte wieder zurückreichen wollte, fiel ihr Blick auf den Tisch und mit einem fast schon anklagenden Blick in Richtung ihres Großvaters, der sich gerade auf einen der um den Esstisch herumstehenden Stühle hatte setzen wollen, rief sie tadelnd aus: "Aber Großvater – doch kein Silberbesteck!"

Dann wandte sie sich, als wäre nichts gewesen, wieder mit dem zu Anfang fröhlichen Funkeln in ihren Augen ihrem Geburtstagszauberer zu und drehte die Karte mit dem Bild nach unten. "Was soll ich als nächstes machen?", fragte sie mit leuchtenden Augen.

Remus hatte bei dem Wort Silber kurz zusammengezuckt und sah Dolphine einen Moment lang entsetzt an, fing sich dann aber wieder. "Eh... Steck sie zurück in den Stapel.", bat Remus und konzentrierte sich darauf, wo die Kleine die Karte hin steckte, um das jetzt nicht zu versauen. Aber er schwor sich, bevor er auch nur eines der Besteckteile anrührte, es genau unter die Lupe zu nehmen.

Nachdem sie das Gewünschte getan hatte, wartete Dolphine gespannt ab, was nun passierte.

Großvater indessen holte das Essen aus der nebenan befindlichen Kochnische aus dem Ofen und stellte es auf den Tisch. Ein großer Eintopf mit Bohnen, Kartoffeln, Fleisch und anderem Gemüse.

"Und nun misch ich die Karten. Richtig gut durch. Du weißt noch, welche Karte du hattest? Du musst sie dir wirklich gut merken. Ich werde nämlich gleich herausfinden, welche es ist, indem ich deine Gedanken lese. Und dann die Karte im Stapel finde.", erklärte Remus, wie es weiter gehen würde. Aber er achtete auch darauf, dass Dolphines Karte immer ganz unten war. Und dadurch, dass er sie ablenkte, würde sie das nicht mitbekommen. Zumindest machten es die Muggel so. Er hatte es zwar tatsächlich mit Legilimentik versuchen können, aber darin war er ohne Stab eine Niete, und sie würde sein Eindringen bemerken. Also musste es so gehen.

Als er fertig war, fächerte er den Stapel neu auf und sah Dolphine in die Augen. "Nun konzentrier dich ganz fest auf die Karte. Ganz fest", bat er sie. Dann wartete er eine Minute, in der er sich erlaubte drüber nachzudenken, woher das Mädchen das mit dem Silber wissen konnte. Aber er kam zu keinem Ergebnis. Schließlich lächelte er sie an und zog die Karte, die Dolphine vorhin zurück in den Stapel gesteckt hatte. "Das ist sie. Die Herzdame."

Dolphines Augen wurden wenn möglich noch größer. Voll Staunen und Ehrfurcht sah sie den Zauberer an, biss sich kurz zögernd auf der Lippe herum und fragte dann mit leiser, immer noch von Staunen ergriffener Stimme: "Kann ich auch Magie lernen?"

Remus schluckte leicht. Mit dieser Frage hatte er nun wirklich nicht gerechnet. Wie sollte er einem kleinen Mädchen begreiflich machen, dass es, zumindest aus ihrer Sicht, keine Magie gab. Denn das, was die Muggelmagier veranstalteten, waren alles nur Tricks. Da war keine echte Magie im Spiel. Nur das würde sie erstens wohl noch nicht verstehen. Zweitens, und das war das Schlimmere, würde er als Lügner dastehen.

"Das ist nicht so einfach, weißt du.", begann Remus und steckte das Kartenspiel in seine Tasche. "Zauberei ist etwas ziemlich kompliziertes. Als Zauberschüler muss man sehr gut lesen, schreiben und rechnen können. Und dann gibt es da auch noch andere Regeln zu beachten. Die wichtigste ist, Kein Zauberer darf einen Schüler oder eine Schülerin haben, die unter 11 Jahren ist. Wenn man nämlich zu früh anfängt, jemandem das Zaubern beizubringen, kann das sehr gefährlich sein. Für den Schüler und auch für den Lehrer." Inständig hoffte er, dass die Kleine das verstehen würde.

Mit einem leisen Seufzen nickte Dolphine: "Aber wenn ich elf bin und lesen und schreiben und … rechnen gelernt habe, dann kannst du mir Magie beibringen?" Das Lächeln, das kurz von ihrem Gesicht verschwunden war, kehrte nun umso hoffnungsvoller zurück.

Remus fiel es schwer, dieses süße Mädchen zu belügen, aber da es an ein Wunder grenzen würde, wenn er in drei Jahren hier noch herkommen würde, nickte er lächelnd. "Ja. Wenn du elf geworden bist, dann kann ich dich in die Geheimnisse der Magie einweihen. Ich schwöre es dir, bei der Ehre als Zauberer."

Begeistert in die Hände klatschend hüpfte Dolphine regelrecht ein Stück in die Luft und schlang ihre schlanken Ärmchen um den Hals des Mannes. "Danke! Du bist echt der beste Zauberer der ganzen Welt!"

Dabei rutschte eine der Decken leicht nach unten und entblößte ihr rechtes Bein, oder viel mehr, den Stumpf, der von diesem kurz unterhalb des Oberschenkels übrig geblieben war.

Remus war ziemlich überrascht von dieser stürmischen Umarmung, erst recht von einem fremden Kind. Die Kleine musste nicht viel Kontakt zu anderen haben. So wie ich in ihrem Alter, stellte Remus schwermütig fest und legte auch einen Arm sanft um das Mädchen. Nur flüchtig streifte seinen Blick den entblößten Beinstumpf und in Gedanken an seine eigene Kindheit zog er die Decke wieder etwas höher, ohne noch einmal genau hinzusehen.

Er und seine Eltern hatten weit draußen auf dem Land gewohnt. An einem Ort, an dem er und sein Vater, der ein gebissener Werwolf gewesen war, sich ungestört verwandeln konnten. Und während seiner Grundschuljahre hatte er jeden Kontakt zu anderen Kindern gemieden. Er hatte Angst davor, dass seine Geheimnisse, einmal sein Werwolfsdasein und einmal sein Zaubererdasein, herauskamen. Außerdem war er immer etwas kleiner als die anderen gewesen und schmächtiger. Ein Lieblingsziel der Viertklässler, weil er sich nie zur Wehr setzte. Immerhin wusste er um seine körperlichen, den anderen weit überlegenen Kräfte. Aber er wollte keinen Ärger haben. Den wollte er nie haben. Das hatten erst James und Sirius geändert, als er nach Hogwarts kam. Sie hatten ihn dazu gebracht, aus seinem Schneckenhaus raus zukommen, auch wenn sie in der ersten noch nicht mal geahnt hatten, was er wirklich war.

"Das Essen ist fertig …", brummte die Stimme des alten Mannes, dabei demonstrativ einen der Stühle herausziehend und sich am Tisch niederlassend.

Remus löste sich von dem Mädchen und sah sie fragend an. "Kann ich dir helfen?"

Ein abfälliges Schnauben vom Esstisch aus war die einzige Reaktion des Alten, während Dolphine nur grinste und sich mit den Worten vom Hals ihres Geburtstagszauberers löste: "Wetten ich bin schneller da!?"

Kurz darauf rollte sie sich auch schon mit Hilfe ihrer Hände, die sie dazu kurz auf dem Boden aufstützte, in Richtung Esstisch, genau auf einen der Stühle zu, stoppte ihren Schwung, den sie mit dem Brett kurzfristig erlangt hatte, abrupt, indem sie mit beiden Händen – gerade bevor sie in das Möbelstück hinein gefahren wäre – die lehnenlose Stuhlkante ergriff und sich aus dem sie voran tragenden Schwung und der Kraft ihrer Arme und Hände noch oben und über die Sitzfläche hinweg schwang.

Kaum eine halbe Minute später, saß sie schräg gegenüber ihres Großvaters. Das Grinsen war während der ganzen Aktion nicht von ihrem Gesicht gewichen.

Remus sah verblüfft zu und konnte nur staunen. "Das war echt schneller.", gestand er und nahm dann auf einem dritten freien Stuhl Platz und warf einen kritischen Blick auf das Essbesteck.

Rupert, so der Name des alten Mannes, der oft auch von Fremden einfach nur Großvater genannt wurde, grinste nur spöttisch, als er den Blick des Gastes sah: "Keine Sorge, ganz normales Chrombesteck …", und mit einem fast schon väterlichen Blick zu dem leise lachenden Geburtstagskind hin fügte er noch bei, "meine Kleine scheint Sie schließlich zu mögen."

Remus' Blick schnellte hoch und sah von einem zum anderen und blieb schließlich an Dolphine hängen. "Woher weißt du...?" Er wagte nicht es auszusprechen, falls er sich irren sollte. Aber es ließ ihm einfach keine Ruhe. Er musste wissen, was sie wusste und woher.

Ob der seltsamen Reaktion ihres ganz persönlichen Zauberers erstaunt, sah Dolphine erst unsicher zu ihrem Großvater, der ihr aber keinerlei Unterstützung gab. Weder durch einen Hinweis, noch einen Blick, oder etwas anderes. Also zuckte sie schließlich mit den Schultern und meinte: "Das ist doch offensichtlich. Du siehst fast genauso erledigt aus wie ich.", begann sie an einer Hand abzuzählen, dabei die kleinen Finger zur Faust geballt und bei jedem Punkt einen davon herausstreckend, "du riechst und schmeckst nach nassem Fell und Erde und Laub und Blut und anderen Sachen, die ich nicht kenne …"

"Dolphine!", sah sich ihr Großvater da schließlich doch zu einer Ermahnung hingerissen, die das Kind nur seufzen ließ und in Ermangelung weiterer Finger, da sie bei ‚anderen Sachen' einfach die restlichen geöffnet hatte, zuckte sie nur mit den Schultern und fügte abschließend hinzu: "Und du heißt Lupin. Ein sehr ehrenwerter Name – und alt."

Remus konnte sich gerade noch so beherrschen, um das Mädchen nicht mit offenem Mund anzustarren und er brauchte einige Momente, um das Gehörte richtig zu verarbeiten. Ihm lagen ein Dutzend Fragen auf der Zunge, aber er war nur fähig davon eine einzige zu stellen. "Und du... du hast keine Angst vor mir?"

Der Gesichtsausdruck, der nun folgte, konnte bei beiden- bei Großvater wie auch Enkelin – nur als äußerst indigniert bezeichnet werden. Mit einem mehr oder minder leisen Klappern ließ der alte Mann den Schöpflöffel, mit dem er gerade etwas Eintopf auf die Teller hatte schöpfen wollen, wieder los und so zurück in den schweren Topf fallen, ehe er ihn mit einem deutlich abfälligen Schnaufen erneut ergriff und schließlich das tat, was er schon zuvor vorgehabt hatte. Auf jeden Teller zwei volle Kellen des Gemüse-Fleischeintopfes platzierend.

Dolphine hingegen sah dem sie fast schon erschrocken anstarrenden Mann nur verwirrt entgegen. "Natürlich nicht …", sagte sie schließlich, mit allem kindlichen Ernst, zu dem sie imstande war, sich dabei aber ernsthaft fragend, wieso um alles in der Welt sie Angst vor ihrem Gegenüber haben sollte. So sehr sie sich auch bemühte, einen Grund zu finden. Sie kam einfach nicht dahinter.

Remus war sich nicht sicher, ob er erleichtert aufatmen sollte oder nicht. Er hatte schon oft Abweisung, Ausgrenzung, Furcht, nicht selten sogar Panik erlebt. Selbst bei Menschen, die ihn seit Monaten kannten. Aber er hatte immer wieder Angst davor. Und er konnte in den Kinderaugen diesen Unglauben lesen. Dolphine schien es nicht zu verstehen.

"Als... als Werwolf hat man es nicht leicht, weißt du.", begann er. "Die meisten Menschen fürchten sich vor einem, wenn sie erfahren, was man ist. Sie haben Angst zu sterben, oder selbst einer zu werden." Dann schoss ihm aber etwas anderes durch den Kopf. Etwas, das seine trüben Gedanken vertrieb. "Vergessen wir das aber. Ihr habt keine Angst und ich kann nicht bestreiten, dass mich das freut zu hören. Nur... Dolphine... Wie meinst du das... du schmeckst es? Und was heißt Lupin ist ein alter Name? Er ist ein ganz gewöhnlicher Mu... Name. Ich hab keine adeligen Vorfahren oder so was."

"Bescheiden wie immer ..", grummelte Rupert nur leise vor sich hin. "Das scheint euch in den Genen zu liegen …"

Dolphine grinste dazu nur und klärte den offensichtlich verwirrten Mann auf: "Großvater hat mir viel von Cian und seinen Abenteuern erzählt, als er mit ihm damals aus Australien hierher kamen."

Remus runzelte die Stirn. Cian. Der Name sagte ihm etwas. Er hatte ihn schon mal gehört. Da war er noch ein Junge. Kaum fünf Jahre alt. Remus' Blick wanderte zu dem älteren Mann. "Sie kannten einen meiner Vorfahren?", fragte er ihn dann doch mit einer Spur Neugierde. Immerhin ging es hier um seine Familie.

"Also wirklich!", beschwerte sich Rupert grummelnd, "so alt bin ich nun auch wieder nicht. Vorfahren .. also bitte …" Mit einem lauten ‚Klatsch' landete eine Portion Eintopf auf Dolphines Teller, die sich das Lachen nun nicht mehr verkneifen konnte und in haltloses Gekicher ausbrach.

Remus sah kurz verlegen zu Boden. "Entschuldigung. Ich wollte sie keineswegs beleidigen. Leider... ich hab den Namen schon gehört, mein Vater erwähnte ihn. Nur ich weiß nicht genau, wo ich ihn hinstecken soll. Ich mein in welches Jahr.", erklärte Remus, während ihm endgültig entfiel, dass Dolphine seine Frage, warum sie es schmeckte, nicht beantwortet hatte. Viel zu sehr interessierte ihn seine eigene Geschichte und was diese Leute darüber wussten. Und Merlin sollte Horatios Seele gnädig sein, hatte er davon gewusst, was er hier erfuhr. Dann würde er Remus auf eine Weise kennen lernen, die ihm noch nie begegnet war, die Remus seit er nach Hogwarts ging im Griff hatte. Denn Werwölfe waren keineswegs in Menschengestalt sanftmütig, wie er es war. Das lag erstens an seiner Erziehung und zweitens an der Tatsache, dass es Dumbledores zweite Bedingung gewesen war, um an Hogwarts aufgenommen zu werden. Er musste seinen Jähzorn unter Kontrolle bekommen.

Zwischen deutlich knirschenden Zähnen brachte Rupert hervor: "Das ist jetzt … gut fünfundfünfzig Jahre her, dass Cian mich in dieses kalte, verregnete und feuchte Land verschleppt hat."

Ein weiterer Löffel Eintopf klatschte, trotz der bereits zwei vorhandenen, auf den Teller ihres Gastes.

Remus sah den Mann verwirrt an und zog den Teller etwas aus dessen Reichweite. Es war jetzt schon mehr als genug darauf. "Na ja... Australien... das ist auch ein Himmelweiter unterschied, so weit ich das weiß. Sonne, Sand und Meer, im Vergleich zu Nebel, Regen und Kälte. Darf ich fragen, warum sie mitgegangen sind?"

Ein wahrhaft humorloses Grinsen des Alten antwortete ihm: "Lass es mich mal so ausdrücken, Junge … da ich ein Springer bin, hatte ich keine andere Wahl als abzuhauen, oder draufzugehen."

Remus runzelte nachdenklich die Stirn. Er hatte keine Ahnung, was ein Springer war. Absolut keine. Noch nie hatte er den Begriff gehört. Aber da er nicht der Typ war, der sich gern eine Blöße gab, würde er selbst recherchieren und es herausfinden. Deshalb nickte er dem Mann zu, als Zeichen, dass er verstanden hatte und wartete auf eine Fortsetzung der Geschichte.

Nachdem der Junge endlich begriffen zu haben schien, ließ sich Rupert mit deutlich mürrischem Gesichtsausdruck wieder zurück auf seinen Stuhl sinken und begann in seinem eigenen Teller herumzurühren.

Dolphine legte ihrem Großvater sanft ihre linke Hand auf dessen in ihrer Reichweite liegenden Arm und meinte beschwichtigend: "Ich bin mir sicher, dass Mr. Lupin nichts gegen Springer hat Großvater."

Remus, der gerade selbst nach dem Essbesteck gegriffen hatte, sah auf. "Mr. Daudin, ich hab seit dem Ende meiner Schulzeit soviel Ablehnung wegen meinem Problem erfahren, dass ich mich davor hüten werde, gegen irgendwen Vorurteile zu hegen." Zumindest solang sie es nicht verdienen, fügte er bei dem Gedanken an einen gewissen Schulkollegen hinzu.

Dolphine lächelte und selbst das Gesicht Rupert Daudins schien sich ein wenig zu entspannen. Hieß, er sah nur noch aus wie ein griesgrämiger Bär und nicht mehr, wie ein griesgrämiger Bär mit Zahnschmerzen.

Während des nun stillschweigenden Essens, der Eintopf schmeckte Remus hervorragend, verfiel er ins Grübeln. Seine Familie. Er wusste nicht all zu viel über sie. Sein Vater war auf der Irischen Insel geboren worden. Eine kleine Stadt im Norden, die somit in den Herrschaftsbereich von Groß Britannien fiel. Seine Großeltern hatte er nie kennen gelernt. Sie waren früh gestorben und seine eigenen Eltern waren im vergangenen Jahr bei einem Feuer in ihrem kleinen Cottage umgekommen.

Das Haus war bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Es war vermutlich ein Anschlag mit einem unlöschbaren Feuer gewesen. Doch das Ministerium hatte sich nur bedingt darum gekümmert, galten seine Eltern doch als Aussätzige, weil sie ihn nach seinem "Biss" nie verstoßen hatten, wie es die Familienmitglieder mit den Werwölfen normalerweise taten.

Und so langsam dämmerte ihm auch, in welchem Zusammenhang der Name Cian gefallen war. Es war seines Vaters Großvater gewesen. Also sein Urgroßvater. Und wenn schon er ein Werwolf gewesen war, dann hieß das, er war mindestens in der vierten Generation ein geborener Werwolf. Nur über Cian wusste Remus so gut wie nichts. Und er hatte im Moment auch keinen Schimmer, wo er hätte anfangen sollen zu suchen, außer Australien. Nur der Kontinent war auf der anderen Seite der Erde. Und auch ziemlich groß. Ihm blieb also keine andere Wahl, als hier weiter zu forschen. Vielleicht war Mr. Daudin ja bereit, ein wenig mehr zu erzählen und er erfuhr so Dinge, die ihm weiterhalfen.

Und dazu kam, dass sie scheinbar keine Ahnung von der Magischen Welt hatten oder dass die Lupins Zauberer waren. Denn sonst hätte der alte Herr ihn wohl kaum gebeten, so zu tun, als sei er einer. Die Frage war nur, warum sein Urgroßvater nichts gesagt hatte. Dass er ein Magier gewesen war, stand außer Frage. Die Magie kam von seines Vaters Seite. Sie waren nie reinblütig oder vermögend gewesen, aber die Magie war schon immer da gewesen. Entweder ist er nicht mehr dazu gekommen, oder er wollte wenigstens dieses Geheimnis für sich behalten, schloss Remus. Denn längere Zeit mit einem Menschen zusammen leben, hieß auch, dass er erfahren würde, dass man ein Werwolf war. Anders ging es gar nicht, es sei denn, man war ein von anderen Wölfen erzogener Werwolf, der nur darauf bedacht war, so viele wie möglich anzustecken.

Schließlich waren alle mit dem Essen fertig und selbst Dolphine, die eine zweite Portion des Eintopfes mit derselben Begeisterung gegessen hatte, wie ihren ersten Teller, wirkte nun satt. Ihre Augen funkelten vor nur schlecht verhohlener Neugierde, als ihr Großvater schließlich aufstand und damit begann, den Tisch wieder abzuräumen.

Remus entging das Funkeln in den Kinderaugen nicht und er überlegte, was er noch alles zaubern konnte, ohne dass es auffiel, dass er tatsächlich ein Zauberer war. Denn dieses Geheimnis wollte er zumindest noch nicht ausplaudern. Doch seine Manieren geboten es ihm, sich zunächst an Mr. Daudin zu wenden. "Das Essen war köstlich. Vielen Dank für die Einladung."

"Keine Ursache", brummte Rupert zurück, "ist das Mindeste, das ich für die Brut vom alten Cian tun kann."

Dolphine grinste hingegen nur noch breiter, konnte jedoch ein sie plötzlich vereinnahmendes Gähnen nicht mehr unterdrücken und gerade noch rechtzeitig ihre Hand vor den Mund halten. Dennoch waren kurz vier besonders lange und spitze Zähne zu sehen. Je zwei unten und zwei oben.

Großvater meinte daraufhin nur mit einem gutmütigen Schmunzeln: "Leg dich schlafen, Kleine."

Remus konnte beim Anblick der spitzen Zähne in letzter Minute einen Ausruf des Schreckens unterdrücken und es kostete ihn einiges an Selbstbeherrschung, nicht aufzuspringen und fluchtartig das Weite zu suchen.

Um so zu tun, als habe er nichts bemerkt, im Verstellen war er schon immer gut gewesen, lächelte er Dolphine an und meinte: "Dein Großvater hat Recht. Leg dich schlafen. Vielleicht bin ich ja noch da, wenn du wieder wach wirst. Oder ich könnte auch noch mal vorbei kommen, wenn du magst und dein Großvater damit einverstanden ist."

Die Freude, die nun auf dem Gesicht des Mädchens erschien, wirkte fast noch größer, als jene, die sie empfunden hatte, als sie dem Mann bei seinen Zaubern zugesehen hatte. "Darf er wiederkommen? Bitte, Großvater … bitte, bitte, bitte!"

Der Alte verdrehte daraufhin nur die Augen, nickte dann aber mürrisch und ehe seine Enkelin in ein lautes Jubelgeschrei ausbrechen konnte, hielt er die Hand hoch und grummelte ermahnend: "Aber nicht als Zauberer, sondern als Lehrer. Schließlich hast du einiges zum Aufholen." Dann wandte Rupert seinen Blick an den Gast und meinte zu diesem: "Das heißt, wenn Mr. Lupin damit einverstanden ist. Über das Finanzielle können wir uns nach Ihrer ersten Stunde unterhalten."

"Einverstanden. Ich denke, wir werden uns einig werden.", sagte Remus tapfer, nahm sich aber vor, in Erfahrung zu bringen, wo er hier gelandet war. In erster Linie aber, was dieses Kind genau war. Denn die langen Zähne, und die ihm nun wieder einfallende Tatsache, dass sie gerochen und geschmeckt hatte, was er war, machten ihm Sorgen. Große Sorgen.

Hätte sie es gekonnt, wäre sie um den Tisch herumgelaufen und ihrem Großvater und auch ihrem neuen Lehrer um den Hals gefallen. So begnügte sich Dolphine mit einem lauten Jubelschrei und fröhlichem in die Hände Geklatsche.

Rupert hingegen grummelte nur irgendwas von "Kinder …" in seinen nicht vorhandenen Bart hinein und scheuchte das Mädchen schließlich aus dem Esszimmer.

Nicht ganz so elegant wie zuvor auf den Stuhl, gelangte Dolphine wieder von Selbigen herunter auf ihr fahrbares Brett und war wenige Minuten später mit einem weiteren Gähnen verschwunden.

Remus sah dem Mädchen kurz hinterher und beobachtete dann den alten Mann. Er rang mit sich. Einerseits könnte er verschwinden, diese seltsamen Leute verlassen und versuchen herauszubekommen, was sie waren, was Dolphine war, aber tief in seinem Inneren wollte er bleiben. Ein Gefühl sagte ihm, dass ihm nichts geschehen würde. Und er hätte auch gern die Informationen über seinen Urgroßvater.

Remus ließ ein verlegenes Räuspern hören, etwas das höchst selten vorkam, und fragte: "Wäre es zu viel verlangt, wenn sie mir etwas über Cian erzählen würden? Ich muss gestehen, ihre Enkelin hat mich neugierig gemacht, was meine Familie betrifft. Ich war bisher davon ausgegangen, dass ich die erste Generation bin, die ein geborener Werwolf ist. Aber... das scheint nicht der Fall zu sein."

Mit einer unwirschen Geste winkte Rupert ab: "Nicht jetzt, Junge …"

Damit schlurfte auch der Alte aus dem Raum und kam erst einige Minuten später begleitet vom Klacken des schweren Gehstockes, auf den er sich stützte, wieder zurück.

Fast schon bedächtig stellte er ein kleines, durchsichtiges Fläschchen vor seinem Gast auf den Tisch, in dessen Innerem sich eine lilagrüne Flüssigkeit befand. "Davon sollten Sie möglichst bald", sein Blick sagte eher Sofort, "nicht mehr als zwei Tropfen auf ihre Zunge träufeln und das möglichst nach jedem weiteren Besuch."

Ohne auf eine Reaktion oder gewiss kommende Fragen zu warten, trat Rupert nun zur Seite und machte dieselbe scheuchende Handbewegung wie zuvor bei seiner Enkelin. "Und jetzt raus hier. Ich bin fast ebenso müde wie Dolphine. Kommen sie übermorgen früh wieder."

Remus war nun definitiv besorgt. Besorgt um seine eigene Sicherheit. Irgendwas stimmte hier nicht. Ganz gewaltig nicht. Und er hasste es Tränke zu schlucken, die er nicht kannte. Dennoch erhob er sich ebenfalls und nahm behutsam den Flakon in die Hand. "Was... ist das?", fragte er, während er sich langsam zur Tür begab.

Das Gesicht des alten Mannes verdüsterte sich nun nur noch mehr: "Nennen Sie es eine kleine … Rücksicherung, auch wenn ich Ihnen im Interesse von Dolphine nur raten kann, zu tun, was ich Ihnen gesagt habe – und jetzt raus. Ich hasse es, mich zu widerhohlen."

Damit öffnete er mit Schwung die Haustüre und wies nach draußen.

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TBC