Was bisher in LTC geschah:

Blaine studiert in Harvard (13 Std. entfernt von Kurt) & beide haben Probleme mit der Fernbeziehung.

Derek, Kurts Arbeitskollege (der auf ihn steht) versucht Blaine dazu zu bringen sich von Kurt zu trennen, indem er Blaine bei seinem Besuch vorhält, dass er Kurt für Harvard allein gelassen und Vaterprobleme hat.

Kurt, der Derek nicht vollständig durchschaut hat, hält ihn für harmlos und ignoriert Blaines Bitte das Gespräch zu beenden und zu gehen, woraufhin Blaine abhaut.

Im letzten Teil hat Blaine sich Verlobungsringe angesehen und bei Burt um Kurts Hand angehalten.

Kapitel 9.2 Teil 1

Kurt hatte nicht gerade den besten Tag gehabt. Allerdings war es auch nicht gerade die beste Woche gewesen, also was machte das für einen Unterschied? Wenn er sich nicht um seine Beziehung mit Blaine sorgte, sorgte er sich darum Dinge für New York zu kaufen, mit den neuen Anforderungen seines Praktikums klar zu kommen oder die riesen Menge an Collegekram in einer guten Zeit zu schaffen (ha). Sie mussten so nahe am Abschluss kaum noch etwas abgegeben, aber sie mussten die Senior Modenshow vorbereiten, was zweifelsohne all ihre freie Zeit in Anspruch nahm. Es war nicht so als ob Kurt es nicht gerne tun würde. Er mochte – liebte es. Es war allerdings schwierig im Moment überhaupt etwas zu tun.

Er fuhr in die Auffahrt und stieg aus dem Auto. Es hatte lange genug gedauert alle Zwischenprüfungsportfolios abzugeben und durch zu sehen, dass es nach Melodys Schlafenszeit war als er nach Hause kam und er war nicht gerade traurig darüber. Er war nicht in der Stimmung zu lächeln und lachen und so zu tun als ob sein Herz nicht jeden Tag mehr brach – jede Stunde. Er wollte hoch gehen, duschen, etwas essen und dann ins Bett gehen – ohne mit Blaine zu reden. Immer ohne mit Blaine zu reden.

„Der Verkehr war absolut schrecklich, Dad.", verkündete Kurt als er das Haus betrat, seine Tasche auf die Couch werfend. „Und es hat ewig gedauert, weil irgendein Mädchen nicht wusste wie man eine Präsentation abgibt und der Professor es sie wirklich noch einmal hat versuchen lassen. Wird sie es in der echten Welt noch einmal versuchen können? Ich denke nicht."

„Oh?", fragte Blaine von der Couch wo er saß, anscheinend von Kurt nicht bemerkt.

„Ja. Ernsthaft ich weiß nicht was das Mädchen sich denkt wie sie-." Kurt brach mitten ihm Satz ab und drehte sich langsam zurück zur Couch. Seine Augen weiteten sich geschockt. Blaine. Hier. Blaine. Ist. Hier. „BLAINE!", schrie er, rannte zu Blaine und schmiss seine Arme um ihn, in der komischsten Position, aber es war egal, weil Blaine hier war und wunderschön und hier.

„Hey!", grinste Blaine und umarmte Kurt fest. „Ich habe mich gefragt ob du es überhaupt bemerkst. Du bist einfach an mir vorbei gelaufen!"

„Was machst du hier? Nein, es interessiert mich nicht! Ich kann nicht glauben, dass du hier bist!" Kurt löste sich und küsste ihn hart auf den Mund. Wie konnte das sein? Er hatte am Abend vorher vier Stunden damit verbracht über sie zu weinen und Blaine tauchte auf und es war einfach so als würde nichts mehr wichtig sein? Als ob er nie gegangen wäre oder so? Wie machte Blaine Anderson das?

„Ich weiß! Ich kann auch nicht glauben, dass ich hier bin!", sagte Blaine, etwas außer Atem nachdem er sich aus dem Kuss löste. Er stellte Kurt, der seine Beine irgendwann um Blaines Hüfte geschlungen hatte, auf den Boden damit er wieder stehen konnte.

„Warum bist du hier?", fragte Kurt ebenfalls etwas außer Atem.

„Ich dachte es interessiert dich nicht.", neckte Blaine, löste sich und ergriff seine Hand.

„Nun, ich habe meine Meinung geändert." Kurt küsste ihn wieder. „Warum bist du hier?"

„Ich wollte dich überraschen.", sagte Blaine und es war keine komplette Lüge. Die echte Überraschung würde bloß später folgen. „Ich wollte dich lachen sehen. Du klangst so traurig als wir das letzte Mal telefoniert haben."

„Nun, du hast mich überrascht und zum Lachen gebracht.", strahlte Kurt und entschied nicht darauf einzugehen, dass Blaine bemerkt hatte, dass er traurig war. Allerdings kannte Blaine ihn. Natürlich würde er bemerken wie traurig Kurt war ohne dass dieser es ihm sagte. Zu schade, dass er es nicht früher bemerkt hatte… Kurt schob den Gedanken von sich. Er musste glücklich sein, weil Blaine hier war!

Blaine küsste ihn. „Wie ist deine Zwischenprüfungspräsentation gelaufen? Außer dem idiotischen Mädchen."

„Ich denke es lief gut. Sie schienen es wirklich zu mögen." Kurt verschränkte seine Hand mit Blaines. „Wie ist Harvard? Wie ist die Präsentation am Montag gelaufen?"

„Gut.", lächelte Blaine.

„Wann bist du angekommen?", fragte Kurt, duselig aussehend.

„Zur Mittagszeit."

„Warst du den ganzen Tag alleine hier?", runzelte Kurt die Stirn.

„Nein. Ich habe mit Burt zu Mittag gegessen und dann in der Werksatt gewartet bis er gegangen ist. Wir haben viel geredet, fern gesehen." Blaine zuckte mit den Schultern. „Und dann bin ich mit Carole und Melody einkaufen gewesen… das war definitiv ein… Abenteuer."

„Ich habe dich gewarnt, Schatz.", sagte Carole mit einem Wäschekorb von Melody durchs Zimmer kommend. „Kurt, Süßer, hi."

„Hey." Kurt lächelte und winkte. Als Carole den Flur hinunter ging, sah er zurück zu Blaine. „Bis wann bist du hier?"

„Ich muss morgen Nachmittag zurück." Blaine lächelte traurig.

„Das ist okay! Ich freue mich bloß dich zu sehen!" Kurt schlang seine Arme um Blaine und legte sein Gesicht an seinen Hals. Er war wirklich froh Blaine zu sehen.

„Ich liebe dich so sehr.", wisperte Blaine in sein Ohr.

„Ich liebe dich auch." Kurt küsste mehrere Male Blaines Wange, dieses Mal Freudentränen weinen wollend. „Ich kann nicht glauben, dass du hier bist. Oh mein Gott. Du bist hier."

„Ich kann es irgendwie auch nicht." Blaine lachte bevor er Kurt wieder küsste.

„Hast du Hunger? Wir können essen gehen.", fragte Kurt.

„Wie wäre es mit etwas holen?", fragte Blaine. „Besser noch Lieferservice?"

„Gute Idee. Wenn es ums Essen gehen geht, sind wir in letzter Zeit irgendwie verflucht.", scherzte Kurt. „Chinesisch?"

„Oh Gott. Ich hatte seit Oktober kein Chinesisch mehr.", stöhnte Blaine. „Ja, bitte."

„Lass mich mich umziehen und dann suchen wir die Karte und bestellen." Kurt küsste Blaine schnell, lächelte schwindelig und rannte die Treppe hinauf.

`Ich treffe die richtige Entscheidung´, dachte Blaine und zog sein Handy hervor. `Ich denke ich tue es wirklich.´

Er tippte eine kurze SMS.

`Er hat ja gesagt,´ schrieb Blaine Wes eifrig später am Abend als Kurt sich im Badezimmer fürs Bett fertig machte.

`DU HAST KURT EINEN ANTRAG GEMACHT? BLAINE! WAS?´, antwortete Wes innerhalb von zwei Sekunden.

`Nein. Burt hat ja gesagt. Er hat mir die Erlaubnis gegeben.´

Blaine Handy vibrierte vier Mal hintereinander und Blaine ging zurück zu seinen Nachrichten.

`Oh.´

`Aschloch.´

`Warum warst du nicht genauer?´

`Natürlich hat er das. Kurts ganze Familie ist praktisch in dich verliebt.´, antwortete Wes fast augenblicklich.

Blaine atmete tief aus und kicherte nervös.

Er hatte Burt um Erlaubnis gefragt Kurt einen Antrag zu machen.

Er könnte morgen zu einem Laden gehen, nach Hause kommen und ihn fragen bevor er am Nachmittag zur Harvard zurück musste. Nicht, dass er es jemals so machen würde. Wenn er Kurt einen Antrag machte, musste es perfekt sein. Absolut perfekt. Kurt würde nichts anderes akzeptieren.

Okay. Er übertrieb. Er wusste, dass Kurt auch wenn er nur selber Essen kochen würde, es dennoch süß finden würde... aber dennoch. Kurt verdiente mehr und wenn er es tat, würde er es richtig tun. Kurt verdiente es.

`Du musst nichts tun wozu du nicht bereit bist, Blainers. Wenn er der eine ist, wird er warten´, schickte Wes als er keine Antwort bekam.

`Ich weiß´, antwortete Blaine und sah auf als Kurt hereinkam. Er schloss schnell sein Handy bevor Kurt es sehen konnte. „Alles sauber?"

„Bin ich.", lächelte Kurt und ließ sich neben ihn aufs Bett fallen.

Es gab ein kurzes Klopfen an der Tür und dann flog sie auf. „Kurt!"

Kurt winkte. „Hey, Mellie. Ist es nicht nach deiner Schlafenszeit?"

„Uh huh!" Melody sprang auf Kurts Bett und sah zu Blaine, kichernd und dann winkend.

„Hey, Goldstück.", lächelte Blaine und kitzelte ihre kleinen Zehen.

„Hiii.", kicherte Melody wieder und zwängte sich dann zwischen sie beide.

Kurt rollte mit den Augen, noch immer lächelnd. „Miss Melody, du kannst heute Nacht nicht in meinem Bett schlafen."

„Aww, Mist." Melody streckte ihre Unterlippe vor und küsste Kurts Wange. „Nacht, Kurt!"

„Gute Nacht. Liebe dich." Kurt küsste ihr Haar.

„Bekomme ich keinen?", wimmerte Blaine.

Melody gab ihm einen lauten Kuss auf die Wange. „Natürlich, Dummi."

„Sie hat zu viel Zeit mir dir verbracht." Kurt rollte mit den Augen. „Und du bist nicht einmal hier."

Blaine grinste. „Was kann ich sagen? Große Geister denken gleich."

Melody küsste wieder seine Wangen bevor sie aus dem Zimmer ging.

„Abendritual?", fragte Blaine und sein Grinsen wurde zu einem kleinen Lächeln.

„Abendritual.", nickte Kurt.

„Nun ich finde es süß." Blaine stieß ihn an.

Kurt lehnte sich gegen ihn und seufzte zufrieden. „Heute Abend war perfekt… was etwas aussagt, wenn man bedenkt, dass ich drei Zwischenprüfungen bis heute fällig hatte."

„Ich fand es auch perfekt." Blaine sah auf ihn hinunter.

Kurt kuschelte sich lächelnd an seinen Arm. „Das ist es was ich wollte… wie sich mein Besuch in Boston anfühlen würde. So habe ich mich seit letztem Jahr nicht gefühlt. Es ist schön."

„Es tut mir Leid, dass wir nicht näher beieinander sind.", wisperte Blaine und strich seine Finger durch Kurts Haar, das nur etwas feucht war.

„Mir auch.", seufzte Kurt ein wenig und gähnte dann, sich gegen Blaine zusammen rollend. „Es tut mir noch mehr Leid, dass ich gesagt habe, dass ich es bereut habe zu dir zu kommen. Blaine, ich…"

„Nein. Es ist okay.", unterbrach Blaine. „Du… du hast mir irgendwie Angst gemacht. Ich will dir nicht das Gefühl geben als ob ich mich nicht für dich interessiere… Ich interessiere mich mehr als ich ausdrücken kann, Kurt. Wir wissen beide, dass ich nicht der beste darin bin darüber zu sprechen wie ich mich fühle, aber… Ich liebe dich so sehr. Ich könnte niemals etwas oder jemanden mehr lieben."

Kurt reichte hinauf und strich durch Blaines Locken.

`Das bringt mich um´, dachte Kurt.

Blaine drückte ihre Stirnen aneinander und küsste ihn sanft.

„Aber bist du dir sicher, dass du nicht aufgebracht deswegen bist?", fragte Kurt bevor er ihn schnell wieder küsste.

„Ich bin mir sicher.", versprach Blaine. „Ich möchte nur, dass wir glücklich sind."

„Nun wir sind jetzt glücklich.", lächelte Kurt. `Aber für wie lange? Eine Stunde? Nur für die Nacht?´

„Wäre es zu Klischeehaft zu sagen, dass ich auf ein glückliches Happy End hoffe?", fragte Blaine neckend.

„Mmmh, ich weiß es nicht. Bist du mein Prinz Charming?"

„Würde dich das zur Prinzessin machen?", grinste Blaine.

Kurt griff herunter und schlug seinen Hintern.

Blaine wackelte mit dem Hintern, das Grinsen verließ sein Gesicht nicht. „Vermisst du meinen Hintern, wenn ich in Massachusetts bin, Kurt?"

„Nicht so sehr wie du meinen vermisst.", scherzte Kurt.

„Da kann ich nicht widersprechen." Blaine legte sich flach auf den Rücken und zog Kurt auf seine Brust. „Weil ich deine Hintern liebe."

Kurt kicherte ein wenig und beugte sich hinunter um ihn zu küssen. „Wenn du still bist, lasse ich dich ihn vielleicht anfassen."

Blaine schnappte nach Luft, seine Augen weiteten sich. „Du meinst ich darf deinen Hintern anfassen?"

Kurt rollte mit den Augen. „Unter der Bedingung, dass du nicht herumläufst und die nächsten zwei Wochen sagst `Ich habe den Hintern berührt´, vielleicht."

„Das nimmt fast den ganzen Spaß aus der Sache.", schmollte Blaine. „Fast."

„Irgendwie denke ich, dass du es schaffen wirst weiter zu leben.", schnaubte Kurt. „Sollen wir aufstehen und Chinesisch bestellen?"

„Es gibt etwas was ich vorher machen möchte.", grinste Blaine und öffnete Kurts Schlafanzughosenkordel.

„Natürlich gibt es das.", kicherte Kurt ein wenig und knöpfte Blaines Oberteil auf. Vielleicht war Sex haben nicht die beste Idee, wenn Kurt die letzten Wochen mit über sie weinen verbracht hatte, aber vielleicht war Kurt in letzter Zeit eh nicht voller guter Ideen.

***LTC***

Spoiler

„Du kannst Oreo zurück haben, wenn du bleibst." Melody sah ihn mit großen Augen an.