AN: Eh. Dieses Kapitel zu schreiben war für mich herzzerreißend. Es war bis jetzt das herrausforderndste und das, welches mir am meisten Spaß gemacht hat. Die Liedtexte in den Erinnerungen gehören TLC, „Das Da Way We Like 'Em"... 1992.
Äh. Ich habe eine Menge Musik angehört und hatte Schlafstörungen, während ich das hier geschrieben habe.
Bitte, bitte reviewt. Ich will wissen, was ihr darüber denkt.
"I'm just having
thoughts of
Marianne."
-TORI AMOS
"What if I had a thing on the side
Made you cry
Would the rules change up or
would they still apply
if I played you liked a toy?
Sometimes I wish I could act like a boy."
-CIARA
"Testosterone boys and harlequin girls
Won't you dance to this beat and hold a lover close?
Let's get these teen hearts beating faster."
-PANIC!AT THE DISCO
Kapitel Einundzwanzig: Don't Follow Me Down, Dinah
Er stürzte ins Haus und verschloss keuchend die Eingangstür.
Alle drei Erwachsenen starrten in die Diele.
„DUDDY?", kreischte Mum und rannte auf ihn zu. „Du bist bleich wie der Tod – wo bist du hingegangen – was ist passiert?"
„Ich mache eine Kanne Tee", nickte Yvonne, die aussah, als wäre sie am Wein gewesen.
Vernon verzog das Gesicht. „Was soll das alles?", wollte er wissen. „Erst schnarcht Piers auf der Couch, als würde er hier wohnen – was ist los, Petunia? Was stimmt nicht mit dem Jungen?"
„Gah", protestierte Dudley, der Petunia tätschelte, die wie wild sein Haar streichelte, als läge er auf dem Totenbett. „Draußen ist es kalt, Mum, 's alles." Er schob sie beiseite, allerdings sanft.
„Wo warst du, Diddydums?", fragte sie.
„Ich hab' Clarice nach Hause gebracht", sagte er beiläufig.
Petunias Augen schienen feucht zu werden. „Das hast du? Das hast du! Yvonne, hast du das gehört? Mein Junge hat Clarice nach Hause gebracht – was für ein perfekter kleiner Gentleman!"
„Aber natürlich!", sagte Vernon schroff. „Der Junge ist gut erzogen!"
Dudley fühlte sich, als wäre er gerade von einer sehr heftigen Mission zurückgekommen. Er seufzte. „Ja, tja, alles ist okay", und zog mit einer dramatischen Bewegung seine Stiefel aus. Er fühlte sich stolz, dass er über die Dementoiden bescheid gewusst und Clarice gerettet hatte, obwohl sie nichts davon wusste.
Er schaute ins Wohnzimmer, wo Piers noch immer pennte, mit einem Arm über der Kante der Couch und offen hängendem Mund. Dudley grinste – es hätte auch vor zehn Jahren sein können – und ging nach oben, um sich einen Schlafanzug anzuziehen.
„Komm her, Dudley, ich habe eine Kanne Tee gemacht", rief Yvonne.
Widerwillig schlurfte er zurück nach unten. Er mochte Yvonne schon, wenn auch nur, weil sie Petunias einzige Konstante war. Selbst dann verurteilte Petunia sie hart hinter ihrem Rücken. Aber trotzdem, sie war seit der Oberschule bei Petunia hängen geblieben. „Hey", grüßte er mit leiser Stimme, als sie ihm Tee eingoss.
„Ich denke, du hast deine Mum zum Weinen gebracht, Dudders, so stolz ist sie auf dich", sagte Yvonne torkelig. Und tatsächlich standen da leere Weingläser auf dem Abtropfgestell. „Das sind wir alle."
„Jah", sagte Dudley, „danke." Er fügte Sahne und Zucker hinzu und schnappte sich einen Schokoladenkeks, als er daran dachte, was Harry letztes Mal über die Dementoren gesagt hatte.
„So stolz", lächelte sie. „Du hast dich gut gemacht."
Dudley nickte gelangweilt und machte sich daran zu gehen, als sie fortfuhr:
„Ich habe mir eine Zeit lang Sorgen gemacht."
Umgehend drehte er sich um. „Warum?", fragte er sofort.
„Am Anfang warst du niedlich, sicher", sagte sie, „aber dann bist du ein bischen abgebrüht geworden. Ja, aber temperamentvoll, ein richtiger Bestimmer wie Petunia!" Sie lachte und lehnte sich an die Theke, mit glitzerndem Verlobungsring.
Dudley war geschockt. Nicht einmal hatte irgendjemand zu ihm gesagt, er sei wie seine Mutter. Ihm wurde früher ständig gesagt, er sei wie Vernon, aber jetzt fühlte er sich keinem der beiden ähnlich. Er hatte niemals auch nur in Betracht gezogen, wie seine Mutter zu sein – sie war organisiert, sauber, vernarrt, eine Perfektionistin. Dudley fühlte sich in jeder Art und Weise wie ihr Gegenteil.
„Warum?", stocherte er.
Aber scheinbar scheifte Yvonne vom Thema ab. „Verwöhnt auch, aber welches Kind ist das nicht? Mehr Tee, Dudders?"
Dudley schüttelte schnell den Kopf. „Ich bin wie Mum?"
„Du bist ein guter Junge", sagte sie mit einem Lächeln, „vergiss das nicht."
'Wie hieß dieses Ding, vor dem du uns gerettet hast?', fragte Clarice atemlos und schob sich eine Strähne hinter ihr Ohr. Es scheinte stark und war eiskalt. Sie hatte jedoch aus irgendeinem Grund ein weißes Unterhemd an und sonst kaum etwas. Ihre Nippel verhärteten sich unter ihrem Oberteil.
'Oh, du weißt schon. Ein Dementoid', sagte Dudley, der seine Muskeln spielen ließ.
Dudley hielt inne, um nachzudenken. Das hörte sich immer noch nicht richtig an. 'Naja.'
'Es saugt das Glücklichsein aus dir 'raus. Was soll's. Jetzt is' es weg. Und ich hab noch nich' mal Zauberei benutzt.'
'Nun, das liegt daran, dass du stark bist.'
… Moment. Clarice würde so etwas nicht sagen. 'Naja.'
'Danke, Dudley', sagte sie süß und streckte sich, um ihm wieder die Arme um den Hals zu legen. Er konnte ihr Haar riechen. Er blickte zu ihr hinab, um sie zu küssen.
Aber stattdessen war es Sarah. Sie drückte ihre Hüfte an seine Leiste und rieb sich an ihm. 'Kann ich deine Muskeln anfassen?', fragte sie. 'Ich mag starke Jungs', sagte sie.
Dudley drehte sich um. 'Scheiße.'
'Du bist nicht gemein', sagte Clarice, dann küsste sie ihn auf der Couch.
'Du hast das echt nicht so gemeint', sagte Sarah, machte es sich in seinem Schoß gemütlich. Dann trug sie einen Minirock und keine Höschen, als sie auf dem Bett bei Damien lag. 'Komm schon, Big D. Wir müssen kein Kondom nehmen...'
Dudley stöhnte und rutschte erneut herum, als seine Decke über seinen gespreizten Beinen ein Zelt bildete. 'Toll gemacht, mir den Moment zu vesauen, du Schlampe', dachte er, aber das Gefühl von der Sarah aus seiner Vorstellung war so schön und heftig, dass er es nicht abschütteln konnte.
Sarah erinnerte ihn an den Teil von ihm, den er aufgebaut hatte. Er hasste den alten Dudley nicht, aber er war jetzt anders – oder, wie Clarice gesagt hatte, er war jetzt mehr wie er selbst. Er wand sich bei dem Gedanken, was Clarice denken würde, wenn sie wüsste, dass er Sarah im Park in den Kies geprügelt hatte. Er war betrunken gewesen, aber es machte ihm ein bisschen Angst, wozu er fähig war. Er hoffte, dass er das nie wieder tun würde – das war nicht die Art von Kerl, die er sein wollte. Er hatte zu viel Zeit damit verbracht zu konfrontieren, sich seinen Freunden zu beweisen und er hatte nicht einmal bemerkt, dass er sein Leben vergeudete.
Er starrte die Decke an, die weiß über ihm hing. Clarice glaubte vollkommen daran, dass er kein wahrhaft schlechter Mensch war. Aber tat er das auch? Er konnte es nicht sagen. Er hatte nie gedacht, dass er zu schlimm war, bis diese Dementoiden aufgetaucht sind und dann war die Sache mit Sarah passiert und Piers und seine Gang und sein Gewicht – Dudley seufzte in sein Kissen. 'Überrascht, dass ich mich letztes Jahr nicht kalt gemacht hab', dachte er halb belustigt, halb besorgt, aber der Gedanke war ihm nie in den Sinn gekommen. Dudley schien sich durch alle Ereignisse zu schuften, ohne sie vernünftig zu ergründen und er war sich nicht sicher, ob das eine positive oder eine negative Sache war.
Heute Abend wieder eine kleine Begegnung mit den Dementoren gehabt zu haben, ließ Dudley wieder an all die Erinnerungen der vergangenen Jahre denken. 'Wer war ich?', dachte er ständig. Er hatte heute Nacht ein bisschen Hilfe bekommen, obwohl er sich kaum in Mum sehen konnte.
'Was war die erste schlechte Sache, die gemacht hab?', fragte sich Dudley. Er versuchte, sich seine frühesten Gedanken, seine frühesten Taten wiederzuerzählen. Das erste war nicht unbedingt etwas, das er getan hatte, um böse zu sein. Er konnte sich daran erinnern, mit mindestens zwei Jahren eine halbe Treppe hinuntergefallen zu sein. Er erinnerte sich daran, stundenlang geschrien zu haben und dass Petunia ihn genauso lange umarmt hatte. Er erinnerte sich daran, dass sie Daddy bei der Arbeit angerufen und geweint hatte, als ob sie etwas falsch gemacht hatte. Als ob es ihre Schuld gewesen wäre.
Er drehte sich um. Dieser Gedanke machte ihn aus irgendeinem Grund sehr traurig. Das nächste, woran er sich erinnern konnte, war als Harry eines Morgens aufgetaucht war. Eigentlich hatte er mehr über diesen Tag gehört, als dass er sich erinnern konnte, aber trotzdem, er wusste noch, dass er von der Idee eines anderen Menschen, der ungefähr so groß war wie er, fasziniert gewesen war. Am Anfang war Harry eine Quelle der Unterhaltung gewesen, so etwas wie ein Spielzeug, das man pieksen und stupsen kann. Aber als Harry nicht weg ging und Mum ihm auch Aufmerksamkeit schenken musste, wusste Dudley, dass es ernst war. Das war der Zeitpunkt, an dem er begann Harry zu verabscheuen. Da Petunia und Onkel Vernon so oft 'nein' zu Harry sagten, fing Dudley immer an, „Nein!" zu schreien, wenn er seinen Cousin sah, immer wenn Harry versuchte, mit ihm zu spielen, „Nein!". Sobald die Jungs ungefähr vier oder fünf Jahre alt waren, begannen Mum und Dad damit, das Essen in Rationen herauszugeben.
Dudley erinnerte sich, dass er Harry beweisen wollte, dass er der Liebling war und um es ihm zu zeigen, aß er doppelt, dreimal so viel wie das, was Harry essen konnte, nur weil ihm nicht mehr erlaubt wurde. Selbst wenn er nicht hungrig war. Mit einem Stich fragte sich Dudley, ob dort seine „Gesundheitsprobleme" angefangen hatten.
Dann kam ihm eine Erinnerung von ein paar Jahren später. Dudley schreckte bereits beim Gedanken daran zurück, doch es war zu spät. Es war, als würde er einen Film ansehen – so gut kannte er sie.
...
„Nein", sagte Dudley gerade, „Ich hasse die Lehrerin sowieso." Harry verzog das Gesicht, als er Dudley dabei zusah, wie er eine zweite Portion Pfannkuchen und Eier hinunterschlang; Dudley erinnerte sich entfernt daran, an diesem Tag nicht hungrig gewesen zu sein. Er hatte sich nur aus Gewohnheit vollgestopft, da Harry nur eine Portion haben konnte.
„Ich werde anrufen und ihr sagen, dass sie einfach zu viele Hausaufgaben aufgibt", sagte Petunia über ihren Kaffee hinweg, „du bist erst acht, Duddy, man sollte nicht erwarten, dass du jeden Tag so viel tust."
„Es ist dumm", fügte Dudley mit vollem Mund hinzu, als er mit der Hand ein Würstchen packte. Er aß es wild und leckte sich die Finger. Sein Magen grummelte schmerzhaft. Er ignorierte das Gefühl und trank seine Milch.
Immer noch angewidert aussehend, wandte Harry sich an Mum. „Tante Petunia, ich denke, die Lehrerin macht ihre Arbeit okay-"
„Nun, dich hat niemand gefragt. Außerdem hast du nichts besseres zu tun, als deine Hausaufgaben zu machen", sagte Petunia schrill.
Dudley lachte Harry aus und Harry funkelte ihn an.
„Ich hätte eigentlich lieber mehr Hausaufgaben", sagte Harry in einem fröhlichen Tonfall. „Mir gefällt, was wir lernen."
„Absurd", sagte Petunia, „wie seltsam – kein Kind würde bei klarem Verstand mehr Hausaufgaben wollen-"
„Aber ich habe Langeweile, Tante Petunia, und ich-"
„Wie kannst du es wagen", fauchte Petunia barsch.
Dudleys Bauch begann richtig wehzutun, aber er konnte nicht damit aufhören zu essen. Es war, als ob der Klang seines eigenen Kauens sowohl Mums als auch Harrys Stimme übertönen könnte. Er stopfte sich den Mund voller Pfannkuchen und schluckte hart. Er fühlte sich, als könnte er platzen, also trank er seine Milch mit einem harten Schluck aus. Er hielt inne und rülpste, dann zuckte er zusammen und massierte sich den dicken Bauch. Trotzdem griff er nach einem weiteren Würstchen.
„Was für ein guter kleiner Esser", lächelte Petunia.
Mittlerweile hatte sich Dad dem Streit angeschlossen, aber Dad hatte eine andere Herangehensweise. „HÖR' MIT DEINEM MUMPITZ AUF, JUNGE!", schrie er von der Tür aus.
„Alles was ich wollte, waren mehr Hausaufgaben", zuckte Harry die Schultern und blickte die zwei Erwachsenen an, als wären sie wahnsinnig.
„Du hast gehört, was Mami gesagt hat", sagte Dudley schließlich, „keiner mag Hausaufgaben." Er jedenfalls bestimmt nicht. Er mochte gar nichts, was seine Spielzeit unterbrach, oder was er nicht verstand. Er konnte die Schule nicht gebrauchen. Er fand sie mal okay, aber nicht jetzt. Er war immer dicker gewesen, als die anderen Kinder, aber seit diesem Jahr fingen sie an, sich über sein Übergewicht lustig zu machen. Er hasste die anderen Kinder in der Schule, außer seiner Gang, und das einzige, was Spaß machte, war Leute zu verprügeln. Er nahm einen weiteren Bissen von seinem Pfannkuchen und biss sich auf die Lippe, als er fühlte, dass sein Bauch zu voll war und zwar nicht auf nahrhafte Weise. Nachdem er seine inzwischen dritte Portion Frühstück aufaß, legte er endlich die Gabel hin. „Ich fühl mich nicht gut", verkündete er.
„Bring dich lieber in Form!", schrie Vernon Harry an und seine Augen bekamen dieses verrückte Aussehen. Jeder in der Familie wusste wegzuschauen, wenn er das tat. „Und kämm' dir die Haare; die sehen schrecklich aus! Niemand wird dich ernst nehmen! Wie glaubst du wohl, habe ich einen so angesehenen Beruf bekommen? Nicht dadurch, verrücktes Haar zu haben, das sag' ich dir!"
Die Übelkeit fühlend, hielt sich Dudley den Bauch und rieb ihn. „Ich fühl mich nicht gut", wiederholte er, diesmal lauter. Er stöhnte leise.
Petunia tätschelte seinen Arm, als sie seine Gesten anscheinend als Bedürfnis nach mehr Frühstück ansah. „Hast du noch Hunger, Diddydums? Du bist ein Junge im Wachstum, weißt du-", lächelte sie und tischte ihm mehr Eier auf, aber ihre Augen waren die ganze Zeit auf Harry fixiert, als ob sie ihn dazu herausfordern würde, noch ein lächerliches Kommentar darüber zu machen, Hausaufgaben zu mögen.
Dudley zog eine Schnute. „Nein Mammi, ich kann nicht- ich fühl mich echt nicht gut, es tut weh-"
„Oh je – Vernon, sieh dir Dudders an, er sieht krank aus", flüsterte Petunia mit schockierter Stimme, als sie endlich Dudleys Gesichtsausdruck beachtete. „Das reicht – du gehst heute nicht zur Schule-"
„Darf ich bitte aufstehen?", fragte Harry gedrängt.
„Wahrscheinlich das Beste, Petunia", nickte Vernon, der seine Krawatte geradezog. „Ich muss los, aber ruf' mich beim Abendessen an und lass mich wissen, wie es ihm geht." Er tätschelte Dudleys Kopf, als er die Küche verließ.
Harry musste gegangen sein, da er weg war.
„Mein armes Baby", sagte Petunia süß, als sie aufstand, „wir sollten dich hinauf ins Bettchen bringen und dann kannst du dich ausruhen-"
„Ich – ich will Fernseh' schauen!", schaffte Dudley es, zu jammern; ein Tag im Bett hörte sich nicht besonders lustig an.
„Nun, wir werden einfach den extra Fernseher in dein Zimmer stellen – das wollten wir schon lange machen-"
Dudleys Magen grummelte und er gab einen weiteren Rülpser von sich. Er konnte spüren, wie all das Essen, das er verschlungen hatte, zu seiner Kehle aufstieg. Er wimmerte und versuchte aufzustehen, da er wusste, dass er zum Badezimmer gelangen musste und zwar bald. „Mammi, ich glaub'-"
„Du kannst dir gleich wieder deinen Schlafanzug anziehen und-"
„MAMMI!", sagte Dudley drängend. „Ich glaub ich muss-" An diesem Punkt erbrach er alles, genau dort am Tisch.
...
Der sechzehnjährige Dudley zuckte zusammen. Er wünschte, es wäre nicht wirklich so gewesen – er konnte sich daran erinnern, sich angeekelt und zum Bersten voll gefühlt zu haben – und wenn er zurückdachte, musste er auch ekelhaft ausgesehen haben. Widerlich. Um Aufmerksamkeit wetteifernd, sicherstellend, dass er alles hatte, was Harry nicht hatte und sich selbst dabei krank machend. Er konnte sich an mindestens zehn andere Begebenheiten erinnern, die sich genauso wie diese abgespielt hatten: Zwei als er sieben war, mehrere mit neun Jahren, eine als er zwölf war – der einzige Unterschied war, dass seine Kapazität für Essen zugenommen hatte, als er älter und größer wurde und er aufgehört hatte, sich zu übergeben – jedenfalls nicht mehr so oft.
Eigentlich war das erste Mal, das er sich seit er klein war körperlich krank gefühlt hatte, letzten Sommer gewesen, von Mum's Steak- und Nierenbraten. Mum und Dad hatten das unbändige Essen nicht nur erlaubt, sondern es auch unterstützt. Wenn Dudley nach Smeltings aufbrach, ließ Mum ihn sich besonders vollfressen. Sie mochte die Tatsache nicht, dass Smeltings ihm nicht erlaubte, so viel zu essen, wie er „benötigte".
Grundschule. Dudley seufzte beim bloßen Gedanken daran.
...
Er und Piers, Malcom, Gordan und Dennis saßen in der Pause vor dem Klettergerüst, reichten eine Tüte Chips herum, leckten sich die Finger ab und lachten die spielenden Kinder aus. Früher waren sie oben auf dem Gerüst gesessen, aber jetzt strengte es Dudley zu sehr an hinauf zu klettern. Er war bei Weitem der größte und schwerste, aber Dennis war auch groß und Malcom und Gordon waren korpulent und nur ein bisschen dünner als Dudley.
Es war im selben Jahr wie die vorige Erinnerung.
„Dudley Dursley kann kaum durch die Tür laufen", sagte ein Junge, der ein paar Jahre älter war als Dudley und der Thomas hieß.
Die jüngeren Jungs sahen einander an – normalerweise verprügelten sie Leute, die solche Kommentare machten (und nicht viele Leute wagten das), aber auf keinen Fall würden sie einen Zehnjährigen drankriegen.
„Was willst du schon machen, Dursley? Mich schlagen? Wie du's mit meinem kleinen Bruder getan hast? Er ist sechs! Ganz schön cool, Dursley!"
Mittlerweile hatte sich ein kleines Publikum angesammelt. Die Gang stellte entsetzt fest, dass diese Gruppe hauptsächlich aus Opfern aus ihrer Klasse bestand. Harry stand abseits und sah belustigt aus.
„Ein fettes Schwein, mehr bist du nicht!", sagte Thomas. „Ihr alle! Dumm und fett!" Er funkelte sie alle nacheinander böse an und hielt dann inne. „Naja, Polkiss, du bist nur dumm."
Dudley versuchte hart auszusehen. Die anderen Kinder lachten, wahrscheinlich begeistert, dass zur Abwechslung einmal jemand auf Dudleys Gang herumhackte. Dudley konnte auch Harry kichern sehen.
„Wirst du mich jetzt schlagen, Dursley? Komm schon, beweg deinen fetten Arsch und schlag mich!"
„Halt die Klappe", sagte Piers plötzlich mit schriller Stimme, „du bist dumm-"
„Schh!", flüsterte Malcom und boxte ihn.
„Alles ein Haufen dummer Blödmänner", lachte Thomas gemein und lief davon.
Die kleine Menge von Zuschauern lachte auch, bis ihnen klar wurde, dass jetzt nichts mehr zwischen ihnen und Dudley stand. Sobald Thomas außer Sichtweite war, blickte Dudley bedrohlich.
„Findest das lustig?", fragte er und sah direkt zu Harry.
„Jah! Was ist so lustig?", schrie Dennis mit irren Augen. „Was ist so lustig, hä?" Einer nach dem anderen stand die Gang auf und die Kinder wichen zurück.
„Lacht noch einmal und ich bring euch um", drohte Dudley finster, während seine blauen Augen in Harrys grüne starrten.
Nach der Schule strömten die Schüler aus dem Gebäube und Piers und Dudley liefen wie gewöhnlich zu der Zementstatue, wo sie Harry trafen, um mit ihm nach Hause zu laufen. Aber er war nicht da. Gleichgültig begannen Piers und Dudley weiterzulaufen, als sie bemerkten, dass Harry nur ein paar Schritte vor ihnen war – er musste versucht haben, einen Vorsprung zu bekommen.
„Potter?", schrie Piers mit seinem Markenzeichen, dem Kichern, das Furcht in den Herzen der Nachbarskinder auslöste.
Harry drehte sich um.
Dudley zeigte mit seinem plumpen Finger auf Harry. „Hol' ihn, Piers", befahl er.
Piers grinste, Harrys Augen weiteten sich und die beiden sprinteten los. Piers war immer derjenige, der die Opfer einfing, weil Dudley überhaupt nicht schnell rennen konnte. Harry war schnell, aber an diesem Tag hatte Piers Glück und schleppte Harry am Kragen gepackt zurück. „Bitteschön, Dudley", sagte er und schubste Harry Dudley in die Arme.
„Fandest du das lustig?", fragte Dudley, zog Harrys Arme hinter seinen Rücken und ihn selbst, der sich abkämpfte, zum Gehsteig.
„Nein!", erwiderte Harry außer Atem.
Piers packte Harrys Hände und hielt sie an das Zement gepresst, als Dudley anfing, Harrys Nase einzuschlagen. Diese dumme Brille fiel zu Boden
„Willst du was sagen?", blaffte Dudley und wuchtete seine Faust in Harrys Gesicht.
„Nein", wiederholte Harry, viel zu ruhig für Dudleys Geschmack. „Nein, Dudley-"
Dudley stieß seinen kleinen Cousin auf die Pflastersteine hinunter und wischte sich die Stirn. „Okay, Piers, gehen wir." Piers ließ Harry mit einem Schubser los und sie liefen die Straße hinunter, Dudley glänzend rosa und Piers immer wieder Blicke auf Harry zurückwerfend, der immer noch auf dem Gehsteig lag.
„Tschüss, Dudley", winkte Piers, als sie sein Haus erreicht hatten und Dudley, der immer noch wütend war, weiter lief.
Sobald er hereinkam, erwartete Mum ihn mit Keksen auf dem Tisch. Nachdem er einen Kuss auf die Wange erhalten hatte, seufzte Dudley. „Bin ich fett?", fragte er sie.
Petunias Augen verdunkelten sich. „Nein! Wo hast du denn diese Idee her?"
„Nirgendwo", sagte Dudley. Er würde ihr Thomas' Name nicht sagen – er wollte nicht, dass der Junge ihn noch mehr ärgerte.
„Du bist ein Junge im Wachstum, Diddy, du bist nicht fett", sagte sie ihm. „Du kannst alles essen, was du willst und du kannst essen, so viel du willst. Das weißt du." Sie verwuschelte sein Haar.
Dudley zuckte die Schultern und fühlte sich ein wenig besser. Er nahm den Teller Kekse mit ins Wohnzimmer und aß das ganze Dutzend, während er kopflos Fernsehen schaute.
Harry kam zehn Minuten später nach Hause als Dudley und bekam eine harsche Standpauke.
...
„FREAK! FREAK! DU BIST EIN FREAK!", bildete Dennis einen Sprechchor und zeigte auf Harry, der an der Wand kauerte.
Andere Kinder auf dem Spielplatz begannen mit einzustimmen. „FREAK! FREAK! DU BIST EIN FREAK!"
Dudley stürmte vorwärts, seine Fäuste erhoben. Piers war an seiner Seite, ein Grinsen auf seinem dünnen Gesicht.
Harry verlor keine Zeit – er sprintete in Richtung der Mülltonnen am Ende des Hauses davon.
„Fangt ihn", ärgerte sich Dudley, als er und Piers versuchten, Schritt zu halten. Dennis, Malcom und Gordan schlossen sich auch der Jagd an.
„Hey, was in der Welt?", rief Piers aus und zeigte zur Schule hinauf.
„Hä?" Dudley sah auch hinauf. Harry war oben auf dem Dach! Wie er es gemacht hatte, war nicht wichtig. Es war vollkommen offensichtlich, dass niemand da oben sein sollte!
Die Gang stand entgeistert da. Kinder sammelten sich um sie, deuteten und lachten.
Dudley war von Harrys Eskapaden überhaupt nicht begeistert. Harry machte immer so komische Sachen. Er verschränkte einfach die Arme und schrie zu Harry hinauf: „Du wirst so viel Ärger kriegen! Warte nur, bis ich's Mum und Dad erzähle!"
...
„Eigentlich", sagte Colin Bard am allerersten Tag Englischunterricht in Smeltings, „spricht man es 'Mus-kel' aus, nicht 'Muschel'."
Smeltings war sowieso schon nervig, wegen ihrer vielen Treppen. Dudley hatte Probleme, sie hochzusteigen. Es war ihm auch aufgefallen, dass es sehr viel schwieriger werden würde, sich vor Hausaufgaben zu drücken, wenn er während dem Schuljahr von zu Hause weg war. Das Schulessen war ekelhaft. Alles in allem wünschte sich Dudley, er wäre einfach zu Hause geblieben, aber das würde er niemals vor Dad erwähnen.
Bei Colins affektierter Kundgebung lief Dudley rot an, sagte aber nichts. Nach dem Unterricht marschierte er Colin hinterher, schubste ihn an die Wand und schlug ihn ins Gesicht. Piers und Malcom standen Schmiere.
„Tu das noch einmal und ich werde dich verpetzen, du Wal!", quiekte Colin.
Dudley lachte. „Wenn du's irgendjemandem erzählst, werd' ich's dir richtig zeigen."
„Ich habe keine Angst", blaffte Colin.
Dudley starrte ihn an. Er hatte das Gefühl, dass dieser Junge nicht log.
...
„Die ist 'ne blöde Schlampe", sagte Dennis. „Wer muss schon Runden laufen gehen?"
„Jah", stimmte Piers zu. „Deine Mum hat Recht, Dudley. Mrs. Hull weiß nicht wovon sie redet, du bewegst dich auch so schon genug."
Dudley sagte nichts, da er zu sehr damit beschäftigt war, eine Schachtel Kuchenstücke zu essen. Sie liefen durch den Ligusterweg, um Kinder zum Verschlagen ausfindig zu machen. Sie waren alle ungefähr zwölf Jahre alt, in dem Sommer vor ihrem zweiten Jahr in Smeltings.
Es machte keinen Spaß mehr, auf Harry herumzuhacken. Mum und Dad hatten ihm immer und immer wieder gesagt, wie gefährlich Zauberei war, wie schrecklich, wie niederträchtig Harry war. Harry hatte sogar in Dudleys Gegenwart gedroht, einen Busch in Flammen zu stecken – für Dudley war es vorbei, Harry zu verprügeln, weil Harry vielleicht etwas machen könnte. Also erzählte er seiner Gang stattdessen, dass Harry es nicht wert war und sie begannen, andere Opfer anzugreifen.
Er fühlte sich nun immer hungrig und er konnte eine längere Zeit lang essen, ohne dass sein Magen schmerzte, oder er erbrechen musste. Er war ein paar Zentimeter gewachsen, hatte aber sehr viel mehr Gewicht zugelegt. Seine vorherige Pummeligkeit war zu einer stattlichen Geräumigkeit geworden. Petunia war dazu übergegangen, gigantische Hosen zu kaufen, die er mit einem Gürtel trug, da er so sehr wuchs. Er zog diese dummen Teile ständig hoch. Jedoch wagte es nun niemand aus der Nachbarschaft mehr Dudley fett zu nennen, da er die Masse jedes Kindes im Ligusterweg übertroffen hatte. Selbst auf Smeltings hielten die Leute meistens die Schnauze.
„Ich will wieder heim gehn", sagte er leichthin mit vollem Mund. Er schluckte gewaltig hinunter. „Mum macht Hackfleischauflauf." Dudley warf die leere Schachtel auf den Gehweg und rülpste.
„Der war gut, Dudley", sagte Dennis. Sie lachten alle.
„Ihhh!", sagte eine Stimme.
Die Jungs wandten sich nach links, um dort eine Gruppe Mädchen stehen zu sehen. Carly, Malcoms große Schwester hielt sich die Nase zu. „Mein dummer Bruder und seine dummen Freunde!", verkündete sie. Clarice beobachtete sie, mit kleinen roten Schleifen durch ihr Haar gewoben.
„Selber ihh", knurrte Dennis. „Ihr Haufen Schlampen." Er hatte dieses Wort gerade gelernt und benutzte es, so oft er konnte. Malcom schnaubte bei der Verachtung seiner Schwester. Dudley sah ihnen allen stumpf zu.
„Wasch dir den Mund aus!", verkündete Carly.
„Was hat er uns genannt? Was sind Schlampen?", fragte Clarice, aber Carly ignorierte sie.
Dudley wischte sich den Mund am Ärmel ab. „Hi Clarice", grüßte er.
„Hi Dudley Dursley", sagte Clarice und sah verlegen zu Boden.
„Ih! Clarice! Sprich nicht mit dem!"
„Ach, halt's Maul", spuckte Dennis.
„Gehn wir", sagte Dudley, der Carly böse anfunkelte. Sie schlurften an den Mädchen vorbei.
...
Dreizehn Jahre. Alles was er tun wollte, war fernsehen und seinen Mund mit Essen vollstopfen. Er hatte alle aus der Schule satt und alle in der Familie kotzten ihn an. Er dachte, dass es komisch war, dass Tante Magda davonschwebte, aber er hasste sie. Dann ging Harry weg. Er hätte sich nichts besseres wünschen können. Er bewegte sich von der Küche zur Couch zu seinem Bett. Wenn er unbedingt hinausgehen musste, verprügelten er und seine Gang die üblichen schlaksigen Kinder aus der Nachbarschaft, aber Dudley wäre viel lieber zu Hause gewesen, um zu Essen.
Er forderte jeden heraus, auch nur Blickkontakt mit ihm herzustellen.
...
Es war der Sommer zwischen ihrem dritten und vierten Jahr an Smeltings. Im Mai waren Dudley und seine Eltern zu einem Gespräch wegen seines Gewichts einberufen worden. Seiner Meinung nach war es behindert und sinnlos gewesen. Jeder machte ihn vollkommen wütend, aber gerade wurde er in der Nähe des Parks ein wenig von seinen Kumpeln aufgeheitert.
„Also wenn man das Band richtig langsam anschaut, geht ihr Rock hoch und sie hat gar keine Unterhose an, also sieht man was von ihrer Muschi", erklärte Dennis. „Ihr könnt euch die ausleihen-"
„Genial", sagte Dudley. „Ich zuerst."
„Jah, abgefahren, ich bin zweiter", grinste Gordon. Malcom nickte begeistert.
„Hallo. Können wir uns zu euch setzen?", fragte Susan Escot, die mit ihrem roten Haar spielte.
Dudley und die Jungs blickten auf und gafften sie an. Sie stand dort mit Melanie und Veronica und lächelte. 'Mädchen. Mädchen. Mädchen', dachte Dudley.
„Jah, kommt her", grinste Dennis begierig und klopfte neben sich auf das Gras.
Malcoms Augen weiteten sich und Gordon hörte sofort auf zu lächeln. Piers blickte zu Dudley, der stumpfsinnig am Zaun lehnte und auf Veronicas Titten starrte. Er hatte absolut nichts zu sagen.
Auf einmal war Dudleys Gang scheinbar als die Coolen Bösen Jungs bekannt. Die Mädchen kicherten und quitschten die ganze Zeit. Selbst wenn Dudley ins Gras spuckte, kreischten sie mit begeistertem Gelächter. Wenn Gordon fluchte, fluchten sie auch. All die Sachen, die sie an Dudley und seiner Gang immer geärgert und angewidert hatten, brachten sie jetzt zum Kichern als ob sie süß wären. Es war sehr seltsam. Mädchen waren sehr seltsam. Dudley war zwischen Genervtheit und Faszination gefangen. Er wollte sie alle vögeln.
„Welche hat am besten ausgesehen?", fragte Piers Dudley hinterher, als sie nach Hause liefen.
„Veronica. Die sieht besser aus, wie letztes Mal, als ich sie gesehen hab", sagte Dudley.
„Jah", nickte Piers. „Die fand ich auch am Besten."
...
Komisch. In der nächsten Woche war Dudley näher daran zu bumsen, als er es sich je erträumt hätte.
„Sicher, dass du das schon 'mal gemacht hast?", fragte Mary-Anne lächelnd. Ihre Augen waren umrahmt von dunklem, dunklem Make-up.
Dudley schluckte. „Ja", log er nickend.
Sie öffnete seinen Hosenladen und zog die Hose seine korpulenten Beine hinunter, wodurch seine karierten, marineblauen Boxershorts zum Vorschein kamen.
Es war das allererste Mal, das ihn überhaupt ein Mädchen anfasste. Er bekam sofort eine Erektion und wurde knallrot, fühlte sich Gefahr laufend, nicht mehr atmen zu können. Sie lachte und er bekam ein komisches Gefühl, doch viel zu schnell zog sie auch seine Boxershorts hinunter. Er beobachtete sie zögerlich, wusste weder, wo er seine Hände hinstecken sollte, noch was er überhaupt machen sollte. All die Mädchen, die ihn angewidert ansahen, all die Bastarde in der Schule, sie waren alle egal. Mary-Anne hob ihren Rock hoch, zog ihr Höschen hinunter und mit dem Duft nach Kippen und Parfüm drückte sie ihre Hüften an Dudley, drückte ihre Hände in seine verschwitzten Schultern, rückte nach oben, sodass er fast in ihr steckte, strich nur über ihn. Sie lachte als er kam und nur beschämt dastand, mit diesen hübschen, blauen Augen blinzelte und verdammt nochmal gar nichts machte.
„Nein, hast du nicht", sagte sie und zog sich zurück.
...
„Hier, versuch' das mal. Ich hab's von einem von der Stonewall", sagte Damien, der einen Joint anzündete und ihn Dudley hinhielt. Er hatte am vorigen Tag gerade seine vierzehnte Geburtstagsparty gehabt. Sie waren hinter dem Magnolienring, hinter einem paar der Bäume.
„Mary-Anne hat mir schon mal so einen gegeben", sagte Dudley und packte ihn. „Ich hab das schon mal gemacht, weißt du?"
„Mary-Anne! Mary-Anne Johns?"
„Jah, Dud hat sie letzte Woche gevögelt", grinste Dennis.
„Verdammt, ihr verarscht mich doch, Dursley! Die ist geil!"
„Jah", sagte Dudley dumpf und zog an dem Joint. Er war immer noch davon verwirrt – er hatte nicht gewusst, dass Sex so war und außerdem hatte sie ihm gesagt, dass er es falsch gemacht hatte.
Er wusste nicht einmal, ob er Sex gehabt hatte. Diese ganze Quälerei brachte ihn ziemlich durcheinander. Aber sie hatte sowieso nur versucht, ihren Freund zu kränken, das hatte sie gesagt.
Nur dass Dudley nichts davon erwähnen würde. "Hier", sagte er und reichte den Joint an Piers weiter, der aus irgendeinem Grund geknickt aussah.
„Danke, Dudley", sagte er und munterte ein bisschen auf.
Clarice und Carly liefen plaudernd vorbei.
„Ey, schaut mal, wer da ist", verkündete Dennis, der um den Baum herumlugte.
„Pfui", sagte Carly und nahm Clarice am Arm. „Sieh nicht hin."
„Hey, Clarice", sagte Dudley lallend mit einem Grinsen. Seine Kumpel brachen in Gelächter aus, als sie seinen einfachen Gruß als abfällig missverstanden.
Clarice schien das auch zu denken. Ihr Gesichtsausdruck versteinerte und sie sah gedemütigter aus, als Dudley sie je gesehen hatte. Sein dummes Grinsen verblasste. „Sprich bloß nicht mit mir, Dudley Dursley", sagte sie mit gerunzelter Stirn. „Sprich bloß nie wieder mit mir!"
Dudleys sowieso schon rosa Wangen wurden röter, aber er lachte mit Piers.
„Uuh, nie wieder", sagte er.
„Jah, was soll er nur machen?", rief Piers kichernd aus.
„LASST MICH IN RUHE!", schrie Clarice und stampfte mit dem Fuß auf.
„Pass auf, Clarice. Er wird sich auf dich drauf setzen!", rief Carly mit den Händen auf den Hüften gehässig aus.
Dudleys Augen verengten sich. „Ich wäre still an deiner Stelle. Sieh dir mal deinen Arsch an, du Kuh."
Sie sah erst überrascht aus, dann entsetzt und dann, zu Dudleys Verwunderung, brach sie in Tränen aus. „Ich bin nicht fett!", schluchtzte sie und wich zurück. „Bin ich nicht! ICH BIN NICHT – schau dich an-"
Die Jungs brachen in hysterisches Gelächter aus, als die Tränen über ihr Gesicht liefen.
„Das macht deinen Arsch auch nicht kleiner", setzte Dennis hinzu und Dudley und er klatschten ihre Hände zusammen. Clarice legte ihren Arm um Carly, doch das größere Mädchen schubste sie weg und rannte heulend die Straße hinunter.
„Ihr seid gemein!", schrie Clarice Dudley an und ging ihr nach.
„Schlampen!", schrie Dennis zurück und tat so, als würde er ihnen hinterherjagen.
Clarice eilte den Gehweg entlang davon. „Ich werde das euren Müttern erzählen!", rief Carly hinter ihr aus.
„Mach doch, du Schlampe", sagte Damien.
Sie tat es nie.
...
Alle redeten. Harry, Mum, Dad, ein paar komische rothaarige Leute... Dudley hatte furchtbare Angst, dass ihm wieder jemand einen Schweineschwanz verpassen würde, also versteckte er sich hinter Mum und Dad. Diese Momente erschienen ihm immer wie eine Folge von Albträumen – verschwommen und unbestimmt. Es hatte bereits genug Aufregung gegeben, da die Leute im Kamin aufgetaucht waren, oder es versucht hatten! Und darüber hinaus hatten sie allen möglichen Schaden am Haus angerichtet.
Jedoch ließ einer der rothaarigen Typen verpackte Süßigkeiten über den ganzen Teppich fallen. Dudley sah interessiert zu. Er hatte es vermisst, vor dem Fernseher zu sitzen und Chips zu essen, Kekse und ja, Süßigkeiten. Jeder Lehrer in der Schule hatte mit ihm über ihre „Sorge" aufgrund seines Gewichts geredet. Petunia hatte ihm alle Kleider neu schicken müssen. Zu dieser Zeit waren ihm nur Selerie und Frischkäse als „Leckerei" erlaubt (Dudley hatte ein anderes Wort dafür). Er starrte auf den Boden, als die Jungen die Süßigkeiten eine nach der anderen auflasen und sie zurück in ihre Tasche steckten. Jedoch, bemerkte Dudley mit einem sehr hinterhältigen Plan im Kopf, hatten sie eine genau bei seinem Fuß vergessen. Sicherstellend, dass Mum und Dad beschäftigt waren (was einfach war; sie stritten mit dem rothaarigen Mann), bückte sich Dudley, mit einigen Schwierigkeiten, und hob die Süßigkeit auf. Er wickelte sie schnell aus und stopfte sie sich in den Mund, es war ein leckeres Karamellbonbon. Er zerbiss es und suchte den Boden nach mehr davon ab, hielt aber inne.
Verwirrt fühlte er die Nerven in seiner Zunge stechen. Und dann, eh er sich's versah, begann seine Zunge mit einem furchtbaren, scharfen Schmerz zu wachsen. Geifernd fiel die Zunge ihm aus dem Mund, ziehend und zerrend und sie rollte an seinem Kinn vorbei. Er fiel vor Angst zu Boden, würgend und sich verschluckend. Mum begann zu schreien und zu Dudleys Horror fing sie an, an seiner Zunge zu ziehen, als ob sie sie herausreißen könnte. Er versuchte zu widersprechen, doch konnte überhaupt nichts sagen, also versuchte er sie stattdessen nur wegzuschieben.
In all seiner Angst, blickte Dudley zufällig vom Boden auf und sah Harry lachen. Was dachte er denn, was das hier war, ein Witz? Dachte er IMMER, dass Dudley nur jemand zum Auslachen war? Dudley wollte eine von diesen Süßigkeiten seine Kehle hinunterstopfen. Dann würde er es nicht mehr so lustig finden.
Dudley wollte eine Millionen Sachen schreien: 'Ich hatte Sex, ich hab einen Joint geraucht, mit MIR hat ein Mädchen gefickt, ich bin nicht nur lächerlich, nicht nur lächerlich', aber alles, was er herausbrachte, war ein Würgen.
Trotz seinem Geschrei bestand der rothaarige Mann darauf, diesen Zauberstab auf Dudleys Mund zu deuten und brachte seine Zunge wieder in Ordnung, aber es tat so sehr weh, dass Dudley nichts als wimmern konnte.
„Danke für gar nichts!", kreischte Petunia den Mann an.
Dudley verbrachte die nächsten drei Tage damit, vorsichtig an Eiswürfeln zu lutschen und zu seufzen.
...
„Schlechte Einstellung, Dursley", bemerkte Kenneth Kraus. Es war das fünfte Jahr und Dudley war gerade aus dem Boxring gestürmt. Er lehnte an einer Reihe Spinde, atmete schwer und hatte ein ausgesprochen böses Funkeln im Blick.
„Ich hab ihn verfickt nochmal BESIEGT", schrie Dudley und hämmerte seine Faust in das Metall des Spindes, was sehr viel Krach machte. Er hatte jeden Tag stundenlang trainiert. Er hatte sein fett zu Muskeln umgebaut. Er passte wieder in seine Smeltings Uniform. Er hatte SO hart gearbeitet und wofür? Um gesagt zu kriegen, dass er gefoult hatte?
„Hey, kleiner Big D, ich weiß, dass du das hast", fuhr Kenneth ruhig fort. Der Rest ihrer Mannschaft sah skeptisch von der Seite aus zu, da sie nicht zu nahe kommen wollten. „Du kannst die Kerle aber nicht einfach nur schlagen, D, du musst dich an die Regeln halten-"
„SCHEISS auf die Regeln", sagte Dudley erstickt und kickte den Spind.
„Halt' verdammt nochmal die Klappe!", rief Kenneth aus und packte Dudley an der Schulter. „So ist es eben und du musst dich daran gewöhnen. Wir werden die Meisterschaft nicht gewinnen, wenn du dich aufführst wie ein kleines Gör-"
„Ich führ mich nich' auf wie ein Gör", protestierte Dudley. „Ich wollte ihn nur besiegen."
„Hast du ja", grinste Kenneth. „Nur nicht so, wie du solltest. Komm schon, komm und häng mit uns ab, Big D. Wir feiern ein bisschen-"
„Jah?", fragte Dudley und versuchte, nicht zu aufgeregt zu klingen. Die älteren Jungs hatten ihn noch nie gefragt, mit ihnen abzuhängen.
Eine halbe Stunde später war er oben in Kenneths Zimmer im Südflügel. Victor warf einem nach dem anderen eine Flasche zu und sie tranken daraus. „Willst du was, Big D?"
Dudley versuchte so zu tun, als wüsste er, was es war. Er konnte erahnen, dass es Alkohol war. Er hatte noch nie Alkohol probiert, war es aber gewöhnt zu sehen, wie Tante Magda sich an Familienfeiern ziemlich an Dads Brandwein betrank.
„Er ist vierzehn, Vic", rief Kenneth aus.
„Nein, ist schon okay", sagte Dudley.
„Jah, jetzt nerv' nich' so 'rum, Kenneth", erwiderte Victor. Er warf Dudley die Flasche zu, der sofort einen Schluck nahm. Die Flüssigkeit brannte in seiner Kehle.
„Wie schmeckt's dir?"
Dudley zuckte mit den Schultern, als ob es keine große Sache wäre. „Schmeckt gut. Ich hab das schon 'mal probiert, wisst ihr?" Damit nahm er noch einen Schluck. Noch eine halbe Stunde später war er das erste Mal in seinem Leben betrunken.
...
Sarah tanzte im Park, wobei sie ihre Arme vor all den Jungs bewegte. Sie ließen irgendeinen Mädchenrap auf Gordons Stereoanlage laufen. „Das da way we like 'em", kam aus dem Radio. „Das da way we like 'em."
Sarah zog an ihrem Rock und tauchte kurz ab, wobei sie mit ihren Schenkeln rollte.
„Jau!", rief Dennis. 'Hat sie ihn angelächelt?', sorgte sich Dudley.
„Understanding the depths of the cool women, that's me, 'cuz dat's the way T-Boz is livin'."
Er kickte mitten in den Kies.
„Hey Baby", gurrte Sarah. Dudley funkelte alle an.
„But on a serious tip, he's gotta come wit' respect."
Sie grinste. „Komm schon, du liebst doch diesen Scheiß, tanz, Dudley-"
„Ich tanze nicht", knurrte Dudley – er hatte das nie getan und würde es auch nie, auf der selben Stelle stehen und im Takt mit dem Kopf nicken war das weiteste, das Dudley zu gehen bereit war. Stattdessen packte er sie am Rücken und küsste sie hungrig, als ob er jedem beweisen wollte, dass sie sein Eigentum war. Sie brach den Kuss und begann langsam an ihm hochzutanzen. Noch immer ziemlich von der Situation angewidert, schubste Dudley sie von sich weg und trampelte leise vor sich hinfluchend davon.
„Das da way we like 'em."
...
Sich um den Verstand gekifft, schnaubte Dudley über den Film, den Piers in den Videorekorder gesteckt hatte. Er war jedoch davon genervt, dass Piers und Dennis die ganze Zeit lachten. Er wollte sie treten, er hatte einen sehr starken Drang aufzustehen und sie zu treten, aber ihm fehlte die Energie dazu.
„Sei ruhig", sagte er immer wieder zu niemand bestimmten, vielleicht zu allen. „Sei ruhig."
...
Dudley kauerte auf dem Asphalt; er hörte alle möglichen Geräusche, aber da war Licht – helles Licht.
Jemand hatte ihn nach Hause getragen.
Es war Harry gewesen.
Jemand hatte ihn vor dem Dementor gerettet.
War das auch Harry gewesen?
Sagte Harry die Wahrheit?
...
Wie mit einem Ruck kam Dudley Dursley, sechzehn, zur Realität zurück.
'Oh mein Gott', dachte er schmerzerfüllt, als er sich aus seinen Erinnerungen zwang und seine Decke fest um die Schultern zog. Er fühlte sich albern dabei, Clarices Worte zu benutzen, aber sie schienen ziemlich treffend zu sein: 'Ich bin ein widerlicher Junge.' Er fragte sich, warum es so lange gedauert hatte, sich an diese Sachen zu erinnern – oder... hatte er sie jemals vergessen? Vielleicht wäre ihm nie eingefallen, sie wie eine Filmrolle anzusehen, so wie die Dementoren ihm die Erinnerungen vor zwei Sommern gezeigt hatten. Es war für ihn erneut Übelkeit erregend, doch sogar noch schlimmer, da er diese Schritte selbst zurückverfolgt hatte – alles war elend und unglaublich.
All die Details, die Dudley in seinem Kopf in die letzte Ecke verdrängt hatte, wurden langsam klarer.
Mary-Anne Johns hatte ihn nicht wirklich gevögelt, wie er gesagt hatte... oder wie er sich selbst all diese Jahre glauben gemacht hatte... Er hatte es damals so sehr verschoben, dass er geglaubt hatte, ein ganz toller Mann zu sein, ein ganz toller Hengst, der im Park ein älteres Mädchen gefickt hatte, während er eigentlich... Dudley errötete. Es war in Wirklichkeit überhaupt nicht so gewesen. Er war ein ängstlicher fetter Dreizehnjähriger gewesen, der vor seinen Kumpeln angegeben hatte, versucht hatte zu punkten und dabei benutzt worden war. Kein Wunder, dass Mary-Anne gelacht hatte, immer wenn sie ihn gesehen hatte, ihn „einen Schatz" genannt hatte – sie hielt ihn für ein Kind. Für einen kompletten Idioten wahrscheinlich! Sicher, hinterher war sie nett zu ihm gewesen, aber sie war... herablassend gewesen. „Der Pummlige", hatte sie ihn genannt. Er konnte von Glück sagen, dass sie ihn überhaupt angesehen hatte.
'Glück, dass mich überhaupt jemand angesehen hat', dachte er verbittert. Carly Conner hatte genauso wenig einen fetten Arsch, wie er selbst magersüchtig war. Harry hatte sich eine Menge Scheiße gefallen lassen müssen. Sarah hatte vielleicht Spielchen mit seinem Kopf getrieben, aber... vielleicht war es so wie Clarice und Harry sagten – vielleicht verdiente er es.
Er setzte sich im Bett auf, zwang sich, sich in seinem Zimmer umzuschauen und mehr Erinnerungen zu sehen, es war dunkel, ja, aber er kannte es alles auswendig – Schulbücher, die er kaum berührt hatte, kaputte Spielzeuge, die er zerschmettert hatte, als er seinen Kopf nicht durchsetzen konnte, die schmutzigen Zeitschriften, die er unter seiner Matratze aufhob, Boxhandschuhe... Er hatte nie gewollt, dass er nur als der fette Junge angesehen wurde, aber war der fiese Dudley auch nur ein wenig besser? 'Ich war nie glücklich', dachte er plötzlich. Es war bedrückend, aber wahr, wie als er und Piers sich damals unterhalten hatten und Piers ihm gesagt hatte, dass er schwul war. Es gab nichts aus seiner Kindheit, wovon Dudley sagen konnte, dass er es geliebt hatte. Es schien alles ziemlich schlimm zu sein. Er hasste Harry trotzdem dafür, wie er sich verhalten hatte und wie er aufgetaucht war und wie er zu denken schien, dass Dudley etwas aus einem Komik war. Aber vernünftig gesehen konnte er jetzt verstehen, warum Harry so gemein zu ihm war. Irgendwie konnte er auch verstehen, warum Clarice skeptisch gewesen war, überhaupt mit ihm und Piers gesehen zu werden.
'Wir hatten nichts, weswegen wir trinken mussten', dachte Dudley, als er an Harrys Kommentar von vor zwei Sommern dachte. Obwohl Gordons Mum gestorben war und Dennis bei seinem Bruder lebte, waren sie alle ziemlich privilegiert: Gingen auf Smeltings, kauften Designeruhren und -turnschuhe. 'Kein Wunder, dass mich keiner leiden kann...', dachte er neidisch.
Aber, so wie er es sich am Anfang des Jahres gedacht hatte, hatte er schon viel in seinem Leben geändert. Es war bereits offensichtlich gewesen, dass Mum und Dad nicht dachten, dass er Probleme hatte. Schließlich war Mum diejenige gewesen, die ihm gesagt hatte, dass er essen konnte, was und wieviel er wollte.
Er wollte sich aber nicht verwandeln. Es hatte nicht einmal Wert, sich darüber Gedanken zu machen. Er wollte seine neue Einstellung jedoch beibehalten und bei seiner Diät bleiben – er fühlte sich damit viel besser. Auch wollte er Harry irgendeine Wiedergutmachung geben, so dumm das auch schien. Schließlich hatte ihn die letzte Erinnerung irgendwie traurig gemacht. Harry hatte vor jedem, der zuhörte, ein ums andere Mal wiederholt, dass er den Dementor nicht auf Dudley losgelassen hatte – und Dudley, launisch, egoistisch und mit starker Übelkeit, wie er sich erinnerte, hatte es alles verdreht und Harry die Schuld gegeben.
Ja, Dudley musste Harry diese Dinge erzählen. Aber das würde eine ziemliche Herausforderung werden. 'Ich werde nur sagen müssen wie... wie ich war. Und wie ich bin', dachte Dudley. 'Er wird es nicht kapieren, aber wenigstens...' Er seufzte. 'Dann hab' ich es ihm wenigstens gesagt.' Dudley musste ihm auch Fragen stellen, er musste ihn dazu befragen, ob sie sich im Kindergarten bei den Händen gehalten hatten und über den Sandkasten und ob Harry immer mit ihnen gespielt hatte? Er wollte alles wissen, aber gleichzeitig wollte er seinem Cousin überhaupt nicht nahe kommen. Es war seltsam, dieses Gefühl zu haben. Aber am meisten wollte Dudley Harry wissen lassen, dass er es zu schätzen wusste, gerettet worden zu sein, wenn auch nur, um die Dinge ein bisschen auszugleichen.
Der schwerste Teil würden seine Beziehungen sein. Sich von Mädchen wie Sarah fernzuhalten war noch immer wichtig, denn was sie wollte, war ein gemeiner, großer Kerl, der sie beschützte – zumindest war das, was sowohl Clarice als auch Harry ihm zu verstehen gegeben haben. Dudley machte es bestimmt nichts aus, der Beschützer zu sein – im Gegenteil, es turnte ihn an. Er wollte fähig sein, Mädchen so festzuhalten wie Clarice heute Abend, ihnen Sicherheit zu vermitteln. Er stellte sich oft vor, einen Haufen von rauflustigen Typen in die Flucht zu schlagen und ein hübsches, zierliches Mädchen zu beeindrucken. Aber er wollte nicht, dass Beschützen sein einziger Sinn im Leben war. Hart zu sein hatte ihm nicht viel eingebracht, wie er begriff.
Vorher hatte Dudley immer seine Gang gehabt, um ihm zu helfen. Mum und Dad hatten ihm beigestanden, egal was passierte, was, wie sich herausstellte, keine so gute Sache gewesen war. Clarice und Piers waren hilfreich gewesen, ja, aber es gab so viel, worüber Dudley nachgrübelte und er nicht einmal anfangen konnte, ihnen zu erklären. Die ganze Sache, dass Harry ein Zauberer war, war immer schon eine Trennung in der Verbindung zwischen Dudley und seinen Freunden gewesen, weil es ihm nicht erlaubt war, darüber zu reden. Aber darüber hinaus waren die Dinge, die Dudley ändern musste, keine, für die er sich auf irgendjemand anderen verlassen konnte.
'Ich bin auf mich selbst gestellt', beschloss Dudley und es war kein schlechter Gedanke. Er war fast tröstlich.
AN: Gelesen? Review schreiben.
ÜN: Beim nächsten Mal: Wie wird sich Dudley verhalten, wenn Piers versucht mit ihm über seine Probleme zu sprechen? Und wird Dudley Clarice im neuen Schulhalbjahr wohl sehr vermissen? Oder beginnt er über seinen neuen Entschluss, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen, seine Freunde zu übersehen?
