Disclaimer: Nichts davon gehört mir, gehört alles Stephenie Meyer, es wird keinerlei Geld damit verdient und dient nur der Unterhaltung

Kapitel 20 - Kino

Emmett parkt wie immer etwas abseits, doch die Anderen drei kommen schnell auf uns zugelaufen.

„Pizzeria oder wo wollt ihr hin?" Fragt Emmett nach.

„Pizza klingt gut." Sagt Sam.

Als Emmett ins Auto einsteigen will, sage ich ihm, dass wir zu Fuß schneller sein werden. Wir laufen quer durch den Park mit dem größtmöglichen Abstand. Nach einigen Augenblicken kann ich eine gewisse Anspannung, ausgehend von Sam, spüren.

„Emmett, lauf neben mir!"

„Bin ich ein Hund? Und warum soll ich neben dir laufen, wenn ich neben einer so schönen jungen Dame laufen kann?"

„Weil das ihren Freund ziemlich nervös macht."

„Der Puppy-Dad ist ihr Freund?" Fragt er nach.

„Emmett." Warne ich nur, da ich Sams Wut spüren kann.

„Ist ja gut." Er wechselt die Seiten und läuft neben mir. „Ist er wirklich ihr Freund?"

„Ja."

„Versteh ich nicht."

„Ich kann auch nicht verstehen wie Rosalie deine Freundin geworden ist." Sagt Jacob.

„Moment, ich komme erst an zweiter Stelle. Ihr wahrer Freund ist ihr Auto. Und außerdem hat sie mich ausgewählt und nicht umgekehrt." Erklärt Emmett. „Kommst du wenigstens auch erst an zweiter Stelle?" Fragt er Sam.

Er schüttelt nur mit dem Kopf.

„Das ist gemein. So eine Schönheit und dann spielt Puppy-Dad bei ihr auch noch die erste Geige. Die Welt ist gemein."

Ich kann so etwas wie Stolz von Sam ausgehend spüren und auch die Verlegenheit von Emily.

„Sam, ein kleiner Hinweis: manchmal ist es am besten man ignoriert Emmett einfach." Sagt Jacob. „Vielleicht sollten wir lieber Eve's Wild Nights anschauen gehen."

„Du hast… hast du… Jasper." Emmett schaut mich verlegen an.

„Ich dachte, es war Jane's Wild Nights." Sagt Sam.

„Was… woher…?" Stottert Jacob.

„Rebecca hat es Paul erzählt." Sagt Sam.

„Das kann… ich hasse meine Geschwister." Sagt Jacob.

„Willkommen im Club." Antwortet Emmett. Aber irgendwie auch wieder typisch Emmett. Er nutzt gleich die Situation aus und fängt an Jacob auszufragen. „Wie war Jane? War sie auch so schön wie Eve: blondes langes Haar, 90-60-90, strahlend blaue Augen und einen wunderschönen Kussmund?"

„Emmett, Jacob ist 16." Sage ich nur.

„Na und? Dafür kann man nicht jung oder alt genug sein." Sagt Emmett, er verlässt meine Seite und läuft nun neben Jacob und legt einen Arm um dessen Schultern. Sam und ich, wir schütteln nur den Kopf, während Jacob über Jane erzählt. Ich kann nicht sagen, wie froh ich bin, als wir die Pizzeria erreichen.

„Sucht euch aus, was ihr wollt. Das Essen geht auf mich." Verkündet Emmett. Wir werden an einen großen Tisch gebracht.

„Wie groß ist der Hunger?" Frage ich.

„So groß." Sagt Jacob und malt einen riesigen Kreis in die Luft.

„Und auf was?"

„Speciale." Sagt er.

Als der Kellner kommt bestellen wir zunächst nur Getränke, als er sie bringt, geben wir auch unsere Bestellung auf über vier große Speciale-Pizzas und eine mittlere Hawaii-Pizza.

Der Tisch ist gerade groß genug für unsere Pizzas. Ich schneide meine Pizza in Stücke und jedes Mal wenn Jacob ein Stück gegessen hat, wandert eines von meinen auf seinen Teller.

„Willst du Puppy-Dad?" Fragt Emmett Sam und deutet auf seine Pizza.

„Ich nehme sie, wenn du nicht magst." Sagt Jacob sofort, doch Sam willigt ein. Emmett schneidet die Pizza in vier Teile und schiebt ein Teil nach dem anderen zu Sam.

Als wir gegessen haben, zahlt Emmett wie versprochen die Rechnung. Danach fahren wir zum Kino.

Während der kurzen Autofahrt, warne ich Emmett, dass Sam sehr empfindlich reagiert, wenn es um Emily geht und dass die Narbe auf ihrem Gesicht durch einen Wutausbruch seinerseits entstanden ist.

„Aber ich kann ihn wenigstens weiterhin Puppy-Dad nennen, oder?" Fragt er mich.

„Er ist das Alpha-Männchen im Rudel. Ich denke nicht, dass ihm das gefallen wird. Aber macht das unter euch aus."

„Puppy-Dad und seine Puppys. Wie viele gibt es eigentlich davon?"

Erst jetzt verstehe ich, was er mit der Bezeichnung meint. „Ich habe keinen genauen Überblick, aber es dürften um die 15 oder so sein."

Am Kino müssen wir einige Runden drehen, bevor wir einen Parkplatz finden. Sam hatte mehr Glück gehabt beim Parkplatz suchen. Die drei Quileutes kommen auf uns zu gelaufen.

„Hast du irgendetwas über diesen Komer herausgefunden?" Will Jacob von Emmett wissen.

„Er kommt aus Jacksonville und ist mit Renées Mann verwandt. Er hat Philosophie studiert und irgendwann auf dem Gebiet der Esoterik promoviert. Danach hat er angefangen sich mit paranormalen Sachen zu befassen. Und jetzt haben er und eine kleine Gruppe von Anhängern sich zur Aufgabe gemacht die Existenz von Werwölfen, Vampiren und anderen Kreaturen zu beweisen." Erklärt Emmett. „Sie haben sehr sektenhafte Ansichten. Die Partner müssen für einander da sein, sie sollen nicht länger als soundsolange von einander getrennt sein, damit es nicht zu irgendwelchen Versuchungen kommen kann. Die Lebenspartner nehmen einen höheren Stellenwert als die Kinder ein. Des Weiteren gibt es eine strenge Auflage, was man Essen darf: es muss biologisch sein, kein Fleisch, kein Fisch, keine tierischen Produkte. Es gibt einen Guide auf dieser Internetseite, welche Pflanzen essbar sind, wie sie aussehen, wie man sie verwenden kann. Er hält sogar Seminare darüber. Rosalie hat sich mal auf der Seite eingehackt, weil sehr viel auch nur für Mitglieder zugänglich ist. Es gibt Anleitungen wie man sich Verhalten muss, um in die Riege der mystischen Wesen aufgenommen zu werden, was es für welche gibt, wo man sie am besten finden kann und so weiter. Sprich: Feen findet man am besten im Wald an Quellen. Sie sind die höchsten magischen Wesen und nur für die reinsten Menschen sichtbar. Bei den Vampiren bedient er sich sehr viel beim Klischee. Allerdings meint er, dass sie eine gewisse Menge an Sonnenstrahlen widerstehen können. Sie sollen leicht auffindbar sein und die Aufnahme in ihre Reihen ist leicht möglich. Werwölfe hingegen sollte man meiden. Sie würden jeden aufnehmen, doch viele sterben während des Übergangs zum Werwolf-Dasein. Was mich allerdings beunruhigt ist seine Einstellung zur Medizin. Man ist selber dran schuld, dass man krank wird und Krankenhäuser machen alles nur schlimmer. Medikamente vergiften den Körper und dadurch kann man nicht mehr in die Riege aufgenommen werden. Deswegen sind ärztliche Behandlungen zu unterlassen. Er verdammt die Schulmedizin und das einzige, was erlaubt ist, sind homöopathische Arzneimittel, die auf rein pflanzlicher Basis sind."

Das gibt mir ebenfalls zu denken.

„Ich weiß nicht wie man an solchen Mist glauben kann." Sagt Jacob.

„Ich verstehe es ebenfalls nicht, aber wenn man sieht wie viele Mitglieder es in irgendwelchen absurden Glaubensgemeinschaften gibt, fragt man sich oft ‚wie können die nur an so etwas glauben'. Ich denke als Außenstehender kann man das nur schwer beurteilen." Sage ich zu ihm.

„Wie viele gehören zu dieser Sekte?" Will Sam wissen.

„Sie umfasst ungefähr 200 Mitglieder, durch alle Sozialschichten hindurch. Der Vorsitzende ist ein Rechtsanwalt."

„Noch mehr Idioten." Sagt Jacob nur.

Wir erreichen schließlich die Kino-Kasse.

„Dürfen Hunde eigentlich ins Kino?" Fragt Emmett.

„Nein." Antwortet ihm die Kassiererin.

„Schade. 3 Erwachsene und 2 Schüler." Verlangt er schließlich. Die Kassiererin schaut uns nur fragend an. Nacheinander ziehen wir unsere Ausweise aus der Tasche und legen sie vor. Vor allem bei Emmett und Jacob ist sie erstaunt. Sie gibt uns schließlich die Karten und wir suchen uns Plätze weit hinten. Ein junger Mann setzt sich neben Emily und fängt sofort an sich über ihre Narbe lustig zu machen.

Ich stehe auf und tausche mit Emily den Platz, sodass sie zwischen Jacob und Emmett sitzt. Auch wenn Emmett meist eine große Klappe hat, er würde Emily nie verletzen.

„Beruhige dich, Sam." Sage ich zu ihm, außerhalb der Hörfrequenz von Menschen. „Er wird seine Strafe bekommen." Nachdem der Typ nicht mehr an Emily herankommt, nervt er ein anderes Mädchen.

Ich bin froh, als der Film endlich läuft und sich die Anspannung meiner Begleiter etwas legt. Ich versuche mein Timing perfekt zu machen. Als eine Szene zum Zusammenschrecken kommt, manipuliere ich den Typen so, dass er sich in die Hose macht. Ich spüre wie die beiden Wölfe und Emmett die Nase hochziehen über den Geruch, doch es dämmert ihnen schnell was passiert ist.

„Klasse Idee." Sagt Jacob schließlich.

Nachdem der Film zu Ende ist und wir das Kino verlassen, ärgern Emmett und Jacob sofort diesen Typen und machen sich über seine nasse Hose lustig, die schnell zur Belustigung mehrerer Kinobesucher wird. Er folgt uns aus dem Kino und versucht uns am Auto anzugreifen. Doch Sam reagiert als erster und drückt ihn gegen sein Auto.

„Lass uns in Ruhe." Sagt er in einem grollenden Ton und gibt ihm einen Stoß, sodass er zu Boden fällt. Emmett knurrt ihn an und er springt auf und rennt davon.

„Rosalie text, dass Bellas Truck noch nicht fertig ist." Sagt Emmett laut.

„Steht das Angebot noch?" Fragt Jacob Sam.

„Klar." Sagt dieser.

„Es war schön, dich kennen zu lernen." Sagt Emmett, nimmt ihre Hand und gibt ihr darauf einen Kuss.

„Emmett." Warn ich ihn nur.

„Was denn? Darf ich eine so schöne Frau nicht wenigstens anschauen und mir Appetit holen für zu Hause?"

„Ist nur die Frage, ob Rosalie dich überhaupt sehen oder besser gesagt riechen will." Sage ich.

„Du läufst." Sagt er zu mir.

„Auch kein Problem." Antworte ich.

„Mist." Antwortet Emmett.

„6.30 Uhr am Haus?" Frage ich Jacob.

„Werde da sein." Danach verabschieden wir uns und fahren nach Hause.

Emmett ist verhältnismäßig ruhig auf der Heimfahrt. Wir entscheiden uns auf der halben Strecke anzuhalten und doch etwas jagen zu gehen. Ich will das Monster in mir so ruhig wie möglich halten. Emmett müsste nicht jagen, aber er begleitet mich und treibt mir sogar einen Puma zu. Ich genieße das warme Blut des Tieres, wie es in meinen Magen strömt.

Danach fahren wir direkt zum Haus und bringen Esme und Rosalie auf den neuesten Stand. Esme verbringt die Nacht mit Vorbereitungen für das Dinner mit Dr. Gerber. Emmett und Rosalie hoffen, dass Jacob ihnen helfen wird zu entkommen, nachdem ich ihnen von dem Strandfeuer erzählt habe.